Ajoure Blog Seite 262

Höhere Gewalt – Filmtrailer & Kritik

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Tomas (Johannes Bah Kuhnke) und Ebba (Lisa Loven Kongsli) sind mit ihren beiden Kindern Vera und Harry (Clara und Vincent Wettergren) in den französischen Alpen zum Ski-Urlaub. Als während einer Pause auf der Restaurant-Terrasse plötzlich eine kontrolliert ausgelöste Lawine immer näher kommt und sie zu überrollen droht, nimmt Tomas lieber die Beine anstatt Frau und Kinder in die Hände und bringt sich in Sicherheit.

Obwohl alle Betroffenen die Beinahekatastrophe ohne Schäden überstehen, ist das Vertrauensverhältnis zwischen Tomas und Ebba gebrochen. Zumals Tomas an seiner eigenen Version der Ereignisse festhält und felsenfest behautet, er sei nicht davon gelaufen.

Mit jedem Tag wird der Urlaub für das Paar schwieriger und auch Vera und Harry leiden unter dem Zustand der Eltern. Doch wie geht man mit solch einer Situation um?

 

Wann ist der Mann ein Mann?

„Was ist ein Mann wert, der seine Familie im Stich lässt?“, könnte eine zentrale Botschaft des Films „Höhere Gewalt“ sein. Genauso gut könnte sie aber auch lauten, „Müssen Männer immer die starken Helden sein?“. Denn irgendwo um diese Fragen kreist Ruben Östlunds Film. Man(n) hätte Mut und Opferbereitschaft zeigen sollen und hat es nicht.

Und dieses erdrückende Gefühl zelebriert der Film. Denn er schöpft die Energie der Erzählung aus dem Aushalten der Momente und einzelnen Einstellungen, in denen wenig bis nichts passiert. Um dann wieder in Momente umzuschwingen, in denen es aus den Protagonisten heraus- und über den Zuschauer hereinbricht, als wäre alles zu spät. Von genau dieser Erzählweise lebt der Film, der in realistischem Look und ohne künstlich erhöhte Situationen das unvorhergesehene Leiden einer kleinen Familie beschreibt.

Und ebenso wie „Höhere Gewalt“ erzählerisch stark auftritt, kommen auch seine Darsteller daher. Angefangen von Clara und Vincent Wettergren, die die beiden Kinder spielen, sowie Fanni Metelius und Kristofer Hivju, als Freunde der Eltern, bis hin zu den beiden Hauptdarstellern Johannes Bah Kuhnke und Lisa Loven Kongsli. Jeder einzelne Charakter, egal ob Kinderschauspieler oder Erwachsener, funktioniert und agiert so, dass man zu keinem Augenblick an Handlungen und Motivationen zweifelt.

Aber gerade auf Grund dieses Settings macht es der Film dem Betrachter nicht leicht. So emotional mitreißend er ist, so anstrengend ist er auch. Der Zuschauer wird in die Ereignisse hineingezogen und muss das zähe Leiden, das kurz nach Beginn des Films einsetzt, ertragen, ohne eingreifen zu können. So foltert der Film den Beobachter, der sich der Folter jedoch nicht entziehen mag und der dem Ende entgegen fiebert, schwankend zwischen Hoffnung und Angst, wie die Geschichte wohl endet.

Nichts für zwischendurch

„Höhere Gewalt“ ist in der Tat keine einfache Kost. All jene, die leichte Hollywood Komödien und Blockbuster zu ihren Favoriten zählen, dürften sich sehr schwer tun mit diesem Streifen. Dennoch sei „Höhere Gewalt“ allen Filmfreunden ans Herz gelegt. Denn wer es schafft sich auf die Geschichte einzulassen, erhält eine beeindruckende, knapp zweistündige, Darbietung, die zum mit- und nachdenken anregt.

 
Kinostart: 20. November 2014

Höhere Gewalt Kinoposter
 

Kinoposter: Alamode Film

Simon Böer – Der „Herzensbrecher“ im Interview

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Als alleinerziehender Pfarrer Andreas Tabarius verdreht Schauspieler Simon Böer (39) in der Serie „Die Herzensbrecher“ (samstags 19.25 h, ZDF) den Damen gleich reihenweise den Kopf. Kein Wunder, denn er ist nicht nur äußerst charmant, sondern sieht auch noch wahnsinnig gut aus. Wir wollten wissen, welche Parallelen es zwischen Simon Böer und seiner Rolle gibt, auf was er niemals verzichten könnte und was Männer anziehend macht.

Herr Böer, als Andreas Tabarius schmachten Ihnen die Damen nur so hinterher. Was, denken Sie, macht ihre Rolle so unwiderstehlich? Wie muss ein Mann sein, auf den die Frauen fliegen? Und, gibt es Parallelen zwischen Ihnen und Ihrer Rolle?

Die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Daher gibt es kein Geheimrezept zu verraten, wie ein Mann sein sollte, um auf Frauen anziehend zu wirken. Ich glaube an Authentizität und nicht an gängige Männerbild-Clichés. An erster Stelle steht aber auf jeden Fall, als Mann erst mal mit sich ins Reine zu kommen und ein gesundes Selbstverständnis von Männlichkeit zu entwickeln. Um es kurz zu machen: Männer, lasst Euch von niemandem erzählen, wie ihr zu sein habt: Hört auf Eure innere Stimme und genießt Eure Männlichkeit.

Ich habe die Rolle des Andreas Tabarius als einen humorvollen und trotz Schicksalsschlägen lebensbejahenden Mann angelegt. Er stellt sich den Sonnen- wie den Schattenseiten des Lebens und hat eine starke innere Richtung. Und ja, natürlich gibt es da auch Schnittstellen zu meiner Person.

Und andersherum: Wie können Frauen das Herz eines Mannes erobern?

Leider auch hier kein Patentrezept außer Authentizität und Freude an der eigenen Weiblichkeit – die eine kerlige Seite nicht ausschließt: Selbstbewusste Männer lieben Frauen, mit denen man Pferde stehlen kann! (lacht)
 

Simon Böer
Foto: ZDF / Martin Rottenkolber

 

In „Die Herzensbrecher“ können Sie sich vor Angeboten kaum retten. Wie hat es sich angefühlt, das Objekt der Begierde zu sein?

Ich bin emanzipiert genug, dass ich kein Problem damit habe auf das „Objekt“ der Begierde reduziert zu werden (lacht). Im Ernst: Klar, in einem Haushalt mit fünf Kerlen, sind auch die Damen der Schöpfung immer wieder Thema! Aber ich spiele ja nur eine Rolle und der Fokus liegt auch eher auf dem Familienmensch und Pfarrer Tabarius. Zumindest nach meinem Empfinden.

Sie sind verheiratet und Vater von zwei Kindern. Ihre Familie wohnt in Berlin, sie drehen viel in Köln. Was ist Ihr Geheimrezept für eine erfolgreiche Beziehung auf Distanz?

Grundsätzlich ist das Geheimrezept einer guten, lebendigen Beziehung, dass man dem Partner seine Freiräume lässt. Ich möchte, dass sich meine Frau voll entfalten kann und sich nicht von mir eingeengt fühlt – und das beruht auf Gegenseitigkeit.

Nur so kann jeder immer wieder neue Impulse in die Beziehung bringen. Gedankenaustausch ist das A und O. Die Sicht meiner Frau auf die Dinge des Lebens interessiert mich nach zehn Jahren immer noch. Man darf auch mal unterschiedlicher Meinung sein – und gelegentlich auch bleiben. Wenn man sich nicht einigen kann, kommt man halt zu einer „Zweinigung“. Hat alles in allem viel mit Respekt zu tun.

