Ajoure Blog Seite 224

Quicktime Player wird für Windows-Benutzer zur tickenden Zeitbombe

Der Quicktime Player von Apple hat mit schweren Sicherheitsproblemen zu kämpfen. Schon jetzt sind zwei Lücken bekannt, mit denen Angreifer sich potenziell Zugang zu einem Rechner verschaffen könnten. In Zukunft könnten sogar noch mehr Lücken gefunden werden. Das Problem dabei ist, dass Apple selbst jegliche Unterstützung für den Player auf Windows-Systemen beendet hat. Das bedeutet, dass es auch in Zukunft keinerlei Patches geben wird, weder für mehr Sicherheit noch für neue Features und Funktionen.
 

Quicktime deinstallieren

Der Vorschlag zur Wiederherstellung der Systemsicherheit ist simpel und kommt sogar von Apple selbst. Das Programm sollte auf Windows-Rechnern einfach deinstalliert werden. Dies ist auch mit wenigen Mausklicks möglich. Du wechselst dazu einfach in die Systemsteuerung und suchst nach dem Eintrag „Programme“. Hier kannst du die Option „Programme deinstallieren“ auswählen und aus der erscheinenden Liste das Quicktime-Programm markieren. Nach einem weiteren Klick auf „Deinstallieren“ übernimmt Windows alle weiteren Schritte automatisch.

Wer kein iTunes verwendet kann übrigens auch bedenkenlos die Programme „Apple Software Update“, „Apple Application Support“ und „Bonjour“ entfernen. Diese sind lediglich für Quicktime und iTunes von Nutzen und belegen ansonsten nur Speicher auf der Festplatte.

Nach der Deinstallation verbleiben noch einige Dateien im System, vor allem Registrierungseinträge werden nicht immer automatisch entfernt. Diese stellen zwar kein Sicherheitsrisiko dar, wer jedoch eine besonders gründliche Deinstallation wünscht, kann hierzu Programme wie den Geek Uninstaller verwenden. Diese suchen automatisch nach allen verbleibenden Dateien einer Software und entfernen sie schnell und sicher.
 

Hoppla, ich habe Quicktime!

Manch einer wird sich sicherlich fragen, warum heutzutage überhaupt noch jemand Quicktime auf einem Windows-System installiert haben sollte. Eigentlich war von Beginn an der einzige Zweck der Software das Apple-eigene Format mov abzuspielen. Dieser Codec ist in aktuellen Windows-Versionen aber schon vorinstalliert, sodass Quicktime ganz und gar unnötig geworden ist.

Dennoch lohnt sich ein Blick in die eigene Software-Liste. Oft ist Quicktime auf einem Rechner installiert, ohne dass der Benutzer etwas davon weiß. Auf fertig gekauften PCs ist das Programm manchmal von Anfang an vorinstalliert. Darüber hinaus wird die Software zum Teil auch als Teil von anderen Programmen installiert. Dazu zählten in der Vergangenheit etwa iTunes und einige Computerspiele. Wer bei solchen Installationen nicht alle Schritte selbst vornimmt, sondern gerne mal auf „Empfohlen“ klickt, sollte genau nachsehen, ob Quicktime nicht vielleicht doch noch vorhanden ist.

Ebenfalls recht weit verbreitet ist Quicktime als Plug-in für den Firefox-Browser von Mozilla. In diesem Fall müssen sich Nutzer aber keine Gedanken machen. Das Plug-in wurde nach Bekanntwerden der Sicherheitslücken automatisch deaktiviert und lässt sich nicht weiter verwenden.
 

Alternativen zum Quicktime Player

Wie bereits erwähnt gibt es heute ohnehin keinen Grund mehr Quicktime auf einem Windows-System zu installieren. Das Programm bietet keinerlei Funktion, die nicht auch auf andere Weise erreicht werden kann. Wer den Player dennoch gut leiden kann findet aber auch adäquate Alternativen mit dem gleichen, wenn nicht sogar einem höheren Funktionsumfang.

Besonders empfehlenswert ist dabei der VLC Player. Dieser besticht vor allem durch sein integriertes Codec-Paket. Es gibt fast nichts, was die Software nicht verarbeiten würde. Von weit verbreiteten MPEG-Dateien über hochwertige mkv-Container bis hin zu alten und exotischen 3GP-Videos kommt VLC mit allem zurecht. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Features wie Playlisten, Untertitel oder Farbkorrekturen zu entdecken. Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei.
 

Alle Windows-Nutzer sind betroffen

Die Sicherheitslücken des Quicktime Players beschränken sich nicht auf eine bestimmte Version von Windows, sondern sind auf allen Plattformen vorhanden. Es ist also egal, ob Windows XP, Windows 7, Windows 8, oder Windows 10 installiert ist. In jedem Fall gibt es ein großes Sicherheitsrisiko, das durch Deinstallation des Players unterbunden werden sollte.

Nicht betroffen sind hingegen alle Nutzer eines Macs. Für OS X geht die Entwicklung des Quicktime Players unverändert weiter und auch Sicherheitslücken werden regelmäßig per Update gestopft. Alles andere wäre aber auch verwunderlich, da es sich immerhin um Apples eigenes Betriebssystem handelt.

 

Foto: Michal Krakowiak/iStock; Apple PR

„Ich bin auf eine gesunde Art und Weise aufgeregt“ – Sänger Fetsum über sein Festival Peace x Peace

Musik ist wohl eines der einflussreichsten Dinge unseres Lebens. Insbesondere wenn es Songs sind, die uns emotional berühren. Doch umso faszinierender ist es, wenn man dazu noch einen Künstler findet, der mit Leib und Seele hinter seinen Werken steht. Die Rede ist vom Berliner Sänger Fetsum!

Das Treffen mit Fetsum war durchaus mehr als ein normales Interview. Der Berliner Sänger schaffte es, uns mit seiner Einstellung zu seinem Leben in der Musikwelt zu begeistern und zeigte uns wie viel positive Energie hinter einem Musiker stecken kann. Deshalb freuen wir uns umso mehr auf ein bestimmtes Herzensprojekt von Fetsum! Die Rede ist vom „Peace X Peace“ Festival, dessen komplette Einnahmen zu Gunsten von Kindern in Kriegsgebieten kommen soll.
 

Wir wissen von dir, dass du erst mit 20 Jahren angefangen hast zu singen und mit 34 Jahren kam dein erstes Album. Ein Spätstarter sozusagen. Wie kam es dazu, dass du dich fürs Singen entschieden hast?

Ich glaube, das Bedürfnis zu singen hat schon immer in mir geschlummert. Tatsächlich habe ich mich mit 20, 21 Jahren dann erst getraut zu rappen. Zu der Zeit war deutscher Hip-Hop in Stuttgart ziemlich angesagt und dementsprechend groß war auch die Community – daher war es auch relativ leicht da einzusteigen. Nach drei, vier Jahren, in denen mich Freunde auch immer ermutigt haben zu singen, dachte ich, ich werde es jetzt einfach mal versuchen. Damals war es aber noch eine Band aus Stuttgart namens Manumatei, bestehend aus zwei Brüdern, mit denen ich zusammen gearbeitet habe und wir dann auch relativ schnell auf Tour gegangen sind. Ich habe gemerkt, dass es genau mein Ding ist, aber man viel Arbeit reinstecken muss und es nichts ist, was man mal eben so nebenbei macht.

