Ajoure Blog Seite 183

Der Dunkle Turm – Kinokritik & Filmtrailer


Der junge Jake Chambers (Tom Tayler) wird seit langer Zeit von Albträumen geplagt, in denen er immer die selben unheimlichen Orte, einen Mann in Schwarz (Matthew McConaughey) und einen Revolvermann (Idris Elba) sieht, die sich bekämpfen.

Gleichzeitig nehmen in New York, und überall sonst auf der Welt, die Erdbeben und Wetterphänomene zu. Jake ist sich sicher, dass diese im direkten Zusammenhang mit den Träumen stehen.

Als er wegen seiner Träume in Behandlung in eine Privat-Klinik gehen soll, entdeckt er, dass die vermeintlichen Angestellten Personen aus seinen Träumen sind und nimmt Reißaus. Auf seiner Flucht entdeckt er schließlich ein Portal in eine andere Welt.

Nun ist Jake klar, dass seine Träume mehr sind, als nur einfache Träume und das Abenteuer, in das er hineingestolpert ist, gerade erst losgeht.

 

 

Frei nach Stephen King

Basierend auf den Büchern der Fantasy-Saga „Der dunkle Turm“ von Stephen King, entführt der gleichnamige Film den Betrachter in die Welt der Bücher. Dabei erzählt der Film jedoch nicht einfach deren Handlung, sondern inspiriert sich lediglich daran. So entsteht eine Geschichte, die nur lose mit den Vorlagen zu tun hat.

In erster Linie kommt dadurch ein kurzweiliger Film mit viel Action heraus. Dabei wird der Streifen der Fülle der Vorlagen jedoch bei weitem nicht gerecht – ebenso wenig der Handlungstiefe.

Dennoch, oder vielleicht gerade deshalb, ist ein unterhaltender, von den drei starken Hauptakteuren gut gespielter, und leicht anzusehender Film herausgekommen, der nicht nur für Fans der Original-Vorlage interessant ist, sondern auch jemanden, der noch nie etwas von der Buchreihe gehört hat, abholt.

Dabei setzt der Film eben nicht unbedingt neue Maßstäbe, liefert aber ein ordentliches Komplettpaket ab, das nur mit dem abrupten Ende etwas schwächelt, sonst aber weder mit größeren Schwächen noch mit allzu positiven Überraschungen aufwartet.

 
Der Dunkle Turm

 

Stabiler Turm

Mit der Filmumsetzung von „Der dunkle Turm“ ist ein solide umgesetzter Actionfilm in den Kinos. Fans der Vorlage sollten dabei jedoch nicht zu sehr den Film mit den Büchern vergleichen und stattdessen versuchen, unvoreingenommen in die Vorstellung zu gehen.

 

Fotos: Sony Pictures Germany

Der neue Samsung Bilderrahmen? – The Frame


Das neuste Produkt von Samsung wird als Bilderrahmen an einer Wand neben anderen eingerahmten Bildern präsentiert. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen elektronischen Bilderrahmen, zumindest nicht nur. Das Ziel von Samsung ist es, den herkömmlichen Fernseher neu zu definieren und ihm einen weiteren Nutzen als nur das stumpfe Fernsehen zu geben. Wie genau das Produkt aussieht und was es damit auf sich hat, erfährst du natürlich von uns.

 

Warum ein Bilderrahmen?

Bei dem Produkt mit dem Namen „The Frame“ handelt es sich eigentlich um einen Fernseher, was schon wesentlich mehr Sinn ergibt, wenn man an die Firma Samsung denkt. Allerdings wollte Samsung eine Möglichkeit für diejenigen bieten, die sich an dem großen schwarzen Block stören, wenn der Fernseher nicht eingeschaltet ist. Es ist eine Möglichkeit, das klassische Fernseher-Design zu einem echten Hingucker zu verwandeln. Den Fernseher kannst du wie einen Bilderrahmen an die Wand hängen, natürlich kannst du ihn aber auch normal aufstellen. Solltest du ihn benutzen, unterscheidet er sich nicht von einem normalen Fernseher. Die große Änderung sieht man erst, sobald der Fernseher nicht in Betrieb ist.

 
The Frame: View

 

Was macht „The Frame“ wenn er ausgeschaltet ist?

Hier kommt nun die Funktion des Bildes, beziehungsweise des Bilderrahmens ins Spiel. Sobald der Fernseher nicht in Benutzung ist, werden verschiedene Bilder gezeigt, die von einem leblosen Bild in einem Bilderrahmen nicht zu unterscheiden sind. „The Frame“ passt sich der Umgebung und der Raumsituation an und wird eins mit der Wand und anderen Bildern, die ihn umgeben können. Das Modell des Fernsehers ist nicht von dem eines Bilderrahmens zu unterscheiden. Es werden also einige Leuten Augen machen, wenn du plötzlich dein Bild anschaltest und das Fernsehprogramm genießt.

Samsung Bilderrahmen

 

Wie und wann ist er erhältlich?

Mittlerweile ist „The Frame“ auch in Deutschland angekommen und steht in 55 und in 65 Zoll zur Verfügung. Der eigentliche Rahmen, der den Fernseher so authentisch wirken lässt, kann individuell ausgewählt und auch verändert werden. Es gibt eine digitale Galerie namens „Art Store“, aus der verschiedene Motive gewählt werden können. Die 55 Zoll-Variante gibt es für 2.299 Euro zu kaufen, die 65 Zoll-Variante schlägt mit 3.199 Euro zu Buche.

Wenn du von deinem normalen Fernseher gelangweilt bist oder einfach mal etwas Besonderes haben möchtest, ist „The Frame“ von Samsung bestimmt etwas für dich, wer allerdings nur fernsehen möchte, kann sich das Geld sparen.

 

Fotos: PR/Amazon; Samsung Presse

Die 4 besten Animes für Erwachsene


Animes sind doch diese Tentakel-Pornos oder Kindergeschichten und stoßen mit der Darstellung von Gewalt, Sexualität, Übertreibung oder totaler Verblödung vor die Köpfe vieler Leute – so der Stereotyp.

Natürlich gibt es Animes, deren Zielgruppe ausschließlich aus zehnjährigen Kindern besteht und es gibt auch „anstößige“ Subgenres wie Hentai und Loli. Wir beschäftigen uns hier jedoch nur mit solchen Animes, die ausschließlich einer erwachsenen Zuschauerschaft gewidmet sind, wie beispielsweise auch die Cartoon-Serie „Die Simpsons“.

