Ajoure Blog Seite 187

Ende der EU – Roaming Gebühren! Roam like at home


Viele Reisende innerhalb der Europäische Union (EU) können nun aufblicken: Ab sofort ist das EU – Roaming, so wie wir es kennen, abgeschafft. Seit dem 15.06.2017 zahlst du nun nicht mehr drauf, wenn du im EU-Ausland telefonierst.

 
Das Roaming hat schon immer viel gekostet, bei manchen Anbietern sogar bis zu einem Euro die Minute. Aber was bedeutet „Roaming“ eigentlich? Roaming ist das Surfen und Telefonieren im Ausland zu angezogenen Preisen. Im Durchschnitt machten Roaminggebühren 5 % der Gesamteinnahmen aller Anbieter aus. Allein während der WM 2006, welche vier Wochen andauerte, wurden durch sämtliche Urlauber satte 40 Millionen Euro bei den jeweiligen Anbietern eingenommen. Da ist es klar, dass Mobilfunkanbieter sich mit Händen und Füßen gegen die Abschaffung gewehrt haben. So wurde der Prozess um zehn Jahre verzögert – also hätten wir schon lange umsonst im Ausland surfen können.

 
Naja, nicht ganz umsonst. Falls du innerhalb von vier Monaten mehr als die Hälfte im Ausland surfst, können immer noch Extra-Gebühren anfallen, die von Anbieter zu Anbieter variieren. Außerdem: Ganz kostenlos wird es sowieso nicht, denn für den eigenen Tarif musst du ja trotzdem noch zahlen. Auch wenn einen die geliebte Schwiegermutter im Urlaub anruft, muss diese nicht für den Anruf ins Ausland zahlen. Schade.

 
Anders sieht das Ganze auf einem Kreuzfahrtschiff aus. Da kostet es immer noch immens viel. Wenn du gerade an der Küste anliegst, hast du aber trotzdem noch die Chance, dich ins Netz des jeweiligen Landes einzuloggen. Sobald aber das Schiff auf offener See fährt, wirst du automatisch ins Netz des Liners geworfen.

 
Pro-Tipp: Wenn es in deinem Urlaubsland deinen Provider gar nicht gibt, hast du freie Auswahl aus den vorhandenen Netzen. Natürlich ebenfalls ohne Extra-Kosten.

 
Die Liste von Staaten, in denen diese neue Regelung gilt, umfasst folgende Länder: Azoren, Belgien, Bulgarien, Ceuta, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich (ohne Monaco), Französisch-Guyana, Gibraltar, Griechenland, Großbritannien (bis zum Ausstieg), Guadeloupe & Saint-Martin, Irland, Island, Italien (ohne Vatikan), Kanarische Inseln, Kroatien, La Réunion, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Madeira, Malta, Martinique, Mayotte, Melilla, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Zypern (ohne Nord-Zypern).

 
Die Schweiz gibt es nur bei einigen Anbietern, also ist Nachfrage erforderlich, damit nach dem Urlaub keine meterlange Rechnung auf dem Tisch liegt. Die Kosten für Anrufe über unsere Grenzen hinaus bleiben ab sofort am Provider hängen und wir müssen uns nicht bei jedem Urlaub Gedanken ums Roaming machen. Von der Idee, dass wir uns beispielsweise in Estland eine günstige Sim-Karte besorgen und in Deutschland dann surfen können, müssen wir uns leider auch lossagen. Denn die Provider können einen Vertragsabschluss ablehnen, wenn du im jeweiligen Land gar nichts zu tun hast.

 
Für den Otto Normalverbraucher hat sich also alles zum Günstigen gewendet. Falls das Limit für dein Datenvolumen erreicht ist, erhältst du wie gehabt eine Erinnerungs-SMS von deinem Netzanbieter, damit du nicht doch mehr bezahlst. Das ist nämlich wie gehabt teuer.

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Foto: Tomasz Zajda / Adobe Stock

Verbessere deinen Schreibstil


Eigentlich sollten wir uns wirklich glücklich schätzen, ein so umfangreiches und korrektes Zeichensystem zur Bewahrung und Weitergabe gesprochener Informationen benutzen zu können. Sowohl unsere Sprache als auch die Schrift ist schon sehr alt. Sie wird von Generation zu Generation weitergetragen und hin und wieder optimiert. Wer einen schönen Schreibstil besitzt, wird in weiten Feldern unserer Gesellschaft geschätzt und meistens auch als gebildet eingestuft. Dies erscheint dem einen oder anderen unterschiedlich wichtig, doch vermag das Niederschreiben von Worten so viel mehr.

 

1. Lesen und Schreiben

Die beste Methode, um den Schreibstil zu verbessern, setzt sich aus regelmäßigem Lesen und Schreiben zusammen. So merkst du dir ganz automatisch Formulierungen und Satzbaumöglichkeiten. Bei einem fortgeschrittenen Autor schreibt sich der Text schon fast von alleine und muss nur noch in der Korrektur optimiert werden.

 

2. Behördendeutsch

Ziehe ich meine Daten auf eine Festplatte oder einen Magnetplattenspeicher? Soll ich in das Auto, den Personenkraftwagen oder das Automobil steigen und telefoniere ich dann mit meinem Handy oder meinem Mobilfunkgerät? Synonyme, Umgangssprache und eingedeutschte Wörter sind dem Leser in den meisten Fällen zugänglicher als Behördendeutsch.

 

3. Anschaulichkeit

Versinnbildliche den Text und lasse ihn nicht zu abstrakt wirken. Schreibe den Text durch deine Sinne. Ein schwacher Geruch von Lavendel drang aus dem Hinterstübchen des Italieners, bei dem es sonst immer nach frischem Basilikum und saftigen Tomaten roch. So erleichterst du dem Leser die Vorstellung und förderst den Lesefluss.

 

4. Füllwörter vermeiden

Grundsätzlich kann man gewissermaßen irgendwie wirklich schlichtweg Füllwörter schreiben, doch dies führt üblicherweise einfach dazu, dass der Leser vom Text besonders gelangweilt wird. Füllwörter lassen sich in Romanen gut verwenden, setzen aber eine hohe Lesetiefe voraus.

 

5. Keine Sammelbegriffe

Da waren Bäume, Tiere und Blumen. Diese Beschreibung lässt keine genauen Bilder im Kopf des Lesers entstehen. Wenn du aber sagst, du sahst einen lichten Birkenwald, zwei Füchse und ein Reh, umgeben von Stiefmütterchen, kann der Leser die Vorstellung viel besser teilen.

