Auf diese Spiele freuen wir uns im Dezember

Das Jahr geht zu Ende und die letzten paar Nachzügler werden vor Weihnachten noch auf den Markt gebracht. Diese Spiele sind keine großen Blockbuster, haben aber ihre feste Community, die den soliden Kern der Einnahmen garantieren können. Life is Strange 2 findet mit Episode 5 sein Ende, Phoenix Point ist ein XCOM-Klon mit Seeungeheuern anstatt Aliens und Torchlight Frontiers ist eine der besten Alternativen zu Diablo 4, wenn auch du das amerikanisc… Entschuldigung, chinesische Unternehmen Activision Blizzard nicht mehr unterstützen möchtest.

Life is Strange 2 Episode 5

Life is Strange 2 Episode 5

Die Life is Strange-Geschichte, wie sie bis jetzt geplant ist, nimmt in Episode fünf ihr Ende. Ein Teaser-Trailer hat bereits die mexikanische Grenze gezeigt, die eine der Schauplätze sein wird.

Schon im September haben wir über Episode 4 berichtet und dir einen kleinen Rückblick auf die bisherigen Kapitel gegeben. Zur Story von Episode 5 ist noch nicht viel bekannt. Entwickler „Dontnod Entertainment“ hat aber über den Twitter-Account von Michel Koch bekanntgegeben, dass die Produktion ihre finale Phase erreicht hat. Der 3. Dezember sollte also auf jeden Fall als Releasedatum einhaltbar sein.

Es gibt aber schon einige Fan-Theorien auf YouTube, die mit wiederkehrenden Charakteren aus vergangenen Episoden und sogar aus dem originalen Life is Strange-Spiel spekulieren. Max, die Protagonistin des ersten Teils, ist dabei wahrscheinlich eines der am sehnlichsten gewünschten Cameos.

Zum Finale wird für besonders große Liebhaber der Serie eine Collector’s Edition herausgebracht. Diese enthält:

  • alle Epoisoden von Life is Strange 2
  • das Spiel „The Awesome Adventures of Captain Spirit“
  • den offiziellen Soundtrack von Jonathan Morali auf Vinyl in einem Boxset
  • ein 32-seitiges Artbook im Hardcover-Format mit Concept-Art
  • Vinyl-Figuren von Sean und Daniel
  • einige „Arcadia Bay“ Patches für deinen Rucksack im Spiel
  • und die Collector’s Edition Sammlerbox

Eine Menge Content für eingefleischte Fans. Diese Masse an Fanservice kostet erstaunlich preiswerte 69,99 € im offiziellen Square Enix Store für den PC. Diese Collector’s Edition wird übrigens die einzige Auflage sein. Solltest du also das Geld haben, dann ist das echt ein gutes Angebot. So manch anderer Hersteller verkauft für den gleichen Preis auch ganz gerne nur halbfertige Spiele *HUST* Bethesda *HUST* EA *HUST* Blizzard seit 2016.


Phoenix Point

Phoenix Point

Phoenix Pont ist so etwas wie der geistige Nachfolger der XCOM-Spiele. Der Miterfinder der beliebten Strategie-Shooter, Julian Gollop, hat schließlich auch daran mitgearbeitet. Anders als in den XCOM-Spielen kommt die Bedrohung jedoch nicht aus dem All, sondern aus der Tiefsee.

Das Spiel ist ein rundenbasierter Strategie-Shooter. Optisch ist es den XCOM-Spielen sehr ähnlich. Das Interface bietet ebenfalls recht ähnliche Optionen. Spezielle Features werden wohl einfach nur umbenannt worden sein, damit es keine exakte Kopie wird.

Die Kreaturen aus der Tiefsee kommen in allen Formen und Farben daher. Manche sind kaum kniehoch, andere können dir aber schon im zweiten Stock durchs Fenster auf Augenhöhe begegnen.

Deine Soldaten sind nicht nur Maschinen, die sich ergeben in den Kampf stürzen und nach geschossenem Kroppzeug die Minute bezahlt werden. Ihre Psyche spielt eine große Rolle, denn einige Feinde können nicht nur physische, sondern auch psychische Attacken gegen dich starten. Das ist auch in XCOM eine Mechanik, die uns regelmäßig zur Weißglut treibt.

Die Welt ist im Nebel der Kreaturen bedeckt. In diesem mutieren sie zufallsgeneriert und erzeugen auf diese Weise neue Gegnertypen. Eine Evergreen-Strategie wird es also nicht geben.

