Ajoure Blog Seite 192

14 Dinge, die du in Berlin mal gemacht haben musst

Kaum eine andere Stadt hat so eine kulturelle Vielfalt zu bieten, wie Berlin. Hunderte Sehenswürdigkeiten, Aussichtspunkte, Bars und Clubs zeichnen die wunderschöne deutsche Hauptstadt. Bei einem einmaligen Besuch ist es schwer, sich bei diesem Angebot zu entscheiden. Deshalb haben wir dir zwei Guides mit den spektakulärsten Plätzen in Berlin erstellt, damit du deinen perfekten Berlin-Aufenthalt planen kannst.

 


Der Touri-Guide


Im Touri-Guide findest du die klassischen Sehenswürdigkeiten, die jedermann kennt und zu denen man kein zweites Mal hingehen muss. Diese Ziele solltest du dennoch auf jeden Fall einmal gesehen haben, bevor du zum Spezial-Guide übergehst.

 

U-Bahn fahren

Eines der banalsten und zugleich interessantesten Dinge verpassen die meisten Touristen, wenn sie in Berlin sind. Dabei kostet eine U-Bahn-Fahrt für zwei Stunden gerade einmal 2,70 €. Kein anderes Verkehrsnetz in Deutschland ist so gut koordiniert wie das des Berliners Verkehrsbetriebs BVG. Nix mit Verspätung wie bei der Deutschen Bahn. In Berlin fahren die meisten Linien im Fünf-Minuten-Takt und ermöglichen so eine flexible Fortbewegung für jeden Touristen, der von A nach B muss.

U-Bahn

 

Besuche das Holocaust Denkmal

Dieses Denkmal steht für die rund 6 Millionen Juden, die unter Hitlers Herrschaft ermordet wurden. Es ist ein atemberaubender Anblick, der sich aus einem wellförmigen Feld auf einer 19.000 Quadratmeter großen Fläche und aus 2.700 Steinklötzen zusammensetzt. 1999 veranlasste der Bundestag den Bau, der über zwei Jahre dauern sollte. Heute wird das Denkmal jeden Tag von hunderten von Menschen besucht. Kinder spielen in den Gängen und unzählige Fotografen versuchen die Bildgewalt einzufangen. Dieser Anblick lohnt sich allemal, aber verhalte dich bitte respektvoll.

Denkmal

 

Berliner Fernsehturm

Der Fernsehturm am Alexanderplatz ist mit seinen 368 Metern das höchste Bauwerk in Deutschland und somit das vierthöchste freistehende Bauwerk in Europa. In nur 40 Sekunden fährst du 200 Meter in die Höhe und erhältst dafür einen 360-Grad-Panoramablick über die gesamte Stadt. Die Kosten für einen Erwachsenen belaufen sich auf 17,50 € und die eines Kindes auf 10,50 €.

Fernsehturm

 

Berlin und die Spree

Entdecke Berlin bei einer maritimen Stadtrundfahrt in einer 2,5-stündigen Tour. Sowohl das Regierungsviertel und das Schloss Bellevue, als auch den Berliner Dom, die Museumsinsel und den Hauptbahnhof kannst du vom Boot aus erkunden. Eine interessante Live-Moderation in deutscher Sprache, sowie drei köstliche Menüs erwarten dich hier. Buche also noch heute deine Spree Traumfahrt durch Berlin und du erhältst kostenloses Wissen dazu.

Spree

 

Mauerpark Flohmarkt

Der Flohmarkt am Mauerpark ist für Touristen und Anwohner ein Muss. Zahlreiche Stände mit Vinyl, Schmuck, Secondhand-Ware und -Mode warten hier auf einen Liebhaber, der sein ganzes Leben schon danach gesucht hat. Der Mauerpark ist außerdem ein toller Place-to-be, da hier im Sommer Konzerte, Karaoke und andere Veranstaltungen stattfinden.

Flohmarkt

 

Checkpoint Charlie

Der Checkpoint Charlie zählt zu den bekanntesten Orten in Berlin und ist ein ehemaliger militärischer Kontrollpunkt. Allerdings sind die originalen Wachtürme und Schlagbäume bereits durch Nachbauten ersetzt worden. Doch stört dies die abertausenden Besucher nicht, die jedes Jahr zur Besichtigung kommen. Charlie war einst ein Grenzübergang, den die Amerikaner noch bis 1990 kontrollierten. An kaum einem anderen Ort herrschte zu Zeiten des Kalten Krieges eine so düstere und angespannte Atmosphäre. An diesem Platz wurde Geschichte geschrieben.

Checkpoint Charlie

 

Berliner Zoo

Der älteste Zoo Deutschlands und noch dazu einer der artenreichsten der Welt. Hier tummeln sich 18.600 Tiere auf einer Fläche von 33 Hektar. Etwa 1400 Arten leben in dem inzwischen 173 Jahre alten Zoo. Namentlich passend liegt der Zoo direkt am Bahnhof Zoologischer Garten, was einen wahrer Segen für alle Anreisenden bedeutet. Fun Fakt: Die erste Bombe der Alliierten, die im 2. Weltkrieg auf Berlin abgeworfen wurde, tötete den einzigen Elefanten, der im Zoo lebte.

Zoo

 
Schon gewusst?

20 Sätze, die ein Berliner niemals sagt

 


Der Spezial-Guide


Im Spezial-Guide präsentieren wir dir unsere Geheimtipps. Für alle, die es satthaben, immer wieder durchs Brandenburger Tor zu laufen, kommen nun ein paar erfrischende Ideen, wie sie ihren nächsten Aufenthalt spannender und abwechslungsreicher gestalten können.

 

Tempelhofer Feld

Schnappe dir Fahrrad, Skateboard, Rollschuhe, Drachen, Drohne und/oder einen Picknickkorb und besuche den alten Flughafen Tempelhof. Seitdem 2010 das Tempelhofer Feld der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, treffen sich dort jeden Tag hunderte Menschen, die Sport treiben, spazieren gehen, Rad fahren oder einfach im Gras relaxen. Das ehemalige Rollfeld hat eine perfekte Haptik, um es zu befahren und die Wiesen sind groß genug, um ein ganzes Camp darauf aufzuschlagen.

Tempelhof

 

Kater Blau

Gutes Essen, gutes Bier, die besten DJs Berlins und ein Jutebeutel voller Spaß erwarten dich im Kater Blau. Ein Club mit Außenbereich und Partyschiff am Spreeufer, mit Electro- und Tech-House-DJs. Der Kater Blau ist einer der angesagtesten Szeneclubs, kostet 14 Euro Eintritt und öffnet sowohl am Wochenende, als auch unter der Woche seine Pforten.

