Ajoure Blog Seite 186

So funktionieren Smartphones mit Dual Sim


Wenn du schon mal ein Handy mit mehreren Sim-Karten benutzt hast, weißt du, wie nervig es ist, diese ständig auszutauschen. Ganz zu schweigen von der Suche nach der Büroklammer, um den SIM-Kartenslot aufzubekommen, weil das dazugehörige Tool mal wieder wie vom Erdboden verschluckt ist. Mit Dual Sim gehören diese Probleme der Vergangenheit an.

 
Verzage nicht, Technikgeplagter, denn die Industrie eilt bereits zur Rettung. Dual-SIM heißt die Lösung deiner Probleme, ist bereits in so einigen Smartphones verbaut und erleichtert das Leben vieler Menschen. Das Prinzip ist ganz leicht: Du steckst beide SIM-Karten ins Smartphone und kannst dann während des Betriebs zwischen den Karten hin- und herswitchen.

 

Klingt geil, ist auch so.

Die Dual-SIM-Funktion sorgt außerdem nicht nur dafür, dass du dir den SIM-Karten-Wechsel ersparst, sondern auch für zwei getrennte Kontaktlisten. Das ist besonders hilfreich, wenn du zwischen privaten und geschäftlichen Kontakten unterscheiden willst. Gezielte Provider-Nutzung gehört für dich ab jetzt auch zum Alltag. Denn die zwei SIM-Karten musst du dir nicht vom selben Anbieter holen. Besorge dir einfach je eine für die Netze, welche am verbreitetsten unter deinen Freunden oder Arbeitskollegen sind.

Wie lange hält dein Handyakku?

Diese Smartphones haben den besten Akku

 

Auf was muss ich achten?

Es gibt zwei Varianten von Dual-SIM-Handys. Die erste ist die „Dual-SIM-Standby/Dual-SIM-Dual-Standby“, bei der beide SIM-Karten über die selbe Sende-Empfangseinheit betrieben werden. Rufst du also jemanden über eine Karte an, empfängt die andere nichts mehr. Die zweite Variante ist „Dual-SIM-Active/Dual-SIM-Dual-Active/Dual-SIM-Full-Active“, bei der zwei unterschiedliche Sende-Empfangseinheiten verbaut sind. Somit kannst du auf beiden SIM-Karten theoretisch gleichzeitig telefonieren. Die einzige Limitation hierbei besteht darin, dass du mit deiner SIM-Karte nicht deine eigene zweite SIM-Karte anrufen kannst.

Wenn du also das nächste Mal zwei iPhones kaufst, um alles organisiert zu halten, denk daran, dass es schon seit längerer Zeit bessere Alternativen gibt, um deine Kontaktdaten sauber zu trennen. Mit je einem Handy in einer Hand und das damit verbundene Multitasking liegt nun mal nicht jedem.

 
Das Smartphone des Jahres 2017

Das beste Smartphone des Jahres


Foto: Bloomberg / Kontributor / Getty Images

5 Pflegefehler, die Männer häufig machen


Es ist weithin legitimiert, besser gesagt erwünscht, dass sich auch Männer ausreichend pflegen. Dennoch unterschätzen viele Männer den angemessenen Aufwand oder scheitern an Faulheit. Wir haben fünf Bereiche unter die Lupe genommen, bei denen die meisten Männer viel zu nachlässig sind und nur die Spitze des Eisbergs sehen.

 

Die Achillessehne – das Kinn

Ein Männergesicht muss Ecken und Kanten haben. Solange er weiß, wie es eine Frau zu küssen gilt, können sogar Schiffe an seinem Kinn zerschellen. Aber selbst das Kinn des Kriegsgottes Ares muss gepflegt sein und dafür sollte er nicht die Gesichtscreme seiner Frau Lysandra benutzen. Denn nur, weil wir einer Rasse angehören, bedeutet es nicht, dass Männer und Frauen die gleichen Hauteigenschaften haben (mal davon abgesehen, dass Lysandra eine Sterbliche war). Wer sich in diesem Gebiet nicht auskennt, kein Problem: Ein zehnminütiges Gespräch mit einem Apotheker oder einem Fachverkäufer für Kosmetik, der beraten und mit Produkten aushelfen kann, sollte genügen.

 

Dreads in Nase und Ohren

Odin – Göttervater, Wikinger und Meet-Säufer. Doch hast du gewusst, dass seine Frau Frigg, nebenbei Schutzherrin für Ehe und Mutterschaft, Odin zweimal die Woche zum Friseur geschickt hat? Nicht für Bart und Haar, sondern wegen seiner Nasen-, Ohren- und Rückenhaare, sowie denen zwischen seinen Augenbrauen. Es ist (leider) ein Irrglauben, nur Frisur und Bart in Schuss halten zu müssen.

 

Falsch geduscht

Natürlich gibt es auch beim Baden und Duschen Optimierungspotential. Leider wirst du nicht zu einem unwiderstehlichen Schokoladenmann, wenn du Axe Dark Temptation benutzt. Was du brauchst, sind 500 Eselstuten. Zumindest hatte Poppaea, die zweite Frau von König Nero, eine so große Zucht, nur um in Eselmilch baden zu können. Wie dem auch sei, die Wahl des Shampoos ist wichtig. Es ist leicht, beim Kauf an koreanischen Kriegsherren, Engel und Schokoladenmänner als Grundlage zu denken. Doch es gibt hundertprozentig auch bessere Shampoos für deine Haare, die dir ein Fachverkäufer empfehlen kann.

