Ajoure Blog Seite 237

Der neue Mercedes-Benz GLE 450 AMG 4MATIC

AMG – seit jeher ein Begriff, der für Sportlichkeit, Sound und Kraft steht. Dabei handelte es sich nicht immer zwangsläufig um Sportwagen wie den AMG GT, sondern um Straßenkreuzer wie die Deluxe-Limousine S65 AMG oder den 6 Liter V12 Geländewagen-Würfel G65 AMG, der seinesgleichen sucht.

Als drittes Fahrzeug dieser Linie kommt jetzt der Mercedes GLE 450 AMG 4MATIC. Fünf Fahrprogramme, ein höheres Drehmoment und eine Neun-Stufen-Automatikgetriebe sorgen hierbei für die AMG-typische Freude am Fahren. Tobias Moers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH wörtlich: „Mit unseren Sportmodellen machen wir unsere Sportwagen-Technologie und das typische AMG Fahrerlebnis für neue Zielgruppen erreichbar. Dabei löst auch der GLE 450 AMG als drittes Sportmodell von AMG nach C 450 AMG und GLE 450 AMG Coupé unser Markenversprechen Driving Performance in jeder Hinsicht ein.“
 

Mercedes-Benz  GLE 450 AMG 4MATIC
 

Dass AMG nicht zwangsläufig für exorbitante Benzin-Verbrauchszahlen sprechen muss zeigen die Eckdaten des neuen GLE 450 AMG 4MATIC, denn wer glaubt, ein Geschoss von über zwei Tonnen Gewicht kann nur von einem V8 oder V12 angetrieben werden, irrt sich – und zwar gewaltig. Im neuen GLE 450 AMG 4MATIC schlummert ein 3-Liter-V6-Biturbomotor, der sanfte 367 PS leistet. Hierbei produziert er ein maximales Drehmoment von 520 Nm und die 9G-Ttronic sorgt in 5,7 Sekunden dafür, dass die 100 km/h Grenze passiert wird. Das Ganze bei einem Durchschnittsverbrauch von 8.6l / 100 km. Ob bei diesem Verbrauch allerdings AMG-typisch gefahren wird, nämlich sportlich und zügig, bleibt abzuwarten und zu bezweifeln. Auch der Tacho hält mit einer Anzeige von 280 km/h leider nicht ganz das, was er verspricht, denn bei Tempo 250 ist Schluss.

Der GLE 450 AMG 4MATIC überzeugt trotz seiner Ausmaße durch Agilität und Sportlichkeit. Mercedes verspricht eine „spontane und direkte Umsetzung aller Fahrbefehle, verbunden mit dem kraftvollen, aber nicht aufdringlichen Sound der Sportabgasanlage, die ein hochemotionales Fahrgefühl vermitteln.“

Fünf Fahrprogramme verändern je nach Situation die Charakteristik des GLE 450 AMG. Individual, Comfort, Glätte, Sport und Sport Plus ändern die Parameter wie Gasannahme, Lastaufbau, Schaltpunkte, Schaltgeschwindigkeit, Fahrwerk, Lenkung, Motorsound und Instrumentierung. Mit dem Programm „individual“ hat der Fahrer die Möglichkeit, die Einstell-Parameter nach seinen Vorlieben anzupassen und zu speichern.
 

Mercedes-Benz  GLE 450 AMG 4MATIC
 

Serienmäßig kommt der GLE 450 AMG mit einem speziell abgestimmten, permanenten Allradantrieb 4MATIC daher, der den Antriebsmoment im Verhältnis 40:60 verteilt. Durch die heckbetonte Auslegung wird die Querdynamik auf ein „überdurchschnittliches Level“ erhöht, was gerade bei zügig gefahrenen, kurvenreichen Straßen den nötigen Spaß garantiert. Das AIRMATIC Paket kommt ebenfalls serienmäßig. Dazu gehören Luftfederung, ein stufenlos adaptives Dämpfersystem (ADS plus, sowie eine automatische Niveauregulierung. Unter „Sport“ und „Sport Plus“ senkt sich der GLE 450 AMG 4MATIC sportliche 15 Millimeter ab.

Doch auch der äußere Auftritt überzeugt durch konsequentes sportliches Design, welches bereits auf den ersten Blick die gesteigerte Performance erkennbar macht. Hierzu gehören zwei verchromte Doppelendrohrblenden und schwarz lackierte 20“ Leichtmetallräder mit 5-Speichen-Design. Auf Wunsch kann man sich allerdings auch für eine 21“ Variante entscheiden, welches bei der Größe des GLE 450 AMG durchaus sinnvoll erscheint. Weiterhin sind diverse Applikationen in schwarz und silberchrom gehalten und sorgen somit für eine klare Differenzierung. Im Innenraum strahlen Zierteile in hellem Aluminium mit Längsschliff und Sportpedale aus gebürstetem Edelstahl, sowie ein unten abgeflachtes Sportlenkrad in Le-der-Nappa-Ausführung. Der Mercedes GLE 450 AMG 4MATIC überzeugt sowohl durch Leistung, Optik und Dynamik. Das „i-Pünktchen“ ist die Serienausstattung, die den GLE 450 AMG abrundet. Hierzu gehören unter anderem ADAPTIVE BRAKE, ATTENTION ASSIST, COLLISION PREVENTION ASSIST PLUS, ECO Start-Stopp Funktion, PRE-SAFE System und ein Seitenwind Assistent.
 

Mercedes-Benz  GLE 450 AMG 4MATIC
 


Die Fragen aller Fragen: Wann kommt er auf den Markt und was kostet er? Den Start wird die USA Anfang 2016 machen. Im zweiten Quartal wird der Mercedes GLE 450 AMG 4MATIC dann allerdings auch für 69.734 € in Deutschland erhältlich sein.

 

Foto: Mercedes-Benz PR

Backstage mit Fink im Interview

Fin, du bist Wahl-Berliner. Wie kam es dazu, dass du dich in die Stadt verliebt hast?

Ich bin Ende 1990 zum ersten Mal nach Berlin gekommen, als Interrailer. Das war zu der Zeit total angesagt. Der Osten der Stadt war damals schon fast beängstigend. Ich habe die Stadt aber von Anfang an geliebt; wir waren oft auf Raves und ich habe in den 90er hier viel als DJ gearbeitet. Natürlich haben wir auch die Geschichten über David Bowie und Iggy Pop gehört. Berlin hatte schon immer einen rebellischen Ruf. Dennoch empfängt die Stadt einen mit offenen Armen, sie ist sehr aufgeschlossen und vor allem jung.

Was macht Berlin für dich so einzigartig?