Der klassische Hardcore-Anime-Fan schaut natürlich ausschließlich mit den genialen japanischen Stimmen, da die deutsche Übersetzung in den meisten Fällen leider immer noch unzureichend ist. Dennoch können wir mit Stolz sagen, dass alle vier Titel in dieser Liste eine solide bis überragende deutsche Übersetzung spendiert bekommen haben.

 

1. Attack on Titan

Attack on Titan

 
Genre: Action, Horror, Fantasy – FSK 16

Keine Produkte gefunden. genießt einen sehr positiven Ruf mit seiner fesselnden Storyline und den grandiosen Animationen. Der Anime umfasst bislang zwei Staffeln mit insgesamt 37 Folgen und feierte am 28. Oktober 2016 seine deutschsprachige Erstveröffentlichung, in welcher der Zuschauer in die dystopische Welt von den Protagonisten Eren Jäger und seiner Adoptivschwester Miskasa Ackermann gezogen wird.

Zusammen mit dem verbleibenden Rest der Menschheit lebt Eren Jäger hinter einer riesigen Mauer, die vor den Angriffen der Titanen schützt. Diese humanoiden Geschöpfe erreichen eine Körpergröße von drei bis 15 Meter und erschienen vor 100 Jahren plötzlich auf der Bildfläche. Es scheint so, als existieren sie nur, um die Menschheit auszulöschen, da sie keine Nahrung zu sich nehmen müssen, aber ihr einziger Lebensinhalt das Fressen von Menschen zu sein scheint. Als die Titanen durch die älteste Mauer Marianbrechen und Erens Mutter brutal ums Leben kam, schwört Eren beim Tod seiner Mutter, die Titanen auszurotten.

 

2. Death Parade

Death Parade

 
Genre: Fantasy, Mystery, Psychothriller – FSK 12

Death Parade  überzeugte 2015 mit seinem atemberaubenden Stil und ist für jeden Liebhaber von Psychospielchen und der Auseinandersetzung mit dem finsteren Wesen eines Menschen ein Muss. Die Serie umfasst zwei Staffeln mit insgesamt 16 Folgen.
Decim ist Barmann und Schiedsrichter und betreibt die Bar Quindecim. Dieser Ort ist allgemeinhin als das Fegefeuer zu betrachten, zu dem kürzlich verstorbene Menschen kommen. Diese sind ihres Todes aber noch nicht bewusst und werden auf die Probe gestellt, ob sie wiedergeboren werden oder ihre Seele ins ewige Nichts fällt. Decims Aufgabe ist es, den Menschen unter enormem psychischen Duck und unter Einsatz ihres Lebens das hässliche Gesicht ihres Herzens zu entlocken. Doch ist die “falsche“ Lebensweise einiger Menschen nicht vielleicht gerechtfertigt und darf ein überirdisches Wesen überhaupt über Menschen und das Menschsein urteilen? Dies sind die Fragen, mit denen sich Decim, ein Unsterblicher mit menschlichen Emotionsanomalien, auseinandersetzen muss. Fakt ist, es muss ein Urteil über das höchste Attribut, die Seele, gefällt werden.


 
Bei unseren fiktionalen Styles gibt’s noch mehr SciFi & Co. für dich.


 

3. Death Note

Death Note

 
Genre: Drama, Mystery, Thriller, Krimi – FSK 12

Death Note  ist das Nonplusultra eines perfekt gescripteten (Anime-)Krimis und hinterlässt ein wochenlanges Loch im Kopf des Zuschauers. Die intelligenten, an einer westlichen Hochkultur orientierten, Metaphern pusten dem aufmerksamen Betrachter das Hirn weg. Die Geschichte von Gut und Böse umfasst insgesamt zwei Staffeln mit 37 Folgen und zählt zu den beliebtesten Animes aller Zeiten.

Light Yagami ist ein 17-jähriger Student, der eines Tages ein rätselhaftes Notizbuch findet. Hierbei handelt es sich um ein Death Note, ein Werkzeug der Todesgötter, mit dem man in Sekundenschnelle einen Menschen töten kann. Der mit überdurchschnittlicher Intelligenz und Gerechtigkeitssinn gesegnete Light lernt schnell das Buch zu benutzen und strebt nach einer Welt ohne Gewaltverbrecher und Vergewaltiger. Die Erschaffung einer “perfekten“ Welt zieht die Aufmerksamkeit des Meisterdetektivs L auf sich und veranlasst einen Kampf zwischen zwei hochbegabten Individuen. Während der Mord an bösartigen Menschen für den noch sehr jungen Light kein Problem darstellt, vertritt sein Gegenspieler L die moralischen Werte der Menschheit und steht somit paradoxerweise ganz oben auf Lights Liste. Nervenkitzel vom Feinsten. (Fun Fakt: Light Yagami erhält einen kurzen Gastauftritt in Death Parade)

 

4. Fullmetal Alchemist

Fullmetal Alchemist

 
Genre: Abenteuer, Action, Steampunk, Fantasy, Drama – FSK 16

Fullmetal Alchemist  ist dramatisch, authentisch und lässt die härtesten Männer wie ein Schlosshund weinen. Die Realität ist aber auch so traurig, wie sie schön sein kann, und darum lieben Fans die Geschichte der zwei Elric-Brüder, die nur aus ihrer Liebe zueinander überleben können. Die zwei ähnlichen und gleichwertigen Geschichten Fullmetal Alchemist und Fullmetal Alchemist Brotherhood feierten ihr Debüt zwischen 2001 und 2009 und umfassen beide 64 Folgen.

Die zwei Brüder Edward (auch Ed) und Alphonse (auch Al) leben in einer Welt, in der Alchemie als eine angesehene Wissenschaft fungiert. Der äquivalente Tausch ist aus wirtschaftssoziologischer Betrachtung eine Art des Tausches, bei der die getauschte Ware immer den gleichen Wert haben muss. Angetrieben von Leid und Schmerz brechen die Kinder Ed und Al das oberste Gebot der Alchemie und versuchen im Eintausch aller physischen Bestandteile eines Menschen, ihre kürzlich verstorbene Mutter wiederzubeleben.

Vom Regen in die Traufe: Was die Kinder dabei schufen, war weder ihre Mutter, noch ein Mensch. Der eigentliche Tausch fand allerdings auf einer anderen Metawelt statt und kostete Alphonses Körper. Im Eintausch für die Seele seines jüngeren Bruders tauschte Edward außerdem sein linkes Bein und seinen linken Arm. Traumatisiert und von Schmerzen erfüllt begeben sich die Gebrüder Elric auf die Suche nach dem Stein der Weisen, um Alphonse seinen Körper zurückzugeben. Eine Geschichte von Liebe und Leid. Neueinsteiger sollten mit dem Remake Fullmetal Alchemist Brotherhood anfangen, da es zugänglicher und glattgebügelter ist. Danach empfiehlt sich der mit Ecken und Kanten versehene Vorgänger als ein Meisterwerk.


