Der charismatische Caleb Landry Jones betritt mit seiner authentischen Art immer dann die BĂźhne, wenn es einer auĂergewĂśhnlich psychopathischen Darstellung bedarf. In bereits Ăźber 30 Filmen Ăźberzeugte der junge Texaner in leidvollen Rollen und dramatisch gespielten Geschichten und nicht selten fand er groĂe Anerkennung im Horror-Thriller-Genre. Zurecht: Denn wie er im neuen Film von Regisseur Luc Besson DOGMAN erneut unter Beweis stellt, hat Jones die Gabe, seine Rollen so realistisch zu verkĂśrpern, dass Wegschauen keine Option mehr ist.

Geboren 1989 auf einer Farm in Texas, empfand er schon im Kindesalter eine groĂe Faszination fĂźr die eskapistischen MĂśglichkeiten des Films. Als er in der Highschool zum ersten Mal einen BĂźhnenauftritt hatte, stand fĂźr ihn und alle, die ihn erlebten, fest, wohin er gehĂśrte: vor die Kamera!
Nicht der Mainstream-Karriereweg
Eine kleine, eher unauffällige Rolle hatte er bereits 2009 in âNo Country for Old Menâ. Es folgte eine Nebenrolle in der zweiten und dritten Staffel von âBreaking Badâ (2009/10), als bester Freund von Walter Junior.
Seinen Durchbruch erlebte der junge Schauspieler jedoch mit seiner Hauptrolle als Caleb Sweetzer in âDer letzte Exorzismusâ (2010). Nach etlichen Nebenjobs, wenig Schlaf und vielen Castings, landete er den nächsten Volltreffer â 2011 verkĂśrperte er den Comic-Helden Banshee als einer seiner wenigen Mainstream-Rollen in âX-Men: Erste Entscheidungâ. Und obwohl fĂźr ihn sein Mitwirken in diesem Film von groĂer Bedeutung war, fĂźhlt er sich doch vor allem dem Independent-Film zugehĂśrig, wie er in einem Interview mit The Guardian verrät.
Es folgten viele weitere groĂe Auftritte in Filmen wie âContraband (2012), âAntiviralâ (2012) sowie den Oscar-nominierten Filmen âGet Outâ (2017) und âThree Billboards Outside Ebbing, Missouriâ (2017). FĂźr seine auĂergewĂśhnlich ergreifende Perfomance als Psychopath in âNitramâ gewann er 2021 den Darstellerpreis âBest Actorâ des 74. Filmfestivals in Cannes. Dabei sehnte sich Jones eigentlich auch mal nach anderen Rollen.

So kam ihm die Abwechslung, den humanoiden KI-Roboter Jeff im Sci-Fi-Drama âFinchâ (2021) zu spielen, sehr gelegen. Seine Motion-Capture-Performance im Film zeugte von bemerkenswertem KĂśnnen und konnte sich neben der Oscar-Preisträger Tom Hanks im Film definitiv sehen lassen.
Mehr als nur Schauspiel
Jones auĂerordentliches Talent fĂźr komplexe und psychologisch tiefgreifende Rollen, verwundert bei genauerem Hinsehen auf seinen Lebensweg kaum. Aufgewachsen in einer ländlichen Arbeiterfamilie, durchlief er im Laufe der Zeit bis zum Karrieredurchbruch die verschiedensten Lebensrealitäten. So entwickelte der empathische Schauspieler ein beachtliches FeingefĂźhl fĂźr die menschliche Substanz. Sein schauspielerisches Handwerk wurde demnach zu einer FĂźgung, die ihre Entwicklung in seiner persĂśnlichen Verarbeitung der inneren GefĂźhlswelt fand.
Im Ăbrigen kompensiert Jones seine Emotionen und Gedanken nicht nur im Schauspiel: Auch musikalisch erreichte seine kĂźnstlerische Wahrnehmung viele Fans mit seinem Psychedelic-Rock Album The Mother Stone, das er 2020 verĂśffentlichte.
DOGMAN
Caleb Landry Jones spielt in DOGMAN Doug, der blutverschmiert und im Abendkleid, am Steuer eines Lastwagens voller Hunde aufgegriffen und festgenommen wird. Beim VerhĂśr auf der Polizeiwache berichtet er Ăźber Ereignisse, die so schockierend sind, dass sie jegliche Vorstellungskraft sprengenâŚ
Fotos: capelight pictures; Nitram / BEN SAUNDERS; Antiviral / UFO Distribution
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