Kater Blau

 

Tiergarten

 
Der Tiergarten ist die älteste und größte öffentliche Parkanlage Berlins. Er ist seit 1991 aufgrund seiner historischen und gartenkünstlerischen Bedeutung als Gartendenkmal geschützt und lädt zu erholsamen und ausgiebigen Spaziergängen ein. Die 500-järhige, natürliche Entwicklung spiegelt die Faszination längst vergangener Epochen wieder. Ein Erlebnisbesuch, den du nicht mehr so schnell vergessen wirst.

Tiergarten

 

Klassisches Konzert

Besuche im Berliner Dom ein klassisches Konzert und füge dich der visuellen und auditiven Gewalt dieses Ortes. Die größte Kirche Berlins bietet Gottesdienste, Führungen und über 100 Konzerte und Veranstaltungen im Jahr. Für jeden, der auf der Suche nach Kultur ist, ist hier der ideale Ort, um sich tragen zu lassen.

Konzert

 

Gendarmenmarkt

Besuche auch den Gendarmenmarkt und schlendere an den historischen Gebäuden oder den besonderen Geschäften in der Nähe entlang. Tanke wieder Energie, trinke einen Kaffee, lies ein Buch und entspanne dich. Bis ins 17. Jahrhundert zurück lassen sich dort Spuren von Raum und Zeit finden. Mit viel Fantasie betrittst du eine historische Zeitreise oder wirst mit einer bunten Veranstaltung konfrontiert.

Gendarmenmarkt

 

Rätseln und Schießen

Wer die bunte Popkultur Berlins erleben möchte, kann ein Room-Escape-Game besuchen und zusammen mit seinen Freunden beispielsweise im Big Bang Escape Room seine grauen Zellen mobilisieren. Doch Berlin bietet natürlich viele weitere Möglichkeiten, für Spaß zu bezahlen. Beispielsweise kannst du deine Freunde beim Laser Tag mit Licht beschießen, beim Schwarzlicht Minigolf einlochen, beim Paintball deine Geschwister jagen oder dich beim Base Flying vom Hotel Park Inn aus 125 Metern in den freien Fall stürzen.

R und S

 

Nollendorfplatz

Die Gegend um den Nollendorfplatz birgt einige Überraschungen. Sehr viele Märkte und Bars befinden sich hier. Gezeichnet von inspirierter Street Art zeigt das Gebiet um den Nollendorfplatz Berlins wahre Natur. Hier kannst du einfach schlendern und deinen Körper gehen lassen, wohin es ihn auch immer zu treiben vermag … einen Blick zu wagen lohnt sich allemal.

Nollendorfplatz
 


Foto: spreefoto.de; Joerg Fockenberg; Danita Delimont; Busà Photography; RICOWde; travelgame; Stephen Rafferty; Rico Nehmke; Svein Nordrum; Sebastian Kopp; Cultura RM Exclusive/Gu; Caiaimage/Tom Merto; @by Feldman_1; Sean Murphy; Jannis Werner / Getty Images

Die Sommerstyles aus den Fashion Städten


Der Frühling war noch eine bequeme Jahreszeit für relaxte Männer, luftige und lockere Kleidung zu tragen. Doch der Sommer lässt nicht auf sich warten. Diese Looks tragen Männer rund um den Globus in allen Fashion- und Lifestyle-Metropolen. Unsere Sommerstyles sind geprägt von lässigen Hosen, trendigen Sonnenbrillen und maßgeblich fantastischen Schuhen, Shirts und Jacken. Wir hoffen, du lässt dich von unserer Auswahl aus modernen modischen Outfits inspirieren und trägst zur Verkörperung deiner Fashionstadt bei.

 

Sydney – Der Hut-Träger

 
Hut-Träger Sommerstyles

 

 

Rio de Janero – Der Business Punk

 
Business Punk Sommerstyles

 

 

Berlin – Der Extravagante

 
Extravagante Sommerstyles

 

 
 
Noch mehr Styles:

1 Mann – 3 Styles: Experimentiere auch du mit diesen drei coolen Street Styles

 

London – Der Hipster Typ

 
Hipster Typ Sommerstyles

 

 

Mailand – Der schlichte Skater

 
Schlichter Skater Sommerstyles

 

 

Paris – Der Cool Guy

 
Cool Guy Sommerstyles

 

 

 

Fotos: spreephoto.de; James Farley; Cultura Exclusive/Lost Horizon Images; Piero Damiani; Paul Biris; Stuart Ashley; Mauricio Santana; Vanni Bassetti; Edward Berthelot; Kirstin Sinclair; Timur Emek/Getty Images

Echo Look: Amazons nächster Streich

Seitdem Amazons Sprachassistent Alexa veröffentlicht wurde, bringt Amazon immer weitere, neue Produkte auf den Markt, die sich Alexa zu Nutze machen. Der neue Fire TV Stick und die Smart Home Box Amazon Echo zeigen, was für Einsatzmöglichkeiten Alexa besitzt. Die neuste Idee von Amazon ist eine aufstellbare Kamera, welche ebenfalls auf den Sprachassistenten zurückgreift. Doch wozu soll das eigentlich gut sein?

 

Outfit of the Day

 
Die Kamera namens Echo Look macht Alexa zur Modeberaterin. Die Kamera nimmt per Sprachbefehl Fotos oder Videos auf, außerdem kann sie mit weiteren Alexa-typischen Funktionen dienen, wie dem Vorlesen der Tagesthemen oder der Wettervorhersage. Durch das Foto wird dein Outfit komplett aufgenommen und der Hintergrund wird verschwommen angezeigt, um den Augenmerk auf dich und dein Outfit zu legen. Dies ist natürlich schon ein großer Vorteil für Instagram-Fotos nach dem Motto: Outfit of the Day.

 
Mehr zu Amazon:

Der neue Amazon Fire TV Stick 2: Der derzeit beste Streaming-Player?!

 

Style Berater

 
Das wohl markanteste Feature von Echo Look ist allerdings der Style-Check. Hier vergleicht die KI zwei Outfits mit Hilfe von bestimmten Algorithmen. Um dein Outfit zu bewerten, greift Echo Look auf aktuelle Trends und die Meinungen von Amazons eigenen Modespezialisten zurück. Da Alexa jeden Tag dazulernt, soll sich das Programm immer besser an den Nutzer und seinen Style anpassen können. Natürlich kannst du die Fotos auch speichern und somit immer deinen Kleiderschrank bei dir haben, außerdem vergisst du so nie deine Lieblingsoutfits. Falls du viele Fotos in den sozialen Medien teilst, ist diese Kamera auf jeden Fall eine große Hilfe.