 

6. Doppelte Verneinung

Es ist zwar nicht unmöglich, aber es nicht zu tun, vereinfacht den Lesefluss. Positive Formulierungen lassen sich besser lesen.

 

7. Weniger ist mehr

Wenn du einen Text schreiben möchtest und willst einen Inhalt transportieren, wird dieser erst dann interessant und reizt deine Leser, wenn du unnötige Textpassagen gänzlich und ohne Umschweife auslässt und ihn zudem nicht noch unnötig in die Länge ziehst, da dies …
Füllwörter, Wortwiederholungen und Formulierungen – kann alles weg!

 

8. Satzlänge

Bei der Länge von Sätzen kommt es auf die Leser, den persönlichen Stil, das Gesamtpaket und die Textsorte an. Mit der Erfahrung kommt auch das Gefühl zum Satzbau. Am einfachsten sind kurze und klare Sätze zu lesen.

 

9. Fachbegriffe, Abkürzungen & Fremdwörter

Gebe neuen Lesern die Chance, auch ohne Backgroundwissen in deinen Text einzusteigen. Fremdwörter können sehr wichtig sein, dennoch solltest du es nicht mit deiner akribischen Wortwahl übertreiben. Gegebenenfalls weiß dein Leser nicht einmal was mit ggf. gemeint ist.

 

10. Klischees und Floskeln

Niemand mag Klischees und Floskeln.

 

11. An Sprache orientieren

Du solltest dir immer überlegen, wie du das Geschriebene aussprechen würdest. So bewahrst du dir einen natürlichen Stil. Du solltest aber auch moderne Redewendungen gut hinterfragen. Geht es dem Patienten besser? Nicht wirklich!
Nicht wirklich wirkt unentschlossen und ist für eine sachliche Angabe eher ungeeignet. Für einen schüchternen Protagonisten einer Geschichte aber sicher einsetzbar.

 

12. Gefühle ausdrücken

Gefühle lassen sich mit einem bewertenden Adjektiv gut beschreiben und umso genauer du sie schilderst, umso klarer wird das Bild, das der Leser bekommt. Ich war schrecklich aufgeregt, es war bedingungslose Liebe, was blieb, waren unsägliche Schmerzen.

 

13. Die richtigen Adjektive

Die persönliche Einschätzung darf nicht zu sehr zum Tragen kommen. Ob etwas bewundernswert, grausam, gut oder schlecht ist, ist meistens deine subjektive Meinung und tut kaum zur Sache. Betrachte die Dinge und Sachverhalte objektiv, indem du ihre Eigenschaften aufzählst. Denn eigentlich sieht es nicht zuckersüß, sondern bonbonfarbig aus.

 

14. Regeln brechen

Niemand kann das Rad neu erfinden. Darum kannst du deine Regeln auch brechen, vorausgesetzt du beherrschst sie.


Foto: ExperienceInteriors / Getty Images

Die neuen Street-Styles mit Lederjacke


So wie die Bomberjacke gehört mittlerweile auch die Lederjacke zum Repertoire eines modebewussten Mannes. Sie ist ein Allrounder, der in der Lage ist, fast jedes Outfit abzurunden. Egal ob in Schwarz, Braun oder Beige, als Fliegerjacke oder im Bomberjacken-Stil – mit diesem Kleidungsstück liegst du immer richtig. Paradiesvögel tragen sie in ausgefallenen Farben oder als Vintage-Variante mit Fransen. Mit einem schlichten T-Shirt und einer sich farblich abhebenden Hose wirkst du mit einer Lederjacke nicht nur männlich, sondern auch modebewusst. Dazu noch eine coole Sonnenbrille, und die Verwandlung zum Bad Boy ist perfekt.

 

Outfit 1:

 

Outfit 2:


Fotos: Christian Vierig / Kontributor / Getty Images; Tracdelight; chokmoso / Adobe Stock

Nokia: Mit Kult-Handy und neuem Flaggschiff


Der Urgigant ist zurück. Nokia zeigt sich nach 17 Jahren mit dem neuen Nokia 3310 mal wieder auf dem Handymarkt. Mit der leistungsstarken 2 Megapixel Kamera werden Spitzenaufnahmen höchster Qualität geschossen und … okay, das war nur ein Spaß. Das neue 3310 ist ein Gag von Nokia, um Staub aufzuwirbeln, denn das Ding kann wirklich gar nichts.

Kein Touch-Display, kein 3G, keine Frontkamera und 60 € teuer. So ein Nokia 3310 ist auch nach 17 Jahren immer noch durch und durch oll. Das Nokia 9 hingegen ist wirklich ein Flaggschiff, wie ein Geekbench-Test geleakt haben könnte. Wenn die Infos stimmen, dann haben wir es hier mit einem echten Schwergewicht zu tun.

Mit der neuesten Entwicklung aus dem finnischen Hause Nokia will man sich wieder zurück auf den Mobilfunkmarkt katapultieren. In der App „Geekbench“ sind erste Benchmarks zu einem gewissen „Unknown Heart“ aufgetaucht. Die Bezeichnung „Heart“ wurde bereits für die Mittelklasse Nokias 5 und 6 verwendet, also ist davon auszugehen, dass ein recht beeindruckender Nachfolger kommt. Hier mal ein paar Fakten für die Geeks:

– 5,3 Zoll Display mit 2560 x 1440 Pixel
– Snapdragon 835 Prozessor, bis zu 2,45 GHz (die derzeit stärkste Qualcomm-CPU)
– 13 MP Dual Kamera
– 64 GB interner Speicher
– 8 GB Arbeitsspeicher

Vom benutzerfreundlichen Standpunkt aus gesehen ist „Unknown Heart“ ebenfalls ganz vorne mit dabei, denn Fingerprint Sensor und USB Typ C mit Quickcharge 3.0 sorgen A: für einfaches Entsperren und B: für sehr kurze Ladezeiten.

Alte Fans hoffen, dass das neue Nokia 9 Samsung, Apple & Co. Druck macht und sogar die Spitze bedrängt. Dank der kürzlich erhaltenen Finanzspritze seitens Apple, aufgrund eines Patentstreits, sollte zumindest in dieser Hinsicht nichts im Wege stehen.

Das Nokia 3310 eignet sich hingegen nur dazu, um es einem Kind in der Grundschule mitzugeben, da man keinen Unfug damit anstellen kann … oder irgendetwas Anderes, was Spaß machen könnte. Also perfekt für ein Notfall-Handy.


