Ajoure Blog Seite 221

Weekender – Auch unter der Woche unverzichtbar

Hand aufs Herz: Auch wir haben hin und wieder mal etwas mehr zu transportieren. Ob Sportsachen, Unterlagen oder Einkäufe – nicht immer passt alles in die Hosentasche und wenn, dann sieht das unschön aus (wie schon hier thematisiert). Jutebeutel sind zu Hipster, Plastiktüten weder öko, noch chic, Kartons und Koffer ziemlich unpraktisch im Alltag und Männer-Handtaschen sind für die meisten nach wie vor zu unmännlich.

Bleibt wohl nur noch der Weekender! Er ist stylish, geräumig und es gibt ihn in sportlich oder elegant – passend zu deinem Look of the Day!
Und anders als der Name verspricht, kannst du ihn natürlich auch problemlos unter der Woche tragen!
 

Weekender Taschen Herren
 

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Fotos: Zalando; Vladimir Gerasimov / stock.adobe.com

Fashion Week S/S 2017 Special: Odeur

Das Thema „Geschlechterlosigkeit“ ist das prägende Thema der ganz in Schwarz und Weiß gehaltenen Kollektion des schwedischen Labels Odeur. Die Designer Petter Hollström und Gorjan Lauseger zeigen, wie cool Uni-Sex-Looks sein können.

 

Hier die Runway Highlights der Odeur Spring/Summer 2017 Kollektion:

 

 

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Fotos: Mercedes-Benz Fashion Week Berlin

Fashion Week S/S 2017 Special: Ivanman

Neben knalligem Petrol war auch Rosa eine der dominierenden Farben der Spring/Summer 2017 Kollektion des Designers Ivan Mandzukic, die mit Schwarz und Weiß in Kombination gebracht wurden. Die Kollektion umfasst Jacken, Mäntel, Hemden, Shirts, Tops und Bundfaltenhosen.

Hier die Runway Highlights der Ivanman Spring/Summer 2017 Kollektion:

 

 

Ivanman

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Ivanman

 

Fotos: Mercedes-Benz Fashion Week Berlin

Fashion Week S/S 2017 Special: Brachmann

Brachmann

Kühle Farben wie z.B. dunkles Blau, Schwarz oder Silbergrau sind die dominierenden Töne der Spring/Summer 2017 Kollektion von Designerin Jennifer Brachmann. Inspiriert wurde sie erneut von Herrenmode-Klassikern und von Elementen der Bauhaus-Kultur. Diese Eindrücke lassen sich beispielsweise in den strengen Formen und Schnitten wiederfinden – sie wirken klassisch und dennoch modern interpretiert.
 

Brachmann

Brachmann

Brachmann

Brachmann

Brachmann

 

 

Fotos: Mercedes-Benz Fashion Week Berlin

Fashion Week S/S 2017 Special: DIMITRI

DIMITRI

Griechische Mythen und Geschichten inspirierten den Designer Dimitrios Panagiotopoulos zu der Spring/Summer 2017 Kollektion, bei der er auch zum ersten Mal Männermode auf dem Laufsteg präsentierte. Die hauptsächlich in Weiß und Sand-Nuancen gehaltene Kollektion spiegelt die Leichtigkeit des Sommers wider und erweckt in uns Fernweh. Die eleganten Schnitte wirken zeitlos und erfrischend-modern zugleich. Der Designer beweist mit dieser Kollektion, dass er es nicht nur versteht, Frauen einzukleiden, sondern auch Männer.
DIMITRI

DIMITRI

DIMITRI

DIMITRI

DIMITRI

 

 

Fotos: Mercedes-Benz Fashion Week Berlin

Fashion Week S/S 2017 Special: Patrick Mohr

Patrick Mohr

In Kooperation mit dem Basketball-Label K1X entwarf der Designer Patrick Mohr den K1XPM-Boot. Die Boots ragen über den Knöchel hoch und es gibt sie in Weiß, Rot, Schwarz sowie in Dunkelblau mit weißen Sprenkeln. Das Markenzeichen der Boots ist ein metallisches Dreieck auf einem Lederstück, durch das die Schnürsenkeln geschnürt sind. Ein absoluter „Must-Have“ Sneaker, wie wir finden!
 

