Sprachassistenten

Sprachassistenten sind mittlerweile für die meisten Menschen fester Teil des Alltags geworden. Die drei KIs Siri, Google Assistant und Alexa sind auf den meisten Geräten bereits ab Werk vorinstalliert und verfügen über etliche Funktionen, welche oft praktisch, aber genauso oft auch obsolet sind. Welcher der drei Assistenten der Beste für dich ist und welche Funktionen die jeweiligen KIs haben, zeigen wir dir im folgenden Beitrag.

Alexa – Amazons Aushängeschild

Alexa

Mit dem Alexa-Sprachassistenten hat das Unternehmen einen praktischen Alltagshelfer ins Rennen geschickt, welcher über etliche Steuerungsmöglichkeiten verfügt.

Ein klarer Vorteil gegenüber den beiden Konkurrenten Google und Apple ist ganz klar der verhältnismäßig niedrige Preis.

Auch die Möglichkeit, etliche Geräte von Fremdanbietern in Alexas Netzwerk zu integrieren und diese mit ihr zu steuern, sorgt für die wachsende Beliebtheit.

So lässt sich fast das gesamte Smarthome über den Sprachassistenten steuern.

Angefangen von der Beleuchtung bis hin zu elektrischen Küchengeräten, fast alles kann in das Programm eingespeist werden und mit Amazons Sprachassistent gesteuert werden.

Es lassen sich auch eigene Funktionsprofile für den jeweiligen Raum deines Zuhauses erstellen.

Amazon bietet ebenfalls auch eigene Produkte wie beispielsweise den FireTv Stick oder den FireTv Cube an, welche sich selbstverständlich auch problemlos steuern lassen.

Alexa und ihre Skills

Der Alexa-Sprachassistent bietet sogenannte Skills an, welche beispielsweise den Echo Dot um einige Funktionen erweitern kann.

Dies können kleine Spielereien, wie ein Quiz, Soundboards aus bestimmten Filmen und Serien, aber auch nützliche Dinge, wie Applikationen, welche zur Steuerung des eigenen Smarthomes dienen, sein.

So lässt sich beispielsweise auch der Logitech Harmony Hub mit Amazons Sprachassistent verbinden und mit dem entsprechenden Skill steuern.

Dies erweitert den Funktionsumfang um etliche Zusatzmöglichkeiten. So lassen sich beispielsweise auch Geräte ansteuern, welche über keine WLAN-Verbindung verfügen oder aber eigene Befehle programmieren.

Du kannst beispielsweise in Kombination mit einem FireTv Stick einen älteren Fernseher problemlos zu einem Smart-TV mit Sprachsteuerung umfunktionieren.

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Nachteilig ist jedoch, dass spezielle Skills bei Ersteinrichtung vorher heruntergeladen werden müssen, das wurde bei der Konkurrenz eindeutig eleganter gelöst.

Leichter Verbesserungsbedarf

Alles in allem ist Amazons-Sprachassistent eine tolle Sache, jedoch besteht hier bei einigen Punkten noch Verbesserungsbedarf.

So lässt die Verständlichkeit noch oft zu wünschen übrig, denn oftmals versteht der Assistent einige Dinge falsch, was auf Dauer etwas nervig sein kann.

Spätestens, wenn du denselben Befehl zum fünften Mal aussprichst, hast du keine Lust mehr und greifst lieber selbst zur Fernbedienung.

Der Google Assistant – die smarte Lösung für Sprachassistenten

Nest

Der Google-Assistent ist eine sehr dynamische Lösung und ein wirklich durchdachter Sprachassistent, welcher im Jahr 2016 als Erweiterung von Google Now auf den Markt kam.

Aushängeschild des Google-Assistenten ist der Google Home Smart Speaker, welcher vergleichbar mit dem Echo-Dot von Amazon ist.

Die Funktionsweise sowie der Umfang sind hier bei beiden Geräten identisch. Jedoch verfügt Googles Sprachassistent über Funktionen wie Continued Conversation und Interpreter Mode, was bei der Konkurrenz eher rudimentär bis gar nicht vorhanden ist.

Im Großen und Ganzen gilt der Google Assistent aktuell auch als intelligentester Sprachassistent, welcher seinen Nutzer am besten versteht und die zielgerichtetsten Antworten parat hat, wie etliche Tests beweisen.

Perfekte Verständlichkeit und benutzerfreundliche Einrichtung

Im Vergleich zum Alexa-Sprachassistent, verfügt Googles KI über ein deutlich besseres Verständnis.

Befehle, Namen und Orte werden meistens bereits beim ersten Versuch korrekt erkannt, was bei Amazons Assistent leider nicht der Fall ist.

Auch die Ersteinrichtung erfolgt bei Google deutlich unkomplizierter. Während beispielsweise beim Echo Dot erst die benötigten Skills heruntergeladen werden müssen, ist der Google Assistent sofort startbereit.

