Ajoure Blog Seite 198

Happy Burnout – Filmkritik & Trailer

Happy Burnout – Die Story

Andreas alias Fussel (Wotan Wilke Möhring) ist stadtbekannter Punk und finanziert sich seit Jahren durch Hartz 4. Damit lebt er relativ sorgenfrei in den Tag hinein.

Doch damit ist von einem auf den anderen Tag Schluss, als ihm Frau Linde (Victoria Trauttmansdorff), seine Betreuerin beim Arbeitsamt, mitteilt, dass ihm als Langzeitarbeitslosem alle Bezüge gestrichen werden sollen. Der einzige Ausweg ist ein vorgetäuschter Burnout mit stationärer Behandlung, der ihm offiziell die Arbeitsunfähigkeit bescheinigt.

Also begibt dich Fussel in eine Klinik, in der es von Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen nur so wimmelt. Und während er, mit seiner ganz eigenen Art, frischen Wind in den Laden bringt, beginnt er sich selbst und sein Leben zu hinterfragen.

 

 

Braver Burnout

Mit Wotan Wilke Möhring, Anke Engelke, Kostja Ullmann und Michael Wittenborn setzt der Film auf einige bekannte Gesichter, die den Zuschauer durchaus abzuholen vermögen. Leider bieten die meisten der Figuren im Verlauf der Geschichte nicht mehr, so dass das ganz große Können der Darsteller nicht ausgereizt werden kann.

Viel zu selten setzt der Film auf wirklich dramatische Situationen oder echte Überraschung. Dennoch gibt es immer wieder einige hervorragende Szenen, in denen das Talent der Schauspieler kurz zu sehen ist. Insgesamt kommt Happy Burnot jedoch recht brav daher und verfällt des öfteren in typische Klischees.

Davon abgesehen bietet der Film aber kurzweilige Unterhaltung, einen interessanten Soundtrack und solide Handwerksarbeit in der Umsetzung.

 

Guter Ansatz mit viel Luft nach oben

Happy Burnout ist eine Dramödie, bei der das Drama im Lauf des Films die Komik überwiegt, dennoch aber nur an der Oberfläche kratzt und somit leichte Kost bleibt. Das reicht nicht aus, um der Thematik vollauf gerecht zu werden, unterhält aber kurzweilig und dürfte den ein oder anderen dabei sogar zum Nachdenken anregen.
 

Happy Burnout Kinoposter
Kinostart: 27. April 2017

Du willst es doch härter?

Hardcore – Filmkritik & Trailer

 

Fotos: Warner Bros. GmbH

DNA – Der Datenspeicher der Zukunft

Die Digitalisierung schreitet mit einer großen exponentiellen Geschwindigkeit voran. Es wird nicht mehr lange dauern, bis selbst die profansten Alltagsgegenstände mit Technik ausgestattet werden. Doch diese Digitalisierung bringt enorme Daten mit sich, die es zu speichern gilt. Generell sind wir in unserem Alltag mittlerweile so oft mit Technologie im Kontakt, sodass wir eine enorme Menge an Daten produzieren – doch wohin mit all den Informationen?

Wirft man einen Blick in die Vergangenheit wird klar, dass wir uns schon sehr weit entwickelt haben, wenn es um Datenspeicher geht. Vor mehr als 20 Jahren galt eine Diskette mit 1,4 MB Speicherplatz als das Nonplusultra, heutzutage haben wir kleine USB-Sticks mit bis zu zwei Terrabyte an Speicher. Doch auch die Technik hat ihre Grenzen, man wird USB-Sticks nicht bis zur Unendlichkeit verkleinern können, genauso wenig wie man den Speicherplatz ins Unermessliche treiben kann. Wissenschaftler haben nun eine neue Herangehensweise ergründet. Sie wollen DNA benutzen, um Daten zu speichern, denn der Speicherplatz darin ist gigantisch. Ein Gramm DNA besitzt einen Speicher von 215 Petabyte – ein Petabyte entsprechen übrigens 1000 Terabyte.

Das mag wie Science-Fiction klingen, hat allerdings, abgesehen von dem enormen Speicherplatz, den die DNA liefern kann, noch andere Vorteile. Denn in der DNA eines Lebewesens werden alle Daten von ihm gespeichert. In der Theorie ließe sich ein komplettes Lebewesen nur durch eine einzige Zelle mit intakter DNA wiederherstellen. Außerdem wird ein DNA-Speicher mit der Zeit nicht abgenutzt.

Getestet wurde die neue Technologie von zwei Wissenschaftlern, diese speicherten einige Daten in 70.000 DNA-Strängen, welche jeweils aus 200 Basenpaaren bestehen. Diese Basen sind übrigens der Schlüssel für die Datenspeicherung, da ihre Anordnung Informationen genau darstellen kann, welche dann mit einem speziellen Programm entschlüsselt werden können. In der DNA speicherten die Wissenschaftler ein Computer-Betriebssystem, einen französischen Film, einen Geschenkgutschein von Amazon, einen Virus für den Computer, eine Pioneer-Plakette und eine wissenschaftliche Studie. Nachdem diese Daten abgespeichert, kodiert, dekodiert und wieder abgelesen wurden, war nicht ein Fehler festzustellen.

In etwa zehn Jahren könnte diese Technologie Wirklichkeit werden – warum auch nicht? Die Vorteile sind undenkbar groß, man hat einen viel größeren Speicherplatz und das mit weniger Masse. Zusätzlich kann man Daten hunderte Jahre lagern, ohne dass sich Fehler einschleichen.

Wer weiß, vielleicht haben wir in ein paar Jahrzehnten unseren USB-Stick immer bei uns, in Form unseres linken Zeigefingers.

 

Foto: poba / Getty Images

Vorsicht, du bist im Übertraining!

Je mehr Training, desto besser? Egal ob Kraftsportler, Marathonläufer oder Wochenendwettkämpfer – immer mehr Menschen trainieren regelmäßig, getreu dem Motto: Viel hilft viel. Aber stimmt das auch wirklich? Oder gibt es auch ein zu viel? Hier erfährst du was Übertraining ist, was die Ursachen sind und ob es auch für dich heißt: „Ich bin im Übertraining“.
 