Du stehst kurz davor, dass deine Vision wahr wird und dass das von dir ins Leben gerufene Festival Peace X Peace am 5. Juni in Berlin auf der Waldbühne stattfindet. Wie groß ist deine Aufregung und wie viel Stress hast du im Moment?

Es ist positiver Stress. Ich bin auf eine gesunde Art und Weise auch aufgeregt, aber nicht, weil ich denke, da könnte noch etwas schiefgehen, sondern eher vor Freude. Vor 15 Monaten haben wir den Entschluss gefasst, dieses Konzert mit genau dieser Idee so zu veranstalten. Jeder, der schon einmal ein Konzert besucht hat, kann sich vorstellen, wie groß der Aufwand ist. Es ist eine Benefiz-Geschichte und Benefiz hat eh immer schon so einen komischen Anklang. Aber jetzt geht es endlich los. Der Vorverkauf läuft unglaublich gut, nach drei Wochen sind wir jetzt schon bei 75 Prozent verkaufter Tickets, dabei hat die eigentliche Werbung noch gar nicht begonnen. Von daher können wir relativ beruhigt auf den 5. Juni schauen. Jetzt wünsche ich mir einfach nur noch, dass es ein tolles Event wird und sich alle freuen – sowohl die Besucher, als auch die Bands – und wir ein hohes Spendenziel erreichen, womit wir die Projekte unterstützen können, die wir zusammen mit UNICEF ausgesucht haben.
 

Peace x Peace Festival

 

Was hat dich dazu bewegt, so eine Veranstaltung ins Leben zu rufen?

Dass ich dafür besondere Antenne habe, ist bei mir auch etwas biografisch bedingt. Im Oktober 2013 waren die „Left to Die“-Ereignisse vor Lampedusa, wo innerhalb von einer Woche 800 Menschen im Mittelmeer ertrunken sind – davon waren 147 Kinder. Das war eine sehr präsente Geschichte und es hat mir das Herz zerrissen – nicht, weil es nicht schon vorher oder danach die ganze Zeit weiter passiert ist, sondern es war einfach ein Moment, in dem ich gesagt habe: „Hey, das waren wir. Das war meine Familie vor 30 Jahren.“ Mir ist dabei klargeworden, wie viel Glück wir dabei hatten. Ich weiß wie wichtig es ist, wie man behandelt wird, wenn man als Mensch irgendwo ankommt. Die, denen geholfen wurde, werden ewig dankbar sein und es 200 Prozent zurückgeben. Wenn man dieses Glück nicht hat, wächst man vielleicht in dem Glauben auf, dass man der Welt egal ist. Und ich glaube, es ist das Schlimmste, weitere Generationen aufwachsen zu sehen, die denken, sie seien der Welt egal. Das ist immer gefundenes Fressen für Demagogen und andere Scharlatane. Ich dachte deshalb, wer wenn nicht ich muss sich dazu äußern und versuchen andere dazu bewegen – und nicht darauf warten, dass sich jemand darum kümmert, denn am Ende des Tages geht es uns allen immer so: Wir sehen irgendetwas im Fernsehen und es bewegt uns, aber am nächsten Tag klingelt der Wecker und der Alltag beginnt wieder. Mir war klar, dass es ein Wahnsinn wird, aber so bin ich auch an die Sache herangegangen – ich habe alle wahnsinnig gemacht, die ich für das Projekt angesprochen habe und ich habe ihnen klargemacht, dass das Event stattfinden muss. So gesehen ist meine eigene Biografie, da ich selber ein Flüchtlingskind war, Grundlage für das Benefiz-Konzert.

Was erwartet uns auf diesem Festival?

Es erwartet uns großartige Musik, tolle Beiträge von Künstlern, selbst der regierende Bürgermeister hat sich jetzt angemeldet und will ein Grußwort sprechen, aber auch zur Mitmenschlichkeit – worüber wir uns sehr freuen. Mal schauen, mit welchen Talk-Gästen wir sonst noch aufwarten können. Ich würde mich natürlich freuen, wenn Christian Schneider, der Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, da sein wird. Ansonsten kann man sich auf Bands und Künstler wie Seeed, Beatsteaks, Cro, Max Herre, Aloe Blacc, Namika, Afrob, Megaloh, MoTrip und meine Wenigkeit freuen. Wir werden einfach gemeinsam einen schönen Tag verbringen und Features untereinander machen – also Dinge, die man so vielleicht nicht auf einem normalen Festival sieht. Wir werden zum Beispiel einen Song zusammen mit den Beatsteaks und Seeed machen – als Hommage an Prince. Eben lauter Sachen, bei denen die Zuschauer sagen können: „Das ist etwas sehr Besonderes!“

Für alle, die nicht auf diesem großartigen Festival mit dabei sein können, wird es danach was davon auf die Ohren geben?

Das Konzert wird erst einmal online im Stream auf ARTE übertragen und zwei bis drei Wochen später gibt es dann auch im TV auf ARTE einen Zusammenschnitt. Eine Zusammenfassung in Form von einer CD oder Sonstigem wird es erst einmal nicht geben.
 

Fetsum im Studio
Foto: Laura Seiler

 


Deine Songs haben alle einen tiefen Hintergrund und es steckt immer eine unglaubliche Message dahinter. Woher kommen deine Inspirationen dafür?

Wie du vorhin schon angesprochen hast, habe ich erst spät mit dem Musizieren angefangen. Eigentlich wollte ich immer Arzt werden oder etwas machen, was letztendlich gesellschaftlich zu einer größeren Sache beiträgt. Als ich mich dann für die Musik entschieden habe und auch meinen Werdegang gefunden habe, war für mich klar, dass ich nicht nur einfach so Musik machen kann. Das hat einen tieferen Beweggrund und ich muss dem auch Raum geben. Auf Grund meiner Biografie und der Tatsache, dass ich eigentlich aus Eritrea komme, aber in Kairo geboren wurde und erst in Rom aufgewachsen bin, ehe ich nach Deutschland kam, war klar, dass das keine Standard-Biografie ist – sie macht mich aber auch nicht zu jemand Besonderem. Aber ich dachte mir, ich möchte wenigstens die Geschichten und Emotionen, die mich einfach seit Jahren begleiten, teilen – auch in einer Message, die weit über mich hinausgeht. Das ist eigentlich die komplette Basis für meine Musik.

Bist du glücklich?

