Gefahr aus der Tiefe – die gefährlichsten Unterwassergeschöpfe

           


Wir alle kennen einige bissige und giftige Vertreter der Meere. Ob Feuerkorallen, Rotfeuerfische oder Kugelfisch – nur ungern möchte man eine offene Konfrontation mit dem ein oder anderen dieser Lebewesen eingehen. Es gibt aber auch solche, die du unter gewissen Umständen niemals antreffen solltest.

 

Steinfisch

 
Steinfisch

Sie gehören zu den giftigsten Meeresfischen überhaupt. Das extrem schmerzhafte Gift im Rückenflossenstachel kann für jeden Menschen den Tod bedeuten. Sie leben im Roten Meer und dem tropischen Indopazifik. Ihren Namen verdanken sie eindeutig ihrem Aussehen, da Steinfische zwischen Geröllböden, Fels- und Korallenriffen vorkommen und sich ihr ganzes Leben lang als Stein tarnen. Die Symptome reichen von Bewusstseinsstörungen bis hin zu Wundinfektion und Lähmung.

 

Kofferfisch

 
Kofferfisch

Der kompakte und stumpfhörnige Kofferfisch ist ein Artverwandter des Kugelfischs und ist eher friedseliger Natur. Wegen seines markanten Aussehens ist er inzwischen ein beliebter Aquarienfisch. Doch ohne Handschuhe solltest du ihn nicht anfassen. Er würde umgehend konzentriertes Nervengift ausstoßen. Dieses führt bei vielen anderen Fischen zu Muskelversagen und dem sofortigen Tod. Unter uns Menschen besteht „nur“ bei Allergikern und unter bestimmten Gegebenheiten Lebensgefahr.

 

Säbelzahnschleimfische

 
Säbelzahnschleimfische

Diese niedlichen Vertreter der Unterwassertierwelt haben es in sich. Werden sie von Raubfischen verschluckt, beißen sie in deren Gaumen und werden wieder ausgespuckt. An ihrem Unterkiefer und somit an den Zähnen befindet sich ein ziemlich außergewöhnliches Gift. Es ist ein Giftcocktail aus Nervengift, Giftnuancen von Skorpiongift und Opioid-ähnliches Peptid. Mit anderen Worten: das Gift des Säbelzahnschleimfisches ist alles andere als ungefährlich, aber macht gleichzeitig auch ganz schön high. Opioid ist schmerzhemmend und wirkt wie Heroin oder Morphin. Ein freudiges Ertrinken also.

 

Seekobra

 
Seekobra

Seeschlangen sind mit Abstand die giftigsten Reptilien unter Wasser. Die Seekobra gehört zu den 56 Arten der Seeschlangen, die in jedem Ozean der Welt verbreitet sind. Sie gehört zur Gattung der Giftnattern, genau wie der Taipan, die Braunschlange und die Schwarzotter – ein Quartett der absolut giftigsten Tiere der Welt. 90 Prozent aller dokumentierten Seeschlangenbisse wurden dennoch als Unfall beim Fangen der armen Geschöpfe verbucht. Die Tiere ernähren sich ausschließlich von Fisch und können bis zu zwei Stunden und in 180 Meter Tiefe unter Wasser überleben.

 

Seewespe

 
Seewespe

Sie gehört zu den giftigsten Quallen der Welt, nämlich zu den 50 Arten der Würfelqualle und kommt in den tropischen und subtropischen Gewässern von Thailand vor. Sie sind aktive Räuber und ihr Nervengift kann einen Menschen innerhalb weniger Minuten durch Lähmung und resultierender Atemnot töten. Dennoch meiden sie Menschen und weichen ihnen sogar bewusst aus, da der Körper einer Qualle schließlich nicht sehr robust ist. Doch es passieren immer wieder Umfälle, bei denen ein abgetrennter Tentakel die Haut eines unschuldigen Opfers versehentlich berührt.

 

Skorpionfisch

 
Skorpionfisch

Ein sehr unangenehmer Zeitgenosse. Der mit 220 Arten vertretene Skopionfisch hat seinen Namen nicht zufällig erworben. Er ist dennoch eher der genüssliche Jäger und reißt einfach sein Maul auf, wenn Beute vorbeigeschwommen kommt. Das Gift ist ein Gemisch aus verschiedenen Eiweißen. Die Folgen sind fallender Blutdruck, in den Lungen sammelt sich Wasser, Muskelkrämpfe entstehen, Schwellungen, Schmerzen. Kurz: Der Skorpionfisch ist kein Fisch zum Schmusen. Eindrucksvoll sieht er aber allemal aus.

 

Blaugeringelte Kraken

 
Blaugeringelte-Kraken

Der kleine, mit blauen Ringen besetzte Oktopus ist eines der giftigsten Lebewesen auf unserem Planeten. Er lebt in bis zu 50 Metern Tiefe, jagt aber auch gerne Krebse im flachen Wasser. Seine charakteristischen blauen Kreise leuchten, wenn er sich bedroht fühlt. Würde er einen Menschen beißen, hat das Opfer dennoch eine gute Überlebenschance. Nach Sprachstörung und Übelkeit tritt eine bis zu zwölf Stunden lang andauernde Lähmung ein. Es gibt kein Gegengift, allerdings kann eine konstante Beatmung dem Opfer das Leben retten.

