Ajoure Blog Seite 213

Das Comeback des Vinyls – Musik auf Platte

Wir leben schon länger in einer Zeit, in der Altes wieder modern wird. Dies gilt nicht nur für Kleidung, Autos oder Weine, sondern auch für die Art, wie wir Musik hören. Es gibt große Streamingdienste wie Spotify, die einen Großteil des Musikmarktes eingenommen haben. Die CD verliert dabei enorm an Wichtigkeit, aber der Vorgänger der CD, die Vinyl-Platten sind wieder stark im Kommen. Die Verkaufszahlen für Vinylplatten stiegen im Jahr 2013 um knapp 50 Prozent. Doch wie kommt es, dass die veraltete Variante plötzlich wieder so gehypt wird?

Dies hat unter anderen mit dem oben angesprochenen Aspekt zu tun, das Altes wieder hip und stylish wird. Da der Plattenspieler und die Vinylplatte qualitativ nicht schlechter sind als eine CD und dessen Player, bietet es sich natürlich an, auf die Retro-Variante umzusteigen. Außerdem gibt es wohl keinen Menschen, bei dem das Knistern, sobald man den Tonarm auflegt, nicht Vorfreude auf die Musik macht. Wir würden sogar behaupten, es ist ein Stück Lebensqualität. Plattenspieler lassen dich wie jemanden wirken, der Ahnung von Musik hat und sich auch Zeit nimmt, um Musik richtig zu hören. Dieser Aspekt trifft bei vielen Menschen wohl auf Verständnis, denn die Musik begleitet uns immer, egal was für Musik du gerne hörst.


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Ein anderer Grund, sich für die Anschaffung eines Plattenspielers zu entscheiden, kann sein, dass sie in der Theorie einen besseren Klang besitzen als CDs. Damit ein Lied von einer CD abgespielt werden kann, muss die Musik erst digitalisiert werden. Bei diesem Prozess gehen unweigerlich Daten verloren, dies ist ein Nebeneffekt der Digitalisierung. Wenn du dich also mit den richtigen Boxen und dem passenden Plattenspieler ausstattest, kann eine CD theoretisch nicht an die Klangqualität des Plattenspielers rankommen.

Der passende Plattenspieler muss nicht immer teuer sein! Zwar geht die Preisspanne bis zu 3000 Euro, doch wie bei jedem technischen Gerät gibt es auch bei den Plattenspielern Geräte von extrem hoher und niedrigerer Qualität. Wenn du nach einem Plattenspieler suchst, der nicht zu teuer ist, aber trotzdem gute Qualität liefert, oder auch nach einem, der für mehr Geld extrem gute Qualität verspricht, empfehlen wir dir fono.de. Dort solltest du den passenden Plattenspieler für deine Bedürfnisse auf jeden Fall finden.

Steig lieber schnell um:

Kostenlos Musik hören hat ein Ende: „Wir haben einen Fehler gemacht!“

 

Foto: Westend61 / Getty Images

Das Alter – eine Büchse der Pandora

Das Leben besteht aus vielen verschiedenen Phasen, die dich prägen und bestimmen, was du in der Zukunft bist, was du machst. Schon während des Studiums beziehungsweise der Ausbildung arbeiten wir auf das hin, was wir später einmal werden wollen. Dennoch hört man ab einem gewissen Alter stets Beschwerden über das älter werden. Denn die Zukunft ist ungewiss und jedes neue Lebensjahr ist ein Schritt in Richtung eines alten Ichs. Das Alter hält einige unangenehme Situationen für dich bereit, die meisten davon kann man nicht mal verhindern. Heute werden wir dir ein paar dieser Unannehmlichkeiten vorstellen und zeigen, was du dagegen tun kannst. Aber dabei nicht vergessen: das Alter ist nicht nur schlecht!

1. Wo sind meine Haare hin?

Haarausfall ist ein omnipräsentes Problem von Männern, welches mit lustigen Hilfsmitteln daherkommt. Bei den meisten Männern fängt das Haar ab dem 30. Lebensjahr an zu lichten. Dies hängt mit dem Testosteronhaushalt zusammen. Die einzige sichere Möglichkeit Haarausfall vorzubeugen wäre es, sich die Hoden abnehmen zu lassen. Ob dir das Wert ist, bleibt deine Entscheidung. Der Wirkstoff Finasterid verhindert, dass Testosteron umgewandelt wird. Es wäre also eine Möglichkeit Finasterid einzunehmen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Doch die Einnahme müsste schon zwischen dem 30. Und 40. Lebensjahr geschehen und dürfte nicht wieder abgesetzt werden. Da man die Kosten selber tragen muss, ist dieses Hilfsmittel eher teuer und mühselig. Auch Haarwuchsmittel ist kein bewehrtes Produkt. Die beste Hilfe für Haarausfall ist die Akzeptanz! Glatzen sehen nicht schlecht aus und wenn du über dem Problem stehst, hast du dann überhaupt noch ein Problem?

2. Früher stand er wie eine eins!

Potenzprobleme kommen auf jeden Mann zu! Dies ist mit der Evolution zu erklären. Wir leben wesentlich länger als vor einigen Jahren. Unsere frühere Bestimmung war es, etwa 40 Jahre alt zu werden und uns fortzupflanzen. Dass du mit 50-90 Jahren keine Sexmaschine mehr bist, ist also nicht deine Schuld, sondern die der Evolution! Die Zellen aus denen wir bestehen sind ab einem gewissen Alter nicht mehr das, was sie mal waren und können nicht die gleiche Leistung bringen. Mit der Standfestigkeit lässt auch die Lust nach, was das Benutzen von Mitteln wie Viagra erschwert, da für ihre Wirkung ausreichend Lust und Erregung vorhanden sein muss. Insgesamt gibt es drei Alternativen zu Medikamenten: Man kann sich etwas in den Penis spritzen lassen, ein Gel in die Harnröhre einführen oder eine Vakuumpumpe benutzen. Wer hätte gedacht, dass die Vakuumpumpe die einzige Möglichkeit ist, bei der die Krankenkassen einen Teil der Kosten auf sich nehmen? Alle Varianten haben Vor- und Nachteile, es liegt an dir herauszufinden, was die beste Variante für dich ist.