Ich bin sehr glücklich, weil ich meinen Bedürfnissen nachgehen darf – versteh mich hier nicht falsch, denn das zu begreifen hat lange gedauert. Ich bin froh, dass ich am Ende des Tages immer auf mein Bauchgefühl gehört habe und auch den untypischen Weg gegangen bin. Ich habe mich für die Kunst, mit all ihren Schwierigkeiten, die sie so mit sich bringt, als Ausdrucksform entschieden – aber der Reward ist auch einfach so groß und ich fühle mich heute privilegiert. Wenn ich darüber nachdenke, wo mein Leben begonnen hat und was ich heute tun darf – und in Folge dessen international reisen und die unterschiedlichsten Menschen treffen darf – dann ist das einfach das pure Glück. Außerdem bin ich auch noch Vater eines wundervollen, fünfjährigen Jungen. Eigentlich gibt es nichts, was ich nicht habe.

Du bist ja Papa – Was ist das Wichtigste, was du deinem Sohn mit auf dem Weg geben möchtest?

Dass er sich selbst und seinem Gefühl vertraut. Dass er weiß, dass er immer zu 1000 Prozent auf seine Mutter und seinen Vater zählen kann. Dass er mutig ist und, ganz wichtig, einfach seiner Intuition folgt.

Was sind deine Wünsche und Träume? Welchen Wunsch möchtest du dir privat unbedingt erfüllen?

Wie gesagt, im Moment bin ich eigentlich wunschlos glücklich. Das merke ich auch Tag für Tag – es zählt das Jetzt. Natürlich haben wir Träume und so naiv es auch klingen mag: Ich wünsche mir wirklich Frieden auf der Welt. Und ich würde mir wünschen, dass die Menschen auf ein nächstes Awareness-Level kommen und man sich nicht mehr nach der Oberfläche beurteilt. Außerdem wünsche ich mir, dass eine gewisse Freiheit nicht nur in 10 Prozent der Welt gelebt werden kann, sondern sich weiter ausbreitet.

Abschließend natürlich eine Frage für deine Fans und die Zukunft – Dein Album „Colour of Hope“ erschien 2012, also vor 4 Jahren und ist eine unglaublich tolle Platte. Dürfen wir in naher Zukunft auf weitere Alben von dir hoffen?

Absolut! Eigentlich hätte es auch schon 2015 erscheinen sollen. Jetzt wird es aber wahrscheinlich Ende 2016/Anfang 2017 erscheinen. Seit zwei Jahren arbeite ich bereits an dem Album und durfte dafür mit großen Künstlern in Deutschland, England und Amerika zusammenarbeiten. Wir haben schon ganz viele Lieder geschrieben und sind gerade im Aufnahme- und Auswahlprozess. Dazu muss ich aber sagen, dass ich durch die Organisation des Festivals, das wahnsinnig viel Zeit in Anspruch nimmt, zeitlich jetzt etwas zurückliege. Aber so viel kann ich schon verraten: In naher Zukunft kommt mein zweites Album raus und ich freue mich jetzt schon, die Musik mit allen teilen zu dürfen.

Vielen Dank für deine Zeit und alles Gute auf eurem/deinem bevorstehenden Festival!
 

Fetsum
Foto: Soul im Hafen

 

Titelfoto: AJOURE´ Redaktion

X-Men: Apocalypse – Filmkritik & Trailer

X-Men: Apocalypse – Die Story

Nachdem vor nicht allzu langer Zeit die Reise von Wolverine (Hugh Jackman) zurück in die 80er Jahre, die Welt gehörig verändert hat, beginnen sich die Dinge nun langsam wieder zu normalisieren. Die Menschen freunden sich nach und nach mit der Koexistenz von Mutanten an und Professor X (James McAvoy) verwirklicht weiter seine Idee, eine Schule für Menschen mit besonderen Gaben, wie es (eben auch) Mutanten in seinen Augen sind, auszubauen.

Magneto (Michael Fassbender) ist derweilen in Polen untergetaucht und erhofft sich endlich ein normales ungestörtes Leben führen zu können. Doch einmal mehr wird sein Hass auf die Welt bis ins Unermessliche geschürt.

Zur selben Zeit erwacht in Ägypten der erste Mutant, ein mächtiger und grausamer Herrscher der schon vor vielen tausenden Jahren lebte und über beeindruckende Kräfte verfügt. Wie schon zu seinen Anfangszeiten beginnt er auch dieses Mal starke Mutanten um sich zu sammeln, um die Welt mit brutaler Gewalt zu beherrschen. Seine Wahl fällt unter anderem auf Magneto.

Und so stehen sich Professor X und Magneto einmal mehr auf entgegengesetzten Seiten kämpfend gegenüber. Doch beide Seiten verfügen über weitere Mutanten mit mächtigen Fähigkeiten und so entbrennt ein Kampf, von dessen Ausgang nicht weniger als das Überleben der gesamten Menschheit abhängt.

 

 

Eine Mischung aus zu viel und zu wenig

Mit X-Men: Apocalypse erwartet den Kinobesucher ein Effektspektakel der ganz besonderen Art, das sich vor allem auf der großen Leinwand gut macht. Dennoch ist der Film bei weitem nicht der beste Teil der Reihe.

Die großen Stärken des jüngsten X-Men Ablegers sind ganz klar die vielen guten Schauspieler und viele tolle Effekte. Die Schwächen des Films, ganz klar, die vielen Schauspieler, die Effekte. Dazu kommt noch die wenig überraschende Handlung.

Die Vielzahl an Darstellern ist Fluch und Segen zugleich. Denn während ein Michael Fassbender als Magneto unglaublich stark aufspielt und auch Antagonist Oscar Isaac (ein viele Jahre stark unterschätzter Schauspieler) als Apocalypse sehr überzeugen kann, verkommen einige der anderen Figuren doch etwas zu Beiwerk und erhalten nicht (mehr) die nötige Tiefe, die für mehr Inhalt und Abwechslung gesorgt hätte. So blitzen die schauspielerischen Stärken der erklassigen Mitdarsteller nur in gelegentlichen Momenten auf. Dennoch sind es auch diese kurzen Momente, die den Film immer wieder besonders machen.

Ein Auf und Ab ist es ebenso bei den Effekten. Der Film kommt, mit unglaublich viel Screentime für Actioneinstellungen und Effekte, extrem wuchtig daher. Einige Momente sind atemberaubend gestaltet und unglaublich stark inszeniert. Dagegen wirken wiederum andere Effekteinstellungen so gar nicht rund. Und insgesamt kommt der Film dann doch oft an die Grenze zur überbordenden Animationsschlacht.

Die wenig überraschende Wendungen bietende Handlung trägt dann das Ihre dazu bei, dass X-Men: Apocalypse nicht der nächste große Meilenstein in der Erzählung um die X-Men wurde. Zu wenig Entwicklung bei einigen Charakteren, eine von Anfang an einfache und abgeklärte Handlung und altbekannte Konflikte, die über die lange Dauer von zwei Stunden und 24 Minuten behandelt werden.

Dennoch, wer sich auf den Film einlassen kann (und das am besten in IMAX und/oder 3D) bekommt einen Streifen, der in seiner Wucht in erster Linie im Rahmen einer richtig großen Kinoleinwand funktioniert und gesehen werden sollte. Denn optisch und klanglich hat der Film so einiges zu bieten (inklusive Kurzauftritt der einen X-Men Kultfigur schlechthin, erneut toll in Szene gesetztem Auftritt von Quicksilver und vielen anderen interessanten Spielereien).

