Ajoure Blog Seite 186

HANDY am Steuer – LAPPEN WEG!


Jetzt wird es ernst auf deutschen Straßen! Das Verkehrsministerium plant drastische Maßnahmen bei der Nutzung vom Mobiltelefon während des Fahrens. Wer also nicht möchte, dass sein Lappen für einen Monat verschwindet, der sollte Folgendes beachten.

 
Was genau steht eigentlich im § 23 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung? Mal im Ernst, hat sich diesen Paragrafen schon einmal irgendjemand durchgelesen, um zu wissen, wie er oder sie sich korrekt zu verhalten hat? Wir wissen nur, dass Handys am Steuer teuer werden und die Staatskassen füllen. Folgendes sagt hierzu die StVO (Straßenverkehrsordnung): „Wer ein Fahrzeug führt, darf ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss. Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist.“

 
Grundsätzlich ist es ja nichts Neues, dass das Handy am Steuer ein No-go ist und mit hohen Bußgeldern geahndet wird. Doch anscheinend waren die Beträge, die ertappte Fahrer zahlen mussten, noch nicht hoch beziehungsweise abschreckend genug. Zumindest könnte man dies denken, wenn folgender Plan umgesetzt wird.

 
Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, plant Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt von der CSU, die Höhe der Bußgelder für Telefonieren im Auto von 60 auf 100 Euro anzuziehen. Doch damit nicht genug: Auch Radfahrer mit Handy am Ohr dürfen dann tiefer in die Tasche greifen. Hier steigt der Betrag von 25 auf 55 Euro.

 
Richtig übel wird es allerdings, wenn durch die Nutzung des Mobiltelefons am Steuer Dritte gefährdet werden. Sollte dies der Fall sein, wird dein Führerschein einkassiert und mit fester Handbremse einen Monat lang auf dem Amt geparkt. Wer also noch nicht über eine Freisprecheinrichtung verfügt, der sollte und muss zum Telefonieren irgendwo anhalten und den Motor abstellen, bevor er das Telefon in die Hand nimmt. Aber bitte nicht auf einem Seitenstreifen auf der Autobahn, denn das kostet ebenfalls Geld und ist verboten.

 
Weiterhin soll verboten werden, dass vermummte Personen ein Auto führen dürfen. Hiermit wäre das Tragen von Masken und Schleiern per Gesetz untersagt. Hintergrund ist, dass Strafen an Dritte weitergegeben werden können, die mit dem Delikt gar nichts zu tun haben.
 


Foto: aerogondo / Adobe Stock

Der perfekte Schliff für deinen Lebenslauf


Deinen Lebenslauf zu schreiben kann sich so anfühlen, wie in den Kampf geschickt zu werden, ganz besonders mit all den sich widersprechenden Tipps. Mit der Macht der Fakten und Zahlen haben wir 18 Punkte zusammengetragen, die deinen zukünftigen Arbeitgeber umhauen werden.

 

Bevor du anfängst

1. Lass die Job-Beschreibung mal durch einen Cloud-Generator rattern. Die herausstechenden Wörter können für deinen Lebenslauf leitführend sein. Ganz besonders, mit dem Wissen, dass satte 63 % der Arbeitgeber den Lebenslauf auf die Stelle zugeschnitten haben wollen.

2. Liste deinen Lebenslauf in rückwärts chronologischer Reihenfolge auf. Dein zukünftiger Arbeitgeber interessiert sich vor allem für deine aktuellen Tätigkeiten und weniger, welche AGs du in der dritten Klasse hattest. Logisch, oder? Außerdem ist es dann für den Arbeitgeber einfacher, dich einzustufen. Weniger Arbeit = glücklicher Arbeitgeber.

3. Belasse es ruhig bei ein bis zwei Seiten für deinen Lebenslauf. Ganze 58 % der Arbeitgeber bevorzugen dies als die ideale Länge.

4. Wenn du dich nicht auf eine kreative Stelle bewirbst, brauchst du auch keine Lightshow für deinen Lebenslauf auspacken. Eine Studie hat gezeigt, dass design-versierte Lebensläufe oft schlecht geschrieben sind.

 
Lebenslauf

 

Der Start

5. Liste deinen Namen, Kontaktdaten und zusätzliche Info in eine der ersten Zeilen auf. 80 % der Arbeitgeber lesen das nämlich zuerst.

6. Klebe kein Foto dazu, wenn es nicht erwünscht ist. Bewerber, welche dies doch tun, müssen sich auf eine 88 % wahrscheinliche Ablehnung einstellen.

7. Füge einen Link zu deinem Online-Portfolio, LinkedIn- oder Twitter-Profil hinzu. 71 % der Arbeitgeber finden, man sollte dies mit anfügen, wenn es die bisherigen Arbeiten bzw. Qualifizierungen zeigt.

8. Hole dir Empfehlungen auf LinkedIn, um deine Qualifikationen zu unterstreichen und deinen Lebenslauf zu unterstützen. Ob du es glaubst oder nicht, ganze 44 % machen dies zu einem grundlegenden Kriterium des Bewerbungsprozesses.

 

Stelle sicher, dass du …

9. … eine Zusammenfassung deiner selbst anfügst. Schreibe in drei Sätzen wer du bist, wohin du willst und was für Werte du in die Firma mitbringst. Hefte dies an den Anfang deiner Bewerbung an, damit der Arbeitgeber es sofort sieht.

10. … deine Skills nach der Zusammenfassung, aber vor deiner bisherigen Arbeitserfahrung einbringst. Dies führt dazu, dass 41 % der Manager dir mehr Aufmerksamkeit schenken.

11. … du deine Skills mit Zahlen darstellst, zum Beispiel: „Innerhalb der genannten Zeitspanne sind die Verkaufszahlen um 12 % gestiegen.“ Arbeitgeber bringen Prozent- und Dollarzeichen mehr Aufmerksamkeit entgegen.