 

Nicht ins Bett mit Eau de Toilette

Schon in den frühsten Aufzeichnungen aus dem Jahr 7000 v. Chr. stand: Du sollst dich nicht eindieseln. Tatsächlich haben die Menschen schon so früh erkannt, dass wohlriechende Düfte bei Verbrennung entstehen und so fingen sie an, Kräuter und Hölzer in ihren Tempeln zu verbrennen. Der Ursprung des Parfüms. Doch bei zu viel Eau de Toilette oder Deodorant stößt man gerade Menschen mit einem sensiblen Geruchsinn vor die Nase. Darum lieber ein Eau de Cologne nutzen und es bei zwei Spritzern unter den Achseln belassen.

 

Fingernägel des Verderbens

Ob schmutzig, zu lang, verfärbt oder abgekaut – ungepflegte Fingernägel machen einfach keinen schönen Eindruck. Unterbewusst ist uns nämlich die körperliche Gesundheit anderer Menschen sehr wichtig. Denn nur gesunde Menschen bergen kein Risiko gegenüber unserem Selbsterhaltungs- und Fortpflanzungstrieb. Viele Krankheiten, oder auch Mineralienmangel, machen sich häufig erst über die Nägel bemerkbar, dass mit dem Organismus nicht alles in Ordnung ist. Auch wenn dem einen oder anderen nun ein Licht aufgeht, ist das Wissen darum schon bei jedem Menschen als Instinkt vorhanden. Deshalb solltest du immer auch auf deine Fingernägel achten, denn sie präsentieren deine Gesundheit und auch körperliche Pflege. Zwei sehr anerkannte Attribute.


Foto: Paul Morigi / Freier Fotograf / Getty images

8 Angewohnheiten, die nach dem Essen schlecht sind


Nach dem Essen hat jeder Mensch eine Angewohnheit, die er am liebsten tut. Nur leider sind diese in den meisten Fällen eher kontraproduktiv für den Magen und das Wohlbefinden. Diese Fakten treffen aber nicht auf alle Menschen zu.

 

Tee trinken

Tee trinken ist sehr gesund, dennoch enthält eine Tasse Tee genug Gerbsäure, um sich mit dem im Essen enthaltenen Eisen und Proteinen zu verbinden, sodass diese nicht mehr aufgenommen werden können. Eisen wird vom Körper benötigt, um rote Blutkörperchen herstellen zu können. Mangelt es an diesen, bekommst du eine blasse Haut, kalte Glieder, brüchige Nägel, du leidest an Appetitlosigkeit und Müdigkeit und bekommst zudem auch Schmerzen in der Brust.

 

Nickerchen

Wenn der Magen nach der Mahlzeit arbeitet, kostet es den manchen Menschen so viel Energie, dass sie sich am liebsten für ein Mittagsschläfchen hinlegen würden. Es ist nicht wirklich ungesund, aber in der Liegeposition fällt es dem Körper schwerer zu verdauen und Nährstoffe gehen flöten. Zusätzlich führt das manchmal zu Sodbrennen, da die Magensäure in die Speiseröhre geraten kann.

 

Duschen

Duschen ist generell gut, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Das Blut rauscht durch alle Adern und Glieder, nur dein Magen kommt dabei zu kurz. Wenn das nötige Blut und somit die Energie bei der Verdauung nicht zu tragen kommt, kann das Blähungen, Völlegefühl und Bauchschmerzen zur Folge haben.

 

Obst essen

Es bedarf bestimme Enzyme, um Obst zu verdauen, die bei einer normalen Mahlzeit nicht eingesetzt werden. Außerdem benötigt der Magen mehr Zeit, um die Zuckerstoffe zu verdauen. Somit schmeckt dir zwar dein Nachtisch, ist aber weniger gesund, da das Obst unnötig lange mit der restlichen Mahlzeit im Magen bleibt und die Nährstoffe zersetzt werden. Als Folgen solch einer erschwerten Verdauung können Magenverstimmungen, Blähungen und sogar Übelkeit auftreten.


Weiterlesen: Morgenübelkeit – das sind die Ursachen


 

Sport

Es ist eine schlechte Idee, Kalorien gleich verbrennen zu wollen. Warte 30 Minuten bis nach dem Essen und starte erst dann mit einem lockeren Training, um keine Magenverstimmung oder Übelkeit zu bekommen. Das Gleiche gilt auch für Schwimmer. Dennoch kommt es auch hier immer auf den Menschen an.

 

Wasser trinken

Zumindest sollte das Wasser nicht kalt sein, da dies der Verdauung ebenfalls ein Bein stellen kann. Nicht nur die Umwandlung der Nährstoffe wird erschwert, sondern auch die Trennung der Reststoffe.

 

Rauchen

Die leckere Zigarette nach einem deftigen Essen schadet Lunge, Herz und Gefäßen nach dem Essen ungemein. Da sich das Nikotin mit dem Sauerstoff verbindet, welcher gerade für die Verdauung sehr wichtig ist, fördert dies die Aufnahme der krebserregenden Stoffe mehr als sonst.

 

Zähne putzen

Gleich nach dem Essen die Zähne zu putzen, ist nicht besonders ratsam. Viele Lebensmittel geben Säuren ab, die sich auf dem Zahnschmelz absetzen. Diese Säuren werden normalerweise im Laufe des Tages vom Speichel abgespült. Putzt du unmittelbar nach dem Essen deine Zähne, werden sie von den Borsten in Kombination mit den Säuren angegriffen.