 

 
 
Noch ist Echo Look nicht erhältlich, man kann sie lediglich vorbestellen und muss auf seine Einladung warten. Dies gilt momentan allerdings nur für die USA, wo die Kamera für knapp $ 200 auf den Markt kommen soll. In Deutschland kann man Amazons neusten Streich noch nicht vorbestellen. Wann die Kamera hierzulande erhältlich ist und wie viel sie kosten wird, ist noch nicht bekannt.

 

Foto: Echo Look / Amazon

Wonder Woman – Filmkritik & Trailer

Wonder Woman – Die Story

Auf der durch eine Tarnvorrichtung versteckten Insel Themyscira leben die Amazonen, angeführt von ihrer Königin Hippolyta (Connie Nielsen) in Frieden und ohne Berührung zur Außenwelt. Als einziges Kind zwischen all den erwachsenen Frauen lebt Diana (Lilly Aspell, später Gal Gadot), die Tochter der Königin und ein Geschenk von Gott Zeus.

Als einige Jahre später, Diana ist zu einer Frau und guten Kämpferin herangewachsen, der Soldat Steve Trevor (Chris Pine) mit einem Flugzeug der Deutschen die Barriere zur Insel durchbricht, ändert sich das Leben der Amazonen schlagartig. Denn die Soldaten, die ihn mit Schiffen verfolgen, bringen Tod und Verderben auf die Insel. Und auch wenn der Angriff abgewehrt werden kann, steht für Diana fest: Ares, der Gott des Krieges, steckt hinter diesem grausamen Krieg, der in der ganzen Welt wütet. Und so begleitet sie Trevor nach London, um von dort an die Front zu gelangen.

Doch so einfach, wie Diana sich das alles vorstellt, sind weder Krieg noch Menschen. Und bald muss sie einsehen, dass es mehr gibt als reines Gut und Böse.

 

 

Amazone Prime

Mit Wonder Woman präsentiert DC nach den Filmen Man of Steel, Batman v Superman und Suicide Squad einen Film, der sich deutlich runder anfühlt, als die Vorgänger.

Mit einer guten Mischung aus Superhelden Action, Humor und Drama kann der Film ziemlich punkten. Zwar sind immer noch nicht alle Szenen rund, und der ein oder andere lustige oder pathetische Moment holpert noch etwas, aber ENDLICH besitzt DC Humor.

Das klappt besonders im Zusammenspiel von Chris Pine und Gal Gadot sehr gut. Aber die Chemie zwischen diesen beiden Figuren gelingt im Film sowieso hervorragend und trägt einen großen Teil dazu bei, dass der Film überhaupt so gut funktioniert.

Daneben sind es eine klare Positionierung der Figur der Diana, die eher schwarzweiß denkt und ihr Aufeinandertreffen mit der realen Welt, die so anders ist, die Grundlagen für den gelungenen Inhalt und Hintergrund des Films. Hier wäre nur schön gewesen, das Weltfremde der Hauptfigur noch mehr durchzuziehen, denn während sie sich in einigen Situationen irritiert zeigt, erscheinen ihr andere Dinge völlig selbstverständlich, die sie unmöglich aus ihrem Inselleben kennen kann.

Generell entwickelt sich der Film von einem mittelprächtigen Start, über eine sehr gelungene Mitte, hin zu einem soliden Ende, das nur durch ein nicht ganz so überzeugendes Finale etwas getrübt wird.

 

Der beste DC-Film bislang

Wenn man vom filmischen Tiefpunkt Batman v Superman absieht, haben sich die DC-Filme mit jedem neuen Teil gesteigert. Mit Wonder Woman legt Regisseurin Patty Jenkins nun nochmals eine ordentliche Schippe drauf und serviert einen Superhelden-Film, der dem typischen Marvel-Streifen in nichts nachsteht.

Wem die Marvelfilme zu bunt und zu bedeutungslos erscheinen, aber die bisherigen DC-Filme zu ernst und trostlos, der bekommt mit Wonder Woman die richtige Mischung gereicht. Wer sich sowieso als Superhelden-Fan versteht, der sollte diesen Film erst recht nicht verpassen.
 

Wonder Woman
Filmstart: 15. Juni 2017
Filmlänge: 2 Std. 21 Min.

 

Fotos: Warner Bros. GmbH

Nichts geht mehr ohne diese Sommer-Trends

Was verbirgt sich hinter den stylishen Trends für den Sommer?

Nichts Geringeres als die Frage nach dem Wollen und nicht des Seins. Schließlich wird das Rad nicht jedes Jahr neu erfunden und wir beziehen uns nur allzu gerne auf Gewohntes aus der Vergangenheit. Wie sonst haben Bärte, Strickpullover oder aufgerissenen Jeans in den letzten Jahren wieder Einzug gefunden?

Der Grundsatz des weltbekannten Künstlers Takashi Murakami lautet insofern: Man entnehme ein dir bekanntes Element aus einem Bild und setze es in einen neuen Kontext. So und nicht anders verhält es sich auch mit der Mode und letztlich auch mit Trends.
 

Blousons & Khaki

Was einst die American Air Force als Uniformjacke nutzte, kultivierten Labels wie Alpha Industrie in die deutsche Hip-Hop-Szene und die Bomberjacke wurde schließlich zum Mode-Klassiker. Sie sind einfach zu kombinieren und strahlen immer einen leichten Military-Charme aus. Kein Wunder, dass in den letzten Jahren auch der Camouflage-Look auf Jacken, Shirts und Hosen Einzug hielt. Was gut ist, währt auch lange. Wir sagen Outfits mit Khaki-Tönen und den sportlichen Blousons noch ein langes Leben voraus und deshalb sind sie bei den Sommer-Trends 2017 definitiv mit dabei.
 


 

Maritim

Das blau-weiß gestreifte Breton-Shirt haben wir niemand geringeren als den französischen Seefahrern zu verdanken. Im Land des guten Weines, Baskenmützen und Schnurrbärten begeisterte sich 1917 Coco Chanel für den gestreiften Stoff und brachte die einstige Marine-Uniform in die Kleiderschränke der Häuser. Dies führte dazu, dass in den 20ern und 30ern Frankreich in ein Meer des maritimen Looks getränkt war. Das wiederum löste mit Hilfe von James Dean auch einen Trend in Hollywood aus. Heute muss es jedoch nicht mehr ausschließlich das blau-weiße Shirt sein. Zig Varianten und nicht zuletzt der Hype um gestreifte Strickpullover letzten Jahres machen den maritimen Look auch in diesem Sommer zu einem unverkennbaren Style.
 