 
Related: Gezeichnete vs. animierte Serien – Kinderserien von damals.

 

Fotos: PR/Amazon; Harry Briggs/Corbis/VCG / Getty Images

Endlich da! Alles zum neuen Tesla Model 3


Du bist ein Autofreak und hast nur darauf gewartet, bis das neue Tesla Model 3 an die Öffentlichkeit kommt? Dann haben wir gute Nachrichten für dich: Es ist endlich da! Die ersten 30 Autos wurden am Freitag, den 28.07.2017, in Kalifornien an ihre Besitzer übergeben. Es gibt bereits über eine halbe Million Vorbestellungen, welche nun abgearbeitet werden müssen.

 
Tesla Model 3

 

Autoausstattung

Das Auto besteht zur Hälfte aus Stahl, zur anderen aus Alu.

Es besitzt einen E-Motor im Heck, sowie einen Akku im Boden. Das einzigartige Design wird durch das Glasdach und die Kofferräume, vorne und hinten, vervollständigt.

Der Tesla Model 3 kann durch das Smartphone geöffnet und startbereit gemacht werden. Das Einzige was du tun musst, ist, Platz zu nehmen. Im Inneren des Autos befindet sich lediglich ein Lenkrad, ein 15-Zoll-Touchscreen und zwei Knöpfe, weshalb du jede Menge Platz für dich selbst hast. Für Frischluft brauchst du keine Fenster mehr öffnen, dies alles erfolgt über einen kleinen Schlitz durch ein neues Belüftungssystem.

 
Tesla Model 3

 

Nachteile – Tesla Model 3

Natürlich bringt der Tesla Model 3 auch seine Nachteile mit sich. Durch den Touchscreen voller Infos wird automatisch weniger auf die Straße geachtet. Des Weiteren sind, verursacht durch den vergleichsmäßig billigen Preis, auch Plastikelemente verbaut worden. Der Kofferraum kann nicht manuell geöffnet werden, sondern nur mechanisch.

Anfangs gibt es nur wenig Auswahlmöglichkeit für Zusatzeinrichtungen, um die Vorbestellungen schneller abarbeiten zu können. Ein Premium-Interieur oder ein Autopilot würde jeweils 5.000 USD zusätzlich kosten, Metallic-Lack gibt es für 1.000 USD und 19-Zoll-Sporträder für 1.500 USD. Das vollautonome Fahren (nur mit Autopilot) liegt bei 3.000 USD. Vermutlich wird das Schnellladen wie bei den vorigen Modellen nicht kostenlos möglich sein.

400.000 Menschen haben schon bereits 1.000 Euro für das neue Tesla-Modell angezahlt. Das Auto startet theoretisch für alle bei 21.400 Euro. Jedoch sollte man mit ca. 60.000 Euro, wohlgemerkt ohne Zusatzoptionen, rechnen, um eine Auslastungsmöglichkeit von 500 Kilometern zu erreichen.

Um das Abarbeiten der Vorbestellungen zu garantieren, werden die ersten US-Kunden bis Ende 2018 warten müssen, die Deutschen sogar bis 2019. Der Tesla-Chef Elan Musk möchte bis Ende Dezember 5.000 Autos pro Woche produzieren. Ende 2018 sollten es dann 50.000 pro Woche sein.

 
First Model 3 Handovers:

 

Die technischen Daten zusammengefasst

Beim Standard-Modell kann man mit einer Akkugröße von bis zu 55 kWh rechnen, die auf eine Reichweite von bis zu 350 Kilometer kommen wird. Um eine Reichweite von 210 Kilometer aufzuladen, musst du bei einem Supercharger mit etwa 30 Minuten rechnen. Bei einem normalen Ladevorgang werden 48 Kilometer in der Stunde geladen. Das Leergewicht beträgt 1610 Kilogramm. Ab Herbst 2017 wird dieses Auto 35.000 USD kosten.

Das Long Range Modell hingegen besitzt eine Akkugröße von bis zu 75 kWh. Die Reichweite beträgt dann bis zu 500 Kilometer. Die Ladedauer mit einem Supercharger (für 272 Kilometer) beträgt in etwa 30 Minuten. Im Normallladevorgang werden 60 Kilometer in der Stunde geladen. Das Leergewicht beträgt bei diesem Modell 1730 Kilogramm. Seit Juli 2017 ist mit einem Preis ab 44.000 USD zu rechnen.

Bei den Autos hast du eine Garantie von bis zu vier Jahren oder 80.000 km. Die Akkugarantie beträgt acht Jahre oder 160.000 km bei der Standardversion und bei der Long Range Version 192.000 km.

Eines der Probleme von Tesla ist derzeit die noch geringe Anzahl an Supercharger Stationen, dessen Eröffnung relativ kostspielig ist. Im Moment sind selbstfahrende Autos aufgrund der Gesetzeslage noch nicht erlaubt. Tesla setzt jedoch einen weiteren großen Meilenstein für die Autoindustrie und möchte das neue Modell in Zukunft auch selbstfahrend anbieten.

 

Fotos: Tesla / PR

„Mein Erfolgsrezept ist, dass ich keins habe.“ Senay Gueler im Interview


Es ist Donnerstagmorgen um 10 Uhr und wir sitzen, wo sollte es auch anders sein, auf der Torstraße zum gemütlichen Kaffee mit Senay Gueler. Wenn man in Berlin jemanden fragt, ob er Senay kennt, so kommt in 9 von 10 Fällen die Antwort: Klar, kenne ich den! Senay ist ursprünglich aus Michelstadt im Odenwald und lebt seit 15 Jahren in Berlin. Er hat es geschafft, in Berlin bekannt zu sein, wie ein bunter Hund. Egal ob in der Clubszene, Filmbranche oder der Fashion-Welt. Senay Gueler ist aus der Berliner Szene nicht mehr wegzudenken. Was hinter dem Familienvater steckt und warum, beziehungsweise wie man so bekannt wird, verrät er uns im Interview. 


Ajouré:
Wie viel Stunden schläfst du im Schnitt?


Senay:
Ich schlafe sogar relativ viel, aber ich komme natürlich mit sehr wenig Schlaf aus. Heute Nacht habe ich beispielsweise zwei bis drei Stunden geschlafen und dann meine Kinder fertiggemacht, das ist kein Problem. Eigentlich brauche ich aber mindestens fünf bis sechs Stunden Schlaf, um einigermaßen fit zu sein. Wenn es sein muss, komme ich aber auch mit weniger zurecht. 


