Call of Duty: Modern Warfare

Das vierte Quartal ist immer die Zeit für ein neues Call of Duty-Spiel. Dieses Jahr ist der Entwickler Infinity Ward wieder an der Reihe. Wir klären dich über alles auf, was bisher über Modern Warfare bekannt ist. Außerdem gibt es einen kleinen Flashback auf alle bisher erschienenen Call of Dutys.

Alter Name, aber neues Konzept?

Der Name dürfte dir auf jeden Fall bekannt vorkommen. Er ist teils eine Hommage an das erste Modern Warfare und teils eine Neuerfindung von Call of Duty. Es hat sich nämlich einiges geändert. Denn es wird härter, realer und innovativer. Mehrere Gameplay-Veröffentlichungen sind bereits auf Twitch und YouTube zu sehen, die die Vorfreude in uns zum Überlaufen gebracht haben.

Dieses Mal wird es nicht mehr das altbekannte cheesy CoD, das wir alle seit 10 Jahren jedes Jahr aufs Neue vorgesetzt bekommen. Die Story wird sich, nach ersten Berichten, stärker auf das Leid des Krieges konzentrieren.

Ein potenzieller Battle Royal-Modus ist noch nicht angekündigt worden. Es ist aber bereits bekannt, dass der Modus „Ground War“ eine Variante mit über 100 Spielern unterstützen wird.

Die Waffen und vor allem das neue Waffensystem sehen richtig gut aus. Du kannst jetzt viel mehr mit Aufsätzen, Visieren und anderen Waffenmods herumspielen. In einer kurzen Vorstellung auf YouTube wurde angekündigt, dass Kombinationen wie eine AK74-U mit Trommelmagazin möglich sein werden.

Multiplayer Trailer

Der Multiplayer Trailer zeigt schon einige Karten, die von Release an im Mehrspielermodus verfügbar sein werden. Abschussserien und Equipment inklusive. Es wird bspw. wieder den Juggernaut geben. Dieses Mal trägt er statt einem leichten Maschinengewehr aber eine Minigun, mit der er in der Lage ist, Helikopter abzuschießen.

Außerdem erhaschen wir einige Blicke auf viele Waffen, die das Spiel zu bieten hat. Dabei kommt auch ganz gerne schweres Gerät zum Einsatz. Wir reden hier von befestigten Maschinengewehren, fahrende sowie fliegende Drohnen und sogar Panzer. Die bereits angesprochenen 100 Spieler-Matches werden sich fast wie in Battlefield anfühlen.

Auf Waffen wirst du mehr als ein Visier befestigen können. Auf große Entfernung guckst du durch das ACOG und im Nahkampf schaltest du auf das Rotpunktvisier um. Wir sehen auch eine Napalm-Granate, mit der du nicht nur Personen abfackeln, sondern dich auch durch gepanzerte Fahrzeuge durchbrennen kannst.

Call of Duty: Modern Warfare

Gameplay

Das Gameplay wurde bereits offiziell auf Twitch und YouTube gezeigt. Dort kannst du schon einige wichtige Anhaltspunkte erkennen. Das Offensichtliche gleich mal vorweg: Die Grafik hat ein deutliches Upgrade erhalten. Es sieht schon fast gar nicht mehr nach Call of Duty, sondern eher wie ein Battlefield-Ableger aus.

Online wird auf dedizierten Servern gespielt. Das bedeutet, dass es nervige Host-Migrationen nicht mehr geben wird und du ungestört die Runde durchspielen kannst. In älteren CoDs war es noch so, dass ein Spieler die Lobby gehostet hat. Wenn dieser Spieler das Match verlässt, musste ein neuer Host gefunden werden. Das ist immer dann passiert, wenn du jemanden im Fadenkreuz hattest, weißt du noch?

Dabei gibt es den normalen Multiplayer-Modus, große Gefechte mit bis zu 40 Spielern auf einer Karte und 2 vs 2 Spielmodi. In manchen davon gibt es sogar keine HP-Regeneration, Medipacks sind aber definitiv vorhanden. Wahrscheinlich wirst du diese in deine Waffenklasse einbauen können.

