Ajoure Blog Seite 219

Positive Gedanken: Wie sehr sie dein Leben verändern!

Wir kennen sie alle – diese Glückspilze, die immer gut gelaunt im Büro erscheinen und auch dann noch lächeln, wenn sie nach einem Halb-Marathon einen Wadenkrampf haben. Sie begrüßen dich, als seist du ihr bester Freund, und wenn der Chef vollkommen unerwartet auf Überstunden pocht, pfeifen sie ein kleines Liedchen und freuen sich, dass sie nicht nach Hause müssen, weil dort die Schwiegermutter auf Besuch oder die Freundin eh gerade schlecht drauf ist.

Sind diese Menschen echte, wahre Glückspilze? Bei näherer Betrachtung haben die meisten dieser schrecklich gut gelaunten Personen die gleichen Probleme und Sorgen wie du und ich – sie gehen nur anders damit um. Das merkwürdige ist: Obwohl sie ebenfalls mit den Widrigkeiten des Lebens zu kämpfen haben, überstehen sie Krisen schneller und finden einfacher eine Lösung. Der Schlüssel zu ihrem Erfolg sind nämlich ihre positiven Gedanken.

Deshalb kommt für alle Pessimisten hier die gute Nachricht:
Jeder kann lernen, positiv zu denken!

 

Die Macht der negativen Gedanken

Es stimmt natürlich: Negative Gedanken haben anthropologisch betrachtet ihre Berechtigung. Der Steinzeitmensch musste immer auf jede Gefahr vorbereitet sein. Hätte ein Steinzeitmensch immer nur positiv gedacht, wäre er beim Betreten einer Höhle sofort von einem herunterfallenden Stein erschlagen oder von einem wütenden Bären gefressen worden. Steinzeitmenschen mussten erst einmal alle Gefahren durchdenken und alle negativen Möglichkeiten ausschließen, bevor sie sich über den Fund der neuen Höhle wirklich freuen konnten.

Der erfolgreiche Steinzeitmensch fand jedoch den goldenen Mittelweg. Er erkannte alle möglichen Gefahren, war aber dennoch so voller Selbstvertrauen, dass er diese Gefahren aus den Weg räumen konnte.

Negative Gedanken helfen beim Fokussieren und sind wichtig, wenn man ein Problem lösen muss. Wer jedoch nicht in der Lage ist, einen Schlussstrich unter diese negativen Gedanken zu setzen und einen zukunftsorientierten, positiven Weg zu finden, der erstarrt.

Der erfolglose Steinzeitmensch ist am Ende erfroren, weil er bei jeder Höhle nur die Gefahren sah. Er erstarrte angesichts des Problems und kam mit seinem Leben keinen Schritt weiter.

Genauso geht es dir als modernen Mann, wenn du dich nur noch mit negativen Gedanken herumschlägst. Du findest keine Lösung mehr! Falls du einen Job suchst, wirst du bei jeder Stellenanzeige denken, dass deine Fähigkeiten sowieso nicht ausreichen. Eine Bewerbung lohnt sich also gar nicht. Falls du fitter und schlanker werden musst, wirst du denken, dass das morgendliche Jogging ja eh nichts bringen wird. Schließlich war dein Vater auch dick, und dein Großvater sowieso.

Deine negativen Gedanken stellen dir hier ein sehr gemeines Bein! Denn dadurch, dass sie dich hemmen, verwirklichen sie sich auch noch. Du bekommst wirklich nie den passenden Job, und du bleibst dick und wirst auch nie fit werden! Für einen Pessimisten ist das wunderbar. Du hast wirklich Recht gehabt mit deiner Skepsis. Es klappt wirklich nicht.
 

Positiv denken – und alles wird anders

Eines der schönsten Sprichwörter lautet: „Wenn du dich selbst veränderst, veränderst du die ganze Welt“. Gerade dann, wenn du lernst, positiv zu denken, wirst du merken, dass dieses Sprichwort stimmt! Du wirst zwar immer noch dieses und jenes Problem haben, aber du wirst schneller und leichter Wege finden, die Probleme zu lösen und mit der Zeit werden die Probleme und Sorgen sogar immer geringer werden.

Die Forscherin Barbara Fredrickson von der University of North Carolina hat dazu ein spannendes Experiment durchgeführt:

Fünf Gruppen von Versuchspersonen sahen verschiedene Videos.

Gruppe 1 sah Videos, die glücklich machten.

Gruppe 2 sah Videos, die Zufriedenheit auslösten.

Gruppe 3 war eine Kontrollgruppe, die emotionsfreie Videos sah.

Gruppe 4 sah Videos, die Angst einflößten.
 
Gruppe 5 sah Videos, die wütend machten.

Anschließend sollten alle Teilnehmer ein Problem mit zwanzig Zeilen lösen. Der Satz begann mit den Worten: „Ich würde …“. Die Teilnehmer der beiden negativen Gruppen hatten weit weniger Lösungsvorschläge als die Teilnehmer der beiden positiven Gruppen. Die Teilnehmer der Kontrollgruppe lagen im Mittelfeld.

Dieser Versuch zeigte eindeutig:
Wer einen Weg aus einer Krise sucht und braucht, findet ihn bei einer positiven Grundeinstellung schneller und einfacher.
Besonders interessant ist jedoch, dass das Hirn dieses Erlebnis als Erfahrungswert speichert. Das heißt, wer aufgrund seiner negativen Gedanken nie einen Fortschritt macht, wird mit der Zeit lernen: Ich erreiche sowieso nichts! Wer aufgrund positiver Gedanken Lösungen findet, wird sich diese Erfahrung aber ebenfalls merken. Das Hirn weiß dann: Ich muss positiv denken, wenn ich was erreichen will!

Es entsteht ein Umkehreffekt. Für die einen ist ein böser Zirkel, den sie durchbrechen müssen. Für die anderen ist ein Glücksrad. Einmal aufgesprungen, läuft es immer weiter! Deshalb sollte jeder daran arbeiten, diesen Sprung zu schaffen und auf das Glücksrad zu kommen. Wer einmal oben ist, fällt so leicht nicht wieder runter.

 

Tipps und Tricks – so lernst du, positiv zu denken

Es gibt ein paar einfache Tricks, mit deren Hilfe man aus dem bösen Zirkel ausbrechen kann.
 

Tipp 1 – Freue dich über das Leben und zeige es!

Lächeln ist angesagt. Manche gehen ständig mit einem griesgrämigen Gesichtsausdruck durchs Leben und wundern sich, dass sie von anderen nur angemeckert werden. Versuch einmal, ganz bewusst zu lächeln! Hör Musik, die dich zum Lächeln bringt oder denke an kleine Geschehnisse und Witze, die du amüsant findest. Schau dich bewusst um und lächle über schöne Dinge. Nimm alle guten Dinge auf dieser Welt bewusst war und lächle dazu. Lächeln schüttet Glückshormone aus. Wenn du einen Tag lang lächelnd durch die Welt gegangen bist, wirst du dich abends besser fühlen als morgens.
 

Tipp 2 – Mach dir eine Spaß-Liste

Dieser Tipp stammt von der Forscherin Barbara Frederickson. Schreib auf eine Liste alle Dinge, die dir Spaß machen. Das können die verrücktesten Dinge sein: Hund kämmen, einmal ums Haus laufen, neue Krawatte kaufen oder laut unter der Dusche Arien singen. Immer wenn du etwas Zeit hast, dann solltest du eines dieser Dinge tun. Du kannst natürlich auch Wandern, Tauchen, Reisen und Shopping auf die Liste schreiben. Wichtig ist jedoch, dass du auch kleine Dinge für Zwischendurch notierst!
 

Tipp 3 – Denke bewusst an die guten Dinge in deinem Leben!

Das ist vor allem dann wichtig, wenn du gerade in der Krise bist. Der Job ist schwierig, die Frau ist weg, die Bank schickt böse Briefe? Setz dich hin und schreib auf, was alles gut ist. Manchmal sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Schau dich um und schreib auf, was du schon alles erreicht hast. Schreib auf, wenn du einen guten Freund hast oder einen Hund, den du besonders liebst. Schreib auf, wenn du gesund bist und regelmäßig Sport treibst. Schreib auf, wenn deine Nachbarin dir gestern was zum Essen gebracht und dir dein Vater vorgestern sein altes Briefmarkenalbum geschenkt hat. Schreib all diese kleinen netten Erlebnisse auf. Dein Leben hat viele positive Seiten!
 

Tipp 4 – Übernimm Verantwortung!

Das ist schwierig, aber wichtig. Wenn du einen neuen Job brauchst, eine Partnerin suchst oder etwas für deine Gesundheit tun musst, dann kannst nur du alleine etwas dafür tun. Hör auf, immer Opfer zu spielen. Es liegt nicht daran, dass du vom Pech verfolgt bist, wenn du immer nur die falsche Frau triffst. Es liegt eher an deinem Frauengeschmack. Wenn du nie Geld hast, musst du dich damit auseinandersetzen, wie vernünftige Menschen mit Geld umgehen. Und wenn du dringend einen neuen Job oder eine größere Wohnung brauchst, dann musst du dich eben auf die Suche machen. Mit einer positiven Grundeinstellung wirst du die Probleme lösen. Du darfst dich nur nicht als Opfer sehen.
 