 

Hochwasser

Von Paris bis London, auch in diesem Jahr trägt Mann Hosen mit Hochwasser. Als der Berliner Designer Michael Michalsky auf der Fashion Week alle Zweifel ausradierte, ging der Kurzhosenlook steil. 2016 krempelte man die Hose noch auf Höhe der Knöchel. 2017 schließen die Hochwasserhosen schon deutlich darüber. Passende Schuhe, vorzugsweise Sneaker, und der Trend-Style steht.
 

Doch es bleibt immer eine Frage des persönlichen Stils. Apropos Frankreich. Solltest du dich auf den Sommer vorbereiten wollen, verweisen wir auf das Modelabel Daniel Hechter, wo du sowohl coole Blousons als auch stylishe maritime Kleidung findest. Viel Spaß beim Stöbern im Onlineshop.

 

Fotos: PR / Daniel Hechter; Instagram

Das verrät uns Johannes Oerding im Interview

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Wir trafen Singer-Songwriter Johannes Oerding in Berlin zum Interview und sprachen mit ihm über den Entstehungsprozess zu seinem neuen Album „Kreise“ und darüber, was bei ihm zuerst kommt: Melodie oder Text.

 

Ajouré: „Kreise“ ist dein bereits fünftes Album – was ist anders, was ist musikalisch gleichgeblieben?

 
Johannes: Ich glaube, es ist schon eine Fortführung vom letzten Album. Vom Sound her bin ich wieder etwas „live-iger“ geworden – d.h. ich habe schon gleich versucht, mit der Band die Songs einzuspielen, anstatt mich vorm Rechner zu verschanzen und in Kleinstarbeit alles selber zu machen. Und inhaltlich glaube ich, ist es einfach noch breiter gefächert, indem ich mit den Themen weiter weg bin von den klassischen Singer-Songwriter-Themen wie Liebe, und Trennung.

In den letzten zwei Jahren ist einfach so viel passiert – nicht nur bei mir und in meinem privaten Umfeld, sondern auch im Weltgeschehen, was mich dazu bewogen hat, viel mehr Themen zu beleuchten – bei „Weiße Tauben“ geht es zum Beispiel um Politik, bei „Love Me Tinder“ um digital vs. analog – also darum, Dinge gesellschaftskritisch zu betrachten – dann geht es auf dem Album aber auch um das Urbane mit „Leuchtschrift“ und um das Dörfliche mit „Hundert Leben“. Ich habe dieses Mal also die Themen, die mich berühren, breiter aufgestellt.

 

Ajouré: Hast du die Themen inhaltlich vorab geplant?

 
Johannes: Nein, die habe ich vorher nicht geplant gehabt. Das kam aus einem inneren Drang heraus, etwas sagen zu müssen. Ich hatte eigentlich nie Lust, über Politik oder Religion zu singen, weil ich das immer für sehr private Themen hielt, aber ich bin jetzt auch in einem Alter, in dem ich mich wahnsinnig dafür interessiere und eine Haltung entwickelt habe, wodurch ich dieses Mal auch den Drang hatte, das aus mir heraus zu lassen. Die Themen plane ich also vorab nicht, aber ich gucke am Ende schon, welche sich ähneln und welcher Song dann relevanter oder besser ist, damit es keine Überschneidungen gibt und jedes Thema nur einmal vorkommt.

 

Ajouré: Wie war der Entstehungsprozess zu deinem neuen Album?

 
Johannes: Das Gute daran war, dass ich kein Konzept hatte. Ich habe zwei Jahre lang geschrieben, mir Zeilen überlegt, Ideen gesammelt. Zwischendrin bin ich dann immer wieder mal an die Nordsee gefahren, wo ich sehr gerne bin, wenn ich mal meine Ruhe brauche, und habe mich dort in ein Hotelzimmer verschanzt, mich sortiert und an den einzelnen Songs weitergeschrieben. Vieles davon habe ich dann auch schon mit der Gitarre ins Handy eingespielt und aufgenommen, um die ersten Melodien festzuhalten. Dann kam natürlich irgendwann auch der professionellere Prozess hinzu, bei dem man ins Studio geht und die Songs in richtig, gut und schön einspielt und aufnimmt. Das hat bei uns auch ein paar Wochen in Anspruch genommen. Aber wenn die Vision zu einem Song schon ganz klar da ist, und die habe ich Gott sei Dank immer, dann ist das Abarbeiten eigentlich gar nicht mehr so ein Akt.

 

Ajouré: Deine Alben erscheinen tatsächlich im 2-Jahres-Takt: Setzt du dir bewusst zeitliche Grenzen?

 
Johannes: Dieses Mal war ich sogar ganz verrückt und habe zwei Jahre und vier Monate Pause gemacht. Da habe ich die Leute mal richtig warten lassen! (lacht) Für mich hat das immer Sinn gemacht! Ich hatte immer viel Output und viele Songs in der Zeit geschrieben gehabt. Mir wird aber auch sehr schnell langweilig – wenn ich eineinhalb Jahre mit dem selben Song-Material unterwegs bin, lechzt jede meiner Zellen danach, wieder einmal etwas Neues zu machen. Ich will dann auch wieder einmal Gänsehaut kriegen, wenn ich einen Song zum ersten Mal auf der Bühne spiele. Denn ob man will oder nicht: Wenn man einen Song jeden Abend über mehrere Jahre spielt, dann hat man natürlich nicht mehr die gleiche Verliebtheit wie am Anfang.

 
 
Johannes Oerding

 

Ajouré: Uns ist zu Ohren gekommen, du seist Perfektionist. Feilst du da eigentlich auch manchmal zu lange an Songs herum und musst dich „zwingen“, sie irgendwann auch einfach mal beiseite zu legen und gut sein zu lassen?

 
Johannes: Ich gebe mir eine gewisse Zeit. Ich schreibe einen Song, dann lege ich ihn zur Seite und hole ihn nach ein paar Wochen schließlich wieder heraus, um zu gucken was nach wie vor gut ist und was weg muss, wo bleibe ich hängen, was stört mich immer. Dann versuche ich wirklich bis zum Schluss, also einer Deadline, die ich mir manchmal selber setze, diese Dinge zu beheben. Wenn ich also immer wieder an einer Stelle hängen bleibe und mir ein Ton nicht gefällt, dann muss das ausgebessert werden, sonst würde ich auch, wenn der Song erschienen ist, immer daran hängen bleiben. Da gebe ich mir schon Zeit. Womit ich aber keine Probleme habe, ist irgendwann eine Entscheidung zu fällen – Gott sei Dank! Ich eiere da nicht lange rum: Wenn wir z.B. zu zweit in einem Raum sitzen und einen Song so abgefeiert haben, Gänsehaut und eine Träne im Auge hatten, weil es so schön war, dann ist auch fertig!