Hilfe, Zucker! Ein ganz normaler Alltag macht uns krank

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Foto: Sean Gallup / Staff / Getty Images

Zum Wegschmeißen! Diesen Facebook-Profilen solltest du folgen


Facebook benutzt du doch sowieso jeden Tag. Da kann es nicht schaden, neben den tausenden „Hab dich ganz doll lieb, Mausi“-Kommentaren auch mal was zum Lachen zu haben. Wir haben deshalb einige der besten Comedy- und Satireseiten für dich auf Facebook rausgesucht. Sei gefasst auf die untere Schublade des Humors.

 

1. Der schäbige Knecht

derschaebigeknecht

Wenn du auf richtig schäbige Wortspiele stehst und dir wirklich kein gephotoshoptes Bild zu schlecht sein kann, solltest du dem Knecht mal einen Besuch abstatten. Die Seite erfreut sich zwar noch keiner allzu großen Popularität, hat aber ein witziges Grundkonzept, auch wenn es etwas schäbig rüberkommt.
#knechtupyourlife

 

2. BWL Justus

BWLJustus

Ach, was haben Vater und ich neulich erst wieder gelacht, denn anders als andere Facebook-Seiten macht sich der „BWL Justus“ nicht viel aus Geld – abgesehen von einem gemütlichen Kaminfeuer zum Herbstbeginn. Humor aus der Oberklasse ist angesagt. Wenn dir die Seite nicht gut genug ist, dann kauf sie doch einfach. Mit fast einer halben Millionen Fans hat Justus den finanziellen Durchbruch auch ohne Vaters Hilfe bereits jetzt schon geschafft.
Zur Oberschicht.

 

3. Tattoofrei

Tattoofrei

Genau wie jeder andere weißt bestimmt auch du, dass alle Tätowierten kriminell und alle Kriminellen auch tätowiert sind. Diese und viele weitere Lebensweisheiten werden dir auf „Tattoofrei – Es ist schön, keine Tattoos zu haben“ mit auf den Weg gegeben. Das Motto der Seite: Weil reine Haut reinhaut. Wir erheben unser Erdbeermilchglas auf den Reiner.
Nur für Reinhäuter.

 

4. Klassik Memes

KlassikMemes

Wenn du es eher klassisch magst, bist du hier richtig. „Klassik Memes“ baut alte Gemälde in den heutigen Humor ein und das Ergebnis ist einfach fabelhaft. Ein echter Klassiker sozusagen. Die mitunter überspitzt gemalten Kunstwerke passen nur zu gut auf heutige Memes und werden sicher auch dich amüsieren.
Und ich bat, den Link zu klicken.

 

5. Kundendienst

Kundendienst

Dieser verdammte Kundendienst. Nie wird eine Anfrage richtig und mit Herz bearbeitet.
Diese Tage gehören mit der Facebook-Seite „Kundendienst“ der Vergangenheit an. Das selbsternannte Mädchen für alles spielt aber nicht nur für irgendein Unternehmen den Kundendienst, sondern gleich für alle auf einmal. Wenn du Glück, oder in diesem Fall Pech hast, wirst du selber vielleicht mal beraten, falls du mit einem Produkt unzufrieden bist.
Ich hoffe, wir konnten Ihnen weiterhelfen.

 

6. Der Postillon

Postillon

Der Botenjunge unseres Vertrauens. Von wem hättest du sonst erfahren sollen, dass die Hamburger Polizei auch mal gerne Atomraketen zum Aufstände-Niederschlagen auffährt? Echte News mit echten Geschichten stehen hier auf dem Tagesplan. Deine Timeline auf Facebook war nie informativer.
Schlagzeile!

 
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Fotos: Ben Hider / Kontributor / Getty Images; Der schäbige Knecht, BWL – Justus, Tattoofrei, Klassik Memes, Kundendienst, Der Postillon / Facebook

Tesla macht jetzt in Musikstreaming


Im Sommer ist es endlich soweit: Der neue Tesla Model 3 kommt auf den Massenmarkt. Selbstverständlich laufen die Vorbereitungen mit aller Anstrengung, denn der Elektroauto-Pionier will sich schließlich nicht lumpen lassen. Trotzdem wird auch fleißig in anderen Bereichen weitergearbeitet. So will das Unternehmen seinen eigenes Musikstreaming in die Elektrokarossen integrieren lassen.

Der Autobauer „Tesla“ verhandelt bereits mit allen großen Labels, um einen Musikstreaming-Dienst für ihre High-End-Autos zu launchen. Dieser soll allerdings exklusiv den Kunden der Firma vorbehalten sein, du musst dir also einen Tesla anschaffen, um in den Genuss von Elon Musks Playlists zu gelangen. Dabei sind mehrere Varianten der Umsetzung möglich – sowohl ein Webradio, als auch ein Dienst ganz wie im Sinne von Spotify oder Apple Music.

Bisher hatte sich die Firma ausschließlich auf den Autobau fokussiert. Nun aber wird der Musikmarkt unsicher gemacht. Da die Gefährte Internetzugang haben, kommt ein hauseigenes Radio da nur recht für Kunden, die eine Sound Experience extra zu ihrem 100.000 €-Auto erfahren wollen. Denn das Fahrerlebnis könnte schon bald durch den Fahrassistenten abgelöst werden.