 

Für Fans ein Muss

X-Men: Apocalypse ist ein Film, den man sich als X-Men Fangirl oder Fanboy auf jeden Fall ansehen sollte und das am besten im Kino. Dabei sollte man die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, gerade wenn es um die Handlung geht. Wer einfach nur so nach guter und anspruchsvollerer Unterhaltung im Superheldenuniversum von Marvel sucht, ist mit dem aktuellen Captain America Film The First Avenger: Civil War vermutlich besser bedient.

 

X-Men Apocalypse
Kinostart: 19. Mai 2016

 

Fotos: 20th Century Fox

Jeans-Style: Zerreiss mich nicht!

Oder doch?!

Jeans sind absolut vielseitig und zeitlos. Mit Cuttings, Whiskers, Lederoptik oder einem Destroyed Look hast du unzählige Kombinationsmöglichkeiten für einen individuellen Look. Das ist auch Justin Bieber, David Garett, Mic Donet und Pharell Williams nicht entgangen. Und was ist mit dir?
 

Männer Jeans Trends

Diesel BUSTER – Jeans Relaxed Fit – 0848i 179,95 € /// G-Star 3301 LOW TAPERED – Jeans Relaxed Fit – accel grey stretch denim 99,95 € /// G-Star 5620 3D SUPER SLIM – Jeans Slim Fit – visor stretch denim 99,95 €
 

 

Männer Jeans Trends

Jack & Jones JJIERIK – Jeans Slim Fit – blue denim 69,95 € /// Levi’s® 511 SLIM FIT – Jeans Slim Fit – joplin 99,95 € /// Lee DAREN – Jeans Slim Fit – dark used 89,95 €

Tipps gefällig?

„Stop washing your jeans!“ – Levi’s-CEO gibt Pflegetipps für Denim-Fans

 
Fotos: Neil Mockford/Alex Huckle ; Melodie Jeng; Tristar Media / Getty Images; Bernd Jaworek; Zalando

Qixxit: Wenn es mal wieder schnell gehen muss

Kennst du das auch, wenn auf einmal ein Anruf kommt und du sollst schnell 500 km quer durchs Land fahren, weil es mal wieder irgendwo brennt. Der beste Kumpel wurde von seiner Freundin verlassen, zuhause ist etwas Schlimmes passiert, oder dir geht einfach alles auf den Keks und du musst raus aus deiner Stadt?

So etwas kann passieren und zwar jedem von uns. Anstrengend wird es, weil zu diesem Geschehnis zusätzlich neuer Stress entsteht. Wie komme ich jetzt schnell von A nach B, ohne ein Vermögen ausgeben zu müssen. Last Minute einen Flug zu buchen kommt meistens extrem teuer und den Nachbarn kann man auch nicht ansprechen, um ihn zu bitten, dass er dich einfach mal 500 km durchs Land fahren soll. Alternativ musst du dich durch zig Webseiten von Fluganbietern, Mietautos oder Busunternehmen durchkämpfen, um zu checken, wo denn gerade jetzt ein gutes Angebot ist. Also, Stress pur!

Wir haben uns diese Woche für euch auf die Suche gemacht und eine Webseite gefunden, die einem genau diesen Stress abnimmt. Mit insgesamt 15 Verkehrsmitteln als Schnittstelle und unzähligen Partnerunternehmen hat die Firma Qixxit eine Webseite und eine passende App kreiert, die dir mit Start- und-Ziel Eingabe den perfekten Fahrweg ermittelt. Was die Webseite aber ausmacht, ist, dass du selbst entscheiden kannst, ob es schnell oder günstig sein soll. Innerhalb von wenigen Sekunden sucht dir Qixxit diverse Strecken für deine Route, die vor dir liegt, heraus – mit genauer Zeit, Kosten und Wegangaben. Zwei Mausklicks weiter kannst du die für dich am besten passende Route direkt buchen und schon bist du auf der Reise. Aber nicht nur, wenn es schnell gehen muss, kannst du dir deine Route suchen lassen. Nein, auch wenn du einfach mal spontan ins Ausland Richtung Sonne fahren willst! Denn Qixxit funktioniert auch für Routen ins Ausland und sucht dir die geeigneten Strecken heraus. Wir haben für dich den Test gemacht und wollten extrem günstig nach Amsterdam. Wie wir das mit 25 Euro geschafft haben, zeigen wir dir im kommenden Test:
 

Qixxit Reiseplanung

 

Fotos: querbeet/iStock.com; Qixxit

Die neuesten Tattoo Trends 2016

Tribals sind längst out, neue Tattoo-Varianten sind in. Welche das sind und ob sie zu dir passen, zeigen wir dir hier.
 

Mit Ecken und Kanten: Geometric Tattoo

Tattoo Trends
Geometrische Tattoos sind das, was der Name verspricht: Tätowierungen, die aus Dreiecken, Linien und anderen Formen bestehen und so ein kreatives Gesamtbild ergeben. Vor allem auf großen Flächen wie Rücken oder Brust machen sich Motive wie abstrahierte Tierköpfe, farbige Flächen oder komplexe Formen im Stile moderner Kunst gut. Auch das kleine Knöchel-Tattoo setzt dank seiner einzigartigen Gestaltung ein Statement. Vorausgesetzt, du wählst den passenden Tätowierer, denn der Geometric Style ist durch seine Linien und Formen schwieriger umzusetzen als es zunächst wirkt.
 

Astrologische Tattoos

Tattoo Trends
Sei es das eigene Sternzeichen oder der Planet Neptun: Tattoos mit astrologischem Hintergrund kommen immer gut an. 2016 entwickeln sich vor allem bekannte Symbole wie Jupiters Blitz oder Atlas, der die Erde auf seinen Schultern trägt, zu einem echten Trend, den du nicht verpassen solltest. Auch vergleichsweise einfache Zeichen wie der Mond in seinen verschiedenen Ausführungen oder die Himmelskörper sind beliebt. Das Tolle an den astrologischen Tattoos: Sie sehen in allen Stilen von Dotwork über Old School bis hin zu Aquarell-Optik gut aus. Vor allem die Gestirne kannst du auf vielfältige Art und Weise auf deinem Körper verwirklichen.
 

Motten und Co: Insekten-Tattoos

Tattoo Trends
Der Falter auf dem Schulterblatt ist ein echter Klassiker, doch auch andere Insekten-Tattoos erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. So etwa der Totenkopfschwärmer, ein Nachtfalter, der für sein einzigartiges Aussehen bekannt ist oder das wohl bekannteste Insekt: Die Spinne. Speziell als 3D-Tattoos sind diese Motive im Jahr 2016 angesagt, denn was ist beeindruckender, als ein „echter“ Schmetterling auf der Schulter oder ein paar realistische Ameisen auf den Beinen? Auch Marienkäfer, Borkenkäfer und andere Arten von Insekten sind einen Blick wert und gehen durch ihre eindringliche Optik wortwörtlich unter die Haut.