Patrick Mohr

Patrick Mohr

Patrick Mohr

Patrick Mohr

 

 

Fotos: Mercedes-Benz Fashion Week Berlin

Fashion Week S/S 2017 Special: Michael Sontag

Die Spring/Summer 2017 Kollektion des Designers Michael Sontag wurde im Palais am Festungsgraben präsentiert und besticht durch elegante Lässigkeit und intensive Farben. Dunkles Khaki trifft z.B. auf Schwarz oder auf ein intensives Rostrot.

 

Hier die Runway Highlights der Michael Sontag Spring/Summer 2017 Kollektion:

 

 

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Fotos: Mercedes-Benz Fashion Week Berlin

Jerry Kwarteng: „Wenn man mich als echten Freund hat, kann man sich ein Leben lang auf mich verlassen.“

An einem Dienstagmorgen um 10:30 stehen wir in Berlin-Friedrichshain vor dem Café Frau Honig, das von außen an eine grüne Oase in der sonst so grauen Straße erinnert. Hier treffen wir uns zum Interview mit Jerry Kwarteng, der in seinem Lieblingscafé bereits mit dem Rücken zur bodentiefen Fensterfront sitzend auf uns wartet.

Beim Betreten steigt einem ein herrlicher Duft von Kaffee in die Nase und man fühlt sich in dem detailverliebten Café sofort heimisch. Jerry steht auf und begrüßt uns mit seinem charmanten Hamburger Dialekt.
 

Ajouré: Du hast uns mit hierher in dein Lieblingscafé genommen. Was braucht es, damit du dich außerhalb deiner eigenen vier Wände wohl fühlst?

Jerry: Es muss eine warme Atmosphäre haben, sodass ich das Gefühl bekomme, als käme ich nach Hause und könne die Schuhe ausziehen.

 

Jerry Kwarteng

 
Ajouré: Du hast einmal gesagt, Hamburg sei in deiner DNA. Wie genau spiegelt sich das wider?

Jerry: Ich habe eine Zeit lang in den Staaten gelebt, was ziemlich hart und anstrengend war, weil die Leute in meinem Umfeld wollten, dass ich mehr so bin, wie sie. Ich habe darauf immer geantwortet, dass ich nun einmal nicht anders sein kann, als ich bin – ich bin nun einmal Deutscher, Hamburger, und das müssen sie genauso respektieren, wie ich sie und ihre Kultur, Religion und Lebensweise respektiere. Hamburger sind für mich noch einmal eine ganz besondere Art von Mensch. Wir sind irgendwie entspannter, obwohl man uns ja nachsagt, wir seien unterkühlt und nicht so freundlich – was wiederum auch irgendwie stimmt, denn wir wollen uns niemandem aufdrängen, das finde ich sehr angenehm! Wenn du erst einmal einen Hamburger geknackt hast, dann hast du ihn als Freund fürs Leben. So ist das auch bei mir: Wenn man mich als echten Freund hat, kann man sich ein Leben lang auf mich verlassen.

Ajouré: Wie lebt es sich denn so als Hamburger in Berlin?

Jerry: Ich sage immer, ich bin ein Exil-Hamburger. In der Tat hat es eine Weile gedauert, bis ich hier wirklich angekommen bin. Als Hamburger bin ich es gewohnt, dass sich Menschen freundlich gegenüber treten. Hier bin ich dann aber doch überrascht gewesen, wie unhöflich Berliner sind. Nach Berlin zu ziehen war damals aber eine ganz bewusste, logische Entscheidung, weil hier das Film-Business ist – emotional hat es aber gedauert, bis ich mit der Stadt warm wurde. Man sagt ja, es dauert in etwa ein Jahr, bis man in einer neuen Stadt so richtig ankommt – bei mir waren es vier!

Ajouré: Ist Berlin für dich tatsächlich so verrückt, wie immer alle sagen oder vielleicht sogar noch mehr?

Jerry: Ich glaube, jeder, der nach Berlin kommt, kann das finden, was er sucht. Wenn du verrückt bist findest du hier genauso Verrückte wie dich. Wenn du eher gelassener und ruhiger bist wirst du auch das in dieser Stadt finden. Ich finde Berlin hat einfach alles – und das alles auch in viel!
 