Musikstreaming Innenraum

Die Firma will die Benutzererfahrung optimieren und den Käufern die Möglichkeit geben, egal welche Musik und egal von welcher Plattform zu hören. Die Musiklabel sind überhaupt nicht abgeneigt von der Idee, da Tesla bereits seit Januar über 100.000 Modelle vertrieben hat und schon 400.000 Vorbestellungen für den Tesla Model 3 eingegangen sind. Obwohl Marken wie Ford und GM in Millionenhöhe Autos verkaufen, wird Tesla inzwischen auf denselben Wert geschätzt.

Ob damit wirklich Konkurrenz geschaffen werden kann, bleibt abzuwarten, denn Apple Music hat bereits 27 Million User, und auch Spotify hat mit satten 50 Millionen Hörern deutlich vorgelegt. Abschreiben ist allerdings auch nicht angesagt, da dem PayPal-Gründer kaum ein Projekt durch die Lappen geht und dieser auch die nötigen Mittel hat, um diese umzusetzen.
Wenn’s mal ohne Auto gehen muss.

Weil mit Musik auch joggen leichter geht


Fotos: Tesla Presse

HANDY am Steuer – LAPPEN WEG!


Jetzt wird es ernst auf deutschen Straßen! Das Verkehrsministerium plant drastische Maßnahmen bei der Nutzung vom Mobiltelefon während des Fahrens. Wer also nicht möchte, dass sein Lappen für einen Monat verschwindet, der sollte Folgendes beachten.

 
Was genau steht eigentlich im § 23 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung? Mal im Ernst, hat sich diesen Paragrafen schon einmal irgendjemand durchgelesen, um zu wissen, wie er oder sie sich korrekt zu verhalten hat? Wir wissen nur, dass Handys am Steuer teuer werden und die Staatskassen füllen. Folgendes sagt hierzu die StVO (Straßenverkehrsordnung): „Wer ein Fahrzeug führt, darf ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss. Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist.“

 
Grundsätzlich ist es ja nichts Neues, dass das Handy am Steuer ein No-go ist und mit hohen Bußgeldern geahndet wird. Doch anscheinend waren die Beträge, die ertappte Fahrer zahlen mussten, noch nicht hoch beziehungsweise abschreckend genug. Zumindest könnte man dies denken, wenn folgender Plan umgesetzt wird.

 
Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, plant Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt von der CSU, die Höhe der Bußgelder für Telefonieren im Auto von 60 auf 100 Euro anzuziehen. Doch damit nicht genug: Auch Radfahrer mit Handy am Ohr dürfen dann tiefer in die Tasche greifen. Hier steigt der Betrag von 25 auf 55 Euro.

 
Richtig übel wird es allerdings, wenn durch die Nutzung des Mobiltelefons am Steuer Dritte gefährdet werden. Sollte dies der Fall sein, wird dein Führerschein einkassiert und mit fester Handbremse einen Monat lang auf dem Amt geparkt. Wer also noch nicht über eine Freisprecheinrichtung verfügt, der sollte und muss zum Telefonieren irgendwo anhalten und den Motor abstellen, bevor er das Telefon in die Hand nimmt. Aber bitte nicht auf einem Seitenstreifen auf der Autobahn, denn das kostet ebenfalls Geld und ist verboten.

 
Weiterhin soll verboten werden, dass vermummte Personen ein Auto führen dürfen. Hiermit wäre das Tragen von Masken und Schleiern per Gesetz untersagt. Hintergrund ist, dass Strafen an Dritte weitergegeben werden können, die mit dem Delikt gar nichts zu tun haben.
 


Foto: aerogondo / Adobe Stock

Der perfekte Schliff für deinen Lebenslauf


Deinen Lebenslauf zu schreiben kann sich so anfühlen, wie in den Kampf geschickt zu werden, ganz besonders mit all den sich widersprechenden Tipps. Mit der Macht der Fakten und Zahlen haben wir 18 Punkte zusammengetragen, die deinen zukünftigen Arbeitgeber umhauen werden.

 

Bevor du anfängst

1. Lass die Job-Beschreibung mal durch einen Cloud-Generator rattern. Die herausstechenden Wörter können für deinen Lebenslauf leitführend sein. Ganz besonders, mit dem Wissen, dass satte 63 % der Arbeitgeber den Lebenslauf auf die Stelle zugeschnitten haben wollen.

2. Liste deinen Lebenslauf in rückwärts chronologischer Reihenfolge auf. Dein zukünftiger Arbeitgeber interessiert sich vor allem für deine aktuellen Tätigkeiten und weniger, welche AGs du in der dritten Klasse hattest. Logisch, oder? Außerdem ist es dann für den Arbeitgeber einfacher, dich einzustufen. Weniger Arbeit = glücklicher Arbeitgeber.

3. Belasse es ruhig bei ein bis zwei Seiten für deinen Lebenslauf. Ganze 58 % der Arbeitgeber bevorzugen dies als die ideale Länge.

4. Wenn du dich nicht auf eine kreative Stelle bewirbst, brauchst du auch keine Lightshow für deinen Lebenslauf auspacken. Eine Studie hat gezeigt, dass design-versierte Lebensläufe oft schlecht geschrieben sind.

 
Lebenslauf

 

Der Start

5. Liste deinen Namen, Kontaktdaten und zusätzliche Info in eine der ersten Zeilen auf. 80 % der Arbeitgeber lesen das nämlich zuerst.

6. Klebe kein Foto dazu, wenn es nicht erwünscht ist. Bewerber, welche dies doch tun, müssen sich auf eine 88 % wahrscheinliche Ablehnung einstellen.

7. Füge einen Link zu deinem Online-Portfolio, LinkedIn- oder Twitter-Profil hinzu. 71 % der Arbeitgeber finden, man sollte dies mit anfügen, wenn es die bisherigen Arbeiten bzw. Qualifizierungen zeigt.

