Oculus VR-Geräte im Check: Was steht alles auf dem Plan?

Die virtuelle Realität ruft nach dir. Viele Hersteller bieten schon ihre eigenen Brillen an, darunter Google, Samsung, HTC und auch Huawei. Das Unternehmen Oculus VR hat sich jedoch im Moment die Position des Marktführers gesichert. Deshalb wollen wir uns die breite Produktlinie einmal genauer ansehen und dir die Vor- und Nachteile der einzelnen Geräte aufzeigen.

Oculus Rift und Oculus Rift S

Die Oculus Rift war die erste richtig gute VR-Brille. Schon auf der Gamescom 2016 hatten wir mit dem damaligen Modell eine Menge Spaß. Nun soll die Oculus Rift S neue Maßstäbe in Sachen virtueller Realität setzten. Im Generellen empfehlen wir dir noch zu warten, bis es die Rift S auch nach Deutschland schafft. Sich jetzt noch die „normale“ Rift zu kaufen, wäre quasi ein absichtliches Downgrade. Natürlich kommt dadurch auch ein höherer Preis zustande.

Oculus Rift
Oculus Rift

Die kabelgebundenen VR-Headsets benötigen einen relativ leistungsstarken Rechner. Das typische Oculus-Setup braucht außerdem eine Menge Platz. Wenn du die Brille wieder abziehst, willst du schließlich kein demoliertes Zimmer vorfinden. Ein Konfigurationsprogramm von Oculus hilft dir aber dabei, die richtigen Ausmaße deiner Spielfläche kennenzulernen.

Komfort und Geschwindigkeit stehen im Vordergrund. Zum einen willst du nicht 20 Minuten lang Ausrüstung anlegen und zum anderen soll der Kopf nicht nach knapp einer halben Stunde wehtun. Besonders Brillenträger haben mit VR-Brillen oft ihre Mühe. Die Oculus-Plattformen bieten aber viel Platz für die Drahtgestelle. Ein einfacher Riemen, der an den Seiten und auf deinem Kopf liegt, lässt sich ganz leicht zurückziehen, hält aber trotzdem ruckartige Bewegungen aus.

Oculus Rift S
Oculus Rift S

Hier geht’s zu unserem Vergleich der Oculus Rift mit der Playstation VR Brille »

Oculus Go

Die Oculus Go ist im Sinne der Benutzung eigentlich „nur“ ein VR-Smartphone. Du ziehst es auf, richtest es mit einer App auf dem Smartphone ein und kannst loslegen. Die Oculus Go funktioniert somit vollkommen ohne PC. Du kannst dich also zum Beispiel auf einem langen Flug in der VR-Welt in einen Kinosaal setzen.

Bei der Oculus Go setzen die Apps im Allgemeinen eher darauf, dass du eine stationäre Position eingenommen hast. Das Gerät ist klar auf den Film- und Fernsehsektor ausgelegt. Auch die Spiele sind nicht für die Bewegung gedacht. Sämtliche Inhalte sind über den bereits gut gefüllten Oculus-Store verfügbar. Zwar ist die Brille ganz klar für den Medienkonsum gedacht, jedoch lässt die Videoqualität etwas zu wünschen übrig. Falls du Schwierigkeiten mit der Schärfeeinstellung hast, probiere es mit dem Abstandhalter für Brillenträger. Das hilft auch, wenn du gar kein Brillenträger bist.

Unser Tipp: Warte auf ein Nachfolgemodell. Es ist zwar aktuell noch keines angekündigt, allerdings ist die Oculus Go nicht mehr das höchste der Gefühle.

Oculus GoOculus Go

Oculus Quest

Die Oculus Quest ist eine neue kabellose VR-Brille. Sie ist allerdings kein Nachfolgemodell der „Oculus Go“-Reihe. Vielmehr ist sie eine kabellose Variante der Rift-Serie. Sie lässt sich nämlich genau wie die Oculus Rift bedienen und hat auch den gleichen Store-Umfang.

Die kabellose Brille muss allerdings mit leichten Einbußen leben. So kommt sie einfach nicht an die grafische Leistung der normalen Oculus Rift heran. In einem solchen Gerät kann schließlich auch kein NASA-Rechner hausen. Die etwas schlechtere Grafik sollte aber kein Punkt sein, bei dem du dich komplett abgeschreckt fühlen musst. Die Spiele sehen auf der Oculus Quest immer noch gut aus.

Die Quest-Reihe ist für den VR-Einsteiger ein attraktives Modell. Du brauchst wirklich nichts außer die Brille und die beiden mitgelieferten Controller um spielen zu können. Die Spiele werden im internen Speicher der Brille aufbewahrt. Dieser ist zwar nicht unendlich groß, reicht aber für eine gesunde Auswahl aus. Die gekauften Spiele bleiben nach einer Deinstallation trotzdem in deinem Besitz.

Oculus Quest
Oculus Quest

Gear VR – Powered by Oculus

Das Gear VR-Headset ist das kostengünstigste Modell auf der Oculus-Webseite. Das liegt daran, dass sie eigentlich keine eigenständige VR-Brille ist. Du verwendest sie nämlich dafür, um mit deinem Samsung-Smartphone in eine VR-Welt einzutauchen.

Die Gear VR ist nicht mit allen Samsung-Geräten von Haus aus kompatibel. Für die neueren Smartphones wie das Note 9 und der S10-Series brauchst du einen Adapter. Auf Samsungs Homepage, ist sogar eine Möglichkeit genannt, wie du diesen Adapter umsonst bekommst. Informiere dich in jedem Fall vorher über die Kompatibilität der Passform deines Gerätes.

Diese Brille bietet, genau wie die anderen Oculus-Plattformen, zwei kleine Handcontroller, welche du zum Spielen verwendest. Sie sehen zwar etwas anders aus, erfüllen aber ihren Zweck. Außerdem hast du die Möglichkeit, ein klassisches Gamepad zu benutzen.

Samsung Gear VRSamsung Gear VR

Welche denn nun?

Die absolut beste VR-Erfahrung des aktuellen Marktes wirst du mit der Oculus Rift S erreichen, wenn diese auf dem öffentlichen Markt verfügbar ist. Diese Variante ist allerdings auch sehr kostspielig. Schließlich benötigst du auch einen PC, der diese Leistung buckeln kann. Die Oculus Go ist für lange Reisen super geeignet, um ungestört einen Film zu schauen. Unser Tipp ist aber, dass du noch auf eine nächste Generation warten solltest. Diese mag zwar noch nicht angekündigt sein, wir bleiben aber optimistisch.

Die Oculus Quest ist wie für den VR-Einsteiger gemacht. Sie ist nicht so teuer wie die Rift-Modelle. Außerdem benötigst du keinen PC, um die VR-Brille zu bedienen. Wenn du mit kleinen Kompromissen in Sachen Grafik leben kannst, dann ist das dein Modell. Die Gear VR-Brille ist natürlich nur etwas für dich, wenn du auch ein Samsung-Smartphone hast.

 

Fotos: Oculus PR / Amazon