Berlin ist wie ein kreativer Knotenpunkt. Wenn Du ein Künstler bist, egal welcher Art, und Du von deinem Ersparten länger etwas haben möchtest, ist Berlin der perfekte Ort zwischen all den Metropolen wie London, Paris, usw. Die Stadt zieht so viele Künstler an und wenn du in Kreuzberg, Mitte, Neukölln oder Friedrichshain lebst, hast du wahrscheinlich gleichgesinnte Nachbarn. Berlin schläft nie. Viele Künstler sind besonders nachts produktiv und wenn du um 2 Uhr morgens dann noch was Essen oder Trinken gehen möchtest, ist das hier kein Pro-blem. Außerdem ist das Wetter im Sommer großartig, entgegen der Vorstellungen vieler.

Beeinflusst Berlin die Art, wie du Musik machst?

Berlin inspiriert alle Musiker, die her kommen, auf unterschiedliche Art und Weise, weil hier große Freiheit herrscht, um sich ausdrücken und ausprobieren zu können. Als ich in Paris oder London gelebt habe, bist du wie in einer Tretmühle, egal welches Level du schon erreicht hast – du lebst um zu arbeiten und du arbeitest um zu leben. Die Balance stimmt einfach nicht. Das alles beeinflusst natürlich auch deine Musik. Wenn du den Druck hast, Geld verdienen zu müssen, wird sie vielleicht sogar kommerzieller, du kannst nicht sonderlich speziell sein, sondern bist davon abhängig, dass deine Musik überall gut ankommt und im Radio gespielt wird. Hier in Berlin hingegen kannst du dir auch mal einen Tag frei nehmen – oder eine Woche oder sogar Monate.

Fink Backstage

Welcher von euren Songs ist dein liebster?

Das ist aktuell Fall into the Light, der Haupttrack des Albums Horizontalism, weil er noch am frischesten ist. Wir spielen oft Songs, auf die wir an dem Abend besonders Lust haben. Da wir nie große Hits hatten, wissen wir auch nicht genau, wegen welcher Songs die Fans zu unseren Konzerten kommen, sodass die Gefahr besteht, dass zum Beispiel dein Lieblingssong dann gar nicht gespielt wird. Natürlichen wissen wir schon, welche Songs gut ankommen; vor allem hier in Deutschland, oder Europa, ist es Looking too Closely – in Amerika ist es Sort of Revolution. Wenn wir diese Songs also nicht spielen, wären viele ziemlich enttäuscht. Es fühlt sich dann oft komisch an, wenn man sagt, dass nun der letzte Song kommt und ein Raunen durch die Menge geht, vor allem, wenn der letzte Song dann oftmals nicht der erhoffte ist. Aber man kann auch gar nicht alle Songs spielen, man muss schließlich auch Platz für Neues schaffen.

Wenn du kein Singer/Songwriter geworden wärst, was würdest du heute stattdessen machen? Hast du weitere versteckte Talente?

Ich glaube, Musik generell hat mich davor bewahrt, frustriert und gelangweilt zu sein. Allerdings wahrscheinlich auch davor, wohlhabender zu sein. Aber es ist gut so, wie es ist, denn wenn du in das Alter kommst, in dem dein Bart langsam anfängt grau zu werden und du das tolle Gefühl hast, im Leben das getan zu haben, was du wirklich machen wolltest. Ich liebe aber auch Mode und ich glaube, wenn ich kein Musiker geworden wäre, hätte ich wahrscheinlich ein Modelabel gegründet. Ich mag außerdem Kunst, Fotografie und Skateboarden – aber ich bin noch lange nicht talentiert darin.

Du hast bereits als Komponist für Film-und Kinoproduktionen gearbeitet, wie beispielsweise für „12 Years a Slave“. Wie war das für dich und sind weitere Projekte geplant?

Das mit „12 Years a Slave“ ergab sich, weil ich Sachen mit John Legend schrieb, der im Übrigen ein fantastischer Musiker ist. Wir haben in Amerika ein paar Mal gemeinsam geschrieben und einer der Songs wurde dann für den Film verwendet. Darüber hinaus habe ich auch noch andere Film- und Fernsehmusik geschrieben; ich genieße den Prozess der Entstehung dabei wirklich. Ein richtiger Sound-track hingegen ist nochmal eine andere Herausforderung, der ich mich noch nicht gewachsen fühle. Aber generell liebe ich das Songwriting und mag es auch für andere zu schreiben. Für TV-Werbungen kann ich mich hingegen nicht begeistern, das mag ich nicht.
Fink im Konzert

 

Hinblicklich sozialer Medien hast du in einem Interview einmal gesagt, dass du zu beschäftigt damit seist, dein Leben zu leben, um ein Tagebuch zu führen. Findest du, wir verpassen heutzutage zu viel vom wahren Leben?

Für manche ist es toll und genau das Richtige, da sie sich so ein gewisses Leben ermöglicht haben, das sie sonst vielleicht nicht hätten – damit meine ich zum Beispiel Online-Gamer. Wenn du kreativ sein und dich online inspirieren lassen möchtest, musst die Balance zwischen all der Bombadierung der Kreativität anderer finden. Man kann sich ruhig von Youtube oder Instagram inspirieren lassen, aber ich bin noch aus einer anderen Generation, aus einer Zeit vor Handys und Internet. Ich habe Musik schon zu einer Zeit gemacht, in der man noch Disketten verwendet hat. Wir fühlen uns daher eher zu der Old School-Szene verbunden, als vielleicht ein 15 Jähriger, der Musik mit seinem Laptop macht. Die Technolgie und das Internet waren ein toller Fortschritt für die Musik. Jeder kann heutzutage Musik machen. Als mein Vater in den 60er Musik gemacht hat, war das alles noch viel aufwändiger mit den Demos. Heutzutage hingegen ist das alles einfacher und das finde ich toll.

Sind die Social Media-Kanäle aber nicht auch eine gute Möglichkeit, um als Band mehr auf sich aufmerksam zu machen und besser mit seinen Fans interagieren und Einblicke gewähren zu können?

Es ist toll mit den Fans direkt kommunizieren zu können, um Infos wie Tour-Daten oder Events, etc. mitzuteilen. Ich persönlich bin aber sehr privat und manche Dinge im Leben sollten auch einfach privat beiben. Als ich 2006 mit dem Singen und Songwriting angefangen habe, schrieb ich auch einen Blog, aber nicht lange, weil ich immer den Eindruck hatte, man würde angeben, wenn man von seinem Leben erzählt – wenn man beispielsweise von A nach B gereist ist und darüber geschrieben hat. Da fühlte ich mich nicht so wohl. Mein Drummer Tim hingegen ist ein großer Social Media-Fan – er kümmert sich auch um unsere ganzen Kanäle, damit es persönlich bleibt, da sitzt also kein Management dahinter. Er liebt es im Austausch mit den Fans zu sein.

Wie sieht ein typischer Tag in deinem Leben aus, wenn du nicht gerade mit deiner Band auf Tour bist?