Was ist Übertraining?

Die meisten wünschen sich beim Training schnelle Erfolge. Und viele sind bereit, dafür über ihre Grenzen hinwegzugehen. Aber erreichen wir dadurch wirklich das was wir wollen? Immer häufiger entdecken Sportler was unter Experten schon lange bekannt ist: Übertraining ist nicht nur kontraproduktiv, sondern auch schädlich.

Aber was genau ist Übertraining? Um zu verstehen, wann viel zu viel ist, lohnt es sich, einen Blick auf den eigenen Körper zu werfen. Bei jedem Training geben wir dem Körper einen Anreiz, auf die Belastung zu reagieren. Dies tut er, indem er die Muskelfasern, aus denen unsere Muskeln bestehen, „wachsen“ lässt. Der Wachstumsreiz wird also während des Trainings gegeben, das Wachstum an sich findet aber in den Ruhephasen danach statt.

Übertraining ist also ein Zustand, in dem die Balance zwischen Wachstumsanreizen und der Zeit, die der Körper benötigt, um die Zellen wachsen zu lassen, nicht gegeben ist. Eine prima Ausrede also, sich entspannt zurückzulehnen und nach dem Training seinen Körper die Arbeit machen zu lassen. Aber wie erkennst du, ob du von Übertraining betroffen bist?
 

Wir haben für dich sieben Punkte zusammengestellt, an denen du erkennt, dass du vermutlich übertrainiert bist:
 

1
Antriebslosigkeit

Dir hat das Training anfangs Spaß gemacht, aber in letzter Zeit hat nichts so eine große Anziehungskraft wie dein Sofa? Motivationsmangel kann viele Gründe haben. Über- und Unterforderung, Erkrankungen oder auch andauernder Stress führen leicht zu Antriebslosigkeit. Stress, wer hat den nicht? Dennoch lohnt es sich, genau auf den eigenen Körper zu achten. Gelegentliche Lustlosigkeit kennt sicherlich jeder. Hält diese aber dauerhaft an, kann das ein Warnsignal deines Körpers sein, der sagt: „Ich brauche eine Pause“.
 

2
Schmerzen

Wir alle kennen Muskelkater. Wenn deine Gelenke und Glieder jedoch schmerzen, als wärst du von einem Bus überrollt worden oder der Muskelkater über mehrere Tage anhält, hast du es definitiv übertrieben. In diesem Fall solltest du direkt gegensteuern und deine Trainingseinheiten bzw. die Trainingsintensität verringern. Und immer dran denken: Übertraining bedeutet nicht, schneller zum Erfolg zu kommen, sondern im Zweifelsfall gar nicht. Was uns zu Punkt drei führt.
 

3
Keine Leistungssteigerung

Ganz im Gegenteil: Übertraining kann sogar zu einem Leistungsabfall führen. Wenn du dich also seit Tagen und Wochen darüber ärgerst, dass du einfach keine Fortschritte machst, kann dies, so seltsam es auch klingen mag, an einem „zu viel“ liegen.

Die meisten denken allerdings, sie tun einfach noch nicht genug. Viele steigern dann noch einmal die Trainingseinheiten oder intensivieren sie, um endlich eine Leistungssteigerung zu spüren. Bleibt auch dann der Erfolg aus, ist klar, es handelt sich um Übertraining. Auch hier gilt: Trainingseinheiten verringern! Nebenbei gilt dies auch für alle, die durch das Training gern zu einer schlankeren Figur kommen würden. Aufgrund eines durch Übertraining ausgelösten hormonellen Ungleichgewichts reagieren die Fettzellen empfindlicher auf Insulin. Die Muskelzellen hingegen werden unempfindlicher. Insulin ist aber das Hormon, was unseren Körperzellen sagt: Speichern. Wenn die Fettzellen auf das Insulin reagieren, bedeutet das, dass die Kalorien, die du aufnimmst, an die Fett- und nicht an die Muskelzellen gehen. Das führt dazu, dass trotz Training die Erfolge beim Abnehmen ausbleiben.
 

4
Unruhe und Unkonzentriertheit

Besonders Kraftsportler, die mit hochintensiven Intervallen ihre Ausdauer trainieren, „strapazieren“ dadurch ihr sympathisches Nervensystem. Eigentlich besteht die Hauptaufgabe des sogenannten Sympathikus darin, in „Notsituationen“ unseren Körper einsatzfähig zu machen, sprich: ihn auf Kampf oder Flucht vorzubereiten. Eine zu häufige Stimulation des Sympathikus bedeutet Stress für den Körper und somit auch für uns. Das kann unter anderem zu Rastlosigkeit und Unkonzentriertheit führen.
 

5
Anhaltende Müdigkeit

Auch für anhaltende Übermüdung kann der Grund ein überreiztes sympathisches Nervensystem sein. Anders als bei Kraftsportlern führt es vor allem bei Ausdauersportlern dazu, dass der Körper nachts nicht richtig regenerieren kann. Die Folge ist Ermüdung, die sich nicht nur im Training zeigt, sondern auch im normalen Alltag. Solltest du also eine bleierne Müdigkeit verspüren, könnte dies ein Anzeichen für Übertraining sein.
 

6
Erhöhte Infektionsanfälligkeit

Nicht jeder Infekt lässt gleich auf ein Übertraining schließen. Häufig schwächen Stress, Schlafmangel oder Mangelernährung das Immunsystem. Wenn du aber wenig Stress hast, du ausreichend schläfst und trotzdem häufig krank bist, kann das darauf hindeuten, dass du dein Immunsystem mit zu viel Training überfordert hast. Hier können natürlich auch ernsthafte Erkrankungen zugrunde liegen, deshalb solltest du, wie bei den anderen Symptomen auch, im Zweifelsfall immer Rücksprache mit deinem behandelnden Arzt halten.
 