Jerry Kwarteng

 

Ajouré: Du bist in dem Projekt „Schwarze Filmschaffende Community“ engagiert. Wie kam es dazu?

Jerry: Es ging mit zwei Kolleginnen aus Österreich los, die diese Gruppe gegründet haben. Ich bin eingestiegen, nachdem sie mich gefragt haben, ob ich aktiv werden möchte – und ich fand das sehr wichtig. Es ist noch sehr einseitig, wie wir in den Medien gesehen werden. Es ist noch nicht möglich, dass schwarze Menschen als diejenigen teilnehmen, die sie auch in der Gesellschaft sind. Ich bin das beste Beispiel: Ich bin ein Hamburger Jung, in Deutschland geboren und aufgewachsen, ich sehe so jemanden wie mich aber nicht im Fernsehen. Ich habe Jura studiert, Schauspiel gemacht – ich bin nun wahrlich kein Typ, der ein Ausländer oder Flüchtling ist. Viele schwarze Familien leben schon seit fünf Generationen hier. In den Medien sind wir aber kaum vertreten und wenn, dann nur stereotypisch. Natürlich können das auch spannende Geschichten sein, man könnte uns aber auch anders darstellen – gerade das finde ich in der heutigen Zeit wichtig! Schwarze gab es schon vor dem 1. Weltkrieg in Deutschland – da frage ich mich, wie lange brauchen wir denn, um „deutsch“ zu werden!?

Ajouré: Welche Ziele möchtet ihr damit umsetzen?

Jerry: Ich glaube, was die Menschen im Fernsehen nicht sehen, kommt auch nicht in ihren Köpfen an und ich finde, dass das Fernsehen den Auftrag hat, Stereotype aufzubrechen, indem es die Realität einfängt. Mit dem Projekt möchten wir erreichen, dass mehr Schwarze, so wie wir sind, in den Medien vertreten werden – nicht nur vor der Kamera, sondern auch dahinter. Es gibt wahnsinnig viele schwarze Regisseure und Regisseurinnen, die es schwer haben ihre Filme hier zu produzieren und zu veröffentlichen, weil sie eben andere Geschichten erzählen. Ich will den Sendern nahebringen, dass es auch eine tolle Möglichkeit ist sich ihrer Geschichten zu bedienen. Mit unserer Community haben wir es geschafft uns zu vernetzen, um miteinander auch zu kooperieren. Es können auch Filme aus einem deutschen Blickwinkel gemacht und mit schwarzen Schauspielern besetzt werden. Wir sind keine Meckerer, sondern wir wollen zeigen, dass es uns gibt und man sich unserer Möglichkeiten bedienen kann.
 

Ajouré: Du bist auch viel im Ausland tätig – wie unterscheiden sich internationale Produktionen von deutschen?

Jerry: Den Unterschied sehe ich nicht in den Produktionen, sondern mehr im Arbeiten. Sie haben einen Reichtum an Geschichten und sie lassen sich auch nicht so festlegen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir in Deutschland die Dinge zu verkopft angehen – weil zum Beispiel Komödien oder ein Film über unsere Geschichte um 1945 viel Geld einspielen. Wir machen tolle Filme, keine Frage – aber es gibt so viel mehr zu erzählen, als nur Krimis, Komödien und Geschichten aus der Nachkriegszeit. Und das sehe ich im Ausland – Filme, die auch mal verrückt sind und nicht viel kosten.
 

Jerry Kwarteng

 

Ajouré: Welche Rolle würdest du gerne einmal spielen?

Jerry: Ich würde gerne einmal eine Action-Rolle spielen – ein Agent wäre nicht schlecht!

Ajouré: Welches Erlebnis ist dir bei Dreharbeiten am meisten in Erinnerung geblieben?

Jerry: Ich hatte das Glück, aufgrund meiner „Exoten-Rolle“, die ich ja hier in deutschen Produktionen einnehme, schon bei vielen krassen Sachen mitzuwirken. Das war meistens im Independence-Bereich, wo es emotional schwierig für mich wurde gewisse Rollen überzeugend zu spielen. Aber das macht natürlich auch Spaß eine andere Seite, die in einem vielleicht verborgen liegt, vor der Kamera ausleben zu dürfen.

Ajouré: Beschäftigen dich deine Rollen auch noch nachdem die letzte Klappe gefallen ist?