Ajouré:
Man hat das Gefühl, dass du am Tag mehr Zeit hast als andere, denn du bist omnipräsent. Du bist erfolgreicher DJ, Model, Schauspieler, unter anderem in der neuen Serie „4 Blocks“, du drehst Werbespots und du bist Testimonial. Da fragen wir uns: Was ist dein Erfolgsrezept?


Senay:
Mein Erfolgsrezept ist, dass ich keins habe. Ich hatte nie den Plan, bekannt oder berühmt zu werden. Der Plan war zunächst nach meiner Midlife-Crisis Dinge zu tun, die ich auch wirklich machen möchte, an denen ich Spaß habe und die ich problemlos jeden Tag gerne mache. Nach zehn Jahren im Büro für Universal Music ist mir klargeworden, dass ich das nicht möchte. Ich habe mich zwar in der Musikbranche extrem wohl gefühlt, aber ich bin kein Büromensch und kein Nine-to-Five-Arbeiter. Immer den gleichen Ablauf zu haben geht für mich nicht. Also habe ich mich auf das Auflegen als DJ konzentriert. Das wollte ich solange machen, bis ich weiß, was ich machen möchte. Das hat so gut funktioniert, dass ich durch das Auflegen immer bekannter geworden bin, nicht unbedingt in der Club-Szene, aber im Event-Bereich. Die Leute haben gemerkt, dass ich wandelbar bin und viele verschiedene Richtungen spielen kann.

Das Nächste, was kam, war durch einen Freund von mir, einen Fotografen aus Köln. Wir haben mit betrunkenen Köpfen entschieden, dass er Fotos von mir machen sollte. Das Bild hat er dann veröffentlicht und es ist so gut angekommen, dass mich Leute gefragt haben, ob ich modeln möchte. Viele Dinge habe ich aber auch, beispielsweise aufgrund meines Stolzes, abgelehnt – wie zum Beispiel einige Angebote von „Berlin Tag und Nacht“. Außerdem habe ich noch viele Angebote aus dem Tattoo-Bereich ausgeschlagen, weil ich mir damit meine Arbeit im Fashion-Bereich erschwert hätte. 

Das kam bei den Leuten sehr gut an, weil ich authentisch wirkte und nicht so, als würde ich mein Gesicht krampfhaft in die Kamera pressen, deswegen habe ich dann viele Angebote erhalten, die ich auch angenommen habe. Außerdem haben mir noch Promis geholfen, mit denen ich befreundet war. Wenn wir uns getroffen haben, habe nicht ich davon die Bilder gepostet, es war eher umgekehrt. Das gibt dir eine andere Wertigkeit, denn dann bist du nicht der Typ, der irgendwie bekannt werden will, sondern du bist ein cooler Typ, der trotzdem sehr präsent ist, weil sie dich als Person mögen. 

 
Senay Gueler


Ajouré:
Könnte man jungen Leuten hier in Berlin dann den Tipp geben: Mach das, was du liebst und mach es nicht für das Geld? Ist das vielleicht das Erfolgsrezept?


Senay:
Das ist das Wichtigste. Mach nicht irgendetwas nur um ins Fernsehen zu kommen, sondern mach das, was das du kannst, wo du auch zu hundert Prozent dahinter stehst. Du musst sagen können: Das bin ich – zu einhundert Prozent! Und genau das musst du dann auch durchziehen. Irgendwann zahlt es sich aus, wenn man sich selbst treu bleibt, weil man dann nicht als langweiliger Mitläufer abgestempelt wird. Das beste Beispiel ist mein Bart, den ich schon seit elf Jahren habe – den habe ich übrigens wegen meiner Kinder. Mein Großer hat mich mal gefragt, ob ich mir nicht einen Bart wie ein Pirat wachsen lassen kann. Ich bin schon viele Phasen durchlaufen, die Hipster-Phase und auch die Holzfäller-Phase, aber auch wenn die Leute sich mittlerweile den Bart wieder abrasieren, werde ich meinen Bart auf jeden Fall behalten. Dadurch sehen die Leute, dass du echt bist und das ist genau das, was sie sehen wollen. 


Ajouré:
Wenn du einem fremden Menschen erzählen müsstest, wer du bist, wie würde sich das dann anhören?


Senay:
Das ist immer sehr schwierig, es ist genau wie die Frage, ob ich berühmt bin, denn das kann ich persönlich nicht beurteilen. Genauso wenig kann ich beurteilen, ob ich gut in dem bin, was ich mache, denn das müssen andere Leute beurteilen. Mit dem Aussehen ist es genau das Gleiche – ich sehe vielleicht nicht durchschnittlich aus, aber mehr als lange Haare und einen Bart habe ich auch nicht. Meine Mutter hat allerdings immer etwas Schönes gesagt, wenn sie auf mich angesprochen worden ist, weil ich schon immer so war und ein wenig aus der Reihe getanzt bin. Sie meinte: Der Typ ist zwar äußerlich bunt, aber innerlich sauber. Ich bin sehr deutsch aufgewachsen, in einem kleinen Dorf und habe einen starken Sinn für Kultur und für das Zwischenmenschliche, sowie das Zusammenleben. Aber ich komme auch aus einer Vollblut-türkischen Familie, das heißt: unser Temperament ist auch etwas anders. Die Wertvorstellungen in der Türkei unterscheiden sich dann doch ein bisschen von den deutschen. 

 
Senay Gueler


Ajouré:
Auf deiner Hand sieht man ein sehr offensichtliches Tattoo: einen Bärenkopf mit einem Hirschgeweih – was steckt hinter diesem Tattoo?


Senay:
Das Tattoo kombiniert einfach nur meine Herkunft und meine Heimat. Das liegt daran, dass der Hirsch im Odenwald das Wappentier ist und ich habe, wie bereits erwähnt, viel aus dem Odenwald mitgenommen. Der Bär steht natürlich für Berlin – meine große Liebe. Ich kam das erste Mal 2001 nach Berlin und habe mich direkt in die Stadt verliebt. Ich glaube, ich habe etwas geschafft, das viele Leute nicht so hinkriegen und das ist, als Nicht-Berliner als Berliner anerkannt zu werden. Das war anfangs schwierig, wenn man kein Ur-Berliner ist. Ich bin mittlerweile ein Berliner Gesicht, obwohl ich nicht hier geboren wurde. Ein Berliner Freund hat mal etwas sehr Schönes gesagt. Er meinte, der Grund, dass es bei mir so gut funktioniert, ist, dass ich Berlin viel wiedergebe. Egal, wo ich bin und was ich mache – ich halte immer die Berliner Flagge hoch. Das zahlt die Stadt dir dann irgendwann zurück. Ich habe zum Beispiel eine Einladung von der britischen Botschaft bekommen, die für mich ein Meilenstein ist. Als Prinz William und Kate kürzlich nach Berlin kamen, wurden Leute eingeladen, die Berlin widerspiegeln sollen, damit die beiden sich ein Bild davon machen können. Im Bereich Musik wurde ich für dieses Ereignis ausgesucht. Es ist für mich sehr krass, dass ich mittlerweile auch international als Berliner Gesicht gelte. Für mich ist das so etwas wie ein Ritterschlag. 


