Die Zukunft der Mode - Wohin gehen die Trends?

Mode, oder besser gesagt Fashion, ist etwas, das sich immer in einem großen Wandel befindet. Was während eines Sommers noch total angesagt ist, ist bereits wenige Jahre später undenkbar. Die meisten Trends geht man dabei automatisch mit. Wer das nicht glaubt, der wirft einfach einen Blick auf alte Urlaubsfotos. Diese mögen vielleicht noch gar nicht so alt sein und dennoch stellt man sich selbst die Frage, wie man nur derartige modische Verbrechen begehen konnte.

Natürlich ist es so, dass viele beliebte Trends immer wieder kommen. So manches modische Statement hatte bereits so viele Renaissancen hinter sich, dass man es bewusst als zeitlos bezeichnen kann. Die Welt der Mode ist hart, kurzlebig und streng. Kündigt sich an, dass ein Trend seinem Ende naht, so bemühen sich Fashionistas, dass sie ja nicht mehr mit dem zuvor hochgeschätzten Lieblingsteil gesehen werden.

Wer eher das Thema Kleidung und Mode eher praktisch sieht und einfach nur Wert auf eine gute Qualität legt, der geht die Fashiontrends automatisch, wenn auch unbewusst, mit.

Auf den großen Modeketten lastet ein enormer Druck. Unbedingt muss man als erster die neuesten Schnitte präsentieren. Dieser Umstand hat nicht nur etwas Schlechtes, sondern auch den Vorteil, dass es vor allen in den letzten Jahren zu einer wahrhaften Demokratisierung von Style und Chic gekommen ist. In der Welt der Stars und Sternchen schreiben vielleicht nach wie vor die großen Designer die Regeln bezüglich angesagter Kleidung, aber der normale Verbraucher orientiert sich eher seinesgleichen.

Natürlich sind die vielen sozialen Medien daran nicht unschuldig. Wer sich heute in seiner Haut und vor allem in seiner Kleidung wohlfühlt, der zeigt das gerne. Schnell ist ein Selfie gemacht und mit dem Rest der Welt geteilt. Heute sieht es so aus, dass die großen Modedesigner vom Streetstyle inspirieren lassen.

Die falsche Einstellung zur Mode

Ein Begriff, der in den letzten Jahren immer öfter fällt, ist „Fast Fashion“. Damit ist das Pendant zum „Fast Food“ gemeint. Wie auch das schnelle Essen auf die Hand, beeindruckt die schnelle Mode vor allem durch einen niedrigen Preis und ein reichliches Angebot. Die Qualität, die Rohstoffe und die Herstellung sind eher nebensächlich. Zum einen bedeutet das, dass sich nun jeder aktuelle Mode leisten kann, zum anderen steht dieser Trend aber auch für die Entfremdung gegenüber der Kleidung.

Zu Zeiten, in denen Kleidung noch weitestgehend von Hand hergestellt wurde, war es üblich, zwei bis drei Garnituren zu besitzen. Diese waren von hoher Qualität und wurden in vielen Fällen innerhalb der Geschwister oder sogar von Generation zu Generation weitergereicht. Kam es zu Löchern, so wurden diese geflickt. Der modische Aspekt der Kleidung war bestenfalls zweitrangig. Wichtig waren die Qualität und die Belastbarkeit.

Heutige Mode ist im Vergleich dazu bloßes Blendwerk. Schon nach kurzer Zeit trennen sich Nähte auf, Aufdrucke verwaschen und die Farben leuchten nicht mehr. Natürlich könnte so mancher ein Kalkül dahinter vermuten. Wahrscheinlicher ist aber, dass die große Konkurrenz der Hersteller und der tägliche Versuch, noch günstiger und schneller zu produzieren, der wahre Grund hinter der sinkenden Qualität ist.

Leider ist es so, dass die große Masse der potenziellen Kunden diesen Umstand akzeptiert und kaum mehr etwas anderes erwartet.