 

Fotos: franckreporter; sunxsand; itskatjas; Olga_Rom/iStock.com

6 Tipps gegen Antriebslosigkeit

Du hast einen Körper schwer wie Blei, alles um dich herum wirkt wie sieben Tage Regenwetter und es gibt keinen einzigen Gedanken, mit dem du dich anfreunden kannst? Klingt stark nach einem Motivationsloch oder nach totaler Erschöpfung. Jeder kennt es, jeder hat es von Zeit zu Zeit und leider nur allzu oft will der herbeigesehnte Befreiungsschlag aus der Lethargie nicht so recht gelingen. Ein scheinbar unsichtbares Gewicht lastet auf deinen Schultern, zwingt dich regelrecht zu einem schleppenden Gang und immer begleitet dich ein unangenehmes Gefühl, das deine Konzentration wie ein dichtes Wolkengeflecht vernebelt.

Ist die Phase erst vorbei, rückt die Ratlosigkeit in den Vordergrund: Was war mit dir nur los? Einfach unerklärlich, hoffnungslos sogar? Keineswegs, denn dieser schwere Ballast lässt sich spürbar reduzieren. Besonders in chronischen Fällen von dauerhafter Antriebslosigkeit ist Gegensteuern angesagt. Schließlich fällt der Zustand der permanenten Übermüdung nicht vom Himmel, sondern folgt eigenen Gesetzen. Mit einem Schuss Ehrlichkeit, Aufmerksamkeit und den folgenden Tipps verschaffst du Körper und Geist im Alltag die notwendige Erleichterung – für mehr Fokus am Arbeitsplatz, wenn es erforderlich ist, und für mehr Freude und Gelassenheit in deinem Privatleben.
 

Das notwendige Übel: der Arztbesuch

Kaum jemand geht freiwillig in eine Praxis. Es herrschen lange Wartezeiten, eine gute Chance auf Bekanntschaft mit den Erregern anderer Patienten gibt es gratis mit dazu und am Ende kommt nichts Relevantes heraus. Doch vor diversen Selbstversuchen, um dem gesteigerten Schlafverlangen auf die Spur zu kommen, steht ein Arztgespräch verpflichtend an. Andauernde Müdigkeit kann nämlich ein simples, körperliches Signal dafür sein, dass etwas mit deinem Organismus nicht in Ordnung ist. Angst vor einer potentiellen Schockdiagnose wie Krebs, ist unbegründet, auch wenn Tumore eine zutreffende Symptomatik produzieren können. Oft stehen ganz banale und exzellent therapierbare Ursachen dahinter. Bist du ein Schnarcher? Sauerstoffmangel durch unregelmäßige Atmung – auch Schlafapnoe genannt – in der Schlafenszeit, lässt dich morgens schlecht aus dem Bett kommen. Vitamin- und Mineralstoffmangel aufgrund ungesunder Ernährung oder durch Infektionskrankheiten setzen dem Körper auf Dauer sichtlich zu. Ein Blutcheck gibt dir Hinweise über deinen innerlichen Status Quo und deckt eventuelle Stoffwechsel- und Hormonprobleme zuverlässig auf. Schon vor der Untersuchung kannst du durch Beobachtung potentielle Auslöser notieren und so den Kreis der Verdächtigen gezielt einengen.

Tipp 1: Eine körperliche Untersuchung beim Hausarzt gibt Gewissheit über deinen Gesundheitszustand.

Tipp 2: Versuche mögliche Ursachen durch Beobachtung genauer einzugrenzen.
 

Dein Körper gibt den Takt vor

Wenn das innere Uhrwerk keine verwertbaren Ergebnisse zutage fördert, lohnt es sich vielleicht, den Blick in Richtung Lebensstil und Gemütszustand zu lenken. Körper und Geist stehen unter gegenseitigem Einfluss. Falls dich ein Übermaß an Arbeit und Verantwortlichkeiten ruhelos macht, solltest du den Versuch wagen, die Zügel etwas lockerer zu halten. Schlechte Angewohnheiten bei der Ernährung oder zu späte Bettruhezeiten nagen an deiner Substanz. Versuche vor dem Schlafengehen keine schweren Mahlzeiten oder koffeinhaltige Getränke zu dir zu nehmen. Ein zu hoher Blaulichtanteil von LED-Fernsehern trickst deinen Organismus spät abends aus und hält ihn unnötig lange wach. Nimm die Gelegenheit wahr und wechsle zu einem guten Buch. Lesen ist ebenso unterhaltsam, beruhigt den Geist und lässt dich sanfter in die Traumwelt hinüber gleiten. Solche Rahmenbedingungen gilt es als Erstes zu korrigieren, denn sie bilden das Fundament auf dem ein ausgeglichener sowie ausge-schlafener Mensch steht. Auch wenn es zunächst Überwindung kostet: Regelmäßiger Sport wirkt oft Wunder, bringt den Kreislauf auf Vordermann und hebt die Laune. Marathonläufe sind dafür nicht erforderlich, sondern lediglich zwei Sporteinheiten die Woche mit einer Dauer von etwa 30 Minuten. Joggen oder das gemäßigte Walken fällt dir leichter in Begleitung eines Partners und spornt zusätzlich an. Zu diesem Anlass bietet sich gleich eine vitaminreichere Kost mit leckeren Früchten und Gemüse an, um deinen Zellen eine Frischekur auf Nährstoffebene zu verabreichen.

Tipp 3: Schlafmangel oder falsche Ernährung sind eine Kriegserklärung an deinen Körper. Es ist an der Zeit, diplomatische Beziehungen aufzunehmen und mehr Rücksicht walten zu lassen.

Tipp 4: Sportliche Betätigung ist wie ein offenes Zimmerfenster im Morgengrauen. Beides bringt frische Luft und den Körper wieder in Fahrt.
 