Tipp 5 – Umgib dich mit positiven Menschen!

Das ist schwierig, wenn deine Freunde zur Meckerfraktion gehören. Man kann ja schließlich nicht alles seine Freunde und Verwandte austauschen. Trotzdem sollte man ganz bewusst Kontakt zu den Leuten suchen, die eine positive Ausstrahlung haben und die nicht ständig negativ sind. Du weißt instinktiv, wer dir guttut! Menschen mit einer negativen Ausstrahlung sind oft bitter oder neidisch. All diese negativen Gefühle können selbst den größten Optimisten traurig stimmen.
 

Tipp 6 – Meditiere oder schreibe

Forschungen haben gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig meditieren oder auch schreiben, optimistischer sind und leichter eine positive Grundeinstellung haben. Was man wählt, ist wohl Geschmacksache. Es scheint in erster Linie darauf anzukommen, den Gedanken freien Lauf zu lassen. Die einen machen das beim Meditieren, die anderen beim Schreiben. Wenn dir das alles zu kompliziert und zu esoterisch ist, hilft ein kleines Tagebuch: Jeden Abend mit ein paar Sätzen aufschreiben, was an diesem Tag passiert ist. Wichtige Regel für alle, die noch lernen müssen, positiv zu denken: Es dürfen nur positive Dinge in diesem Glückstagebuch stehen. Wenn das Auto beispielsweise kaputt ist, steht im Glückstagebuch: „Endlich habe ich einen Grund, jeden Tag ins Büro zu laufen. Zeit für Fitness!“

YEAH, Montag!

So machst du den Montag zum allerbesten Wochentag!

 

Foto: detailblick-foto / stock.adobe.com

Das große Life Hack Spezial! Teil 1: Bier & Grillen

Unsere heutigen 10 Life Hacks sind ein Muss für jedes Männer Magazin! Des Weiteren können sie durchaus hilfreich sein um diesen Sommer einige deiner Freunde zum staunen zu bringen. Hier kommen 10 Life Hacks rund ums Bier und Grillen des Life Hack Spezial! Teil 1.
 

1. Bier öffnen mit Papier


 

Deutsche sind nicht nur die Meister des Bieres, sondern sie sind auch in der Lage Bierflaschen auf 1000 verschiedene Wege zu öffnen. Es nur mit einem DIN A4 Blatt zu bewerkstelligen stellt allerdings viele vor ein Rätsel. Wenn du das Blatt 7 mal faltest und die lange Kante nimmst, kannst du das Bier allerdings so wie mit einem Feuerzeug aufhebeln. Vorsicht: Wenn du es sehr schnell machst besteht eine Abrutschgefahr.
 

2. Kaltes Bier Hack

Life Hack Spezial! Teil 1
 

Nichts ist nerviger als warmes Bier. Mit diesem Trick kriegst du dein Bier schon in 15 Minuten ungefähr 8 Grad kälter. Du nimmst einen Behälter und stellst das Bier hinein. Nun den Behälter mit Eis füllen und Salz über das Eis geben. Das Salz sorgt dafür, dass das Eis schneller schmilzt und verursacht so eine Powerkühlung.
 

3. Kaltes Bier Hack II

Life Hack Spezial! Teil 1
 

Für dein optimal gekühltes Bier geben wir dir gleich noch einen zweiten Kühlungshack mit auf den Weg. Hierzu einfach das Bier mit nassem Küchenrollenpapier einwickeln und in das Eisfach tun. Auch hier erhältst du nach 15 Minuten ein wunderbar gekühltes Bier.
 

4. Bier gegen das Tier

Life Hack Spezial! Teil 1
 

Ein Becher mit ein wenig Bier eignet sich perfekt als Schneckenfalle, um dein Beet zu beschützen. Die Schnecken krabbeln in den Becher und unterzeichnen somit ihr berauschtes Ende. Ein weiterer nützlicher Punkt ist, dass der Bierbecher Insekten wie Bienen oder Wespen abschreckt.
 

5. Biereiswürfel

Life Hack Spezial! Teil 1
 

Bier mit herkömmlichen Eiswürfeln zu kühlen erfüllt zwar den Zweck des Kühlens, lässt das Bier nach einiger Zeit aber auch verwässern. Warum nicht einfach mal die Eiswürfel selber aus Bier machen? So erfüllst du den Kühlungszweck genau so wie bei normalen Eiswürfeln, aber das schmelzen der Eiswürfel führt nicht zu verwässertem Bier, sondern zu noch mehr Bier!
 

6. Tiefgefrorenes Steak

Life Hack Spezial! Teil 1
 

Falls du vergessen hast das Steak rechtzeitig aus dem Gefrierfach zu nehmen, rettet dir dieser Hack den Abend. Man legt das Steak auf den Boden eines umgedrehten Topfes und stellt einen mit Wasser gefüllten Topf auf das Steak. Durch die Wärmeleitung des Eisens und des Wassers wird die Kälte aus dem Steak gezogen. Nach 5 – 10 Minuten ist das Steak aufgetaut.
 

7. Der etwas andere Grillanzünder

Life Hack Spezial! Teil 1
 

Tortilla Chips eignen sich perfekt als Grillanzünder, wenn mal keiner im Haus ist.
 

8. Spice it up!

Life Hack Spezial! Teil 1
 

Mit Kräutern kann man das Grillen auf ein komplett neues Level bringen. Es geht nicht darum das Essen zu marinieren, sondern die Kräuter ins Feuer hinzuzugeben während man grillt. Fenchel, Lorbeeren, Rosmarin und Salbei eignen sich zum Beispiel sehr gut, wenn man Fleisch grillt. Basilikum und schwarze Johannisbeere sorgen für einen tollen Geschmack beim Gemüse.
 

9. Burger-Box

Life Hack Spezial! Teil 1
 

Für die perfekte Box um das Fleisch nach dem Grillen warm zu halten klebst du 2 Aluminium Grill Schalen mit Tesafilm an einer Seite zusammen. Schon hast du eine eigene Burger-Box und der Grillmeister kann mit allen Gästen gleichzeitig warmes Fleisch essen.
 

10. Grillputzmittel

Life Hack Spezial! Teil 1
 

Grillen ist männlich und macht Spaß, das Einzige was kein Spaß macht, ist den Grill beziehungsweise das Rost nach der Benutzung zu putzen. Das Zauberwort hier heißt: Zwiebel. Mit einer halbierten Zwiebel schnell nach der Benutzung über das warme Rost gewischt und all die Rückstände sind weg.

Hol dir noch mehr Life Hacks.

Das große Life Hack Spezial! Teil 2: Alltagstricks

 

Fotos: Aaron Preuß / AJOURE´ Redaktion

DVB-T2-HD: HD-Fernsehen per Antenne

Es wird Zeit: Endlich betritt Full HD via DVB-T2-HD die deutschen Haushalte. Seit dem 31. Mai 2016 wurde bereits der erste Schritt nach längeren Testvorbereitungen in die Wege geleitet, der zukünftig hochqualitatives Material über das neue Funksignal verbreitet. Der endgültige Startschuss für flächendeckendes HD-Programm für die Antenne soll zu Beginn des Jahres 2017 folgen.

Doch nicht jeder profitiert von der neuen Technik gleichermaßen. Um die neuen Signale verwerten zu können, braucht es entsprechende Hardware. Ältere Geräte lassen Zuschauer aber nicht nur außen vor, sondern nötigen sie geradezu zu einem Wechsel ins neue Zeitalter der terrestrischen TV-Unterhaltung.

Effizienter, hübscher – aber nicht umsonst

Besonders attraktiv macht DVB-T2-HD für dich die Nutzung des neuen H.265-Codecs (HEVC). Dieser komprimiert vor allem bei extrem hochauflösenden Bildern deutlich effizienter als sein älterer Bruder, H.264, der bis vor der Einführung der ersten Ultra-HD-Inhalte noch als Ultima Ratio galt. Mehr Bandbreite steht nun also dank besserer Datenkompression ohne Qualitätsverlust zur Verfügung. Voraussichtlich werden einige Kanäle auch native Full-HD-Varianten anbieten, manche schalten zunächst auf gewöhnliche HD-Qualität um. Der Sprung von dem bisherigen Standard mit bis zu 720 x 576 Pixeln wird aber auf jeden Fall zur spürbaren Verbesserung der visuellen Darstellung beitragen.

Den Empfang der privaten Fernsehgrößen lassen sich die Betreiber jedoch entsprechend vergüten. Zwar wird noch für eine kurze Zeit lang zu Testzwecken gebührenfreier Zugang gewährt, aber direkt im Anschluss soll ein monatliches Entgelt unter 10 € anfallen. Dabei gilt dieser Betrag nicht für einen Sender allein, sondern für bestimmte Zusammenschlüsse verschiedener Anbieter und TV-Gruppen. Nach wie vor sind CI+-Modul mit Decoder als Voraussetzung für funktionsbereite Geräte gegeben. Eines ist bereits jetzt garantiert: Viele werden um eine Neuinvestition in Receiver oder neue Fernsehgeräte nicht herumkommen, wollen sie an den Neuerungen der terrestrischen Übertragung teilhaben.