Jerry: Während der Dreharbeiten versuche ich natürlich nicht aus der Rolle zu kommen. Manche Rollen wirken aber tatsächlich auch noch nach finalem Drehschluss nach.

Ajouré: Aktuell hast du im neuen Tarzan-Film einer Rolle deine Stimme verliehen. Wie war die Arbeit im Synchronisations-Studio für dich?

Jerry: Ich habe das schon einmal in einem viel kleineren Rahmen gemacht. Das war jetzt meine erste große Synchronarbeit und es war schon spannend. Es geht ja bereits damit los, dass die Technik eine ganz andere ist. Als Schauspieler erarbeite ich eine Rolle, die Texte und die Situation, woraus dann eine Emotion entsteht. Bei der Synchronisation fallen diese Arbeitsschritte weg und ich muss nur noch versuchen, die deutsche Emotionslage und richtige Stimme zu finden. Außerdem muss man natürlich auch den den richtigen Einsatz finden und die Stimmung transportieren. Das macht sehr viel Spaß und ich bin sehr dankbar, dass ich die Chance dazu bekommen habe.
 

Jerry Kwarteng

 

Ajouré: Was sind deine Pläne für die Zukunft? Möchtest du bei der Schauspielerei bleiben oder hast du noch andere Träume, die du gerne verwirklichen möchtest?

Jerry: Oh, ich habe so viele Träume. Ich bin ein wenig stur – ich habe die Chance ins Ausland zu gehen und an internationalen Projekten teilzunehmen, das ist auch ganz spannend, aber ich möchte unbedingt in Deutschland arbeiten. Ich möchte, dass wir uns dahin entwickeln, dass Menschen wie ich auch normale und spannende Rollen spielen können. Mein großes Ziel, was aber wahrscheinlich noch etwas dauern wird, ist es, aus unserer Community heraus eigene Filme zu produzieren, die dem Publikum gefallen und die auch gebraucht werden. Als nahes Ziel versuche ich natürlich an neue, spannende Rollen zu kommen.

Ajouré: Danke, Jerry.

 

Fotos: Ajouré Redaktion; Paul Partyzimmer

Bastille Day – Filmkritik & Trailer

Der begabte Taschendieb Michael Mason (Richard Madden) klaut sich wieder einmal durch seine Wahlheimat Paris, als er an die Tasche einer jungen Frau (Charlotte Le Bon) gerät. Gerade als er die Tasche um die Wertsachen erleichtert und abgestellt hat, explodiert darin, kaum dass er einige Meter weiter ist, eine Bombe und reißt vier Menschen in den Tod.

Die Pariser Polizei und der CIA Agent Sean Briar (Idris Elba) starten daraufhin eine wilde Verfolgungsjagd nach dem vermeintlichen Bombenleger. Als es Briar vor den französischen Kollegen gelingt, den Verdächtigen zu schnappen, wird ihm schnell klar, dass hier ein merkwürdiges Spiel gespielt wird. Mit Hilfe von Mason macht er sich dran, die Drahtzieher hinter dem Attentat zu stellen.

 

 

Ungeplant aktuell

Gute Action und eine ordentliche Story bietet der neue Streifen „Bastille Day“ mit Idris Elba und Richard Madden in den Hauptrollen.

Mit dem bereits 2014 gedrehten Film thematisiert Regisseur James Watkins Terror und kriminelle Machenschaften in Europa, ohne zum Zeitpunkt der Dreharbeiten zu wissen, dass diese Dinge in den heutigen Tagen brandaktuelle Themen sind. Dennoch, gerade weil der Film eine etwas andere Richtung einschlägt, nicht der schlechteste Zeitpunkt, ihn zu präsentieren.

Die Story selbst ist, genretypisch, einfach und bietet nur wenige Überraschungen, kann aber bis auf ein paar Löcher in der Logik ganz solide abliefern. Die Inszenierung und Vorgehensweise der Filmer ist dabei recht oldschool, aber genau das erfüllt die Erwartungen an diese Art Film.