3. Läuft bei dir!

Inkontinenz im Alter hört sich anfangs sehr drastisch an, doch dieser Begriff beschreibt viele Fälle, die eine unterschiedliche Schwere besitzen. Häufig verbreitet ist das so genannte „Nachtropfen“. Du wirst ab einem gewissen Alter feststellen, dass immer ein bisschen in der Unterhose landet, egal wie lange du schüttelst. Dazu kommt, dass du nicht mehr so lange warten kannst, bis du den befreienden Toilettengang antrittst. In diesem Fall können Medikamente helfen, doch wir empfehlen Einlagen! Hier haben sich vor Allem die Einlagen von Tena Men bewiesen. Die Diskretion und Qualität überzeugt und sorgt dafür, dass man gar nicht mehr zu Medikamenten greifen will. Die Produkt-Palette reicht von sehr diskreten „Shields“, die dem Nachtropfen perfekt nachbeugen, über Einlagen bis hin zu Schutzunterwäsche. Die Produkte sind für unterschiedlich starke Blasenschwächen konzipiert. Tena Men besitzt Produkte für jeden Fall und du kannst dir sicher sein, dass dir – solltest du Probleme mit der Blase haben – bei Tena geholfen wird. Nimm deine Finger weg von Medikamenten und vertraue auf diskrete Einlagen.
 

Nach all diesen Einblicken bleibt aber dennoch zu sagen, dass Älterwerden wirklich nichts Schlechtes ist! Mit einem fortgeschrittenen Alter kommt auch eine Weisheit daher, die junge Menschen niemals besitzen werden, denn diese Erfahrung und Bildung hat sich über Jahrzehnte entwickelt. Ältere Menschen sind in vielen Aspekten kompetenter und weitaus erfahrener als junge Menschen. Im Leben erreicht man immer wieder Punkte, an denen man an sein früheres Ich denkt und einem bewusst wird, was man doch alles falsch gemacht hat. Lehne dich im Alter also zurück und belächle all die falschen Entscheidungen, die andere in deinem Umfeld treffen werden, die du schon vor langer Zeit getroffen und daraus gelernt hast.

 

Foto: Westend61 / Getty Images

Augmented-Reality-Apps: Diese 5 Pokémon Go Alternativen bringen dich nach draußen!

Bye-Bye Pokéhype

Die Pokémon Go-Ära ist fast vorbei und jetzt, wo es nur noch die eingefleischten Fans spielen, haben wir anderen kein Spiel mehr, das uns auf einer so spielerischen Art dazu animiert, raus zu gehen. Doch das ist ein Trugschluss!

Pokémon Go mag die erste App gewesen sein, die so eingeschlagen ist, doch Vorreiter der Augmented-Reality-Spiele für das Smartphone ist sie lange nicht! Deswegen bringen wir dir heute fünf Alternativen für Pokémon Go, bei denen du trotzdem noch angespornt wirst, an die frische Luft zu gehen und dich zu bewegen.
 

1. Ingress

Ingress AppFangen wir doch mit dem wahren Vorreiter der Augmented Reality Spiele auf dem Smartphone an – nämlich Ingress. Es wird von Niantic entwickelt, die auch für die Entwicklung von Pokémon Go zuständig sind. In Ingress ist man ein Agent, der sich in Portale einhacken kann, die in der echten Welt verstreut sind. Ähnlich wie bei Pokémon kämpfen hier zwei verschiedene Fraktionen um die Weltherrschaft – Team Grün und Team Blau. Viele Portale von Ingress wurden übrigens übernommen und sind bei Pokémon Go als Pokéstops und Arenen zu sehen. Da Ingress schon seit 2013 existiert, gibt es eine stolze Anzahl an Spielern, was so einigen Spielspaß vorprogrammiert.

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2. Clandestine: Anomaly

Clandestine: Anomaly AppSo wie bei Ingress handelt es sich bei Clandestine Anomaly ebenfalls um ein Science-Fiction Abenteuer, welches in die reale Welt eingefügt wird. Clandestine
ist im Großen und Ganzen ein Tower Defense-Spiel. Neonfarben zeigen dir den Weg zu einem Portal auf, welches du dann vor einfallenden Aliens verteidigen musst, indem du nach typischer Tower Defense-Manier deine Türme platzierst und verbesserst. Erhältlich ist das Spiel für Android und iOS für satte vier Euro, doch wer Tower Defense-Spiele mag und gerne draußen unterwegs ist, wird bei diesem Spiel voll auf seine Kosten kommen.

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3. Landlord Immobilienmogul

Landlord Immobilienmogul AppEin Brettspielklassiker in Augmented Reality Form findest du mit Landlord. Denn die Entwickler von Reality Games haben eine Art Monolopy erschaffen, dass von unserem Smartphone aus gespielt werden kann und mit realen Gebäuden zu tun hat. Du kannst also Gebäude aus deiner Umgebung erwerben, natürlich nicht für echtes Geld. Sollten nun Leute mit Facebook oder Foursquare „einchecken“, kriegst du eine kleine Provision – wie für Monopoly üblich. Das Ziel hierbei ist sein eigenes Immobilien-Imperium aufzubauen. Schade nur, dass es sich um ein virtuelles Imperium handelt.

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4. Zombies, Run!

Zombies, Run! AppBei dieser App wird der Bewegungsaspekt großgeschrieben. In dem von Six to Start entwickeltem Spiel ist die Zombie-Apokalypse ausgebrochen und dem Spieler bleibt nichts anderes übrig als zu rennen – aber in der Realität. Es ist eine Fitness App wie Runtastic, nur das noch einige themenbezogene Features eingebaut sind. So erinnert zum Beispiel eine Stimme daran, dass Tempo beizubehalten, um nicht gefressen zu werden. Man kann aber auch per Kopfhörer der Geschichte lauschen, die sich die Entwickler ausgedacht haben oder seine ganz eigene Lauf-Playlist erstellen.

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5. Geocaching

Geocaching AppDieses Spiel existiert schon länger als Smartphones, konnte sich diese allerdings extrem zu Nutze machen. Das Prinzip ist ganz einfach: Jemand versteckt einen Geocache und verrät den Standpunkt mit GPS-Daten und gibt noch einige Tipps zum Finden. Solltest du diesen Cache finden, kannst du dich in ein Logbuch eintragen und eine kleine Botschaft hinterlassen. Bei diesem Spiel ist vor allem das Suchen selber das Highlight. Es kostet zwar 32 Euro im Jahr, doch dank der großen Community und der Hingabe mancher Geocacher kann man mit dieser App auf jeden Fall ein neues Vollzeit-Hobby entdecken.