7
Libido-Verlust

Unter Punkt drei haben wir auf das hormonelle Ungleichgewicht hingewiesen, welches durch zu viel Training ausgelöst wird. Zwei Hormone spielen dabei eine entscheidende Rolle: Cortisol und Testosteron. Normalerweise profitieren Sportler durch ihre Aktivität von einer höheren Produktion des männlichen Geschlechtshormones. Übertraining allerdings bedeutet Stress für den Körper. Er reagiert mit der vermehrten Produktion des Stresshormons Cortisol. Überwiegt jedoch das Cortisol im Körper, wird die Produktion des Geschlechtshormons eingestellt. Das führt zu einer Leistungsminderung und zu einem Verlust der Libido.
 

Auch, wenn du jetzt ungläubig den Kopf schüttelst: Übertraining sollte vorsorglich jeder im Hinterkopf behalten, wenn er seine Trainingseinheiten plant. Wenn auf dich mehrere der genannten Symptome zutreffen, solltest du dir erst einmal guten Gewissens eine Trainingspause gönnen. Keine Angst! Deine Muskeln bauen sich nicht innerhalb von ein paar Tagen ab. Im Gegenteil: Erst durch diese Regenerationsphase gelangen sie wieder zu voller Leistungsfähigkeit.

Danach solltest du in reduziertem Trainingsumfang wieder einsteigen und deinem Körper, auch im weiteren Verlauf, ausreichend Pausen zur Regeneration gönnen. Wie viel Ruhe deine Muskeln nach einem intensiven Workout brauchen, ist von ihrer Größe abhängig. Bei kleineren Muskeln, wie Wade oder Trizeps, solltest du zwei Tage Trainingspause einlegen. Bei einer großen Muskelpartie wie dem Rücken sollten es schon drei Tage sein. Manchmal ist eben doch weniger mehr.

 

Foto: BJI / Blue Jean Images / Getty Images

5 vergessene Rasiertricks, die dein Leben vereinfachen

Früher war die Rasur eine ganz andere Sache als heute. Anfangs wurde man noch von einem Barbier mit einem echten Rasiermesser rasiert. Doch heutzutage, mit dem Überangebot an Rasierern und den Werbungen, die immer erzählen wie einfach rasieren doch ist, ist auch einiges an Tradition verloren gegangen.

Das Rasieren an sich ist auch nicht mehr so kompliziert, wie es früher mal war. Allerdings war es früher Tradition, dass der Vater dem Sohn seine Tricks verrät. Wäre es nicht schade, wenn diese Sitte nun ausstirbt? Falls dein Vater dir keine Rasiertipps gegeben hat, brauchst du keine Angst zu haben, denn du hast ja uns. Deswegen zeigen wir dir fünf Rasiertricks, die dir dein Vater vielleicht nicht beigebracht hat.
 

– 1 –
Vorbereitung

Die richtige Vorbereitung ist, wie bei so vielen Dingen, auch für die Rasur von großer Wichtigkeit. Wir bevorzugen eine gründliche Reinigung mit viel warmem Wasser und einem milden Reinigungswasser für das Gesicht. Durch das lauwarme Wasser werden Haut und Haare weicher, was für ein angenehmeres Rasiererlebnis sorgt. Manche Seifen können die Haut austrocknen, wähle deine also mit bedacht. Lass dir mit der Vorbereitung ruhig etwas Zeit und mache sie vor allem gründlich.
 

– 2 –
Der richtige Rasierer

Bei einem Rasierer gibt es drei Dinge, die du beachten solltest. Zum einen geht es um die Schärfe der Klingen. Denn auch wenn alle Rasierklingen scharf sind, gibt es bei der Herstellung noch so einige Unterschiede und du wirst Rasierklingen finden, die wesentlich schärfer sind als andere. Weiterhin solltest du noch auf die Beschichtung des Rasierers achten. Hierbei solltest du danach gehen, was du am liebsten magst. Es gibt Rasierer die dickere Flüssigkeitsschichten hinterlassen, außerdem sind die Beschichtungen bei verschiedenen Rasierern auch für andere Dinge gemacht. Du solltest dich also ein bisschen durchtesten und entscheiden, welche Beschichtung dir am meisten zuspricht. Zu guter Letzt gibt es auch noch einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen den Rasierern, je nachdem was für ein Metall für die Klingen verwendet wurde. Auch hier heißt es wieder: ausprobieren.
 

– 3 –
Haare reduzieren, nicht töten!

Wenn du zwanghaft versuchst jedes einzelne Haar aus seinem natürlichen Lebensraum herauszureißen und von seiner Familie zu trennen denkst du falsch über den Vorgang der Rasur nach. Lass dir Zeit und eliminiere mit jedem Zug einige Haare. Rasiere dich mit System und Geduld und du wirst dich wesentlich seltener schneiden.
 

– 4 –
Die Rasierrichtung

Von diesem Tipp sind Rasierer mit einer Klinge ausgeschlossen, da sie nicht das gleiche Funktionsprinzip haben wie ihre Brüder mit mehreren Klingen. Um rauszufinden in welche Richtung dein Haar wächst, kannst du einfach in mehrere Richtungen darüberstreichen. Wenn dein Haar sich nicht aufstellt und es leicht ist über das Haar zu fahren, hast du die richtige Richtung gefunden. Möchtest du wenig Haare entfernen, rasierst du mit der Wuchsrichtung. Möchtest du ein paar mehr Haare entfernen, musst du über die Haarrichtung rasieren und wenn du sehr viel Haar entfernen willst, dann gegen die Haarrichtung – allerdings entstehen so eher Schnitte und Irritationen. Bei Rasierern mit mehreren Klingen ist die erste Klinge dafür verantwortlich das Haar aufzustellen und die zweite dafür, es zu schneiden. Deswegen solltest du öfter in Wuchsrichtung rasieren.
 