8. Hole dir Empfehlungen auf LinkedIn, um deine Qualifikationen zu unterstreichen und deinen Lebenslauf zu unterstützen. Ob du es glaubst oder nicht, ganze 44 % machen dies zu einem grundlegenden Kriterium des Bewerbungsprozesses.

 

Stelle sicher, dass du …

9. … eine Zusammenfassung deiner selbst anfügst. Schreibe in drei Sätzen wer du bist, wohin du willst und was für Werte du in die Firma mitbringst. Hefte dies an den Anfang deiner Bewerbung an, damit der Arbeitgeber es sofort sieht.

10. … deine Skills nach der Zusammenfassung, aber vor deiner bisherigen Arbeitserfahrung einbringst. Dies führt dazu, dass 41 % der Manager dir mehr Aufmerksamkeit schenken.

11. … du deine Skills mit Zahlen darstellst, zum Beispiel: „Innerhalb der genannten Zeitspanne sind die Verkaufszahlen um 12 % gestiegen.“ Arbeitgeber bringen Prozent- und Dollarzeichen mehr Aufmerksamkeit entgegen.

12. … du deinen Errungenschaften das X,Y,Z-Beispiel anfügst. In Situation X habe ich Y gemacht, was in Z resultiert hat. 100 % aller Arbeitgeber finden, dass Errungenschaften definitiv in einen Lebenslauf gehören.

13. … dir ein Limit von sechs Punkten setzt, wenn es um deine Arbeitserfahrung geht. Streiche raus, was sich nicht lohnt und nur unnötig Platz wegnimmt.

 
denken

 

Denk dran!

14. Ein Deckblatt ist noch nicht überall Schnee von gestern. 45 % der Arbeitsuchenden vergessen es und 40 % der Arbeitgeber würden es gerne sehen.

15. Benutze ein Korrekturprogramm oder lasse einen Freund deine Bewerbung gegenlesen. 61 % der Arbeitgeber schließen dich sofort aus, wenn du Rechtschreibfehler in der Bewerbung hast.

16. Speichere deine Bewerbung als Word-Dokument oder PDF-Datei ab. Die Meinungen der Arbeitgeber gehen hier auseinander. 49 % bevorzugen Word, die anderen 49 % das PDF-Format. Die restlichen 2% leben noch im 17. Jahrhundert und würden die Bewerbung am liebsten per Brieftaube empfangen.

17. Rede den Arbeitgeber mit Namen an. Ganze 84 % der Arbeitsuchenden tun das nicht und 22 % der Arbeitgeber schenken dir mehr Aufmerksamkeit, wenn du es tust.

18. Verfolge deine E-Mail mit „Mixmax“. Mixmax gibt dir Bescheid, wenn deine E-Mail geöffnet wird. Du kannst somit also einen guten Zeitpunkt abpassen, an dem du eine Folgemail an den Arbeitgeber schreibst, um nach Auskunft zu fragen.


Fotos: Julien Eichinger, gpointstudio / Adobe Stock; Fancy_Veer_Corbis / Getty Images

Spider-Man: Homecoming – Filmkritik & Trailer

Spider-Man: Homecoming – Die Story

Als der junge Spider-Man Peter Parker (Tom Holland) nach dem Kampf zwischen den Avengers wieder zurück in New York bei seiner Tante May (Marisa Tomei) ist, hat er nur ein Ziel: ein Avenger werden!

Doch Tony Stark (Robert Downey Jr.) macht sich rar und lässt einen ungeduldigen Peter zurück, der nur widerwillig in sein altes Leben kehrt, um Fahrraddiebe zu schnappen und für die Schule zu lernen.

Als Peter eines Tages einen Bankeinbruch vereitelt, bei dem die Gangster ungwöhnliche Waffen mit extrem viel Power einsetzen, kommt er einer kleinen Gruppe Waffenhändlern auf die Spur, die aus Alientechnologie Geräte mit extremer Durchschlagkraft produzieren.

Doch deren Anführer Toomes (Michael Keaton) ist, dank Hightech, ein ebenbürtiger Gegner für Peter Parker und hat es nun ebenfalls auf seinen Gegner abgesehen.

 

 

Eine Spinne zum gernhaben

Mit dem neuesten Film aus dem Marvel Cinematic Universe geht Marvel, bzw. Disney, zu denen die Marvel Studios gehören, in Cooperation mit Sony, die seit vielen Jahren die Filmrechte an Marvels Spider-Man besitzen, um diesen in die große Handlung rund um die Avengers einzubinden.

Dabei kommt mit Tom Holland ein deutlich jüngerer (bzw. jünger spielender) Spider-Man zum Einsatz, als noch in den zwei Sony-Reihen davor. Das verlagert den Film natürlich auch inhaltlich stärker auf Teenager-Themen. Trotzdem passt der Film sich hervorragend in die Tonalität der übrigen Marvel Superhelden-Verfilmungen ein.

Neben Tom Holland ist, mit einem gut aufspielenden Bösewicht, der vom ehemaligen Batman-Darsteller (1989) und Birdman-Star Michael Keaton dargestellt wird und Robert Downey Jr., als Peter Parkers neuem Mentor, sowie einem toll spielenden Jon Favreau, der endlich einmal mehr Leinwandzeit erhält, der Film bestens besetzt.