12. … du deinen Errungenschaften das X,Y,Z-Beispiel anfügst. In Situation X habe ich Y gemacht, was in Z resultiert hat. 100 % aller Arbeitgeber finden, dass Errungenschaften definitiv in einen Lebenslauf gehören.

13. … dir ein Limit von sechs Punkten setzt, wenn es um deine Arbeitserfahrung geht. Streiche raus, was sich nicht lohnt und nur unnötig Platz wegnimmt.

 
denken

 

Denk dran!

14. Ein Deckblatt ist noch nicht überall Schnee von gestern. 45 % der Arbeitsuchenden vergessen es und 40 % der Arbeitgeber würden es gerne sehen.

15. Benutze ein Korrekturprogramm oder lasse einen Freund deine Bewerbung gegenlesen. 61 % der Arbeitgeber schließen dich sofort aus, wenn du Rechtschreibfehler in der Bewerbung hast.

16. Speichere deine Bewerbung als Word-Dokument oder PDF-Datei ab. Die Meinungen der Arbeitgeber gehen hier auseinander. 49 % bevorzugen Word, die anderen 49 % das PDF-Format. Die restlichen 2% leben noch im 17. Jahrhundert und würden die Bewerbung am liebsten per Brieftaube empfangen.

17. Rede den Arbeitgeber mit Namen an. Ganze 84 % der Arbeitsuchenden tun das nicht und 22 % der Arbeitgeber schenken dir mehr Aufmerksamkeit, wenn du es tust.

18. Verfolge deine E-Mail mit „Mixmax“. Mixmax gibt dir Bescheid, wenn deine E-Mail geöffnet wird. Du kannst somit also einen guten Zeitpunkt abpassen, an dem du eine Folgemail an den Arbeitgeber schreibst, um nach Auskunft zu fragen.


Fotos: Julien Eichinger, gpointstudio / Adobe Stock; Fancy_Veer_Corbis / Getty Images

Spider-Man: Homecoming – Filmkritik & Trailer

Spider-Man: Homecoming – Die Story

Als der junge Spider-Man Peter Parker (Tom Holland) nach dem Kampf zwischen den Avengers wieder zurück in New York bei seiner Tante May (Marisa Tomei) ist, hat er nur ein Ziel: ein Avenger werden!

Doch Tony Stark (Robert Downey Jr.) macht sich rar und lässt einen ungeduldigen Peter zurück, der nur widerwillig in sein altes Leben kehrt, um Fahrraddiebe zu schnappen und für die Schule zu lernen.

Als Peter eines Tages einen Bankeinbruch vereitelt, bei dem die Gangster ungwöhnliche Waffen mit extrem viel Power einsetzen, kommt er einer kleinen Gruppe Waffenhändlern auf die Spur, die aus Alientechnologie Geräte mit extremer Durchschlagkraft produzieren.

Doch deren Anführer Toomes (Michael Keaton) ist, dank Hightech, ein ebenbürtiger Gegner für Peter Parker und hat es nun ebenfalls auf seinen Gegner abgesehen.

 

 

Eine Spinne zum gernhaben

Mit dem neuesten Film aus dem Marvel Cinematic Universe geht Marvel, bzw. Disney, zu denen die Marvel Studios gehören, in Cooperation mit Sony, die seit vielen Jahren die Filmrechte an Marvels Spider-Man besitzen, um diesen in die große Handlung rund um die Avengers einzubinden.

Dabei kommt mit Tom Holland ein deutlich jüngerer (bzw. jünger spielender) Spider-Man zum Einsatz, als noch in den zwei Sony-Reihen davor. Das verlagert den Film natürlich auch inhaltlich stärker auf Teenager-Themen. Trotzdem passt der Film sich hervorragend in die Tonalität der übrigen Marvel Superhelden-Verfilmungen ein.

Neben Tom Holland ist, mit einem gut aufspielenden Bösewicht, der vom ehemaligen Batman-Darsteller (1989) und Birdman-Star Michael Keaton dargestellt wird und Robert Downey Jr., als Peter Parkers neuem Mentor, sowie einem toll spielenden Jon Favreau, der endlich einmal mehr Leinwandzeit erhält, der Film bestens besetzt.

Die Handlung selbst bietet, inklusive eines gut gemachten Plot Twists, gute Unterhaltung zwischen Teenager-Problematik, unterschwelliger (Alltags)Kritik und actionreichem Superhelden-Kino. Dabei ist der Comedy-Anteil jedoch extrem hoch, was zwar zum Charakter Spider-Man passt, hier im Film dennoch manchmal etwas zu viel des Guten ist. Ein weiterer Minuspunkt, das Finale bietet weniger Bombast und Aha-Effekt, als manch anderer Superhelden-Film und hätte etwas mehr überraschende Elemente haben können.

 

Heim- und angekommen

Mit Spider-Man: Homecoming bindet Marvel den „verlorenen“ Sohn gelungen in ihr Mega-Franchise ein und bietet einen unterhaltsamen Film. Für Fans ein Muss, für Neugierige eine Empfehlung.

Um den vollen Umfang von Anspielungen und Zusammenhängen zu verstehen, sollte man allerdings am besten die voran gegangenen Marvel-Filme gesehen haben.

 

Spider-Man: Homecoming Kinoposter
Kinostart: 13. Juli 2017
Filmlänge: 2 Std. 14 Min.

 

Fotos: Sony Pictures Germany

Snapchat holt Spectacles nach Deutschland


Da die Spectacles inzwischen auch in Deutschland in Onlineshops erhältlich sind, können auch wir mit der stylishen Brille Videos für Snapchat aufnehmen. Allerdings soll sie hierzulande auch auf eine andere Weise verkauft werden, wie es schon in den USA praktiziert wird.