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Solltest du also noch immer Pokémon Go-Feeling haben wollen, aber dir Pokémon Go kaum noch Spaß macht, weil so wenig Leute es spielen, kommst du mit diesen Apps voll auf deine Kosten – egal ob du eher der Schatzjäger, Hacker oder Tower Defense-Typ bist.

 

 

Fotos: PJPhoto69 / Getty Images; Apple iTunes Store; Google Play Store

Von Kopf bis Fuß: Casual Style

Dieses Mal zeigen wir dir den aktuellen Casual-Look. Natürlich startet dieser mit einem paar Sneakers in der Farbe unserer Zeit: schwarz. Gefolgt von einer skin-tight Jeans in Grau, die zum Highlight des Outfits hinführt – der Kombination aus witzig bedrucktem T-shirt und einer Lederjacke. Das sieht stylish aus und lässt dich ein bisschen rockig wirken. Diese Kombination ist zwar bereits etwas häufiger gesehen, weshalb wir den Look auch nicht ohne Grund als casual bezeichnen – aber das bedeutet ja nichts Schlechtes, eher im Gegenteil: Denn nur wenn das Outfit der breiten Masse gefällt, wird es auch zu einem Klassiker.

 

Unser „von Kopf bis Fuß“ Look im November

 

Casual Style Herren

 

Jacke: Gipsy CHESTER – Lederjacke – black € 199,95

Shirt: YOUR TURN T-Shirt print – mottled grey € 12,95

Hose: G-Star 3301 SLIM COJ – Jeans Slim Fit – grey € 119,95

Schuhe: Nike SportswearROSHE ONE – Sneaker low – black/anthracite sail € 89,95

Tasche: Pier One Aktentasche – black € 39,95

 

 

Fotos: PR / Zalando

Doctor Strange – Filmkritik & Trailer

Doctor Strange – Die Story

Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) ist ein brillianter Neurochirurg und mindestens genauso arrogant. Wer nicht mit ihm mithalten kann, wird nicht für voll genommen. Sein Können und Wissen stellt er nur allzu gerne unter Beweis, um den Leuten zu zeigen, was ihn so deutlich von ihnen unterscheidet. Doch dank seiner Überheblichkeit und der Vorliebe für schnelles Autofahren, kommt es zu einem folgenschweren Unfall, bei dem er so schwer verletzt wird, dass er nie wieder als Chirurg arbeiten kann.

Für Strange, dessen Welt damit zusammenbricht, beginnt eine verzweifelte Jagd nach Möglichkeiten, diesen Zustand zu ändern. Doch was er auch versucht, alles scheint vergebens. Seine Verbitterung bekommt auch seine Freundin Christine (Rachel McAdams) zu spüren, die er mit seiner Arroganz und Wut aus dem Haus jagt.

Als er schon am Ende seiner Kräfte und aller verfügbarer Möglichkeiten steht, erfährt er von einem Ort in Tibet, an dem es alternative Heilmöglichkeiten geben soll, die sogar Lahme wieder gehen lassen. Doch in Tibet angekommen erwartet ihn weit mehr, als er sich hätte erträumen lassen. Meister Mordo (Chiwetel Ejiofor) und die älteste Zauberin (Tilda Swinton) zeigen ihm auf, was ihm bislang durch seinen auf Wissenschaft fixierten Blick verborgen blieb. Zwischen Magie und anderen Dimensionen, guten und bösen Magiern und vielen geheimnisvollen Dingen erfährt Strange seine wahre Bestimmung.

 

 

Das richtige Rezept

Doctor Strange, der Film, der einen weiteren etwas anderen Superheld einführt, zeigt einmal mehr, warum Superheldenfilme trotz unzähliger Varianten und Fortsetzungen immer noch interessant und sehenswert sein können. Hier gelingt den Machern nicht weniger, als ein weiterer Meilenstein in Marvels Cinematic Universe.

Stechen zu Beginn die starken Darbietungen von Benedict Cumberbatch und Tilda Swinton noch hervor, wird bald schon der ganze Film mit seiner optischen Präsenz und dem überaus gelungenen Rhythmus zum Star. Hier greifen alle Zahnräder ineinander. Die Mischung aus Action, Story, Humor und Optik ist hier in der richtigen Dosis angewandt, die man zuletzt bei Ant Man erleben konnte. Dabei überzeugen die optischen Features, wie die grafische Darstellung von Zauberei, andere Dimensionen und das ins Spiel bringen eben dieser besonders. Regisseur Scott Derrickson beweist dabei zudem ein gutes Händchen für das richtige Timing und den Aufbau der ganzen Geschichte.

Lediglich der für Marvelfilme typische Humor, welcher hier an manchen Stellen den ein oder anderen Betrachter irritieren könnte, und der nicht ganz so stark ausfallende Auftritt von Filmbösewicht Mads Mikkelsens könnten Anlass zur Kritik geben. Aber das fällt im Fall von Doctor Strange eindeutig unter Jammern auf hohem Niveau.

 

Ganz schön Strange – ganz schön geil

Mit Doctor Strange gelingt Marvel ein weiteres Meisterwerk und die gelungene Einführung des etwas anderen Doktors. Wer die Mischung aus Superkräften und Magie, gepaart mit starken Schauwerten und Darstellerleistungen erleben will, sollte unbedingt dafür ins Kino und das Spektakel auf der großen Leinwand erleben.

 

Doctor Strange Filmposter
Kinostart: 27. Oktober 2016
 

Fotos: Walt Disney Germany / Marvel

Mein Gesprächspartner – das Smartphone

Wir sind in einer Zeit angekommen in der man, egal zu welchem Zeitpunkt, jemanden zum Reden hat, sollte man das Bedürfnis dazu haben. Ein kurzer Anruf genügt und schon hat man einen guten Freund am anderen Ende der Leitung, der dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Falls man in der heutigen Zeit mal niemanden erreichen sollte, was schon sehr unwahrscheinlich ist, gibt es immer noch das Internet und Google. Doch das ist längst nicht mehr die einzige Variante. Schon seit einigen Jahren reden wir mit unseren Smartphones beziehungsweise den installierten Assistenten, doch durch die mechanische Aussprache, die teils falschen Antworten und das generelle Gefühl was übermittelt wird (nämlich, dass man sich mit einem Computer unterhält) lässt die Nutzung zu wünschen übrig.