Erforsche deine wahren Bedürfnisse

Es spielt keine Rolle ob Mann oder Frau: Unser Leben wird von unseren Erfahrungen und Beziehungen geprägt. Große Abgeschlagenheit kann auch durch ein fehlendes, inneres Gleichgewicht entstehen – wie der Geist, so der Körper. Ohne Verantwortung geht es nicht, aber ein Zuviel an Tätigkeiten ohne Auszeiten wirkt sich auf Dauer sehr belastend auf Psyche und folgerichtig ebenso auf den Körper aus. Fällt erst mal die Akzeptanz, Bereitschaft und Zufriedenheit, sträubt sich auch der Bewegungsapparat. Ohne Wille – so könnte ein Sprichwort lauten – auch kein Weg. Der Ausweg aus dem psychologischen Dilemma mündet in der Suche nach dem eigenen Willen. Die Frage, ob du dir für dein Gefühlsleben wirklich genügend Zeit nimmst, ist dabei essentiell. Stört dich möglicherweise etwas in deinem Privatleben, gibt es Streit in der Partnerschaft oder mit Freunden und Kollegen? Eventuell schottest du dich nur zu stark ab und vergräbst dich in Verpflichtungen. Was dir tatsächlich neue Kraft spendet, ist die gemeinsame Zeit mit Menschen, die dir etwas bedeuten. Steigere Sie und Körper und Konzentrationsfähigkeit werden wieder an Fahrt gewinnen. Gute Freunde dienen nicht einfach dem bloßen Zeitvertreib. Sie haben auch stets ein offenes Ohr für deine menschliche, emotionale Seite und helfen dir dabei, Probleme zu erkennen und zu überwinden. Vielleicht sorgt auch ein radikaler Wechsel, ein Sprung weg vom Alltag, für eine neue Perspektive. Immer hilfreich ist es, anderen Menschen bezüglich ihrer privaten Interessen ernstgemeinte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Postwendend öffnet sich für dich völlig überraschend ein neues Fenster, möglicherweise ein Hobby, dass du noch nie zuvor in Betracht gezogen hast. Außerdem: Schenkst du deinem Gegenüber durch persönliche Zuwendung neue Kraft, gibt dir dies obendrein selbst ein gutes Gefühl.

Tipp 5: Öffne dich deinen Mitmenschen und pflege deine Beziehungen. Gemeinsamkeiten verbinden und zeigen dir neue Wege.

Tipp 6: Gönne dir Auszeiten und schaffe dir Freiräume für deine eigenen Interessen.

 

Foto: Doppelganger4/iStock.com

Frisurentrends 2016: Der perfekt integrierte Bart

Der Bart ist noch lange nicht ab. Das selbst nachwachsende männliche Accessoire Nummer 1 der letzten Jahre bleibt dem Mann erhalten. Nur wichtige Akzente verschieben sich dabei im Zusammenspiel mit der Frisur im Jahr 2016 und wollen beachtet sein, wenn du als Trendsetter ganz vorn mit dabei sein möchtest. Der allgegenwärtige Hipsterlook, an dem wir uns alle etwas satt gesehen haben – wenn wir ehrlich sind – wird nachhaltig modifiziert, „gerockt“ und in einer deutlich maskulineren Form wieder auf die Köpfe gebracht. Das Haar wird dabei deutlich länger getragen und verliert seine strengen geometrischen Formen, zugunsten eines kalkuliert unregelmäßig geschnittenen Undone-Look.

Gewissermaßen als Ausgleich verliert der Bart jede an einen Waldschrat erinnernde Fransigkeit, wird kürzer und bekommt wieder klare Konturen. Mit Konturen meinen wir allerdings ausdrücklich keine Kevin-Kuranyi-Gedächtnis-Scherenschnitte in der unteren Gesichtshälfte! Länge und Konturen sollen lediglich zeigen, dass der Bart deine bewusste Willensentscheidung ist und nicht das Ergebnis einiger Wochen in Gesellschaft von Robinson Crusoe auf dessen Insel. Der kürzere und klar konturierte Bart sorgt damit auch für eine schlüssige Ergänzung zur längeren und rockigeren Frisur und perfektioniert das Gesamtkunstwerk. Generell gilt: Je gestylter der Bart, umso zufälliger sollte im Kontrast die Frisur wirken – und umgekehrt.
 

Und täglich grüßt der Undercut: 2016 aber deutlich akzentuierter

Der schon mehrfach totgesagte Undercut kann auch 2016 stolz erhobenen Kopfes getragen werden. Allerdings bitte nicht mehr in der Allerwelt Version, sondern im originell durchdachten Kontext, beispielsweise mit hochgestelltem Deckhaar und unterstützenden Strähnchen, die aber bitte nicht billig wirken sollten. Und wer eine ein wenig exzentrische und gleichzeitig stilsichere Aura vermitteln möchte, trägt zum Under- beziehungsweise Sidecut einen klar definierten und extra langen Schrägpony von grafisch anmutender Akkuratesse. Pflicht im Zusammenspiel mit deinem Bart ist der perfekte Übergang von Kopf- zu Barthaar mit gnadenlos gepflegten Konturen. Überhaupt sollte dieser Übergangszone 2016 die allermeiste Aufmerksamkeit gewidmet und nichts dem Zufall überlassen werden!
 

Männer Frisuren mit Bart

 

Das subtile Spiel mit der Farbe macht auch vor dem Bart nicht halt

2016 ist auf dem männlichen Kopf in gewisser Weise das Jahr des Gesamtkunstwerks. Wie bei einem Gemälde bleibt kein Detail dem Zufall überlassen, auch wenn das Ergebnis trotzdem nicht bemüht wirken, sondern eine entspannte Beiläufigkeit ausstrahlen soll. Dabei darf durchaus Farbe eingesetzt werden, auch beim Bart! Männer mit rotblondem Haar geben ihrem Typ mit dezenten blonden Strähnen im Bart eine positiv abenteuerlich-romantische Ausstrahlung mit spannenden und edlen Akzenten. Very British außerdem!

Kommen wir zum spannendsten Kapitel beim Thema Farbe. Noch vor ein paar Jahren undenkbar, ist graues Haar mittlerweile zum modischen Hingucker schlechthin mutiert. Selten allerdings ergraut Kopf- und Barthaar synchron. Das kann gezielt mit grauen Strähnen entweder im Bart oder in der Frisur angeglichen und so zum stimmigen Gesamtbild komponiert werden.
 

Und der Bart selbst?

Zwei Drittel aller deutschen Männer tragen Bart – oder das was sie dafür halten. Die Hälfte von diesen wiederum favorisiert den Dreitagebart. Wichtig beim Bart ist, dass er harmonisch zur Gesichtsform des Trägers passt. Denn nichts ist unpassender als ein am Typ des Mannes „vorbei geplanter“ Bart. Beispielsweise ist beim beliebten Vollbart zu beachten, dass er das Gesicht optisch verlängert, also bitte bei schmalem Gesicht nicht zu lang tragen! Ist Extralänge ein bewusstes Modestatement, dann solltest du dem Bart besonders viel Pflege zukommen lassen, damit der gigantische Wuchs nicht mit Nachlässigkeit verwechselt werden kann. Das kann dir wiederum niemals passieren, wenn du deinen Vollbart in ein durchgestyltes Gesamtkonzept einbindest, also beispielsweise deinen Oberlippenbart zum Retro-Moustache zwirbelst.

Die Gene von Opa, oder wem auch immer, haben dein Kopfhaar schon zeitig zur bedrohten Art werden lassen. Dann kombiniere einen kraftstrotzenden Vollbart mit bewusst klar definierter Glatze. Markant, selbstbewusst und immer unübersehbar!

Der sorgsam gehegte Dreitagebart lässt kantige oder hagere Männergesichter weicher erscheinen. Der ein ganzes Stück wilder wirkende Sechstagebart im Undone-Look wiederum sollte sehr exakt und regelmäßig getrimmt werden, um nicht ungepflegt zu erscheinen.