Die Abschusslisten sind jetzt wieder an Kills anstatt Punkte gebunden. Stirbst du zwischendurch, fängst du wieder bei null an. Außerdem können Helikopter mit normalen Gewehren beschädigt und sogar zerstört werden. Früher ging das nur mit schweren Waffen wie Raketenwerfern oder leichten Maschinengewehren mit Vollmantelgeschossen.

Obwohl auch im Multiplayer Fahrzeuge eingesetzt werden können, ist die Umgebung nicht wirklich zerstörbar. Das macht aber nicht besonders viel aus, weil CoD sowieso eher einen rotierenden Spieler belohnt, der sich immer bewegt.


Alle bisherigen Call of Dutys

Die Wurzeln des CoD-Franchises reichen weit zurück. Hier siehst du einmal jedes CoD im Überblick mit einer kurzen Story-Zusammenfassung.

Call of Duty – 2003

Den Anfang hat ein Spiel zum Zweiten Weltkrieg gemacht. Du spielst unterschiedliche Soldaten verschiedener Nationen. Zum größten Teil sind die Missionen historisch korrekt. Die Story-Handlungen an sich sind aber fiktiv. In einer Mission sabotierst du als britischer Soldat beispielsweise die Tirpitz (das Schwesterschiff der Bismarck). Das ist natürlich frei erfunden. Die Landung in der Normandie auf Seiten der Amerikaner ist aber wirklich passiert. Diese kannst du im ersten CoD nämlich spielen.

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Call of Duty 2 – 2005

Der zweite Teil der Serie findet ebenfalls im Zweiten Weltkrieg statt. Die Handlungen sind nicht direkt mit dem ersten Teil verknüpft, spielen aber teilweise auf den gleichen Schauplätzen. Unter anderem wirst du in Afrika an Panzerschlachten teilnehmen und in Deutschland den Rhein überqueren.

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Call of Duty 3 – 2006

Dieser Teil hat ausschließlich Frankreich als Schauplatz und in der Kampagne werden nur Soldaten der Alliierten gespielt. Einer der größten Unterschiede zu den beiden Vorgängern ist die Bedienung von Fahrzeugen: Motorräder, normale Fahrzeuge wie Jeeps und Panzerfahrzeuge beider Seiten.

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Call of Duty 4: Modern Warfare – 2007

Modern Warfare hat zum ersten Mal in der Call of Duty Geschichte eine zusammenhängende Storyline. Nicht nur für sich alleine, sondern auch mit anderen Call of Dutys. Du spielst als „Soap“, Captain Price, Paul Jackson und als Bordschütze eines AC 130 Gunships. Hand hoch, wer diese Mission mehr als 100 Mal gespielt hat. Für die weitere Story sind nur die ersten beiden Namen wichtig.

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Call of Duty: World at War – 2008

Mit World at War geht es vorwärts in die Vergangenheit. Ein Jahr nach der modernen Kriegsführung kommt wieder ein zweiter Weltkriegs-Shooter aus dem Hause Treyarch. Mal wieder ist die überlegene Fahrzeugsteuerung ein Hauptaugenmerk. Selbst im Multiplayer! Du begleitest die Amerikaner im Pazifik und die Sowjets in Europa.

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Call of Duty: Modern Warfare 2 – 2009

Nun dieses Spiel… ist episch. Es ist außerdem das erste echte Sequel im Call of Duty-Universum. Die Geschichte rund um Soap und Captain Price geht in die zweite Runde. Außerdem war es die Mission „Kein Russisch“, die hierzulande die ohnehin schon hitzige Killerspieldebatte so richtig zum Brodeln gebracht hat. Andere spielbare Charaktere sind Pvt. Allen und Ramirez. Durch letzteren ist das „RAMIREZ! Machen Sie gefälligst Alles!“-Meme entstanden. Alleine im Trainingskurs haben wir Stunden verbracht, um die Bestzeit zu erreichen.

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Call of Duty: Black Ops – 2010

Erkennst du ein Muster? Treyarch und Infinity Ward wechseln sich nun schon einige Jahre mit der Entwicklung von Call of Duty-Spielen ab. Der erste Black Ops-Teil verfolgt die Geschichte von Alex Mason, der Festgehalten wird und in Flashbacks seine Geschichte preisgeben muss. Diese Flashbacks sind die Missionen. Die Story spielt während des Kalten Krieges. Schauplätze sind unter anderem Kuba, Amerika und Russland. Neben Mason ist der CIA-Agent Jason Hudson eine spielbare Figur.