 
Der Onlineshop der Spectacles auf www.spectacles.com wurde einzig und allein für deren Vertrieb eingerichtet und die Zahlen können sich sehen lassen. Im vergangenen Vierteljahr, so lassen die jüngsten Quartalergebnisse nahelegen, sind an die 60.000 Stück verkauft worden. Allein durch die Brille entstanden bereits über fünf Millionen Snaps.

 
Die Brille nimmt im 115°-Weitwinkelmodus auf und gibt die Videos im kreisrunden Format wieder. So soll das Sehfeld des menschlichen Auges nachgeahmt werden. Wenn du eine Aufnahme startest, erleuchtet ein Licht an der Kamera, damit andere Leute wissen, wann du sie aufnimmst. Die aufgenommenen Meisterwerke kannst du dann per Bluetooth oder WLAN an dein Smartphone senden, um sie zu posten.
 

 
 
Aber wo gibt es sie nun zu kaufen? Einmal wäre da der eben schon angesprochene Onlineshop, in dem du die Brille für umgerechnet rund 150 € erwerben kannst. Zudem erhältst du ein stylishes Etui plus Ladekabel, damit dir die Brille nicht mitten in der Aufnahme wegstirbt. Erhältlich ist das gute Stück in drei Farben: Rot, Schwarz und Türkis.

 
Die andere Methode, um an eines der begehrten Stücke zu kommen, sind die sogenannten Snapbots. Diese werden ganz zufällig aufgestellt und lediglich 24 Stunden vorher angekündigt. Der Preis bleibt zwar der selbe, dafür hast du aber die Möglichkeit, direkt vor Ort den Snapbot in deiner Story vorzustellen. In Berlin befand sich inzwischen ebenfalls einer der drollig aussehenden Bots. Hier kannst du sehen, welche Standorte derzeit mit der Anwesenheit des knallgelben Kastens gesegnet sind.

 
Vielleicht haben wir ja Glück und bei uns werden ebenfalls Pop-up-Stores errichtet – genau wie in Amerika. Bis dahin heißt es aber erstmal: online kaufen oder auf einen Snapbot warten.


Fotos: Snap Inc.

Bei uns im Interview: Hip-Hop-Produzent Swizz Beatz


Ende Juni fand in Berlin das internationale Kunst- und Musik-Event „No Commission“ statt, das von dem amerikanischen Rapper und Hip Hop-Produzenten Swizz Beatz gemeinsam mit Bacardi ins Leben gerufen wurde und dessen Gewinne aus den Kunstverkäufen zu 100 % an die Künstler gehen. Anlässlich dessen trafen wir Swizz Beatz, der im Übrigen mit Alicia Keys verheiratet ist, zu Beginn des dreitägigen Events im schönen Hotel Zoo zum Interview, um mit ihm über seine Leidenschaft zur Kunst und über sein Herzensprojekt „No Commission“ zu reden und darüber, wie wichtig es ist, Künstler zu unterstützen.



Ajouré:
Du bist der Leiter des kreativen, globalen Marketings von Bacardi, wie genau kam es dazu?


Swizz:
Angefangen hat das mit einer Partnerschaft zwischen mir und Bacardi mit dem ersten „No Commission“-Event. Wir haben in Miami gestartet, ich hatte schon länger den Plan für das Event und wollte es eigentlich alleine machen. Ich habe damals noch nicht verstanden, wie Marken und Künstler zusammenarbeiten können, da die Marken meistens zu viel von dem Künstler verlangen, was nicht zu „No Commission“ passt. Doch Bacardi ging die Sache anders an. Sie haben einen kreativen Marketingleiter, der verstanden hat, was die Künstler für ihre Arbeit bekommen sollten. Also haben wir die erste Veranstaltung zusammen gemacht. Da diese unglaublich gut ankam und eine neue Zielgruppe für Bacardi ansprach, fragte er mich nach der Veranstaltung, ob ich der Leiter des globalen, kreativen Marketings werden will.

 
Swizz Beatz


Ajouré:
„No Commission“ ist ein reisendes Kunst-Event, welches etablierten und neuen Künstlern eine Bühne gibt, ohne Profit für die Veranstalter auszuzahlen. Wie kamst du zu der Idee?


Swizz:
Das Thema beschäftigt mich natürlich auch, weil ich selber ein Künstler bin – außerdem kaufe und sammle ich Kunst. Dadurch war ich bei vielen künstlerischen Events und mir ist aufgefallen, dass die Organisatoren, die Käufer und die Galerien Gewinn machen, nur der Künstler muss sehen, wo er bleibt. Als Künstler konnte ich das nicht einfach ignorieren. Also wollte ich mir ein Konzept ausdenken, welches den Künstler befreit. Es kommt oft vor, dass Künstler erst fünf Monate, nachdem ihr Werk verkauft wurde, bezahlt werden. Viele Künstler können von ihrer Arbeit kaum leben, obwohl sie alles für ihre Kunst geben. Bei „No Commission“ haben wir eine Drei-Tage-Politik, der Künstler erhält sein Geld also spätestens nach drei Tagen.



Ajouré:
Was genau ist das Konzept des Events?


Swizz:
Im Grunde genommen geht es darum, die Kunst und die Kreativität zu feiern. Deswegen ist auch die Musik ein Teil des Events. Das Event ist von den Künstlern, für die Künstler und mit den Menschen. Dies ist das Motto, weil ich denke, dass Künstler sich untereinander helfen sollten. Künstler sollten untereinander nichts für ihre Arbeit bezahlen. Bei „No Commission“ sollen auch die Besucher genau das fühlen. Sie sollten kostenlos reinkommen, um sich die Kunst anzugucken und die Auftritte zu genießen. Die ausgestellten Stücke sollen ein bisschen weniger kosten, da die Künstler keine Ausgaben haben. Ich möchte außerdem die Leute zum Reden bringen. Die Menschen kommen normalerweise zu einem Event, aber reden nicht miteinander, jeder ist in seiner eigenen Zone, dabei teilen wir alle unsere Liebe zur Kunst.



