Wie sich Dating mit der Zeit verändert hat: Online-Dating & Co

Wir kennen alle die Geschichten von Oma und Opa, wie damals eine ausgedehnte Romanze vom Zaun gebrochen wurde, wenn es darum ging, einander kennenzulernen, beziehungsweise die Angebetete zu umwerben. Im Zeitalter der digitalen Kommunikation wäre eine derart überholte und altmodische Herangehensweise natürlich undenkbar. Doch bevor wir den Partner fürs Leben finden, haben wir einen anderen langjährigen, treuen Begleiter: das Internet in Form von Smartphone und Tablet. Und dieser ist auch immer häufiger involviert, wenn der Besitzer oder die Besitzerin in Flirtlaune ist. Wie sich das Dating im Laufe der Zeit gewandelt hat, zeigen wir dir jetzt.

Zum Flirten das Haus verlassen? Muss nicht sein!

Bis zum Wochenende warten, in die Disco gehen und schauen, ob dort attraktive Leute zu finden sind? Das war einmal. Zwar ist dieser Zeitvertreib nicht ausgestorben, jedoch gehen wir heute wesentlich bequemer auf die Suche nach dem passenden Gegenstück: Wir sparen uns einfach die 100 EUR, die an einem Freitag- oder Samstagabend im Club für Eintritt und Getränke draufgegangen wären, verzichten auf das Gedränge und verkneifen uns die Konfrontation mit unansehnlichen Disco-Klos.

Stattdessen lümmeln wir lieber gemütlich auf der Couch, während wir feststellen, dass wir bei Netflix schon durch sind und laden uns eine der zahlreich angebotenen Flirt-Apps aufs Handy. Ob Lovoo, Badoo, Tinder oder OkCupid spielt keine Rolle: Letztendlich sind alle mobilen Flirt-Portale ähnlich aufgebaut und ermöglichen das einfache und bequeme Online-Dating.

Keine Abzocke beim Dating: Werbung macht es möglich

Geht es um das TV-Programm oder den Inhalt unseres Briefkastens, empfinden wir Werbung mehr als störend. Im Internet ermöglicht uns Werbung jedoch häufig die kostenlose Nutzung von Webseiten, da sich deren Betreiber über das Schalten von Anzeigen finanzieren. Gut so, denn bis vor einigen Jahren war es noch völlig normal, bei der Partnersuche tief in die eigene Tasche greifen zu müssen. Schließlich ist keine Dienstleistung dieser Welt gratis.

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Diese Portale gibt es heute zwar immer noch, allerdings unterscheiden sich diese gründlich von den immer beliebter werdenden Flirt-Apps. Und auch wenn man dort ein Abo abschließt, damit die Monats- beziehungsweise Jahresgebühr vom Konto abgebucht werden kann, bedeutet das noch lange nicht, dass diese Anbieter schlechter sind. Ganz im Gegenteil: Beide Varianten liefern ihre Vor- und Nachteile. Die Frage ist halt immer: Wonach suche ich und was will ich mit der Suche bezwecken?

Dating im Wandel der Zeit: Flirt-Apps auf dem Vormarsch

Kaum zu glauben, aber vor 20 Jahren musste man noch einen Kiosk aufsuchen, eine Zeitschrift kaufen, darin blättern und die einzelnen Inserate durchforsten. Besonders aufschlussreich waren diese nicht gerade: „Männlich, groß, blond, Nichtraucher sucht selbstbewusste Dame für schöne Stunden zu zweit.“ Aha! Klingt eher, als würde das Date mit Kabelbindern und Klebeband in einem Lieferwagen enden. Aber mehr ließen die damaligen Möglichkeiten eben nicht zu, wenn man nicht gerade der große Draufgänger war.

Hat man sich dann mit der entsprechenden Chiffre bei der Agentur gemeldet, durfte man selbst auch gleich ein Profil anlegen (zumindest als Frau), um an die Kontaktdaten des Herren zu gelangen. Und zack, hatte die Agentur wieder einen neuen Datensatz zur Verfügung. Wie schön, dass es doch inzwischen das Internet gibt. Ursprünglich für das Militär entwickelt, zeigt es uns heute oberflächlich auf, wen wir gut finden könnten, wen wir definitiv gut finden und wer gar nicht geht. Wir swipen und matchen. Flirten mit Tiefgang? Fehlanzeige.

Den Partner fürs Leben finden: Ein Profilbild genügt

Wo auch immer wir uns gerade aufhalten (es muss ja nicht immer das Sofa sein), wir wischen einfach auf dem Display unseres Mobiltelefons herum, um zu entscheiden, wer in den Recall darf und wer nicht und nennen das Ganze: Matchen. Hat das Objekt der Begierde auch für uns gestimmt, ist das Match auch schon da und es darf drauf losgetippt werden. Wir lernen uns digital kennen, halten uns alle Optionen offen und fokussieren uns dabei auch noch auf eine Kategorie, welche für uns am ehesten in Frage kommt. Deshalb melden wir uns ganz spezifisch dort an, wo unser Flirtprofil am besten hineinpasst:

    • Schwul
    • Lesbisch
    • Queer
    • Transgender
    • Fetisch
    • Casual
    • BDSM
    • Parkplatz
    • Abenteuer
    • Flirt
    • Gemeinsamer Urlaub
    • Heirat
    • Seitensprung
    • Beziehung
    • Freizeitpartner
    • International
    • etc.
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Ganz gleich, wen oder wo wir suchen: Das passende Flirtportal steht für uns bereit. Kostenlos, einfach (eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Facebook-Account reicht schon aus) und leider auch mit Fakes. Nicht ganz ernste Absichten sind keine Seltenheit. Deshalb haben seriöse Singlebörsen mit Persönlichkeitstest und amtlichen Mitgliedsbeiträgen nach wie vor ihre Daseinsberechtigung.

 

Foto: deagreez / stock.adobe.com