Foto: DaiPhoto / Adobe Stock

Wie die Wissenschaft dir hilft, besser zu schlafen


Wir verbringen etwa ein Drittel unseres Lebens schlafend. Sowohl die Qualität unserer Nachtruhe, als auch unsere Gesundheit hängen stark von unserer Schlafposition ab und davon, was wir tun, bevor wir ins Bett gehen. Wir haben einige Empfehlungen von Schlaf-Experten für dich zusammengefasst, damit du deine Schlafprobleme beseitigen und ausgeruht aufwachen kannst.

 

1. Schulterschmerzen

 
Wenn du morgens mit Schulterschmerzen aufwachst, solltest du versuchen, nicht auf den Seiten, sondern auf deinem Rücken zu liegen. Es ist ebenfalls nicht ratsam auf dem Bauch zu liegen, da dies zur Fehlausrichtung der Schultern führt.

Die beste Schlafposition ist, wenn du auf dem Rücken liegst. Lege ein dünnes Kissen unter deinen Kopf und nimm ein anderes auf den Bauch, welches du dann umarmst. So sind deine Schultern in der korrekten und stabilen Position.

 

2. Rückenschmerzen

 
Bei Rückenschmerzen solltest du die normalen Kurven deiner Wirbelsäule beibehalten. Ist die alteingelegene Matratze zu weich, ist es an der Zeit, sich eine neue anzuschaffen.

Auf dem Rücken zu schlafen ist hier wieder die beste Methode für dich. Packe diesmal aber noch ein Extra-Kissen unter deine Kniekehlen, um die natürliche Kurve deine Wirbelsäule beizubehalten und den Rücken zu stützen. Wenn du lieber auf dem Bauch liegst, empfiehlt es sich, ein Kissen unter dein Becken zu legen.

Falls es doch lieber die Seite sein soll, dann begib dich am besten in die Fötus-Position. Ziehe deine Beine etwas in Richtung Brustkorb, behalte die natürliche Kurve deines Rückens bei und lege ein kleines Kissen zwischen deine Beine.

 

3. Nackenschmerzen

 
Genau wie dein Rücken muss auch dein Nacken gefedert werden.

Generell ist hier auf dem Rücken zu schlafen, mit einem Kissen unter Kopf und beiden Armen, die beste Methode. Wenn du Nackenprobleme hast, solltest du deine Kissen sehr sorgsam auswählen. Am besten orthopädische oder Rollen-Kissen.

Wenn du gerne auf der Schulter schläfst, stelle sicher, dass dein Kissen nicht zu hoch ist. Optimal passt die Dicke deines Kissens genau zur Breite deiner Schulter und hilft so deinem Nacken, in einer natürlichen Position zu bleiben.

Auf dem Bauch zu schlafen solltest du vermeiden, weil dein Nacken sonst zu sehr zu den Seiten hin belastet wird.

 

4. Probleme beim Einschlafen

 
Es kann schon hart sein, das Smartphone oder das geliebte Notebook zur Seite zu packen, wenn du schon im Bett liegst. Du solltest es trotzdem tun. Das Licht von den Bildschirmen stört deinen natürlichen Schlafrhythmus.

Vermeide es, zu später Stunde Koffein, wie z.B. Kaffee, Energie-Drinks, Schwarztee oder auch Schokolade (enthält Theobromin) zu dir zu nehmen und das mindestens sechs Stunden, bevor du schlafen gehst.

Mache morgens und abends ein paar Sportübungen. Das hilft dir nicht nur beim Einschlafen, sondern bringt auch die Blutzirkulation in Schwung.

 

5. Probleme beim Durchschlafen

 
Wenn du mitten in der Nacht aufwachst, solltest du nicht nur aufhören deine technischen Geräte kurz vor dem Schlafengehen zu nutzen, sondern auch keinen Alkohol vor der Bettruhe trinken. Alkohol stört deine Wasser-Balance und beeinträchtigt deinen Schlafrhythmus. Außerdem kannst du die Raumtemperatur überprüfen. Optimal sind ca. 18° C.

 

6. Probleme mit dem Aufwachen?

 
So ziemlich alle scheinen an diesem Problem zu leiden. Es gibt allerdings eine ganz einfache Lösung dazu. Anstatt dir fünf Wecker zu stellen, stelle dir nur einen. Und verzichte auf die Snooze-Funktion. Wer früh schlafen geht, wacht morgens viel besser auf.

 

7. Schnarchen

 
Wenn du dazu neigst zu schnarchen, schlafe nicht auf deinem Rücken. In dieser Position fällt deine Zunge nach hinten in den Rachen und verengt die Atemwege. Schlafe auf deiner Seite mit dem Kopf in einer natürlichen Position, um die Atemwege frei zu halten.

Die Wahl des Kissens macht auch hier viel aus. Falls du ein zu weiches Kissen verwenden solltest, lege dir ein zweites darunter, dann fällt dein Kopf nicht mehr nach hinten und deine Zunge blockiert den Rachen nicht. Die Muskeln deines Rachens und der Zunge zu trainieren hilft ebenfalls.

 

8. Beinkrämpfe

 
Beinkrämpfe sind spontan auftretendes Zusammenziehen der Muskeln in Schenkeln, Waden und Füßen. Fast 80 % aller Leute leiden darunter, egal in welcher Altersgruppe. Nächtliche Beinkrämpfe sind oft Anzeichen für eine Krankheit, Nervenschäden oder fehlende Versorgung von Spurenelementen.

Eine Möglichkeit, Beinkrämpfe zu verhindern, ist es, die Beinmuskeln zu dehnen und so zu stärken. Du kannst es mit Yoga kurz vor der Bettruhe versuchen. Denk dran: Wenn du Ergebnisse sehen willst, muss das auf regelmäßiger Basis passieren.

 

9. Andere Probleme

 
Schlafstörungen können durch viele Faktoren auftreten, das geht los bei unbequemen Schuhen und erstreckt sich bis zu Problemen mit dem Nervensystem.

Falls Sodbrennen dein Leiden sein sollte, versuche auf deiner linken Seite zu schlafen. Dies verhindert, dass Mageninhalt zurück in die Speiseröhre gelangt und somit das Sodbrennen verursacht.

Schmerzende Beine in der Nacht? Benutze ein Kissen, um deine Füße hochzulegen. Das Blut in deinen Beinen kann so nach unten fließen und du wirst dich besser fühlen. Versuche außerdem, vor dem Schlafengehen deine Beine zu massieren und Koffeinkonsum zu vermeiden.