Ajouré:
Welche Art von Kunst kann man bei „No Commission“ sehen?



Swizz:
Viele Leute bezeichnen es als Street Art, ich persönlich kategorisiere Kunst nicht in Schubladen. Es gibt Künstler jeder Art, aus verschiedenen Teilen der Welt, die mit vielen unterschiedlichen Materialien und Medien arbeiten. Wir haben beispielsweise einen Künstler, der sich mit Flüchtlingen beschäftigt hat, er arbeitet beispielweise mit Sand und angespülten Dingen, um die Flüchtlingskrise zu symbolisieren. Es gibt viele aussagekräftige Stücke. Die Show ist sehr vollgepackt, denn manche Künstler wollen diese Chance übereifrig nutzen. Dann kommt man in einen Raum und wird von Kunst erschlagen, ohne dass man sie wirklich verdauen kann. Deswegen gibt es bei unserem Event klare Linien und Abschnitte, damit man sich mit jedem Ausstellungsstück auseinandersetzen kann.

 
Swizz Beatz


Ajouré:
Was denkst du über Berlin und seine Kunst-Szene?


Swizz:
Wenn ich an Berlin denke, schweifen meine Gedanken nicht nur zur Kunst-Szene, sondern zur Kultur-Szene allgemein. Berlin ist mittlerweile ein Sammelzentrum und ich liebe es, so viele Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt zu sehen. Es iwar schwer, Berliner Künstler für die Show zu finden, denn alle Studios, die wir besucht hatten, waren voll mit Künstlern aus der ganzen Welt. Ich mag es, dass Berlin den Künstlern eine Fläche gibt – die Miete beispielsweise ist vergleichsweise günstig, auch wenn sie ein bisschen ansteigt. Berlin gibt Künstlern einen Platz zum Leben.



Ajouré:
Weißt du schon, in welchen Städten „No Commission“ als nächstes stattfinden soll?


Swizz:
Nach Berlin gehen wir zurück nach Miami, wo alles begann, um wieder ein wenig Präsenz in den Staaten zu haben. Nach Miami haben wir Dubai im Sinn, danach Brasilien und dann Afrika. Wenn wir das hinter uns haben, waren wir auf allen Kontinenten der Welt. Danach können wir uns neue Dinge überlegen.



Ajouré:
Was für eine Rolle spielt Kunst in deinem Leben?


Swizz:
Die Rolle, die Kunst in meinem Leben spielt, ist, dass die Kunst mein Leben ist.



Ajouré:
Wann hat sich diese Liebe zur Kunst bei dir entwickelt?


Swizz:
Kunst verstanden habe ich garantiert erst, als ich schon ein bisschen älter war. Aber ich war schon früh an Kunst interessiert. Ich bin in der South Bronx aufgewachsen, und wenn ich rausgegangen bin, konnte ich überall Kunst sehen. Es ist ähnlich wie Berlin heutzutage mit den unglaublich gestalteten Wänden. Genau so war die South Bronx, wo Hip-Hop entstanden ist und wo viele Graffiti-Künstler entdeckt wurden. Wenn ich also aufgewacht bin und rausging, wurde ich immer mit Kunst konfrontiert. Ich habe so eine natürliche Liebe zur Kunst aufgebaut, auch wenn ich die Kunst an sich noch nicht wirklich verstanden hatte. Ich dachte nur: das ist etwas, was jeder macht. Später habe ich angefangen, Kunst als Ausdrucksform zu verstehen. Mein Blick zur Kunst hat sich verändert und meine Liebe verstärkt.

 
Swizz Beatz


Ajouré:
Was ist dein Lieblings-Kunstwerk?


Swizz:
Das ist eine sehr schwere Frage. Der Grund dafür ist, dass wir mittlerweile weltweit agieren und hunderttausende Künstler in meinem Netzwerk sind, wovon jeder etwas Großartiges hat. Das letzte Stück, was ich gekauft habe, ist von der Künstlerin Nina Canell. Sie reist gerade um die Welt, und es ist ein neun Meter großes Kunstwerk, das ich in ihrer Ausstellung gekauft habe. Das Lustige daran ist: Ich kann das Stück bis 2019 nicht bekommen. Es ist gerade auf Reise und braucht noch eine ganze Weile, bis es bei mir ankommt.



Ajouré:
Kaufst du die Kunstwerke, um sie bei dir zu Hause auszustellen oder hat das einen anderen Grund?


Swizz:
Die Bilder kommen in meine Dean Collection, das ist eine Art Kunst-Museum für meine Kinder. Ich kam auf „No Commission“, weil ich nur Kunstwerke von lebenden Künstlern kaufe. Ich bin der Meinung, dass es sehr wichtig ist, lebende Künstler zu unterstützen, da sie mit dem Geld wirklich etwas anfangen können und man noch weitere Kunstwerke von ihnen zu sehen bekommt. Wenn ich Stücke gekauft habe, habe ich diese auf meinem Instagram-Account gepostet. Ich wurde dann von den Künstlern angerufen, die sich bei mir bedankt haben. Es ist zwar normal sich zu bedanken, aber die Künstler wurden plötzlich von Galerien angesprochen und haben mehr Aufträge bekommen. Da habe ich realisiert, dass es nicht nur etwas Gutes ist, was ich für meine Kinder mache, ich helfe auch den Künstlern und gebe ihnen eine Plattform, um sich zu präsentieren. Während ich dann in Harvard war, wo ich dieses Jahr meinen Abschluss gemacht habe, habe ich das Konzept von „No Commission“ ausgearbeitet. Denn ich wollte meine Möglichkeiten nutzen, um anderen Leuten zu helfen. Es hat also mit einer persönlichen Kollektion gestartet, die ich dann genutzt habe, um die Karrieren von anderen Künstlern zu ermöglichen.