– 5 –
Nachbereitung

Natürlich geht es nach der eigentlichen Rasur um die Wahl des Aftershaves. Auch hier kannst du wieder zwischen dickeren Balsamen oder dezenterer Feuchtigkeitscreme wählen. Natürlich hat das wieder mit dem persönlichen Vorlieben zu tun, doch der Aftershave Balsam wird fast immer mehr Zutaten beinhalten, die gut für deine Haut sind, als eine Feuchtigkeitscreme. Worauf du allerdings achten solltest ist, dass das Produkt deiner Wahl Alkohol nicht als primäre Zutat auflistet. Ein bisschen Alkohol ist zwar nötig für den antiseptischen Effekt, allerdings sorgt zu viel Alkohol dafür, dass deine Haut austrocknet. Bei einer Benutzung über einen längeren Zeitraum kann der Alkohol sogar für Falten sorgen.
 

Wenn du diese fünf Rasiertricks beachtest, kannst du dich auf ein Rasur-Erlebnis freuen, wie du es noch nie hattest. Außerdem kannst du sie später deinem Sohn mit auf den Weg geben, damit diese alte Tradition nicht ausstirbt.

 

Foto: Christopher Bissell / Getty Images

Guardians of the Galaxy Vol. 2 – Filmkritik & Trailer

Guardians of the Galaxy Vol. 2 – Die Story

Nur wenige Monate nach den ersten turbulenten Ereignissen im All sind Star Lord Peter Quill (Chris Pratt) und seine Freunde zu einer richtigen kleinen Familie geworden, die gemeinsam die entlegensten Winkel des Universums erkunden.

Gerade noch haben sie für das Volk der Sovereign ein riesiges Monster erlegt und sich dabei gleich noch mehr Ärger mit ihren Auftraggebern eingehandelt, da taucht plötzlich Ego (Kurt Russell) auf und gibt an, der lang vermisste Vater von Peter zu sein.

Gamora (Zoe Saldana) traut der ganzen Sache nicht, begleitet Peter aber, zusammen mit Drax (Dave Bautista), zu Egos Planeten, während Rocket (Bradley Cooper) und Groot (Vin Diesel) beim Schiff zurück bleiben.

Aber auch Yondu (Michael Rooker), der einst Peter von der Erde entführte, macht mit seinen Männern erneut Jagd auf die Guardians. Und ehe sich die fünf Freunde versehen, stecken sie schon wieder mitten im nächsten Abenteuer. Und es geht einmal mehr um nichts Geringeres, als die Galaxie zu retten.
 

 

Marvel Megahit Teil 2

Mit Guardians of the Galaxy Vol. 2 läuft nun der heiß ersehnte zweite Teil rund um das verrückte Weltenretter-Quintett in den Kinos. Regisseur James Gunn präsentiert uns dieses Mal einen der längsten und abgedrehtesten Marvel Superheldenfilm, der je den Weg in die Kinos gefunden hat.

Anspielungen, Easter Eggs und mehrere Post-Credit-Szenen beschreiben die Fülle des Films schon sehr gut. Deutlich mehr los, deutlich alberner und unglaubliche Schauwerte. Die Fortsetzung der Guardians Filmreihe kommt ein wenig daher, wie der kleine große Bruder von Teil eins auf LSD.

Die Figuren und Dialoge sind herrlich kurzweilig. Ironische, kitschige und ernste Momente geben sich die Hand und sorgen für eine abwechslungsreiche Unterhaltung. Lediglich die Handlung selbst muss, bei all dem was versucht wurde im Film unter zu bringen, etwas weichen und findet erst im hinteren Teil des Steifens mehr Beachtung.

Musikalisch ist der Film, ebenso wie sein Vorgänger, wohlgezielt mit passenden Songs aus den 80er Jahren unterlegt. Filmmusik, die eigentlich keine ist, hat selten so passend eine weitere Ebene für die unterlegten Szenen erzeugt.
 

Würdiger Nachfolger

Guardians of the Galaxy Vol. 2 erreicht in Sachen Storytelling zwar nicht ganz das Niveau des Vorgängers und dürfte so manchem Betrachter auch eine Spur zu albern geraten sein. Dafür macht der Film mit tollen Schauwerten und interessanten Charakteren, Easter Eggs und Überraschungsgästen wieder einiges wett. Für Fans auf jeden Fall ein Muss!
 

Guardians of the Galaxy Vol. 2 Kinoposter
Kinostart: 27. April 2017

 

Und hier geht’s zu unserer Filmkritik vom ersten Teil:

Guardians Of The Galaxy Kinokritik & Filmtrailer

 

Fotos: Walt Disney Germany

5 Dinge, mit denen Hollywood aufhören muss!

Hollywood kommt immer wieder mit neuen Tricks und Maschen daher, in der großen Hoffnung mehr Geld zu verdienen. Doch einige dieser Tricks sorgen leider nur dafür, dass das Filmerlebnis für uns zerstört wird. Deswegen zeigen wir dir heute fünf Marotten, die sich in Hollywood eingeschlichen haben und unbedingt aufhören müssen.
 

– 1 –
Filmtitel in unterschiedliche Teile aufteilen

Natürlich geht es hierbei nicht um Filme wie die „Herr der Ringe“-Teile, die insgesamt elf Stunden dauern. Die Rede ist beispielsweise von den letzten Teilen von Harry Potter oder Twilight. Hier wird der letzte Teil der Saga in zwei Filmen untergebracht. Uns als Kinobesucher ist übrigens klar, dass dies ein billiger Trick ist, um uns zwei Mal ins Kino zu locken. Außerdem führt das dazu, dass der erste Teil meist langatmig und nicht sehr actionreich daherkommt. Der zweite Teil zeigt dann den finalen Kampf und viel mehr passiert hier auch nicht. Mit diesem kleinen Trick schafft es Hollywood nicht nur, uns mehr Geld zu entlocken, sondern sie versauen uns vor allem auch noch das Ende einer tollen Filmreihe.
 