 
Du willst auch im Schlaf produktiv sein?

Produktiv schlafen durch luzides Träumen


 


Fotos: Jonathan-Knowles / GettyImages

6 wirksame Tipps gegen Taschendiebe


Dieser Moment, wenn du dir an die Hosentasche fasst und dein Handy nicht spürst. Beklaut zu werden ist sehr ärgerlich … und dann auch noch im Urlaub. Wir zeigen dir, wie du Taschendiebe erkennst und verhinderst, dass sie ihre Masche bei dir abziehen. Außerdem geben wir dir ein paar Tipps mit auf den Weg, wie du dich verhalten solltest, falls du wirklich mal bestohlen wirst.

 

Nummer 1:

Taschendiebe

Schon mal in einem knackevollen Bus angerempelt worden? Glück gehabt, dass die Brieftasche noch da ist. Taschendiebe lieben Menschenmengen, in denen sie untertauchen können. Wenn du jetzt aber auf Sehenswürdigkeiten oder Straßenbummel nicht verzichten willst, kommst du um Menschenmengen nun mal nicht rum. Trage dein Geld also nicht in der Hosentasche, in die praktisch jeder reingreifen kann, solange deine Hand nicht drin ist, sondern in der Innentasche deiner Jacke. Eine Bauchtasche ist ebenfalls viel schwerer zu entreißen als eine herkömmliche Handtasche.

 

Nummer 2:

Langfinger

Die Brieftasche wurde dir also entwendet. Zählen wir mal durch: Geld weg, Ausweis weg, Führerschein weg, Reisepass weg, Busticket weg und vielleicht sogar noch mehr. Es ist äußerst ratsam, dein Geld und deine Papiere gentrennt voneinander aufzubewahren. Frage in deinem Hotel nach, ob es dort einen Safe gibt, in dem Wertsachen eingesperrt werden können. Sie einfach im Hotelzimmer liegen zu lassen ist übrigens keine so gute Idee, denn Diebe machen auch davor keinen Halt!

 

Nummer 3:

Karte

 
Prävention ist unglaublich wichtig. Mitten im Gespräch ständig nach seinen Wertsachen greifen zu müssen ist schließlich auch lästig, achte daher gut auf deine Umgebung. Ein Mantel ist im Sommer nicht unbedingt üblich, oder? Besonders beliebt ist die „Nach-dem-Weg-fragen“-Masche. Der Eine hält die Karte vor die Nase und der Zweite greift dir währenddessen in die Hosentasche. Wenn also jemand besonders aufdringlich Fragen stellt, solltest du Vorsicht walten lassen.

 

Nummer 4:

Taschendiebe

Was tun, wenn Kreditkarten und andere Wertsachen weg sind? Gehe sofort zur Polizei und melde sämtliche Gegenstände, die dir geklaut wurden. Das geht zwar am besten mit eurem Ausweis, wenn aber auch dieser entwendet wurde, geht es auch ohne. Unter der Telefonnummer 116 116 wirst du mit dem Sperr-Notruf verbunden und du kannst deine Karte sofort sperren lassen. Außerdem kannst du dir von der Polizei eine Liste mit den gestohlenen Wertsachen für deine Versicherung ausstellen lassen.

 

Nummer 5:

Taschendiebe

 
Um die Daten auf deinem Smartphone nicht an andere Leute zu verlieren, solltest du eine Ortungs- oder Fernlöschungs-App installieren. Eine nachträgliche Löschung wird ansonsten sehr schwierig. Mit der Ortungs-App solltest du außerdem nicht auf eigene Faust handeln, sondern zur Polizei gehen.

 

Nummer 6:

Handtasche

Um nicht mit leeren Händen dazustehen, falls dir Sachen geklaut werden, solltest du dir Sicherheitskopien von all deinen Dokumenten machen, um wenigstens noch problemlos zurück über die Grenze zu kommen. Der Gang in die Botschaft des Urlaubslandes kann viele Nerven kosten und lässt sich leicht ersparen, wenn du dir die Unterlagen vorab selbst per Mail schickst.

 
Hier noch ein paar weitere Tipps, wie Ihr euren Urlaub entspannter antreten könnt.

10 clevere Reisetipps für den perfekten Urlaub


Fotos: Robert-Alexander / Kontributor; Fredrik-Skold / Getty Images, ghazii; ksch / Adobe Stock

Die Sonderedition BMW i8 Protonic Frozen Yellow


Nein, was war das für ein Tamtam, als BMW im Jahr 2013 den serienreifen i8 auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt präsentierte. Die Erwartungen waren groß, denn bereits 2009 wurde das Konzeptfahrzeug BMW Vision Efficient Dynamics gezeigt und die Jahre vergingen nahezu schleppend, bis wir dann zum ersten Mal im fertigen i8 Platz nehmen durften. Heute sieht man ihn zwar nicht oft, aber immer mal wieder, und er ist und bleibt ein Hingucker.

 
Nun bringt BMW eine limitierte Sonderedition auf den Markt. Lackiert in Protonic Frozen Yellow oder Protonic Frozen Black. Nicht ohne Grund nennt ihn BMW auf deren Homepage schlicht und einfach den iCatcher, denn wenn ein i8 in Gelb mit Sicherheit eines gut kann, dann ist es kräftig polarisieren.

 
Mittlerweile kann die Sonderedition mit nur 2,1 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer auf bmw.de konfiguriert und bestellt werden.

 
Die Frozen Yellow und Frozen Black i8 sind nicht nur von außen als Sondermodell zu erkennen, auch im Innenraum hat sich BMW ein bisschen was einfallen lassen. Beim Öffnen der Tür fällt sofort die exklusive Einstiegsleiste auf, die selbstverständlich mit einem Schriftzug der jeweiligen Edition versehen ist.

 
BMW i8 Protonic Frozen Yellow

 
Ebenfalls neu im Innenraum sind die dunkel gehaltenen NESO-Sitze. Diese verfügen über eingenähte gelbe und anthrazitfarbene Nähte, sowie ein i8-Logo in den Kopfstützen, während ein in Grau gehaltener Sicherheitsgurt die Piloten schützt. Als besonderes Highlight in Keramik-Optik erfreuen sich sowohl der Ganghebel, als auch die zentralen Bedienelemente. Mehr High-Tech-Atmosphäre geht nicht.