Ajouré:
Wir kennen uns ja schon eine ganze Weile und ich habe dich noch nie schlecht gelaunt gesehen. Wo kommt diese positive Gelassenheit her?


Senay:
Ich bin allgemein ein sehr glücklicher Mensch, ich versuche zumindest immer einer zu sein. Wie jeder Künstler und emotionale Mensch habe ich natürlich auch meine Tiefen. Das Ding ist: diese Tiefen darfst du dir in unserem Job nicht leisten. Wir stehen für gute Laune und ein besonderes Lebensgefühl. 
Natürlich habe ich auch mal schlechte Laune und ich kann auch richtig böse werden, aber in diesen Fällen ziehe ich mich oft zurück, beispielsweise zu meiner Familie oder um komplett für mich alleine zu sein. Selbst wenn ich mal schlechte Laune habe, ist es mir wichtig, dass ich mein Umfeld positiv beeinflusse. Das versuche ich auch mit meinen Fotos und meiner Musik zu machen, denn ich möchte, dass die Welt ein bisschen besser wird. Die Energie ziehe ich auch daraus, da ich ein absoluter Menschenfreund bin. 


Ajouré:
Das heißt, es gab auch schon andere Zeiten – wie hast du diese gemeistert? Hast du vielleicht Tipps für Menschen, die dieses Interview lesen und auch gerade eine schlechtere Zeit haben?


Senay:
Wichtig ist zuerst, dass du dein Problem erkennst, du musst zugeben, dass du ein Problem hast. Das Zweite, was mir sehr schwer gefallen ist: dass du um Hilfe bittest. Ich hatte meine Höhen und meine Tiefen, ich war relativ weit oben, in meiner Zeit bei Universal als Produktmanager und Künstlerbetreuer, und es war alles cool. Danach kam dann der Absturz mit meiner Kündigung und meiner Scheidung, ich bin auf der Straße gelandet und habe Rechnungen nicht bezahlt, es war das typische Aufgeben. Das war allerdings keine Option, weil ich zwei Kinder hatte. In erster Linie hat mir dann eine sehr gute Freundin geholfen, die gesehen hat, dass es mir wirklich schlecht ging. Sie hat dann gesagt, dass ich zu ihr kommen soll, bis ich wieder auf die Beine komme. Außerdem hat mein Wille weiterzumachen mir stark geholfen und die Entscheidung, dass ich Sachen machen möchte, die mir Spaß machen. Es war aber auch wichtig, dass ich dann drangeblieben bin. Der zweitwichtigste Faktor war natürlich meine Frau Eva, die sehr auf mich achtet, bis zum heutigen Tag. Tiefen gibt es immer wieder, es ist wichtig, dass du zu schätzen weißt, was du hast und ein bisschen demütig bist. Es gibt immer wieder gute Jahre und ich habe viele Leute gesehen, die einen guten Lauf hatten, aber dadurch zum Arschloch mutiert sind. In Berlin sind wir alle eine große, glückliche Familie, aber wenn du die Hose dann runterlässt, ist die Schlange, die hinter dir steht, weil sie dich gerne f***en würde, sehr lang. Das ist auch eine Sache, die du lernen musst: Dieses unnötige Nettsein habe ich mir abgewöhnt, du musst den Leuten zwar nicht vor den Kopf stoßen, aber man kann auch freundlich nein sagen. Es kann sein, dass die Leute dir dann eine Weile böse sind, eine Woche später freuen sie sich aber, dass du zumindest ehrlich warst. 

 
Senay Gueler


Ajouré:
Es gibt den Mythos, dass du mal am Boden gewesen sein musst, um deinen Erfolg und deine Größe zu schätzen zu wissen. Würdest du hinter dieser Aussage stehen, da du ja beide Seiten gut kennst?


Senay:
Das hängt meiner Meinung nach vom Menschen ab. So ganz stimmt sie nicht. Ich kenne Menschen, die sehr in sich selbst ruhen und sehr erfolgreich sind und die noch nicht am Boden waren. Für Leute wie mich ist es allerdings wichtig, ich musste mal durchgeschüttelt werden, um wieder zu merken, wo oben und wo unten ist. Es hilft bestimmt und es bildet auch ein bisschen den Charakter, aber ich glaube nicht, dass es passieren muss, damit du deinen Erfolg zu schätzen weißt. Wenn du vorher ein Arschloch warst und abstürzt, bleibst du auch ein Arschloch.


Ajouré:
Gibt es Träume und Wünsche, die du dir noch erfüllen willst?


Senay:
Natürlich gibt es die. Das sind sogar völlig spießige Träume. Ich möchte ein stinknormales Familienleben haben, also ein Haus mit Garten und Hund und am Sonntag grillen – also das komplett Normale, wovon jeder träumt. Die zweite Sache, die bei mir auf der Agenda steht, ist, dass ich noch unglaublich viel von der Welt und ihren Menschen sehen will, da ich so ein unglaublicher Menschenfreund bin. Das Reisen steht ganz oben auf meiner Liste und ist mir bis jetzt leider ein bisschen verwehrt geblieben. 


Ajouré:
Wohin geht deine Reise, was können wir von dir noch sehen?


Senay:
Das Gute bei mir ist, dass ich grundsätzlich nicht plane, das Leben passiert mir einfach und ich gucke, was auf mich zukommt. Genauso wie das Interview jetzt, das ist beispielsweise eine Sache, die ich toll finde, wenn sich Leute so für mich, und das was ich mache, interessieren. Ich hoffe, dass ich in der Serie „4 Blocks“ wieder eine Rolle bekomme. Die Schauspielerei würde ich gerne weiterverfolgen. Ich bin zwar kein Schauspieler, aber kleine Nebenrollen machen extrem viel Spaß. Musikalisch wird es auch weitergehen, ich werde natürlich noch weiter auflegen. Ich kann das zwar aufgrund meines Alters nicht mehr ewig machen, aber der nächste Schritt wäre daher natürlich, etwas Eigenes zu produzieren. Ich habe neulich eine Single produziert, die ganz gut angekommen ist. Ich arbeite da mit einem guten Freund von mir zusammen, der mir das Produzieren näherbringt und mir ein wenig hilft. Ansonsten werde ich kleine Fernsehgeschichten und im Bereich Werbung auf jeden Fall weitermachen. Den Rest lasse ich einfach auf mich zukommen.