 
Swizz Beatz


Ajouré:
Du hilfst neuen Künstlern, aber wie kann man diesen Künstlern allgemein helfen und Menschen für Kunst sensibilisieren?


Swizz:
Viele Leute, die sich mit Kunst beschäftigen, haben Angst, dass sie keinen Zugriff zur Kunst-Szene bekommen, dass sie den Start nicht schaffen und nicht akzeptiert werden. Bei „No Commision“, auch wenn es eine sehr große Show ist, mit sehr großen Namen, aber auch mit unbekannten Künstlern, handelt es sich um eine Show mit großer Qualität. Man kann dort aber trotzdem ein Kunstwerk von einem ausgezeichneten Künstler für 50 Dollar kaufen. Wenn du als Neuling in die Kunstszene kommst und anfängst zu sammeln, kannst du locker starten. Man muss die Konversation zwischen Künstler, Kunst und Kunstsammler starten und da kommt „No Comission“ ins Spiel.



Ajouré:
Was ist dein Tipp für junge Leute, die gerne in die Kunst-Szene wollen, aber Angst haben, dass sie davon nicht leben können?


Swizz:
Wir sind dabei das zu ändern. Ich arbeite an einer Technologie, die bald erscheinen sollte, die den Künstler wirklich befreit. Abgesehen davon ist es wichtig, dass du über das Business Bescheid weißt. Viele Künstler beschäftigen sich nur mit dem kreativen Part. Wenn sie allerdings den geschäftlichen Part besser kennen würden, wären sie auch besser vorbereitet und könnten ihre künstlerische Laufbahn, beziehungsweise Reise, strukturierter planen. Der kreative Part sind zwar 90 Prozent, wenn du dir aber dessen bewusst bist, dass du Kunst zu deiner Arbeit machen willst, musst du dich mit den geschäftlichen Teilen auseinandersetzen. Du musst wissen, wie man Stücke verkauft, den Preis bestimmt und wie man sie den Leuten präsentiert. Künstler haben beispielsweise keine Honorare auf ihre Werke. Sie verkaufen ihr Bild vielleicht für 5.000 Dollar und im Laufe der Zeit wird es immer wieder verkauft und der Wert steigert sich, bis es irgendwann für 1.000.000 Dollar über den Tisch geht. Der eigentliche Erschaffer des Bildes hat aber trotzdem nur 5.000 Dollar an dem Bild verdient. Ich bin der Meinung, dass Künstler immer eine Beteiligung an dem Gewinn haben sollten, den andere Leute aus ihrem Kunstwerk beziehen. Genau daran arbeite ich gerade.



Ajouré:
Was hast du als nächstes geplant?


Swizz:
Da sind viele Dinge. Es gibt mehrere Marken, mit denen ich zusammenarbeiten möchte. Beispielsweise mit Bally, mit denen ich eine Kollektion rausbringe, denn ich bin auch ein großer Fan von Mode. Außerdem arbeite ich noch mit Zenith zusammen, dem Schweizer Uhren-Hersteller. Dann erscheint auch noch mein neues Album, welches mein erstes seit zehn Jahren ist. Meine Pläne nehmen also nicht wirklich ein Ende.

 
Swizz Beatz

 
Fink – All cried out Cover von Alison Moyet

Fink – All cried out Cover von Alison Moyet


Fotos: Bacardi

Ende der EU – Roaming Gebühren! Roam like at home


Viele Reisende innerhalb der Europäische Union (EU) können nun aufblicken: Ab sofort ist das EU – Roaming, so wie wir es kennen, abgeschafft. Seit dem 15.06.2017 zahlst du nun nicht mehr drauf, wenn du im EU-Ausland telefonierst.

 
Das Roaming hat schon immer viel gekostet, bei manchen Anbietern sogar bis zu einem Euro die Minute. Aber was bedeutet „Roaming“ eigentlich? Roaming ist das Surfen und Telefonieren im Ausland zu angezogenen Preisen. Im Durchschnitt machten Roaminggebühren 5 % der Gesamteinnahmen aller Anbieter aus. Allein während der WM 2006, welche vier Wochen andauerte, wurden durch sämtliche Urlauber satte 40 Millionen Euro bei den jeweiligen Anbietern eingenommen. Da ist es klar, dass Mobilfunkanbieter sich mit Händen und Füßen gegen die Abschaffung gewehrt haben. So wurde der Prozess um zehn Jahre verzögert – also hätten wir schon lange umsonst im Ausland surfen können.

 
Naja, nicht ganz umsonst. Falls du innerhalb von vier Monaten mehr als die Hälfte im Ausland surfst, können immer noch Extra-Gebühren anfallen, die von Anbieter zu Anbieter variieren. Außerdem: Ganz kostenlos wird es sowieso nicht, denn für den eigenen Tarif musst du ja trotzdem noch zahlen. Auch wenn einen die geliebte Schwiegermutter im Urlaub anruft, muss diese nicht für den Anruf ins Ausland zahlen. Schade.

 
Anders sieht das Ganze auf einem Kreuzfahrtschiff aus. Da kostet es immer noch immens viel. Wenn du gerade an der Küste anliegst, hast du aber trotzdem noch die Chance, dich ins Netz des jeweiligen Landes einzuloggen. Sobald aber das Schiff auf offener See fährt, wirst du automatisch ins Netz des Liners geworfen.

 
Pro-Tipp: Wenn es in deinem Urlaubsland deinen Provider gar nicht gibt, hast du freie Auswahl aus den vorhandenen Netzen. Natürlich ebenfalls ohne Extra-Kosten.