Dann kann ich auch sagen: So, und nun raus damit! Was ich dieses Mal aber anders gemacht habe, ist, dass ich die Songs sehr lange für mich behalten habe. Ich habe sie nicht schon die ganze Zeit anderen Leuten gezeigt, weil jeder einfach immer eine Meinung hat oder das Gefühl, etwas sagen zu müssen – was ja auch okay ist, nur verunsichert das oft auch und man denkt dann viel darüber nach. Deshalb habe ich bei dem jetzigen Album einfach so lange gewartet bis eigentlich alles fertig war und es gar keine Chance mehr gab, Dinge zu ändern.

 

Ajouré: In dem Titelsong „Kreise“ singst du in den ersten Zeilen „Oft sind Anfang und Ende der gleiche Punkt“. Wie genau meinst du das?

 
Johannes: Wir saßen alle im Studio und hatten die Idee, über Kreise zu schreiben und uns überlegt, was uns dazu alles so einfällt. Und dann sprudelte es aus allen Leuten nur so raus und uns wurde bewusst, wie viele Sachen mit einem Kreislauf zu tun haben – so globale Dinge wie: Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, Tag und Nacht, Jahreszeiten, geboren werden, sterben, der Lebenskreislauf, Beziehungen. So ziemlich alles besteht aus einem Kreislauf – und da, wo etwas auf einem Kreis endet beginnt auch wieder etwas Neues. Und wie wir aus der Mathematik wissen, gibt es auf diesem Kreis unendlich viele Punkte und jeder davon kann ein Anfang und ein Ende sein. Diese Vorstellung davon gefällt mir und die Tatsache, dass man da so viel hineininterpretieren kann. Das hat den Song für mich auch so wichtig gemacht. Alle, die den Song hören, finden darin ihre eigene Geschichte. Somit ist der geschlossene Kreis wiederum offen für Interpretationen.

 
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Das ist die beste Musik beim Arbeiten

 

Ajouré: Stimmt es, dass du zuerst deine Texte schreibst und die Musik dann erst später dazu kommt?

 
Johannes: Das Meiste entsteht schon dadurch, dass ich erst ein Thema habe – einen ersten Inhalt, eine erste Zeile – und mich dann frage, wie das klingen könnte. Ich schreibe also erst die Texte und dann kommt die Musik dazu. Vor vielen Jahren war das aber noch anders – da habe ich erst die Musik gemacht und stellte dann immer fest, dass ich ja noch einen Text dazu brauche und habe schnell etwas geschrieben. Damals waren mir die deutsche Sprache und die Texte aber noch nicht so wichtig.

Dennoch kommt es aber auch mal vor, dass ich den ganzen Tag mit einer Melodie herumlaufe oder sie immer wieder am Klavier spiele – das heißt, sie ist so gut, dass sie mich berührt, dass ich sie auf jeden Fall umsetzen muss. Auch jetzt sitze ich schon wieder am Klavier und spiele Harmonien, Akkorde oder Melodien und denke sofort daran, diese bereits für mein nächstes Album aufzunehmen, weil ich weiß, dass ich das nicht mehr loswerde und deshalb einen Song daraus machen muss. Daher gibt es auch diesen Weg, dass ich mich frage: Wonach klingt die Musik? Ist es traurig? Klingt es schön? Motivierend? Sehnsüchtig? Dann versuche ich, das richtige Gefühl dafür zu finden und dann findet sich so auch manchmal der Text zur Melodie.

 

Ajouré: Welcher Song ist dein liebster auf dem Album?

 
Johannes: Das ist schwer zu sagen und ist bei mir, wie sicher bei den meisten Menschen, immer auch situationsabhängig – je nachdem, wie man sich gerade fühlt. Aber ich erwische mich schon dabei, dass „Kreise“ auch mich mit einer Wucht abholt, weil es zwei große Gefühlswelten beinhaltet – zum einen eine Sehnsucht und Traurigkeit und zum anderen aber auch etwas Motivierendes und Hoffnungsvolles. Das sind Gefühle, die ich total wichtig finde und auch mag. Das alles taucht in dem Song auf und deshalb höre ich ihn auch total gerne und auch die Produktion und der Sound gefallen mir. Wenn ich dann aber auch mal Ruhe und etwas herunterfahren möchte und nachdenklicher bin, dann höre ich auch intimere Songs wie „Zwischen Mann und Kind“ oder „Freier Fall“.

 

Ajouré: Deine Freundin, Ina Müller, ist selber Musikerin. Tauscht ihr euch musikalisch aus?

 
Johannes: Ja, absolut! Es gibt natürlich schon einen kleinen Kreis, der mit in dem Entstehungsprozess involviert ist. Und gerade wenn sie auch vom Fach sind, ist das gut, aber ich habe auch bewusst Laien im engeren Kreis, die rein nach ihrem Geschmack gehen und mir ihr Feedback geben. Bei Ina ist das natürlich genauso, ich lege sehr viel Wert auf ihre Meinung. Sie hat gute Antennen für schöne Melodien, aber auch für Inhalte, die gut in Worte gefasst wurden. Da unterstützen wir uns sehr und sagen auch, wenn etwas z.B. grammatikalisch keinen Sinn macht. Sowas ist natürlich wahnsinnig viel wert.

 

 

Ajouré: Kannst du mit Kritik umgehen?

 
Johannes: Nein! Ich kann überhaupt nicht gut mit Kritik umgehen. In meiner Musik steckt so viel Persönliches und so viel, was mein Leben bedeutet drin. Wenn man jetzt übertreiben würde, könnte man sagen: Ich habe doch nur meine Musik! Und deshalb ist mir das auch so wichtig. Wenn jemand meine Musik nicht mag, fühlt sich das manchmal so an, als würde man mich persönlich auch nicht mögen. Das schaffe ich auch nicht immer abzulegen. Ich tu mich daher wahnsinnig schwer mit Kritik. Man will immer wie ein kleines Kind Applaus, für das was man macht, bekommen. Das ist aber natürlich nicht immer der Fall und ich muss mich daran auch immer wieder gewöhnen. Dann bin ich auch erst einmal ein, zwei Tage beleidigt, reflektiere dann aber in Ruhe und revidiere dann auch oft meine Meinung.

 

Ajouré: Wie gehst du mit Kritik speziell aus den Medien um?