Der Schnauz- oder Schnurrbart in all seinen Varianten, die mehr oder weniger ironisch vergangene Epochen zitieren, passt zu dir, wenn du ihn stylish, selbstbewusst und mit angemessener Extrovertiertheit präsentieren kannst.

Alles in allem: Bart und Frisur sind 2016 die ultimative und äußerst anspruchsvolle Spielwiese für den modebewussten Mann. Und in Details kann gar nicht genug Zeit und Aufmerksamkeit investiert werden. Es geht um jedes Haar!

 

Fotos: Geber86; AnisimovFedor / iStock.com

Tyron Ricketts im Interview


Tyron Ricketts begegnet uns gut gelaunt und voller Elan und gibt uns einen tiefen Einblick in seine zukünftigen Projekte, sowie in vergangene Lebenserfahrungen, die ihm zu dem gemacht haben, was er heute ist.

 

Was waren deine Beweggründe nach so einer langen Zeit zurück nach Berlin zu kommen? Was hast du vermisst?

Ich habe Berlin vor etwa vier Jahren verlassen, weil ich neue Erfahrungen, Eindrücke und Perspektiven suchte. Ich denke, gerade in einem kreativen Beruf ist es sinnvoll, die unterschiedlichsten Blickwinkel auf das Leben einzunehmen. In der Zeit in der ich in Los Angeles und New York gelebt habe, durfte ich viele Erfahrungen sammeln und hatte die Möglichkeit, einige Seiten an Berlin wieder schätzen zu lernen, die mir erst durch die Distanz und den zeitlichen Abstand bewusst geworden sind. Konkret vermisse ich meine Freunde und den Fakt, dass es in Deutschland einfacher ist, tiefgründige und ehrliche Gespräche zu führen ohne, dass sich der andere auf den Schlips getreten fühlt. Ich bin einfach kein Freund von Oberflächlichkeit.

Was ist für dich typisch Berlin und was verbindest du damit?

Wenn ich an Berlin denke, sehe ich Menschen in der Sonne im Café sitzen und sich unterhalten. Deutschland ist ein funktionierender Sozialstaat in dem die Menschen neben ihrem Beruf tatsächlich noch Zeit für ein Privatleben finden, sofern sie das möchten. Da Berlin von den Lebenshaltungskosten momentan noch günstiger ist als viele andere Städte in Deutschland, besitzt man hier die Freiheit, sein Leben etwas losgelöster von monetären Zwängen leben zu können. Ich mag es, dass dadurch viele unterschiedliche Menschen angezogen werden denen das Zwischenmenschliche wichtiger ist als das bloße Streben nach Profit.

Du bist gerade mit der Umsetzung von “Rip Tide”, einem Kinofilm den du zusammen mit Christian Alvart drehst, beschäftigt. Wie bist du auf die Idee gekommen und warum ist es in der heutigen Zeit wichtig, solche Filme zu machen?

„Rip Tide“ ist eine Geschichte über einen deutschen Arzt der bei einem Surfunfall auf Lanzarote aufs offene Meer getrieben und dort von einem afrikanischen Flüchtlingsboot aufgegriffen wird. Als die spanische Küstenwache das Schiff findet, denkt er zunächst, dass er gerettet wurde. Doch weil er schwarz ist, wird er versehentlich für einen Flüchtling gehalten. Plötzlich, aller Privilegien beraubt die zuvor selbstverständlich waren, beginnt für ihn eine lebensbedrohliche Reise zurück zur Festung Europa die dem Zuschauer eine neue Perspektive auf die Globalisierung, die weltweite Güterverteilung und die Flüchtlingskrise eröffnet. Ich finde es wichtig, Filme zu machen, die innovative Betrachtungsweisen aufzeigen. Ich bin der Meinung, dass wir heutzutage zu viel Zeit damit verbringen über Symptome zu sprechen, aber uns nur selten trauen, über die Wurzeln des Übels zu diskutieren. Ich glaube fest daran, dass wir in der heutigen Zeit nur Lösungen finden wenn wir die Welt als gemeinsamen Nenner sehen und nicht mehr in Grenzen, Mauern oder Religionen denken.

 

Tyron Ricketts

 

Du hast mehrfach erwähnt, dass du genug davon hast in Rollen gesteckt zu werden, die Migranten- oder Farbigen-Klischees erfüllen. Wie bist du privat mit dieser Art des Erstellens von Stereotypen umgegangen?

Lustigerweise habe ich mit den gängigen Klischees privat kaum Berührungspunkte. Ich kann weder toll singen noch besonders gut tanzen oder Basketball spielen. Ich habe Abitur gemacht und studiert, spiele gerne Tischtennis und liebe Bücher von Hermann Hesse. Ein Stück weit ist es sicherlich normal, dass in Film und Fernsehen gängige Klischees durchdekliniert werden, allerdings sehe ich auch die Gefahr, dass bestehende Ängste in der Bevölkerung dadurch untermauert werden könnten. Wenn wir in einer friedlichen Welt leben wollen, müssen auch die Gemeinsamkeiten zwischen den Menschen unterschiedlicher Herkunft beleuchtet werden. Es ist wichtig Menschen mit Migrationshintergrund auch in normalen, von den Stereotypen losgelösten Rollen zu zeigen die, wie mein persönlicher Lebenswandel in Deutschland zeigt, durchaus vorhanden sind.

Was kannst du jungen Menschen empfehlen, wie sie mit solchen Klischees am besten umgehen sollen um in Deutschland in der Film- oder Musikbranche Fuß fassen zu können?

Ich glaube ein wichtiger Schritt ist es eigene Geschichten zu erzählen. Heutzutage kann man mit relativ einfachen Mitteln Musik machen und Filme drehen. Oft ist die Idee wichtiger als die bis ins letzte Detail ausgefeilte professionelle Umsetzung. In eigenen Geschichten kann man sich darstellen wie man sich selber sieht oder sehen möchte. Je mehr es von diesen eigenen Geschichten gibt desto besser. Sie dienen als Augenöffner für die Ewiggestrigen und sind der Wegbereiter für eine neue weltoffenere Sichtweise, auch in den deutschen Medien. Ich denke allerdings, dass durch den Vormarsch der Inhalte im Internet schon ganz von alleine ein frischer Wind reinkommt …
Was sind deiner Meinung nach die Vorteile davon anders zu sein?

Der Vorteil ist, dass es leichter ist aufzufallen. Ob man das jedoch immer möchte, ist eine andere Frage. Da das Gras auf der anderen Seite ja bekanntlich grüner ist, habe ich es sehr genossen in den vier Jahren, die ich in den USA gelebt habe, endlich einmal als Teil des Ganzen durchzugehen. Eigentlich traurig, wenn man bedenkt, dass ich 36 Jahre in Deutschland gewohnt habe und nur selten das Gefühl hatte, so richtig dazuzugehören.
 

Tyron Ricketts
 

Wer ist dein größtes Vorbild und warum?