 
Die Liste von Staaten, in denen diese neue Regelung gilt, umfasst folgende Länder: Azoren, Belgien, Bulgarien, Ceuta, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich (ohne Monaco), Französisch-Guyana, Gibraltar, Griechenland, Großbritannien (bis zum Ausstieg), Guadeloupe & Saint-Martin, Irland, Island, Italien (ohne Vatikan), Kanarische Inseln, Kroatien, La Réunion, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Madeira, Malta, Martinique, Mayotte, Melilla, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Zypern (ohne Nord-Zypern).

 
Die Schweiz gibt es nur bei einigen Anbietern, also ist Nachfrage erforderlich, damit nach dem Urlaub keine meterlange Rechnung auf dem Tisch liegt. Die Kosten für Anrufe über unsere Grenzen hinaus bleiben ab sofort am Provider hängen und wir müssen uns nicht bei jedem Urlaub Gedanken ums Roaming machen. Von der Idee, dass wir uns beispielsweise in Estland eine günstige Sim-Karte besorgen und in Deutschland dann surfen können, müssen wir uns leider auch lossagen. Denn die Provider können einen Vertragsabschluss ablehnen, wenn du im jeweiligen Land gar nichts zu tun hast.

 
Für den Otto Normalverbraucher hat sich also alles zum Günstigen gewendet. Falls das Limit für dein Datenvolumen erreicht ist, erhältst du wie gehabt eine Erinnerungs-SMS von deinem Netzanbieter, damit du nicht doch mehr bezahlst. Das ist nämlich wie gehabt teuer.

Mehr zum Thema Technik:

Ultraschall-Tracking: So kommen die Firmen neuerdings an deine Daten


Foto: Tomasz Zajda / Adobe Stock

Verbessere deinen Schreibstil


Eigentlich sollten wir uns wirklich glücklich schätzen, ein so umfangreiches und korrektes Zeichensystem zur Bewahrung und Weitergabe gesprochener Informationen benutzen zu können. Sowohl unsere Sprache als auch die Schrift ist schon sehr alt. Sie wird von Generation zu Generation weitergetragen und hin und wieder optimiert. Wer einen schönen Schreibstil besitzt, wird in weiten Feldern unserer Gesellschaft geschätzt und meistens auch als gebildet eingestuft. Dies erscheint dem einen oder anderen unterschiedlich wichtig, doch vermag das Niederschreiben von Worten so viel mehr.

 

1. Lesen und Schreiben

Die beste Methode, um den Schreibstil zu verbessern, setzt sich aus regelmäßigem Lesen und Schreiben zusammen. So merkst du dir ganz automatisch Formulierungen und Satzbaumöglichkeiten. Bei einem fortgeschrittenen Autor schreibt sich der Text schon fast von alleine und muss nur noch in der Korrektur optimiert werden.

 

2. Behördendeutsch

Ziehe ich meine Daten auf eine Festplatte oder einen Magnetplattenspeicher? Soll ich in das Auto, den Personenkraftwagen oder das Automobil steigen und telefoniere ich dann mit meinem Handy oder meinem Mobilfunkgerät? Synonyme, Umgangssprache und eingedeutschte Wörter sind dem Leser in den meisten Fällen zugänglicher als Behördendeutsch.

 

3. Anschaulichkeit

Versinnbildliche den Text und lasse ihn nicht zu abstrakt wirken. Schreibe den Text durch deine Sinne. Ein schwacher Geruch von Lavendel drang aus dem Hinterstübchen des Italieners, bei dem es sonst immer nach frischem Basilikum und saftigen Tomaten roch. So erleichterst du dem Leser die Vorstellung und förderst den Lesefluss.

 

4. Füllwörter vermeiden

Grundsätzlich kann man gewissermaßen irgendwie wirklich schlichtweg Füllwörter schreiben, doch dies führt üblicherweise einfach dazu, dass der Leser vom Text besonders gelangweilt wird. Füllwörter lassen sich in Romanen gut verwenden, setzen aber eine hohe Lesetiefe voraus.

 

5. Keine Sammelbegriffe

Da waren Bäume, Tiere und Blumen. Diese Beschreibung lässt keine genauen Bilder im Kopf des Lesers entstehen. Wenn du aber sagst, du sahst einen lichten Birkenwald, zwei Füchse und ein Reh, umgeben von Stiefmütterchen, kann der Leser die Vorstellung viel besser teilen.

 

6. Doppelte Verneinung

Es ist zwar nicht unmöglich, aber es nicht zu tun, vereinfacht den Lesefluss. Positive Formulierungen lassen sich besser lesen.

 

7. Weniger ist mehr

Wenn du einen Text schreiben möchtest und willst einen Inhalt transportieren, wird dieser erst dann interessant und reizt deine Leser, wenn du unnötige Textpassagen gänzlich und ohne Umschweife auslässt und ihn zudem nicht noch unnötig in die Länge ziehst, da dies …
Füllwörter, Wortwiederholungen und Formulierungen – kann alles weg!

 

8. Satzlänge

Bei der Länge von Sätzen kommt es auf die Leser, den persönlichen Stil, das Gesamtpaket und die Textsorte an. Mit der Erfahrung kommt auch das Gefühl zum Satzbau. Am einfachsten sind kurze und klare Sätze zu lesen.

 

9. Fachbegriffe, Abkürzungen & Fremdwörter

Gebe neuen Lesern die Chance, auch ohne Backgroundwissen in deinen Text einzusteigen. Fremdwörter können sehr wichtig sein, dennoch solltest du es nicht mit deiner akribischen Wortwahl übertreiben. Gegebenenfalls weiß dein Leser nicht einmal was mit ggf. gemeint ist.

 

10. Klischees und Floskeln

Niemand mag Klischees und Floskeln.