– 2 –
Riesige Produktionen an Indie-Regisseure geben

Nicht selten hat Hollywood in letzter Zeit große Blockbuster Franchise-Titel wie zum Beispiel Spiderman, Fant4stic 4 oder Jurassic World an Indie-Regisseure vergeben, die zuvor nur einen einzigen erfolgreichen Indie-Film gedreht haben. Colin Trevorrow beispielsweise produzierte seinen ersten Film „Journey of Love – Das wahre Abenteuer ist die Liebe“ mit einem Budget von 750.000 $. Sein zweiter Film war Jurassic World mit einem Budget von 150 Millionen $. Andere Beispiele hierfür sind Josh Trank und Marc Webb, diese beiden Indie-Regisseure bekamen ebenfalls die Chance, riesige Blockbuster-Titel als ihren zweiten großen Film zu produzieren. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass große Blockbuster-Titel heutzutage fast nur noch aus Special Effects bestehen und die Regisseure somit nicht mehr viel zu sagen haben.
 

– 3 –
Spoiler im Trailer

Warum denken die Leute, die hinter den Hollywood-Filmen stehen und für ihre Vermarktung zuständig sind eigentlich, dass wir alle wichtigen oder lustigen Szenen des Filmes schon im Trailer sehen wollen? Der Trailer des Filmes „Southpaw“ zeigt beispielsweise, dass eine Hauptperson stirbt. Im Trailer für den neusten „Terminator“-Film wird die Identität eines Terminators enthüllt, die erst spät im Film bekannt gegeben wird. Solche Beispiele gibt es natürlich zuhauf. Für uns gibt es für so ein Verhalten zwei Erklärungen: Entweder die Produzenten sind sich bewusst, dass der Film im Wesentlichen eher langweilig ist, weswegen sie alle guten Szenen schon in den Trailer packen, um den Film spannend aussehen zu lassen. Oder Hollywood ist der Meinung, dass Spannung und unvorhergesehene Handlungswechsel uns einfach nicht mehr interessieren. Bei uns ist das jedenfalls nicht der Fall.
 

– 4 –
Schummel-Trailer

Eine weitere Spezialität Hollywoods ist es, Dinge in Trailern zu zeigen, die so gar nicht im Film vorkommen. Dies führt dazu, dass man sich aufgrund eines gelungenen Trailers ins Kino setzt und dann zwei Stunden wartet, um festzustellen, dass die eine interessante Szene, deren Ausgang du sehen wolltest, nicht mal im Film enthalten ist. Auch hier ist der Film Fant4stic wieder ein super Beispiel, denn hier fehlt nicht nur eine Szene, die in den Trailern zu sehen war. Dabei handelt es sich unter anderem um das Ding, welches eine Militärbasis stürmt – darauf mussten wir im Film leider verzichten. Für diese Art von Trailern gibt es allerdings hunderte Beispiele, unter anderem auch den Trailer für „Avengers: Age of Ultron“, der einen epischen Monolog des Bösewichts verspricht, leider handelt es sich hierbei um ein leeres Versprechen.
 

– 5 –
Zu viel Spoiler durch Clips

Heutzutage reicht es nicht mehr, einen Trailer für einen kommenden Film zu veröffentlichen. Nein, man hat sogar das Gefühl, Hollywoods Devise ist je mehr Trailer und Clips, desto besser. Noch bevor der Film erscheint, dürfen wir uns fünf Trailer, acht Teaser und drei Kurzclips vom Film anschauen. Das sorgt dafür, dass man schon alle lustigen oder spannenden Szenen gesehen hat, noch bevor man überhaupt ins Kino geht. Und wenn mal etwas sehr Packendes, Interessantes im Trailer ist, kannst du dir nicht mal sicher sein, ob diese Szene auch so im Film vorhanden ist.

Hollywood, wir mögen deine Filme, doch wir haben ein paar Bitten an dich. Hör, auf alle guten Szenen schon in die Trailer zu packen, wenn die lustigen Szenen gerade mal so für den Trailer reichen, hast du wohl was falsch gemacht – und zwar den Film. Außerdem sind wir wirklich Freunde der Spannung, also verrate bitte nicht alles, was passiert, noch bevor wir überhaupt die Möglichkeit haben, den Film im Kino anzugucken.
 

Foto: David Wall Photo / Getty Images

Die besten Bluetooth In-Ear-Kopfhörer im Test

Kopfhörer sind wohl eines der beliebtesten Mittel zum Zeitvertreib. Warum auch nicht? Du kannst sie fast immer benutzen, ohne dass sie weitere Tätigkeiten behindern und mit dem richtigen Streaming-Dienst hast du Zugang zu scheinbar unendlich viel Musik. Egal ob beim Sport, auf dem Weg zur Arbeit oder einfach entspannt auf der Couch – Kopfhörer sind immer gut, um eigentlich monotone Abläufe ein wenig spannender zu machen.

Doch bei der Wahl des Kopfhörers gibt es einige Dinge zu beachten und die Kopfhörer-Präferenzen eines jeden Menschen sind unterschiedlich. Wir haben uns gefragt: Welche Kopfhörer sind denn nun die besten? Um diesen Vergleich ein wenig zu strukturieren, konzentrieren wir uns erstmal auf Bluetooth In-Ear-Kopfhörer und stellen dir diese im Vergleich vor.

Natürlich ist ein großer Vergleich von Kopfhörern etwas komplizierter, da jeder Mensch eine andere Ohrenform besitzt und unterschiedliche Musik mag. Diese hört sich durch das eine Paar Kopfhörer vielleicht sehr schön an, durch ein anderes Paar allerdings eher schlechter, auch wenn dieses zuvor bei anderen Musikrichtungen sehr überzeugend war. Um einen groben Überblick zu schaffen, haben wir eine Tabelle erstellt – hierbei ist zu beachten, dass die Skala von eins bis fünf reicht, wobei fünf das beste Ergebnis ist.
 

In-Ear Kopfhoerer Test

Wer führt die Tabelle an?

