Putzen in der WG

Putzen in der WG ist schon ein heikles Thema, an dem die ein oder andere Wohngemeinschaft schon Risse getragen hat. Das sind unsere Tipps:

Wilde Partys, gemütliche Filmabende, günstige Miete. Das Leben in einer Wohngemeinschaft ist wahrlich kein Zuckerschlecken. Ständig bieten dir andere Menschen eine Mitfahrgelegenheit an oder wollen mit dir über deine Probleme sprechen. Diese „Unzumutbarkeiten“ sind allseits bekannt und gefürchtet. Doch die größte Bedrohung des Zusammenlebens wird häufig nur belächelt: Das Saubermachen. An diesem Akt sind bereits die harmonischsten Wohngruppen zerbrochen. Damit dich und deine WG nicht das gleiche Schicksal ereilt, solltest du einige Dinge beherzigen.

Den Putzplan immer gemeinsam erstellen

Eine dauerhafte Ordnung ist bei mehreren Personen sehr schwer aufrecht zu erhalten. Anlässe wie Geburtstage oder Grillabende enden – vor allem wenn Alkohol im Spiel ist – sehr oft im mittelschweren Chaos. Doch auch im Alltag sorgen kleine Unachtsamkeiten langfristig für eine stetige Verunreinigung.

Um diesen Zustand zu vermeiden, sollten die Bewohner einen Plan für die wöchentliche Reinigung der Wohnung erstellen. Er erinnert jedes WG-Mitglied an seine Pflichten und verhindert so Konflikte. Bei Versäumnissen sind die Schuldigen schnell gefunden und werden zum Nachbessern aufgerufen.

Für den Erfolg des Plans ist die Zustimmung aller Bewohner von großer Bedeutung, da sich ansonsten jemand benachteiligt fühlt. Die allgemeine Akzeptanz wird dir auch bei der Umsetzung der Maßnahmen helfen. Wenn eine Person streikt, verweist du auf seine Einwilligung. Darüber hinaus stehen die restlichen Mitbewohner hinter dir, weil sie sich ebenfalls mit dem Plan einverstanden erklärten.



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Die Reinigungsmittel immer gemeinsam kaufen

„Ich hätte ja gerne das Bad gesäubert, aber mir sind leider letztens die Haushaltsreiniger ausgegangen.“ Wenn diese Ausrede dann auch noch mit einem süffisanten Lächeln vorgetragen wird, platzt wahrscheinlich nicht wenigen Bewohnern der Kragen.

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Diesen Stress kannst du dir ersparen, wenn du die Reinigungsmittel zusammen mit deinen Mitbewohnern anschaffst. Ihr entscheidet gemeinsam, welche Utensilien wirklich gebraucht werden. Neben den Reinigungsmitteln gehören Mob, Staubsauger und Lappen zu der Grundausstattung eines Haushalts. Diese Helfer reichen aus, um die Wohnung in einem tadellosen Zustand zu halten.

Faule Ausreden gehören damit der Vergangenheit an. Obendrein sind die Putzmuffel viel motivierter bei der Erledigung ihrer Aufgaben, weil sie ihr Geld nicht umsonst ausgegeben haben wollen. Mit etwas Glück unterrichten sie sogar ihre Mitbewohner in dem richtigen Umgang mit den Haushaltshelfern.

Putzen in der WG: Routinen entwickeln

Nach dem gemeinsamen Abendessen denken nur die wenigsten sofort an die Entsorgung der Reste. Der Abwasch hat mit dem vollen Bauch auch jegliche Anziehungskraft verloren. Falls er vorher überhaupt eine besessen hat. Er stapelt sich schließlich nicht umsonst.

Wenn du dich und deine Mitbewohner zu kleinen Routinearbeiten ermunterst, stellst du schnell fest, dass das Wegräumen nicht viel Zeit erfordert. Vor allem im Vergleich zu den angestauten Aufgaben, die euch häufig einen ganzen Nachmittag vermiesen.

Aus diesem Grund gehören Essensreste sofort in den Abfalleimer. Der Abwasch verliert ebenfalls seinen Schrecken, wenn die übrig gebliebenen Speisen noch nicht an den Tellern kleben oder verschimmelt nach dir rufen.

Feste Putztage beschließen

Da wären wir wieder bei der Routine. Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Deshalb fallen uns Veränderungen auch so schwer.

Deine Mitbewohner agieren bei der Reinigung eurer Wohnung so schwerfällig und lustlos, weil sie ihren Tag eigentlich anders gestalten wollten. Wenn ihr als Team aber einen Tag in der Woche für das Putzen reserviert, werden sich alle Beteiligten weniger aufregen.