Mit WaveNet sehen Siri & Co. bald blass aus

Hier kommt der neue Durchbruch von Googles Abteilung für künstliche Intelligenz ins Spiel. DeepMind heißt die Tochterfirma, die neu entwickelte Sprachausgabe hört auf den Namen WaveNet. Mit dieser Technologie ist es den Sprachassistenten möglich wesentlich menschenähnlicher zu klingen, als ihre Vorgänger.

Das ist darauf zurückzuführen, dass herkömmliche Programme, wie Apples Siri oder Microsofts Cortana, eingesprochene Wörter beziehungsweise Wortgruppen bauklotzartig zu einem Satz zusammensetzt. Dies wird als Text-to-Speech-Verfahren bezeichnet.

WaveNet hingegen erzeugt die Sprache aus einzelnen Audiosignalen. Doch hier ist noch lange nicht Schluss. Das Programm lernt auch dazu und verwertet die Erfahrungen für eine Prognose der nächsten Sprachausgabe. Das Programm wird also im Laufe der Zeit intelligenter. Da bei WaveNet nicht nur Worte aneinandergehängt werden, sondern versucht wird, die menschliche Sprache perfekt zu mimen (daran zu merken, dass es teilweise sogar Atemgeräusche und kleine Schmatzer einbaut), wird wesentlich mehr Rechenleistung beansprucht – das Ergebnis ist es laut Google allerdings wert.

Darüber hinaus ist WaveNet in der Lage verschiedene Sprechweisen anzunehmen, was aus dem Lernprozess des Programmes resultiert. Aus diesem Grund gilt auch, dass WaveNet ein besseres Sprachergebnis produziert, wenn es mit vielen verschiedenen Leuten geredet hat und somit von vielen Quellen lernen konnte.

Wie gut der Sprachassistent wirklich ist wurde von DeepMind ebenfalls getestet und es stellte sich heraus, dass die Neuheit die älteren Produkte klar in den Schatten stellt. Bei dem Versuch mussten Probanden die Sprechqualität bestimmter Sätze beurteilen. Die menschliche Sprache selbst wurde mit einer 4,55 benotet. WaveNet schaffte es auf unglaubliche 4,21 Punkte, was die herkömmlichen Methoden mit 3,86 und 3,67 Punkten wohl eher alt aussehen lässt.

Noch ist die Sprachausgabe noch nicht in die Hände der Öffentlichkeit gelangt, solltest du ein paar Bespieltexte hören wollen, findest du diese und ein paar erklärende Grafiken auf dem Blog von DeepMind.

Ob dies der erste Schritt in die Richtung einer Herrschaft der Maschinen ist oder ob wir bald mit unserem Handy über Gott und die Welt philosophieren können, lässt sich nicht sagen. Wir freuen uns jedenfalls auf kompetentere Sprachassistenten und hoffen, dass sie irgendwann ein Level erreichen, auf dem es Sinn macht, sie täglich zu benutzen.

 


 

„Ich habe dich nicht verstanden.“

Bis WaveNet auf dem Markt ist könnten dir diese kostenlosen Apps als Alternative zu Siri helfen – oder du nutzt das Siri Handbuch:

Jeannie von Pannous
Jeannie/Genie von Pannous GmbH
Kostenloser Download

Download im Google Play Store derzeit deaktiviert.

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Voice Answer Free von Sparkling Apps BV
Voice Answer Free von Sparkling Apps BV
Kostenloser Download

Download im Google Play Store

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Fotos: MEHAU KULYK / Getty Images; Google DeepMind Press; Amazon

Tom Wlaschiha: Der Mann ohne Gesicht aus „Game of Thrones“ zeigt uns, wer er wirklich ist

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Wir trafen den charismatischen Schauspieler in Berlin zum Interview und sprachen mit ihm über seine Rolle Jaqen H’ghar in der Erfolgsserie „Game of Thrones“, darüber, wie schwer es ist, in der Branche Fuß zu fassen und haben herausgefunden, welche Projekte als nächstes anstehen.

 

Ajouré: Wer bist du?

Tom: Definitiv jemand.

Ajouré: Wie bist du zu deiner Rolle in „Game of Thrones“ gekommen?

Tom: Ganz normal durch ein Casting. Seit einigen Jahren habe ich eine Agentur in England. „Game of Thrones“ wird zum Großteil dort bzw. in Nordirland gedreht; in London fand dann das Casting dazu statt. Im ersten Schritt habe ich aber selber ein Video aufgenommen und eingeschickt – und zufälligerweise hat das dann geklappt.

Ajouré: Hat dich deine Rolle vor eine Herausforderung gestellt?

Tom: Jaqen H’ghar hat eine seltsame Art zu reden – er spricht von sich immer in der dritten Person. Die Herausforderung war also, es so rüber zu bringen, dass es trotzdem natürlich klingt und nicht zu gestellt.

Ajouré: Schaust du dir die Serie eigentlich selber an?

Tom: Ja, na klar! Aber bei mir ist es nicht so, dass ich nicht die nächste Folge abwarten kann. Sobald eine Staffel erschienen ist, schaue ich sie mir dann meistens in einem Rutsch an.
 

Jaqen H'ghar in Game of Thrones
Foto: HBO

 

Ajouré: Hast du die Bücher vorab gelesen?

Tom: Als ich wusste, dass ich die Rolle spielen werde, habe ich die ersten beiden Bücher gelesen. Da ich aber tendenziell eher ein bisschen faul bin, ist es dabei auch geblieben. Um so ein dickes Buch durchzulesen brauche ich immer einen Strandurlaub – sonst schaffe ich das nicht (lacht).

Ajouré: Was ist dir von den Dreharbeiten am stärksten in Erinnerung geblieben?

Tom: Am meisten hat mich tatsächlich die Größe der Produktion beeindruckt. Das geht bereits damit los, dass meistens drei bis vier Teams parallel in unterschiedlichen Ländern drehen. Am Set direkt ist es wirklich faszinierend, was an Set-Design alles auf die Beine gestellt wird – da werden ganze Schiffe in Originalgröße angefertigt. Ich dachte davor immer, dass viel vor dem Green Screen gedreht wird, aber das ist gar nicht so. Für die fünfte und sechste Staffel habe ich viel im „Haus von Schwarz und Weiß“ und in der „Halle der Gesichter“ gedreht – dort ist alles tatsächlich so komplett hingebaut, mit unzähligen Gipsabdrücken von Gesichtern und riesigen Säulen – das Set ähnelte einer halben Kathedrale, was schon ziemlich imposant war.