Neue Technik, neue Hürden

Viele der heutzutage weit verbreiteten HD-TVs nutzen noch den einfachen DVB-T-Tuner, der nicht für die großen Datenraten von hochauflösenden Full-HD-Sendungen ausgelegt ist. Wer auf die neue Pixelpracht mit bis zu 1920 x 1080 Bildpunkten nicht verzichten mochte, griff bisher auf Kabel, Internet-Streaming oder HD-Satelitenempfang zurück. Um den Umstieg etwas ins Rollen zu bringen, wird der reguläre Betrieb von DVB-T nach und nach eingestellt. Der Mobilfunk tritt an dessen Stelle und nutzt freigewordene Frequenzbänder in eigener Sache. Auf diese Art werden also alle mit in ein Boot genommen, dem terrestrischen Konsumenten bleibt gar keine Wahl: Entweder mit dem Strom schwimmen oder komplett aussteigen.

Steht bereits ein DVT-T2-Gerät in deinem Haushalt, kann es dennoch zu Problemen kommen. Einige der Geräte verweigern bei HD-Programmen leider den Dienst. Kompatibilität mit DVB-T2-HD ist nicht zwangsläufig gegeben. Als nützliches Indiz kann das DVB-T2-HD-Logo sowie die Bezeichnung als Freenet TV für private Sender herhalten. Alte Fernsehgeräte müssen nicht unbedingt aufs Abstellgleis gelangen, ein externer Receiver mit moderner Technik erschließt ebenfalls den Zugang zu neuen Sendern. Fehlen noch passende Geräte-Systeme für Mac oder Android, werden diese garantiert nicht lange auf sich warten lassen. Mit zügigen Veröffentlichungen ist daher zum Zeitpunkt der kompletten Umschaltung zu rechnen.


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Verbreitung und das einhergehende Einführungschaos

Was bringt nun DVB-T2-HD jedem Einzelnen? Aktuell läuten sechs Sender, darunter mit der ARD und dem ZDF zwei öffentlich rechtliche, in Ballungsräumen die Übergangsphase hin zur neuen Empfangstechnik ein. RTL, VOX, SAT.1 und PRO7 reihen sich ebenfalls in die Riege des neuen HD-Funks ein. Vor allem im ländlichen Raum um bekannte Metropolen wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Potsdam oder Bremen ist zumindest mit großen Dachantennen für eine ausreichende Signalstärke vorgesorgt. Entlegenere Zonen müssen sich noch bis ins Jahr 2019 gedulden. Mit den neusten Informationen rundum das Thema DVB-T2-HD versorgt das offizielle Informationsportal Interessenten. Hier finden sich auch die kommenden Ausweitungen des Sendebereichs übersichtlich je nach Empfangstyp auf einer Karte wieder.

Das Wirrwar durch den Vorabverkauf von DVB-T2-Produkten wog so einige Verbraucher in falscher Sicherheit. Trotzdem – wer nun lässig mit der Schulter zuckt und die aktuelle Entwicklung in Ruhe zu verfolgen gedenkt, wird schnell eines besseren belehrt. DVB-T2-HD wird kommen und deckt auch den alten Standard für die restliche Laufzeit seiner überschaubaren Verweildauer ab. Sofern du dich beim vorzeitigen Upgrade nicht vergriffen hast, befindest du dich also in sicherem Fahrwasser. Ohne Auffrischung der technischen Ausrüstung im Wohnzimmer droht jedoch ein schwarzer Bildschirm. Der daraus resultierende Zwang sorgt sicher für skeptische bis verärgerte Reaktionen – und dies nicht ganz unverständlich.

Während bei den öffentlich-rechtlichen Kanälen nur eine Verbesserung der Bildqualität realisiert wird, erreicht die private Konkurrenz einen größeren Teil der Bevölkerung. Ehemals tote Zonen werden durch das Signal per DVB-T2-HD wiederbelebt. Per Freenet TV wird dann erstmals ab dem 29. März 2017 per Abo voraussichtlich auf Monatsbasis abgerechnet. Bis zu diesem Zeitpunkt sind alle Tests laut offiziellen Statements abgeschlossen. Natürlich variiert diese Angabe von Region zu Region und ist nicht starr vorgegeben. Ein Köder in Form von drei Gratis-Monaten soll dabei Zuschauern den Einstieg schmackhaft machen. Doch bevor es dazu kommt, müssen anderweitige Kostenfaktoren berücksichtigt werden. Neben dem notwendigen Fundament, dem Receiver für DVB-T2-HD, stehen noch dazu passende CI+Module und USB-Sticks für die Verwendung bei privaten Anbietern auf der Einkaufsliste. Ohne Zertifizierung als Freenet-TV-Produkt fehlt es an entsprechenden Decodern. Der Zugang ins private Reich der Fernsehunterhaltung bleibt in diesem Fall dauerhaft verwehrt.

 

Die wichtigsten Daten

Zur besseren Übersicht folgen alle Fakten, Vor- und Nachteile kurz aufgelistet. Mehr Informationen gibt es direkt aus dem offiziellen Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland.

Fakten

  • eindeutiges Identifikationsmerkmal ist das DVB-T2-HD-Logo
  • DVB-T2-HD ist nicht mit DVB-T2 gleichzusetzen
  • Freenet TV erweitert den Empfangsbereich für private Kanäle
  • ab 29. März 2017 endet der kostenfreie Testlauf im Privatbereich in den ersten Regionen

 

Vorteile

  • DVB-T2-HD-Empfänger können auch reguläre DVB-T-Signale verarbeiten
  • der neue Standard bringt HEVC und zunächst Bildauflösungen bis zu 1920 x 1080 Pixel
  • ARD, ZDF, RTL, SAT1, VOX und PRO7 sind derzeit über DVB-T2-HD zu empfangen
  • entlegene Regionen erhalten zukünftig Zugriff auf HD-Programme
  • hochwertige Alternative zu Kabel und Satellit

 

Nachteile

  • Ausbau schreitet über längere Zeiträume voranneue Receiver, CI+-Karten oder Fernsehgeräte werden vorausgesetzt
  • Privatkanäle bauen ein Abo-Modell zur Finanzierung auf
  • DVB-T wird abgeschaltet und zwingt daher zum Umstieg
  • manche DVB-T2-Geräte sind nicht mit dem HD-Standard kompatibel

 


Bilder: Coloures-Pic / stock.adobe.com

Pets – Filmkritik & Trailer

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Pets ist ein Animationsfilm der liebevollen Sorte, der sich in erster Linie an die kleinen Zuschauer und Tierbesitzer richtet.

Pets – Die Story

Max (Jan Josef Liefers) ist ein Jack Russell Terrier und überaus glücklich. Lebt er doch bei Frauchen Katie (Stefanie Heinzmann) das beste Leben und genießt jede Minute mit „seiner“ Katie. Lediglich, dass sie fast jeden Tag am Morgen verschwindet und erst am Abend zurückkommt, will ihm einfach nicht in den Kopf. Und so wartet er Tag für Tag aufs Neue, dass sie wieder zu ihm kommt.

Doch eines Tages taucht Katie mit IHM auf. Mit Duke (Dietmar Bär), einem riesigen, zotteligen Mischling. Und als Katie ihn als neues Mitglied der Familie vorstellt, ist für Max eines klar: Der Typ muss weg! Leider gibt auch Duke nicht so schnell klein bei und ein wilder Streit entbrennt, der bei einer Gassirunde darin endet, dass beide im Käfig von Tierfängern landen. Doch hier beginnt das Abenteuer der Beiden erst richtig.

In der Zwischenzeit hat Nachbarshund Gidget (Jella Haase), eine niedliche Spitzdame, das Verschwinden von Max bemerkt und schlägt Alarm. Mit der Hilfe einiger weiterer Freunde wird die Suche nach Max gestartet.

Tierische Verfolgungsjagd

Ein Animationsfilm der liebevollen Sorte, der sich in erster Linie an die kleinen Zuschauer und Tierbesitzer richtet und somit wohl als klassischer Familienfilm durchaus funktioniert.

Seine größten Stärken besitzt der Film in den Charakteren. Tiere, die extrem vermenschlicht wurden, ohne dabei jedoch, wie in Zoomania zum Beispiel, selbst quasi die Menschen zu sein. Die liebevolle und zum Teil abgedrehte Art der Figuren, und ihre durchaus gut gewählten Synchronsprecher geben dem Film seinen Pepp und die Lebendigkeit, die er benötigt.

Diese Stärke kaschiert dann auch die etwas weniger starke Handlung, die letztlich eine einzige rasante Verfolgungsjagd ist. Durch die unterhaltsamen Charaktere und deren Sprüche fällt, trotz gelegentlicher Längen, der Film jedoch nie ganz ab. Und spätestens wenn die Truppe der ehemaligen Haustiere dazustößt, ist Spaß und Action unausweichlich.