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Mode als Wegwerfprodukt

Natürlich gibt es weiterhin Unternehmen, die auf Tradition, Handarbeit, faire Produktionsbedingungen und beste Qualität großen Wert legen. Das zeigt sich auch am Preis. Leider geht der Trend dahin, dass Kunden immer weniger Lust haben, auf ein bestimmtes Kleidungsstück zu sparen oder etwas mehr für höhere Qualität auszugeben. In der heutigen Zeit hat sich der Eindruck der Quantität gegen die Qualität durchgesetzt. Es ist besser, öfters mit etwas Neuem, als immer mit der gleichen, aber vielleicht wesentlich höherwertigen Jacke gesehen zu werden.

Die Folgen für dieses Verhalten sind leider dramatisch. Die Qualität nimmt Jahr für Jahr ab, die Preise sinken mehr und mehr und die Arbeitsbedingungen in Niedriglohnländern verschlimmern sich weiter. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich international die Politik noch mehr in die Belange der großen Modekonzerne einmischt. Die Ressourcen, die bei der Herstellung von Kleidung zur Verwendung kommen, sind unvorstellbar.

Noch drastischer wird es, wenn Gerüchte von geschredderten Kleidungsstücken, die entweder aus der Mode gekommen sind, bevor diese überhaupt erst im Verkauf angekommen sind, oder schlichtweg zu viel produziert wurden, die Runde machen. Wirft man einen Blick auf die Zahlen und Fakten zur Modeindustrie in Deutschland und in der EU, so steht schnell fest, wie groß das Problem tatsächlich ist.

Bio ist Trend – auch in der Mode

Bio ist aus dem Supermarkt oder vom nahegelegenen Bauernhof bekannt. Das dieses Gütesiegel nun auch mehr und mehr in der Welt der Mode Einzug hält, zeigt, dass Nachhaltigkeit das Ziel der Zukunft für Bekleidungshersteller ist.

Begab man sich noch vor wenigen Jahren online auf die Suche nach Labels, die Wert auf biologische und nachhaltige Rohstoffe setzen, so waren die Ergebnisse dünn gesät. Viele der Vorreiter dieser Idee wurden als Spinner abgetan oder die neue Art der Mode war einfach schlichtweg zu teuer, um massentauglich zu sein.

Wer heute in das Modehaus seines Vertrauens geht, der stellt fest, dass sich immer mehr Produkte aus recycelten Materialien unter die gewöhnlichen Kollektionen mischen. Der Grund dafür ist zum einen natürlich der öffentliche Druck, zum anderen erkennen die Hersteller nun auch selbst, dass Recycling, Wiederverwendung und veränderte Produktionsbedingungen die einzige erfolgreiche Zukunft darstellen.

Das Produktionsvolumen der bekanntesten Namen aus der Branche ist so groß, dass es nicht lange dauert, bis die Prozesse zur Gewinnung nachhaltiger Rohstoffe so vereinfacht werden, dass alsbald mit nachhaltiger Kleidung ein ähnliches Preisniveau wie bei der „Fast Fashion“ erreichbar ist. Mit langfristig höheren Preisen ist nicht zu rechnen, da die Konkurrenz unter den Mitbewerbern auch bei einem Umstieg auf andere Produktionswege gleich hoch bleibt.

Der Kreislauf der günstigen Kleidung, die nach kurzer Zeit im Anfall landet, wird sich kaum verhindern lassen. Der Unterschied ist nun aber, dass sich aus dem modischen Müll schneller etwas Neues gewinnen lässt. Fasern aus der Hanfpflanze beispielsweise, sind für ihre Belastbarkeit bekannt. Im Gegensatz zu Kunstfasern richten sie in der Natur keinen Schaden an und mit den modernen Möglichkeiten der Fertigung lässt sich kaum mehr ein Unterschied zu Baumwolle oder Polyester feststellen.