 

Chimären

 
Chimären

Die Chimären besitzen viele Namen, wie z.B. Seekatzen, Seedrachen oder Geisterhaie. Sie gehören mit den Rochen und Haien zu den drei großen Gattungen der Knorpelfische. Knorpelfische sind prädestiniert für ihre giftigen Drüsen und Stacheln. Es gibt 50 Arten der Chimären. Zu ihrem faszinierenden Erscheinungsbild besitzen sie einen Giftstachel. Das Gift ist für den Menschen nicht sehr gefährlich, der Stich verursacht jedoch starke Schmerzen. Viel mehr passiert auch nicht. Die Seekatze war einfach zu niedlich, um sie hier nicht zu nennen.

 

Pärchenegel

 
Pärchenegel

Faszinierende Saugwürmer, die als einzige ihres Stammes getrennte Geschlechter vertreten. Die weiblichen Egel klammern an den männlichen. So durchforsten sie gemeinsam die Blutgefäße rund um den Bauch des Wirtes. Hier legt das Weibchen auch seine Eier, die über einen natürlichen Prozess wieder ausgeschieden werden und so Gewässer verseuchen. Ein echt gemeines Tierchen, das rund 700 Millionen Menschen mit einer Bilharziose bedroht. Die Bilharziose ist eine durch die Pärchenegel hervorgerufene Tropenerkrankung, deren Symptome ein allergischer Hautausschlag, Fieber, Husten, Schüttelfrost und Kopfschmerzen sind. Die 83 bekannten Arten der Pärchenegel kommen im verseuchten Wasser von Süd- und Zentralamerika, Zentralafrika, Ostasien, Orient, Südostasien und Indien vor.

 

Südamerikanische Canero

 
Südamerikanische-Canero

Der Harnröhrenwels oder auch Penisfisch genannt eilt seinem Namen im wahrsten Sinne voraus. Denn schlüpft er erst einmal in die Hahnröhre, ist es zu spät, ihn noch beim Namen rufen zu müssen. Der am Amazonas und Orinokobecken vorkommende Süßwasserfisch schwimmt eigentlich zwischen die Kiemen seiner Opfer und beißt sich dort fest, um sich von dessen Blut zu ernähren. Doch schon den Ureinwohnern des Amazonas ist der Canero ein Fisch im Penis, da er über die Harnröhre bis hin zur Hahnblase bei Mann und Frau eindringt. Dies soll ein sehr schmerzhaftes Unterfangen sein. Die Amazonas-Indianer stellen in solchen Fällen eine Mixtur aus Xyguy-Planze und Buitach-Apfel her und geben es in die betroffene Öffnung. Dieser Trank ist jedoch so giftig, dass nicht nur der Fisch, sondern auch der betroffene Mensch um sein Leben fürchten muss.

 

Barrakudas

 
Barrakudas

Sie werden gefürchtet wie Haie: Barrakudas sind hechtartige Schwarmfische. Es gibt 27 Gattungen, die in den tropischen und subtropischen Gebieten des Indischen Ozeans, Atlantiks und Pazifiks leben. Menschen stehen selbst bei großen Schwärmen nicht auf der Speiseliste. Trägt man jedoch etwas Blinkendes an sich, fühlen sie sich angezogen und gehen zum Angriff über. Das Gefecht mit einem Barrakuda ist von sehr kurzer Dauer, da sie nur einmal zubeißen und sich dann wieder verziehen. Die hinterlassene Wunde verursacht allerdings eine so starke Blutung, dass die betroffene Person durch Ausblutung im Wasser stark gefährdet ist.

 

Fotos: Photo2222 at English Wikipedia – Transferred from en.wikipedia to Commons., Public Domain, Link; Drow maleOwn work, CC BY-SA 4.0, Link; Jenny (JennyHuang) from TaipeiFlickr, CC BY 2.0, Link; jon hanson on flickr. – http://www.flickr.com/photos/jonhanson/90795890/, CC BY-SA 2.0, Link; Guido Gautsch, Melbourne, Australia – http://www.flickr.com/photos/65578066@N00/1285937237/, CC BY-SA 2.0, Link; The original uploader was Elapied at French Wikipedia – Transferred from fr.wikipedia to Commons., CC BY-SA 2.0 fr, Link; Sylke Rohrlach at German Wikipedia, CC BY-SA 3.0, Link; Clark Anderson/Aquaimages – http://en.wikipedia.org/wiki/Image:2537_aquaimages.jpg, CC BY-SA 2.5, Link; Photo Credit:Content Providers(s): CDC – This media comes from the Centers for Disease Control and Prevention’s Public Health Image Library (PHIL), with identification number #5252.Note: Not all PHIL images are public domain; be sure to check copyright status and credit authors and content providers.English | Slovenščina | +/−, Public Domain, Link; Francis de Laporte de Castelnau – Français : Expédition dans les parties centrales de l’Amérique du Sud, de Rio de Janeiro à Lima et de Lima au Para sous direction du Comte Francis de Castelnau, 1856 (exemplaire de bibliothèque patrimoniale de Gray, France), Public Domain, Link; Public Domain, Link; Barcroft Media / Kontributor / Getty Images



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