Roboter Hotel in Japan – Zukunft wird Realität

        Das „Henna Hoteru“ soll Mitte des Jahres in Japan eröffnen.    

Roboter sind mittlerweile in der Lage, fließend zu kommunizieren und komplexe Bewegungsabläufe zu absolvieren. Das macht sich ein Hotel-Manager nun zunutze und eröffnet das erste Roboter-Hotel der Welt.
 

Roboterdamen an der Rezeption

Ein Hotel, ganz ohne menschliche Mitarbeiter? Ermöglichen möchte dies ein japanischer Hotel-Manager, der für sein neues Hotel ausschließlich Roboter anstellen will. Diese sollen die Gäste begrüßen, die Zimmer reinigen und als Gepäckträger dienen. Damit Menschen aus aller Welt die Roboterdamen bewundern und mit ihnen kommunizieren können, sollen diese 19 verschiedene Sprachen beherrschen. Mimik und Verhalten gleichen laut Hersteller Kokoro denen eines Menschen.

Roboter benötigen natürlich Strom. Die Lösung hierfür: Kleine Aufladestationen im ganzen Gebäude, zu denen sich die Roboter selbstständig bewegen.
Wieder voller Energie, können die Roboterdamen dann zurück an die Arbeit und die unterschiedlichsten Aufgaben erledigen.

Entstehen soll das futuristische Hotel im Freizeitpark „Huis Ten Bosch“. Das „Henna Hoteru“, so der Name des Hotels, ist dabei weniger eine Attraktion für die Besucher des Parks, als viel mehr eine Möglichkeit, Personalkosten zu sparen. Zudem haben die Roboter eine Reihe weiterer Vorteile.

Roboter Hotel

 

Vor- und Nachteile der Roboter

Die Gründe für den Einsatz von Robotern liegen auf der Hand. So entstehen kaum Personalkosten, denn die weiblichen Androiden bestehen am Ende des Monats nicht auf ihren Gehaltscheck. Sie benötigen lediglich Strom, welcher durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ebenfalls kostengünstig produziert werden soll.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Roboter nie krank werden. Zwar müssen auch die Androiden gewartet werden, doch dafür können sie Tag und Nacht durcharbeiten. Zudem spart sich der Hotel-Manager teure Fortbildungen und Kosten für Dolmetscher. Ein einfaches Update reicht aus und sämtliche Roboter beherrschen neue Sprachen und Gestiken.

Natürlich hat es auch Nachteile, wenn Roboter als Angestellte fungieren. Wird das Hotel beispielsweise überfallen, oder benehmen sich Gäste „daneben”, können die weiblichen Androiden womöglich nicht angemessen reagieren. Doch auch dafür hat der Betreiber des „Henna Hoteru“ eine Lösung: Gesichtserkennung an jeder Türe. Wer ein Zimmer buchen will, muss sich vorher ablichten lassen und wird sich somit hüten, den Hotel-Bademantel einzustecken.

Roboter-Hotel

 

Roboter-Hotel in Deutschland?

Sollte das Roboter-Hotel ein Erfolg werden, plant der Manager auch in anderen Ländern „Smart-Hotels” zu eröffnen. Die ersten Export-Ziele dürften dabei die USA und China sein, denn in beiden Ländern floriert die Entwicklung von Androiden ebenfalls. Danach könnte es auch in Deutschland das erste Roboter-Hotel geben. Auf viel Komfort dürfen wir uns jedoch nicht einstellen, denn die Zimmer gleichen kleinen Containern und kommen ohne viel Luxus aus.

Die Entwicklung von Androiden schreitet weiter voran. Ist das „Henna Hoteru“ erst einmal eröffnet, wird man sehen, zu was Roboter im alltäglichen Leben wirklich im Stande sind. Schließlich beherrschen diese zwar grundlegende Dinge, können jedoch noch nicht individuell auf bestimmte Situationen reagieren. Dennoch ist das japanische Roboter-Hotel, nach seiner Eröffnung Mitte diesen Jahres, einen weiteren Blick wert.

Roboter Hotel

 

Fotos: Henna Hoteru PR

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