Weniger Produktvielfalt

Google liefert mit seinem Assistant definitiv ein sehr solides Sprachassistenzsystem, welches sich deutlich von der Konkurrenz abhebt.

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Doch auch Google macht noch nicht alles perfekt, so lässt beispielsweise die Produktvielfalt noch deutlich zu wünschen übrig. Im Vergleich zu Amazon gibt es hier noch viel zu wenig Auswahl.

Auch die Steuerung des Smarthomes sowie das Einbinden von elektronischen Geräten ins eigene Netzwerk funktionieren beim Konkurrenten deutlich besser.

Der Google Assistant ist zwar mit vielen smarten Elektrogeräten kompatibel, wer jedoch ein ausgeklügeltes Smarthome-Netzwerk aufbauen will, der greift lieber zur Konkurrenz.

Apples Siri – die smarte Begleiterin auf dem iPhone

HomePod

Der Sprachassistent von Apple ist seit Jahren fester Bestandteil auf allen mobilen Endgeräten des Herstellers.

Der Sprachassistent wurde bereits 2010 veröffentlicht und zählt damit sogar zu den Ersten seiner Art. Erstaunlicherweise ist es genau dieser Assistent, welcher bis heute leider auch die meisten Schwächen aufweist.

Von seinen Grundfunktionen her unterscheidet sich Apples Assistent nicht groß von den beiden Konkurrenten. Auch Siri dient als Helfer, kann bestimmte Apps öffnen, mit Apple Car Play im Auto Nachrichten verfassen und Erinnerungen speichern.

Jedoch weist der Assistent hinsichtlich der Verständlichkeit und beim Ausführen einiger Befehle deutliche Schwächen auf.

So werden bestimmte Ausführungen oft missinterpretiert oder schlichtweg gar nicht verstanden. Dies schränkt natürlich auch die Funktionsweise des Assistenten ein.

Der Homepod und die Benutzerfreundlichkeit

Auch Apple bringt mit dem Homepod einen sprachgesteuerten Smart Speaker auf den Markt.

Dieser hebt sich auch deutlich von der Konkurrenz ab, dies liegt jedoch leider nicht an der entsprechenden Leistung, sondern an dem besonders hohen Preis.

Aber wir reden hier ja immerhin von Apple, was hätte man auch anderes erwarten sollen.

Grundlegende Funktionen sind hier auch dieselben wie bei der Konkurrenz, jedoch wie bereits erwähnt, mit kleineren Schwächen hinsichtlich der Verständlichkeit.

Ein großer Vorteil ist jedoch, dass die Einrichtung des Homepods sehr benutzerfreundlich ist, vorausgesetzt du besitzt ein iPhone.

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Denn dann wird beispielsweise das WLAN-Passwort einfach von deinem Handy übernommen, wenn du dich über Air Play verbunden hast.

Die Steuerung des Homepods mit einem Android-Smartphone gestaltet sich hier deutlich schwieriger.

Ein weiteres Manko beim Apple Sprachassistent: Hier wird nur auf das eigene Ökosystem gesetzt, während andere Betriebssysteme wie gewohnt zu kurz kommen.

Welcher Sprachassistent ist der beste? – eine Zusammenfassung

Sprachassistenten Fazit

Nachdem wir dir nun alle drei Systeme etwas genauer vorgestellt haben, gilt es nun ein Fazit zu ziehen und einen eindeutigen Sieger zu bestimmen.

Grundlegend sind die Funktion der Assistenten nahezu identisch, jeder hat seine persönlichen Stärken und Schwächen.

Legst du beispielsweise sehr viel Wert auf die Steuerung deines Smarthomes und auf Online-Shopping, dann solltest du dir den Alexa-Sprachassistenten genauer anschauen.

Ist dir jedoch eine exakte Spracherkennung und ein intelligentes System lieber, dann greifst du zum Google Assistant.

Freunde des angebissenen Apfels greifen dann logischerweise zum Homepod, dieser bietet zwar die meisten Schwächen, lässt sich jedoch innerhalb des eigenen Ökosystems am benutzerfreundlichsten und intuitiven steuern.

Der beste Sprachassistent

Den ersten Platz belegt ganz knapp Googles Assistent, wobei es hier schon ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen mit Amazons Alexa-Sprachassistent gab.

Vom Funktionsumfang und den Möglichkeiten her wäre eigentlich Amazons System auf dem ersten Platz gelandet, jedoch siegt hier Googles intelligentes und durchdachtes Assistenzsystem und die benutzerfreundliche Einrichtung, wenn auch nur sehr knapp.

Den dritten und somit letzten Platz belegt der Siri-Sprachassistent. Leider besitzt dieser Assistent noch deutlich zu viel Schwächen.

Der überteuerte Homepod und die erschwerten Bedingungen für externe Geräte, welche kein Teil des Apple-Ökosystems sind, sorgen für einen bitteren Beigeschmack.

Hinsichtlich der Verständlichkeit, der Dynamik und der Reaktion des Siri-Sprachassistenten liegen die beiden Konkurrenten mit Abstand vorne.

 


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