Die Handlung selbst bietet, inklusive eines gut gemachten Plot Twists, gute Unterhaltung zwischen Teenager-Problematik, unterschwelliger (Alltags)Kritik und actionreichem Superhelden-Kino. Dabei ist der Comedy-Anteil jedoch extrem hoch, was zwar zum Charakter Spider-Man passt, hier im Film dennoch manchmal etwas zu viel des Guten ist. Ein weiterer Minuspunkt, das Finale bietet weniger Bombast und Aha-Effekt, als manch anderer Superhelden-Film und hätte etwas mehr überraschende Elemente haben können.

 

Heim- und angekommen

Mit Spider-Man: Homecoming bindet Marvel den „verlorenen“ Sohn gelungen in ihr Mega-Franchise ein und bietet einen unterhaltsamen Film. Für Fans ein Muss, für Neugierige eine Empfehlung.

Um den vollen Umfang von Anspielungen und Zusammenhängen zu verstehen, sollte man allerdings am besten die voran gegangenen Marvel-Filme gesehen haben.

 

Spider-Man: Homecoming Kinoposter
Kinostart: 13. Juli 2017
Filmlänge: 2 Std. 14 Min.

 

Fotos: Sony Pictures Germany

Snapchat holt Spectacles nach Deutschland


Da die Spectacles inzwischen auch in Deutschland in Onlineshops erhältlich sind, können auch wir mit der stylishen Brille Videos für Snapchat aufnehmen. Allerdings soll sie hierzulande auch auf eine andere Weise verkauft werden, wie es schon in den USA praktiziert wird.

 
Der Onlineshop der Spectacles auf www.spectacles.com wurde einzig und allein für deren Vertrieb eingerichtet und die Zahlen können sich sehen lassen. Im vergangenen Vierteljahr, so lassen die jüngsten Quartalergebnisse nahelegen, sind an die 60.000 Stück verkauft worden. Allein durch die Brille entstanden bereits über fünf Millionen Snaps.

 
Die Brille nimmt im 115°-Weitwinkelmodus auf und gibt die Videos im kreisrunden Format wieder. So soll das Sehfeld des menschlichen Auges nachgeahmt werden. Wenn du eine Aufnahme startest, erleuchtet ein Licht an der Kamera, damit andere Leute wissen, wann du sie aufnimmst. Die aufgenommenen Meisterwerke kannst du dann per Bluetooth oder WLAN an dein Smartphone senden, um sie zu posten.
 

 
 
Aber wo gibt es sie nun zu kaufen? Einmal wäre da der eben schon angesprochene Onlineshop, in dem du die Brille für umgerechnet rund 150 € erwerben kannst. Zudem erhältst du ein stylishes Etui plus Ladekabel, damit dir die Brille nicht mitten in der Aufnahme wegstirbt. Erhältlich ist das gute Stück in drei Farben: Rot, Schwarz und Türkis.

 
Die andere Methode, um an eines der begehrten Stücke zu kommen, sind die sogenannten Snapbots. Diese werden ganz zufällig aufgestellt und lediglich 24 Stunden vorher angekündigt. Der Preis bleibt zwar der selbe, dafür hast du aber die Möglichkeit, direkt vor Ort den Snapbot in deiner Story vorzustellen. In Berlin befand sich inzwischen ebenfalls einer der drollig aussehenden Bots. Hier kannst du sehen, welche Standorte derzeit mit der Anwesenheit des knallgelben Kastens gesegnet sind.

 
Vielleicht haben wir ja Glück und bei uns werden ebenfalls Pop-up-Stores errichtet – genau wie in Amerika. Bis dahin heißt es aber erstmal: online kaufen oder auf einen Snapbot warten.


Fotos: Snap Inc.

Bei uns im Interview: Hip-Hop-Produzent Swizz Beatz


Ende Juni fand in Berlin das internationale Kunst- und Musik-Event „No Commission“ statt, das von dem amerikanischen Rapper und Hip Hop-Produzenten Swizz Beatz gemeinsam mit Bacardi ins Leben gerufen wurde und dessen Gewinne aus den Kunstverkäufen zu 100 % an die Künstler gehen. Anlässlich dessen trafen wir Swizz Beatz, der im Übrigen mit Alicia Keys verheiratet ist, zu Beginn des dreitägigen Events im schönen Hotel Zoo zum Interview, um mit ihm über seine Leidenschaft zur Kunst und über sein Herzensprojekt „No Commission“ zu reden und darüber, wie wichtig es ist, Künstler zu unterstützen.



Ajouré:
Du bist der Leiter des kreativen, globalen Marketings von Bacardi, wie genau kam es dazu?


Swizz:
Angefangen hat das mit einer Partnerschaft zwischen mir und Bacardi mit dem ersten „No Commission“-Event. Wir haben in Miami gestartet, ich hatte schon länger den Plan für das Event und wollte es eigentlich alleine machen. Ich habe damals noch nicht verstanden, wie Marken und Künstler zusammenarbeiten können, da die Marken meistens zu viel von dem Künstler verlangen, was nicht zu „No Commission“ passt. Doch Bacardi ging die Sache anders an. Sie haben einen kreativen Marketingleiter, der verstanden hat, was die Künstler für ihre Arbeit bekommen sollten. Also haben wir die erste Veranstaltung zusammen gemacht. Da diese unglaublich gut ankam und eine neue Zielgruppe für Bacardi ansprach, fragte er mich nach der Veranstaltung, ob ich der Leiter des globalen, kreativen Marketings werden will.

 
Swizz Beatz


Ajouré:
„No Commission“ ist ein reisendes Kunst-Event, welches etablierten und neuen Künstlern eine Bühne gibt, ohne Profit für die Veranstalter auszuzahlen. Wie kamst du zu der Idee?