Den stärksten Part hat bei allem wohl Idris Elba inne, der zwar sehr stereotypisch den harten CIA Ermittler gibt, damit aber durchaus auf ganzer Linie überzeugen kann. Lediglich etwas mehr Vorgeschichte seiner Figur zu erfahren, wäre hier wünschenswert gewesen. Als gute Ergänzung, um dem harten Haudrauf noch eine geschmeidigere und weniger toughe Figur an die Seite zu geben, um so das Handlungspektrum zu erhöhen, macht sich Schauspieler Richard Madden als Taschendieb der Oberklasse.

 
Bastille Day
Kinostart: 23. Juni 2016

 

Guter Genrevertreter

Insgesamt gibt es über „Bastille Day“ wenig mehr zu sagen. Eine gute Besetzung trifft auf eine interessante Geschichte, die solide umgesetzt wurde. Klassische Actionkost mit aktuellem Themenbezug. Kann man sich ansehen!

Schau dir auch unsere Kritik zu Assassin’s Creed an!

Assassin’s Creed – Filmkritik & Trailer

 
Fotos: StudioCanal Deutschland

„M“-ächtig viel Kraft – der neue BMW M760Li xDrive

Auto- und Motorsportbegeisterte kommen dieser Tage kaum an einem Thema vorbei: BMW. Warum? Ganz einfach. BMW wirbelt die Autobranche mit dem auf 500 Stück limitierten Sondermodell „30 Jahre M3“ und dem ersten 7er auf M-Basis auf. Grund genug für uns, beide unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, auf was wir Zylinder-Fans uns dieses Jahr freuen dürfen.

Da wird die Branche wohl Augen machen, denn BMW wirft einen mehr als ernstzunehmenden Konkurrenten auf den Markt. Porsche mit dem Panamera Turbo und Turbo S, Mercedes und deren S 63 AMG, als auch Audi mit dem A8 W12, dürften wohl ein wenig die Luft wegbleiben. Was hat BMW denn da gebaut! Zugegeben, es war an der Zeit, einen abartig leistungsstarken 7er zu entwerfen, aber daran, dass dieser dann in seiner Endgültigkeit kaum zu übertreffen ist, hat wohl niemand gedacht. Gewünscht ja. Gedacht nein.

Spoiler-Alarm: Autobegeisterte möchten sich bitte setzen und eine Kreislauftablette einwerfen, bevor sie weiterlesen, denn es wird schneller, größer und übertriebener als man es sich auf Anhieb vorstellen kann.

Wir, die AJOURE´, berichteten bereits im September 2015 von der neuen BMW 7er Baureihe und waren damals schon begeistert, was Formen, Innovationen und Ausstattung anging. Mit dem neuen BMW M760Li xDrive bekommt die BMW 7er Reihe nun ihr Topmodell.
 

BMW M760Li xDrive Fahrt
 

Die wohl wichtigste Frage vorab: Was treibt den BMW M760Li xDrive an?
Erstmals kommt der neue M Performance TwinPower Turbo Zwölfzylinder-Benzinmotor zum Einsatz. Eingesperrt unter einer Motorabdeckung mit „M Performance“ Schriftzug schlummert ein 6,6 Liter Triebwerk, welches herausragende 610 PS bei 5500 Umdrehungen leistet. Doch damit nicht genug. Bereits bei 1500 Umdrehungen stehen dem BMW M760Li xDrive 800 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Dass diese Leistung gierig am Tank schlürft, dürfte klar sein. BMW gibt einen kombinierten Verbrauch von 12,6 Liter auf 100 Kilometer an. Bei, nennen wir es „M-Fahrweise“, dürfte der angegebene Verbrauch allerdings nicht annähernd haltbar sein.

Dem Hochleistungsmotor mit M Performance TwinTurbo Technologie ist es zu verdanken, dass der BMW M760Li xDrive in nur 3,7 Sekunden über die magische Grenze von 100 km/h donnert. Wählt man das optionale M Driver’s Package, so wird die Höchstgeschwindigkeit von serienmäßigen 250 km/h auf 305 km/h angehoben und dann auch hier wieder werksmäßig abgeriegelt. Serienmäßig wird die Kraft durch das moderne 8-Gang Steptronic Sport Getriebe übertragen. „Seine M Performance spezifische Abstimmung der Schaltprogramme mit sportlicher ausgeprägten Gangwechseln und höherer Rückschaltspontanität im gesamten Drehzahlband wurde speziell an die Motorcharakteristik des V12-Triebwerks angepasst“, so BMW. Dank moderner navigationsdatengestützter Schaltstrategien trägt das 8-Gang Steptronic Getriebe zum Fahrerlebnis bei.