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Sie gewöhnen sich nach einigen Wochen an ihre neuen Aufgaben und verrichten sie schneller und effektiver. Außerdem sehen sie, dass ihr alle im gleichen Boot sitzt. So wird der Putztag zu einem weiteren gemeinsamen Erlebnis. Dafür wohnen die meisten schließlich in einer WG.

Auf die Stärken und Schwächen achten

Putzen in der WG

Bei der Verteilung der Aufgaben muss natürlich eine Balance erzielt werden. Es wäre unfair, wenn ein Mitbewohner nur einmal wöchentlich den Müll rausbringt, während ein anderer alle Zimmer saugt und im Anschluss noch die Fenster putzt.

Die gerechte Aufgabenaufteilung geschieht allerdings am besten auf Grundlage der Stärken und Schwächen aller Beteiligten. Große Menschen eignen sich beispielsweise besser für die Reinigung der oberen Schränke oder dem Abstauben von Bücherregalen als ihre kleineren Mitbewohner.

Weiterhin müssen Allergien beachtet werden. Wenn jemand die gekauften Reinigungsmittel nicht verträgt, sollte er lieber das Fegen der Treppe oder das Saugen von Teppichen und Möbeln übernehmen. Du vermeidest damit sehr viele Auseinandersetzungen, die nur aufgrund eines Missverständnisses entstehen.

Kleinere Bestrafungen einführen

Natürlich räumen nur die wenigsten Menschen gerne auf. Es ist anstrengend, kostet Zeit und macht einfach keinen Spaß. Doch nur durch das Aufräumen seid ihr wieder in der Lage, euch rundum wohlzufühlen und Gäste einzuladen.

Wenn also ein Mitglied eures Haushalts nicht mitziehen will, gefährdet es euer Wohlbefinden. Krankheiten oder kurzfristige Termine ereilen jeden einmal und sind deshalb auch entschuldbar. Bei mutwilligem Verweigern der Putzleistung müsst ihr allerdings eingreifen.

Mit kleineren Strafen unterstreicht ihr euren Unmut. Wenn der Faulpelz nach mehreren Gesprächen immer noch nicht reagiert, findet der nächste Kinoabend eben ohne ihn statt. Sollten sich die Fronten dennoch weiter verhärten, führt wahrscheinlich nur ein Auszug zu einer ansprechenden Lösung des Problems.

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Fürs Putzen in der WG Profis engagieren

Einzelne Unruhestifter können also zur Räson gebracht werden oder aus der Wohngemeinschaft fliegen. Doch was willst du tun, wenn jedes Mitglied unempfänglich für Verbesserungsvorschläge ist? Leben wie bei den Flodders? Um einmal wie echte Stars zu leben? Diese Erfahrung wird wohl häufig überschätzt.

Die Beschäftigung einer professionellen Reinigungshilfe scheint hier der letzte Ausweg aus dem drohenden Messie-Chaos zu sein. Die Mitarbeiter wissen durch ihre Berufserfahrung ganz genau, welche Handlungsschritte sie einleiten müssen, um euer Heim wieder bewohnbar zu machen. Es reicht völlig aus, wenn die Profis alle 14 Tage bei euch aufräumen.

Die Verpflichtung der Reinigungshilfe ist jedoch auch mit einem finanziellen Aufwand verbunden. In viele Fällen reicht die Androhung dieser Unkosten deshalb bereits aus, um deine Mitbewohner zu den nötigen Aufräumaktionen zu überreden.

Fazit: Rücksicht ist auch beim Putzen in der WG das oberste Gebot

Das Zusammenleben mehrerer Menschen ist immer auch mit Herausforderungen verbunden. Denn auch eine lustige und harmonische Wohngemeinschaft richtet sich nach den Regeln, die sie gemeinsam erarbeiteten. Nur durch die Festlegung gewisser Vorschriften kann der Fokus auf den Spaß gelegt werden. Ansonsten entwickelt sich das Putzen von einer Nebensache zu einem großen Problem.

Die Beteiligten müssen sich immer vor Augen halten, dass sie nicht nur für sich aufräumen, sondern auch für die anderen Bewohner. Der Teamgedanke führt nämlich auch beim Reinigen der Wohnung zum Erfolg. Wenn jeder mit einbezogen wird, ziehen in der Regel alle an einem Strang.

Dieser Zusammenhalt rettet die verantwortungsbewussten Wohngemeinschaften dann auch vor den Unkosten, die bei der Anstellung einer professionellen Haushaltshilfe anfielen.

 

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