Ich hätte keine Lust, auf Dauer eine Fernbeziehung zu führen. Meine Familie fehlt mir gerade sehr. Mit der Liebsten ist das ja immer noch eine andere Nummer als mit den Kids: man dated sich halt am Wochenende und verzehrt sich den Rest der Woche nach dem Anderen. Sowas hält man schon mal eine Zeit aus. Aber dass ich meinen Kindern gerade nicht jeden Tag mit Rat und Tat zur Seite stehen kann, tut schon weh! Auf Dauer werden wir unseren Lebensmittelpunkt wohl wieder ins Rheinland verlegen, weil ich gerade hier so viele Baustellen habe. Neben „Herzensbrecher“ drehe ich gerade eine Comedy-Serie mit Cordula Stratmann für den WDR, „Die Kuhflüsterin“. Und trotz der knapp bemessenen Zeit würde ich gerne nach einem Drehtag mal in den Schoß der Familie fallen. Meine Frau ist Personal-Yogalehrerin und somit geographisch nicht festgelegt. Vielleicht ziehen wir demnächst um.
Mal schauen, was kommt!
 

Simon Böer
Foto: ZDF / Frank Dicks

 

Sie machten sich auch als Model einen Namen, hatten viel Kontakt zur Fashion-Szene. Was ist für Sie ein Dauerbrenner im Kleiderschrank und von was haben Sie sich modemäßig gerne getrennt? Was ist für Sie in & out?

Mode macht mir Spaß – auch wenn ich wirklich nicht alles mitmachen muss. Ich habe kürzlich das Label PME Legend entdeckt. Ein sehr kerniger, männlicher Brand der nach Abenteuer riecht und gerade im Sturm meinen Kleiderschrank erobert.

Klassisch mag ich Pierre Cardin sehr gerne. Die Anzüge, vor allem die Smokings sind der Hammer. Aber auch casual gefällt mir die aktuelle Winterkollektion sehr. Ich mag es also immer wieder gerne, neue Entdeckungen zu machen und sortiere dann auch alten Kram aus. Was in oder out ist, entscheidet jeder für sich selbst. Mit Mode sollte man(n) spielerisch umgehen. Es ist generell immer schön zu sehen, wenn ein Mensch Sinn für seinen ganz eigenen Stil hat. Bei Männern nochmal schöner, weil seltener.

Die Arbeit vor der Kamera stellen sich viele einfach vor. Dabei ist es tatsächlich ein harter Knochenjob: oftmals mehr als 12 Stunden am Set, viel unterwegs – oft über Monate -, Stunden in der Maske und Garderobe, aus dem Koffer leben, auf Knopfdruck funktionieren… Wie halten Sie sich fit?

Dieser Beruf ist kein Zuckerschlecken und trotzdem für mich die wundervollste Berufung. Ich bin schon jemand, der hin und wieder auf den Putz haut. Rock´n´Roll ist eine Lebenshaltung. Außerdem bin ich ein Genussmensch, esse und trinke leidenschaftlich gerne. Während eines solchen Drehmarathons, wie ich ihn gerade vollbringe, ist Disziplin also doppelt so wichtig. Das innere und äußere Gleichgewicht muss stimmen: Gesunder Körper – gesunder Geist. Dafür mache ich Yoga, gehe laufen und messe mich hin und wieder mit unseren Beleuchtern in der Muckibude. Ich mache autogenes Training und fahre leidenschaftlich gerne Longboard – das macht den Kopf frei. Allein die Zeit ist meist knapp und ich bin abends oft so platt, dass ich schon auf der Couch einpenne, obwohl ich nur mal kurz die Beine hochlegen wollte.
 

Simon Böer
Foto: ZDF / Martin Rottenkolber

 

Auf welche Dinge könnten Sie im Leben niemals verzichten?

Ich versuche mir ständig vor Augen zu halten, dass ich irgendwann einmal alle „Dinge“, also alles Materielle, alle Form dieser Welt losgelassen werden muss. Je schneller man im Leben lernt dass „Dinge“ sehr verzichtbar sind, umso intensiver kann man sie genießen. Hört sich paradox an, ist aber sehr sinnig. Aber wenn Sie jetzt so konkret fragen: Aktuell würde Ihnen jeder am Set sagen, dass mir mein iPhone ein unverzichtbarer Gegenstand ist. Es stellt momentan meine Verbindung zum „normalen“ Leben dar. Es ist der Draht zu meiner Familie, meinen Freunden, gleichzeitig mobiles Büro usw.! Ich bin gerade häufig damit beschäftigt. Wenn ich zu Hause bei meinen Lieben bin, genieße ich es aber auch sehr, einfach mal offline und nicht erreichbar zu sein.

In „Die Herzensbrecher“ laufen Haushalt und Leben sagen wir mal eher unkonventionell ab. Mögen Sie privat lieber ebenfalls das kreative Chaos oder Ihr Umfeld ordentlich und strukturiert?

Ich bin Waage und schwanke zwischen den Extremen. Ich fühle mich besser, wenn eine äußere Ordnung herrscht. Leider kann ich die nicht halten und falle zeitweise in, wie Sie es nett ausdrücken, „kreatives Chaos“, was solange herrscht und dummerweise auch wächst, bis ich es nicht mehr aushalte. Das deckt sich schon ziemlich mit dem Herzensbrecher-Haushalt.

Welche Projekte stehen bei Ihnen als nächstes an?

Ich drehe jetzt erst mal bis Mitte November meine Serien und freue mich riesig auf eine Auszeit – wobei mich jedes gute Drehbuch sofort zum Workaholic mutieren lässt, diese Auszeit also angreifbar bleibt. Im neuen Jahr steht einiges an, was verspricht, sehr spannend zu werden. Ich freue mich drauf.

 

Simon Böer im TV: Samstags, 19.25 h, „Die Herzensbrecher“, ZDF

 

Simon Böer
Foto: ZDF / Frank Dicks

 
Foto top: Clemens Bilan / 2014 Getty Images

Kostenlos Musik hören hat ein Ende: „Wir haben einen Fehler gemacht!“

Es wäre auch zu schön gewesen, wenn wir weiterhin in diesen Genuss kommen könnten, mit geringen monatlichen Abo-Gebühren nahezu alle Musik-Künstler unterwegs dabei zu haben und fast kostenlos zu hören. Die Musikindustrie bereitet sich gerade fleißig darauf vor, Fans der digitalen Angebote teurer an die Kasse zu bitten.

Musiklabels wie Spotify und Co. soll es an den Kragen gehen

In den letzten Jahren haben Streaming-Anbieter wie Spotify ihren Hörern ein wahnsinniges Gratisangebot geliefert. Spotify ging sogar soweit, dass der Hörer am Mac oder PC alles kostenlos hören konnte. Das Einzige, worauf der Hörer sich dabei einlassen musste, war ab und an mal ein kleiner Werbespot. Wem das zu viel war, der konnte sich für schlappe 9,90 Euro im Monat ein Abo kaufen und somit auf seinem Smartphone oder auch am MAC/PC alle Künstler unbegrenzt hören. Nicht nur das, er konnte sich die Musik auch auf sein Handy runterladen.

Im Herbst kam On Top noch dazu, dass sich der Hörer ein maßgeschneidertes kostenloses Radioprogramm zusammen stellen konnte. Spotify hat im Laufe seiner kurzen Kariere geschafft, dass 37,5 Millionen Menschen ihr kostenloses Angebot nutzen und dabei über 12,5 Millionen Kunden auch über ein zahlungspflichtiges Abo verfügen.

Anbieter wie Apple bot unterdessen mit ihrem „Beats Music“ Angebot ihren Kunden bestimmte AT&T-Verträge über eine 90 Tage Testphase an, während Google ein 30-tägiges Probeabo für ihre Hörer bereitstellte.

Für die User war dies meist ein unschlagbares Angebot was jeder annahm. Nicht vorzustellen, was es kosten würde, wenn man sich alle Alben im Laden hätte kaufen müssen.

Jetzt soll dem aber ein Ende gesetzt werden. „Wir haben wohl einen Fehler gemacht.“ sagte ein Manager eines der führenden Musiklabels. Er bereue inzwischen, es jemals erlaubt zu haben, dass diese kostenlos Musikangebote je freigegeben wurden.