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Weitere Wege zur Verbesserung der eigenen Klimabilanz

Wer generell über seinen Lebenswandel und den eigenen Konsum nachdenkt, der stellt sich vielleicht die Frage, an welchen Stellen das eigene Bestreben, hin zu einer besseren Zukunft, noch verbesserungswürdig ist. Er ergibt Sinn, zuerst über die Verbrauchsgüter nachzudenken, auf die ein Haushalt täglich angewiesen ist.

Der Strom und das Wasser kommen einem dabei als Erstes in den Sinn. Nun ist es so, dass sich die Kommune um die Bereitstellung des Wassers kümmert. Beim Strom sieht es allerdings anders aus. Problemlos ist es möglich, sich über die Herkunft des eigenen Stroms zu informieren. Gefällt einen das Ausfindiggemachte nicht, so kann man seinem Stromanbieter kündigen. Das geht schnell und problemlos. So ist es, zumeist nach Ablauf des laufenden Vertrags, problemlos möglich, sich für einen Stromanbieter zu entscheiden, der nach den eigenen Konditionen arbeitet. Ökostrom oder grüner Strom muss dabei nicht teurer als herkömmlicher Strom sein, der in vielen Fällen nach wie vor auf fossile Energien setzt.

Mit dem Wechsel des Stromanbieters bietet es sich an, den eigenen Verbrauch im Haus zu überdenken. Betreibt der Haushalt noch alte Elektrogeräte, befindet sich das Fernsehgerät ständig im Stand-by-Modus oder ist das Licht trotz Sonnenschein an, so bedeutet das unnötige Kosten. Zum Glück gibt es heute viele Möglichkeiten, um den eigenen Verbrauch stärker zu kontrollieren und zu regulieren. Der Austausch eines alten Geräts durch ein neues lohnt sich bereits nach wenigen Jahren. Das ergibt vor allem bei Großgeräten wie einem Kühlschrank, einem Ofen oder einer Gefriertruhe sind.

Wer der modernen Technik die Aufgabe der Überwachung des Stromverbrauchs übertragen möchte, der kann Elemente eines Smarthomes in seine Wohnung oder in das Haus integrieren. Zeitschaltuhren oder Sensoren, die in der Lage sind die Temperatur oder den Einfall der Sonne zu messen und daraufhin Schritte zur Abschaltung von Geräten einzuleiten, sind die Zukunft.

Nachhaltigkeit kommt gut an

Bestimmte Themen sind nervig, doch sie sind es, weil sie für die Gesellschaft und für jeden einzelnen wichtig sind. Wer als Mann gut ankommen will, der protzt nicht mehr länger mit seinem Auto, sondern mit einem gesunden und zukunftsgerichteten Lebensstil. Man kann es ja einfach einmal selbst beim Online-Dating ausprobieren. Wer smart ist und sich für etwas Gutes engagiert, der geht als ein strahlendes Vorbild voran.

Vielleicht sorgt das Umdenken in der Gesellschaft ja dafür, dass ein Blick auf die Seiten der innovativen Modemarken, die nachhaltig arbeiten, geworfen wird. Dort lässt sich schnell feststellen, dass die langsamere und bedachtere Produktion, in Verbindung mit den dementsprechenden Materialien, für zeitlose Schnitte sorgt. Zumeist ist die Qualität bei Mode dieser neuen Art höher. Das liegt nicht nur daran, dass mehr Material oder bessere Technik verwendet wird, sondern vor allem am Umstand, dass die meisten der wiederentdeckten Fasern schon seit hunderten oder gar tausenden von Jahren in Gebrauch sind.

