No time to die: James Band und seine legendären Uhren

Seit 1962 jagt James Bond auf der Leinwand die Schurken dieser Welt mit viel Charme, Action und einem guten Schuss Humor. Bond ist für sein elegantes, smartes und selbstsicheres Auftreten weltberühmt geworden. An seinem Handgelenk trägt der Geheimagent Uhren, die zu seinem rasanten, aber gleichzeitig luxuriösen Lebensstil passen: Zu seiner Kollektion gehören unter anderem Rolex, Omega und Breitling.

007 ist wohl der berühmteste Agent aller Zeiten. Sein Erfinder, Ian Fleming, verlieh seiner Figur von Tag 1 an einen sehr eleganten und charmanten Stil. Die Frauen waren begeistert. Fleming war das richtige Auftreten seines Charakters sehr wichtig und zu diesem Konzept gehörten natürlich auch die Uhren, die Bond zu seinen maßgeschneiderten Anzügen trug, wenn er einen Martini trank. Geschüttelt, nicht gerührt.

In seinem 11. Band „Im Dienste seiner Majestät”, nahm sich der Autor Zeit, um die Uhr, die sein Protagonist am Handgelenk hatte, näher zu beschreiben. Er erwähnte sogar das genaue Modell. Es handelte sich um eine Rolex Oyster Perpetual. Dieses hochwertige Modell hat ein sehr robustes Gliederband aus Metall. Die Marke Rolex blieb bei Fleming immer an erster Stelle. Laut des Erfinders trägt 007 also ursprünglich Rolex.

Kein Wunder also, dass insbesondere Uhrenliebhaber von den legendären James Bond-Modellen begeistert sind. Diese werden auf Chrono24, dem globalen Online-Marktplatz für Luxusuhren, oftmals im fünfstelligen Bereich gehandelt. Natürlich findest du dort auch viele weitere neue und gebrauchte Luxusuhren, die dein Herz höherschlagen lassen werden.

James Bond in den 60er und 70er Jahren:
Rolex und Breitling

1962: Titel „Dr. No”, Darsteller Sean Connery

Im Jahre 1962 kommt James Bond endlich auf die Leinwand, in der Hauptrolle niemand geringerer als der legendäre Sean Connery. Für viele ist und bleibt er der einzig wirkliche Bond: smart, gutaussehend und mit dem gewissen Extra, das zu definieren ist.
Die Uhr in „Dr. No” ist ganz nach Ian Flemings Geschmack eine Rolex. Allerdings handelt es sich nicht um die Rolex Oyster Perpetual, sondern um die Rolex Submariner 6538.

1963:„Liebesgrüße aus Moskau”, Darsteller Sean Connery

Nur ein Jahr nach dem riesigen Erfolg von „Dr. No” kommt der zweite James Bond-Film in die Kinos. Das Konzept ist dasselbe, eine gute Story, viel Action und schöne Frauen. Das Publikum ist begeistert. Die Uhr an Connerys Handgelenk ist dieselbe wie im ersten Teil. Mit ihr gemeinsam jagt er die Agenten der Organisation Phantom durch Istanbul, Slowenien bis nach Venedig. Daniela Bianchi spielte die bezaubernde Tatiana Romanova.

Rolex Submariner 6538 Big Crown

1964:„Goldfinger”, Darsteller Sean Connery

Beim dritten Teil war der Hype bereits so groß, dass dieser Film in nur zwei Wochen 2,9 Millionen US-Dollar einspielte. Weltweit brachte er 120 Millionen US-Dollar ein. Auch heute noch ist „Goldfinger” eine Legende. Eine ausgeklügelte Werbeaktion trug zum Erfolg bei, von der 007 Spielzeugpistole bis hin zum Aston Martin Modellauto war alles dabei. In diesem Film gefährdet Goldfinger mit seinem Goldschmuggel das internationale Währungssystem. Auch in diesem Teil kam die Rolex Submariner wieder zum Einsatz. Er trug die Uhr dieses Mal mit einem dreifarbigen Nylon-Band.

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Nice to know: Die weibliche Hauptprotagonistin Pussy Galore trug ebenfalls eine Rolex, nämlich die GMT Master 6542 mit rot-blauer Lünette.

Rolex GMT Master

1965:„Feuerball”, Darsteller Sean Connery

Die Geheimorganistation Phantom treibt in diesem Teil wieder sein Unwesen und versucht mit einer Entführung ein Lösegeld zu erpressen. Bond trifft in Nassau auf Q, der ihn mit einer Armbanduhr ausrüstet, die wie ein Geigerzähler arbeitet. Zudem hat diese Uhr noch eine Unterwasserkamera, eine Miniaturleuchtpistole und Miniaturluftflaschen. Zum ersten Mal spielt die Uhr in der Handlung eine entscheidende Rolle.