Die weltführenden Plattenfirmen wie Universal Music Group, Sony Music Entertainment, sowie die Warner Music Group drängen stärker denn je darauf, dass die Gratisangebote eingeschränkt oder zumindest mit starker Werbung bestückt werden.

Youtube, die Millionen von Musikvideos hochgeladen hat, geht diesen Weg komplett mit. Am vergangen Mittwoch wurde von der Google-Tochter verkündet, dass das Abo-Musikangebot „Music Key“ für monatliche zehn Dollar jetzt an den Markt gehen soll.

Auf lange Sicht kein Geschäftsmodell

Musikmanager Lucian Grainge findet, dass werbebasierte Dienste kein Geschäftsmodell auf lange Sicht seien können. Universal Music will deshalb mit den Preisen der Mitglieder spielen und alles Mögliche an Zusatznutzen für ihre Kunden bieten, um mehr Abo Abschlüsse zu bekommen. Von der Interaktion zu den Künstlern bis hin zu Liveveranstaltungen soll es in Zukunft geben.
Auf der „Wall Street Journal“ Veranstaltung drückte Lucian Grainge das im O-Ton so aus: „Alles liegt auf dem Tisch. Wir arbeiten daran, so viele Wege wie möglich zu entwickeln, auf denen Menschen ihre Musik kaufen oder für sie bezahlen können.“

Desweiteren fügte er hinzu, dass sich schon sehr bald die Konsumenten zwischen sehr vielen verschiedenen Preisen und Abomodellen entscheiden könnten, um ihre eigene Musik zu genießen.

Zusammengefasst

Kostenlos Musik hören hat ein Ende. Egal wie sich die große Musikindustrie entscheidet, mit einem sind sie sich alle einig. Mit dem Model, kostenlos und werbebasiert Musik anzubieten, verdient man zu wenig. Deswegen werden neue und weitaus teurere Angebote kommen. Wir als Hörer werden wohl oder übel in den sauren Apfel beißen müssen und in naher Zukunft tiefer in die Tasche greifen.

 

Bilder: Kaspars Grinvalds / stock.adobe.com

Wie schnell komme ich bei Tinder zu einem Sexdate?

Die Zeiten haben sich tatsächlich stark geändert. Auch, was das Dating angeht. Man schlendernd nicht mehr abends in einer Bar auf eine Frau zu und flüstert ihr ins Ohr, dass sie bezaubernd aussieht und man sie kennenlernen möchte. Nein, heute benutzt man fürs Daten tatsächlich Apps.

Schnelles Sexdate via Tinder?

Wir, die AJOURE´ Redaktion, haben die letzten drei Monate die App „Tinder“ ganz genau unter die Lupe genommen und mit insgesamt 15 Testpersonen alle Arten und Varianten von Sprüchen, schnellen Sex- und Beziehungsanfragen durchprobiert. Es gab für unsere Testpersonen genaue Vorgehensweisen und direkte Vorgaben, wie man sich auf ein Match (wie es bei Tinder heißt) verhalten soll.

Wir wollten wissen

  • Gibt es Frauen, die jeden Typ Mann matchen?
  • Gibt es Frauen, die beim ersten Date gleich mit der Testperson ins Bett steigen würden?
  • Gibt es attraktive Frauen bei Tinder oder suchen nur die „normalen“ bis eher weniger gut aussehenden?
  • Suchen Frauen hier auch feste Beziehungen?
  • Gibt es Frauen, die auch „ja“ zum Sex sagen, obwohl sie vom Chatverlauf wissen, dass man verheiratet ist oder Kinder zuhause hat?

Unsere 15 männlichen Testpersonen kommen quer aus Deutschland und setzen sich folgendermaßen zusammen:

  • 5 Personen in Berlin
  • 3 Personen in Frankfurt/Main
  • 3 Personen in Düsseldorf
  • 4 Personen in Heidelberg

Unsere Test-Männer haben auf Tinder ein Profilbild von sich veröffentlicht. Sie haben alle eine sportliche bis normale Figur und sind vom Erscheinungsbild her sehr gepflegt.

Das Ergebnis

Tinder App Profil

Wir hatten bei allen Testpersonen in drei Monaten über 20.000 Matches. Die Matches setzen sich aus allen 15 Testpersonen zusammen. Jeder Einzelne hatte in den drei Monaten zwischen 10 und 15 Matches am Tag. Wobei hierzu zu sagen ist, dass wir alle Frauen mit einem grünen Häkchen gematcht haben, aber nicht alle unbedingt chatbereit waren. Auf unser „Hallo, wie geht’s“ bekamen wir oft auch keine Antwort.

Die Zahlen

Es ist unglaublich, aber wahr: Über 50 % aller Chats haben sich in nur wenigen Stunden zu einem Date entwickelt. Mehr als ein Drittel haben Bilder in ihren Profilen, die sie weitaus besser aussehen lassen, als in Natura!

70 % der Chats haben sich nur kurz bei Tinder abgespielt und wurden dann direkt auf Facebook weiter geführt (Hier wird sich Sicherheit geholt, um zu sehen, wer der andere wirklich ist.)

Jede Neunte war zu unkompliziertem und schnellem Sex bereit!
Insgesamt 446 Frauen war es völlig egal, dass der Gegenüber verheiratet ist oder Kinder hat und waren ganz klar auf ihren Spaß aus.

Auch in den verschiedenen Städten gab es Unterschiede. Je größer die Stadt, desto schwerer war es, die Frau am ersten oder zweiten Abend ins Bett zu bekommen. Je kleiner die Stadt, desto einfacher war es tatsächlich.

In der Regel war es so, dass fast jede Frau individuell war und keine Copy/Paste Geschichten praktiziert hat. Es kam in einigen Städten vor, dass Tinder-Frauen mit zwei Testpersonen geschrieben haben und dabei die Unterhaltungen auch ganz unterschiedlich geführt wurden. Da unterscheidet sich die Frau ganz klar vom Mann.

Verrückte Sachen passieren

Zu Ende des Tests machten wir eine wirklich sehr hübsche Tinder-Frau aus Berlin, die nicht lange gefackelt hat. Ein kurzes „Hallo, aus welchem Kiez?!“ war ihre Frage und nach der Antwort „Hi, aus Mitte“ stellte sie schon die Frage: „Lust auf Wein und Sex?“.
Das war für unsere Testperson tatsächlich etwas überraschend, was er aber mit „Ja, gerne“ beantwortet hat. Es kam in der gleichen Nacht noch zum vereinbarten Treffen.

Ihre anschließende Antwort auf unsere Frage, warum sie so „schnell“ darauf aus war, war: „Ich habe heute Mittag rausbekommen, dass mein Freund mich betrogen hat, und jetzt bekommt er das Gleiche zu spüren! Du warst einfach nur Mittel zum Zweck!“
Und mit diesen Worten ist sie dann auch ziemlich schnell gegangen…

Also es passieren auch durchaus abgefahrene Geschichten.

Unser Fazit

Tinder ist eine reine Sexbörse! Es geht hier um schnelle Treffen und wenig um ernsthafte Beziehungen. Ganz wenige Frauen haben geäußert, dass sie eine Beziehung suchen.

Zu unserem eigenen Fragekatalog, ob Frauen bei Tinder auch gut aussehen, sagen wir ganz klar: ja! Bei Tinder gibt es in der Tat richtig hübsche Mädchen.

 

Bilder: twinsterphoto / stock.adobe.com; AJOURE´ Redaktion

Superdry präsentiert die Trends für den Sommer 2015

Die „London Collection: Men“ ist ein mittlerweile etablierter Termin im Fashion-Week-Kalender. Auch das Trendlabel Superdry ließ es sich nicht nehmen, seine neue SS15 Kollektion auf dem Catwalk zu präsentieren. Neben T-Shirts und Shorts für Strand, Freizeit und Fitness präesntierte das Label dieses Mal auch einige Jeans Modelle . Mit der neuen Supremacy Kollektion werden jetzt auch elegante Sakkos gezeigt.

