Warum wir Perspektiven im Leben brauchen und wie du sie findest

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Weißt du warum du lebst? Wer du bist und was der Sinn des Lebens ist? Bereits in der Antike haben sich die Philosophen mit diesen existentiellen Fragen beschäftigt. Ob Platon, Aristoteles oder Sokrates – keiner dieser Denker konnte die Frage des Seins mit Bestimmtheit beantworten. Zwar lieferten sie Erkenntnisse, welche bis heute Bestand haben, doch wie kannst du sie mit Inhalt füllen? Wir zeigen dir warum wir Perspektiven im Leben brauchen und wie du sie findest.

Über die Leichtigkeit des Seins und die Reise zwischen Traum und Wirklichkeit.

Perspektiven sind wichtig. Sie bestimmen die unmittelbaren Handlungen des Menschen. Es ist nicht immer leicht, sich zu entscheiden. Doch Entscheidungen bestimmen die Richtung in deinem Leben. Das fängt mit der Wahl des Frühstücks an und hört mit der Partner- und Berufswahl auf. Dazwischen befinden sich die endlosen Möglichkeiten, die das Leben zu bieten hat. Die Menschen scheinen ein Produkt der Sozialisation zu sein, des Normen- und Wertesystems unserer Gesellschaft. Zumindest oberflächlich betrachtet. Doch was verbirgt sich hinter den Kulissen der scheinbaren Offensichtlichkeit?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Hast du dich schon einmal gefragt was dir im Leben wichtig ist? Wer du bist und wo du herkommst? Viele Menschen blenden diese Fragen gekonnt aus, um nicht eines Tages aufzuwachen und festzustellen, dass sie an ihrer inneren Wirklichkeit vorbeigelebt haben. In der heutigen Gesellschaft ist der Begriff der Depression schon fast in den Alltagsgebrauch übergegangen und dies mag nicht zuletzt daran liegen, dass die Menschen vergessen haben, was ihnen wichtig ist. Sie scheinen sich daran gewöhnt zu haben, extrinsisch motiviert durch das Leben zu schreiten. Daher ist es vor allem, wenn du unglücklich bist wichtig, in dich hineinzuhorchen. Deine Gewohnheiten zu hinterfragen und lebensbejahende Perspektiven zu schaffen. Denn wenn man sich einmal in dem Strudel der unheilstiftenden Gewohnheiten verfangen hat, erscheint es schwierig, diese zu durchbrechen und sich neue anzueignen.

Aber du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Denn letztlich trägt jeder Mensch den Schlüssel zu seinem Glück in sich. Oft ist er allerdings gut versteckt und schwebt irgendwo zwischen Erinnerung, Ängsten und Zukunftsprojektionen. Durch bewusstes Denken und gezieltes Hinterfragen zeigt er sich oft schneller als gedacht.

Perspektiven als sinngebende Wegbegleiter

Um sich Perspektiven schaffen zu können, ist es essentiell, sich über seine Ziele, Träume und Wirklichkeiten bewusst zu werden. Vor allem ist es unumgänglich herauszufinden, was du nicht möchtest.

Mache nun ein kleines Gedankenexperiment. Suche dir einen ruhigen Platz, an dem du dich wohlfühlst. Es kann das Büro sein, dein Garten, dein Auto oder ein völlig neuer Ort. Im Optimalfall bist du ungestört. Nehme nun einen Stift und ein Blatt Papier zur Hand. Achte auf deinen Atem und nimm dir Zeit, bis du ruhig und gleichmäßig atmest. Schreibe nun deine Wünsche auf. Achte darauf, dass es nicht zu viele sind.

Schreibe dann auf, was du nicht in deinem Leben möchtest und warte einen kleinen Moment ab. Protokolliere im Anschluss den Ist-Zustand. Denke einen Augenblick darüber nach. Wäge zwischen dem Notwendigen, dem Möglichen und Unmöglichen ab.

Frage dich dann, wie du diese unmittelbaren Ziele durch konkretes Handeln erreichen kannst und wie du die Aspekte in deinem Leben streichen kannst, die du nicht mehr möchtest. Sei dir darüber bewusst, dass du zu jeder Zeit weißt, was gut und richtig für dich ist. Schaffe dadurch Klarheit in deinem Inneren. Nach und nach werden sich neue, für dich sinnvolle Perspektiven herauskristallisieren.

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Die Macht der Autosuggestion

Der menschliche Körper ist ein Wunderwerk der Natur. Das Gehirn speichert nahezu alle Informationen, die der Mensch über seine Sinnesorgane wahrnimmt. Besonders wenn diese Sinneseindrücke und Informationen mit starken Emotionen kombiniert sind, werden sie präsenter sein.

Basierend auf dieser Annahme möchten wir dir nun die Technik der Autosuggestion vorstellen. Im vorangegangen Gedankenexperiment hast du gelernt, neue Perspektiven zu schaffen. Jetzt geht es darum, diese neuen Perspektiven gezielt im Unbewussten zu manifestieren. Sei dir darüber bewusst, dass alles was du dir einredest zur Wirklichkeit wird. Und auch darüber, dass das menschliche Gehirn nur einen bewussten Gedanken zu einem bestimmten Zeitpunkt fassen kann. Jetzt ist es wichtig, die entwickelten Perspektiven seinem Unbewusstsein zu suggerieren. Es kann helfen, sie laut und deutlich auszusprechen oder sie zu visualisieren. Je öfter die Ziele wiederholt werden, desto empfänglicher wird das Unbewusstsein für sie sein, bis sie schließlich fest etabliert sein werden. Nebenbei bemerkt versteht das Gehirn jedoch keine negierten Suggestionen.

Sei der Regisseur deines Lebens

Viele Menschen führen ein fremdbestimmtes Leben. Durch Imitation meinen sie zu wissen, was gut und richtig für sie ist. Sie glauben bewusst Perspektiven zu schaffen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dann wachen sie eines Tages auf und stellen erschrocken fest, dass sie sich selbst belogen und dadurch ihre Individualität verloren haben.

Daher ist es umso wichtiger, dynamisch zu bleiben und selbst die Regie zu übernehmen. Ehrlich zu sich zu sein, ohne sich dabei zu verurteilen. Wer hin und wieder den Rhythmus der Natur beobachtet, wird Zeuge eines Beispiels für absolute Klarheit werden. Denn sie scheint sich ihrer Perspektiven stets bewusst zu sein.


 
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Fotos: deimagine; Alija / Getty Images

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