Die Firma Breitling entwarf diese Uhr und löste Rolex erstmals in der Bond Filmgeschichte ab. Die Uhr, die in diesem Film benutzt wurde, ist eine Breitling Top Time und hat selbst eine spannende Geschichte. Sie verschwand von der Bildfläche und tauchte 2013 wieder bei einer Auktion von Christie’s auf. Ein Fan ersteigerte sie für sagenhafte 104.000 Pfund. Sie ist übrigens auch laut Chrono24 die seltenste Bond-Uhr der Welt und nur 13 mal verfügbar.

Breitling Top Time

1967:„Man lebt nur zweimal”, Darsteller Sean Connery

Auch in diesem Teil treffen Bond und sein Erzfeind Blofeld, der Kopf der Organisation Phantom wieder aufeinander. Die Uhr spielt in diesem Teil kaum eine Rolle, sie ist nur sehr kurz in der Kamera zu sehen. Man vermutet, dass Connery einfach seine eigene Uhr bei den Dreharbeiten trug.

1969:„Im Geheimdienst Ihrer Majestät”, Darsteller George Lazenby

Connery macht in diesem Teil eine Pause und lässt George Lazenby auf Gangsterjagd gehen.
007 heiratet in diesem Teil die Schönheit Diana Rigg, die jedoch am Ende stirbt. Der Teil erfreute sich deutlich weniger Beliebtheit als seine Vorgänger. George Lazenby trug in diesem Teil gleich zwei Rolex-Modelle, die altbekannte Rolex Submariner und die Rolex Pre-Daytona.

Rolex Submariner

1971:„Diamantenfieber”, Darsteller Sean Connery

Zwei Jahre später kehrt Connery als James Bond zurück. In diesem Teil rächt sich 007 für den Tod seiner Frau. Dabei stellt er den südafrikanischen Diamantenmarkt auf den Kopf. Seine Uhr gerät hier fast in Vergessenheit, sie ist nur ein einziges Mal kurz erkennbar. Es ist wahrscheinlich, dass Connery wieder seine Privatuhr trug.

1973:„Leben und Sterben lassen”, Darsteller Sean Connery

In diesem Teil hat die Uhr viel mehr Glück als in „Diamantenfieber”. Sie kann wieder einen Beitrag zur Handlung leisten. Mit ihrer Hilfe kann sich 007 von seinen Fesseln befreien. Der Clou ist eine eingebaute Motorsäge. Zudem kann ein Magnet, der sich in der Uhr befindet, Pistolenkugel ablenken. Hersteller der Uhr war erneut Rolex, genauer gesagt das Modell Rolex Submariner 5513. Der Firma wurde im Abspann einen Dank ausgesprochen.

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1974:„Der Mann mit dem goldenen Colt”, Darsteller Roger Moore

1977:„Der Spion, der mich liebte”, Darsteller Roger Moore

1979:„Moonraker”, Darsteller Roger Moore

In diesen drei Teilen ist hinsichtlich der Uhren nicht viel zu berichten. Sie sind nur sporadisch zu sehen und tragen auch nicht in einem nennenswerten Sinn zur Handlung bei.

Bond in den 1980-er und 1990-er Jahre: Rolex und TAG Heuer
Anfang der 80-er blieben die Uhren ebenfalls im Hintergrund. In den ersten drei Teilen dieses Jahrzehnts waren sie leider kaum zu sehen. Dies änderte sich erst 1987.

1981 :„In tödlicher Mission”, Darsteller Roger Moore

1983 :„Octopussy”, Darsteller Roger Moore

1985 :„Im Angesicht des Todes”, Darsteller Roger Moore

1987 :„Der Hauch des Todes”, Darsteller Timothy Dalton

Timothy Dalton trägt in diesem Teil eine TAG Heuer Professional Night-Dive. Es ist das erste Mal, dass TAG Heuer die Uhrenmarke eines Bond-Films ist.

1989 :„Lizenz zum Töten”, Darsteller Timothy Dalton

Die TAG Heuer wird in diesem Teil erneut mit dem Rolex-Klassiker aus den 1960-er Jahren ersetzt. Dieses Mal handelt es sich um das Modell Rolex Submariner Date 16610.

Rolex Submariner

Mitte der 1990-er Jahren: Die Zeit von Omega

1995: „GoldenEye”, Darsteller Pierce Brosnan

In diesem Jahr löst Pierce Brosnan Timothy Dalton ab und auch die Uhr wechselt. Brosnan hat eine Omega Seamaster Diver am Handgelenk. Diese Uhr hat ein schickes blaues Ziffernblatt. Sie ist eine Taucheruhr, die bis 300 Meter wasserdicht ist.
Diese Uhr hat eine ganze Reihe Spezialfunktionen, sie hat unter anderem einen Bombenfernzünder und einen Laserstrahl, der sich durch Metall fräsen kann.

1997: „Der Morgen stirbt nie”, Darsteller Pierce Brosnan

Bond bleibt Omega treu, trägt aber ein anderes Modell, die Omega Seamaster Professional 300M. Diese Uhr hat eine eingebaute Sprengfunktion.