Jetzt, wo ich in Berlin bin, fahre ich an einem normalen Tag in mein Fitnesscenter im Prenzlauer Berg, dann kaufe ich gerne Lebensmittel im Bio-Laden um die Ecke ein. Danach fahre ich mit der S-Bahn ins Studio und bleibe dort so lange wie möglich. Manchmal dauert ein Take zehn Minuten, manchmal drei Tage. Auch wenn du an einem Tag nur eine brauchbare Zeile schreibst, warst du produktiv.
Fink live

 

Gibt es etwas typisch Britisches, das du hier in Berlin vermisst? Zum Beispiel die Tea-Time?

Ich steh eher auf Kaffee (lacht). Ich vermisse richtig guten Bacon und Marmite. Ansonsten vermisse ich nicht viel. Ich liebe es zu reisen und in verschieden Städten zu leben.

Was macht ihr in der Regel nach einem Konzert?

Jede Show ist unterschiedlich, vieles hängt auch von der Location und von dem Backstage-Bereich ab, ob man anschließend dort noch verweilt. Gerade in Städten wie Berlin, wo man auch Freunde hat, die natürlich alle vorbei kommen, bleibt man dann doch noch ein bisschen länger. Als Sänger einer Band muss ich aber auch auf meine Stimme aufpassen. Nach jedem Konzert setzen wir uns immer kurz zusammen und reden über den Auftritt – das machen wir schon seit zehn Jahren so. Generell haben wir ein tolles Team und eine familiäre Atmosphäre.
Mehr über Fink findest du auf:

Fink
Facebook

Fotos: Lars Goldbach

So holst du mehr aus deinem Netflix-Abo heraus

Im Sommer 2014 ist der US-Dienst Netflix auch in Deutschland angetreten, um unsere Fernsehgewohnheiten zu ändern. Und das bis jetzt durchaus mit Erfolg, trotz zahlreicher Konkurrenten auf dem deutschen Markt.

Dafür gibt es Gründe. So ist Netflix etwa sehr userfreundlich, punktet mit selbst hergestellten tollen Serien und ist zudem monatlich kündbar, was längst nicht jeder Mitbewerber bietet. Und dennoch: der Dienst lässt sich noch weiter verbessern. Wir verraten dir jetzt ein paar Tipps, wie du das selbst bewerkstelligen kannst. Denn viele Features bleiben Nutzern verborgen, Netflix offenbart längst nicht alle Funktionen, über die es verfügt, freiwillig.
 

Empfehlungen, Neuerscheinungen und Urlaubsunterbrechung

Sicher, Netflix bietet jedem User die Möglichkeit, das Gesehene anschließend zu bewerten, um auf Grundlage dessen neue Vorschläge bereitzustellen, die auf einem bestimmten Algorithmus fußen. Das bedeutet in der Regel jedoch, dass dem Nutzer Inhalte empfohlen werden, die seinem vermeintlichen Geschmack bereits entsprechen. Wer Lust auf Neues hat, aber nicht weiß, wonach er suchen soll, kann Dienste wie InstantWatcher nutzen. Auf dieser Webseite siehst du, was auf Netflix in den vergangenen 24 Stunden oft angesehen wurde. Ähnliches gilt auch für Neuerscheinungen. Auf der Website Whatsnewonnetflix.com informierst du dich, welche Filme und Serien frisch zur Verfügung stehen.

Die monatliche Möglichkeit zur Kündigung haben wir eingangs bereits erwähnt – eine gute Sache. Aber du musst ja nicht für immer wegbleiben, denn Netflix speichert dein Profil ab. So kannst du das Abo für einen Monat – etwa für den Urlaub – unterbrechen und nach deiner Rückkehr wieder voll einsteigen. Man muss die monatliche Gebühr ja nicht unbedingt sinnlos verprassen, wenn man den Dienst im Urlaub sowieso nicht nutzt.
 

Auslandsnutzung, Buffering und Shortcuts

Dein Konto bei dem Streamingdienst ist weltweit gültig. Allerdings gibt es Inhalte, die du nicht einmal zuhause ansehen kannst, weil ganz einfach die Lizenz dafür fehlt. Das bedeutet jedoch auch, dass du Netflix im Urlaub nutzen kannst. Wenn du dich beispielsweise in einem italienischen WLAN mit deiner Kennung bei Netflix anmeldest, kannst du alle in Italien freigegebenen Serien, Filme und Dokumentationen anschauen. Mit einem kleinen Trick kannst du jedoch zuhause sogar auf das US-amerikanische Angebot zugreifen, das als das weltweit beste gilt. Dafür musst du dich lediglich mit einem US-VPN (Virtual Private Network) verbinden, dafür gibt es spezielle Programme. Allerdings geht so etwas meistens zu Lasten der Bildqualität.

Ein ärgerliches Nebenprodukt von gestreamten Inhalten sind Pufferzeiten, das sogenannte Buffering. Das ist die Zeit, die der Stream zum Zwischenspeichern benötigt, weil der Film nicht rechtzeitig in den Zwischenspeicher geladen worden ist. Bei anderen Diensten führt das zu Hängern. Bei Netflix zwar nicht, aber besonders elegant ist die Lösung hier auch nicht: Netflix verringert die Auflösung des Films in diesem Fall automatisch, da eine geringere Auflösung auch eine geringere Datenmenge bedeutet. Im schlimmsten Fall wechselt deine Videoqualität immer selbständig zwischen „high“ und „low“ hin und her. Abstellen kannst du das, indem du gleichzeitig Shift und Alt und die Maustaste drückst. Jetzt öffnet sich der „Stream Manager“, wo du die gewünschte Band-breite manuell festlegen kannst.

Es gibt weitere tolle Shortcuts, mit der du Netflix per Tastatur unkompliziert steuern kannst. Wenn du eine Pause bzw. die Fortsetzung möchtest, drücke gleichzeitig Enter und Leertaste. Mit dem einfachen Bedienen der M-Taste schaltest du das Video lautlos, während du mit F den Vollbildmodus aktivierst – den du wiederum mit Esc verlassen kannst. Die Lautstärke regelst du ganz einfach über die Pfeiltasten Rauf und Runter. Mit den Pfeiltasten Links und Rechts in Kombination mit Shift spulst du das Video vor und zurück.
 

Spoiler, nein danke und verbesserte Untertitel

Du kennst das sicher. Du bist gerade dabei, eine neue Serie zu beginnen, und auf dem Startbildschirm dieser Serie bei Netflix siehst du die Episodenübersicht. Wer jetzt nicht schnell wegschaut, läuft Gefahr, die Episodennamen zu lesen (die ja oft etwas über den Fortgang der Serie verraten) und die Episodenbeschreibungen zu sehen. Beides ist doof, weil Spoiler. Zumindest die Nutzer des Browsers Chrome können etwas dagegen tun, indem sie das Add-on Flix Plus installieren, das alle zusätzlichen Infos ausblendet. Spoilergefahr gebannt.