 

11. An Sprache orientieren

Du solltest dir immer überlegen, wie du das Geschriebene aussprechen würdest. So bewahrst du dir einen natürlichen Stil. Du solltest aber auch moderne Redewendungen gut hinterfragen. Geht es dem Patienten besser? Nicht wirklich!
Nicht wirklich wirkt unentschlossen und ist für eine sachliche Angabe eher ungeeignet. Für einen schüchternen Protagonisten einer Geschichte aber sicher einsetzbar.

 

12. Gefühle ausdrücken

Gefühle lassen sich mit einem bewertenden Adjektiv gut beschreiben und umso genauer du sie schilderst, umso klarer wird das Bild, das der Leser bekommt. Ich war schrecklich aufgeregt, es war bedingungslose Liebe, was blieb, waren unsägliche Schmerzen.

 

13. Die richtigen Adjektive

Die persönliche Einschätzung darf nicht zu sehr zum Tragen kommen. Ob etwas bewundernswert, grausam, gut oder schlecht ist, ist meistens deine subjektive Meinung und tut kaum zur Sache. Betrachte die Dinge und Sachverhalte objektiv, indem du ihre Eigenschaften aufzählst. Denn eigentlich sieht es nicht zuckersüß, sondern bonbonfarbig aus.

 

14. Regeln brechen

Niemand kann das Rad neu erfinden. Darum kannst du deine Regeln auch brechen, vorausgesetzt du beherrschst sie.


Foto: ExperienceInteriors / Getty Images

Die neuen Street-Styles mit Lederjacke


So wie die Bomberjacke gehört mittlerweile auch die Lederjacke zum Repertoire eines modebewussten Mannes. Sie ist ein Allrounder, der in der Lage ist, fast jedes Outfit abzurunden. Egal ob in Schwarz, Braun oder Beige, als Fliegerjacke oder im Bomberjacken-Stil – mit diesem Kleidungsstück liegst du immer richtig. Paradiesvögel tragen sie in ausgefallenen Farben oder als Vintage-Variante mit Fransen. Mit einem schlichten T-Shirt und einer sich farblich abhebenden Hose wirkst du mit einer Lederjacke nicht nur männlich, sondern auch modebewusst. Dazu noch eine coole Sonnenbrille, und die Verwandlung zum Bad Boy ist perfekt.

 

Outfit 1:

 

Outfit 2:


Fotos: Christian Vierig / Kontributor / Getty Images; Tracdelight; chokmoso / Adobe Stock

Nokia: Mit Kult-Handy und neuem Flaggschiff


Der Urgigant ist zurück. Nokia zeigt sich nach 17 Jahren mit dem neuen Nokia 3310 mal wieder auf dem Handymarkt. Mit der leistungsstarken 2 Megapixel Kamera werden Spitzenaufnahmen höchster Qualität geschossen und … okay, das war nur ein Spaß. Das neue 3310 ist ein Gag von Nokia, um Staub aufzuwirbeln, denn das Ding kann wirklich gar nichts.

Kein Touch-Display, kein 3G, keine Frontkamera und 60 € teuer. So ein Nokia 3310 ist auch nach 17 Jahren immer noch durch und durch oll. Das Nokia 9 hingegen ist wirklich ein Flaggschiff, wie ein Geekbench-Test geleakt haben könnte. Wenn die Infos stimmen, dann haben wir es hier mit einem echten Schwergewicht zu tun.

Mit der neuesten Entwicklung aus dem finnischen Hause Nokia will man sich wieder zurück auf den Mobilfunkmarkt katapultieren. In der App „Geekbench“ sind erste Benchmarks zu einem gewissen „Unknown Heart“ aufgetaucht. Die Bezeichnung „Heart“ wurde bereits für die Mittelklasse Nokias 5 und 6 verwendet, also ist davon auszugehen, dass ein recht beeindruckender Nachfolger kommt. Hier mal ein paar Fakten für die Geeks:

– 5,3 Zoll Display mit 2560 x 1440 Pixel
– Snapdragon 835 Prozessor, bis zu 2,45 GHz (die derzeit stärkste Qualcomm-CPU)
– 13 MP Dual Kamera
– 64 GB interner Speicher
– 8 GB Arbeitsspeicher

Vom benutzerfreundlichen Standpunkt aus gesehen ist „Unknown Heart“ ebenfalls ganz vorne mit dabei, denn Fingerprint Sensor und USB Typ C mit Quickcharge 3.0 sorgen A: für einfaches Entsperren und B: für sehr kurze Ladezeiten.

Alte Fans hoffen, dass das neue Nokia 9 Samsung, Apple & Co. Druck macht und sogar die Spitze bedrängt. Dank der kürzlich erhaltenen Finanzspritze seitens Apple, aufgrund eines Patentstreits, sollte zumindest in dieser Hinsicht nichts im Wege stehen.

Das Nokia 3310 eignet sich hingegen nur dazu, um es einem Kind in der Grundschule mitzugeben, da man keinen Unfug damit anstellen kann … oder irgendetwas Anderes, was Spaß machen könnte. Also perfekt für ein Notfall-Handy.


Foto: DaiPhoto / Adobe Stock

Wie die Wissenschaft dir hilft, besser zu schlafen


Wir verbringen etwa ein Drittel unseres Lebens schlafend. Sowohl die Qualität unserer Nachtruhe, als auch unsere Gesundheit hängen stark von unserer Schlafposition ab und davon, was wir tun, bevor wir ins Bett gehen. Wir haben einige Empfehlungen von Schlaf-Experten für dich zusammengefasst, damit du deine Schlafprobleme beseitigen und ausgeruht aufwachen kannst.

 

1. Schulterschmerzen

 
Wenn du morgens mit Schulterschmerzen aufwachst, solltest du versuchen, nicht auf den Seiten, sondern auf deinem Rücken zu liegen. Es ist ebenfalls nicht ratsam auf dem Bauch zu liegen, da dies zur Fehlausrichtung der Schultern führt.