 
Der Listenpreis des BMW i8 beginnt bei 134.000 Euro. Mit individueller Ausstattung kommen allerdings noch ein paar Euro hinzu. Dafür besitzt man dann allerdings einen echten iCatcher, der noch dazu unverschämt wenig verbraucht und dennoch die 0 auf 100 km/h in nur 4,4 Sekunden absolviert, bevor die Elektronik bei 250 km/h den Anker wirft und somit die weitere Beschleunigung unterbricht.


Fotos: BMW Presse

Vorsicht hier wirst du ohne dein Wissen überwacht

In der heutigen Zeit ist absolute Anonymität nicht mehr gewährleistet, sobald du vor die Tür gehst. Überwachung ist schon immer ein heikles Thema gewesen und versetzt die Menschen in Aufruhr. Zu Recht! Wer will schon Tag und Nacht beobachtet werden? Große Firmen sammeln von ihren Kunden Daten, um die Vermarktungsstrategie dementsprechend anzupassen. Und das geht bis an die Supermarktkasse.

 
Wer an der Kasse von Real auf einen der Werbebildschirme schaut, sollte besser nicht in der Nase bohren, denn es besteht die Möglichkeit, dass der Bildschirm zurückschaut. Eine Software, die Alter und Geschlecht der Kunden bestimmt, wird bereits in 40 Filialen zum Einsatz gebracht. Sogar die Blickdauer wird aufgezeichnet, um die Dauer der Werbung zu bestimmen.

 
Mit dieser Methode können unterschiedliche Produkte, je nachdem, ob ein Mann oder eine Frau auf den Bildschirm schaut, angezeigt werden, um die Werbefläche zu optimieren. Die Kunden wissen darüber natürlich nicht Bescheid.

 
Real Outdoor

 
Natürlich halten die Anbieter des Systems diese Art von Werbung, wie hätte es auch anders sein sollen, für unproblematisch. Es werden ja nur anonyme Daten genutzt. Ganz anders sieht das hingegen laut „Lebensmittelzeitung“ der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Casper. Da die Bilder der Kunden von Kameras erhoben werden, muss der Händler diese informieren, das fällt nämlich unter die Vorschriften zur Videoüberwachung.

 
Anbieter für Werbetechnologie sehen noch weitere Anwendungsmöglichkeiten, wie z.B. interaktive Systeme, bei denen Kunden die Bildschirme mit dem eigenen Foto nutzen können … und diesmal sogar bewusst. Die Mimik kann ebenfalls analysiert werden, um Verkaufsmuster zu studieren. Ja sogar vor der Kleidung der Kunden machen die Konzerne keinen Halt, um somit die Einkommensgruppe zu ermitteln.

 
Die Technologie bietet also viele Möglichkeiten, um ausgenutzt zu werden und Kunden heimlich zu analysieren. Wenn du das nächste Mal an der Supermarktkasse stehst, zähle ruhig mal durch, wie viele Werbetafeln auf dich zeigen und dich mit Produkten umwerben, welche dich interessieren könnten.


Fotos: Real Presse

Max Mutzke: „Wenn ich etwas nicht kenne, kann es ja total geil werden.“


2004 nahm Maximilian Nepomuk Mutzke für Deutschland am Eurovision Song Contest teil – seitdem sind 13 Jahre vergangen in denen er bewiesen hat, dass er alles andere als eine Eintagsfliege ist. Im Interview sprachen wir mit ihm über seine Karriere und über seine Familie, die ihn ausgleicht, über Rassismus und darüber, warum er niemals in Berlin leben könnte.


Ajouré: Herzlich willkommen in Berlin! Du warst ja schon nun öfters hier, wie findest du unsere Hauptstadt, wie fühlst du dich hier?

Max: Ich habe eben schon zur Fahrerin, die mich vom Flughafen abgeholt hat, gesagt, dass es mich total zur Verzweiflung bringen würde, wenn ich hier leben würde, weil ich aus einem kleinen Dorf komme, indem es keine roten Ampeln gibt. Und wir haben auch keine Parkplatznot. Wenn es bei uns vor dem Haus keinen Parkplatz gäbe, dann würde man das Auto einfach auf den Feldweg stellen, das ist ja hier alles so ausgeschlossen. Wenn wir eine Stunde fahren, dann sind wir schon aus dem Schwarzwald raus und fast in Stuttgart. Hier habe ich alleine vom Flughafen fast 40 Minuten gebraucht und bin gefühlt nur drei Kilometer weit gekommen.

Das ist etwas, das mich geprägt hat. Im Dorf zu leben, im Schwarzwald, und diese Freiheit zu spüren, eben auch nicht aufgehalten zu werden. Für mich kommen Fußgängerampeln ja direkt aus der Hölle, habe ich das Gefühl. Diese Einschränkung, die ich empfinde, wenn ich zum Beispiel aus dem Hotel rausgehe um zu laufen und nach 30 Metern schon an einer Ampel stehen bleiben muss, 100 Meter später wieder und dann nach 50 Metern erneut, dann hat das alles für mich so gar keinen Sinn.

Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass ich mittlerweile für mich auch einen Überblick bekommen habe, weil ich hier auch produziert habe und viele meiner Freunde in Berlin leben, bei denen ich privat auch mal übernachte. Dann kommt man natürlich auch anders in Berlin an, weil man deren Ecken, Kneipen und Restaurants kennenlernt und so ganz anders in Berlin sozialisiert wird. Das macht dann auch wirklich Spaß. Ich mag Berlin, aber hier leben könnte ich nicht.

 

 


Ajouré: Vor einer Woche saßen wir hier in Berlin im Rahmen des „Wohnzimmerkonzerts“ schon einmal zusammen, wo du über das ein oder andere gesprochen hast, was mich persönlich sehr getroffen hat. Berlin ist ja sehr multikulturell, was man vom Schwarzwald und Süddeutschland nicht unbedingt immer behaupten kann. Wie sehr stößt du hier auf das Thema Fremdenfeindlichkeit? Du hast ja mit deiner Familie eine ganz andere Verbindung zu dem Thema…

Max: Das kann ich zum Glück von mir zu Hause nicht bestätigen. Meine Frau kommt ja aus Ostafrika und wir haben eine kleine bunte, wuselige Familie. Natürlich ist Rassismus ein Thema bei uns zu Hause, über das wir reden. Wir müssen unseren Kindern erklären, dass es Menschen gibt, die andere aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Religion, politischen Meinung oder die ihnen wie auch immer fremd sind, abwerten, ohne sie überhaupt zu kennen und ohne zu wissen, wie sie sozialisiert sind. Und das muss man den Kindern erst einmal klarmachen, dass es das überhaupt gibt. Sie verstehen das mit ihren Kinderherzen gar nicht, dass man fremde Menschen einfach blöd findet. Und noch schlimmer: Man findet sie nicht einfach blöd, sondern man findet sie verachtenswert oder bespuckt vielleicht sogar mal einen, dem anderen haut man einen auf die Fresse oder man zündet ein Flüchtlingsheim an. Wie auch immer – das ist ganz, ganz gravierend.