Ajouré: „Game of Thrones“ zählt zu den weltweit erfolgreichsten Serien. Was hat sich seitdem für dich verändert?

Tom: Viel – und doch nichts. Viel natürlich hinsichtlich dessen, dass es für einen Schauspieler ein Geschenk ist, in so einer erfolgreichen Serie dabei sein zu dürfen. Und die Tatsache, dass man dann automatisch auf einen Schlag viel bekannter ist, was den praktischen Nutzen hat, bei Castern und Produzenten auf den Vorschlagslisten zu landen. Ich bekomme jetzt wesentlich mehr Angebote als vorher.

Und nichts in dem Sinne, dass ich weiterhin ganz normal wohne und lebe wie zuvor.
 

Tom Wlaschiha
Foto: Paul Partyzimmer
 

Ajouré: Du hast schon unterschiedliche Charaktere verkörpert. Wen spielst du lieber – den good oder bad guy?

Tom: Wenn ich Drehbücher geschickt bekomme, schaue ich immer, ob die Rolle, die mir angeboten wird, vielschichtig ist und eine Entwicklung durchmacht. Ob man verschiedene Seiten der Figur kennenlernt, ob sie Probleme hat, für oder gegen etwas kämpft. Solange es keine eindimensionale Figur ist, ist mir das Genre und die Tatsache ob good oder bad guy eigentlich egal. Obwohl ich sagen muss, dass bad guys tatsächlich interessanter sind, da sie meist etwas zu verbergen haben. Aber im Grunde kommt es mir immer auf die Komplexität der Figur an – und natürlich auch auf die Leute, mit denen man zusammenarbeitet. Man selber kann nämlich immer nur so gut sein, wie das ganze Team ist. Von daher gucke ich auch immer, wer die Regie macht und wer meine Schauspielpartner sind.

Ajouré: Gibt es denn ein Film-Genre, das du bevorzugst?

Tom: Vor „Game of Thrones“ hätte ich immer gesagt, dass mich Fantasy so gar nicht interessiert, weil ich das richtige Leben meist spannend genug finde. Aber jetzt habe ich gar kein Genre mehr, das ich abwählen würde.

Ajouré: Drehst du lieber Filme oder Serien?

Tom: Das Kino hat natürlich den Reiz der großen Leinwand und die Möglichkeit, Geschichten sehr bildgewaltig zu erzählen. Das wird auch immer die Stärke des Kinos bleiben. Dennoch hat auch das Fernsehen in den letzten zehn, fünfzehn Jahren hinsichtlich der technischen Entwicklungen und Erzählweise, hauptsächlich dank der amerikanischen Serien, die mittlerweile auch zu uns herüberkommen, einen Riesensprung gemacht. Viele neue Serien werden in einer horizontalen Erzählweise erzählt. Der Reiz liegt dabei darin, dass man viel tiefer in eine Figur eintauchen und mehr Facetten zeigen kann, als es in einem 90-minütigen Kinofilm möglich ist.
 

Tom Wlaschiha Shooting
Foto: Paul Partyzimmer
 

Ajouré: Eine Zeit lang warst du auch auf Theater-Bühnen zu sehen. Reizt dich das noch?

Tom: Unbedingt! Nur ist das in Deutschland mit unserem Stadttheater-System etwas problematisch, so toll es auch ist, dass wir es haben. Es macht es etwas schwierig zwischen den Medien zu wechseln. Wenn man einen Festvertrag hat, hat man selten Zeit zu drehen. Wenn man als Gast ein Stück spielt, muss man sich auch über einen längeren Zeitraum verpflichten und jeden Monat mehrere Aufführungen geben, was dann meistens auch mit den Drehplänen kollidiert.

Ajouré: Als Synchronsprecher bist du hin und wieder auch noch tätig. Was macht es für dich so besonders, einem Charakter die Stimme zu verleihen?

Tom: Mir macht es großen Spaß! Das sind Arbeitsmöglichkeiten, die man als Schauspieler jenseits der Bühne und Kamera machen kann, an die ich früher so nicht gedacht hätte. Letztes Jahr habe ich zum Beispiel einen Animationsfilm synchronisiert. Man hat die Möglichkeit, nur mit seiner Stimme einen Charakter zum Leben zu erwecken, wo man sonst auch noch Mimik und Gestik zur Verfügung hat – das fällt so ja weg.

Momentan tun sich generell viele neue Tätigkeitsfelder auf. Ich mache auch viele Lesungen, die mir Freude bereiten. Kürzlich habe ich auch zum ersten Mal bei einer großen Umweltkonferenz moderiert. Es bleibt also immer abwechslungsreich und spannend.

Ajouré: Was würdest du jungen Schauspielern oder die, die es noch werden wollen, mit auf dem Weg geben?

Tom: Was man tatsächlich braucht, wenn man diesen Beruf lange machen möchte, ist extremes Durchhaltevermögen – es ist definitiv ein Marathon und kein Sprint!
Es geht weniger darum, dass man Erfolg haben will, als dass man wirklich liebt, was man tut. Es ist kein einfacher Weg; man muss gut mit Unsicherheiten leben können, denn dieser Job ist sehr unsicher. Man weiß nur selten, wie die nächsten Monate werden, aber genau das mag ich so sehr daran.

Ajouré: Gab es bei dir auch Momente, in denen deine Ausdauer schwand?

Tom: Ständig! Nach meinem Studium habe ich etwa fünf Jahre am Theater gearbeitet, wollte dann aber auch drehen, weshalb ich den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt habe. Es ist am Anfang wahnsinnig schwer auch nur an kleine Jobs heran zu kommen, weil es ein knallhartes Geschäft ist. Es ist schwierig, Leute zu finden, die dir einen Vertrauensvorschuss geben, wenn du noch nichts vorzuzeigen hast. Mich hat es einige Jahre gedauert, Fuß zu fassen. Zwischendurch habe ich schon öfters überlegt gehabt, ob ich meine viele Energie, die ich hatte, nicht besser in einem anderen Job sinnvoller einsetzen kann.
 