Ausgewählten Gästen aus aller Welt präsentierte Superdry die wohl bisher vielseitigste Kollektion des Labels. Die Show hat einmal mehr den Status von Superdry als international anerkannte Marke unterstrichen, die Celebrities und Modebegeisterte anzieht.

Über Superdry:
Superdry vereint typisch amerikanische Vintage-Fashion und japanisch inspirierte Elemente mit einem unverkennbar britischen Stil und legt dabei höchsten Wert auf Qualität. Das Ergebnis zeigt sich in hochwertigen Stoffen, authentischen Vintage-Waschungen, einzigartigen Details, handgezeichneten Grafiken und perfekten Schnitten in einer Vielzahl unterschiedlicher Designs. Dank seiner Unverwechselbarkeit erfreut sich Superdry einer wachsenden Exklusivität und Beliebtheit und darf auch internationale Stars zu seinen Anhängern zählen.

Prominente Gäste
inklusive DJ Mark Ronson, der später zum Auftakt der After-Party an die Decks ging, Hollywood-Star Jesse Metcalfe, MTV-Moderatorin Lilah Parsons, Model & British Fashion Council Botschafter David Gandy und die Social-Media-Entdeckungen Tanya Burr & Jim Chapman und viele weitere waren zur Show geladen.

Die Show kam bei den Gästen überragend gut an und alle waren sich einig, dass die SS15 Kollektion eine der besten und fortschrittlichsten war, die das Label bislang zeigte. Danach zeigten die Gründer von Superdry auf der After-Party ihren Gästen, dass sie nicht nur etwas von Mode verstehen, sondern auch, wie man am besten feiert.

Hier die Looks:

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Fotos: Superdry / Supergroup 2014 / Getty Images

Interstellar – Kinokritik & Filmtrailer

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Die Menschheit kämpft um ihr Überleben. Die Ernten werden immer geringer und der Planet wird von Sandstürmen überzogen, das Klima wandelt sich mehr und mehr.

Cooper (Matthew McConaughey) lebt zusammen mit seinen beiden Kindern Murph (Mackenzie Foy) und Tom (Timothée Chalamet), sowie Donald (John Lithgow), dem Vater seiner verstorbenen Frau, auf einer Farm. Einst begabter Ingenieur und NASA Pilot muss er sich und seine Familie nun als Farmer am Leben halten und den Widrigkeiten des Planeten trotzen.

Als ein unerklärliches Phänomen im Kinderzimmer seiner Tochter auftritt und sie der Sache nachgehen, entdecken Cooper und Murph eine geheime Einrichtung der NASA. Hier wird seit Jahren daran geforscht mit Hilfe eines Wurmlochs in eine entfernte Galaxy zu gelangen, um einen neuen Planeten als Ersatz für die Erde zu finden.

Cooper, der ja scheinbar nur zufällig an diesen Ort gelangt ist, steht nun vor der Wahl. Als einer der wenigen letzten gut ausgebildeten NASA Piloten die Mission fliegen und seine Familie zurück lassen und vielleicht nie wieder sehen, oder daheim bleiben und abwarten bis die Erde von alleine draufgeht.

 

 

Beinahe ein Griff zu den Sternen

Mit einem All-Star Cast und unglaublichen Bildern präsentiert Christopher Nolan sein neuestes Werk „Interstellar“.

Selten konnte ein Werk den Betrachter so erschlagen, erfreuen und anstrengen zugleich, wie es dieser Film tut. Denn „Interstellar“ ist optisch wunderschön, wartet mit einer langen Liste stark spielender und sehr fähiger Schauspieler auf und ist dabei doch so langwierig und vollgestopft mit unnötigen Erklärdialogen, holprigen Übergängen und braucht einige Zeit, bis er in die Gänge kommt.

Mit Matthew McConaughey konnte ein Hauptdarsteller verpflichtet werden, der zur Zeit seine absolute Hochphase hat und vor Spielfreude geradezu strotzt. Der einstige Sonnyboy, der lange Zeit auf die Rolle des Schönlings festgenagelt war, beweist einmal mehr sein Talent und nimmt den Betrachter mit auf seine Reise hin zu den Sternen. Aber auch jedes weitere Mitglied des Casts muss sich in keinster Weise verstecken. Hier agiert eine Truppe die sich mit Leib und Seele der Geschichte verschrieben hat und diese mit starkem Spiel voran trägt.

Eine weiter Stärke sind die teilweise wunderschön geratenen Kameraeinstellungen und Bilder, auch wenn der ein oder andere Schuß etwas aus dem Rahmen fällt und das Gesamtbild leicht trübt. Dennoch, optisch ist hier wieder einmal ein Meisterwerk gelungen. Dazu der Sound von Hans Zimmer, der etwas anders als sonst daher kommt. Nicht unbedingt seine stärkste Leistung, aber immer noch in gewohnt guter Zimmer Qualität. Fertig ist ein rundum gelungener Streifen.

Sollte man meinen, doch leider verliert sich „Interstellar“ in zu vielen Plotansätzen und Versuchen die Ereignisse im Film durch die Dialoge der Darsteller erklären zu lassen. Anstatt das im Spiel und mit Ereignissen zu tun wird hier geredet und geredet. Es kommen in manchen Momenten schon fast „deutsche Verhältnisse“ auf. Alles wird besprochen und ausgebreitet. Das nimmt dem Film den Drive und verschenkt viel der eigentlichen Power, die in der Idee dahinter steckt.
Außerdem dient die erste Stunde fast außschließlich der Einführung und Erklärung von Personen und Situation. Auch hier hätte man raffen und das Ganze etwas eher auf den Punkt bringen können.

Dennoch, „Interstellar“ ist kein schlechter Film. Obwohl er deutlich Potential verschenkt, ist Nolan hier ein Film gelungen der eine Geschichte mit starker Gefühlsebene zeigt, diese mit giantischen Weltraumbildern untermalt und mit Stanley Kubrick artiger Science-Fiction verknüpft.
 

Kinostart: 6. November 2014
Interstellar Kinoposter
 

Für Leute mit Weltraumfaible und Geduld

SciFi Freunde und Nolan Fans dürften begeistert sein vom neuen Machwerk des „Dark Knight“ Regisseurs. Wer mit Weltraum, Wurmlöchern, oder langen, anstrengenden Filmen nicht warm wird, sollte die Kinokarten am besten gegen leichter verdauliche Kost eintauschen.

Schau dir auch „The Counselor“ an!

The Counselor – Starauflauf auf der Leinwand

 
Fotos: Warner Bros. GmbH

Dandy Diary – Zwei Berliner, die die Fashion-Szene gehörig durcheinanderwirbeln

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Carl Jakob Haupt und David Roth sind gerade definitiv die coolsten und freshsten Typen, wenn es um Männermode geht. In ihrem Blog „Dandy Diary“ sagen die zwei Berliner nicht nur was hip ist – sondern sorgen mit ihren Aktionen, Kooperationen, legendären Parties und ihrer absolut coolen, unverblümten Schreibweise in der sonst so glamourösen Fashion Szene ebenfalls für jede Menge Aufsehen. Im Interview verrät Carl Jakob Haupt, wieso ein Pimmel immer geht, was total future ist und warum Großstädter cooler sind.

 

Euer Blog „Dandy Diary“ gehört zu den erfolgreichsten in Deutschland, ihr seid international Gesprächsthema. Was ist euer Erfolgsrezept?

Zunächst einmal unsere Positionierung: Zwei Hetero-Männer, die vegan leben, schreiben über Männermode – das gab und gibt es so noch nicht. Außerdem kamen wir zur richtigen Zeit. Als wir angefangen haben, gabs kaum Modeblogs. Das macht es natürlich leicht, herauszustechen. Noch dazu, wenn man so blendend aussieht, wie wir.

Auch wenn es oftmals so wirkt, als würden wir vieles auf dem Blog intuitiv machen, sind wir eigentlich sehr strukturiert, sehr straight, arbeiten konzentriert und planen unsere Aktionen gründlich und lang.

