Trends benötigen in der Männerwelt ja bekanntlich etwas länger, bis sie sich durchgesetzt haben. Während es in der Damenwelt spätestens zur nächsten Jahreszeit die nächste Trendfrisur gibt, hält bei den Männern nun schon rund zehn Jahre lang der Undercut die Stellung. Damit ist jetzt endlich Schluss, denn der Bro Flow hält nun Einzug in die Männer-Welt des Styles!

Nicht, dass der Haarschnitt uns nicht gefallen hätte. Zu Beginn des Jahrzehnts, als sich nur Stilikonen wie David Beckham an die rasierten Seitenpartien trauten, fanden wir den Schnitt sehr apart, geradezu extravagant. Aber mittlerweile haben wir uns wirklich sattgesehen am nichtvorhandenen Seitenhaar. Du nicht auch?

Na, dann ist der nächste Trend vielleicht einer, den du von Anfang an ausprobieren möchtest. Damit trittst du in eine Reihe unerschrockener Pioniere wie Bradley Cooper, Jake Gyllenhaal und Orlando Bloom. Da kann man sich tatsächlich schlechtere Gesellschaft vorstellen, oder?

Der Bro Flow

Ja, ok, am Namen könnte man noch arbeiten. Da klang das schlichte Undercut etwas maskuliner und verwegener. Aber der Name ist hier wirklich Programm, denn mit dieser Friese ist alles im Flow. Du willst endlich wissen, wovon wir sprechen? Also eigentlich ist es ganz einfach. Wenn du Corona-bedingt seit vielen Monaten nicht mehr beim Friseur warst, hast du den Bro Flow vielleicht schon, ohne von deinem Glück zu wissen. Voraussetzung sind mittellange Haare, die du dann locker nach hinten stylst. Klingt zu einfach, um wahr zu sein. Zwei Voraussetzungen gibt es:




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Bro Flow: Die Voraussetzungen

Wie schon angesprochen, brauchen deine Haare eine gewisse Länge. Mit kurzen Haaren flowt nichts und mit zu langem Haar wirst du diesen Look nicht stylen können. Jetzt wird es für einige von euch unangenehm… du brauchst auch eine gewissen Dichte. Wer also eh damit kämpft, seine beginnende Platte zu verbergen, der wird mit dem Bro Flow nicht glücklich. Falls du aber beide Voraussetzungen mitbringst, dann können wir dir hier nur gratulieren, denn die Frisur ist ein echter Allrounder.

Bro Flow: Der Look

Wer hat den Look dafür? Jeder! Klingt wie ein typischer Friseur-Versprechen? Versprechen wir dir aber. Der Flo Brow sieht unabhängig von Gesichtsform, Bartwuchs oder Haarfarbe wirklich an jedem gut aus. Das beweisen zahlreiche Celebrity-Vorbilder. Gut, die sehen immer gut aus, da gephotoshopped, denkst du jetzt. Da hast du zwar recht, aber jetzt stell dir einfach ganz viele Falten und Augenringe an Bradley Cooper und Konsorten vor, dann hast du ein realistisches Bild vom Bro Flow. Haare sehen immer noch toll aus? Siehst du!

Bro Flow: Das Setting

Wahrscheinlich weißt du schon genau, welchen Schnitt wir meinen, um aber jegliche Verwechslungen auszuschließen und um dir auch zu sagen, was du dir von deinem Friseur wünschen sollst, hier nochmal die detaillierte Erklärung: Für den Bro Flow stylst du dein mittellanges Haar in einem Mittelscheitel, die längeren Seitenpartien hängen dabei einfach locker, bzw. sind gestylt und umspielen dein Gesicht.

Wenn du mit dem Mittelscheitel auf Kriegsfuß stehst, dann klappt das Ganze auch mit dem Seitenscheitel. Vielleicht braucht es hier ein paar Stylingtricks mehr, damit die Haare auch den ganzen Tag so sitzen, aber dein Friseur weiß dir da sicher zu helfen.