Ich glaube, dass Rassismus immer damit zu tun hat, dass Leute etwas hassen, das sie gar nicht kennen und vor Fremdem Angst haben. Bei uns im Schwarzwald ist es sehr überschaubar, da kennt man sich. Viele kennen auch mich und meine Familie, wir leben schon seit drei Generationen dort. Wir sind den Leuten also nicht fremd und erfahren daher auch keinen Rassismus. Wir sind aber auch sehr multikulturell, in den Klassen gibt es viele Kinder mit Migrationshintergrund verschiedenster Nationalitäten. Wir haben eine große türkische, aber auch italienische, russische und marokkanische Community. Durch die Flüchtlingsheime, oder Container muss man ja eher sagen, sind natürlich auch ganz viele Afrikaner da. Wir sind schon sehr fortschrittlich, das glauben viele gar nicht.

Nichtsdestotrotz sollte Rassismus immer ein Thema sein, über das man sprechen sollte. Man sollte sein Umfeld auch immer aufklären und in wirklich jeder Situation den Mund aufmachen – egal, ob beim Stammtisch, im Taxi, im Freundeskreis oder auf der Arbeit. Wenn Aussagen fallen, bei denen man denkt, das stimmt so nicht oder das sei rassistisch oder aus Dummheit so daher gesagt, dann sollte man unbedingt einschreiten und zumindest seinem Umfeld klarmachen: „Hey, wenn ich in der Nähe bin, dann lasst nicht so eine Scheiße ab, sonst werden wir immer eine Diskussion haben. Lasst keine dummen Sprüche ab!“ Das finde ich sehr wichtig, denn das ist ein Auftrag, den man sich selber machen kann.

 

Ajouré: Du warst kürzlich sehr begeistert von jemandem, der in Potsdam dein Konzert in Gebärdensprache übersetzt hat. Hast du das selber organisiert und wie wertvoll sind dir solche Momente?

Max: Das ist das erste Mal mit dem Babelsberger Filmorchester gewesen. Das Konzert fand im Nikolaisaal statt und die Gebärdensprachlerin wurde, glaube ich, auch vom Team dort organisiert. Sie war so cool und hat sogar in Gebärdensprache getanzt, sie ist wirklich sehr musikalisch. Sie kannte all meine Texte und hat sich vorab richtig mit dem Konzert auseinandergesetzt. Beim Singen bewege ich mich ja auch und sie stand neben mir. Das waren dann so fließende Bewegungen von uns und hatte etwas von Kampfkunst, das hatte etwas total Gutes.

Ich bin sowieso immer so, dass, wenn mir etwas angeboten wird, das mir fremd erscheint und ich Zweifel habe, es dann eher mache, als wenn ich etwas schon kenne und Zweifel habe, weil die dann womöglich begründet sind. Wenn ich etwas nicht kenne, kann es ja total geil werden. Und in dem Fall war es tierisch gut und ich würde so etwas gerne öfter machen. Ich glaube auch, dass es dem Publikum gefallen hat.

 
Max Mutzke 2

 

Ajouré: Seit letztem Jahr ist dein Album „Experience“ draußen und im April hast du dein Programm in der Elbphilharmonie gespielt. Wie ist das, in so einem großen Saal zu spielen?

Max: Die Elbphilharmonie ist momentan das begehrteste Haus der Welt. Wenn du dort rein willst und du kennst niemanden, der dort spielt, dann hast du so gut wie keine Chance, in den nächsten eineinhalb Jahren da hineinzukommen, weil schon alles ausverkauft ist. In diesem Raum wurde noch keine Geschichte geschrieben, nicht so wie in anderen berühmten Sälen, wo du weißt, wer schon alles vor dir auf dieser Bühne stand – von Ray Charles bis Frank Sinatra. Jetzt steht man in einem neuen Raum und weiß, hier wird definitiv noch viel Geschichte geschrieben. Wenn man dann in den ersten vier Monaten dabei sein darf, dann ist das natürlich total geil. Und auch das Projekt, mit dem wir dort gespielt haben, nämlich mit der großen Radio-Philharmonie des NDR – wir waren so 70, 80 Leute auf der Bühne – war ein unglaublicher Aufwand, denn ich habe nur meine eigenen Songs gespielt, die neu arrangiert wurden. Alleine der logistische Aufwand, der dahinterstand, war enorm.

 

Ajouré: Was ist dein Lieblingssong auf deinem Album und welche Message hat er?

Max: Das ist schwer zu sagen. Das ist wie mit seinen Kindern – da kann man auch nicht sagen, welches einem das liebste ist. Bei den Songs ist das ähnlich, wenn auch nicht ganz so konsequent. Da gibt es Lieder, die hat man am Anfang ganz gut gefunden und mit der Zeit findet man sie dann nicht mehr ganz so stark, wie man dachte. Man hat sich auch emotional davon gelöst und spielt sie daher auch nicht mehr live.

Es gibt tatsächlich zwei Nummern, wenn nicht sogar vier, die einen total berühren, zumal sie autobiografisch sind. Das ist einmal „Schwarz auf Weiß“, den ich bereits vor meiner kommerziellen Karriere noch als Schüler geschrieben habe. Damals ging es eben noch nicht darum, einen Song zu schreiben, der auch mal im Radio laufen und einem Erfolg bringen soll, sondern den hat man damals einfach für seine Schülerband geschrieben. Den Song habe ich beim LKW fahren geschrieben, als ich einen Ferienjob auf der Baustelle hatte. Das war ein geiler Job, man musste gar nicht weiter nachdenken, ist den ganzen Tag einfach nur rumgefahren und da habe ich diesen Song geschrieben. Ich habe mir gedacht, das ist ein Song, der schon vor der Karriere da war und den ich seit 13 Jahren fast jeden Abend spiele. Deshalb ist er mit dabei und ich habe eine sehr große Leidenschaft zu ihm. In dem Song geht es auch um diese Frau, mit der ich eine Familie habe.