Bei unserem Vergleich fällt auf, dass die Jaybird Kopfhörer – vor allem die Freedom-Variante – und die Kopfhörer von Teufel am besten abschneiden. Denn in unseren getesteten Punkten hatten sie die Nase einfach vorne. Doch die Kopfhörer bieten noch andere nützliche Features, die eine extra Erwähnung verdienen. Die Jaybird Kopfhörer schneiden bei dem Sound-Test zum Beispiel mit Bestnote ab, da es hierzu noch eine App namens MySound gibt, mit der du die Klänge deines Kopfhörers nach Belieben verstellen kannst. Bei Bestellung der Jaybird Kopfhörer bekommst du viele Aufsätze für die Ohren mitgeliefert, damit du den passenden für deine Ohren raussuchen kannst. Deswegen gibt es auch für den Tragekomfort die Bestnote. Die Jaybirds untereinander unterscheiden sich marginal, die teurere Variante besitzt bloß ein stärkeres Bluetooth-Signal und einen besseren Schutz vor Schweiß und anderer Feuchtigkeit.
 

Teufel kann mithalten

Die Kopfhörer von Teufel stehen denen von Jaybird in nichts nach. Lediglich bei der Charakteristik scheinen die Jaybirds einen klareren Klang zu haben als die Teufel, auch wenn diese ebenfalls einen klaren Sound mit sich bringen. Diese Unterschiede sind aber sehr fein, weswegen man die Kopfhörer als fast gleichwertig betrachten kann. Keiner der getesteten Kopfhörer besitzt eine aktive Geräusch-Unterdrückung, doch wenn man die Kopfhörer von Teufel aufsetzt, hört man relativ wenig von der Außenwelt. Auch beim Tragekomfort ist die Variante von Teufel der von Jaybird ein kleines bisschen überlegen. Alles in allem kannst du also abwägen, welcher Punkt dir bei Kopfhörern wichtig ist und dann deine Wahl treffen.
 

Beats verliert den Vergleich

Klangtechnisch können die Beats zwar mit den Jaybirds mithalten, doch sie fühlen sich im direkten Vergleich einfach ein wenig schlechter an. Sie sitzen nicht so gut wie alle anderen getesteten Kopfhörer, was bei solchen Preisunterschieden eigentlich gar nicht der Fall sein kann. Außerdem hört man mit den Beats, wenn man die Musik nicht laut aufdreht, noch sehr viele störende Geräusche aus der näheren Umgebung. Ein leicht bassbetonter Klang muss übrigens nichts Schlechtes heißen – Leute, die gerne elektronische Musik mit starken Bässen hören, sollten sich darüber sogar freuen.
 

Die Standard-Kopfhörer – der Sieger der Herzen

Die getesteten Kopfhörer von Apple haben uns dann doch sehr überrascht, denn im direkten Vergleich scheinen sie gar nicht so schlecht zu sein. Bei den Kopfhörern handelt es sich natürlich nicht um Bluetooth-Kopfhörer, doch sie sind extrem weit verbreitet und stellen somit ein gutes Vergleichsprodukt dar. Natürlich verlieren sie bei vielen Aspekten gegen die anderen Kopfhörer, doch der enorme Preisunterschied verschafft den Standard-Kopfhörern einige Sympathiepunkte. Allerdings sollte man sich von diesen Tests auch nicht täuschen lassen. Die Standard-Kopfhörer von Apple halten oft nicht sehr lange und weisen sehr skurrile Fehler auf. Es scheint als wären hier nicht gerade die besten Einzelteile in ihnen verbaut.
 

Wenn du also viel Musik hörst und dir nicht ständig neue Kopfhörer holen möchtest, sondern mal etwas Haltbares von guter Qualität dein Eigen nennen willst, lohnt sich auf jeden Fall der Griff zu den Jaybirds. Vor allem das Hören beim Sport wird durch die Wireless-Kopfhörer angenehm unterstützt. Solltest du allerdings nur mal ab und an ein bisschen Musik hören, reichen die Standard-Varianten von Apple und Co. komplett.

 

Fotos: PR/Amazon

Unglaubliche Film-Vorhersagen, die tatsächlich wahr wurden

Unfassbar, aber wahr – viele Dinge, die in der Geschichte geschehen sind, wurden zuvor in Filmen prophezeit!

Hier wollen wir dir Hollywood Filme vorstellen, die unglaubliche Dinge vorhergesehen haben. Dabei handelt es sich natürlich nicht nur um Ereignisse, sondern auch um Produkte und ähnliches. Hättest du geglaubt, dass diese Film-Vorhersagen tatsächlich wahr werden?

The Man (1972)

» erster schwarzer Präsident der USA

Film-Vorhersagen

E-m@il für Dich (1998)

» Online Dating

Film-Vorhersagen

Das Netz (1995)

» Online Pizza bestellen

Film-Vorhersagen

Cable Guy – Die Nervensäge (1996)

» Smart TVs und online Gaming

Film-Vorhersagen

Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff (1982)

» Körperscanner an Flughäfen

Film-Vorhersagen

Vergiss mein nicht! (2004)

» Löschen von Teilen des Gedächtnisses

Film-Vorhersagen

Minority Report (2002)

» Gesichtserkennung & Personalisierte Werbung

Film-Vorhersagen

Die totale Erinnerung – Total Recall (1990)

» Autonom fahrende Autos

Film-Vorhersagen

Metropolis (1927)

» Androide (menschliche Roboter)

Film-Vorhersagen

Frau im Mond (1929)

» Raumfahrt

Film-Vorhersagen

Zurück in die Zukunft 2 (1989)

» Flat Screen TV, Kommunikation über Messenger

Film-Vorhersagen

Nummer 5 lebt! (1986)

» Roboter im Militär

Film-Vorhersagen

Network (1976)

» Den aktuellen Stand der Medien (Regenbogenpresse, Infotainment)

Film-Vorhersagen

WarGames – Kriegsspiele (1983)

» Hacken, Cyber-Krieg

Film-Vorhersagen

Blade Runner (1982)