Im Laufe des Spiels triffst du auf andere Fraktionen. Die Menschheit hält ja schließlich nicht einfach so zusammen. Der New Jericho-Orden, die Anhänger von Synedrion und die Disciples of Anu verfolgen alle ihre eigenen Ziele. Du kannst mit ihnen handeln, dich mit ihnen verbünden oder auch verfeinden.

Phoenix Point ist ein Epic Games Exclusive-Spiel. Für ein ganzes Jahr lang wird es das Spiel nur über den bei der Community in Ungnade gefallenen Launcher geben. Der Deal hat die finanzielle Sicherheit des Entwicklerstudios Snapshot Games wohl über Jahre gesichert. Selbst wenn alle Vorbestellungen zurückgezogen würden, wäre das Spiel immer noch kein Flop für das Studio. Da bekommt man eine ungefähre Vorstellung dafür, wie viel Geld Epic Games zur Verfügung steht.

Das Releasedatum ist laut Epic Games Store der 3. Dezember.


Torchlight Frontiers

Torchlight Frontiers

Die Oldschool-Reihe wird wiederbelebt. Torchlight I & II haben ihre Community, die sich nun schon über ein Jahr auf das neue Spiel freuen. Bereits auf der Gamescom 2018 ist ein erster Gameplay-Trailer gezeigt worden. Nun ist es im Dezember endlich soweit.

Der Mix aus MMO- und Hack and Slay-Elementen à la Diablo war für viele Fans bei der Ankündigung ein Grund zur Sorge. Genauer gesagt die MMO-Elemente. Noch ein weiteres Service Game braucht nicht jedermann. Entwickler Echtra Games gibt aber Entwarnung, denn Torchlight Frontiers soll ein klassisches Torchlight-Spiel bleiben. Wiederkehrende Spieler sollen sich auf Anhieb zurechtfinden.

Lediglich die Spielwelt wird mit anderen Leuten geteilt und MMO-artige Elemente sind in Planung. Die Charakterklassen machen direkt den Anfang. Der Zwielichtmagier besitzt Fähigkeiten, die mit Licht und Schatten zu tun haben. Das Licht ist, unserer Annahme nach, hauptsächlich für Buff-Effekte und Heilung zuständig, hat aber auch Angriffe. Der Schatten wird wohl hauptsächlich zum Angriff genutzt werden. Das würde aber nur Sinn machen, wenn du mit Schattenmagie auch De-Buffs verteilen könntest.

Der Roboschmied ist ein Roboter, der mit seinem Schwert, der Minigun in seinem Bauch und Hitzefähigkeiten den Feinden Feuer unterm Hintern macht. Außerdem kann er Explosionen verursachen und das in jedem Spiel obligatorische Beyblade sein. (Er nimmt sein Schwert und dreht sich damit im Kreis.) Die letzte bekannte Klasse ist der Schienenkämpfer. Während du dich bewegst, baut der Held Schienen, auf dem ihm ein Zug hinterherfährt. Der Zug besitzt ein Geschütz und wird bestimmt noch für weitere Upgrades zu haben sein.

Das System zur Charakterentwicklung wird horizontaler Fortschritt genannt. Dies ist laut den Entwicklern eine komplett neue Art und Weise, deinen Charakter zu individualisieren. Jede Front braucht ihre eigenen Fähigkeiten und Builds, weil nicht jeder Gegner Kanonenfutter ist.

Die MMO-Features halten sich in Grenzen, erweitern das Spiel aber um eine gute Bandbreite. Du kannst z. B. dein eigenes Fort errichten, welches du benutzen kannst, um deinen Charakter zu leveln oder um vor deinen Freunden zu prahlen. Die breite Auswahl an Pets, die dich auch im Kampf begleiten, kommt uns auch aus dem MMO-Genre bekannt vor.

Vor allem an ein MMO erinnert uns aber die Saisonreise. Diese ist wie ein Battlepass aufgebaut. Die Erfahrung, die du in der Saisonreise verdienst, ist Account-gebunden. Mit jedem Charakter verdienst du also immer für denselben Battlepass Belohnungen. Diese Belohnungen können neue Waffenskins oder auch Einrichtungsgegenstände für dein Fort sein.

Ein offizielles Releasedatum ist noch nicht bekannt. 2019 soll es aber laut offizieller Webseite noch an den Markt gebracht werden. Selbst wenn es dieses Jahr nicht mehr klappt, ist dieses Spiel eine Erwähnung wert, weil viel Details und Herzblut in die Entwicklung geflossen sind. Für die Alpha-Version kannst du dich auf der Webseite anmelden.

 

Fotos: Square Enix Press; Snapshot Games Press; 2019 Perfect World Europe B.V.