Tom Wlaschiha im Gespräch
Foto: Paul Partyzimmer
 

Ajouré: Was würdest du in Zukunft gerne mal machen?

Tom: Das Tolle an meinem Beruf ist ja, dass man im besten Fall immer überrascht wird. Ich weiß überhaupt nicht, was in einem halben Jahr sein wird – und das finde ich auch gut so. Momentan tun sich viele neue Sachen auf. Ich habe aber keinen Masterplan, sondern genieße gerade die vielfältigen Möglichkeiten des Berufs.

Ajouré: Gibt es jemandem mit dem du gerne mal zusammenarbeiten möchtest?

Tom: Ja, obwohl ich mich immer scheue, Namen zu nennen. Es gibt viele tolle Kollegen und Regisseure, von denen man lernen kann. Wenn ich jetzt ein paar Namen nennen würde, werden es diese garantiert nicht.

Ich habe aber auch nicht die eine Lieblingsrolle, die ich unbedingt spielen möchte.

Ajouré: Was steht als Nächstes an?

Tom: Im Frühjahr habe ich mit Ken Duken den Roadmovie/Thriller „Berlin Falling“ gedreht – das war gleichzeitig auch sein Regie-Debüt. Der Film wird wahrscheinlich im Januar oder Februar 2017 in die Kinos kommen, worauf ich mich wirklich sehr freue, da es eine intensive Arbeit war.

Im Sommer habe ich die Komödie „Eltern lügen besser“ gedreht, die auch im kommenden Jahr erscheinen wird.

Als nächstes freue ich mich aber erst einmal auf einen Fernsehfilm, bei dem Lars Kraume Regie führt. In dem Film geht es um die NSU-Morde – ein wirklich spannendes Drehbuch. Es bleibt also alles sehr abwechslungsreich, was mir wichtig ist, da ich mich ungerne auf ein Genre festlegen lassen möchte.

Ajouré: Du bleibst also auch weiterhin deutschen Produktionen treu …

Tom: Unbedingt! Sprache ist nämlich ein ganz wichtiger Faktor bei einem Schauspieler. Deutsch ist ja meine Sprache – zu der ich einen ganz anderen emotionalen Zugang habe, als ich ihn zum Englischen je haben werde. Egal wie gut man eine Fremdsprache spricht, man kann sie nur lernen. Den emotionalen Rucksack, den eine Sprache samt ihrer vielen natürlichen Assoziationen für Worte mit sich bringt, bekommt man nicht mitgeliefert. Von daher möchte ich unbedingt auch weiterhin hierzulande arbeiten.

Ajouré: Die letzte Frage wird sicher alle „Game of Thrones“-Fans brennend interessieren: Wirst du bis zum Ende der Serie zu sehen sein?

Tom: Das könnte ich dir jetzt verraten, aber dann müsste ich dich töten.
 

Drei Gründe, um mit Game of Thrones anzufangen!

Drei Gründe, um mit Game of Thrones anzufangen!

 

Fotos: Paul Partyzimmer; HBO

Normal vs. Teuer: Ein Style in zwei Varianten

Dieses Mal zeigen wir dir den gleichen Style in zwei verschiedenen Variationen – der wichtigste Unterschied: Das eine Outfit kostet 750 Euro mehr als das andere. Nur weil etwas sehr stylisch ist muss es dich also nicht gleich in den finanziellen Ruin treiben. Beide Outfits haben einen großen Schal als Eyecatcher und runden diesen mit einem herbstlichen Mantel ab. Dazu kommt noch eine weit geschnittene Hose, die hochgekrempelt und mit Sneakers kombiniert wird. Letztes Merkmal ist die runde Sonnenbrille, die zusammen mit der Mütze bei dem teureren Outfit eine künstlerische Ader erahnen lässt.

 

Style 1:

8 Artikel für gesamt: € 499,60
 

Normal vs. Teuer
 

T-Shirt: Brooklyn’s Own by Rocawear T-Shirt print – dark green € 19,95

Hose: Chasin‘ DALAI – Cargohose – olive € 99,95

Cap: Djinn’s BASIC BEAUTY – Cap – olive € 24,95

Schuhe: Reebok Classic CLASSIC – Sneaker low – white/light grey€ 84,95

Tasche: Zign Shopping Bag – black € 49,95

Schal: Cheap Monday Schal – grey melange € 29,95

Jacke: Black Kaviar KANAK – Strickjacke – taupe € 139,95

Brille: Komono URKEL – Sonnenbrille – black chameleom € 49,95

 

Style 2:

7 Artikel für gesamt: € 1249,65
 

Normal vs. Teuer
 

Schal: Versace Schal – bluette € 239,95

Mütze: Menil PARMA – Mütze – navy € 49,95

Brille: Ray-Ban Sonnenbrille – dark grey € 239,95

Mantel: Strellson NOAR – Wintermantel – schwarz € 299,95

Pulli: Superdry Strickpullover – fisherman twist € 69,95

Jeans: J Brand MICK – Jeans Slim Fit – black € 219,95

Sneaker: Nike Sportswear AIR MAX COMMAND – Sneaker low – grey € 129,95

 

 
Fotos: PR/Zalando

10 Tipps, um noch genialer zu werden, als du schon bist

Viele Menschen haben sich im Laufe der Geschichte Gedanken darüber gemacht, was „Genie“ bedeutet. Einige darunter waren selbst Genies. Albert Einstein zum Beispiel war der Überzeugung, dass Genie „ein Prozent Talent und 99 Prozent harte Arbeit“ sei. Unabhängig davon, ob man sich nun für ein Genie hält oder nicht: Es kann förderlich sein, sich Denkmuster und Arbeitsweisen von Menschen abzuschauen, die Geniales geleistet haben. Dazu braucht es keinen hohen IQ. Die folgenden Anhaltspunkte können dabei behilflich sein um noch genialer zu werden, als du schon bist:

 
Ab jetzt wird’s nur noch genialer

 

1. Keep it simple!

Oftmals ist ein Genie derjenige, der etwas Einfaches zum ersten Mal denkt. Gute Einfälle müssen nicht unbedingt hochkomplex oder ausgefallen sein. Die Erfindung des Rads beispielsweise erscheint uns heute offensichtlich. Doch auf das Prinzip eines Rads zu kommen, ohne jemals ein Rad gesehen zu haben, ist genialer als man denken mag, und dabei doch so simpel. Indem man Aufgabenstellungen auf das Wesentliche reduziert und etablierte Konzepte hinterfragt, kommt man möglicherweise auf überraschend einfache und elegante Lösungen.

