Alien: Covenant – Filmkritik & Trailer

        Alien: Covenant Filmkritik    

Alien: Covenant – Die Story

Die Crew der Covenant, einem Kolonieschiff, wird unsanft aus dem Kälteschlaf gerissen, als ein Ionensturm das Schiff schwer beschädigt. Bei dem Unfall wird der Captain des Schiffes getötet und so fällt das Kommando seinem Nachfolger Christopher Oram (Billy Crudup) zu.

Bei den Reperaturarbeiten außerhalb des Schiffs empfängt die Crew auf einmal stark gestörte Funksignale, die sich alsbald als menschlichen Ursprungs herausstellen und von einem nahegelegenen Planeten kommen, der sich überraschenderweise auch zur Kolonialisierung zu eignen scheint.

Während Oram und die restliche Crew den Planeten erkunden wollen, meldet Terraforming-Expertin Daniels (Katherine Waterston) Bedenken an. Doch Oram wischt ihre Bedenken beiseite und so macht sich ein Teil der Crew, darunter Daniels, Android Walter (Michael Fassbender) und Captain Oram auf, den Planeten zu erkunden. Nichtsahnend, welche Gefahr dort auf sie lauert.

 

 

Wagners Op(f)er

Bildgewaltig kommt er daher, der Nachfolger von Prometheus. Denn es ist die Optik, die in erster Linie beeindruckt. Gerade der Planet, mit all seiner Natur und den Gebäuden, ist stark in Szene gesetzt. Sets, Naturaufnahmen und Tricktechnik wirken hierbei richtig gut und bescheren dem Betrachter ein schönes Seherlebnis.

Die Geschichte selbst hingegen ist, mehr oder weniger, eine Interpretation von Richard Wagners Rheingold und gerät damit allzu oft pathetisch und, für einen Alien Film, doch sehr schwerfällig. In Anbetracht der Funktion des Films, Prometheus mit dem klassischen Alienfilm zu verbinden, aber nicht zwingend überraschend, nimmt er sich doch die Zutaten aus zwei verschiedenen Ideenansätzen und kombiniert diese.

Wer aber den beengenden Horror vom originalen Alien-Film erwartet, wird bei Alien: Covenant definitiv enttäuscht. Hier gibt es zwar gute Schreckmomente und starke Alien-Action, aber alles deutlich offensiver, anstatt überraschend und in lauernder Attentäter-Manier.

Ebenso kommt die Logik im Verlauf der Handlung gerne zu kurz, so dass sich einige Szenen nur um der Szene Willen ereignen und nicht zwingend Sinn ergeben. Gleiches gilt generell für vieles, was das Team rund um Michael Fassbender tut.

 

Der Prometheus-Alien Hybrid

Alien: Covenant hat eindeutig ein Problem. Das (vermeintlich) Beste aus zwei Welten muss nicht auch automatisch in der Kombination das Beste ergeben. So vermisst der Alien-Fan das „echte“ Alien-Film-Feeling und dem Prometheus-Anhänger ist es vielleicht schon zu viel. Wer weder zum einen, noch zum anderen Lager tendiert und dadurch keine entsprechenden Erwartungen hat, erhält einen etwas dick auftragenden Film, der nicht immer Sinn ergibt, aber schön anzusehen ist.

 

Alien: Covenant
Kinostart: 18. Mai 2017

Einen besseren Tag hatten:

Der geilste Tag – Filmkritik & Trailer

 

Fotos: 20th Century Fox Deutschland



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