 
Johannes: Da habe ich einen Schutzmechanismus eingebaut und versuche zu vermeiden das alles zu lesen. Also auch Konzert- und Platten-Kritiken lese ich eigentlich gar nicht mehr gerne, weil ich eben weiß, dass mir das sehr nahegeht und ich nicht die Chance habe, mich zu rechtfertigen. Natürlich ist Musik auch immer eine Geschmacksache – ich kenne das ja auch selber von mir, dass, wenn ich einen Song zur falschen Zeit höre, ihn auch ganz schnell mal schlecht finden kann. Und Kommentare aus dem Internet darf man nicht immer so ernst nehmen – ich vermeide das immer zu lesen. Umso mehr freue ich mich, wenn ich eine Tour spiele und sehe, wie viele Leute kommen, die wirklich zu 100 % Bock auf mich und meine Musik haben. Das ist dann das größte Kompliment.

 

Ajouré: Zurück zu Ina und dir: Ihr seid schon eine ganze Weile zusammen. Wie schafft ihr es, wo ihr beide ja so viel unterwegs seid, eure Beziehung aufrecht zu erhalten? Was ist euer Rezept?

 
Johannes: Ich glaube da gibt es kein Rezept – das ist typabhängig. Wenn man so ein Typ ist, der auch gerne mal alleine und eigenständig ist, und vielleicht auch so ein bisschen egozentrisch veranlagt ist, dann kann man sich auch gut alleine beschäftigen. Deshalb hat uns das auch nie gestört, wenn der eine mal vier Wochen irgendwo auf Tour ist und man sich nur mal kurz sieht. Ich sage immer, solange sich das gesund und normal anfühlt, gibt es keinen Grund zur Sorge und das hat es bisher auch noch nicht. Ganz im Gegenteil: Ich mag das sogar, dass ist so, als hätte ich zwei Leben. Einmal mein Musik-Leben, in dem ich im Mittelpunkt stehe und dann gibt es eben auch das andere Leben, das privater und abgeschirmter ist.

 

Ajouré: Im Herbst geht es wieder auf Tour. Was ist bis dahin alles geplant?

 
Johannes: Ich habe schon versucht, dass die Tour das große Ding sein soll und ich will mich bis dahin etwas zurückziehen – auch gerade live, sodass die Leute alles was neu ist erst bei den Konzerten erleben werden. Das ist aber natürlich nicht ganz einfach, gerade jetzt, wenn die Plattenveröffentlichung bevorsteht, steht man schon sehr in den Medien, gibt Interviews und macht TV- und Radio-Auftritte. Hier und da finden dann auch mal kleinere Live-Auftritte statt, aber im Grunde soll das auch die Ruhe vor dem Sturm sein, weil die Tour für mich dann das Highlight einer neuen Platte ist und auch die Essenz, live Musik zu machen und aktiv auf einer Bühne zu stehen.

Bis dahin werde ich mich fit machen und versuchen, weiterhin Nichtraucher zu bleiben, um Luft zu haben für die Tour. Ich glaube, wir werden uns etwas Besonderes einfallen lassen, damit die Tour noch eins aufs Album oben draufsetzt und damit nicht jeder Song wie auf der Platte klingt. Darauf können sich die Leute dann auch immer verlassen – auf das Live-Erlebnis, das noch einmal eine andere Ebene aufmacht. Nicht nur, weil man uns auf der Bühne sieht, sondern weil wir uns auch immer etwas einfallen lassen, was es so auf anderen Konzerten und bei anderen Live-Künstlern vielleicht nicht gibt. Ich lasse meine Fans bis dahin also etwas schmoren. (lacht) Ich weiß, das ist hart – ich bin selber ja auch Fan von Musik und mich nervt es total, wenn ich lange auf neues Material von meinen Heroes warten muss.

 

Ajouré: Wen hörst du denn persönlich eigentlich selber gerne?

 
Johannes: Ich mag z.B. Bruce Springsteen sehr gerne. Allerdings ist es nicht immer nur die Musik, die mir gefällt, sondern eben auch die Art und Weise, wie sie über Jahrzehnte beständig da sind oder wie sie sich durchgebissen oder zurückgekämpft haben. Udo Lindenberg ist auch ein schönes Beispiel dafür. Überhaupt auch dafür, eine eigene Sprache zu entwickeln, eine eigene Lyrik, die wir so in Deutschland bis dato nicht hatten – so ein bisschen dieser Straßen-Slang. Stevie Wonder mag ich einfach tierisch gerne als Komponist und Sänger. Und etwas moderner gedacht, weg von den ganz großen, höre ich auch gerne Ed Sheeran oder Bruno Mars. Das sind alles so Typen, denen es egal ist, ob sie einen Sound haben oder ob jeder Song anders klingt. Sie zeigen einfach, was in ihnen steckt und was sie können – egal ob Ballade oder mal ein Funk-Song. So sind meine Alben ja auch – jeder Song klingt anders und ich habe nicht nur diesen einen „Oerding-Sound“, sondern es geht dabei eher um die Inhalte.

 


Fotos: Marcel Schaar; PR/Amazon

Der neue HomePod – Apples beste Neuigkeit


Apple ist jetzt schon seit einem Jahrzehnt eine der größten und bedeutendsten Firmen. Den enormen Aufschwung hat Apple wohl Steve Jobs zu verdanken, da er mit den Smartphones und iPods etwas gesehen hat, was viele noch für Zukunftsmusik hielten. Aufgrund von perfektionierten Marketing-Strategien hält sich Apple konstant auf den ersten Plätzen der Telefon- und Computer-Industrie. Es ist also sehr verständlich, dass die Leute jährlich gespannt ihren Blick auf die Keynote von Apple richten, wo die neuen Innovationen und Ideen von Apple mit uns geteilt werden.

 
Wir warten schon etwas länger auf eine Innovation aus dem Hause Apple, die uns wieder richtig von den Socken haut, doch vielleicht hat das Warten jetzt ein Ende. Nun stellt Apple in der aktuellen Keynote den HomePod vor, Apples Versuch unser Musikerlebnis in unseren vier Wänden zu revolutionieren. Wie du Musik unterwegs hörst, hat Apple auf jeden Fall revolutioniert, ob es auch zuhause funktioniert, ist noch ungewiss.

 

Was ist der HomePod?

 
Das neue Produkt von Apple ist ein SmartSpeaker, der den Klang einer guten Lautsprecher-Box mit den SmartHome-Funktionen von beispielsweise Amazons Alexa kombiniert. Die 17 Zentimeter große Box mit abgerundeten Ecken und einer gemaschten Verkleidung ist in einem dunklen Grau und in Weiß erhältlich. Der HomePod wird anfangs nur in den USA, Großbritannien und Australien ausgeliefert und soll 2018 für umgerechnet 309 Euro auch zu uns kommen.

 

Was kann der HomePod?