» Digitale Werbetafeln

Film-Vorhersagen

Die Truman Show (1998)

» Reality TV

Film-Vorhersagen

1998 – Die vier Milliarden Dollar Show (1979)

» wirtschaftlicher Aufstieg Chinas, Zerfall USSR

Film-Vorhersagen

2001: Odyssee im Weltraum (1968)

» ISS, Weltall Tourismus, Siri, Tablets

Film-Vorhersagen

Star Trek: Der Film (1979)

» Bluetooth Headsets & Kopfhörer

Film-Vorhersagen

Super Mario Bros. (1993)

» Zerstörung der Twin Tower des World Trade Centers

Film-Vorhersagen

Matrix (1999)

» Genaues Datum des Anschlags am 11. September 2001

Film-Vorhersagen

Im Körper des Feindes (1997)

» Vollständige Gesichtstransplantation

Film-Vorhersagen

Terminator (1984)

» Augmented Reality

Film-Vorhersagen

Star Trek 3: Auf der Suche nach Mr. Spock (1984)

» Handys

Film-Vorhersagen

Fotos: Youtube Screenshots

Max Giesinger: „Ich steh total darauf, andauernd unterwegs zu sein.“

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Im Interview mit Max Giesinger sprachen wir über seinen Drang nach Rastlosigkeit und warum das mit der Liebe wie ein Glücksspiel ist.
 

„Der Junge, der rennt“ – so der Titel deines Albums. Bist du einfach nur rastlos oder läufst du vor irgendetwas weg?

Ich steh total darauf, andauernd unterwegs zu sein. Bin ich mal länger als drei, vier Tage zu Hause, fängt es langsam an zu kribbeln und ich muss wieder „on the road“. Ich bin momentan in einer Phase, in der ich gar nicht so richtig ankommen kann und will. Aber grade das finde ich sehr spannend.

Hast du deshalb auch ganz bewusst deine Konzerte und Live-Auftritte auf das ganze Jahr verteilt?

Ja! Für mich war es immer mein größter Traum, möglichst viele Konzerte vor so vielen Menschen wie nur möglich zu spielen. 2017 wird da schon der Hammer. Ich spiele 140 Konzerte vor insgesamt über eine Million Menschen. Im Schnitt bin ich so einmal im Monat zu Hause. Da muss man schon Bock auf diesen Lebensstil haben. Aber ich kann mir nichts Anderes vorstellen.
 

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Wo fühlst du dich Zuhause und wie findest du Entspannung?

In Hamburg und in Karlsruhe fühl ich mich zu gleichen Teilen zu Hause. Im Norden habe ich meine besten Freunde, mit denen ich schon seit Jahren auf Tour bin, und im Süden wohnt meine Familie. Wenn ich meine Mutter besuche und ich mich auf den Balkon in die Sonne setze und einfach ein bisschen die Füße hochlege, bringt das schon Einiges.

Deine dritte Single-Auskopplung ist gerade erschienen und heißt „Roulette“. Ist das Leben mit einem Roulette-Spiel zu vergleichen?

Ich würde sagen, dass 20 % des Lebens vom Glück des Einzelnen abhängig ist. Das Meiste hat man aber doch selbst in der Hand und man kann sein Glück mit Ausdauer und Durchhaltevermögen in eine bestimmte Richtung pushen. Hätte ich keine 40 Songs geschrieben, sondern nur 10, wären vielleicht nicht die 2–3 Songs dabei gewesen, die das Zeug zum großen Hit gehabt hätten.
 


 

Bist du risikofreudig?

Klar, ich hab schon mit 20 alles auf eine Karte gesetzt und wollte das mit meiner Musik durchziehen, ohne ein zweites Standbein nebenher aufzubauen.

Ist das mit der Liebe wie im Glücksspiel?

Die richtige Person für sich zu finden ist reinstes Glück. Natürlich hilft da, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und sich auch mal etwas zu trauen. Und wenn das dann mal läuft mit der Liebe, gehört einfach auch eine Portion Arbeit dazu, die Beziehung am Laufen zu halten. Da bringt Glück dann auch nichts mehr.

Wenn man unter 80 Millionen den oder die Richtige für sich findet – ist das dann Zufall oder Schicksal?

Ich glaube da schon auch ein bisschen ans Schicksal.

Hat dich eine Frau schon einmal schachmatt gesetzt?

Als Teenie habe ich relativ viele Körbe bekommen. Das hat mich damals fertig gemacht, weil meine ganzen anderen Kumpels immer mehr Glück mit den Frauen hatten. Im Nachhinein weiß ich, dass ich damals einfach noch nicht selbstbewusst genug war.
 

Max Giesinger
 

Hast du einen Lieblingssong auf deinem Album?

„Nicht so schnell“ – ich bin da wirklich sehr stolz auf die Komposition.

Würdest du eigentlich auch gerne mal wieder englischsprachige Songs singen und aufnehmen?

Nö. Das Thema ist durch. Ich hab das lange Zeit probiert und bin zum Schluss gekommen, dass ich in meiner Muttersprache singen will und ich niemals herausragende englische Texte liefern könnte.

Danke, Max.
 

Fotos: Klaus Sahm (farbig); Kai Marks (s/w)

Der 2017-er NISSAN GT-R – Upgrade für den Porsche-Killer

Wie schön war die Alleinherrschaft der Supersportler aus den Häusern Ferrari, Porsche, Lamborghini und Co. Deren Deluxe-Sportwagen waren und sind für Preise jenseits der 200.000 Euro-Marke zu erwerben. Doch diese Summen musste man damals zahlen, um einen reinrassigen Supersportler zu besitzen, um auf den Straßen die Nase vorn zu haben. Zumindest bis 2007. Denn da kam, wie aus dem Nichts, ein kleiner Japaner um die Ecke und zeigte, dass man für weniger als die Hälfte des Preises eines Porsches einen extremen Sportwagen an den Mann bringen kann. Schnell war der Mythos Nissan GT-R geboren. Ein Fahrzeug, welches in Performance, Geschwindigkeit und Leistung jedem seiner Konkurrenten das Fürchten lehren sollte. Und das für unter 100.000 Euro. Ein Hype war geboren.