Swizz:
Das Thema beschäftigt mich natürlich auch, weil ich selber ein Künstler bin – außerdem kaufe und sammle ich Kunst. Dadurch war ich bei vielen künstlerischen Events und mir ist aufgefallen, dass die Organisatoren, die Käufer und die Galerien Gewinn machen, nur der Künstler muss sehen, wo er bleibt. Als Künstler konnte ich das nicht einfach ignorieren. Also wollte ich mir ein Konzept ausdenken, welches den Künstler befreit. Es kommt oft vor, dass Künstler erst fünf Monate, nachdem ihr Werk verkauft wurde, bezahlt werden. Viele Künstler können von ihrer Arbeit kaum leben, obwohl sie alles für ihre Kunst geben. Bei „No Commission“ haben wir eine Drei-Tage-Politik, der Künstler erhält sein Geld also spätestens nach drei Tagen.



Ajouré:
Was genau ist das Konzept des Events?


Swizz:
Im Grunde genommen geht es darum, die Kunst und die Kreativität zu feiern. Deswegen ist auch die Musik ein Teil des Events. Das Event ist von den Künstlern, für die Künstler und mit den Menschen. Dies ist das Motto, weil ich denke, dass Künstler sich untereinander helfen sollten. Künstler sollten untereinander nichts für ihre Arbeit bezahlen. Bei „No Commission“ sollen auch die Besucher genau das fühlen. Sie sollten kostenlos reinkommen, um sich die Kunst anzugucken und die Auftritte zu genießen. Die ausgestellten Stücke sollen ein bisschen weniger kosten, da die Künstler keine Ausgaben haben. Ich möchte außerdem die Leute zum Reden bringen. Die Menschen kommen normalerweise zu einem Event, aber reden nicht miteinander, jeder ist in seiner eigenen Zone, dabei teilen wir alle unsere Liebe zur Kunst.



Ajouré:
Welche Art von Kunst kann man bei „No Commission“ sehen?



Swizz:
Viele Leute bezeichnen es als Street Art, ich persönlich kategorisiere Kunst nicht in Schubladen. Es gibt Künstler jeder Art, aus verschiedenen Teilen der Welt, die mit vielen unterschiedlichen Materialien und Medien arbeiten. Wir haben beispielsweise einen Künstler, der sich mit Flüchtlingen beschäftigt hat, er arbeitet beispielweise mit Sand und angespülten Dingen, um die Flüchtlingskrise zu symbolisieren. Es gibt viele aussagekräftige Stücke. Die Show ist sehr vollgepackt, denn manche Künstler wollen diese Chance übereifrig nutzen. Dann kommt man in einen Raum und wird von Kunst erschlagen, ohne dass man sie wirklich verdauen kann. Deswegen gibt es bei unserem Event klare Linien und Abschnitte, damit man sich mit jedem Ausstellungsstück auseinandersetzen kann.

 
Swizz Beatz


Ajouré:
Was denkst du über Berlin und seine Kunst-Szene?


Swizz:
Wenn ich an Berlin denke, schweifen meine Gedanken nicht nur zur Kunst-Szene, sondern zur Kultur-Szene allgemein. Berlin ist mittlerweile ein Sammelzentrum und ich liebe es, so viele Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt zu sehen. Es iwar schwer, Berliner Künstler für die Show zu finden, denn alle Studios, die wir besucht hatten, waren voll mit Künstlern aus der ganzen Welt. Ich mag es, dass Berlin den Künstlern eine Fläche gibt – die Miete beispielsweise ist vergleichsweise günstig, auch wenn sie ein bisschen ansteigt. Berlin gibt Künstlern einen Platz zum Leben.



Ajouré:
Weißt du schon, in welchen Städten „No Commission“ als nächstes stattfinden soll?


Swizz:
Nach Berlin gehen wir zurück nach Miami, wo alles begann, um wieder ein wenig Präsenz in den Staaten zu haben. Nach Miami haben wir Dubai im Sinn, danach Brasilien und dann Afrika. Wenn wir das hinter uns haben, waren wir auf allen Kontinenten der Welt. Danach können wir uns neue Dinge überlegen.



Ajouré:
Was für eine Rolle spielt Kunst in deinem Leben?


Swizz:
Die Rolle, die Kunst in meinem Leben spielt, ist, dass die Kunst mein Leben ist.



Ajouré:
Wann hat sich diese Liebe zur Kunst bei dir entwickelt?


Swizz:
Kunst verstanden habe ich garantiert erst, als ich schon ein bisschen älter war. Aber ich war schon früh an Kunst interessiert. Ich bin in der South Bronx aufgewachsen, und wenn ich rausgegangen bin, konnte ich überall Kunst sehen. Es ist ähnlich wie Berlin heutzutage mit den unglaublich gestalteten Wänden. Genau so war die South Bronx, wo Hip-Hop entstanden ist und wo viele Graffiti-Künstler entdeckt wurden. Wenn ich also aufgewacht bin und rausging, wurde ich immer mit Kunst konfrontiert. Ich habe so eine natürliche Liebe zur Kunst aufgebaut, auch wenn ich die Kunst an sich noch nicht wirklich verstanden hatte. Ich dachte nur: das ist etwas, was jeder macht. Später habe ich angefangen, Kunst als Ausdrucksform zu verstehen. Mein Blick zur Kunst hat sich verändert und meine Liebe verstärkt.