Viel Wissen, was die Herstellungstechnik betrifft, wird gerade erst wiederentdeckt. Dabei kommt Erstaunliches zum Vorschein. Antike Fasern verhindern Schwitzen und Geruchsbildung wesentlicher effektiver als die modernen Pendants, die oftmals dafür sorgen, dass sich heiße Lust und Feuchtigkeit an der Haut stauen. Das sorgt nicht nur für einen unangenehmen Geruch, sondern ist zudem schlecht für die Haut. Gerade, wer mit Unreinheiten oder sogar Akne zu kämpfen hat, sollte sich einen Umstieg auf natürliche Materialien überlegen.

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Im Trend ist auch Wolle. Ein besonderer Vorreiter ist die Wolle der Alpakas. Diese wärmt wie keine andere, ist belastbar und pflegeleicht und von Natur aus antibakteriell. Eine künstliche Faser mit derartigen Eigenschaften gibt es bislang noch nicht. Das zeigt, dass das Bestreben des Menschen, die Natur zu imitieren oder sie sogar zu verbessern, nicht immer gelingt.

Minimalismus und Mode als langfristige Investition

Seinen eigenen Style entwickelt man, wenn man sich nicht immer von den gerade aktuellen Trends beeinflussen lässt. Wer aus der breiten Masse herausstechen möchte, der muss hin und wieder gegen den Strom schwimmen. Das gelingt am besten, wenn man modisch einen minimalistischen Ansatz verfolgt. Dieser sieht so aus, dass man sich beim Einkauf für hochwertige Produkte mit einem zeitlosen Stil entscheidet. Diese sind aufgrund der manuellen Herstellung, zumeist in Europa, teurer als vergleichbare Stücke aus Massenproduktion. Doch wer hat noch nicht eine viele Jahre getragene und geliebte Wachsjacke bewundert oder hat sich selbst in eine Lederjacke mit cooler Patina geträumt?

Wer modisch seine eigenen Wege beschreiten möchte, der braucht sogenannte Statement-Pieces. Diese Stücke, es müssen gar nicht viele in der eigenen Garderobe sein, sind es, die den eigenen Style definieren. Sie machen den Träger aus und zeigen, dass es hierbei nicht um Trends geht, sondern ausschließlich um Komfort und Qualität. Wer sich dazu durchringt, diesen Stil auf sich anzuwenden, der darf sich in aller Ruhe an die Verkleinerung der eigenen Garderobe wagen.

Erst dann, wenn es heißt, sich von bestimmten Dingen zu trennen, fällt auf, wie unwichtig vieles ist und wie viele Kleidungsstücke spontan und ohne tiefere Gedanken gekauft wurden. Jedes Stück in der eigenen Garderobe soll ebenfalls einen Platz im eigenen Herzen haben. Wer sich auf die Qualität seiner Kleidung verlässt und genau weiß, wie sich diese anfühlt, der strahlt ein einmaliges Selbstvertrauen aus. Nichts wirkt anziehender als ein Mensch, der sich in seiner Kleidung voll und ganz wohlfühlt.

Qualität und die Mode der Zukunft gehen Hand in Hand

In den kommenden Jahren sind sowohl die großen Modeproduzenten als auch die Kunden gefragt. Schließlich verläuft der Markt immer noch nach den Regeln von Angebot und Nachfrage. Wer den eigenen Stil umdenkt und auf weniger, dafür bessere Kleidung umsteigt, der bringt den Stein ins Rollen. Am Schluss profitieren Kunden, indem bessere Ausgangsmaterialien verwendet werden, die Produktionsbedingungen humaner werden und durch eine allgemeine Steigerung der Qualität.

Nachhaltigkeit und zukunftsgerichtetes Denken bedeutet im Fall von Mode auf keinen Fall einen Verzicht, sondern vielmehr einen Gewinn für jedermann. Wichtig ist nur, dass man alte, unwahre Vorurteile über Bord schmeißt und sich selbst ein Herz fasst, um mit großen Schritten als Vorbild voranzuschreiten. Mode und Fashion bleiben spannend und in Zukunft werden Trends etwas anders aussehen.

 

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