Men Style: So einfach kannst du dein Outfit aufwerten
Dein Outfit - deine Visitenkarte

Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck. Dein Gegenüber schätzt dich innerhalb von Sekunden ein – und dieser Eindruck bleibt. Dies gilt im Business wie im Privatleben. Aber keine Sorge: Die gute Nachricht ist, dass du mit ein paar einfachen Tipps spielend zur Augenweide wirst.

Grundsätzlich gilt in Sachen Mode: Weniger ist mehr, Qualität geht eindeutig vor Quantität. Obwohl in den letzten Jahren Modeketten mit billiger, fragwürdiger Ware auch den Markt für Herrenmode überschwemmt haben, sollte man nicht unbedingt den Trend zum Trash-Konsum mitmachen. Abgesehen von den Produktionsbedingungen für Mensch und Umwelt, ist auch die Qualität von Massenware mangelhaft. Es lohnt sich daher, lieber weniger Stücke im Kleiderschrank zu haben, die dafür die Welt aber auf Anhieb wissen lassen, dass hier ein Kerl mit Klasse und Stil im Anmarsch ist.

Hot – hotter – Bügeleisen

Liebe Männer, es ist uns an dieser Stelle ganz egal, wer für euch die Falten aus den Klamotten entfernt. Es macht jedoch einen enormen, um nicht zu sagen DEN Unterschied, ob eure Hemden mit einem Bügeleisen auf Tuchfühlung gehen durften, oder nicht. Wir empfehlen notfalls einen Crashkurs bei Oma, Mama, oder Freund(in). Das edelste, teuerste Designerstück hat seinen Preis und seine Wirkung schon verspielt, wenn es einen zerknitterten Eindruck macht. Der Out of Bed Look meint ausschließlich die Haare, nicht die Klamotten! Apropos Hemd: Egal, mit welchem Luxuskörper euch Mutter Natur gesegnet hat: Das Hemd in der Hose getragen sieht grundsätzlich, generell und einfach immer besser aus.

Ich schau‘ dir (lieber) nicht in die Augen, Kleines – die Sonnenbrille

Kaum ein anderes Accessoire hält sich in der Modewelt so beständig wie die Sonnenbrille. Quer durch alle modischen Jahrzehnte kann man mit getönten Scheiben vor dem Auge praktisch nichts falsch machen. Das Modell „Elton John“ vielleicht ausgenommen. Egal, ob du dich für ein zeitloses Piloten-Modell mit Metallrahmen oder das Trendmodell der Saison entscheidest: Seine Mitmenschen im Dunkeln zu lassen, garantiert automatisch immer einen coolen Auftritt. Vorsicht: Coolness kann schnell unhöflich werden, wenn nämlich die Sonnenbrille im Gespräch nicht abgenommen wird. Augenkontakt ist ein Muss im zwischenmenschlichen Bereich.

Bodenhaftung mit Qualität – Schuhe sind die Basis

Es müssen nicht die handgenähten Budapester vom Edelschuster in der Bond Street sein. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl qualitativ hochwertiger Markenschuhe für Herren, die stylisch und bequem zugleich sind. Neben der Optik ist nämlich gerade Letzteres entscheidend: Nur wer sich wohl fühlt in seiner Haut und seiner Kleidung, wird eine gute Wirkung nach außen erzielen. Schicke italienische Slipper, die dich allerdings vor lauter Schmerzen innerlich an die Decke gehen lassen, sind reine Geldverschwendung.

Am wichtigsten beim Tuning für die Füße: Es muss auf jeden Fall eine saubere Sache sein. Absolutes No-Go: Schmutzige Schuhe! Alte, ausgelatschte Treter, die sich noch an deine erste Liebe erinnern können, sind ein Fall für die Mülltonne. Bitte solche Relikte auch nicht spenden: Damit hilfst du niemandem! Und: Müsste eigentlich überhaupt nicht mehr erwähnt werden, aber der tägliche Blick auf das allgemeine Fußvolk sagt uns etwas anderes: Sandalen gehören an den Strand, nicht in die City.