 
Swizz Beatz


Ajouré:
Was ist dein Lieblings-Kunstwerk?


Swizz:
Das ist eine sehr schwere Frage. Der Grund dafür ist, dass wir mittlerweile weltweit agieren und hunderttausende Künstler in meinem Netzwerk sind, wovon jeder etwas Großartiges hat. Das letzte Stück, was ich gekauft habe, ist von der Künstlerin Nina Canell. Sie reist gerade um die Welt, und es ist ein neun Meter großes Kunstwerk, das ich in ihrer Ausstellung gekauft habe. Das Lustige daran ist: Ich kann das Stück bis 2019 nicht bekommen. Es ist gerade auf Reise und braucht noch eine ganze Weile, bis es bei mir ankommt.



Ajouré:
Kaufst du die Kunstwerke, um sie bei dir zu Hause auszustellen oder hat das einen anderen Grund?


Swizz:
Die Bilder kommen in meine Dean Collection, das ist eine Art Kunst-Museum für meine Kinder. Ich kam auf „No Commission“, weil ich nur Kunstwerke von lebenden Künstlern kaufe. Ich bin der Meinung, dass es sehr wichtig ist, lebende Künstler zu unterstützen, da sie mit dem Geld wirklich etwas anfangen können und man noch weitere Kunstwerke von ihnen zu sehen bekommt. Wenn ich Stücke gekauft habe, habe ich diese auf meinem Instagram-Account gepostet. Ich wurde dann von den Künstlern angerufen, die sich bei mir bedankt haben. Es ist zwar normal sich zu bedanken, aber die Künstler wurden plötzlich von Galerien angesprochen und haben mehr Aufträge bekommen. Da habe ich realisiert, dass es nicht nur etwas Gutes ist, was ich für meine Kinder mache, ich helfe auch den Künstlern und gebe ihnen eine Plattform, um sich zu präsentieren. Während ich dann in Harvard war, wo ich dieses Jahr meinen Abschluss gemacht habe, habe ich das Konzept von „No Commission“ ausgearbeitet. Denn ich wollte meine Möglichkeiten nutzen, um anderen Leuten zu helfen. Es hat also mit einer persönlichen Kollektion gestartet, die ich dann genutzt habe, um die Karrieren von anderen Künstlern zu ermöglichen.

 
Swizz Beatz


Ajouré:
Du hilfst neuen Künstlern, aber wie kann man diesen Künstlern allgemein helfen und Menschen für Kunst sensibilisieren?


Swizz:
Viele Leute, die sich mit Kunst beschäftigen, haben Angst, dass sie keinen Zugriff zur Kunst-Szene bekommen, dass sie den Start nicht schaffen und nicht akzeptiert werden. Bei „No Commision“, auch wenn es eine sehr große Show ist, mit sehr großen Namen, aber auch mit unbekannten Künstlern, handelt es sich um eine Show mit großer Qualität. Man kann dort aber trotzdem ein Kunstwerk von einem ausgezeichneten Künstler für 50 Dollar kaufen. Wenn du als Neuling in die Kunstszene kommst und anfängst zu sammeln, kannst du locker starten. Man muss die Konversation zwischen Künstler, Kunst und Kunstsammler starten und da kommt „No Comission“ ins Spiel.



Ajouré:
Was ist dein Tipp für junge Leute, die gerne in die Kunst-Szene wollen, aber Angst haben, dass sie davon nicht leben können?


Swizz:
Wir sind dabei das zu ändern. Ich arbeite an einer Technologie, die bald erscheinen sollte, die den Künstler wirklich befreit. Abgesehen davon ist es wichtig, dass du über das Business Bescheid weißt. Viele Künstler beschäftigen sich nur mit dem kreativen Part. Wenn sie allerdings den geschäftlichen Part besser kennen würden, wären sie auch besser vorbereitet und könnten ihre künstlerische Laufbahn, beziehungsweise Reise, strukturierter planen. Der kreative Part sind zwar 90 Prozent, wenn du dir aber dessen bewusst bist, dass du Kunst zu deiner Arbeit machen willst, musst du dich mit den geschäftlichen Teilen auseinandersetzen. Du musst wissen, wie man Stücke verkauft, den Preis bestimmt und wie man sie den Leuten präsentiert. Künstler haben beispielsweise keine Honorare auf ihre Werke. Sie verkaufen ihr Bild vielleicht für 5.000 Dollar und im Laufe der Zeit wird es immer wieder verkauft und der Wert steigert sich, bis es irgendwann für 1.000.000 Dollar über den Tisch geht. Der eigentliche Erschaffer des Bildes hat aber trotzdem nur 5.000 Dollar an dem Bild verdient. Ich bin der Meinung, dass Künstler immer eine Beteiligung an dem Gewinn haben sollten, den andere Leute aus ihrem Kunstwerk beziehen. Genau daran arbeite ich gerade.



Ajouré:
Was hast du als nächstes geplant?


Swizz:
Da sind viele Dinge. Es gibt mehrere Marken, mit denen ich zusammenarbeiten möchte. Beispielsweise mit Bally, mit denen ich eine Kollektion rausbringe, denn ich bin auch ein großer Fan von Mode. Außerdem arbeite ich noch mit Zenith zusammen, dem Schweizer Uhren-Hersteller. Dann erscheint auch noch mein neues Album, welches mein erstes seit zehn Jahren ist. Meine Pläne nehmen also nicht wirklich ein Ende.

 
Swizz Beatz

 
Fink – All cried out Cover von Alison Moyet

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Fotos: Bacardi