Nicht immer reibungslos läuft auch die Sache mit den Untertiteln ab. Grundsätzlich nicht verkehrt, dass Netflix sie überhaupt anbietet und manchmal benötigt man sie ja tatsächlich. Doch die standardmäßige Anzeige kannst du beim besten Willen manchmal einfach nicht erkennen. Das lässt sich jedoch recht einfach beheben, dazu musst du nur in deine Einstellungen gehen, also „Ihr Konto“ aufrufen und dort die „Untertitel-Anzeige“ aufrufen und schon kannst du deren Erscheinungsbild dei-nen Vorlieben und Bedürfnissen anpassen. Dabei kannst du neben der Farbe der Schrift auch deren Hintergrund, die Schriftart und die Größe verändern.
 

HD als Standard und gemeinsames Netflixen an unterschiedlichen Orten

Klar, wenn genügend Bandbreite vorhanden ist und das Endgerät die Option auch unterstützt, möchte man die Inhalte immer in HD streamen. Geh dafür einfach wieder auf „Ihr Konto“ und klicke dort auf die „Wiedergabe-Einstellungen“. Hier klickst du ganz einfach das von dir be-vorzugte Feld an. Es muss ja nicht HD sein – besonders dann nicht, wenn dein Internettarif ein beschränktes Datenvolumen vorsieht. Dazu solltest du wissen, dass eine Stunde Streamen in hoher Qualität bis zu drei Gigabyte Datenvolumen kostet-

Zum Schluss noch ein spezielles Feature für alle, die gern einen gemütlichen und gemeinsamen Abend vor Netflix verbringen würden, es aber nicht können, weil sie sich ganz einfach an unterschiedlichen Orten aufhalten. Das ist aber kein Problem, denn zum Glück gibt es das gratis Browserplugin namens Showgoers, mit dem sich – insofern auf beiden Rechnern installiert – der gemeinsam ausgewählte Netflix-Stream synchronisieren lässt. So kannst du mit deinem Kumpel, deinem Freund oder deiner Freundin einen (zumindest halbwegs) gemeinsamen Filmabend verbringen, auch wenn der eine gerade im Ausland Urlaub macht und der andere Zuhause geblieben ist. Momentan gibt es das Showgoers zwar erst für Chrome, allerdings wollen Firefox und der Apple-eigene Browser Safari demnächst offenbar nachziehen.
 

Foto: LPETTET/iStock.com

Yoga für Männer – Power für Körper & Seele


Yoga erfreut sich bereits seit einiger Zeit auch in unseren Breiten zunehmender Beliebtheit und gerade für viele Frauen gehört der regelmäßige Gang ins Yoga-Studio bereits fest zum Leben dazu. Männer neigen stattdessen oftmals dazu, die aus körperlichen Übungen, Mantras und Meditationen bestehende indische Lehre zu belächeln und nicht selten als „Frauen-Fitness“ abzutun. Dabei ist die Geschichte des Yogas eine durchaus männliche: Bis in die 1930er Jahre wurden in Indien ausschließlich Männer in den unterschiedlichen Yogastilen unterrichtet. Wenn du zu den Männern gehörst, die sich nicht von Schlagworten wie Sanftheit und Entspannung abschrecken lassen, liefert dir dieser Artikel einige gute Gründe, es tatsächlich einmal mit Yoga zu versuchen.

 

Yoga: (k)eine Frauendomäne?!

Wenn du schon mal in einem Yoga-Kurs gewesen bist, warst du vielleicht überrascht, dich inmitten einer deutlichen Überzahl weiblicher Teilnehmer zu befinden – oder hattest du be-reits damit gerechnet? Tatsächlich scheint es, als hätten sich viele Yoga-Studios auf eine weibliche Zielgruppe spezialisiert, und auch die Schlagworte, unter denen die indische Lehre sich hier einen Namen gemacht hat, wirken wenig „männlich“. Hier geht es um Entspannung, die eigene Mitte finden, Sanftheit, Ruhe – Begrifflichkeiten, die die meisten Männer eher abschrecken als anziehen. Wer aber genauer hinsieht, wird entdecken, dass es sich bei Yoga nicht etwa um ein paar leichte Dehnübungen und „Omm“-Singen handelt, sondern oftmals um ein knallhartes Work-out, das selbst gut trainierte Sportler an ihre Grenzen bringt. Die Vorteile regelmäßiger Yoga-Sessions sind für Männer und Frauen übrigens gleich und liegen sowohl im körperlichen, als auch im seelischen Bereich.
 

Männer Yoga

 

Stärker und flexibler durch Yoga

Wenn du dich an Yoga-Übungen versuchst und diese regelmäßig durchführst, wirst du bald feststellen, wie sich dein Körper verändert – und zwar zum Positiven! Durch die exakt durchgeführten Positionen werden deine Muskeln und Bänder gedehnt, was zu einer erhöhten Flexibilität führt. Auch Positionen, die dir anfangs schwer fielen, wie etwa der Paschimottanasana, bei dem du dich mit ausgestreckten Beinen im Sitzen so weit nach vorne beugst, bis du deine Füße berühren oder umfassen kannst, lassen sich mit der Zeit immer besser durchführen. Dabei trainierst du je nach Übung Arme, Beine, Bauch oder Schultern und gerade dein Rücken wird auf Dauer von der zusätzlichen Stärkung der Muskulatur und gleichzeitigen Dehnung profitieren. Das kann dir auch im Alltag zugutekommen: Verspannungen und Krämpfe gehören der Vergangenheit an und das Verletzungsrisiko durch „falsche Bewegungen“ verringert sich deutlich.

Übst du parallel noch andere Sportarten aus, stellst du nach einiger Zeit vielleicht fest, dass du über mehr Ausdauer verfügst, dich besser konzentrieren kannst und weniger schnell aus der Puste kommst. Auch das hängt mit dem Yoga zusammen: Studien zufolge vergrößert sich durch regelmäßige Yoga-Übungen die Lungenkapazität und die allgemeine Beweglichkeit wird gleichzeitig verbessert. Kein Wunder also, dass die deutsche Fußballnationalmannschaft unter anderem auch Yoga auf ihrem Trainingsplan hat, ebenso wie zahlreiche weitere Profisportler aus unterschiedlichen Bereichen.
 

In der Ruhe liegt die Kraft

Beim Yoga wird aber nicht nur der Körper trainiert; auch dein Geist steht ebenso im Vordergrund. Indem du Stress und Alltagsprobleme „ausblendest“ und für die Dauer der Yoga-Session einfach loslässt, kannst du dich anschließend dafür umso besser konzentrieren. Das hilft dir auch dabei, in schwierigen Situationen gelassener zu bleiben und mit Herausforderungen ruhiger und entspannter umzugehen. Durch die kleinen „Auszeiten“ beim Yoga kannst du deine Batterien aufladen und anschließend im Job und im Privat-leben richtig Gas geben – aber auf eine bewusste und fokussierte Weise.