 
Senay Gueler

#daddycool


Ajouré:
Zum Abschluss haben wir noch drei Senay-Berlin-Fragen für dich: Dein aktuelles Lieblings-Restaurant in Berlin ist?


Senay:
Ein klitzekleiner Araber bei mir um die Ecke, bei dem ich ein- bis zweimal die Woche bin. Außerdem noch das Chicago Williams, weil Fleisch für mich ein Muss ist. 


Ajouré:
Dein Lieblings-Club ist?


Senay:
Das hat weniger etwas mit dem Club als mit den Menschen zu tun, bei denen ich mich wohl fühle. Mein Wohnzimmer ist und bleibt das Sodom und Gomorra. Ansonsten bin ich eher der Bar-Typ. Wenn ich privat weggehe, dann lieber da, wo ich Freunde treffe. Da mag ich beispielsweise das Kitty Cheng.


Ajouré:
Dein Lieblingsort zum Abschalten?


Senay:
Zu Hause fühle ich mich einfach am wohlsten, wenn Familie und Kinder anwesend sind: Mein Zuhause ist mein Happy-Place und mein Rückzugsort. 


Ajouré:
Vielen Dank für das coole Interview.

 
FÜR BOOKING- & PRESSEANFRAGEN:
artists@preferred-world.com
+49 (0) 89-660118290

 

Fotos: Manuel Cortez

Dinge, die du niemals googeln solltest

ACHTUNG! Egal was in deinem Leben bislang schiefgelaufen ist, googel nicht die folgenden Begriffe. Es handelt sich dabei entweder um perverse sexuelle Praktiken, ekelhafte Krankheiten, oder um verstörende Inhalte, die nur provozieren sollen.

Platz 10. How To Grapefruit Your Man

googeln

Jaaa … wie grapefruitet man denn nun einen Mann? Ein Video, dessen Existenz wohl weniger schlimm als unnötig ist, zeigt wie es geht. In diesem Praxisvideo erklärt eine sehr engagierte Frau, wie man eine Grapefruit richtig zubereitet, um sie letztlich beim Französisch zu benutzen. Dabei sind ihre Suck-Gebräuche ziemlich organisch … und einfach eklig. Vielleicht nicht der schlimmste Begriff auf der Liste, aber trotzdem ein „Don’t google it!“.

 

Platz 9. The Handjob Karaoke

googeln

Aus Japan kommen wesentlich schlimmere Sachen, als eine Handjob-Karaoke-Serie im Nachmittagsfernsehn, aber naja … In dieser TV-Show muss ein Mann einen ganzen Karaokesong singen, während er von einer hübschen Assistentin einen Handjob bekommt. Wer zu früh kommt, verliert.

 

Platz 8. Lemon Party Goes Crazy

googeln

Irgendein kranker Kopf dachte im Vorstellungsmeeting, man müsse in einer Limonadenwerbung nackte alte Männer zeigen. Prompt wurde das Script geschrieben und es entstand ein sehr verstörender Werbeclip …

 

Platz 7. Soggy Biscuit

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Hört sich zwar lecker an, ist aber ein sehr böses Spiel unter Männern.

 

Platz 6. Felching

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Das ist eine sexuelle Praktik, die zwar nicht besonders verstörend, aber für die meisten Menschen wohl sehr eklig ist. Da wir dich vor den Informationen im Internet warnen möchten, halten wir uns natürlich auch mit der Beschreibung zurück. Es handelt sich um einen Drink.

 

Platz 5. Blue Waffle

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Gib niemals, aber wirklich niemals blaue Waffeln bei der Google Bildersuche ein. Das, was dir angezeigt wird, ist etwas sehr Unappetitliches. Es wird immer noch spekuliert, ob es sich hierbei um eine tatsächliche Infektion oder nur einen Mythos handelt.

 

Platz 4. Alabama Hot Pocket

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Einfach nicht googeln.

 

Platz 3. Gesichter des Todes

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Bei Gesichter des Todes handelt es sich um eine Dokumentarfilmreihe von Conan LeCilaire rund um das Thema Tod. Echte Todes- und Folterungsszenen von Mensch und Tier werden in einer Präsentation des fiktiven Pathologen Dr. Francis B. Gröss vorgestellt. Conan LeCilaire sammelte dieses Videomaterial über 20 Jahre und veröffentlichte den ersten Film 1978, der kurzerhand in 46 Ländern verboten wurde. Eine kontroverse Filmreihe mit Kultstatus. Kein Film, den man aus Spaß dem 15-jährigen Bruder in die Hand drücken sollte und am besten erst gar nicht googelt.

 

Platz 2. Trypophobie

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(trýpa = Loch, phóbos = Angst) ist ein im Internet populär gewordener Vorschlag einer Phobie. Es gibt bis jetzt keinen Psychologen, der diese Phobie bestätigt hat. Fakt ist, dass Trypophobie ein sehr unangenehmes Gefühl beim Betrachten auslöst. Viele Hobbygrafiker haben es sich zur Aufgabe gemacht, in Photoshop immer wieder neue schockierende Trypophobie-Fotos zu erstellen.

 

Platz 1. Munting

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Das bezeichnet einen sehr ekligen nekrophilien Akt. Nekrophilie (nekrós = Leiche) ist eine Form von Paraphilie (sexuelle Neigungen, die von der Norm abweichen) und bezeichnet die Vorliebe zu einer sexuellen Handlung mit einem toten Menschen. Eine Paraphilie ist aber auch nichts anderes als das, was die zwei Protagonisten aus 50 Shades of Grey machen. Nekrophilie wird, wie andere Paraphilie-Formen, erst als Krankheit eingestuft, wenn die betroffene Person unter Leidensdruck steht. Schließlich lebt eine große Dunkelzahl unter uns Menschen, die zum Wohle der Gesellschafft ihr ganzes Leben die eigene sexuelle Neigung, wie auch Pädophilie, unterdrücken. Munting ist hingegen besonders derbe und ist – wie alle Formen der Nekrophilie – zu Recht verboten.


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Fotos: Jaromila; Steve Russell / Kontributor; Jonathan Storey; Lisa Wiltse / Kontributor; Mike Forman / EyeEm; PeopleImages; TOBIAS SCHWARZ / Staff; Sk Hasan Ali / Kontributor; Astrid Stawiarz / Kontributor; Jesse Grant / Freier Fotograf; Stockbyte / Getty Images

So viele Burpees musst du schaffen, um eine Pizza zu verbrennen


Burpees sind eine sehr beliebte Übung, da sie den ganzen Körper in kürzester Zeit trainieren und viele Kalorien verbrennen. Doch nur wenige Übungen sind auch so anstrengend. Nichtsdestotrotz verbrennen zehn Burpees etwa 14 Kalorien und darum zeigen wir dir, wie viele Burpees du machen musst, um deine kleinen Sünden zu retuschieren.