 
Unter der Hülle versteckt sich ein System, welches sich an die Umgebung anpassen kann und somit für den perfekten Sound für jeden Raum sorgt. Unten sind sieben Hochtonlautsprecher eingebaut, die die Richtung kontrollieren, in der sie die Musik ausstrahlen. Darüber befindet sich ein großer Subwoofer, der für den nötigen Bums sorgen soll, ohne dass dabei Verzerrungen entstehen, egal bei welcher Lautstärke. Dies wird alles von Apples A8 Chip kontrolliert, den gleichen Chip, den Apple auch für das neuste iPhone verwendet. Die Musikbox besitzt also eine enorme Rechenleistung.

 
HomePod

 
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Apple vs. Google vs. Adobe – Wenn die Großen Krieg spielen

 

Was kann er musikalisch?

 
Der HomePod besitzt ein räumliches Bewusstsein. Er nimmt den Raum wahr, in dem er sich befindet und nutzt diese Informationen, um die Musik möglichst gut an die Umgebung anzupassen. Dadurch soll ein Klangerlebnis entstehen, das den gesamten Raum beschallt und somit schon fast wie Surround-Sound wirkt. Außerdem verteilt es einzelne Aspekte der Musik, wie die Vocals und die Klänge aus dem Background unterschiedlich und soll somit einzigartig klingen. Wenn du dich für mehrere HomePods entscheidest, arbeiten diese sogar zusammen, um den Klang an die Umgebung anzupassen und den ganzen Raum mit Musik zu füllen.

 

Was kann die Smart-Funktion?

 
Die Box ist über eine Cloud mit Apple Music verbunden. Du hast somit Zugriff auf 40 Millionen Lieder. Wenn die Box mit „Hallo, Siri“ ansprichst, nimmt sie auf, was du zu ihr sagst, so wie schon auf dem iPhone. Allerdings kann der HomePod wesentlich mehr Befehle entgegennehmen, als zum Beispiel Amazons Alexa. Wenn du beispielsweise „Spiel etwas Neues“ sagst, nimmt sich der HomePod deine Daten von Apple Music zu Hilfe, um einen neuen Künstler abzuspielen, der zu dir passt. Wenn stimmt, was Apple verspricht, kann der HomePod auch bei sehr spezifischen Fragen helfen, beziehungsweise reagieren. Siri braucht keine genauen Befehle, sondern ist in der Lage, das Gesagte zu interpretieren.

 
Der Lautsprecher soll in der Lage sein, deine Stimme zu erkennen, selbst wenn die Musik spielt. Abgesehen von der Musik kannst du den HomePod genau wie Alexa noch als Eingabemittel für weitere Smart-Home Geräte verwenden. Um zum Beispiel das Licht oder die Heizung zu kontrollieren, kannst du das mit dem Befehl: „Siri, mach das Licht im Wohnzimmer an.“ umsetzen.

 
Wenn alles so stimmt, was uns in der Apple-Keynote versprochen wurde, so können wir wirklich davon ausgehen, dass der HomePod ein starker Konkurrent für alle anderen Lautsprecher sein wird. Ob dies allerdings wirklich der Fall ist, oder ob Apple mal wieder etwas übertrieben hat werden wir wohl erst nächstes Jahr im Einsatz erfahren.


Foto: Apple / Newsroom

Die 10 angesagtesten Tätowierer der Welt

Heutzutage ist jeder zehnte Deutsche tätowiert. Zwar ist der Hype um den bunten Körperschmuck noch relativ jung, dennoch zählte man bereits bei der Gletschermumie Ötzi aus den Südtiroler Alpen um die 61 Tätowierungen.
Wie gut ein Tattoo aussehen mag, liegt natürlich nicht nur am Kunden, der sich das Motiv aussucht, sondern vor allem am Tätowierer. Voller Ehrfurcht präsentieren wir nun die die zehn absolut angesagtesten Tätowierer der Welt.

 

Chaim Machlev (Berlin, Deutschland)

Chaim Machlev kreiert in seinem Studio Dots to Lines hundertprozentige individuelle und einzigartige Tattoos. Hierbei kommt es speziell darauf an, die Körperformen mit Linien und Ornamenten herauszuarbeiten, indem er Muskeln, Knochen und Falten dezent betont und verschönert. Geometrische Formen und abstrakte Raster prägen den Stil des Berliners.

 

Mr. K (New York, USA)

Die Einzigartigkeit in Mr. Ks Tätowierungen liegt im Detail. Seine Kreationen sind alles andere als flächendeckend. Wunderschöne und gestochen scharfe Motive zieren die Körper der Kunden und sind dabei oftmals kaum größer als ein Zweieurostück. Schon der erste Blick auf eines der Motive löst Faszination aus und lässt einen die Hingabe des Künstlers spüren.

 

Ondrash (Znojmo, Tschechien)

Ondrash ist ein Paradebeispiel für Watercolor-Tattoos in Perfektion. Die expressionistische Farbgebung strahlt vor allem Energie und Lebensfreude aus. Wunderschöne, in Farbeimer getränkte Motive zieren die Körper.

 

Kenji Alucky (Amsterdam, Niederlande)

Aus Schwarz auf Weiß werde Weiß auf Schwarz. Kenji Alucky färbt bis zu 80 Prozent des Körpers schwarz. Black Geometric Art – seine Motive sind von Schwärze geprägt und er formt mit der wenig übriggebliebenen Fläche geometrische Abstraktionen und Mandalas. Facetten und Gitternetze definieren den modernen Look des Amsterdamers.

 

Alvin Chong (Malaysia/Vietnam)

Detaillierte Portraits, die super realistisch gezeichnet sind, entsprechen der Handschrift von Alvin Chong. Wer schon so lange in der Kunstszene verankert ist und dann zur Nadel greift, der erschafft wahrhaftig Kunstwerke auf der fleischlichen Leinwand seiner Kunden. Trotz des surrealistischen Stils bleiben die Portraits eine erkennbare Zeichnung, die mit ihrer komplexen Zeichentechnik ein Bild für die Ewigkeit porträtieren.

 


 

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Corey Divine (Los Angeles, USA)

Mandala in Perfektion: In der Black Geometric Art tätowiert Corey Divine in der Regel nur ganze Körperglieder, da erst dann die „Leinwand“ komplett genutzt wird. Auf der Suche nach neuer Inspiration und Spiritualität visualisiert er seinen Spirit und den des Kundens auf eine wunderschöne Weise für die Ewigkeit.

 

Marco Manzo (Rom, Italien)

Mandalas und geometrische Formen haarscharf und extrem detailreich – das ist der Look dieser Ornament-Tattoos. Marco Manzo erschafft unvergessliche, filigrane Zierde in einem barockartigen Stil. Wie Schmuckstücke liegen die Motive auf der Haut der überwiegend weiblichen Kundschaft und vermitteln ein Bild von Eleganz und Anmut.