Mit dem Detailreichtum und der erzählerischen Raffinesse eines Zoomania kann Pets dabei dennoch nicht mithalten. Dafür ist die Geschichte und die Charaktertiefe einfach nicht ausgelegt. Dennoch hat der Film, neben den Figuren, auch optisch einiges zu bieten. Direkt schon zu Beginn des Films wird gezeigt, wie schön man im Animationsbereich arbeiten kann. Hier präsentiert der Film dem Zuschauer eine wunderbar inszenierte Kamerafahrt über und durch New York, die Laune auf mehr macht. Und auch durch den ganzen Film hinweg sind kamera- und animationstechnisch, viele schöne Bildmomente geboten.

Vergnügliches Animationserlebnis

Pets ist ein launiges, nicht zu anspruchsvolles Animationsvergnügen, das trotz gelegentlicher Schwächen gut funktioniert und unterhält, solange man von der Handlung nicht zu viel erwartet.

 

Pets Filmplatat
Kinostart: 28. Juli 2016

 

Bilder: Universal Pictures Germany

Kann Prime Music mit Spotify & Co. mithalten?

Amazon Prime Music – hat der Dienst eine Chance gegen Spotify und Co.?

Ein jeder hört gerne Musik. Der Kauf von neuen CDs oder Downloads summiert sich jedoch mit der Zeit, sodass die meisten Nutzer zu einer Musikflatrate greifen. Die bekannten Platzhirsche sind hier vor allem Spotify und Apple Music. Nun möchte zudem Amazon in den Markt der Musikflatrates eingreifen. Doch kann dem Onlineshop dieser Schritt gelingen. In diesem Beitrag erfährst du, welche Vor- und Nachteile Prime Music derzeit besitzt. Auch erhältst du einen Ausblick auf die mögliche Zukunft von Amazon Prime Music.

Amazon Prime Music – allgemeine Infos zu diesem Dienst

Amazon ist bekannt als weltweit größter Onlineshop für die unterschiedlichsten Waren. Warum traut sich dieses Unternehmen also an den Musikmarkt? Der Grund hierfür liegt wohl an den schon vorhandenen Streaming Angeboten von Amazon. So können Kunden unter anderem eine praktische Netflix-Alternative erhalten, das Streamen von Filmen und Serien ist bei Amazon schon seit einigen Jahren möglich. Aus diesem Grund macht es durchaus Sinn, dass das Unternehmen nun auch Musiktitel anbietet.

Amazon Prime Music besitzt derzeit noch ein etwas anderes Bezahlsystem als Spotify und Apple Music. Solltest du einen der beiden Anbieter nutzen, dann musst du monatlich einige Euro abdrücken. Meist belaufen sich die Preise dabei auf rund 10 Euro. Obwohl diese Kosten schon überschaubar sind, legt Amazon Prime Music hier noch einmal eine Schippe drauf. Das Streaming Angebot von Amazon ist derzeit nämlich in jedem Prime Konto inbegriffen. Diese Art des Kontos verhilft Nutzern von Amazon zu einem kostenlosen Versand von Onlinebestellungen, auch kannst du mit diesem Konto auf das Videoangebot des Anbieters zugreifen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf unschlagbare 4 Euro. Ein derartiges Angebot kann kein anderer Streaming Dienst bieten, zumal bei Amazon noch zahlreiche weitere Services inbegriffen sind.

Wo liegt der Haken? – die Nachteile von Amazon Music Prime

Auf den ersten Blick wirst du denken, Amazon Prime Music ist dein nächster Streaming Dienst. Zu diesen Preisen dachten auch wir, dass es sich hier um ein wahres Schnäppchen handelt. Doch bevor du dich für eine Kündigung bei Spotify und Co. entscheidest, solltest du auch über die Nachteile von Prime Music aus dem Hause Amazon Bescheid wissen.

So gilt es hier in erster Linie das leider sehr geringe Angebot an Musiktiteln zu nennen. Alle großen Anbieter wie Spotify oder Apple Music bringen es auf mehr als 30 Millionen Titel, sodass für jeden Musikgeschmack ein ausreichendes Angebot vorhanden ist. Selbst kleine, unbekannte Bands können hier gefunden werden. Bei Amazon Prime Music haben die Nutzer keine derart große Auswahl. Stattdessen wird der Musikumfang hier auf lediglich 1 Million Titel begrenzt. Was sich zuerst nach viel anhört, ist in der Praxis jedoch durchaus negativ spürbar. So gelingt vor allem die Suche nach Neuerscheinungen nicht ideal, in der Regel sind die auf Prime Music erhältlichen Titel schon mindestens ein halbes Jahr alt.

Wer sich also für die aktuellen Charts interessiert, für den ist in der jetzigen Zeit Amazon Prime Music keine Alternative zu den Platzhirschen am Markt.


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Wie wird Amazon Prime abgerufen?

Die Nutzer von Apple Music oder Spotify haben die Auswahl zwischen Applikationen für mobile Devices und Desktopanwendungen für den Rechner oder Laptop. Damit Apple Prime Music hier mithalten kann, wurden auch vom Versandriesen passende Programme entwickelt. So findet sich sowohl in den Appstores von Apple als auch im Play-Store von Android die Musikanwendung von Amazon. Diese wartet im typischen Design des Onlineshops auf, sodass sich die Nutzer hier auf keine neuartigen Gesten und Oberflächen einstellen müssen. Und auch die Bedienung selbst gelingt einfach, alle wichtigen Funktionen sind hier an Board. So kann mit den Apps für Smartphones und Tablets die Suche schnell aufgerufen werden und auch das Abspeichern einzelner Songs oder ganzer Playlists für die Offlinenutzung ist möglich. Hier erwartet dich also dasselbe Bedienfeeling wie bei Spotify.

Auch die Desktopanwendung von Amazon Prime Music weiß zu überzeugen, die Bedienung ist intuitiv und einfach. Als wahres Highlight gilt es zudem die Webversion zu nennen. So kann auf den Streaming Dienst von Amazon einfach mittels eines Browser zugegriffen werden. Dies erspart dem Nutzer die Installation einer Anwendung. Vor allem für Anwender, die oft auf einen fremden PC zurückgreifen müssen, ist dieses Detail ein wichtiges Feature.

 

Kann Amazon Prime Music mit den Platzhirschen mithalten?

Die für dich wichtigste Frage ist natürlich, ob du mit Amazon Prime Music denn wirklich eine hochwertige Alternative zu Spotify, Google Music und Apple Music erhältst. Tja, hier können wir leider keine klare Antwort geben. Wer nicht viel Geld ausgeben möchte, für den lohnt sich die Flatrate von Amazon auf jeden Fall. Für rund 4 Euro kann kein anderer Anbieter derart viele Dienste und Services unter einen Hut packen. Benötigst du aber vor allem ein großes Musikangebot, dann bist du mit Prime Music an der falschen Adresse. Gerade einmal 1 Million Songs, das ist in der heutigen Zeit einfach nicht ausreichend. Vor allem aber enttäuscht die geringe Auswahl an aktuellen Charts, meist handelt es sich bei den Titeln von Amazon Prime Music um die Hits von vor einem Jahr.

Aufgrund dieser beiden Punkte, dem geringen Preis und der gleichzeitigen, vergleichsweise geringen Musikauswahl, kann bei Prime Music nicht unbedingt von einer Alternative zu Spotify gesprochen werden. Hier musst du ganz klar entscheiden, ob die geringen Kosten die Einschränkungen für dich rechtfertigen. Sollte dies der Fall sein, so können hiermit große Preise eingespart werden.

Die Zukunft von Amazon Prime Music – was plant der Versandriese?

Der Anbieter Amazon erkannte das Problem, dass eine zu geringe Anzahl an Musiktiteln nicht funktionieren kann. Aus diesem Grund steht wohl in Planung, dass das Angebot an Songs auf ein Niveau der Konkurrenz angehoben werden soll. Dies soll, den Gerüchten zufolge, aber auch einen höheren Preis erforderlich machen. So soll Amazon Prime Music in Zukunft ein eigenständiger Dienst sein, der zu einem Preis von rund 10 Euro zu Buche schlägt.
Doch trotz dieses möglichen, umfangreicheren Angebots bleibt die Frage, ob du und viele andere Nutzer von Musikdiensten tatsächlich wechseln werden. Schließlich sind der Preis und die Leistung bei Spotify und Co. noch immer dieselbe, sodass ein Kontowechsel für die meisten Nutzer nur wenig Sinn machen dürfte.

 

Fotos: -strizh-/iStock.com; Amazon; Spotify; Google Play

Manu Bennett: „Ich musste mich für Eins entscheiden und das war das Künstlerische.“

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Im Interview mit Manu Bennett

Wir trafen den charismatischen Schauspieler Manu Bennett zum Interview und sprachen mit ihm über seine unterschiedlichen Rollen, über seine Maori-Wurzeln und darüber, wie er zur Schauspielerei kam.
 

Ajouré: Wir sitzen hier auf der Dachterrasse des Amano Hotels mit einer wundervollen Aussicht auf Berlin. Ist es dein erstes Mal in der Stadt?

Ich war schon vor ein paar Jahren hier und habe damals einen Fotografen kennengelernt, der übrigens auch dieses Cover macht – Paul Partyzimmer. Er ist ein fantastischer Fotograf und ich war mir sicher, dass tolle Fotos dabei herauskommen werden.