 

Einen Pfannkuchen mit Apfelmus – 250 Gramm, 381 kcal = 272 Burpees

Pfannkuchen

 

Einen Bagel – 161 kcal = 115 Burpees

Bagel

 

Ein Glas Cola – 200 ml, 86 kcal = 61 Burpees

Cola

 

Ein Croissant – 330 kcal = 236 Burpees

croissant

 

Eine Pizza Hawaii – 799 kcal = 571 Burpees

Pizza

 

Ein Stück Camembert – 50 gr, 109 kcal = 78 Burpees

Camembert

 

Eine Portion Käsespätzle – 250 gr, 624 kcal = 446 Burpees

Nudeln

 

Ein Glas Kakao – 200 ml, 157 kcal = 122 Burpees

Kakao

 

Einen Big Mac – 495 kcal = 354 Burpees

Burger

 

Eine Currywurst – 170 g, 393 kcal = 281 Burpees

Currywurst

 

Eine Tüte Chips – 100 g, 547 kcal = 391 Burpees

Chips

 
 
Trotz Sport kein Gewichtsverlust? 6 Gründe, warum du nicht abnimmst

Trotz Sport kein Gewichtsverlust? 6 Gründe, warum du nicht abnimmst

 

Fotos: Hindustan Times / Kontributor / Getty Images; AJOURE´ Redaktion

Earth Overshoot Day: Ab diesem Tag leben wir auf Pump


Beim sogenannten Earth Overshoot Day werden alle Ressourcen berechnet, die unsere Welt im aktuellen Jahr reproduzieren kann. Aber auch, wie viel wir im Gegensatz dazu verbrauchen. Der Weltüberbelastungstag ist dieses Jahr so früh wie noch nie erreicht worden.

Übers Ziel hinausgeschossen

Earth Overshoot Day Industrieanlage

Seit dem Jahr 1986 errechnen wir den Earth Overshoot Day und seit 1992 überschreiten wir die globalen Kapazitäten unseres Planeten. Dieses Jahr leben wir seit dem 02.08. auf Pump. Das sind immerhin ganze sechs Tage früher als letztes Jahr. Natürlich ist diese Rechnung nur global gesehen richtig. Deutschland selbst z.B. hatte schon am 24.04. sein Kapital an Ressourcen verprasst.

Zum Vergleich: Die USA liegen noch mehr als einen Monat vor uns und haben schon am 14.03. ihren Anteil zum Fenster rausgeworfen. Unangefochtener Spitzenreiter ist allerdings Luxemburg, denn die müssen sich schon seit dem 17.02. borgen. Erkennst du da einen roten Faden?

Honduras macht es vor

Honduras Flagge

Industriestaaten und reiche Länder, oft auch in Verbindung, tragen besonders viel zum Earth Overshoot Day bei – ungünstigerweise zu unserem Leidwesen. Entwicklungsländer hingegen verbrauchen extrem wenig, womit die Überbelastung nach hinten geschoben wird. Honduras verhält sich z.B. vorbildlich und wird erst am 31.12. seinen persönlichen Earth Overshoot Day erreichen.

Aber auch Länder wie Kolumbien und Kuba stehen besser da als wir, um nur ein paar zu nennen. Wir haben also noch Luft nach oben, was unseren ganz persönlichen Fußabdruck angeht. Apropos eigener Fußabdruck: Das Global Footprint Network stellt auf ihrer Website eine Möglichkeit zur Verfügung, seine eigenen Spuren zu messen, in Form von einer Art Rechner.

Hilf mit

Earth Overshoot Day Erde aus dem Weltall betrachtet

Zugegeben: Es gibt zu viele Einwirkungen, um alleine den Earth Overshoot Day nach hinten zu schieben, aber du musst tun was du kannst. Das müssen wir alle, um nicht plötzlich am Anfang des Jahres dazustehen und zu „feiern“, dass wir keine Ressourcen mehr haben. Fahre mal nicht mit dem Auto zum Supermarkt oder führe dein Recycling konsequenter durch. Ermutige deine Freunde und Arbeitskollegen zu Fahrgemeinschaften und schraube deinen Fleischkonsum etwas zurück. All diese Faktoren musst du dazu rechnen.

Hier kannst du deinen persönlichen Fußabdruck auf der Erde berechnen.

 

Fotos: rangizzz, tanaonte, VectorShop, cristianstorto / stock.adobe.com

Quantencomputer – Was ist das eigentlich?


Jeder von uns hat mittlerweile wohl schon von einem Quantencomputer gehört. Bei Gesprächen über die neue Computertechnologie kommen die wildesten Spekulationen über die Fähigkeiten des Quantencomputers ans Licht. Anfangs wirst du wohl erfahren, dass die Rechenleistung extrem gesteigert wird, außerdem gefährden die Computer der Zukunft unsere heutigen Verfahren, um Dinge zu verschlüsseln. Das klingt zunächst logisch, wenn es dann allerdings heißt, dass du dich mit Hilfe der Quantencomputer teleportieren kannst, wirst du hoffentlich ein bisschen stutzig. Um diesen Spekulationen Einhalt zu bieten und damit du verstehst, wie so ein Quantencomputer wirklich funktioniert, erklären wir dir, was eigentlich hinter dem Phänomen steckt.

 

Wie funktioniert ein Quantencomputer?

Um die Technologie hinter dem Quantencomputer zu verstehen, gilt es zunächst die Funktionsweise eines normalen Computers zu begreifen. Dieser bedient sich der Booleschen Logik, das ist der fachliche Begriff dafür, dass die Computer mit „0“ und „1“ rechnen. Die kleinsten Teile in einem herkömmlichen Computer sind die Bits, diese nehmen entweder den Zustand „0“ oder „1“ an und ergeben so verkettet alles, was wir auf unserem Computerbildschirm sehen können, sowie die Prozesse, welche im Computer ablaufen, die wir nicht sehen.