 

2. Betrachte Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln!

Im Englischen wird oft der Begriff „thinking outside box“ gebraucht. Das heißt nichts anderes, als ein Problem aus den verschiedensten Perspektiven zu betrachten und dabei den althergebrachten Standpunkt zu verlassen und auch unkonventionelle oder auf den ersten Blick unsinnige Lösungsvorschläge in Betracht zu ziehen. Dies fällt oft schwer, da jeder nun einmal durch sein Weltbild und seine Erziehung und Ausbildung konditioniert ist, bestimmten Denkmustern und Ansätzen zu folgen. Eine gewisse Distanz vom ursprünglichen Ansatz ist dabei unabdingbar. Insbesondere Brainstorming kann hier sehr behilflich sein. Jede noch so abwegige Idee hat die Berechtigung, zumindest notiert und durchdacht zu werden. Im besten Fall führt das zu neuen kreativen Ansätzen, die über den bisherigen Tellerrand hinausgehen.

 

3. Visualisiere Probleme!

Oft sind Worte oder Zahlen zu abstrakt, aber ein Bild macht intuitiv den gesamten Sachverhalt klar. Es gibt unzählige Beispiele, wo dieser Ansatz erfolgreich war. Die Feynman-Diagramme in der Physik sind ein gutes Beispiel. Richard Feynman machte dabei extrem komplizierte Vorgänge der Teilchenphysik mit Hilfe rudimentärer, intuitiv verständlicher Diagramme deutlich. Die Visualisierung von Aufgabenstellungen ist auch in der Mathematik ein bewährtes Mittel. Beispielsweise lassen sich chaotische Zusammenhänge zwischen vielen Elementen oft elegant in einem einfachen Graph mit Knoten und Kanten darstellen. Auf graphentheoretischen Überlegungen beruht letztendlich auch der Suchalgorithmus, mit dem Google es zu einer der erfolgreichsten Firmen aller Zeiten gebracht hat.

 

4. Keine Angst vor Fehlern und Scheitern!

Einige der größten Erfinder der Geschichte, die unzählige geniale Arbeiten und Erfindungen hervorgebracht haben, haben ebenso viele schlechte Ideen, gescheiterte Erfindungen und Lösungen, die in Sackgassen führten, hervorgebracht. Irren ist menschlich, und Scheitern ist oftmals dennoch ein Fortschritt. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Auch wenn es ein Klischee ist – dieser Satz ist wahr. Gemäß der Devise „Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better“ sind Durchhaltevermögen, Disziplin und ein „sich-voran-Irren“ oftmals Charakteristika genialer Köpfe. Auch wenn ein Ansatz nicht funktioniert, hat man meist etwas Nützliches dabei gelernt und ist zumindest insofern schlauer, dass man weiß, was NICHT funktioniert, und weshalb nicht. Oft sind Genies extrem produktiv. Dabei entsteht oft auch viel Unnützes oder Fehlerhaftes. Das ist normal und unvermeidbar.

 

5. Erkenne Analogien!

Ein Merkmal großer Denker ist, dass sie Analogien und Zusammenhänge zwischen scheinbar vollkommen verschiedenen Bereichen erkennen. Der Physiker James Clerk Maxwell beispielsweise erkannte die Gemeinsamkeiten von Hydrodynamik und Eletromagnetismus, was ihn zu den Maxwell-Gleichungen führte. Newton erkannte, dass für die Anziehung der Erde und die Bewegung von Planeten ein und dieselbe Kraft verantwortlich ist.

Es gibt Prinzipien, die allgemeingültig sind. Entdecke sie in der Welt, durchdringe die Gemeinsamkeiten verschiedenster Phänomene, und sei dir dabei der Unterschiede trotzdem bewusst. Das führt zu tiefem Verständnis der Materie. Ein weiterer Vorteil: Oftmals wurde ein Problem in einem anderen, äquivalenten Bereich bereits gelöst. Möglicherweise lässt sich die Lösung dann auf andere Bereiche übertragen.

 

6. Denke in Bildern und Metaphern!

Dieser Punkt kombiniert die Prinzipien der Visualisierung und des Erkennens von Analogien. Wer in Metaphern denken kann, schafft sich eine bildliche Übertragung der Realität in einer Metapher und erkennt dabei die Analogie zwischen Metapher und Fragestellung.

 

7. Erkläre jemandem, was dein Problem ist, und wie du versuchst es zu lösen!

Nur was man erklären kann, hat man wirklich verstanden. Oft werden einem grundlegende Zusammenhänge klar, während man einer anderen Person eben diese erklärt. Ist man nicht in der Lage, die Situation einfach verständlich zu erläutern, erkennt man möglicherweise, wo noch Lücken im eigenen Verständnis vorhanden sind, die man daraufhin füllen kann.

In der Programmierung existiert der Begriff „Rubber duck debugging“. Der Prozess des „debuggings“ besteht darin, Fehler in einem Programm ausfindig zu machen und zu korrigieren. Es wurde die Erfahrung gemacht, dass es oft zielführend ist, einer weiteren Person den Code zu erklären. Dabei kommt man oft während des Prozesses des Erklärens selbst auf die Lösung. Ist im Moment keine andere Person da, der man das Problem schildern kann, greifen manche Programmierer zu einer Gummiente (ja, wirklich) und erklären dieser das Dilemma. Daher der Begriff „Rubber duck debugging“.

 

8. Erkenne die Macht von Gedankenexperimenten!

Sowohl in der Philosophie als auch in der Physik sind Gedankenexperimente extrem hilfreich und beliebt. Oftmals lassen sich Zusammenhänge nicht experimentell überprüfen oder an der Realität testen. Doch ein gut durchdachtes Gedankenexperiment kann ebenso überzeugend sein. Dabei wird eine Situation ersonnen, die das Wesentliche einer Fragestellung zu Tage bringt. Einsteins Zwillingsparadoxon oder das berühmte Trolley-Problem aus der Philosophie sind herausragende Beispiele für dieses Konzept, doch es gibt unzählige gute Beispiele. Das Durchspielen von Fragestellungen und Lösungen in Gedanken, in fiktionalen Situationen, die das Problem auf das Wesentliche reduzieren, kann ein erstaunlich hilfreiches Instrument sein.