Mittlerweile nimmt das so viel Zeit in Anspruch, dass wir beide Vollzeit für Dandy Diary arbeiten. Früher haben wir das neben dem Studium und dem Job betrieben. Das würde heute nicht mehr gehen. Dafür ist zu viel zu tun.

 

Die Modeszene war bisher eher etepetete. Bis ihr kamt. Ihr pfeift auf Glamour und Glanz und zeigt, dass genau das auch Fashion ist. Braucht die Branche eine Revolution?

Nein, eine Revolution braucht sie wahrscheinlich nicht. Die Branche könnte aber trotzdem hin und wieder mal etwas kantiger sein, etwas weniger risikoscheu und spannender. Nicht immer nur Glamour und Champagner und diese kleinen Häppchen in Porzellanschälchen.

Sie langweilt uns schon sehr, die Modebranche. Deshalb schießen wir von Zeit zu Zeit etwas Zunder rein, um die Sache interessant zu halten.

 
Dandy Diary
 

Wie muss man sich euer Leben vorstellen? Ist sogar euer Badezimmer hip?

Ich habe aktuell gar keine Wohnung, also auch kein Badezimmer, das besonders hip sein könnte. Das Badezimmer von David ist, wenn ich an dieser Stelle mal ein wenig indiskret sein darf, sehr unhip. Es gibt nicht mal ein Fenster.

Wie unsere Leben sonst so aussehen? Sie ergänzen sich in erster Linie sehr gut. David ist ein Frühaufsteher, um 7 Uhr ist er wach, fängt an zu arbeiten und screent die ersten Trends aus Japan und Südkorea. Ich stehe erst gegen Mittag auf, meist so gegen 11, manchmal später, selten früher. Ich erlaube mir den Luxus, keinen Wecker zu besitzen. Dann trinke ich einen Kaffee, schaue was es Neues in dieser gottverlassenen Modewelt gibt und schreibe meine Meinung dazu auf.

Dann haben wir eigentlich jeden Tag Termine mit Kooperationspartnern, Agenturen, Mode-Labels, unserem Event-Team und total vielen anderen Leuten, die irgendwas von uns oder wir etwas von ihnen wollen. Im Schnitt sind es zwei, drei Meetings pro Tag, um unsere Projekte voranzutreiben und neue zu starten. David macht dann irgendwann Feierabend und widmet sich seiner Pilzzucht. Ich arbeite meist etwas länger. Nachts kommen nicht so viele E-Mails und Anrufe, sodass ich in Ruhe schreiben kann. Außerdem wird man abends weniger blöd angeschaut, wenn man kistenweise Rotwein bestellt, als morgens.

Neben der ganzen Arbeit in Berlin sind wir viel auf Reisen. Pro Monat sind wir sicherlich mindestens zwei Wochen unterwegs.

Unsere Arbeit ist irre abwechslungsreich und eigentlich ziemlich lässig. Wir werden ständig zum Essen eingeladen, halten unsere Meetings in der Sonne ab, treffen Geschäftspartner an den schönsten Orten der Welt und arbeiten mit koolen Marken zusammen. Und trotzdem können wir auf dem Blog unverblümt und im Zweifel mit voller Härte schreiben, was wir denken. Ich würde mit niemandem tauschen wollen.

 

Ein Riesenpenis steht in eurem Büro, ihr habt einen Fashion-Porno gedreht, ein sagen wir mal sexistisches Quartett entwickelt, bei der Show von Dolce & Gabanna in Mailand einen Nacktflitzer auf den Laufsteg geschickt – und habt damit ganz schön geschockt. Ist euch Sex so wichtig oder ein gutes Mittel, um Aufmerksamkeit zu erlangen?

Sowohl als auch. Sex ist mir wichtig, mache ich gerne, ist ne tolle Sache. Und Sex ist ein probates Mittel für Aufmerksamkeit. Ein Pimmel funktioniert immer. Solange es funktioniert, machen wir das gerne. Wir werden uns aber nicht wiederholen. Es wird keinen zweiten Fashion Porno geben, beispielsweise mit einem homosexuellen Paar, wie uns von mehreren Seiten vorgeschlagen wurde. Das ist dann nicht mehr interessant. Das hatten wir ja schon so ähnlich. Wir machen dann lieber neue, andere Sachen. Und wenn man dann Nacktheit wieder einsetzen kann, machen wir das. Wenn es nicht passt, dann nicht. Wir sind da nicht dogmatisch, auch wenn ich Nacktsein super finde.
 

Ihr designt mittlerweile für verschiedene Firmen. Wäre ein eigenes Label nicht einmal eine logische Konsequenz – und wenn ja, wie würde die Kollektionsbeschreibung lauten?

Wir haben natürlich schon mal darüber nachgedacht, ein eigenes Label zu gründen. Aber eigentlich haben wir daran kein Interesse und auch gar nicht die Zeit dafür.

Wir haben außerdem nicht die technische Expertise, kennen uns mit der Produktion nicht aus.

Wir haben aber gewisse ästhetische Vorstellungen und bringen diese ästhetischen Ideen gerne in Projekte mit unterschiedlichen Designern, Marken und Produkten ein. Es macht Spaß, in verschiedene Felder zu stoßen: Mal designen wir einen Turnschuh, dann eine Lederhose, ein Hemd, einen Rucksack. So können wir uns austoben und limitieren uns nicht auf eine Marke.

 
Dandy Diary
 

Was sind für euch die Go`s und No Go`s in der Männermode?

Go`s sind aktuell ganz klar: Alles, was funktional ist. Moderne Stoffe, High Tec, Bionic, dynamisch und modern. Alles, was die Körperfunktionen unterstützt und bestenfalls extrem sportlich aussieht. Beispielsweise Performance Schuhe, Shirts aus coolen funktionellen Materialien, Brustpanzer, Armbandagen… Und Mundschutz. Ist in vielen Ländern und am Flughafen sehr wichtig – wenn er auch noch nach Straßenkampf aussieht, umso besser! Damit kann man grad nichts falsch machen.

No Go`s: Wir beschäftigen uns ja eigentlich nicht so oft mit dem, was nicht angesagt ist. Was für mich aber grad nicht so richtig geil ist, sind Vintage und Second Hand. Das ist over. Nicht modern. Vintage ist vorbei – für den Moment.

 

Wir würdest du deinen eigenen Style beschreiben?

Momentan: Schwarz. Ist das einfachste, da ich ja gerade wohnungslos bin und aus dem Koffer lebe. Schwarze Drei-Viertel-Hose, klassisches schwarzes T-Shirt, das natürlich auf keinen Fall zu eng sitzen darf, alles ziemlich basic eigentlich. Und natürlich verschiedene Sneakers, aktuell am liebsten von Raf Simons.

Mein Stil war in letzter Zeit eher prollig, an die modernen Marzahner Arbeiterklasse angelehnt und an die englischen Chavs. Jetzt, zum Winter hin, werde ich vielleicht etwas klassischer. Mit Rollkragenpullover, Lederschuhen und dem ganzen Shit.

 

Und was geht bei Frauen gar nicht?

Frauen finde ich generell super, gibt nicht vieles, was ich nicht mag. Aber um dabei zu bleiben: Vintage finde ich grad nicht cool. Nike Air Max sollte auch keine Frau mehr tragen, genauso wie Leggings. Das muss nun wirklich nicht mehr sein. Und bitte nicht zu viel Make-Up. Oh – und bitte sämtliche kaputten Boyfriend-Jeans wegschmeissen.

Weniger ist mehr. Lieber eine richtig gute Hose, als fünf schlechte. Oder gleich einen Rock.

Ganz besonders sexy ist natürlich vor allem ein eigener Stil. Eine Frau sollte sich, dasselbe gilt übrigens für uns Männer, nicht verkleiden oder Trends hinterherlaufen, die vielleicht gar nicht zu ihr passen. Das ist uncool. Das sieht man sofort.

Man braucht zu vielen Styles schon die passende Persönlichkeit. Und manchmal auch den entsprechenden Körper.

 

Ohne welche Dinge könntest du im Moment nicht leben?