Und apropos Privatleben: Eine Studie des „Journal of Sexual Medicine“ belegt, dass Männer, die regelmäßig Yoga betreiben, auch von einer positiven Bereicherung ihres Sexuallebens berichten – wenn das kein Grund ist, das nächste Yoga-Studio für eine Probestunde aufzusuchen …
 

Foto: BraunS, PeopleImages/iStock.com

Wenn Blaulicht dir den Schlaf raubt: Was dich abends wachhält

Wer dauerhaft zu wenig Schlaf bekommt, fühlt sich tagsüber müde und schlapp. Die Konzentrationsfähigkeit lässt nach und schlimmstenfalls passieren Fehler im Job und im Alltag, die sich nach erholsamem Nachtschlaf hätten vermeiden lassen. Hilfreich ist es da, über die eigenen Schlafgewohnheiten nachzudenken und besonders die abendlichen Einschlafrituale kritisch zu hinterfragen. Insbesondere, was dein Smartphone betrifft, da das ausgestrahlte Blaulicht dich zusätzlich wachhält. Das erspart dir vielleicht den Arztbesuch und die Einnahme von teilweise unnötigen Schlafmitteln.

Wie viel Schlaf braucht man denn überhaupt?

So verschieden wie unser Geschmack ist, über den sich ja bekanntlich nicht streiten lässt, so unterschiedlich ist auch unser Schlafbedürfnis. Es ist wichtig, dass jeder für sich selbst herausfindet, nach wie vielen Stunden Schlaf er sich frisch und erholt fühlt. Auch die Schlaftiefe spielt dabei eine wichtige Rolle. Die reine Anzahl der im Bett verbrachten Stunden sagt dagegen wenig aus.

Eine gute Möglichkeit, um herauszufinden, ob die eigene Schlafdauer ausreicht, ist daher die Frage, wie du dich tagsüber fühlst. Während für den einen schon fünf Stunden ausreichen, braucht ein anderer möglicherweise zehn Stunden, um richtig fit zu sein.

Der Gang ins Schlaflabor muss nicht sein

Dauerhafte Schlafstörungen kann ein Schlafmediziner auf einfache Weise erkennen: Mittels einer unkomplizierten Methode, der Aktometrie, kann der Arzt von der Häufigkeit der Lageänderung auf die Schlafdauer schließen. Dazu wird ein Bewegungsmesser am Handgelenk befestigt, der in etwa die Größe einer Armbanduhr hat. Der Nachteil dieser Methode ist, dass weder Aufwachstörungen noch Schlafstadien erfasst werden können. Hier hilft ein gleichzeitig vom Patienten geführtes Schlaftagebuch, die Ergebnisse zu ergänzen.

Welche Lebensgewohnheiten fördern den Schlaf?

Um den Körper auf den Schlaf vorzubereiten, ist eine vorherige Ruhephase sinnvoll. Passende, immer gleiche Abläufe und bewährte Rituale helfen dir, Stress abzubauen sowie Geist und Körper zu beruhigen. Ein Buch zu lesen, zum Telefonhörer zu greifen oder bei Schummerlicht gemütlich zu essen kann dir ebenso nützen wie Spaziergänge an frischer Luft.

Dementsprechend kann es hilfreich für dich sein, bei Schlafstörungen zu überlegen, was früher zu einem guten Schlaf geführt hat und was sich seither verändert hat. Wer noch vor Jahren regelmäßig Sport getrieben hat und sich jetzt allabendlich durch die News am Laptop scrollt, hat vielleicht einen Teil der Erklärung gefunden.

Macht uns Blaulicht wieder munter?

Selbst dann, wenn die Müdigkeit am Abend schon greifbar ist und die Augen fast zufallen, scheinen viele von uns beim nächtlichen Chatten oder E-Mail-Schreiben plötzlich wie von selbst wieder wach zu werden. Grund dafür ist das Licht, das von Tablets, Laptops und Handys ausgeht. Der für uns nicht wahrnehmbare Tageslicht- oder Blaulichtanteil der LED-Bildschirme macht das Gehirn wieder wach. Ursache sind spezielle Fotorezeptoren in unserer Netzhaut. Diese reagieren auf blaue Wellenlängen um 480 Nanometer besonders empfindlich. Die dadurch vermittelte Empfindung von Licht leiten sie an die innere Uhr in unserem Gehirn weiter.

Eine Veränderung der normalerweise vorhandenen Lichtverhältnisse beeinflusst unsere innere Uhr, die an den gewohnten Tag-Nacht-Wechsel angepasst ist und unseren normalen Schlaf-Wach-Rhythmus regelt. Das weiß jeder Schichtarbeiter oder jemand, der nach einer Reise in andere Zeitzonen den Jetlag mit Tagesmüdigkeit und nächt-licher Wachheit zu spüren bekam. Dabei gerät auch der Hormonhaushalt durcheinander. Das Hormon Melatonin, welches den Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers steuert, wird vor allem nachts gebildet. Tageslicht hemmt dagegen die Produktion dieses Hormons. Der Melatonin-Mangel führt wiederum zu Schlafstörungen.

Studien bestätigen die aufmunternde Wirkung

Wissenschaftler untersuchen dieses Schlaf störende Phänomen und können schon Ergebnisse ihrer Studien und Befragungen vorlegen. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass schon die Bildschirmarbeit von nur zwei Stunden die Melatoninkonzentration um 23 % verringert. Der natürliche abendliche Melatoninanstieg war nach einer Blaulichtdusche um eine Stunde nach hinten verschoben.

Schüler waren nach einer abendlichen Computertätigkeit viel müder und hatten schlechtere Gedächtnisleistungen als ihre Mitschüler, die abends ein Buch gelesen hatten. Auch die abendliche Handynutzung führte bei Jugendlichen zu einer höheren Tagesmüdigkeit. Dass das blaue Licht der Fernsehmonitore die Melatonin-Produktion offenbar nicht beeinträchtigt, führt ein Studienleiter auf den größeren Abstand zum Fernseher zurück.

Wachmacher Blaulicht: Abendliche Nutzung von Tablet und Co. einschränken

Um den „Koffeineffekt“, wie er es nennt, auszuschalten, empfiehlt Christian Cajochen, Leiter des Zentrums für Chronobiologie an der schweizerischen Universität Basel, „seine elektronischen Geräte gegen 21 oder 22 Uhr auszuschalten. Das würde sicherlich den Schlaf verbessern – von Jugendlichen, ebenso wie von Erwachsenen.”

Wenn du unbedingt spätabends noch am Laptop sitzen musst, solltest du dir ein kleines Programm installieren, welches das Bildschirmlicht in Abhängigkeit von der Tageszeit verändert. Eine App, die das kann, ist schon auf dem Markt. Die roten und gelben Lichtanteile überwiegen am Abend, die blauen Wellenlängen kommen erst am Morgen wieder dazu. Auch die Anschaffung einer Brille mit Blaulichtfilter könnte sich lohnen, die ursprünglich einer Makuladegeneration vorbeugen sollen.