Wenn ich nach meinem großen Vorbild gefragt wurde, hatte ich bis vor kurzem selten eine Antwort darauf. Das hat sich geändert seit ich die Gelegenheit bekommen habe Harry Belafonte kennenzulernen und sogar mit ihm zusammen arbeiten zu dürfen. Was mich an Harry besonders fasziniert ist, dass er seine Bekanntheit nie dafür genutzt hat um sich selbst zu beweihräuchern sondern sich stets in den Dienst sozialer Gerechtigkeit und damit in den Dienst von anderen gestellt hat. Ob es die Unterstützung von Martin Luther King im Civil Rights Movement oder die Organisation von “We are the world” gewesen ist, der Support den er John F. Kennedy gegeben hat oder die Kritik an Jay Z und Obama … Immer nutzte Harry, und er tut es auch heute noch, seine Position um etwas zum Besseren zu verändern. Wenn man den heute fast 90-Jährigen Belafonte immer noch voller Enthusiasmus sprühen sieht und wenn man beobachtet mit welchem Interesse er sich seinem Gegenüber und sei es im Gespräch mit dem Hausmeister zuwendet, kann man nicht anders als diesen Menschen als Vorbild zu sehen.

Was ist die größte Angst in deinem Leben?

Ich glaube es gibt nicht viel wovor ich Angst habe. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir viele Weichen in unserem Leben selber stellen können und das man selbst aus Abbiegungen, die man nicht vorhersehen kann, auch immer noch etwas Gutes herausziehen kann. In diesem Sinne blicke ich relativ gelassen in die Zukunft. Ich wünsche mir weiterhin Gesundheit und Liebe in meinem Leben. So lange das da ist, ist für mich alles im grünen Bereich.

Was war das witzigste Erlebnis, dass du auf deiner Weltreise hattest?

Wenn ich auf meine Weltreise zurück blicke, bei der ich ein halbes Jahr an den schönsten Surfspots der Welt war, ist „witzig“ einfach nicht das richtige Wort um meine Erlebnisse zu beschreiben. Was definitiv hängen geblieben ist, ist das Gefühl tatsächlich im Moment zu leben ohne mit seinen Gedanken in der Zukunft oder in der Vergangenheit zu schwelgen und dabei das Hier und Jetzt zu verpassen. Ich habe viel über mich und die Liebe zu mir selbst, mit allen Stärken und Schwächen, gelernt und bin auf jeden Fall reifer zurückgekommen.
 

Tyron Ricketts

 

Wenn du nochmal die Gelegenheit hättest die Zeit zurückzudrehen, gäbe es etwas was du in deinem Leben gerne anders gemacht hättest?

Wenn ich noch mal von vorne anfangen könnte, würde ich vielleicht früher damit beginnen mich selber besser kennenzulernen. Ich denke dadurch wäre ich einigen Menschen in meinem Leben freundlicher gegenüber getreten, bei denen ich mich in der Vergangenheit aufgrund meiner eigenen Unsicherheit eventuell von einer arroganten Seite gezeigt habe. Gerne hätte ich auch früher angefangen ein Instrument zu spielen, aber das macht jetzt auch noch Spaß. Ansonsten bin ich sehr zufrieden damit wie mein Leben bisher verlaufen ist.

Bist du mehr Berliner oder mehr New Yorker?

Ich sehe mich tatsächlich als Weltenbürger und fühle mich sowohl in Berlin als auch in New York, Los Angeles, Costa Rica, Panama, Grenada oder Neuseeland zu Hause. Wenn ich aber zwischen Berlin und New York wählen müsste, würde meine Wahl auf Berlin fallen.

Was für einen Gegenstand würdest du jedem empfehlen für eine Weltreise in den Koffer einzupacken?

Auf jeden Fall einen Rucksack anstatt eines Koffers. Die Hände frei zu haben, macht Sinn. Je weniger man in den Rucksack packt, desto leichter fallen einem die Schritte die man geht. Unbedingt dabei haben, sollte man eine Badehose und die Aufgeschlossenheit, all‘ das mit offenen Armen zu empfangen, was die Reise einem schenkt.

Vielen Dank, Tyron.
 

Fotos: Timur Emek

Triple 9 – Filmkritik & Trailer

Triple 9 – Die Story

Eigentlich sollte es ein letzter Job sein, den die korrupten Cops Michael (Chiwetel Ejiofor), Marcus (Anthony Mackie), Franco (Clifton Collins jr.), Russell (Norman Reedus) und sein Bruder Gabe (Aaron Paul) für die russische Mafia erledigen. Doch Russenmafia-Chefin Irina Vlaslov (Kate Winslet) zwingt die Polizisten zu einem weiteren letzten Job, der fast unmöglich erscheint und eine besondere Taktik erfordert, den Polizei-Einsatzcode „999“, den Funkspruch für einen im Dienst erschossenen Cop, um von ihrem Raumzug abzulenken.

Zur selben Zeit bringt der örtliche Polizeichef Sergeant Jeffrey Allen (Woody Harrelson) seinen Neffen, den jungen Polizisten Chris (Casey Affleck), als neues Teammitglied in seinen Bezirk und teilt ihn Marcus als Partner zu. Für Marcus ein klarer Fall, dass dieser für den Triple 9 Coup genau das richtige Opfer ist.

 

 

Gut besetzter Thriller

Triple 9 setzt als schonungsloser Cop-Thriller auf raue Typen und harte Auseinandersetzungen, gepaart mit einer klassischen Story.

Die Geschichte ist simpel, hart und schnörkellos erzählt. Dabei in schöne, aufgeräumte Bilder gepackt, besitzt eine passende Tonalität und bietet dazu einen interessanten Soundtrack, der den Film gut unterstützt.

Mit der Besetzung, bestehend aus lauter hochkarätigen Schauspielern, präsentiert sich Triple 9 bis in die Nebenrollen hinein vortrefflich gecastet. Die Chemie im Spiel miteinander passt, auch wenn man sich wünschen würde, dass die Figuren etwas mehr Tiefe besäßen. Denn obwohl man immer mal wieder etwas Hintergrund zu den einzelnen Personen erhält, bleibt man als Betrachter dennoch an der Oberfläche.

Das mag, unter anderem, auch der Menge an wichtigen Rollen geschuldet sein, dass sich die Erzählung etwas verzettelt und dadurch Potential verschenkt, aber auch die verschiedenen Handlungsstränge zerfasern das Ganze etwas und sorgen so für die ein oder andere Länge. Dafür legen die Darsteller aber so richtig los, wenn sie in einzelnen Szenen die Möglichkeit dazu geboten bekommen. So gerät der Film trotz gelegentlicher Längen und fehlender Tiefe unterhaltsam und packend.

 

Solide Arbeit

Triple 9 ist ein Film der alten Schule, mit klassischer Geschichte, bestens besetzten Rollen und schön anzusehen. Dennoch bleibt er etwas hinter seinen Möglichkeiten zurück. Für Kinogänger, die auf einen solide gemachten Cop-Thriller stehen, lohnt der Besuch aber auf jeden Fall.

 

Triple 9 Filmposter
Kinostart: 5. Mai 2016

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Vier gegen die Bank – Filmkritik & Trailer

 

Fotos: Wild Bunch Germany