Wodurch entstehen rote Barthaare bei Männern?

Jede Art und Form der Gesichtsbehaarung liegt im Trend. Selbst die Klassiker wie ein Mustache sind wieder überall zusehen. Viele Männer kennen aber das Problem, dass zwischen all den dunklen Haaren auch rötliche Barthaare sprießen. So mancher Mann hat sogar drei verschiedene Bartfarben, aber die fallen im Alltag nicht wirklich auf. Aber warum ist das so?

Ein Gen ist schuld am roten Bart

Wenn ein dunkelhaariger Mann einen teilweise roten Bart bekommt, dann liegt der Grund bei einer Genmutation, die eigentlich gar nicht so selten ist. Vor wenigen Jahren haben nämlich Forscher ein Gen gefunden, welches MC1R getauft wurde. Dieses Gen dient der Produktion des Protein Melanocortin 1. Die Aufgabe des Proteins liegt in der Umwandlung von roten Pigmente auf schwarze Pigmente.

Das Verhältnis zwischen den Pigmenten ist auch entscheidend, welche Haarfarbe sich letztendlich durchsetzt. In unseren Genen ist all dies festgelegt, wobei es immer noch zu Mutationen kommen kann. Wenn es zu zwei Mutationen kommt, entsteht schlussendlich helle Haut und rote Haare. Bei einer Mutation verfärbt sich lediglich der Bart an gewissen Stellen in Rot.

Der Bart fällt eben auf, aber eigentlich können rote Haare auch an anderen Stellen des Körpers auftreten. Besonders häufig haben Männer daher auch eine leicht rötliche Achselbehaarung.

Kann man einen dunkleren Bart bekommen?

Viele stören sich an der Bartfarbe oder eben auch an der Unregelmäßigkeit. Es gibt einige Tricks, womit sich der Bart aber auch dunkler färben lässt. Alternativ lässt sich der Bart auch zu einem drei Tage Bart trimmen oder komplett rasieren, hierfür gibt es eine Übersicht von Braun Rasierern auf dieser Expertenseite.

Die Farbe des Barts

Die Barthaare sollten nicht zu dunkel werden, denn sonst sieht das relativ schnell unnatürlich aus und die Haare würden viel zu sehr herausstechen. Zu einem hellen Hauttypen passt daher kein schwarzer Bart.

Eine Warnung vorab: Nicht jeder verträgt die Farbe gleichermaßen. Bevor gefärbt wird, sollte das Produkt erst auf der Haut aufgetragen werden. Ein Tropfen auf dem Unterarm und ein wenig hinter dem Ohr reichen vollkommen aus. Die Farbe sollte nun 24 Stunden so belassen werden.

Sollte es zu einer allergischen Reaktion kommen, wie zum Beispiel Hautjucken oder eine Rötung entstehen, dann kann die Farbe direkt entsorgt werden. Damit würde man sich keinen Gefallen tun. Als alternative gibt es nach wie vor natürliche Farbe, statt chemische Farbe. Natürliche Haarfarbe ist jedoch sehr selten in der Drogerie zu finden.

Bevor nun die Farbe des Barts geändert wird, sollte nochmal ausführlich die Anleitung auf der Verpackung durchgelesen werden. Jede Farbe unterscheidet sich in der Anwendung.

Tricks für ein besseres Ergebnis

Vom Kopfhaar färben kennt man sicherlich das Chaos, dass die Farbe sich auch am Nacken oder auf der Stirn befindet. Das wird dann abgerieben, aber damit tut man seiner Haut nichts gutes. Insbesondere die Gesichtshaut ist sehr empfindlich und sollte daher nicht derart gestresst werden.

Hierbei hilft die Anwendung von Vaseline. Eine Schicht hiervon kann um den Bart herum vor Farbresten schützen. Jedoch sollten nicht nur die Wangen beschichtet werden, sondern eben auch die Ohren und der Hals.

Wenn die Farbe aufgetragen wird, dann bitte auch nicht die Hände dafür verwenden, sondern eine Bürste. Keine Sorge, die meisten Hersteller haben in ihren Sets bereits eine Applikator-Bürste beigelegt. Jetzt müssen alle Harre bedeckt werden, die dunkler gefärbt werden sollten. Die Bürste dabei aber in Wuchsrichtung streichen.

Abwarten, bis die Farbe eingezogen ist

Zuerst wird man sich etwas erschrecken, weil die Farbe wesentlich dunkler erscheint. Die Farbe benötigt in etwa fünf bis zehn Minuten, bis sie auch wirklich eingezogen ist. Es kann sich lohnen, wenn erstmal nur ein Abschnitt gefärbt wird, denn so kann das vorhaben abgebrochen werden, wenn die Farbe nicht zusagt.

Sollte das Ergebnis aber zu hell sein, dann kann nochmals mit der Farbe übergestrichen werden (wieder nur in Wuchsrichtung). Die Farbe muss daraufhin erneut wieder für einige Minuten einwirken.

 
Foto: Blake Barlow on Unsplash