Tageslicht mit hohem Anteil an blauen Wellen oder Blaulicht kann dir aber auch helfen, Schlafprobleme zu lösen. Du kannst dein Gehirn tagsüber damit aktivieren – am Handy und PC oder bei Aufenthalten im Freien. Denn Blaulicht zur richtigen Zeit optimiert deinen Schlaf-Wach-Rhythmus.
 

Foto: baranq / stock.adobe.com

Black Mass – Filmkritik & Trailer

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Black Mass – Die Story

Der Kleinganove James „Whitey“ Bulger (Johnny Depp) mausert sich mehr und mehr zum Strippenzieher in der Bostoner Unterwelt. Nur die italienische Mafia als größte Konkurrenz steht ihm noch wirklich im Weg. Da tritt John Connolly (Joel Edgerton), ein Freund aus Kindertagen und nun FBI Agent, mit dem Vorschlag an Bulger heran, er solle ihr Informant werden, damit das FBI die Mafia erledigen kann. Bulger geht den Deal ein, jedoch nur um alles zu seinen Gunsten zu nutzen.

Als sich die Geschäfte Bulgers Winter-Hill-Gang immer mehr ausweiten, die Informationen von Bulger dagegen lange nicht das bieten, was einen Deal seitens FBI rechtfertigen würden, wird es Connollys Vorgesetztem Charles McGuire (Kevin Bacon) zu bunt. Doch Connolly und FBI Kollege John Morris (David Harbour) stecken schon zu tief in der ganzen Sache drin.

 

 

Johnny Depp is back

In einem schnörkellosen, knallharten Film brilliert Johnny Depp in ungewohnter Optik.

Dabei setzt der Film auf schonungslose Gewalt, wenig Effekthascherei und zeigt, natürlich erzählerisch aufbereitet, die wahre Begebenheit um den berüchtigten Unterweltboss James Bulger, der erst 12 Jahre später, im Alter von 81 Jahren, vom FBI gefasst wurde.

Johnny Depp, der Bulger gibt, brilliert einmal mehr in einer Rolle, die ihn optisch sehr entfremdet und vielleicht gerade deshalb so stark aufspielen lässt. Depp agiert in seinem Schauspiel beeindruckend, wie es seit seinem Piratenkapitän nicht mehr der Fall war. Und ist dabei doch so anders, dass man diesen Darsteller, wenn man es nicht wüsste, niemals mit dem Sonderling aus dem Fluch der Karibik Franchise in Verbindung bringen würde.

Die Geschichte, die uns Regisseur Scott Cooper präsentiert, kommt dabei ohne übertriebene Kamerafahrten, Massenszenen oder sonstige Gimmicks aus. Die Stärken des Films liegen deutlich in der (wahren) Geschichte, die dem Film zugrunde liegt und dem tollen Spiel der Akteure. Dabei spielt neben den Verstrickungen und starken Dialogszenen vor allem Gewalt eine tragende Rolle. Diese wird dann auch ziemlich schonungslos präsentiert, ohne dabei Tarantino-like überhöht zu werden.

Schöne, klare Bilder und ein gelungener 80er Look runden die Produktion ab. Dazu kommt ein überaus gelungener Soundtrack, für den sich Tom Holkenborg, vielen unter dem Pseudonym Junkie XL bekannt, verantwortlich zeigt.

 
Black Mass Kinoposter
Kinostart: 15. Oktober 2015

Starker Geschichtsunterricht

Black Mass ist kein Film für die Masse. Dafür ist er zu wenig Popcorn Kino, zu anspruchsvoll. Um jedoch amerikanischen Geschichtsunterricht lebendig und beeindruckend zu erleben und sich in einer unglaublich heftigen Geschichte zu verlieren, dafür ist der Film bestens geeignet. Und wer Johnny Depp endlich einmal wieder in einer Oscar würdigen Rolle sehen will, der sollte sich Black Mass ebenso nicht entgehen lassen.

Schon gesehen?

Bridge of Spies – Der Unterhändler – Filmkritik & Trailer

 

Fotos: Warner Bros. Pictures Germany

Editorial: Original Penguin 60th Anniversary Collection

Für die Herbst 2015 Kollektion bricht Original Penguin auf zu neuen Abenteuern in die freie Natur. In einem abgelegenen Wald startet die Exkursion und die Kollektion zeigt die lässige Seite von Camping und Outdoor – wo immer der Weg auch hinführt.
 

Original Penguin
LEGAL DESERT BOOT – 110 Euro

 

Original Penguin besinnt sich auf seine Wurzeln als originärer Brand für Freizeitkleidung und wirft einen spielerischen Blick auf alles, was Outdoor passiert. Herbstliches Laub, skurrile Kletterpflanzen und Camo Prints finden sich auf einem langärmligen Chambrayshirt und dem klassischen Earl Polo wieder. Die Farbpalette verbindet tiefe Blautöne mit gebranntem Orange, Pflaume wird mit verschiedenen Schattierungen von Ultramaringrün, Bergahorn und Harz kontrastiert.
 

Original Penguin
BASIC BEANIE – 26 Euro // DONEGAL CREW NECK JUMPER – 108 Euro // REGULAR FIT DENIM JEANS – 100 Euro // CREASY II LEATHER BOOT – 175 Euro

 

Gemächlich geht es dann weiter zum See, die Kollektion spiegelt die offene Wasserfläche wider, die sich gegen malerische Landschaften in Ombre absetzt. Nuancen von Kastanienrot, Gold und Lauchgrün hellen die Farbpalette auf und finden sich als abstrahierte Spritzer und Tropfen auf einer harzfarbenen klassischen Bomberjacke wieder und auf dem „P55 Jogger“ – einer Hose mit einer ganz neuen Silhouette, die in dieser Saison vorgestellt wird.
 

Original Penguin
EARL POLO SHIRT – 75 Euro // CREASY II LEATHER BOOT – 175 Euro // TWISTED DONEGAL BEANIE – 48 Euro

 

Outerwear ist in der Herbst 2015 Kollektion vorherrschend – ob es ein Ratner mit rotem Kammzugdruck ist oder eine gesteppte Daunenjacke in Grau mit blauem Farbverlauf. Und wenn die Sonne untergeht, geht der Blick zum Himmel, um die Farben am Firmament zu bewundern – Polarlicht, wie von Eisadern durchzogen in einer glitzernden Sternennacht.
 

