Ode an das Sweatshirt - eine Liebeserklärung

Oh, du mein Sweatshirt
so rein
so fein
so mein

Ok, Gedichte schreiben war noch nie meine Stärke, daher lass ich es lieber. Dennoch möchte ich euch erzählen, warum meine Gefühle für dieses unterschätzte Kleidungsstück so groß sind und warum auch ihr ihm eine Chance geben solltet. Ich verspreche euch, es ist eine Beziehung für die Ewigkeit – die zwischen einem Mann und seinem Sweatshirt.

Lockdown-Look

Mein privater Alltag und vor allem mein Berufsleben haben sich in den letzten Monaten stark verändert, so wie bei den meisten von euch auch. Homeoffice, Videokonferenzen, Skypecalls und Zoommeetings sind zur Normalität geworden. Klar sitzt Mann da nicht jeden Tag im Anzug mit gestärktem Hemd und Krawatte vorm heimischen Computer, während im Hintergrund die Spülmaschine darauf wartet endlich geleert zu werden, die Wäsche aufgehangen werden möchte und die Katze einem hungrig um die Beine streicht. Mit dem veränderten Businessalltag haben sich auch die Ansprüche an das Businessoutfit verändert. Bequem darf es sein, ja, dabei aber trotzdem repräsentabel.

Wenn der Chef zum spontanen Videomeeting läd, möchte man nicht im zwar heißgeliebten, aber nicht mehr vorzeigbaren, weil arg mottengeplagten Laibchen überrascht werden. Und auch das bunt bedruckte Shirt im Comic-Style könnte für Verwirrung sorgen. Nicht etwa, weil du ein gestandener Mann bist, dem solch ein Shirt nicht zusteht – Hey, erlaubt ist, was gefällt! – sondern aus dem ganz einfachen Grund, dass viele Farben und kleine Muster die meisten Computerkameras und -bildschirme überfordern und beim Gegenüber als nerviges Flimmern ankommen lassen.

Daher lautet meine Empfehlung hier ganz klar, kauft euch ein paar hochwertige Sweater in einem schlichten Schnitt, ohne unnötigen Schnickschnack und auch ohne Kapuze, in satten, gedeckten Farben wie etwa Marineblau, Dunkelgrün oder -grau und natürlich Schwarz. Schöne schlichte Modelle findest du z.B. bei https://de.defacto.com/collections/herren-sweatshirts

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Das kleine Graue

Ein Sweatshirt in meliertem Hellgrau sollte ebenfalls jeder Mann in seinem Schrank haben. Eines? Ach was… Ein ganzes Sortiment! Die Bandbreite an verschiedenen Styles, Formen und Schnitten ist hier schier unendlich und die Wahl für nur eines der schönen Stücke schier unmöglich. Aber warum auch entscheiden? Gönnt euch doch einfach eins von jeder Sorte. Ich selbst besitze mindestens sieben verschiedene graue Sweatshirts. Der Grund hierfür ist nicht etwa meine Sammelleidenschaft – ja gut, vielleicht auch ein wenig – sondern vielmehr, dass sie ganz unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen.

Große Kapuzen z.B. schützen draußen vor fiesem Wind und sogar leichtem Regen. Außerdem sehen sie, tief ins Gesicht gezogen, einfach unschlagbar gut aus und kaschieren ganz locker jeden Bad-Hair-Day. Kängurutaschen – das sind die großen, geräumigen Taschen auf dem Bauch, in die man von beiden Seiten hineinfassen kann –  bieten jede Menge Platz für Handy, Taschentücher, Schlüssel, Maske und all das andere Zeug, das Mann so mit sich trägt.

Ein übergroßes Sweatshirt im sogenannten Oversized Look ist einfach unschlagbar für einen chilligen Abend auf der Couch. Aber Vorsicht: Wenn ich nicht Acht gebe, hat die Liebste meins schon aus dem Schrank stibitzt. Ach ja, soll sie ruhig. Eigentlich sieht sie darin auch viel besser aus als ich.

Natürlich funktionieren all diese Styles auch in anderen Farben. Aber für mich bleibt das kleine Graue einfach unerreicht.

Die Helden meiner Kindheit

Erinnert ihr euch, was ich eben über buntbedruckte Shirts im Comic-Style gesagt habe? Nein, nicht das mit der Verwirrung. Das gilt nur für Videokonferenzen. Richtig: Erlaubt ist, was gefällt! Und mir gefallen Superhelden. Ob Marvel oder DC ist mir da relativ wurscht, ich bin da nicht so prätentiös. Tief in meinem Herzen lodert auch eine kleine, aber heiße Flamme für die Masters of the Universe.

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Aber ob ihr nun wie ich auf starke Männer steht – mein Therapeut sagt im Übrigen, mit mir sei alles in Ordnung – oder auf die Glücksbärchis – keine Ahnung, was mein Therapeut dazu sagen würde – oder ob ihr die klassischen Kinderhelden aus dem Hause Disney verehrt, gebt eurer Liebe Ausdruck. In Form von bunten Bildern. Wer wie ich vor der Endgültigkeit eines großflächigen Tattoos mit dem Abbild des geliebten Heroen auf der eigenen mehr oder weniger gestählten Brust zurückschreckt, für den gibt es die ultimative Lösung. Exakt! Eben jene zuvor erwähnten bunt bedruckten Shirts im Comic Style.

Apropos gestählte Brust: Da diese in den seltensten Fällen gottgegeben und glücklicher Weise in beinahe ebenso seltenen, leicht fragwürdigen Fällen chirurgiegegeben ist, bleibt ein entsprechendes Training von Zeit zu Zeit nicht aus. Und natürlich sind Sweatshirts auch hier meine allerliebsten Begleiter. Sorry an alle Trainingspartner, ihr seid einfach nicht so flauschig.

Beim Training trage ich gerne eine Sweatjacke überm Trainingsshirt. Beides und noch viel mehr findet ihr hier https://de.defacto.com/pages/herren Hier kann ich einfach den Zipper öffnen, wenn ich ins Schwitzen gerate und es mir für ganz ohne doch noch zu frisch ist. Passend zu Shirt und Jacke trage ich auch gerne eine Sweatpants. Zugegeben, nicht nur beim Sport. Aber das ist eine andere Geschichte. Über eine andere Liebe.

 

Foto: Khamkéo Vilaysing on Unsplash