 

9. Lerne von Meistern ihres Fachs! Je genialer desto besser

Von wem könnte man besser lernen, ein Genie zu sein, als von einem bereits anerkannten Genie. Oftmals waren Genies einerseits angespornt, und andererseits zugleich eingeschüchtert von den großen Meistern vor ihnen oder unter ihren Zeitgenossen. Hölderlin bewunderte Goethe und Schiller maßlos, in der Überzeugung, er könne selbst nie so gut werden. Doch manche halten Hölderlin heute für den größten aller deutschen Dichter. Ein Schriftsteller, der Shakespeare liest, muss zunächst einmal anerkennen, dass er dagegen unbedeutend ist. Ein wichtiger Punkt ist: Genie wird oft aus Bescheidenheit geboren! Aus dem Bewusstsein heraus, dass es noch andere, noch größere und bessere gibt. Jemand, der sich selbst für ein Genie hält und damit prahlt, ist mit allergrößter Wahrscheinlichkeit kein Genie!

 

10. Arbeite hart und lerne an deinen Fähigkeiten!

Der wichtigste Punkt auf dem Weg zur Genialität ist Durchhaltevermögen und Disziplin. Einstein wusste, wovon er redet, als er sagte, Genie sei 99 % harte Arbeit. Er hatte es selbst am eigenen Leib zu spüren bekommen. An seiner allgemeinen Relativitätstheorie arbeitete er von 1905 bis 1915. Die meiste Zeit musste er sich in die höchsten Sphären der Mathematik einarbeiten, um die Probleme, die sich ihm stellten, überhaupt angehen zu können.

Goethe sagte: „Es bildet ein Talent sich in der Stille, sich ein Charakter in dem Strom der Welt.“ Um wirklich außergewöhnlich zu werden, muss man in der Stille viel Zeit mit Üben, Nachdenken, Wiederholen verbringen. Viele sagen, um ein wirklicher Meister seines Fachs zu werden, braucht es 10.000 Stunden Arbeit. Egal, ob man es zum Pianisten oder zum Hacker bringen möchte. Deshalb ist dies der letzte und wahrscheinlich wichtigste Ratschlag. Üben, üben, üben. Jeden Tag. Jede freie Minute. Prioritäten setzen. Und dabei darauf achten, dass man dennoch ein glückliches Leben führt.

 
Haben dir diese 10 Tipps, um noch genialer zu werden, als du schon bist geholfen?

Löse diese Probleme mit deiner neu gewonnenen Genialität.

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Foto: Chad Baker / Getty Images

The Accountant – Filmkritik & Trailer


The Accountant – Die Story

Christian Wolff (Ben Affleck) ist nach außen hin ein unscheinbarer Buchhalter. Doch seine unglaubliche Begabung mit Zahlen, bedingt durch seinen Autismus, macht ihn zu etwas Einzigartigem in seiner Branche. Dennoch wissen davon nur wenige Menschen, zählen doch in erster Linie die großen Verbrecher dieser Welt zu seinen Kunden. Seine Tarnung ist dabei so simpel wie clever und lässt ihn lange unter dem Radar der Finanzbehörden unsichtbar werden.

Doch ausgerechnet als er einen legalen Fall annimmt, stößt er auf Ungereimtheiten, die sich alsbald als echte Bedrohung herausstellen. Denn irgendjemand setzt alles daran, etwas zu vertuschen und bringt dabei systematisch Menschen um. Zudem kommen ihm mit Ray King (J. K. Simmons) und Marybeth Medina (Cynthia Addai-Robinson) zwei Finanzbeamte so langsam auf die Schliche.

 

 

Rechenschieber trifft Actionheld

Ein autistischer Buchhalter, der illegale Geschäfte betreibt und sich dazu noch in bester Superagentenmanier gegen böse Buben mit dicken Knarren behaupten muss. Mit „The Accountant“ läuft ein weiteres Filmhighlight 2016 in den Kinosälen.

Vorweg sei gesagt, wer hier einen realistischen Film über Autismus erwartet, sollte seine Erwartungshaltung ändern, denn in erster Linie ist hier ein actionlastiger Thriller entstanden, der das Thema Autismus als eine Grundlage nimmt, um damit eine unterhaltsame und spannende Geschichte zu erzählen.

So präsentiert sich Ben Affleck in der Rolle des autistischen Buchhalters als eine gelungene Wahl, die genau das richtige Maß, zwischen Actionheld und hochbegabtem, aber im Umgang mit Menschen schwachem Mathegenie, inne hat. Daraus entsteht zwar eine Figur, die es im echten Leben so wohl nie geben könnte, aber gerade das macht sie wiederum so reizvoll. Daneben kommt mit Anna Kendrick, J. K. Simmons, Jon Bernthal, John Lithgow und Cynthia Addai-Robinson ein interessantes Team an Nebendarstellern zum Einsatz, das sich mehr als sehen lassen kann. Sowohl in Dialog-, als auch Actionszenen machen alle Beteiligten eine gute Figur und sorgen für einen runden Film.

Auch optisch und klanglich macht der Streifen einiges her. Die kühlen, meist klaren Bilder und eine ausgefeilte Soundkulisse tragen zum stimmigen Gesamteindruck maßgeblich bei.

Die Geschichte an sich ist durchweg mitreißend und hält den Spannungsbogen von Anfang bis Ende. Manche Drehung und Wendung im Geschehen bringt dabei frischen Wind, auch wenn der kritische Betrachter die ein oder andere Offenbarung durchaus als zu viel des Guten empfinden könnte. Doch bei einem Film, dessen Story nicht viel mit der Realität gemeinsam hat und dabei doch so echt anmutet, sollte man genau dies erwarten (dürfen).

 

Unberechenbar gut

„The Accountant“ ist ein rundum gelungener Unterhaltungsfilm, der, obwohl einfach gehalten, dank unerwarteter Ereignisse überraschen und mit gut aufspielenden Darstellern überzeugen kann. Wer gute Action mag und an einem unverbrauchten Storyansatz interessiert ist, könnte mit diesem Streifen einen Volltreffer landen.

 

The Accountant Filmposter
Kinostart: 20. Oktober 2016
 

Fotos: Warner Bros. GmbH