Ein weiterer Song, den ich geschrieben habe, heißt „Hier bin ich Sohn“. Darin geht es um meine Mutter, die vor drei Jahren an einer schweren Krankheit gestorben ist. Die Krankheit wird oft nicht als Krankheit gesehen, sondern als Problem, von dem die Person betroffen ist. Es ist schwer zu akzeptieren, dass das eine Krankheit ist. Wenn so ein Song dann auch noch mit einem so großen Orchester begleitet wird, kommt eine ganz andere Emotionalität rüber.

„Welt hinter Glas“ ist ja einer meiner bekannteren, deutschen Songs. Da war ich zunächst etwas unsicher, wie er in der Orchester-Version klingen wird, da er im Original ja sehr poppig ist. Aber er hat dadurch eine Größe bekommen – wie so eine Barbara Streisand-Nummer. Wie dieser Song geworden ist, war mit einer der größten Überraschungen in diesem Projekt. Es gibt also schon ein paar Nummern, an denen man sich auf der Bühne erfreut.

 

Ajouré: Auf Facebook hast du vor dem Konzert ein Gewinnspiel gestartet und dem Gewinner die Möglichkeit gegeben, deinen Song „So viel mehr“ mit dir als Duett zu singen. Wie ist die Idee dazu entstanden?

Max: Ich habe schon mit mehreren Künstlern auf der Bühne gestanden und dachte mir, dass es auch cool wäre, jungen Leuten die Chance zu geben. Wir reden ja jetzt auch nur von einem kleinen Facebook-Aufruf für einen einzigen Live-Auftritt und nicht von einer riesigen Fernsehshow, bei der man berühmt werden kann. Dennoch wollte ich jemanden auf die Bühne holen, mit dem das richtig geil wird. Aussehen, Performance und Attitüde sollten nicht im Vordergrund stehen, sondern die Stimme und wie der Song rübergebracht wird. Das fand ich an der Sache ganz reizvoll. So etwas habe ich vorher noch nie gemacht.

Ich selber bin ja auch durch eine Castingshow der Öffentlichkeit bekannt geworden und habe dahingehend auch schon viele Anfragen bekommen, ob ich nicht einmal in der Jury einer Castingshow sitzen möchte. Aber darauf habe ich absolut keinen Bock. Das ist so anmaßend und Tagesform abhängig – sowohl von mir als auch von den Teilnehmern, dass man vielleicht sogar jemanden wegschickt, der eigentlich total gut ist, was aber durch die gegebenen Bedingungen nicht zum Vorschein kam.
 

Max Mutzke Interview

 

Ajouré: Du bist in der Kultserie „Dittsche“ zu Gast gewesen, du hast schon mehrere Songs für Film und Kino gemacht, du bist in dem großen Saal der Elbphilharmonie aufgetreten, warst für den Echo Jazz nominiert und vieles mehr. Was ist das Geheimnis deines Erfolgs?

Max: Man kann ja nur sagen, dass ich erfolgreich bin, wenn man voraussetzt, dass Casting-Teilnehmer normalerweise nach ein, zwei Jahren weg vom Fenster sind. Da habe ich das große Glück gehabt, dass das seit 13 Jahren nicht der Fall ist. Das merke ich auch an meinem Terminkalender, Kontostand, Zuschauerzahlen und an den Formaten, wie z.B. Talkrunden, zu denen ich eingeladen bin, dass es für mich stätig Wachstum gibt. Das ist natürlich ein schönes Gefühl, aber ich glaube, das sind mehrere Dinge, die da zusammenspielen.

Zum einem mache ich schon mein ganzes Leben lang Musik, man kennt mich zwar erst seit 13 Jahren, aber ich mache seitdem ich sechs bin Musik – also fast 30 Jahre. Außerdem bin ich in einer Familie aufgewachsen, in der Musik allgegenwärtig war. Wir sind zu super vielen Konzerten gegangen und meine Mutter hat Theater gespielt. Wir haben alle ein Instrument gespielt, hatten zu Hause einen riesigen Proberaum, wo alle Instrumente aufgebaut waren und man konnte sich wohin man wollte ransetzen. Ich habe ganz früh meine ersten Schülerbands gehabt, mein Vater hatte selber auch eine Hobby-Band, bei deren Auftritten wir als Vorprogramm auftreten durften.

Musik ist das Hobby, was mich mein ganzes Leben lang so richtig intensiv begleitet hat. Andere Hobbies, wie Sportarten, habe ich zeitweise mal intensiver gemacht, dann aber wieder aufgehört. Aber Musik war von der ersten Sekunde wesentlicher Bestandteil meines Lebens und auch unseres Familienzusammenlebens; das ist wie ein festes Fundament und ich glaube, das ist, was die Leute verstehen.

Außerdem habe ich mit einem Management zusammengearbeitet, das mit mir kein Geld verdienen musste. Sie haben mit anderen viel mehr verdient, ich war sozusagen ein leidenschaftliches Hobby von Stefan Raab. Das war cool, aber ich habe mich deshalb auch von ihm getrennt, weil ich gemerkt habe, dass ich eben nur ein Hobby von ihm war. Ich habe manchmal Wochen darauf warten müssen, bis wir musikalisch wieder was gemacht haben, weil er so eingespannt war. Aber das war dennoch cool, weil das Management jemanden in ihrer Show finden wollte, von dem man auch noch in zehn Jahren etwas hört und dafür muss man so eine Karriere ganz feinfühlig aufbauen. Man darf nur Preise entgegennehmen, die wertvoll sind, man darf nur mit Leuten zusammenarbeiten, die ein gutes Image haben, man geht nur auf Events, die cool sind und auch nur, wenn man Teil der Veranstaltung ist – entweder, weil man nominiert ist oder dort auftritt. Wenn ich irgendwo zu sehen bin, dann hat das Hand und Fuß, ich bin nicht der „Roter-Teppich-Mann“.

Ich glaube, das sind ganz viele Dinge, auf die man achten muss. Aber zum Glück bin ich auch niemand, der die Öffentlichkeit sucht. Ich verstehe die Leute, die gerne nach Berlin kommen und Kino-Premieren, etc. besuchen. Aber ich bin dann doch lieber daheim im Schwarzwald, wo ich Holz im Wald mache und wo ich an meinem LKW bastle. Ich fliege dann ab und an nach Berlin, wenn ich etwas machen darf.

 

Ajouré: Du hast ja ein sehr zeitintensives Berufsleben. Wie bekommst du das mit deinem Familienleben vereint? Leidet das ein oder andere darunter?