Elegant durch die Mitte: der Gürtel

Passend zu den blitzsauberen, hochwertigen Schuhen lohnt sich die Investition in einen hochklassigen (Leder-)Gürtel unbedingt. Er betont auch bei euch Männern die Taille und lenkt jedenfalls die weiblichen Blicke schon mal gekonnt in Richtung eurer goldenen Mitte. Gürtel und Schuhe sollten farblich und vom Material zusammenpassen. So entsteht eine so genannte Farbklammer. Wenn dieselbe Farbe zweimal auftaucht, signalisiert das dem menschlichen Auge unbewusst Harmonie und ein geschlossenes System, was automatisch Sympathie erzeugt.

Zu Jeans getragen darf der Gürtel natürlich ruhig ein wenig salopper sein. Von Westernmodellen à la Texas Ranger aber bitte die Finger lassen! Die 80er Jahre sind auch im Kleiderschrank passé. In Sachen modische Accessoires ist dafür seit kurzem ein neuer Sherriff in der Stadt: die Bauchtasche.

It-Piece für Fortgeschrittene: die Bauchtasche

Früher nur für den Urlaub, um Bargeld, Pass, Kreditkarte und Reiseschecks (ja, die gab es mal!) zu verstecken, erlebt die Bauchtasche jetzt ein überraschendes, aber umso erfolgreicheres Comeback. Neben einem klaren modischen Statement bringt die Bauch- oder Gürteltasche einen entscheidenden Vorteil mit sich: Mann hat alles dabei, was er braucht und trotzdem beide Hände frei. Was ihr mit dieser Freiheit anstellt, bleibt natürlich euch überlassen. Aber zumindest das Smartphone, Schlüssel und Geldbeutel hat man im täglichen Leben schon mal – mindestens – zu handeln.

Die Bauchtasche gibt es mittlerweile in zahlreichen Varianten. Preislich ist für den gehobenen Trendsetter genau so viel Auswahlmöglichkeit vorhanden, wie für den genügsamen. Für den eleganten Auftritt sorgen Modelle aus exquisitem Leder (hier bitte wieder an die Schuhe denken!). Für alle, die es lieber sportlich mögen, bieten sich Modelle in Textil- und Kunstfaseroptik an, wie beispielsweise die stylishen Bauchtschen von Moncler. Die einzige Grenze, die hier Einhalt gebieten kann, ist der eigene Mut zum modischen Statement. Zusätzlich zu den genannten Vorteilen vermag eine Gürteltasche auch einen kleinen Bauchansatz zu kaschieren – aber wirklich nur einen kleinen! Als Faustregel kann hier angewendet werden: Wenn die Speckrolle nicht mehr hinter das Lenkrad eines Sportwagens passt, wirkt eine Tasche am körpereigenen Äquator eher kontraproduktiv.

 

Zusammenfassend möchten wir festhalten, dass Qualität auch bei Männermode oberstes Gebot ist. Eine gepflegte Erscheinung ist keine Frage des Geldes, auch mit sparsameren Investments kommt man gut ans modische Ziel. Die Kleidung, die man trägt, vor allem aber, ihr Zustand, sagt sehr viel über den Träger aus. Sie ist Zeichen von Respekt und Wertschätzung gegenüber anderen. Wenn du dir nicht sicher bist: Weniger ist immer mehr! Beim letzten Blick in den Spiegel, bevor du das Haus verlässt, nochmal checken, wie du spontan wirkst. Springt etwas an deinem Style ins Auge, solltest du es lieber weglassen. Schließlich willst du glänzen und nicht als Blender wahrgenommen werden. Last but not least ein Tipp, der garantiert nie aus der Mode kommt: The Best Style is a Smile!

 

Foto: bernardbodo / stock.adobe.com

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