Bei dem Quantencomputer läuft dies anders, denn die Bits werden durch Quantenbits, sogenannte Qubits, ersetzt. Diese kleinen Teilchen sind in der Lage, mehrere Zustände gleichzeitig zu haben, sie können also gleichzeitig „1“ und „0“ sein. Aus diesem Grund kann man mit der gleichen Anzahl an Qubits wesentlich mehr Dinge darstellen. Dieses System stammt aus der Quantenphysik und ist nichts Neues, allerdings dauert es lange, dieses System in einen funktionierenden Rechner zu integrieren. Problematisch ist beispielsweise, dass viele Qubits zu einer höheren Fehlerrate führen, denn ganz ausgereift ist die Technologie noch nicht. Unter anderem müssen die Algorithmen noch an die Quantencomputer angepasst werden, denn die herkömmlichen Befehlsketten führen zu Fehlern.

 
Quantencomputer

 

Was kann denn nun ein Quantencomputer?

Die größten Unternehmen arbeiten momentan an der Entwicklung eines Quantencomputers, allerdings wird vieles über die Fortschritte geheim gehalten. Dadurch wird klar, dass diese Computer so einiges leisten können, sonst wäre das Interesse wohl nicht so groß. Klar ist, dass sie eine gigantische Leistungssteigerung mit sich bringen. Natürlich gibt es extrem viele Einsatzfelder für die Supercomputer, eine Sache die sich mit der Erscheinung der Quantencomputer ändern wird, ist beispielsweise die Kryptografie, also die Verschlüsselung der Daten. Die Quantencomputer sind einfach viel schneller und können herkömmliche Verschlüsselungen schnell umgehen. Allerdings kann man mit den Quantencomputern auch eine Verschlüsselung entwickeln, die sicherer nicht sein könnte.

So wie unsere heutigen Computer braucht der Quantencomputer Daten, um schlauer zu werden, diese Daten kann er aber schneller und genauer auswerten. Es wäre zum Beispiel nicht nur möglich, Staus auf Autobahnen vorzusagen, sondern sie auch zu verhindern. Sie können also mit der Hilfe von Daten und der Wahrscheinlichkeitsrechnung Geschehnisse voraussagen – und das wesentlich genauer und schneller als unsere jetzigen Computer.

Wo genau uns die Quantencomputer hinführen, ist noch nicht bekannt, klar ist, dass sie einen enormen Fortschritt in der Computertechnologie darstellen werden, sie sind aber keine Antwort auf alle Fragen, die sich die Menschheit heutzutage stellt.

 

Fotos: Bloomberg / Kontributor; Ulrich Baumgarten / Kontributor / Getty Images

Bis zum Mars und wieder zurück


Wenn du nachts in den Sternenhimmel schaust und einen Blick in das große schwarze Nichts des Weltraums wirfst, bemerkst du, wie groß das Universum eigentlich ist. Wobei du dabei die tatsächliche Größe des Universums wahrscheinlich immer noch unterschätzt. Uns lässt das zumindest immer in Gedanken abschweifen – wir denken an andere Planeten, warum wir die Sterne sehen und an die großen Mysterien, die uns das Universum stellt. Außerdem überkommt uns ein kleines Gefühl der Leere, weil wir das alles wohl nie anders zu Gesicht bekommen werden, als von unserer kleinen Erde. Doch hier kommt Elon Musk ins Spiel. Der Mann, der uns schon mit PayPal, Tesla und Neuralink revolutionäre Herangehensweisen an bekannte Geschäftsfelder gezeigt hat. Eine seiner Visionen beinhaltet die Besiedelung des Mars von uns Menschen. Umsetzen möchte er dies mit Hilfe seiner Firma SpaceX.

 

Wie sollen wir alle zum Mars kommen?

Elon Musks Vorstellung beinhaltet zwar nicht die komplette Umsiedlung der Menschheit auf den Mars, aber die Menschheit soll in der Lage sein, mehrere Planeten zu besiedeln. Doch der jetzige Transport von Menschen zum Mars kostet pro Person rund zehn Milliarden Dollar. Das liegt beispielsweise daran, dass Raketen nicht wieder benutzt werden können und die Herstellung von Raketen nicht gerade günstig ist. Um die Reise zum roten Planeten für Menschen zu ermöglichen, möchte Elon Musk den Preis pro Ticket auf 200.000 Dollar senken. Das ist zwar immer noch so teuer wie ein Einfamilienhaus, allerdings ist es auch eine enorme Preissenkung, die es zumindest manchen Menschen ermöglichen würde, den Mars zu bereisen. Um diesen Preis zu realisieren, konzentriert sich Musk auf drei spezielle Punkte.

 

Was möchte Musk revolutionieren?

 
Elon Musk

 

Wiederverwertung

Der erste Punkt auf der Liste ist die Wiederverwertung der Rakete. Dies mag sich wie Science-Fiction anhören, denn unsere Raketen funktionieren komplett widersprüchlich zum Prinzip der Wiederverwertung. Anfangs hat eine herkömmliche Rakete viele Antriebe angebaut, die, nachdem sie aufgebraucht wurden, abgeschmissen werden, um das Gewicht der Rakete drastisch zu reduzieren und ihr so einen längeren Flug zu ermöglichen. In einem so komplizierten Feld wie der Raumfahrt kommt es auf jedes einzelne Gramm an der Rakete an. Allerdings ist Musks Firma SpaceX mit den Tests auf diesem Gebiet sehr erfolgreich, wie genau sie dies realisieren wollen, ist allerdings noch nicht klar.

 

Tanken

Ein weiterer kritischer Punkt des Konzepts beinhaltet die Befüllung des Tanks während der Reise. Auch hier ist das Konzept, wie dies tatsächlich umgesetzt werden soll, nicht wirklich klar. Man kann nur vermuten, dass entweder zwischengelandet wird oder die Betankung während des Flugs erfolgt, was bei der ganzen Zukunftsmusik wohl wahrscheinlicher ist. Sollte dies klappen, ermöglicht das der Rakete, längere Strecken wesentlich kostengünstiger zu überwinden. Außerdem könnte man so auf die Antriebe, die später abgeworfen werden, teilweise verzichten.

 

Rückflug

Natürlich muss eine wiederverwertbare Rakete auch wieder zurück zur Erde kommen, doch das ist nicht genug. Zusätzlich soll sie, während ihres Aufenthalts auf dem Mars, das in der Atmosphäre vorhandene Methan nutzen, um neuen Treibstoff zu produzieren.

Wann genau die Reise zum Mars Realität wird, ist noch unklar. Musk hat zwar das Jahr 2023 als Anfangsjahr geschätzt, allerdings waren seine Vorhersagen schon öfters ein wenig zu optimistisch. Dass es allerdings passieren wird, ist sehr wahrscheinlich. Auch wenn der Preis von 200.000 Dollar noch sehr hoch ist, so wäre es auf jeden Fall eine enorme Revolution für die Raumfahrt.

 

Fotos: Bloomberg / Kontributor; Photo 12 / Kontributor / Getty Images