Max: Man merkt manchmal schon, dass das an allen nicht so spurlos vorbeigeht, wenn man so viel unterwegs ist. Meine Kinder sind jünger als meine Karriere, die sind da mit reingeboren und kennen mich so. Meine Kleinen dachten früher immer, ich arbeite am Flughafen, weil sie mich dort immer so oft abgesetzt und drei Tage später wieder abgeholt haben. Zuhause möchte ich dann aber auch gar nichts mit Musik zu tun haben, da mache ich andere Dinge mit der Familie. Wo es schwieriger ist, ist es mit der Partnerschaft. Man muss echt darauf achten, dass man nicht immer nur alleine unterwegs ist oder mit der Familie, sondern eben auch mal nur zu zweit.
 

Max Mutzke

 

Ajouré: Hast du Vorbilder oder Mentoren?

Max: Ich habe nie klassische Vorbilder im Sinne von: „ich will genauso sein wie Person XY“ gehabt. Dennoch gab es viele Menschen, die mich inspiriert haben. Einflüsse von außen jeglicher Art sind enorm wichtig. Das merke ich auch jetzt bei meinen Kindern, wie sie davon profitieren, dass wir eine eritreische Community haben, wo wir gemeinsam essen und Kaffee trinken. Das sind ganz andere Geschmäcker und Verhaltensregeln – eine ganz andere Mitmenschlichkeit, die den Horizont erweitert. Deshalb sind Einflüsse von außen lebenswichtig.

 

Ajouré: Ich habe drei Anfänge eines Satzes und du darfst sie vervollständigen.
Familie ist …

Max: … das absolute Pendant zu meiner Karriere, die den Druck rausnimmt und mir dabei hilft, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben.

 

Ajouré: Erfolg ist …

Max: … ganz relativ und ganz unterschiedlich zu beurteilen. Da gibt es den monetären Erfolg, wie viele Menschen zu den Konzerten kommen und wie oft man im Radio gespielt wird. Das ist alles wichtig – oder auch nicht.

 

Ajouré: Musik ist …

Max: … nicht nur mein größtes Hobby, sondern auch meine Berufung. Es ist viel mehr als nur Spaß. Es ist auch politisch, eine Sprache, hochemotional und gleichzeitig kann man damit auch ganz viel erreichen. Das macht es auch so wertvoll und lässt es nicht nur als „Spaß-Job“ dastehen.


Fotos: David Königsmann; Sony Music; Nils Müller; PR / Amazon

Im Test: Der Nilox Doc Pro Elektroroller und das DOC HOVERBOARD BLACK 6.5

In unserem Minitest haben wir den Nilox Doc Pro – Elektroroller und das DOC HOVERBOARD BLACK 6.5 getestet. Beide „neumodischen“ Fortbewegungsmittel haben unseren vier Testpersonen sehr zugesagt und wurden auch ab dem ersten Tag mit in den Alltag eingebunden. Um uns ein umfassendes Urteil bilden zu können, begleiteten uns die Flitzer eine Woche lang zur Uni, Arbeit oder Freizeit. Aber der Tag des jüngsten Gerichts ließ nicht lange auf sich warten und schweren Herzens mussten wir die Testgeräte wieder an Nilox zurückschicken.
 

 

Nilox Doc Pro – Elektroroller

Einmal kräftig abstoßen und der Motor erledigt den Rest. Der Nilox Doc Pro ist ein Elektro-Kickboard mit einer Höchstgeschwindigkeit von sage und schreibe 20 km/h. Da wir den Elektroroller hauptsächlich auf dem Tempelhofer Feld, also einem sehr großflächigen Gelände getestet haben, fühlten sich die 20 km/h allerdings nicht übermäßig schnell an. Dieses Gefühl ändert sich aber, sobald man den Roller in den Fußgängerzonen & auf Fahrradwegen Berlins benutzt. Um ein unkontrolliertes Manövrieren vorzubeugen, dient ein kleiner roter Kopf auf der Seite des Rollers dazu, ihn auf 6 km/h zu drosseln. Apropos Stadtverkehr, der Doc Pro besitzt keine interne Frontlampe, dafür aber ein gutes Rücklicht mit Bremslampe.

 

Nilox Doc Pro – Elektroroller

Technische Daten:

Durchmesser Rad: 8 cm
Batteriekapazität: 4.400 mAh
Batterielaufzeit: 120 min
Gewichtsbeschränkung: 100 kg
Höchstgeschwindigkeit: 20 km/h
Motorleistung: 300 Watt
Ladezeit: 120 min

Gewicht: 12 kg
Breite: 100,8 cm (offen)
Höhe: 115 cm (offen)
Tiefe: 46 cm (offen)

Breite: 98 cm (geschlossen)
Höhe: 16,5 cm (geschlossen)
Tiefe: 35 cm (geschlossen)


 

DOC HOVERBOARD BLACK 6.5

Einmal aufsteigen und bloß nicht versuchen, vorwärts wieder abzusteigen. Das Nilox Doc Hoverboard Black 6.5 ist ein Elektro-Board mit einer Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h. Dieses Gefühl wird vom Tempelhofer Feld (unsere Testumgebung) ebenso verfälscht und auch in einem Rennen hätte das DOC BLACK 6.5 gegen einen Nilox Doc Pro keine Chance. Dennoch ist das Hoverboard um einiges mobiler und besitzt einen Wenderadius von quasi null.
 

Doc Hoverboard Black 6.5
 

Die Nutzung beider Geräte macht tatsächlich großen Spaß und lässt auch alte Hasen wieder richtig jung werden. Der in Wert gemessene Preis beider Spielzeuge ist unserer Meinung nach gerechtfertigt und nicht zu hoch angesetzt. Tatsächlich hat sich einer unserer Redakteure kurzerhand ein DOC HOVERBOARD PLUS BLACK 6.5, also ein mit Bluetooth-Lautsprecher ausgestattetes Hoverboard gekauft.

Doc Hoverboard Black 6.5

Technische Daten:

Reifendurchmesser: 16,51 cm
Batteriekapazität: 4.400 mAh
Batterielaufzeit: 120 min
Reichweite: 20 km
Gewichtsbeschränkung: 100 kg
Höchstgeschwindigkeit: 10 km/h

Motoren Anzahl: 2
Einzelmotorleistung: 240 W
Motorleistung gesamt: 480 W

Gewicht: 10 kg
Breite: 58,4 cm
Höhe: 17,8 cm

 

 

Fotos: PR; AJOURE´ Redaktion