Der neue BMW M760Li xDrive weist die beste Fahrdynamik seiner Klasse auf und laut BMW ohne Einschränkungen in Sachen Fahrkomfort. Wie ist das möglich? Zum einen auf Grund der exklusiven 20 Zoll M Leichtmetallräder in Cerium Grey metallic matt und zum anderen durch seine aktive Wankstabilisierung, die die Bewegungen der Karosserie auf ein Minimum reduzieren. Dies realisiert das Fahrwerkssystem Executive Drive Pro, welches ausgeprägte Fahrdynamik und gleichzeitig den größtmöglichen Fahrkomfort bietet. Des Weiteren verfügt der neue BMW M760Li xDrive über ein hinterradbetontes Allradsystem, welches je nach Situation, die Kräfte dort hin verteilt, wo sie benötigt werden. Das neue Flaggschiff aus dem Hause BMW hat Dank der Integral-Aktivlenkung zusätzlich zur direkteren Lenkübersetzung an der Vorderachse noch ein fahrsituationsabhängiges Mitlenken der Hinterachse mit an Bord, wodurch der Lenkaufwand bei niedrigen Geschwindigkeiten und ebenso bei sportlicher Fahrweise sinkt. Im Ernstfall wirft beim neuen BMW M760Li xDrive eine 19-Zoll M Sportbremse den rettenden Anker und bringt das Geschoss mit bestmöglichen Verzögerungswerten zum Stehen.
 

BMW M760Li xDrive Seite
 

Die innovativen Fahrassistenzsysteme sind die gleichen, wie bei der restlichen 7er Baureihe. Beim Driving Assistant Plus Umfang sind neben Lenk- und Spurführungsassistenten ebenfalls Spurhalteassistenz mit Seitenkollisionsschutz und die Prävention Heckkollision, sowie die Querverkehrswarnung dabei. Für eine 3D- und eine Panorama-Ansicht im Control Display sorgt das neue Surround View System. Die Aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go-Funktion berücksichtigt nun ebenfalls Tempolimits, die vom System erkannt werden.

Woran erkennt man den neuen BMW M760Li xDrive?
Da wäre die M Sportabgasanlage, die akustisch für einen überragenden V12 Sound sorgt und optisch Doppelendrohre in galvanisiertem Cerium Grey beinhaltet. Das M Aerodynamikpaket bringt dazu vergrößerte Lufteinlässe in der Frontschürze mit sich und die bereits erwähnten 20 Zoll-Reifen. Ebenfalls Cerium Grey lackiert sind Nierenrahmen und Stabfronten der Nierenstäbe, Frontschürzenspange, Spangen der Türaußengriffe, des Air Breather, sowie des Kofferraumgriffs, die Spiegelkappen, der V12 Signets an den C-Säulen, sowie die seitlichen M Logos und das xDrive Emblem am Heck.

Das Interieur kann sich sehen lassen. Es reicht vom exklusiven M Lederlenkrad bis hin zu Perlglanz Chrom Multifunktionstasten auf den Lenkradspeichen. Bein Öffnen der Türen erstrahlt ein beleuchtetes V12-Logo und lässt bereits vor dem Starten des Motors erahnen, was gleich passiert. Intuitive Bedienungen Dank Touch Display und Gestiksteuerung durch das iDrive System – es bleiben keine Wünsche offen. Durch Gestik gesteuert werden Infotainment-Funktionen. Alles natürlich möglichst komfortabel und intuitiv. Bedeutet, dass die Lautstärke des Audioprogramms, sowie die Annahme und das Auflegen eingehender Anrufe gesteuert werden kann. Als kleines zusätzliches Gimmick hat BMW in die Mittelkonsole eine Smartphone-Halterung verbaut, die induktives Aufladen ermöglicht.
 

BMW M760Li xDrive Innenraum
 

Preislich liegt BMW mit dem neuen BMW M760Li xDrive im Mittelfeld, das Topmodell startet bei 166.300 Euro. Fahrspaß garantiert.

 

Fotos: BMW Presse