Ajouré: Was macht mehr Spaß – einen Spartaner oder einen Orc zu spielen?

Meine interessanteste Rolle als Schauspieler war bis jetzt Crixus. Seine Figur macht eine unglaubliche Entwicklung durch. Er ist ein Mann, der als Bestie und Quäler in der Arena anfängt und am Ende die Liebe findet. Aber auf der anderen Seite gab mir die Rolle von Azog die Möglichkeit mit Peter Jackson zu arbeiten. Es ist auch wirklich irre in einem Film wie „Der Hobbit“ mitzuwirken, den so viele Menschen gesehen haben. Was jedoch viele Menschen nicht realisiert haben, war, dass ich den Orc gespielt habe. Wir haben Motion Capture benutzt, wodurch man mein Gesicht nicht sehen konnte. Ähnlich wie bei Andy Serkis als Gollum verlangte die Rolle eine große Vielfalt von mir, weil man ja eine Kreatur spielt.

Um mir bei der Rolle zu helfen, habe ich einen Abend vorher „Jaws“ und „The Empire Strikes Back“ geguckt. Spielbergs „Jaws“ hat mich inspiriert, weil er selten die Bestie zeigt – wodurch sie noch bedrohlicher wirkt. Als Azog habe ich versucht, mein Gesicht so wenig wie möglich zu zeigen.

Crixus hingegen war in meinem eigenen Körper – Azog fühlte sich hingegen viel größer an. Die Art der Bewegung und die Stimme waren auch anders. Meine Stimme wurde separat aufgenommen und um eine Oktave vertieft – und es wurde noch ein Knurren hinzugefügt. Als ich es mir anhörte, klang es ein bisschen wie Didgeridoo.

Ajouré: Wenn man eine Rolle wie „Azog“ spielt – erkennt man sich dann überhaupt selber wieder?

Das Ding bei Motion Capture ist, dass man trotzdem die Bewegung braucht. Was sie machen ist eine Animation über das eigene Gesicht und Körper rüberzulegen. Leute, die mich kennen, können feine Gesten von mir erkennen, z.B. meinen Gang erkennen sie in der Rolle des Azog wieder. Ich habe auch vieles von meiner Erfahrung aus „Spartacus“ zu „Der Hobbit“ einfließen lassen können. Bei „Spartacus“ hatte ich schon einiges übers Kämpfen gelernt und obwohl Peter Jackson bereits eine Choreographie für die Kampfszenen fertig hatte, konnte ich noch einiges hinzufügen.

Man muss eine neue Dimension mit reinbringen, wenn man mit Motion Capture arbeitet, wie Andy Serkis schon einmal gesagt hat. Mit Peter Jackson zu arbeiten, fühlte sich so an, als wäre man von Aliens entführt worden. Die Technnologie war erstaunlich! Noch ist es sehr teuer, aber ich glaube in zehn Jahren werden wir viel mehr solcher Filme sehen.

 
Manu Bennett
Foto: Matthias Nareyek / Kontributor / Getty Images

 

Ajouré: Du warst in jungen Jahren auch ein sehr aktiver Rugby-Spieler – wie bist du dann schließlich zu der Schauspielerei gekommen?

Ich habe zuerst Breakdance getanzt und meine Freundin tanzte Ballett – durch sie wäre ich beinahe sogar in die Richtung gegangen. Mir wurde sogar ein Stipendium angeboten, nach New York zu gehen, um dort tanzen zu lernen.

Ich lehnte jedoch ab, um in der Uni einen Tanz- und Schauspiel-Kurs zu belegen, wodurch ich zur Schauspielerei kam. Beim Schauspielen hatte man eine Stimme, was mir beim Tanzen fehlte. Ich finde, dass viele meiner Rollen sehr körperlich sind. Ich glaube, dass ich einen gewissen Vorteil gegenüber anderen Schauspielern für solche Rollen habe, da ich das Gelernte vom Tanzen in solchen Figuren umsetzen kann.

Wenn man tanzt, muss man einen Raum mit seinem Ausdruck füllen. Man ist sich bewusst, wo man sich hinbewegt. Beim Filmen von „Spartacus“ waren mir die Kameramänner sehr dankbar, da ich ihnen schon vorher sagte, ich würde in die Kamera kicken und sie vertrauten mir, da ich es sehr gut kontrollieren konnte. Ich habe auch Rugby gespielt und bin mit 16 zu einer speziellen Schule gegangen, wo ich gegen die härtesten Typen spielte. Ich hatte auch die Chance mich für das australische Rugby-Team vorzustellen, jedoch musste ich Schwanensee tanzen. Es war ein richtiger Billy-Elliot-Moment in meinem Leben. Ich musste mich für eins entscheiden und das war das Künstlerische.

Ajouré: Also würdest du im nächsten Leben eher Tänzer oder Rugby-Spieler werden?

Ich glaube jeder hat die Chance das zu finden, womit er am meisten strahlt. Je mehr man an etwas arbeitet, desto mehr Erfahrungen bekommt man in diesem Bereich. Die besten Sportler strahlen am meisten durch ihren Sport, Künstler durch ihre Kunst und Schauspieler durch ihre Filme. Ich benutze auch viele meiner Lebenserfahrungen für meine Figuren. Meine Mutter und mein Bruder sind beide innerhalb von zwei Wochen durch separate Autounfälle gestorben. Ich war sehr jung und musste einen Weg nach vorne finden. Ich brauchte etwas Positives nach diesem Verlust. Und dadurch kam ich zur Kunst, wodurch ich meinen Schmerz in etwas Positives verarbeiten konnte.

Mit 23 Jahren traf ich zufällig Anna Strasberg in New York – ich habe sie angesprochen und gefragt, ob ich ihre Schauspielschule besuchen könnte. Am nächsten Tag bin ich hingefahren und sie hat mir ein Stipendium angeboten. Ich habe ihr meine Lebensgeschichte erzählt und sie hat gemerkt, dass ich versucht habe, meine Erfahrungen in etwas Gutes umzusetzen. In dem Moment wusste ich, dass ich es schaffen kann! Dass jemand wie sie, jemandem wie mir half, war sehr beeindruckend. Jeder braucht ein Mentor in seinem Leben, der einem sagt, dass man etwas Besonderes ist.

 
Manu Bennett
Foto: Paul Partyzimmer

 

Ajouré: Was fühlt sich mehr nach Heimat an? Neuseeland oder Australien?

Neuseeland steht natürlich für meine Maori-Abstammung. Mein Urgroßvater war ein bekannter, großer Kämpfer. Als Maori glaubt man, dass die eigenen Vorfahren bestimmte Dinge weitergeben und dass sie einem helfen den Weg durchs Leben zu gehen. Als ich an der Rolle des Crixus arbeitete, habe ich viel an meine Vorfahren gedacht. Und das gab mir ein besonderes Gefühl der „spirituellen Identität“. Man muss auch die Charaktere verstehen, die man spielt – weshalb ich versucht habe, die Erfahrungen meiner Vorfahren zu nutzen.

Ajouré: Was gefällt dir an der Arbeit als Schauspieler am meisten?

Man darf um die ganze Welt reisen und lernt so viele Leute kennen. Immer wieder werde ich angesprochen und gefragt, ob ich Crixus sei. Ich finde es manchmal etwas schwierig, den Menschen in der Rolle von Crixus zu begegnen. Ich ziehe mich auch eher zurück und suche auch nicht nach Aufmerksamkeit. Wo ich herkomme, ist das nicht so wie in Hollywood, wo Ruhm eine wichtige Rolle spielt. Amerikanische Schauspieler gehören mehr zu diesem riesen Hollywood-Trubel, sie müssen viel mehr mit der Presse arbeiten und stehen häufiger in der Öffentlichkeit. In Neuseeland ist das ganz anders, niemand interessiert sich so sehr für mich. Leute gehen einfach an mir vorbei und sagen „Hey Bro!“. Neuseeland ist ein ruhiges Land, was ich sehr gut finde. So bleibt man bodenständig.

Ajouré: Du wirkst auch sehr relaxt und bodenständig.

Ich versuche durch die Welt Schritt für Schritt zu gehen und jeden kennenzulernen, der mir über den Weg kommt. Bei den Conventions kommen viele zu mir und es ist mir wichtig mit allen einen besonderen Austausch zu haben. Es ist eine Ehre, jemanden kennenzulernen und von demjenigen auch noch gelobt zu werden. Ich nehme das alles nicht als selbstverständlich. Es gab eine Zeit, als ich meine Mutter und meinen Bruder beerdigen musste, und ich hätte mir nie erträumen lassen, dass ich einen Weg daraus finde.

Zudem fühlen sich viele durch meine Arbeit angesprochen. Es ist erstaunlich, dass ich durch diese Blechkisten, die in jedem Wohnzimmer stehen, Menschen erreichen und berühren kann. Manchmal sprechen mich Soldaten aus dem Irak-Krieg an und brechen in Tränen aus. Sie sagen, dass sie Trost in Crixus gefunden haben. Ich versuche oft diese schwere Zeit in meinem Leben in emotionalen Szenen zu verarbeiten. Das sind wahre Emotionen.
 

Manu Bennett
Foto: Paul Partyzimmer
 

Ajouré: Was wäre denn deine Traumrolle?