Ich könnte wohl nur sehr schwer leben ohne mein iPhone. Das ist mehr oder weniger mein komplettes Büro. Darin habe ich alle meine Kontakte, gespeicherte Texte, Fotos. Weil ich viel reise bin ich außerdem sehr auf meinen unkaputtbaren Rimowa-Koffer in „Cabin Size“ angewiesen. Darin habe ich dann eine schwarze Stoffhose, ein Hemd, ein paar saubere Schuhe. Damit hat man nirgendwo Probleme, bekommt in jedem Restaurant einen Tisch und im Flugzeug im Zweifel ein Upgrade. Funktionierende Kreditkarten und meinen Reisepass habe ich auch immer griffbereit. Genauso wie Ladekabel und internationale Adapter.

Eigentlich braucht man nicht viel. Vor allem nicht viele Klamotten. Meine Garderobe zum Beispiel, tausche ich jedes halbe Jahr komplett aus. Darin gibt es keine Dinge, ohne die ich nicht leben könnte. Im Gegenteil.

 
Dandy Diary
 

Ihr reist viel durch die Weltgeschichte, jettet von einer Fashion Week zur nächsten… Wo haben die Leute den besten Style?

Den avantgardistischsten und interessantesten Look haben die Menschen in London. Da sehen aber nicht alle gut aus, viele sind eher over the top, haben sehr starke, bewusst künstliche Looks. Modisch ist das sehr interessant, sieht aber nicht immer klassisch gut aus. In Kopenhagen hingegen sehen einfach alle total gut aus. Sie tragen die richtigen Marken, die richtigen Größen, die richtigen Farben. Und das wichtigste: sie besitzen eine ziemliche Lässigkeit. Und Mode, die mit Lässigkeit getragen wird, ist ja eh immer total cool. Zu viel Anstrengung schadet oftmals.

 

Braucht Deutschland ein Fashion-Make-over?

Definitiv! Die Deutschen sollten sich mehr mit ihrem Aussehen beschäftigten. Alle.

In Deutschland gibt es leider keinen so richtig ausgeprägten Sinn für Ästhetik, außer vielleicht im Autobau und der elektronischen Musik.

Das ist natürlich eine Generationen- wenn nicht gar eine Sisyphosaufgabe, den Deutschen einen guten Stil zu lehren.

Allein hier im Café in Berlin sind grad sieben Menschen vorbeigelaufen, von denen einfach niemand gut oder inspirierend aussah. Ich bezweifele, dass das in Paris so wäre.

Aber das ist ja auch ein bisschen unsere Mission: den Deutschen einen Zugang zur Mode zu geben.

 

Ihr habt euch auch schon als Sänger versucht, mal im Boygroup-Style der 90er, mal kitschig in einem Christmas-Song – und nehmt euch, die Branche und andere damit selbst gehörig auf die Schippe. Fehlt es den meisten Menschen an Selbstironie?

Sicherlich. Aber Ironie ist eigentlich schon wieder out. Ich versuche mich gerade in Post-Ironie und einer aufrichtigen Ernsthaftigkeit. Auch unsere Songs und Videos sind nicht ironisch gemeint. Im Gegenteil. Sie sind eine Hommage. Ich finde die Backstreet Boys wirklich gut. Und was wir zeigen wollten: diese Mode, die die Jungs damals, Ende der 90er, getragen haben, ist wieder da. Das sind keine Vintage-Teile, die wir da in den Videos tragen, sondern Kollektionen aktueller Designer.

Unsere Musik-Projekte sollten nicht ironisch gelesen werden, sondern auch als Hinweis darauf, was wiederkommt, was zitiert wird, was jetzt schon wieder in ist. Wir haben uns nicht lustig gemacht über Boygroups. Nichts läge uns ferner. Wir haben einen Kommentar zu aktueller Mode abgegeben. Das ist nicht ironisch, sondern ernst.

 
Dandy Diary
 

Die 90er sind gerade ein riesen Thema bei euch. Das beste Jahrzehnt?

Ne, definitiv nicht. Und es ist eigentlich modemäßig bei uns auch schon wieder vorbei. Die 90er sind abgefrühstückt. Wir sind jetzt bei den early 2000s. Die finden wir sauspannend.

Das beste Jahrzehnt, finde ich, ist übrigens immer das Jahrzehnt, in dem man gerade lebt. Alles andere ist Nostalgie. Und das ist schrecklich. Jetzt ist gut.

 

Schlaghose oder Skinny Jeans?

Im Moment würde ich sagen weder noch. Ein normal breites Bein, gerade geschnitten, etwas zu kurz. Das ist perfekt. Aber im Sinne der Avantgarde glaube ich, dass ich im Januar zur Fashion Week eine Schlaghose anziehen werde. Die kommt definitiv wieder. Vielleicht auch zu unserer Party. Wer weiß das schon?

 

Wie geht es weiter mit Dandy Diary? Was sind die nächsten Projekte?

Wir waren gerade in Schottland und haben dort einen Tweed-Hersteller besucht, aus dessen Stoff wir aktuell ein Produkt designen. Das kommt im Frühjahr 2015 raus und wird natürlich ziemlich super.

Im Oktober fliegen wir nach Indien und drehen zwei Videos, zu denen ich jetzt noch gar nicht viel sagen mag. Das Projekt machen wir auf eigene Faust, ohne Partner. Soviel sei schon mal verraten: Es werden ästhetische Kommentare zu aktuellen Marken.

Dann haben wir einen Turnschuh für Kangaroos designt, der wird Ende November auf den Markt kommen. Miky the Streaker, der für uns in Mailand bei D&G über den Laufsteg geflitzt ist, war da die ästhetische Inspiration. Den Schuh haben wir folglich „Streaker Sneaker“ genannt.

Außerdem haben wir Schmuck designt mit einem 3-D-Druck-Label. Die Vorlagen kann man sich von überall auf der Welt bei Dandydiary.de herunterladen und in einer lokalen 3-D-Druckerei ausdrucken – sei es in Buenos Aires, Tokio, London, New York. Überall. Ist total future. Bald drucken wir uns sicher auch unser Frühstück aus. Oder Jeans. Oder eine Freundin. Jetzt halt erstmal unsere Ketten. Es ist: ein Anfang.

Und natürlich machen wir im Januar wieder unsere Fashion Week-Party.

Es gibt genug zu tun. Wir haben noch was zu erledigen.

 

www.dandydiary.de

 
Dandy Diary
 

Fotos: Paul Aidan Perry

Toyota C-HR Concept auf der Pariser Motorshow 2014

BECAUSE IT’S FUN! – Der Blick in die Zukunft

Ajoure MEN war für Euch auf der „Mondial De L’Automobil 2014“ in Paris.

Wir konnten einen Blick auf Toyotas neusten Edelstein werfen – den Toyota C-HR Concept. Und der ist wahrlich mehr als nur ein Crossover.

 

Toyota C-HR Concept

 

Seit vielen Jahren ist die Pariser Motorshow die größte und wichtigste Autoshow der Welt. Hier werden die kommenden Neuerscheinungen und oftmals auch die meisten Concept-Cars vorgestellt. Das heißt: glänzender Lack, Leder und aufpolierte Felgen umzingelt von Frankreichs heißesten Messehostessen!

Eine ganz besondere Weltpremiere feiert dieses Jahr Toyota. Der größte Automobilhersteller der Welt (nebenbei: ca. 320.000 Angestellte) beweist in Sachen „zukunftsorientiertes Design“ einmal mehr Fingerspitzengefühl per Perfektion.

Toyotas neuer Crossover hört auf den Namen „C-HR Concept“ und spricht sozusagen fließend „zukunftisch“.

 

Toyota C-HR Hybrid

 

Der C-HR ist ein Hybrid mit Allradantrieb, der alleine schon durch sein grandioses neues Design der absolute Hingucker werden wird. Sowohl das Heck als auch die Front haben ein komplett neues Styling bekommen.