Original Penguin
BASIC BEANIE – 26 Euro // PLAID DOUBLE LONG SLEEVE SHIRT – 102 Euro // JUNTAS CAMO PRINT POLO SHIRT – 80 Euro

 

Zerstoßenes Eis und Sternenprints ziehen sich durch die ganze Kollektion, die Farben gefrieren zu Kristall, Perlblau wird mit Braun, sattem Purpur und Cadmiumgelb kombiniert. Ein gemusterter, stark taillierter Blazer in Nachtschattenblau ist eine bequeme Alternative zu einem warmen Fischerpullover in Rippenoptik. Flannels sind in dieser Kollektion ein Statement in schwerem Twill und Plaids lassen sich perfekt mit den neuen Army Hosen kombinieren – ein
komfortables und modernes Outfit für den Outdoortrip vom Morgengrauen bis in die Nacht.
 

Original Penguin
FISHTAIL PARKA JACKET – 215 Euro // REGULAR FIT DENIM JEANS – 100 Euro // CREASY II LEATHER BOOT – 175 Euro

 

James Bond 007: Spectre – Filmkritik & Trailer

James Bond 007: Spectre – Die Story

Nachdem Bond (Daniel Craig) in Mexiko-Stadt ein paar Häuser in die Luft gejagt und scheinbar auf eigene Faust Verbrecher eliminiert hat, bleibt seinem Vorgesetzten M (Ralph Fiennes) nichts übrig als ihn vorübergehend zu suspendieren. Als wäre das nicht schon genug, hat M mit Max Denbigh (Andrew Scott), dem Anführer der Joint Intelligence Service, einen Mann vorgesetzt bekommen, der MI6 und MI5 zusammenführen und technologisch mordernisieren und das Doppelnull Agentenprogramm einstampfen will.

Doch Bond ignoriert die Suspendierung und macht sich auf nach Rom um den geheimen Hintermännern auf die Spur zu kommen. Als er bei einer Versammlung den Kopf der Organisation als Franz Oberhauser (Christoph Waltz) identifizieren kann, steht seine Welt plötzlich Kopf. Denn Oberhauser ist ihm kein Unbekannter und eigentlich längst tot.

Doch Bond wäre nicht Bond, wenn er nun nicht erst recht dran bleiben würde um der Organisation um Oberhauser das Handwerk zu legen.

 

 

Der vielleicht letzte Bond mit Daniel Craig

Spectre, ein Film, der die Meinungen der Zuschauer teilen wird. Von den einen als zu sehr nach Fortsetzung verschrien, von den anderen als gelungener Schlusstakt der Bondfilme mit Daniel Craig gefeiert, findet sich Spectre vermutlich irgendwo dazwischen wieder.

Höher, schneller, weiter ist dabei definitiv eine Maxime, derer sich der Film verschrieben hat. Das sorgt für viel Action und wenig Langeweile. Allerdings leidet die Rundheit der Geschichte wiederum darunter. Die einzelnen Erzählabschnitte sind in sich stimmig, wirken aber eher wie Episoden und stören manchmal den Fluss des Films. Das wiederum sorgt dafür, dass die Charaktere um Bond oft nicht die Tiefe erlangen, die so manche Filmfigur in vorangegangenen Teilen inne hatte. Dabei rettet besonders Christoph Walz mit seiner Präsenz und Spielstärke den Oberschurken Oberhauser. Aber auch der übrige Cast des Films nutzt voll aus was die Geschichte hergibt und wird einzig durch die episodenhafte Art der Erzählung ausgebremst.

Die Figur des James Bond wiederum ist und bleibt Kult. Das war schon immer so und wird vermutlich auch so bleiben. Einzig die Darsteller und die filmische Umsetzung der Geschichten gerieten in all den Jahren mal besonders gut und mal weniger gelungen. Dass Daniel Craig einen ganz eigenen, zeitgemäßen Bond gibt, kommt ihm beim Großteil des Publikums zugute. Dennoch gibt es genug Bond Fans, die mit ihm nicht so viel anfangen können. Mit Spectre haben wir nun das Phänomen, dass einige Stimmen laut werden, die Craig in den voran gegangenen Filmen nicht mochten und ihn hier nun gut finden. Umgekehrt findet mancher Fan der letzten Filme ihn hier nicht so überzeugend. Ob es noch einen weiteren Bond mit Craig geben wird ist, auch weil Craig sich selbst zuletzt wenig wohlwollend über seine Filmfigur äußerte, demnach noch ungewiss.

 
Spectre
Kinostart: 05. November 2015

 

Gute Filme sind (manchmal) Geschmacksache

Fakt ist, Spectre hat viele beeindruckende Szenen zu bieten, zeigt einen starken fokusierten Bond, der nicht jedermanns Sache ist und hält den Zuschauer in Atem. Hier zu jammern, ist auf hohem Niveau jammern. Und auch wenn der Film vielleicht nicht mit Casino Royal oder Skyfall mithalten kann, ist er dennoch kein Ausfall und kann seine kleinen Schwächen in anderen Bereichen wieder wett machen.

Letztlich wird sich Gefallen und Nichtgefallen davon abhängig machen, ob man Craig hier als Bond mag oder nicht und ob die Erzählstruktur den Betrachter abzuholen vermag.

 
The Imitation Game – Filmkritik & Trailerhttps://www.ajoure-men.de/lifestyle/imitation-game-filmkritik-trailer/

 
Fotos: Sony Pictures Germany

Die Herbst Boot Parade

Boots führen in diesem Herbst die Trend-Hitliste an. Wir haben uns aus der “Cat” Linie vier Boots geschnappt und euch dazu passende Outfits für den Herbst zusammengestellt. Wichtig beim nach-stylen ist, dass ihr entweder die Jeans doppelt nach oben krempelt oder sie im Boot verschwinden lässt.

Tipp: Solltet ihr euch für eine Used-Jeans mit richtig viel Rissen und Löchern entscheiden, dann haltet euch beim Pulli dezent zurück. Und natürlich auch anders herum: Wenn der Pulli viele Muster und mehrere Farben hat, dann bleibt die Jeans schlicht.Alles andere ist to much – weniger ist hier mehr!
 
Boot Parade
 

Boot Parade
 

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Fotos: Cat PR; Zalando

Drag Racing – Die Sucht nach Beschleunigung

Es ist wohl der schnellste und auch spektakulärste Motorsport zugleich – Drag Racing. Dragsterrennen sind eine regelrechte Beschleunigungsorgie bei der die Teilnehmer nur ein Ziel kennen: Eine gerade Strecke aus dem stehendem Start schnellstmöglich zurückzulegen. Die traditionellen Renndistanzen sind die Viertelmeile (402,34 Meter) und die Achtelmeile (201,17 Meter). Die Reaktionsschnelligkeit der Fahrer sowie ihre Fähigkeit, die enorme Leistung der Dragster auf die speziell präparierte Strecke zu bringen, entscheiden über Sieg oder Niederlage. Wir blicken hinter die Kulissen!