Irgendetwas, das von der neuseeländischen Kultur inspiriert wurde, vielleicht etwas über meine Vorfahren. An so etwas zu arbeiten wäre einerseits sehr persönlich und kompliziert aber anderseits auch sehr belohnend, da ich mich mit der Rolle besser identifizieren könnte.

Ajouré: Was war deine schwierigste Rolle bis jetzt?

Definitiv Azog! Alle meine anderen Charaktere waren ich – nur in einem Kostüm. Mit Azog musste ich mich ganz anders bewegen. Es war als ob man einem kleinen Jungen gesagt hätte, er solle Arnold Schwarzenegger spielen. Sie haben mich in einen superengen Körperanzug mit komischen Bällchen drauf gesteckt und mir gesagt, ich solle einen Orc spielen. Es gab Monitore, wo man mich als Azog während des Filmens sehen konnte. Wenn ich mich normal bewegt habe, war es für Azog zu schnell, also musste ich robuster werden und so tun, als ob ich riesen Arme und einen großen Hals hätte. Dafür musste ich mich sehr konzentrieren, deswegen bin ich immer eine halbe Stunde vor dem Drehen da gewesen, um in die Bewegung reinzukommen.

Ajouré: Was machst du in deiner freien Zeit am Set?

Es ist von Set zu Set anders. Bei Spartacus waren wir alle sehr gut miteinander befreundet. Wir haben viel herumgealbert, hatten Push-Up-Duelle und gaben uns oft den sogenannten Bruderschaftshandschlag. Dabei haben wir unsere Hände so heftig geschlagen, dass sie blau wurden. Und der, der zuerst aufhörte, hatte verloren.

Die Arbeit und Stimmung am Set ist auch immer sehr stark von der Beziehung zu den anderen Schauspielern abhängig. Man hat auch immer einen Trailer am Set, wo man sich zurückziehen kann, um sich auf schwierige Szenen vorzubereiten.

Ajouré: Wer würde dich spielen, wenn man einen Film über dein Leben drehen würde?

Gute Frage … ich glaube ein Maori-Junge.

Ajouré: Vielen Dank, Manu Bennett.
 

 

Fotos: Paul Partyzimmer; Matthias Nareyek / Kontributor / Getty Images

Das sollte ein Vater seinem Sohn mit auf den Weg geben

Weil wir nicht mehr als unsere Kinder lieben

Eltern lieben ihre Kinder. Und Väter lieben ihre Töchter. Oft sogar abgöttisch und mit einer so ausgeprägten Eifersucht, dass bereits vom kleinen Max aus der Vorschulklasse, der offensichtlich für die kleine Marie schwärmt, argwöhnisch ein umfassendes Charakterprofil verlangt wird. Trotz aller Liebe bleiben Töchter ihren Vätern in vielen Dingen oft ein unlösbares Rätsel. Denn sie gehören wie Mütter, Geliebte, Ehefrauen und Chefinnen zur weiblichen Hälfte der Menschheit und diese Hälfte tickt – Himmelseidank! – häufig anders als der männliche Rest.

Wohl auch deshalb verbindet sich die Freude über das übergroße Glück, ein Kind bekommen zu haben, bei jungen Sohn-Vätern nicht selten mit der Erleichterung: „Es ist ein Junge!“ Es erscheint Männern schlicht und ergreifend leichter, sich in die Psyche und Bedürfnisse eines Jungen hineinzuversetzen, als sich mit den fremden Welten komplizierter Befindlichkeiten heranwachsender Girls auseinandersetzen zu müssen. Dabei spielt es noch keine Rolle, dass es statistisch gesehen einige Jahrzehnte später in der Regel eher die Töchter und nicht die Söhne sind, die sich um ihre älter gewordenen Väter kümmern werden. Allerdings machen sich viele Väter bei aller Freude über den neuen männlichen Zuwachs in der Familie oft nicht klar, dass natürlich auch die Vater-Sohn-Beziehung überaus komplex und emotional sein kann.

Wir als Väter haben eine enorme Verantwortung, bei der Entscheidung, was wir unseren Söhne auf dem Weg geben. Jungs orientieren sich ganz wesentlich am Vorbild und den Erwartungshaltungen ihrer Väter. Da passt es gut, dass Väter im Gegensatz zu Müttern oder Lehrerinnen nicht so viel Wert auf die Betonung typisch weiblicher Fähigkeiten wie Schön-Stillsitzen, Schön-ordentlich-Bilder-Ausmalen oder Schön-die-Haare-Kämmen legen, sondern eher die raueren Dinge des Lebens interessant finden.

Auf Augenhöhe miteinander reden

Bei der Aufstellung von Regeln gibt es naturgemäß bei Vater und Sohn oft unterschiedliche Ansichten. Wenn der Vater die Meinung vertritt, dass Minecraft an Schultagen nicht länger als eine Stunde gespielt werden darf oder dass um 21.00 Uhr ins Bett gegangen werden muss, wird der 14-jährige Sohn diese Ansichten mit Sicherheit nicht teilen. In solchen Situationen ist es wichtig, nicht einfach nach Basta!-Manier jede Diskussion abzublocken, sondern zu erklären, warum eine solche Regelung Sinn macht. Der Junge kann seine Gegenargumente einbringen („Deniz darf auch bis zehn aufbleiben!“, „Mann, ich bin doch kein Baby mehr!“) und fühlt sich ernstgenommen. Vielleicht wird sich im Ergebnis auf eine halbe Stunde länger Minecraft und „Ab ins Bett“ um 22.00 Uhr geeinigt. Ich vielen Bereichen muss du der Alleinentscheider bleiben, aber nach und nach wird es immer mehr Bereiche geben, bei denen der Sohn die Entscheidung teilweise oder ganz treffen kann.

Mit Gesprächen auf Augenhöhe kannst du deinem Sohn vermitteln, dass er schrittweise immer mehr Verantwortung übernehmen kann und du es ihm auch zutraust. Dabei bringe ihm bei, wie befriedigend Selbstverantwortung und die Verwirklichung eigener Ideen sind. Wer sich dagegen ständig von seinen Eltern verwöhnen und gängeln lässt, läuft Gefahr auch mit 30 sein Bett nicht alleine machen zu können und als Erwachsener eine Existenz in dauernder Unselbständigkeit zu führen.

Mache deinem Sohn in diesem Zusammenhang auch klar, dass deine (noch) vorrangige Entscheidungskompetenz bei manchen Dingen, die ihn betreffen, nicht auf mangelnde Intelligenz oder einen geringeren Wert seiner Person gründet, sondern lediglich auf deine im Laufe der Zeit erworbene größere Erfahrung und gelerntes Wissen. So gibst du deinem Jungen auch mit, dass er eine einzigartige und gleichwertige Persönlichkeit ist und keine Junior-Kopie seines Vaters, der er zu entsprechen hat.

Fehler eingestehen und Gefühle zeigen

Für die Persönlichkeitsentwicklung des Jungen ist es unbedingt positiv, wenn sein Vater vor ihm Gefühle zeigt und auch ohne Zögern eingesteht, wenn ihm ein Fehler unterlaufen ist. Auch eigenes Scheitern kannst du deinem Sohn gegenüber eingestehen, der so begreift, dass Scheitern normal ist und nicht den Weltuntergang bedeutet oder Liebesentzug aus Enttäuschung zur Folge hat. Wichtig ist, die Gründe des Scheiterns aufzuarbeiten und gegebenenfalls einen neuen Versuch zu starten.

Mit Spott und Widerständen gelassen umgehen

Wichtig ist auch, sich nicht ständig rechtfertigen und beweisen zu müssen. Selbst, wenn der freche Spruch eines Kumpels dich vielleicht vor deinem Sohn dumm dastehen lässt, weil du keine schlagfertige Antwort parat hast, kannst du ihm vorleben, dass es keine Pflicht gibt, mit gleicher Münze zurückzuzahlen. Letztendlich zeigt derjenige mehr Souveränität und Selbstbewusstsein, der sich nicht auf das Spiel des Provokateurs einlässt, sondern es mit einem gelangweilten Achselzucken quittiert.
 

Respekt vermitteln

Kommunikation auf Augenhöhe gehört auch zum für den weiteren Lebensweg wichtigen Bereich „Respekt“. Lebe deinem Sohn vor, dass es insbesondere im Verhältnis zu anderen Menschen ohne Respekt nicht geht. Nicht nur er selbst hat den Anspruch, dass er wertschätzend behandelt wird, sondern auch andere. Dabei kommt Höflichkeit im öffentlichen Raum, aber auch im Familien-und Freundeskreis eine erhebliche Bedeutung zu. Das heißt natürlich nicht, zentralen Wert auf die Beachtung übertriebener Höflichkeits-Floskeln zu legen. Aber „Bitte“ und „Danke“ sollten auch für einen Zehnjährigen selbstverständlich sein. Du solltest aufpassen, wie du dich gegenwärtig in dieser Hinsicht selbst beim Tun und Sprechen verhältst. Insbesondere abfällige Bemerkungen über andere Menschen oder Menschengruppen sollten tabu sein oder nachvollziehbar begründet werden („Hitler war ein Arschloch!“). Gerade negatives Verhalten und Meinungen werden schnell vom Vater auf den Sohn übertragen.
 