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Bro Flow: Die Pflege

Vielleicht gehörst du zu der aussterbenden Sorte Mann, die außer Seife nix im Bad hat und da sonst auch nichts möchte. Dann ist der Bro Flow vielleicht einfach auch nix für dich. Ein bisschen Pflege hat diese Trendfrisur nämlich schon nötig – und auch verdient. Wenn du dich überwindest und die Routine zwei-, dreimal durchgespielt hast, dann wird sie zur Selbstverständlichkeit und kostet dich auch nicht mehr Zeit als ein YouTube-Video.

1. Haare waschen:

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Benutze einmal im Monat ein Tiefenreinigungsshampoo, um wirklich alle Stylingreste aus den Haaren herauszubekommen. Shampoos ohne Silikone sind langfristig besser für die Haare, lassen aber die Haare erstmal nicht so schön glänzen wie silikonhaltige Produkte. Dafür kannst du aber am Ende der Haarwäsche nochmal mit ganz kaltem Wasser über die Haare. Das führt nämlich dazu, dass die Haarporen sich schließen und sie zum Glänzen bringt.

2. Spülung:

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Wenn du trockenes Haar hast, wirst du ohnehin bereits eine Spülung benutzen. Ob du diese wirklich nach jeder Haarwäsche oder nur einmal im Monat benutzt, überlassen wir gerne dir.

3. Haarschaum oder Stylingcreme:

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Nach dem Waschen sind die Haare meist ganz weich, da keinerlei Schmutz oder Stylingreste in ihnen sind. Das ist in der Vorstellung zwar schön, in der Praxis macht sie das aber zum Stylingalptraum. Um ein wenig Griffigkeit in die Frisur zu bekommen, ist ein Haarschaum oder eine Stylingcreme ein gutes Mittel. Wie auch bei Shampoo und Spülung gilt hier: weniger ist mehr! Orientiere dich an deinen Lieblingsnüssen. Ob nun Haselnuss oder Cashewkern als Maßstab für Menge der Stylincreme, bzw. Walnuss oder Paranuss für den Schaum: wenn du bei den Nüssen bleibst, sollte es meistens passen.

4. Salz-Spray:

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Ein Geheimtipp für Struktur und Griffigkeit. Wenn deine Haare wirklich sehr glatt sind, kannst du dir so ein Spray zulegen. Trockenshampoo erfüllt den Dienst aber auch sehr gut. Hier musst du nur aufpassen, dass du den richtigen Farbton erwischst, um nicht die verräterischen hellen Reste im Haar zu haben. Sollten deine Haare aber bereits Bewegung haben, also hier und da eine kleine Welle, dann kannst du dir diese Strukturhilfen eigentlich sparen.

5. Wachs/Gel:

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Hier kommt es darauf an, was du gewohnt bist und womit du besser umgehen kannst. Viele hassen Wachs, weil es die Haare superschnell fettig aussehen lässt, wenn man zu viel davon erwischt. Dosiert man es vorsichtig, erweist es dir beim Bro Flow aber richtig gute Dienste. Sei ganz sparsam, verreibe das Wachs in deinen Handflächen und fahr dir dann durch die Haare. Das gleiche gilt natürlich auch für Gel. Hier ist es wichtig, dass du keines im Wet Look nimmst, denn das passt nicht zur Frisur.

6. Haarspray:

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Zum Schluss gehst du noch ein bisschen mit Haarspray drüber, auch hier bitte auf die Abstandsregeln achten. Beim Spray sind es nicht 1,5 m, das wäre unpraktisch, aber 30 cm Distanz solltest du schon einhalten. Sonst verklebst du mehr als du stylst.

Deine Styling-Routine ist zu Ende, du darfst dein Meisterwerk der Menschheit zeigen. Vielleicht vorerst virtuell, aber auch am Bildschirm machst du mit dem Bro Flow eine klasse Figur.

 

Bilder: Peter Atkins / stock.adobe.com; Amazon / PR

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