Der erste Eindruck des Hybrid-Crossovers erinnert an ein Raubtier, welches in geduckter Position darauf wartet, seine Beute zu erlegen. Tief geduckt, weit ausgestellte Radhäuser und kräftige Schultern zeigen, dass Toyotas Designer hier ganze Arbeit geleistet haben. So könnten die neuen Designzüge auch Verwendung in weiteren zukünftigen Toyota-Modellen finden.

 

Toyota C-HR Rückansicht

 

Doch wer entwirft solch ein Concept-Car?

Ajoure MEN hat sich Toyotas Senior Designer Europe, Roberto Falasca, geschnappt:

Falasca hatte seine ersten Erfahrungen bei PSA und Volkswagen gesammelt und ist mittlerweile seit fast 15 Jahren bei Toyota Europe.

 

Toyota C-HR Roberto Falasca
Roberto Falasca – Senior Designer Europe bei Toyota

 

Ajoure: Welche Erfahrungen benötigt man, um als Concept-Car-Designer bei Toyota anzufangen?

Falasca: Leidenschaft. Es geht alles um Leidenschaft für Autos. Toyota lässt uns viel Freiheit in Sachen Kreativität. Dies ist manchmal etwas kompliziert, wenn man vor lauter Inspiration und Kreativität über das Ziel hinaus schießt und zu viel möchte. Beim C-HR wollte man anfangs das Unmögliche, doch letztendlich haben wir das Unmögliche möglich gemacht. Es ist beinahe so, als wäre ein Traum wahr geworden.

 

Ajoure: Was wird der Hauptunterschied und Hauptvorteil zwischen Toyota und allen anderen Automobilherstellern in der nächsten Zeit hinsichtlich Technik, Design und Verbrauch werden?

Falasca: Wir sehen das Ganze sehr global. Wir wollen nicht nur ein einziges gutes Auto bauen, sondern viele verschiedene, die maßgeschneidert für den individuellen Personentransport dienen sollen. Wir versuchen in die Zukunft zu sehen, darum haben wir den Hybrid, den vollelektrischen iRoad und denn Fuel Cell.

 

Ajoure: Was inspiriert Sie, als Designer, wenn Sie über neue Concept-Cars nachdenken?

Falasca: Alles inspiriert mich. Es hängt davon ab, was ich um mich herum habe, aber letztendlich lasse ich mich durch alles inspirieren.

 

Ajoure: Wie lange dauert es, bis ein neues Concept-Car erfunden, designt und gebaut wird?

Falasca: Das hängt davon ab. In der Regel ca. zwei Jahre. Das Concept-Car muss verschiedene Stationen durchlaufen und am Ende sind eineinhalb bis zwei Jahre ins Land gegangen.

 

Ajoure: Der C-HR ist Crossover. Ein Hybrid mit Allradantrieb und sieht dazu noch sehr futuristisch aus. Würden Sie sagen, dass der C-HR revolutionär ist?

Falasca: Ja, das ist er. Er wird durch Toyotas neuen Hybridmotor angetrieben. Dieser Crossover der C-Serie ist ein Abendteuer.

 

Ajoure: Welche Herausforderungen gab es, damit der C-HR so aussieht wie er es heute hier tut?

Falasca: Wir lieben Herausforderungen! Wir müssen sicherstellen, dass Menschen das neue und frische Design annehmen können und wollen, denn wir wollen immer weiter kommen. Wir wollen die Zukunft sehen!

 

Ajoure: Letzte Frage Roberto. Bitte beende folgenden Satz: „Der Toyota C-HR ist das beste Concept-Car der diesjährigen Pariser Motorshow, weil…“

Falasca: BECAUSE IT’S FUN!

 

 

Fotos: AJOURE´

Männerhort – Vorschau & Filmkritik

Lars (Christoph Maria Herbst), Eroll (Elyas M’Barek) und Helmut (Detlev Buck) haben ein Problem. Ihre Frauen (und vermeintliche Frauen) machen ihnen das Leben zur Hölle. Ständig shoppen, nie in Ruhe Fußball schauen, immer nach der Pfeife des Partners tanzen. Doch die Rettung ist schon da.

In Form eines großräumigen Heizungskellers, den Helmut in ihrer Wohnsiedlung entdeckt hat. Hier haben sich die drei Herren der Schöpfung nun fürstlich mit Kühlschrank, Couch, Beamer, WC uvm. eingerichtet und lassen es sich gut gehen.

Unglücklicherweise wird die männliche Idylle durch das Auftauchen des neuen Hausmeisters Aykut (Serkan Çetinkaya) getrübt, der ihr Versteck findet und sie droht auffliegen zu lassen, wenn sie die unerlaubte Nutzung des Kellers nicht umgehend einstellen und verschwinden.

Als Eroll, Lars und Helmut feststellen, dass Aykut selbst unter seiner Frau zu leiden hat, glauben sie ihn in der Tasche zu haben und bieten ihm an Teil des Männerhorts zu werden. Doch zur selben Zeit bahnen sich weitere Probleme an und die Lage spitzt sich mehr und mehr zu.

Hort ist ihr Hobby

Mit „Männerhort“ ist eine weitere deutsche Komödie im Kino, die klassische komödiantische Elemente und neue Abgedrehtheit zu vereinen versucht.

Leider glückt das dem Film nur in den wenigsten Momenten. Zu uninspiriert und zu klischeehaft kommen die Figuren und das Szenario daher. Und auch wenn einige Szenen zum herzhaft lachen anregen, so ist der Film in seiner Gesamtheit kein wirklich überzeugendes Produkt.

Während Elyas M’Barek in seiner Rolle zu brav bleibt, weil seine Figur nicht mehr hergibt, tritt Christoph Maria Herbst in altbekannter Stromberg-Rüpelmanier auf und schlägt kräftig verbal um sich. Leider bleibt auch sein Charakter zu uninspiriert um richtig zu überzeugen. Detlev Buck gelingt seine Darstellung noch am überzeugendsten, jedoch fehlt es auch hier an Tiefe.

Dennoch ist nicht alles schlecht im „Männerhort“. Gelegentliche Lacher dank irrwitziger Momente und diverse One-liner finden sich immer wieder und sorgen dafür, dass einzelne Szenen super stimmig sind. Leider reicht dies nicht um den Film als schlüssige Einheit mit gut erzählter Geschichte präsentieren zu können.

Gute Zutaten machen noch kein leckeres Gericht

So bleibt als Fazit zu bemerken, dass eine, mit tollen Schauspielern besetzte, Komödie, der eine gute Idee zugrunde liegt, nicht automatisch auch ein guter Film wird.

Fans der Darsteller sollten warten bis es „Männerhort“ auf DVD/Blu-ray oder bei einem der Streaming-Anbieter gibt und sich dann selbst ein Bild davon machen.

Männerhort Kinoposter

 

Fotos: © Constantin Film Verleih GmbH

10 Tipps für ein leichteres Leben

Beruf, Freizeit, Partner und Familie unter einen Hut zu bringen, ist oft kompliziert. Doch lasst euch vom Alltag nicht verrückt machen! Hier sind die besten Tipps, wie ihr nicht nur Zeit und Nerven spart, sondern ebenfalls Momente der Ruhe und Gelassenheit genießen könnt. Das Leben kann so einfach und schön sein – einfach ausprobieren lautet die Devise!
 

1. Eins nach dem anderen

Wieder einmal zu viel zugemutet? Wer kennt das nicht! Natürlich sind Herausforderungen prima, aber man sollte sich nicht überfordern. Ein wunderbares Vorbild: die Bergsteiger. Denn Bergsteiger wissen, dass man einen Gipfel nur dann erstürmt, wenn man sich seine Kräfte einteilt. Unterteilt auch ihr euch eure Aufgaben in überschaubare Etappen und konzentriert euch dabei auf das jeweilige Zwischenziel. Das Wichtigste: Kleine Erfolgserlebnisse sind der beste Antrieb für den Gesamterfolg!