Das verlässliche Fundament sein und klare Regeln aufzeigen

Zu den wichtigsten Dingen, die du als Vater deinem Sohn geben kannst und musst, zählt die ihm gegenüber immer wieder deutlich gemachte Vergewisserung immer auf seiner Seite zu stehen. Egal, ob er beim Nachbarn einbricht, seinen Vater dreist anlügt oder eine Sechs im Sport nach Hause bringt: Es kann auf der Welt nichts geben, was die Vaterliebe zerstören kann. Das heißt nicht, dass du nicht wütend auf deinen Sohn sein darfst und alles, was er macht schon im Vorfeld blankoscheckmäßig verzeihst. Mache deinem Sohn unmissverständlich klar, dass es bestimmte Regeln gibt, deren Nichtbefolgung entsprechende Konsequenzen hat. Aber zeige ihm auch genauso klar auf, dass du immer für ihn da bist und Loyalität und Einfühlungsvermögen zu den Grundlagen eines guten Lebens gehören. Der Spruch „Böser Junge, Papi hat dich jetzt nicht mehr lieb!“ ist absolut verboten: Er wirkt verheerend auf die Seele eines Jungen.

 

Foto: Halfpoint / stock.adobe.com

Legend of Tarzan – Filmkritik & Trailer

Legend of Tarzan – Die Story

John Clayton III. (Alexander Skarsgård), der der Welt vor allem als Tarzan bekannt ist, hat nun einige Jahre in London zusammen mit seiner Frau Jane (Margot Robbie) verbracht. Auch wenn er die englische Kultur verinnerlicht hat und hier sein neues Zuhause sieht, tief in ihm schlummert immer noch der Urwaldmensch von einst.

Als Gesandte des belgischen Königs ihn um Unterstützung bitten, ihrem König durch einen erneuten Besuch Africas ein wenig Imagehilfe im Rest der Welt zu geben, lehnt Clayton zuerst ab. Der amerikanische Gesandte George Washington Williams (Samuel L. Jackson) kann ihn schließlich überreden die Reise anzutreten, indem er Tarzan in seine eigenen Pläne, die Aufdeckung von Sklaverei im Kongo, einweiht.

Doch die Einladung der Belgier war lediglich eine Finte, denn der Abgesandte des Königs, Captain Léon Rom (Christoph Waltz), hat noch ganz andere Pläne und braucht dafür Tarzan als Gefangenen.

 

 

Schön anzusehen

Der neue Tarzan Film bietet große Bilder, toll animierte Tiere und Dschungel, einen extrem durchtrainierten Tarzan Darsteller und eine neue Handlung. Neben den optischen Schauwerten bleibt in „Legend of Tarzan“ aber noch viel Luft nach oben.

Wo andere Filme es oft nicht abwarten können, den Zuschauer in eine actionreiche, hektische Handlung zu werfen, kommt die Legende von Tarzan nur sehr gemächlich in Gang und behält über den weitesten Teil des Films auch eine Geschwindigkeit bei, die zwischen angenehm gemütlich und zäh schwankt. Dabei bleibt viel Zeit, um tolle Bilder der Landschaften und auch der computergenerierten Tiere und Szenen zu zeigen, die in den meisten Situationen wundervoll gelungen sind, dennoch bricht die Dynamik dadurch hin und wieder ein.

Und während die Action wiederum ansehnlich und unterhaltsam gerät, leidet die Handlung und das Schauspiel an den Figuren und ihrer Umsetzung. So spielt Christoph Waltz einmal mehr die immer gleiche Rolle aus seinen anderen oscarprämierten Filmen. Die ist ihm zwar auf den Leib geschrieben, aber eben in keinem Moment überraschend. Auch Samuel L. Jackson bedient eine Rolle, die zu den Filmklassikern gehört und darf als Sidekick ein paar witzige Momente und coole Kommentare abgeben.

Die Hauptfigur Tarzan, die Alexander Skarsgård spielt, schwankt hingegen, zwischen englischem Gentleman und dem Urwaldmenschen, der wild und ungezähmt ist. Das hätte durchaus zu vielen spannenden Momenten führen können, wäre dafür mehr Zeit in der Handlung gewesen. So bleibt Skarsgårds Tarzan meist mimisch ausdruckslos, darf sich aber ordentlich prügeln. Ähnlich ergeht es Margot Robbie, die zwar eine kesse und aufgeweckte Jane spielt, dabei aber doch nur Randfigur bleibt und nicht viele Möglichkeiten bekommt, mehr aus ihrer Filmfigur zu machen.

 

Erwartung runter, Spaß rauf!

Insgesamt ist „Legend of Tarzan“ durchaus gut anzusehen. Dennoch, der Film schafft das Kunststück, gleichzeitig ständig in Bewegung zu sein und und sich trotzdem zu ziehen. Dabei ist er trotzdem unterhaltend und abenteuerlich, hätte aber mit weniger Klischee, raffinierterer Handlung und Figuren, deutlich mehr bieten können. Wer mit der richtigen Erwartung ins Kino geht dürfte sich gut unterhalten fühlen.

 

Legend of Tarzan Kinoposter
Kinostart: 28. Juli 2016
 

Fotos: Warner Bros. Germany

Das große Pokémon Spezial – Alles, was du wissen musst

Es ist beliebter als Tinder, hat mehr aktive Nutzer als Twitter, hält die Nutzer länger beschäftigt als Instagram, war in Australien nach 48 Stunden die am häufigsten heruntergeladene und umsatzstärkste App und benötigte nur vier Stunden um Platz 1 der Apple App-Charts zu werden. Die Rede ist natürlich von Pokémon Go, dem mega Hype von Nintendo und Niantic. Und damit ein herzliches Willkommen zu unserem Pokémon Go-Spezial!
 

Der richtige Start

Pokémon
 

Schon der Start in der Pokémon Welt ist von großer Relevanz und kann dir dabei helfen, schnell nach oben zu gelangen. Anfangs stellt euch Professor Willow vor die Qual der Wahl, welchen Starter ihr haben wollt. Zur Auswahl stehen Bisasam, Glumanda und Schiggi, doch was viele nicht wissen: Mit ein bisschen Geduld kannst du auch ein Pikachu fangen. Dafür musst du einfach immer wieder von den Start-Pokémon wegrennen, anfangs erscheinen sie immer wieder, wenn du dich weit genug entfernst, doch irgendwann taucht auch ein Pikachu auf.

Solltest du möglichst schnell im Level aufsteigen wollen, lohnt es sich sehr, schon zu Beginn in ein Glücks-Ei zu investieren, welches die erhaltene Erfahrung verdoppelt. Dies ist anfangs sehr effektiv, da man für neu gefangene Pokémon nicht die normalen 100, sondern 500 Erfahrungspunkte erhält. Sollte man am Anfang schon entwickeln können, ist auch hier das Glücks-Ei von großem Nutzen, da eine erstmalige Entwicklung 1000 und nicht 500 EP bringt. Sonst können wir für den Start nur empfehlen, viel zu laufen.

 

Das große Fangen beginnt

Nun kann es also losgehen mit der Jagd – dazu haben wir eine Tabelle für euch. Die Tabelle zeigt, welchen Pokémon-Typ ihr an welchen Orten finden könnt. Wichtig ist, dass diese Tabelle natürlich keine Garantie ist, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter Typ von Pokémon an so einem Ort spawnt, höher.

 

Pokémon-TypFundorte
NormalPlätze, Felder, Straßen, Schulen, Universitäten usw. eigentlich überall
SteinSteinbrüche, Städte, Parkplätze, Autobahnen, große Gewerbeflächen
StahlModerne Gebäude, Bahnhöfe, Gleisanlagen (Bitte seid vorsichtig)
PflanzenGras- und Grünflächen, Bauernhöfe, Wälder, grüne Wohngebiete, Ackerflächen
BodenGleisanlagen und Flughäfen, Gräben, Bäche, offene Land- und Ackerflächen
DracheBerühmte Wahrzeichen und Orte wie z.B. Schlösser
FeeFriedhöfe, Kirchen, Warzeichen und Denkmäler
WasserÜberall da wo Wasser ist
GeistFriedhöfe
UnlichtKinos, Theater, Opernhäuser, Friedhöfe
Käfer/FlugAuf dem Land, Bauernhöfe, Äcker, Wälder, Parks und Spielplätze
EisGras auch ungefroren, Gletscher und Skigebiete
PsychoKrankenhäuser, Klinikanlagen, Bildungseinrichtungen
ElektroGewerbegebiete, Kraftwerke, Kraftwerksanlagen
FeuerWohngebiete
KampfStadien, Arenen, große Fitnessstudios
GiftMoore, Sümpfe

 

Eins der wichtigsten Features für die Pokémon-Jagd ist die „In der Nähe“-Anzeige unten rechts – dabei gibt es so einiges zu beachten. Zum einen kann man hier unter den Pokémon jeweils null bis drei Fußstapfen sehen. Bei drei Füßen ist das Pokémon mehr als 90 Meter entfernt, bei zweien in einem Umkreis von 60-90 Meter, bei einem in einem Umkreis von 40-60 Meter und wenn ihr keinen Fuß sehen solltet, sollte das Pokémon, wenn ihr ein bisschen wartet, von ganz alleine erscheinen. Doch diese Anzeige verrät euch noch mehr. Die Pokémon werden nämlich von oben links bis nach unten rechts so angeordnet, dass das Pokémon, das gerade oben links steht, am nächsten an dir dran ist – das Pokémon unten rechts ist somit am weitesten entfernt. Das bedeutet, dass du sehen kannst, ob du dich dem Pokémon näherst, auch wenn sich die Anzahl der Füße nicht verändert – nämlich, indem du verfolgst, ob es seine Position auf der „In der Nähe“-Anzeige ändert.