Zehn Jahre ist es her, als Nissan mit dem GT-R an den Start ging. Die YouTube-Videos, in denen sich ein GT-R mit 911er, Ferraris und vielen anderen Luxus-Sportlern anlegt, gehören zu den meist gesehenen Videos für PS-Freunde. Und während man auf der Straße bei einem Porsche zweimal hinschauen muss, um zu sehen, welcher Elfer einem jetzt im Rückspiegel sitzt, weiß man beim GT-R schon immer: „Damit ist nicht zu spaßen.“

In der jüngsten Evolutionsstufe motzt Nissan den GT-R weiter auf. Allerdings bekommt der 2017er nicht nur eine steifere Karosseriestruktur und ein modifiziertes Fahrwerk, sondern ebenfalls eine Leistungssteigerung und ein komplett überarbeitetes Interieur. Doch eins nach dem anderen …
 

NISSAN GT-R 2017
 

Der neue Nissan GT-R, natürlich wieder allradbetrieben, verfügt über einen Twin-Turbo-Sechszylinder, welcher im Vergleich zum Vorgänger 20 PS mehr Leistung bringt. Bedeutet unterm Strich, dass das 3,8 Liter-Aggregat 570 PS und 637 Nm-Drehmoment entwickelt. Wie Nissan das geschafft hat? Ganz einfach: Variable Steuerung des Zündzeitpunkts in den einzelnen Zylindern, sowie zusätzliche Leistung für die Turbolader. Wer jetzt denkt „Moment, das kenne ich doch!“, der liegt an dieser Stelle richtig, denn diese Technik gab es zuvor nur beim Nissan GT-R NISMO. Alles zusammen macht den neuen GT-R bissiger und leistungsstärker denn je.

Auch karosserietechnisch hat sich der GT-R weiterentwickelt. Allerdings nicht, um dem GT-R einfach ein neues Design zu geben, sondern ausschließlich für bessere Effizienz und Aerodynamik. Die Front ziert ein deutlich größerer Kühlergrill als beim Vorgänger. Matt-Chrome „V-Motion“-Strebe sowie Netzstrukturgitter kommen der Beatmung des Motors wesentlich zu Gute. Für eine optimierte Fahrstabilität kommt eine neu gestaltete Motorhaube zum Einsatz. Ebenfalls neu sind Spoilerlippe und Stoßfänger, welche für besseren Abtrieb sorgen. Diese Verbesserungen sind hier nicht nur bei langsamen Geschwindigkeiten zu spüren, sondern auch und vor allem jenseits der 200 km/h Marke.

Ebenfalls neu sind ein Diffusor in Silber-Finish, neue Lufteinlässe und breitere Seitenschweller. Hierdurch macht der neue GT-R einen noch bulligeren und aggressiveren Eindruck. Geblieben hingegen sind die GT-R-bekannten vier runden Rückleuchten.
 

NISSAN GT-R 2017
 

Kommen wir zu dem, was man damals als „Manko“ sehen konnte: das Interieur.

Hier hatte der Ur-GT-R so seine Schwächen, denn Hochwertigkeit sah anders aus. Nicht, dass ein beledertes, optisch schön gestaltetes Cockpit zwingend einen Aufpreis von 100.000 Euro zum Konkurrenten rechtfertigen würde, aber es war doch dem ein oder anderen ein Dorn im Auge. Scheint so, als hätte Nissan diese Problematik auch erkannt und behoben. Der neue Nissan GT-R zeigt sich jetzt auch von Innen von seiner besten Seite.

Wer im neuen GT-R Platz nehmen darf und gleichzeitig den Vorgänger kennt, der wird bemerken, dass Nissan bei der Innenraumgestaltung das Niveau deutlich angehoben hat. Wertige Materialien wohin das Auge blickt. Gut, es ist nicht zwingend alles im Preis mit inbegriffen, aber man hat immerhin die Option zum Beispiel das Armaturenbrett mit Nappa-Leder beziehen zu lassen. Nissan selbst schreibt: „Kunstvoll von Meisterhand konfiguriert und vernäht, wirkt jedes Interieur fast wie ein Unikat.“

Die Mittelkonsole wurde merkbar verändert. Insgesamt macht es den GT-R somit übersichtlicher. Nicht zuletzt, weil auch die vielen Knöpfe von 27 auf elf reduziert wurden. Diese fehlen jetzt zwar optisch, jedoch wurden die Funktionen sozusagen in das integrierte Audio- und Navigationssystem gepackt. Der neue IT-Commander sorgt für weniger Ablenkung, da der 8-Zoll-Touchscreen nicht mehr zwingend benutzt werden muss. Was allerdings benutzt werden sollte (besonders für mehr sportliches Feeling) sind die Schaltwippen. Diese befinden sich nun nicht mehr an der Lenksäule, sondern praktischerweise direkt am Lenkrad. Bedeutet: Die Hände können am Lenkrad bleiben und die Gangwechsel gehen noch schneller von dannen als ohnehin schon.
 

NISSAN GT-R 2017
 

Getreu dem Motto „Augen auf und Ohren auch“ bekommt der neue GT-R erstmals eine Titan-Abgasanlage mit ventilgesteuerter Klappe, welche für sehr hohe Abgastemperaturen und eine „außergewöhnlich kraftvolle Resonanz“ ausgelegt ist. Durch zusätzliche Luftführungskanäle vor dem Schalldämpfer werden heiße Abgase schnell abgeführt. Etwas schade finden wir an dieser Stelle, dass die Lautstärke des Auspuffgeräuschs im Teillastbetrieb etwas zurückgenommen wurde. Bedeutet, dass der GT-R im Stadtverkehr ein Leisetreter sein wird. Zumindest solange, bis man das Gaspedal antippt, denn dann ist alles wieder chic.

 

Fotos: Presse Nissan