Die Tribünen sind bis auf den letzten Platz besetzt, der Streckensprecher kündigt euphorisch die anstehende Klasse an – Top Fuel! Der Chefstarter gibt das Signal. Kurze Rücksprache unter den beiden Teams. Ein Helfer spritzt Methanol in die riesigen Einlassöffnungen des Kompressors, die so genannten Scoops, ein. Der mächtige Anlasser erweckt den V8-Motor mit 8 Liter Hubraum zum Leben. Ein Stakkato für die Ohren!

Extremer Motorsport kommt nicht mit normalem Benzin aus. Zwei Spritpumpen fördern das hochexplosive und sündhaft teure Nitromethan in armdicken Spritleitungen zum Kompressor. Zwei Dragster mit ihren imposanten Ausmaßen machen sich fertig zum „Burn Out“. Die Zuschauer zucken zusammen, ohrenbetäubender Lärm. Eine dichte Qualmwolke hüllt den Startbereich ein. Beide Fahrzeuge werden durch einen Helfer zurückgewiesen. Letzte Handgriffe werden erledigt. Die Dragster rollen langsam bis zum Start vor. Kurz darauf schlagen meterhohe Flammen aus den Auspuffrohren. Eingehüllt in einer Gischt aus Staub und Hitze rasen die Dragster mit infernalischem Lärm über die Strecke.
 

Top Fuel Bike
Multi Champion Ian King aus England mit seinem ca. 1500 PS starken Top Fuel Bike
 

Die Wurzeln des Dragstersports liegen in den USA und reichen bis in die frühen 50er Jahre, als zunächst die Youngster auf den endlosen Highways gegeneinander antraten, um sich mit ihren getunten Autos zu duellieren. Bereits 1951 gründete Wally Parks die „National Hot Rod Association“, um die wilden Straßenrennen in einen organisierten, sportlichen Rahmen zu fassen. In dieser Zeit entstanden die ersten „Drag Strips“, Regeln für den Wettkampf wurden erarbeitet. Mitte der 60er überschritt Drag Racing die Grenzen des amerikanischen Kontinents und fand in Windeseile eine neue, begeisterte Fan-Gemeinde in Europa. US-Soldaten brachten diesen Sport nach Deutschland. Zwischen 1969 und heute entwickelte sich Drag Racing vom Barbecue-Weekend auf Flugplatzpisten zu nach Weltmaßstäben organisierten Events.

Der Ablauf eines Dragsterrennens ist genau festgelegt: Zwei Kontrahenten treten in einem direkten Vergleich im K.o.-System gegeneinander an. Der, der schneller ist, kommt eine runde weiter. Der andere scheidet aus. Eine Vielfalt von zwei- beziehungsweise vierrädrigen Fahrzeugen der unterschiedlichsten Art machen diesen Sport einzigartig. Die Bandbreite der Klassen erstreckt sich von für die Straße zugelassenen, getunten Autos, bis hin zu der höchsten Klasse, den Top Fulern. Die unglaubliche Leistungsausbeute wird unter anderem mit Schraubenkompressor, Turbo und oder Lachgaseinspritzung erreicht. Je nach Klasse wird von normalem Benzin über hochoktaniges Rennbenzin, Methanol bis hin zum „flüssigen Sprengstoff“ – dem Nitromethan – zurückgegriffen. Letzteres bringt einen Leistungszuwachs von bis zu 60 Prozent. Beschleunigt wird bei den Top Fuelern von 0-160 km/h unter einer Sekunde! Das sind Werte, die noch nicht mal Jagdpiloten in ihren Jets beim Start erleben. Verzögert werden diese Geschosse am Ende des Laufes mit einem Bremsschirm.
 

Fredrik Lundh in seinem Chevrolet Nova
Fredrik Lundh in seinem Chevrolet Nova

 

Nach dem Aufheizen der gigantischen Hinterreifen durch den „Burn Out“ wird der Fahrer durch seine Crew so zurück gewie-sen, dass er möglichst genau in der frisch gelegten, klebrigen Spur steht. Der Fahrer nimmt nun die Startposition ein. Die Start-lichtampel – in der Dragster-Fachsprache „Chrismas Tree“ (Weihnachtsbaum) genannt – zeigt dem Fahrer an, wie weit er noch von der Startlinie entfernt ist. Ist der Fahrer bis an die Startlinie vorgefahren, leuchtet ein weiteres Licht. Erst dann gibt der Starter den Lauf frei. Die Arbeit der Zeitnahme-Anlage beginnt mit dem Messen der Reaktionszeit (die Zeit, die zwischen „Grün“ und dem Verlassen der Lichtschranke vergangen ist), danach folgt die Zwischenzeit bei 60 Fuß (ca. 18 m) und der Achtelmeile (201,17 m), sowie der über die Viertelmeile erreichte Endgeschwindigkeit.

Im Drei-Minunten-Takt werden an dem Wochenende rund 1.000 Rennläufe absolviert. Ein Erlebnis-Wochenende für die ganze Familie. Nirgendwo sonst können interessierte Fans bei einer Großveranstaltung hautnah an die Fahrer herankommen und im Fahrerlager den Teams bei der Vorbereitung der Fahrzeuge zuschauen. Was nur wenige sehen: Zwischen den einzelnen Läufen geht das Rennen weiter. In den Boxen checken die Teams die Fahr-zeuge komplett durch. Das kann je nach Klasse das Überprüfen der Zündkerzen und des Reifendrucks, das Nachstellen des Ventilspiels und der Zündung bis hin zur kompletten Demontage des Motors bei den Top Fuelers bedeuten.
 

Der Brite Liam Jones in seinem Top Fuel Cockpit nach einem erfolgreichen Run
Der Brite Liam Jones in seinem Top Fuel Cockpit nach einem erfolgreichen Run
 

Der Dragster Sport zählt mit Abstand zu den sichersten Sportarten überhaupt. Geschwindigkeiten von über 500 km/h lassen keinen Spielraum für Fehler. Das ausgeklügelte Reglement und die stetigen Kontrollen, sowie die kontinuierlichen Weiter-entwicklungen der Sicherheitseinrichtungen können das Risiko zwar nicht ganz ausschalten, aber immerhin auf ein gesundes Maß minimieren. Auch wenn Motorenplatzer spektakuläre Ausnahmen sind.

Fazit: Dragsterrennen haben mittlerweile auch hierzulande eine große Fangemeinde und sind längst mehr als nur ein Nischensport. Auch wenn die große Beachtung in den Medien noch aussteht – was verwunderlich ist. Immerhin fanden gut 80.000 Zuschauer den Weg zur 30. Auflage der Nitro Olymp’x am Hockenheimring und mit die größte Veranstaltung ihrer Art in Europa. Fans gibt es also genug.

 

Funny Car mit Blick auf die Kolben des V8 Motors
Funny Car mit Blick auf die Kolben des V8 Motors

 

© Text und Fotos: Henrik Vormdohre