 
2. Nicht lange überlegen! Machen!

Vorhaben sind gut und schön, aber nur effektiv, wenn sie in die Tat umgesetzt werden. Klare Ziele vereinfachen hier das Leben. Also plagt euch nicht mit bloßen Absichtserklärungen. Konkrete Ansagen werden schneller in die Tat umgesetzt. Du willst in den Urlaub, dein Partner aber nicht? Dann packt doch einfach die beste Freundin oder den Kumpel mit ein. Ein Yoga-Kurs auf Mallorca oder River-Rafting in Kroatien bringen Abwechslung ins Leben! Du möchtest Abnehmen? Dann definiere dein Ziel (beispielsweise 5 Kilo bis zum 31.12.) und beginn` noch am selben Tag damit!

 
3. Ausmisten ist Balsam für die Seele

Erleichtere dein Leben und miste aus. Wie viele unbenutzte Sachen stehen in jedem Haushalt rum? Weg damit! Wenn ein Gerät ein Jahr lang nicht gebraucht wurde, dann benötigest du es offensichtlich auch nicht mehr. Oder Du hast zu viele Bücher im Schrank? Solche Dinge kann man am besten in Umzugskartons packen und im Keller lagern. Was ein Jahr später immer noch im Karton liegt, kann guten Gewissens verkauft oder verschenkt werden. Und auch der Kleiderschrank birgt so manchen Schatz, den Du nie wieder anziehen wirst. Ausräumen und überflüssige Sachen an wohltätige Organisationen verschenken! So tust du nicht nur dir selber Gutes.
 

4. Auf den Bauch hören

Im Alltag sind wir meist viel zu viel mit dem Kopf dabei. Der beste Rat: Wieder mehr auf das so wichtige Bauchgefühl achten, denn das spiegelt unsere Bedürfnisse am besten wider. Rot oder Grün? Spaghetti oder Reis? Wenn eine Entscheidung nicht gelingen will, so wirf eine Münze. Das erleichtert nicht nur die Entscheidung, sondern schult auch das Bauchgefühl. Denn: Fühlst du dich mit dem Schiedsspruch durch die Münze unwohl, weißt du, dass du emotional schon längst den anderen Weg gewählt hast.
 

5. Sei Du selbst!

Es allen Menschen Recht zu machen, das kann keiner leisten. Sei einfach du selbst. Und mach das, worauf du Lust hast. Du wirst sehen, wie viel Spaß das macht. Scheu dich nicht davor, „Nein“ zu sagen. Und sag auch nicht einfach „Ja“, wenn jemand dich um einen größeren Gefallen bittet. Du musst dich nicht verantwortlich fühlen, jedem zu helfen. Äußre deine Meinung und hab keine Angst vor Zurückweisungen oder einer Diskussion. So lange Du deinen Standpunkt vertrittst, bist du mit dir im Reinen.
 

6. Ich bin dann mal weg

Du hast Feierabend, Urlaub oder Wochenende und möchtest einfach nur entspannen? Dann tu genau das! Schalte Handy und Festnetz auf stumm, denn jeder Anruf und jede SMS oder Email stört unseren wohl verdienten freien Tag. Du kannst später immer noch zurückrufen, wenn die Erholung eingetreten ist. Und wozu haben wir denn schließlich eine Mailbox. Sie ist ein schöner Dienstleister an unseren Relaxtagen. Einfach eine nette Ansage aufs Band sprechen, dann freut sich auch der Anrufer. Und Dir fällt es leichter, nicht zum Hörer zu greifen.
 

7. Fixe Tage ausmachen

Freundschaften kommen im Alltagsstress zu kurz? Es ist ja auch nicht leicht, alles unter einen Hut zu bringen. Aber es kann einfacher sein als Du denkst. Vereinbare mit deinen Freunden doch einen festen Termin, beispielsweise an jedem Mittwoch um 20 Uhr oder jeden zweiten Montag um 18 Uhr. Ein fixer Tag macht Verabredungen leichter und man schafft es, diese Verabredung zu einem festen Bestandteil im Alltag werden zu lassen.
 

8. Was andere machen ist unwichtig

„Hast Du schon gehört, dass die Biggi mit dem Alex angebandelt hat? Dabei ist er doch der größte Herzensbrecher der Stadt. Wie kann sie sich nur auf den einlassen?“ – solche Angelegenheiten unterhalten uns vorzüglich, rauben aber auch kostbare Zeit. Nicht umsonst sagt der Psychologe Jack Dawson: „Nichts wird Ihr Leben so sehr vereinfachen wie die Beschränkung auf die Angelegenheiten, die Sie selbst ändern können.“ Mach Dir also keinen Kopf mehr über die Beziehungsprobleme oder Arbeitskrise deiner Bekannten, sondern nutze diesen Enthusiasmus für dein eigenes Leben.
 

9. Jeden Tag ein bisschen

Du willst samstags den ganzen Hausputz erledigen? Wo aber bleibt da die Zeit für Entspannung? Nutze den freien Tag lieber für einen Gang in die Sauna, einen schönen Ausflug oder ein ausgiebiges Frühstück. Erledigen deine Vorhaben über die Woche verteilt und arbeite jeden Tag oder jeden zweiten ein bisschen was von dem Aufgabenberg ab. So geht`s: Wochenplan anlegen, in dem notiert wird, wann was zu tun ist: montags Staubsaugen und Wischen, mittwochs Betten überziehen, etc. Übrigens: Manche Dinge fallen leichter, wenn man sie sofort erledigt, beispielsweise die Teller spülen nach jeder Mahlzeit.
 

10. Abwechslung für mehr Energie

Routine bringt zwar Sicherheit ins Leben, macht es aber auch vorhersehbar und manchmal langweilig. Sei wieder spontan! Neues zu unternehmen bringt Schwung in den eingefahrenen Alltag. Ein Picknick im Park macht die Mittagspause gleich viel erholsamer. Und wenn Du beim Joggen einmal eine andere Route wählst, entdeckst Du vielleicht ein nettes neues Café oder Restaurant, das du bald mit deinen Freunden besuchen kannst. Es ist egal, ob du während der Autofahrt lauthals singst oder beim Abwasch eine kleine Schaumparty veranstaltest. Das Nützliche mit dem Originellen zu verbinden belebt die Sinne. Und: Ein bisschen verrückt sein, schadet nie.
 


 

Checkliste:

  • Struktur: Erstelle Kalender und Listen für Themengebiete wie Geburtstage, Haushaltsplanung, Einkauf, To-Dos, usw. Feste „Ich-denke-nur-an-mich“-Tage nicht vergessen!
     
  • Ansagen: Definiere deine Vorsätze und Vorhaben konkret und halte diese schriftlich fest. Am besten irgendwo offensichtlich aufhängen. Das schürt die Motivation und erinnert dich daran, dein Ziel zu erreichen.
     
  • Positiv: Nicht immer nur den Berg an zu erledigenden Aufgaben sehen. Erfreue dich stattdessen an jeder gemeisterten Etappe. Denn nichts behindert mehr, als sich nur das vor Augen zu halten, was man noch nicht geschafft hat. Belaste dich nicht unnötig und denk positiv.
     
  • Relaxen: Wer viel arbeitet, braucht auch Erholungsphasen. Zeit für sich selbst ist wichtig. Plane mindestens einen Tag pro Woche ein, an dem du dir bewusst und gezielt etwas gönnst. Sei es ein schönes neues Oberteil oder ein Drei-Gänge-Menü beim Lieblingsspanier.
     
  • Bewusst: Lebe ganz bewusst in allen Bereichen des Lebens. Sag gezielt „Ja“ oder „Nein“, genieß Momente mit Freunden und Familie, wähle Nahrungsmittel, die Dir gut tun, und vergesse den Sport zum seelischen und körperlichen Ausgleich nicht.
     
  • Zeit: Zeit ist Mangelware. Nutzen diese deshalb so oft es geht für dich, deine Familie oder Partnerschaft. Sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, ist das A & O.

 
Foto: „I Get Up and Nothing Gets Me Down! JUMP!“ von Guian Bolisay via flickr – CC BY-SA 2.0