Zoomania – Filmkritik & Trailer

        Zoomania Filmkritik    

Zoomania – Die Story

Die kleine Häsin Judy (dt. Josefine Preuß) hat einen Traum, sie will Polizistin werden. Bisher wurde zwar noch nie ein Hase in Zoomania Polizist, doch davon lässt sich Judy nicht abschrecken und setzt alles daran, dass ihr Traum wahr wird. Und endlich kann sie, sogar als Jahrgangsbeste, die Polizeischule abschließen und ihre alte Heimat Nageria verlassen, um ihren Posten in Zoomania anzutreten.

Als sie jedoch als frischgebackene Polizistin in der Großstadt eintrifft, muss sie feststellen, dass nicht alles was zuvor noch so toll erschien auch wirklich so großartig ist. Direkt in den ersten Tagen darf sie nur Strafzettel verteilen, während ihre Kollegen auf die schweren Fälle um 14 unter mysteriösen Umständen verschwundene Raubtiere angesetzt werden.

Doch Judy lässt nicht locker und so stolpert sie erst über den listigen Betrüger-Fuchs Nick Wilde (dt. Florian Halm), ärgert sich mit einem Dieb herum und bekommt letzendlich selbst einen Fall, der mit dem Verschwinden eines der Tiere zu tun hat. Doch bei ihren ersten Recherchen stellt sie fest, dass sie auf die Hilfe des nicht unbedingt vertrauenswürdig erscheinenden Fuchs Nick angewiesen ist. Nachdem sie ihn, dank eines sehr überzeugenden Tricks, zur Mithilfe bewegen kann, rauft sich das ungleiche Paar zusammen, um dem Verschwinden auf den Grund zu gehen. Dabei geraten sie in eine ganz große Sache hinein.

 

 

Wo sich Fuchs und Hase nicht nur gute Nacht sagen

Disney beweist mit ZOOMANIA einmal mehr, dass sie das Genre Trickfilm wie kaum ein anderes Studio beherrschen. Zudem zeigt der Film, dass sich lustige Unterhaltung und aktuelle gesellschaftliche Themen durchaus zu einer gelungenen Erzählung kombinieren lassen.

Die Geschichte um Häsin Judy und Fuchs Nick ist sogar mit so viel Symbolik und Tiefgang versehen, dass man im Vorfeld nicht zu Unrecht die Befürchtung hätte haben können, die Leichtigkeit könne dem Film dabei abhanden kommen. Aber gerade das Gegenteil ist der Fall. Die liebevoll erdachten Charaktere, die klevere Entwicklung der Handlung, die lustigen Einlagen und nicht zuletzt die detailreiche und schön gestaltete Optik tragen dazu bei, dass der Film, trotz anspruchsvollen Momenten und zum Nachdenken animierenden Ereignissen, leicht wie eine Feder daherkommt und Jung und Alt bestens unterhalten kann.

Wenn dabei die Themen Vorurteile gegenüber Andersartigen, natürliche Feinde werden Freunde und nicht alles ist so wie es scheint, behandelt und auf den Punkt gebracht werden, ist das nicht mehr nur lustiges Unterhaltungskino, sondern ein wichtiger Beitrag zur aktuellen politischen Debatte.

Neben der starken Geschichte sind es auch die tollen Charaktere und ihre Sprecher, die dem Film das Leben einhauchen. In der deutschen Version leihen, mit Josefine Preuß und Florian Halm, zwei erfahrene Schauspieler und Synchronsprecher den beiden Hauptpersonen Nick und Judy die Stimmen. Das ist ebenso gelungen besetzt wie z.B. die Nebencharaktere, Faultier Flash mit Rüdiger Hoffmann, oder Youtuber Davis Schulz und Cartoonist Ralph Ruthe als lärmende Nachbarn Kudu und Oryx Radaumacher.

Daneben ist die bereits erwähnte Optik des Films, die auch sehr angenehmes und gelungenes 3D bietet, ein weiteres großes Plus, das in vielen Momenten nicht nur die Kinder zum Staunen bringen dürfte.

Abgerundet wird das ganze Paket mit einem fetzigen Soundtrack, der von Michael Giacchino komponiert wurde, der bereits für „Oben“ den Oscar bekam. Außerdem steuert Shakira mit Try Everything einen Song bei, den sie auch selbst mit einem Charakter im Film performt.

Einziger Negativpunkt des Films (wenn man ihn denn als solchen sehen will): Wer aufmerksam den Film verfolgt und die klassischen Muster eines Films im Hinterkopf hat, wird recht früh wissen, wie die Auflösung der ganzen Geschichte ist.

 

Tierisch gut!

Mit ZOOMANIA hat Disney einen Film abgeliefert der durch und durch rund ist. Hier kommen nicht nur Kinder, sondern auch die Eltern auf ihre Kosten, alleine schon durch die Gags, die die Kleinen gar nicht wahrnehmen werden. Wer also nicht gerade das amerikanische Popkorn-Kino komplett verachtet und nur Arthouse Filme ansieht, der dürfte sich in der Vorstellung von ZOOMANIA durchaus wohlfühlen.

 

Zoomania Filmplakat
Kinostart: 3. März 2016

 

Fotos: © Walt Disney Germany



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