Die beste Schlafposition ist, wenn du auf dem Rücken liegst. Lege ein dünnes Kissen unter deinen Kopf und nimm ein anderes auf den Bauch, welches du dann umarmst. So sind deine Schultern in der korrekten und stabilen Position.

 

2. Rückenschmerzen

 
Bei Rückenschmerzen solltest du die normalen Kurven deiner Wirbelsäule beibehalten. Ist die alteingelegene Matratze zu weich, ist es an der Zeit, sich eine neue anzuschaffen.

Auf dem Rücken zu schlafen ist hier wieder die beste Methode für dich. Packe diesmal aber noch ein Extra-Kissen unter deine Kniekehlen, um die natürliche Kurve deine Wirbelsäule beizubehalten und den Rücken zu stützen. Wenn du lieber auf dem Bauch liegst, empfiehlt es sich, ein Kissen unter dein Becken zu legen.

Falls es doch lieber die Seite sein soll, dann begib dich am besten in die Fötus-Position. Ziehe deine Beine etwas in Richtung Brustkorb, behalte die natürliche Kurve deines Rückens bei und lege ein kleines Kissen zwischen deine Beine.

 

3. Nackenschmerzen

 
Genau wie dein Rücken muss auch dein Nacken gefedert werden.

Generell ist hier auf dem Rücken zu schlafen, mit einem Kissen unter Kopf und beiden Armen, die beste Methode. Wenn du Nackenprobleme hast, solltest du deine Kissen sehr sorgsam auswählen. Am besten orthopädische oder Rollen-Kissen.

Wenn du gerne auf der Schulter schläfst, stelle sicher, dass dein Kissen nicht zu hoch ist. Optimal passt die Dicke deines Kissens genau zur Breite deiner Schulter und hilft so deinem Nacken, in einer natürlichen Position zu bleiben.

Auf dem Bauch zu schlafen solltest du vermeiden, weil dein Nacken sonst zu sehr zu den Seiten hin belastet wird.

 

4. Probleme beim Einschlafen

 
Es kann schon hart sein, das Smartphone oder das geliebte Notebook zur Seite zu packen, wenn du schon im Bett liegst. Du solltest es trotzdem tun. Das Licht von den Bildschirmen stört deinen natürlichen Schlafrhythmus.

Vermeide es, zu später Stunde Koffein, wie z.B. Kaffee, Energie-Drinks, Schwarztee oder auch Schokolade (enthält Theobromin) zu dir zu nehmen und das mindestens sechs Stunden, bevor du schlafen gehst.

Mache morgens und abends ein paar Sportübungen. Das hilft dir nicht nur beim Einschlafen, sondern bringt auch die Blutzirkulation in Schwung.

 

5. Probleme beim Durchschlafen

 
Wenn du mitten in der Nacht aufwachst, solltest du nicht nur aufhören deine technischen Geräte kurz vor dem Schlafengehen zu nutzen, sondern auch keinen Alkohol vor der Bettruhe trinken. Alkohol stört deine Wasser-Balance und beeinträchtigt deinen Schlafrhythmus. Außerdem kannst du die Raumtemperatur überprüfen. Optimal sind ca. 18° C.

 

6. Probleme mit dem Aufwachen?

 
So ziemlich alle scheinen an diesem Problem zu leiden. Es gibt allerdings eine ganz einfache Lösung dazu. Anstatt dir fünf Wecker zu stellen, stelle dir nur einen. Und verzichte auf die Snooze-Funktion. Wer früh schlafen geht, wacht morgens viel besser auf.

 

7. Schnarchen

 
Wenn du dazu neigst zu schnarchen, schlafe nicht auf deinem Rücken. In dieser Position fällt deine Zunge nach hinten in den Rachen und verengt die Atemwege. Schlafe auf deiner Seite mit dem Kopf in einer natürlichen Position, um die Atemwege frei zu halten.

Die Wahl des Kissens macht auch hier viel aus. Falls du ein zu weiches Kissen verwenden solltest, lege dir ein zweites darunter, dann fällt dein Kopf nicht mehr nach hinten und deine Zunge blockiert den Rachen nicht. Die Muskeln deines Rachens und der Zunge zu trainieren hilft ebenfalls.

 

8. Beinkrämpfe

 
Beinkrämpfe sind spontan auftretendes Zusammenziehen der Muskeln in Schenkeln, Waden und Füßen. Fast 80 % aller Leute leiden darunter, egal in welcher Altersgruppe. Nächtliche Beinkrämpfe sind oft Anzeichen für eine Krankheit, Nervenschäden oder fehlende Versorgung von Spurenelementen.

Eine Möglichkeit, Beinkrämpfe zu verhindern, ist es, die Beinmuskeln zu dehnen und so zu stärken. Du kannst es mit Yoga kurz vor der Bettruhe versuchen. Denk dran: Wenn du Ergebnisse sehen willst, muss das auf regelmäßiger Basis passieren.

 

9. Andere Probleme

 
Schlafstörungen können durch viele Faktoren auftreten, das geht los bei unbequemen Schuhen und erstreckt sich bis zu Problemen mit dem Nervensystem.

Falls Sodbrennen dein Leiden sein sollte, versuche auf deiner linken Seite zu schlafen. Dies verhindert, dass Mageninhalt zurück in die Speiseröhre gelangt und somit das Sodbrennen verursacht.

Schmerzende Beine in der Nacht? Benutze ein Kissen, um deine Füße hochzulegen. Das Blut in deinen Beinen kann so nach unten fließen und du wirst dich besser fühlen. Versuche außerdem, vor dem Schlafengehen deine Beine zu massieren und Koffeinkonsum zu vermeiden.

 
Du willst auch im Schlaf produktiv sein?

Produktiv schlafen durch luzides Träumen


 


Fotos: Jonathan-Knowles / GettyImages