 

Der perfekte Wurf

Pokémon
 

Solltest du erfolgreich zu deinem Pokémon gelangt sein, kommt es nun auf deine Fähigkeiten als Fänger an. Zu aller erst solltest du beim Pokémon-Fangen den Ball berühren, ohne ihn gleich zu werfen, damit du die beiden Kreise angezeigt bekommst. Wichtig ist hierbei der kleine Kreis, der ständig seine Größe ändert. Dieser zeigt mit seiner Farbe an, wie schwer es sein wird, das Pokémon zu fangen. Bei einem grünen Kreis musst du dir um den Wurf gar nicht so viele Gedanken machen. Bei einem orange-farbenen oder roten Kreis kannst du Himmihbeeren benutzen, die die Fangwahrscheinlichkeit erhöhen. Zusätzlich wird die Wahrscheinlichkeit noch durch einen Curveball erhöht, welchen du machst, indem du den Ball vor deinem Wurf drehst. Die letzte Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeit eines Fanges zu erhöhen, liegt in dem kleinen Kreis. Wichtig ist hierbei, dass du mit dem Pokéball in den Kreis triffst – je kleiner der Kreis, desto besser der Wurf. Außerdem bekommst du für gute Würfe mehr Erfahrungspunkte.

 

Entwickeln & Verbessern

Pokémon
 

Zum Entwickeln und Verbessern von Pokémon brauchst du Bonbons und Sternenstaub. Du erhältst drei Bonbons, wenn du ein Pokémon fängst, allerding sind diese Bonbons an das Pokémon und seine Entwicklungen gebunden. Außerdem erhältst du für jeden Fang noch 100 Sternenstaub. Es gibt Pokémon, die bei ihrer Entwicklung 12 Bonbons brauchen. Manche entwickeln sich erst mit 25, 50 oder 100 Bonbons, es gibt sogar eines das 400 benötigt – die Rede ist hierbei von Karpador.

Solltest du entwickeln, ist es immer wichtig, das Pokémon mit den größten WP (Wettbewerbspunkte) zu nehmen. Wenn du geduldig genug bist, lohnt es sich auch bei Pokémon mit insgesamt 2 Entwicklungen zu warten, bis du ihn direkt zweimal entwickeln kannst. Dies ist zwar schwer, lohnt sich aber im Endeffekt, da man lange braucht, um genug Bonbons zu sammeln und man bestimmt schon stärkere Pokémon hat, wenn man beide Entwicklungen machen kann.

Auch beim Verbessern solltest du warten, bis du starke Pokémon fängst, da du sonst deinen Sternenstaub für die falschen Pokémon verschwendest. Der Halbkreis um das Pokémon ist übrigens das maximale Potenzial an Wettbewerbspunkten, dieses steigt mit deinem Trainerlevel. Jede Entwicklung bringt dir übrigens 500 Erfahrungspunkte. Solltest du also schnell leveln wollen, lohnt es sich, die Pokémon zu sammeln, bis du viele entwickeln kannst. Vergiss dabei nur nicht, das Glücks-Ei zu benutzen.

 

Arenen & Kämpfe

Pokémon
 

Arenen stellen in Pokémon Go die einzige Möglichkeit dar, In Game-Währung zu erhalten, ohne mit echtem Geld zu bezahlen. Solltest du eine Arena halten, kannst du oben links in deinem Shop auf ein Schild drücken, das dir pro Arena, die du besitzt, 10 Pokémünzen und 500 Sternenstaub gibt. Anhand des Arena-Levels siehst du, wie viele Pokémon in die Arena können. Solltest du z.B. in Team Blau sein und siehst eine blaue Arena mit Level 3, in der zwei Pokémon sind, kannst du ohne Kämpfe dein Pokémon zur Arena geben, um sie zu beschützen. Die Arena kann man übrigens aufleveln, indem man sie selber angreift, dies erhöht das Arena-Level und gibt ein paar Erfahrungspunkte.

Die Kämpfe können sehr hektisch ablaufen, doch auch hier gibt es einige Tricks. Unter der Lebensanzeige deines Pokémon siehst du eine blaue Leiste, die sich immer mehr auffüllt, wenn du angreifst. Sollte diese Leiste voll sein, kannst du ein bisschen länger auf das gegnerische Pokémon gedrückt halten, um deine zweite, meist stärkere Attacke durchzuführen. Dies machen die gegnerischen Pokémon auch, die Attacke wird sogar angekündigt, was dir vielleicht beim Ausweichen helfen kann.

Ein großer Faktor bei Kämpfen sind und waren schon immer die Typen der Pokémon und die der Attacken. Damit du deine Gegner besonders gut schlagen kannst haben wir hier eine kleine Liste für dich, wie es sich mit den Schwächen und Stärken der einzelnen Typen verhält. Eine Zwei steht für sehr effektiv, ein Halb für nicht sehr effektiv, eine Null dafür, dass die Attacke keinen Effekt hat und wenn nichts geschrieben steht, passiert nichts Besonderes. In unserer Tabelle greift der linke Typ den obenstehenden Typ Pokémon an.
 

Pokémon

 

Die Zukunft von Pokémon Go

Zukünftige Updates sollen das Tauschen von Pokémon ermöglichen, sowie das Kämpfen der Trainer untereinander, ohne dass man zwingend Arenen besetzen muss. Außerdem warten wir gespannt auf die Einführung von legendären Pokémon, ob man diese, wie im Trailer gezeigt auf einem großen Community-Event erhalten wird, ist noch unklar.

Man kann sehen, dass Pokémon GO einzigartig ist und die komplette Welt in den Bann gezogen hat; so kann man mittlerweile starke Accounts für mehrere hundert Euro kaufen und es gibt schon erste Stellenausschreibungen für engagierte Pokémon-Trainer.
Wo das alles hinführt, werden wir wohl sehen.

 

*** UPDATE ***

Aus welchem Ei schlüpft welches Pokémon? Wir zeigen es dir!
Die im blauen Bereich dagestellten Pokémon schlüpfen nach zwei Kilometern, die im gelben nach fünf und die im roten nach zehn. Allerdings gibt es auch Taschenmonster die nur auf bestimmten Kontinenten ausgebrütet werden können.
Außerdem: Die Standorte der seltenen Pokémon!
 

Pokémon

 

Fotos: Pokémon Go / Nintendo, Niantic

Der angesagteste Sommer-Style 2016

Mit diesem Look kommst du sportlich durch den Sommer!

Die luftig geschnittene Hose und das weiße Shirt eignen sich super für heiße Sommer-Tage. Abgerundet wird das Outfit mit neonfarbenen Sneakers, einem stylishen Hund mit breiter Krempe, einer runden Sonnenbrille und einem lässigen Rucksack.
 

Sommer-Style 2016

 

Shirt: Jack & Jones JJCOSMASH – T-Shirt basic – white € 14,95

Hose: Tiger of Sweden LEVEN – Stoffhose – concrete € 129,95 ( SALE )

Rucksack: Nike SB Tagesrucksack – black € 89,95

Hut: Diesel CASEYT – Hut – sand/blue € 47,95 ( SALE )

Brille: KIOMI Sonnenbrille – silver/white € 8,20 ( SALE )

Schuhe: Nike Performance LUNARTEMPO 2 – Laufschuh Neutral – electric green/black/white € 83,95 ( SALE )

 


 

Elegant in Shorts

Dass man kurze Hosen sommerlich-elegant stylen kann, zeigt dieser Look bestens. Mit einem taillierten Blazer kann man knielange Shorts upgraden. Darunter trägt man ein schlichtes, weißes Shirt und kombiniert Sneakers dazu – und fertig ist der Look! Nach belieben kann man seinen individuellen Style durch Accessoires zum Ausdruck bringen – das können sichtbare Socken sein, auffälliger Schmuck oder ein Hut mit breiter Krempe.
 

Sommer-Style 2016

 

Hut: Black Kaviar Hut – black € 39,95

Sakko: Pier One Sakko – black € 79,95

T-Shirt: Jack & Jones JJPRHUGO SLIM FIT – T-Shirt basic – white € 19,95

Uhr: Komono WINSTON – Uhr – chestnut € 79,95

Socken: Falke COOL 24/7 – Socken – black € 9,95

Schuhe: Converse CHUCK TAYLOR ALL STAR – Sneaker low – black/white € 69,95

Shorts: RagwearKAREL – Shorts – grey € 49,95

 

Fotos: Melodie Jeng / Getty Images; Zalando