1999: „Die Welt ist nicht genug”, Darsteller Pierce Brosnan

Auch in diesem Teil trägt Pierce Brosnan seine Omega Seamaster, während er die Welt rettet. Sie hilft ihm dabei, sich mittels eines Hakens aus einer Schneelawine zu ziehen.

Ab 2000: Die Omega-Spezialeditionen

2002: „Stirb an einem anderen Tag”, Darsteller Pierce Brosnan

Hier nutzt Bond die Fernzünderfunktion seiner Omega und auch der Laser kommt wieder zum Einsatz.

Omega Seamaster Dive 300M

2006: „Casino Royale“, Darsteller Daniel Craig

Die Omega Seamaster Dive 300M Co-Axial wurde ebenfalls von Bond getragen, nachdem der Hauptdarsteller erneut gewechselt hatte. Sowohl das blaue Ziffernblatt als auch die drehbare Lünette und das Heliumauslassmotiv sind immer noch top aktuell. Doch 007 hat noch eine zweite Uhr, die gezeigt wird, es handelt sich um eine Omega Seamaster Planet Ocean. Diese Uhr ist für tiefste Tauchergänge geeignet, da sie bis 600 m Tiefe dicht ist.
Beide Uhren waren in den Geschäften als limitierte Sondereditionen mit 007-Logo erhältlich.

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Omega Seamaster Dive 300M

2008: „Ein Quantum Trost”, Darsteller Daniel Craig

Die Omega Planet Ocean 600M bleibt auch 2008. Die Planet Ocean erinnert optisch sehr an die alten Taucheruhren des vergangenen Jahrhunderts und ruft daher nostalgische Gefühl an die Zeit aus, in der Bond erstmals auf der Leinwand erschien. Diese Uhr ist eine Hommage an die lange Erfolgsgeschichte von 007.

Omega Planet Ocean 600M

2012: „Skyfall”, Darsteller Daniel Craig

Für 2012 brachte Omega eine Sonderedition zum 50-jährigen Jubiläum heraus. Die limitierte Sonderedition der Seamaster hat einen etwas größeren Durchmesser und ein Automatikkaliber 2507. Die Uhr, die Craig trug, wurde bei Christie’s für 194.000 Euro versteigert.

Omega Planet Ocean 600M

2015: „Spectre”, Darsteller Daniel Craig

Zu Filmbeginn designte Omega die Seamaster Aqua Terra 150M. Die Aqua Terra hat im Gegensatz zu den anderen Modellen ein gelbes anstelle eines blauen Ziffernblatt. Der Gehäuseboden sieht wie ein Pistolenlauf aus.

In dem Film selbst trägt Craig eine Spectre-Sonderedition, die Omega Seamaster 300. Dieses Modell hat nur eine Auflage von 7.007 Stück. Das Besondere an dieser Uhr sind das Nato-Band und ein Sekundenzeiger mit einem runden Lichtpunkt.

2017 bringt Omega ein neues Bond-Modell heraus, die Omega Seamaster Diver 300M “Commander’s Watch”. Die Farben der Navy Rot, Weiß und Blau spiegeln sich in diesem Modell wider. Auf dem weißen Ziffernblatt dreht sich ein blauer Minutenzeiger, der Sekundenzeiger hat ein 007-Logo und die Datumsanzeige eine rote 7.

Omega Seamaster Diver 300M 007 Commanders Watch

2021: „Keine Zeit zu Sterben”, Darsteller Daniel Craig

Aufgrund der Corona- Pandemie wurde der Filmstart mehrfach verschoben. Er soll aber Ende des Jahres in die Kinos kommen. Die Uhr, die Bond in diesem Teil trägt ist aber bereits bekannt: Es wird sich um die Omega Seamaster Diver 300 M 007.
Dieses Sondermodell der Seamaster hat eine schickes Retro-Design. Das braune Aluminium mit dem 42 Millimeter großem Gehäuse wirkt besonders edel.

Craig hat angekündigt, dass dieser Teil sein letzter Bond-Film sein wird. Auch sein Charakter lässt es sich zunächst auf Jamaika gut gehen, bevor er sich von seinem Kollegen Felix Leiter noch einmal zu einem Einsatz überreden lässt.

Omega Seamaster Diver 300 M 007

Fazit

Im Laufe der Zeit trug James Bond eine Vielzahl verschiedener Uhren. Zu Beginn waren es Modelle der Marke Rolex. Die Rolex zieht sich durch die ganze Bond-Geschichte bis in die 1980-Jahre. Ab 1995 übernahm Omega das Ruder und entwarf eine Vielzahl an Sondermodellen für alle 007-Fans. In einigen vereinzelten Fällen waren auch Uhren von Breitling und TAG Heuer auf der Leinwand zu bewundern. Eines haben all diese Uhren dennoch gemeinsam: Sie spiegeln den luxuriösen und gleichzeitig actionreichen Lifestyle des eleganten Geheimagenten wider.

 

Fotos: Chrono24; Keine Zeit zu sterben / Universal Pictures Germany