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Call of Duty: Modern Warfare 3 – 2011

Der Höhepunkt der damaligen Call of Duty-Geschichte hat in Modern Warfare 3 sein Ende gefunden. Die USA sind mitten im Krieg mit Russland, Captain Price und seine Kollegen von der Task Force 141 sind als abtrünnig eingestuft worden und jeder wollte einfach nur wissen, wie es weitergeht.

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Call of Duty: Black Ops 2 – 2012

Der zweite Teil der Black Ops-Reihe gehört definitiv in die Top 5, wenn nicht sogar die Top 4. Die Story handelt immer noch von Alex Mason und seinem Sohn. Manche Missionen finden in der Vergangenheit statt und du fühlst dich, als würdest du den ersten Teil spielen. Dann geht es aber mit dem neuen Squat zurück in die Zukunft und du bist in einem futuristischen Setting, aber trotzdem noch mit Black Ops-Feeling.

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Call of Duty: Ghosts – 2013

Ab hier geht’s bergab. Die nächsten vier Jahre sind als dunkles Zeitalter von CoD bekannt. Immerhin nennen wir es so. In Ghosts ist eine komplett neue Story aufgemacht worden, die ebenfalls in der Zukunft spielt, sich aber um komplett neue Charaktere dreht. Der Hund wurde groß in den Werbekampagnen angepriesen. Im Endeffekt war er aber nur in einer einzigen Mission wirklich relevant. Das Ende ist sogar ein Cliffhanger. Weil das Spiel aber ein Flop war, wird es wahrscheinlich so bald kein „Ghosts 2“ geben.

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Call of Duty: Advanced Warfare – 2014

Schon wieder eine neue Storyline mit neuen Charakteren. Außerdem ist Kevin Spacey der Antagonist. Damit hat er vielen großen Hollywood-Schauspielern schmackhaft gemacht, in diesem Franchise eine Rolle anzunehmen.

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Call of Duty: Black Ops III – 2015

Die Black Ops-Reihe war bis zu diesem Teil richtig gut. Beim dritten Ableger hat Entwickler Treyarch aber auf die falschen Karten gesetzt. Die Story hat ab hier überhaupt nichts mehr mit Alex Mason oder seinem Sohn zu tun. Stattdessen ist es nur noch ein hyperfuturistischer Shooter mit einer Story, die im Frühstücksmeeting geschrieben wurde.

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Call of Duty: Infinite Warfare – 2016

Der Unmut der CoD-Fanbase hat bei Infinity Warfare seinen Höhepunkt gefunden. Mit über 3,8 Millionen Dislikes auf YouTube ist der Revea-Trailer eines der am schlechtesten bewerteten Videos auf ganz YouTube. Ganz ehrlich: Die Story war gut geschrieben und Kit Harrington als Antagonist hat gut funktioniert. Schon in besagtem Trailer ist aber klar zu erkennen, dass STRG + C + V ganz oft benutzt wurde. Viele Animationen sind aus vorherigen Teilen kopiert worden.

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Call of Duty: WWII – 2017

Zum Zeitpunkt des Releases lag das letzte klassische CoD ganz schon weit in der Vergangenheit. Immer nur Zukunftsmusik war auf Dauer langweilig. Die Community hat nach einem klassischen CoD quasi geschrien und genau das haben sie erhalten. Wie der Name verrät, geht es mal wieder in den Zweiten Weltkrieg. Keine HP-Regeneration, halbautomatische Waffen und Historie sind Programm. Alles in komplett neuer Grafik.

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Call of Duty: Black Ops 4 – 2018

Das erste richtige CoD ohne einen Einzelspielermodus. Der Fokus wurde dafür auf den Battle Royal-Modus „Blackout“ gelegt. Es gab anstelle der normalen Story Hintergrundgeschichten für die Spezialisten. Außerdem ist dieses Black Ops wieder direkt mit den ersten beiden Teilen verknüpft. Alex Mason und James Woods legen ein Comeback hin. Leider hat auch dieses CoD einen Lebenszyklus von nur einem Jahr. Der Content hätte einfach schneller kommen müssen.

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