 

Durb Morrison (Ohio, USA)

New School und Neo Traditional Tattoos entsprechen dem Look von Durb Morrison, der gerne die Kulturen vieler Völker zum Besten gibt. Ein farbenfroher Comic-Look überzeugt mit skurrilem bis anmutigem Stil und Motiven. Kontrastvoll und immer auf die Zwölf, spielt der Künstler mit Farben und Formen. Eine visuelle Sinfonie, die Seinesgleichen sucht.

 


 

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Bob Tyrrell (Detroit/Los Angeles, USA)

Wenn Metal so richtig unter die Haut geht, dann ist das Bob Tyrells Werk. Der ehemalige Musiker ist berühmt für seine fantastischen, skurrilen Portraits von Rock-Legenden, Horrorfilm-Monstern und Schauspielern. In jedem von ihm gezeichneten Gesicht verbirgt sich eine Seele, die den Betrachter vor Ehrfurcht beben lässt. Bob Tyrrells Schwarz-Weiß-Porträts verursachen Gänsehaut, schon bevor er die Nadel ansetzt.

 

Scott Campbell (New York, USA)

Ein Mann, der sein Handwerk im Design fand. Es lässt vermuten, dass sich Scott Campbell in der Form seiner Kreativität aus duzenden von Stilrichtungen bedient, diese kanalisiert und in einen Kontext bringt. Ein wunderschöner Look begleitet ihn dabei und macht jedes Werk zu einem Unikat. Kontrast in Form der Zusammensetzung des Motivs.

 
Foto: Grafvision / stock.adobe.com

Vom Holzfäller zum braven Jungen – Sommerbart 2017

Sie sind umstritten. Von vielen geliebt und von anderen – vor allem von Frauen – verhasst. Vollbärte kann man lieben oder eben nicht. So oder so ist ihre Zeit aber nun langsam um, und wir zeigen in diesem Sommer endlich wieder Gesicht!

Es gibt sogar einige gute Gründe, die dafür sprechen, dass wir endlich wieder Haare (im Gesicht) lassen. Damit du nicht als Babyface von deinen Freunden bezeichnest wirst, wenn du deinen Bart sommertauglich machst, erklären wir dir, warum der Vollbart diesen Sommer Adieu sagt und warum auch du dich von deinem Bart verabschieden solltest.

 

Frauen:

Worauf stehen wir? Wohl größtenteils auf Frauen! Worauf stehen Frauen so gar nicht? Auf kratzige Küsse! Viele klagen auch über Pickel und Unreinheiten. Kein Wunder: Ca. drei Viertel der europäischen Frauen stehen auf glatt rasierte Männer. Wenn das kein schlagendes Argument ist!? Dazu kommt noch, dass der Bart das Gesicht versteckt, doch genau dieses Gesicht unter der Haarpracht wollen gerade Frauen sehen. Der Bart lässt dich ein bisschen herber, maskuliner wirken, hübscher macht er allerdings nicht unbedingt. Viele Emotionen, die wir durch das Gesicht zeigen, sind nur kleine Regungen und man muss aufmerksam sein, um sie zu sehen, mit einem Bart versteckst du sie allerdings fast gänzlich. Wenn deine Auserwählte eben diese Emotionen nicht sehen kann, schließt sie vielleicht fälschlich darauf, dass du sie gar nicht empfunden hast. So sehr wir Männer unsere Bärte auch lieben, die Frauenwelt wartet nur darauf, dass sie wieder verschwinden.

 

Pflege:

So richtig alltagstauglich ist ein Vollbart nun wirklich nicht. Schnell sieht man wie ein zotteliger, ungepflegter Zausel aus. Und endlich ist auch die Liebste wieder diejenige, die am längsten im Badezimmer braucht. Denn ohne Vollbart verkürzt sich unsere Zeit im Bad enorm: Duschen, cremen, Haare gelen, Bart trimmen oder glattrasieren, fertig! Penibles Stutzen und Schneiden, Färben und Ölen ist somit Schnee von gestern.

 

Business:

Nicht in allen Berufen kommt ein Rauschebart gut an – es sei denn, du bist Rockstar. Daher kann es auch ein Grund sein, weshalb es bei deinem letzten Bewerbungsgespräch vielleicht nicht so gut lief. Aber auch bei bereits bestehenden Kollegen kann so ein auffälliger Bart für Zündstoff sorgen. Vor allem, wenn der Chef oder die Kollegen unter einer nicht so stark ausgeprägten, dicht wachsenden Haarpracht im Gesicht leiden, können neidvolle Blicke die Folge sein. Außerdem gibt es viele Berufsfelder, in denen ein glattrasiertes Gesicht ein Muss ist. Früher war der Vollbart etwas Undenkbares in der Businesswelt, auch wenn sich das mit der fortschreitenden Zeit ändert. Doch diese Denkweise ist noch in vielen Köpfen verankert, mit einem glatt rasierten Gesicht wirst du also immer besser punkten.

 

Sommer:

Jede noch so coole Langhaarfrisur – oder in diesem Fall Langbartfrisur – wird zur Sommerzeit lästiger. Im Winter halten unsere Haare uns noch warm, doch diese Wärme wird in der heißen Jahreszeit schnell zum Verhängnis. Die Schweißtropfen machen es sich im Bart gemütlich und lassen jeden noch so schönen Bart an Charme verlieren. Zudem macht ein haarloses Kinn Schluss mit dem ständigen Jucken und Kratzen, welches im Sommer gerne noch etwas verstärkt auftritt.

 
Good to know:

Sportlich und stilbewusst durch den Sommer – mit Porsche Design Sport by adidas

 

Essen:

Was bei Frauen der große Busen ist, ist bei uns Männern der Vollbart – ein Bermuda-Dreieck, das Essensreste scheinbar magisch anzieht. Wir können fortan wieder entspannt beim Geschäftsessen oder Date Getränke und Speisen zu uns nehmen, ohne befürchten zu müssen, dass etwas, vor allem Saucen oder andere flüssige Konsistenzen, sowie Brotkrümel, im Bart landen.

 

Typveränderung:

Nicht nur, dass wir ohne Bart jünger aussehen, sondern es wird auch mal wieder Zeit für eine Typveränderung. So wie sich das Wetter mit der Zeit ändert, lohnt es sich auch sein Auftreten zu verändern und dem Sommer anzupassen. Eine stilvolle Kurzhaarfrisur mit kurzem oder gar keinen Bart spiegelt den Sommer wesentlich besser wider, als eine lange Rockermähne mit Rauschebart.

 

Hygiene:

Ein Vollbart muss nicht per se eine Keimschleuder sein, ist es allerdings doch schneller als ein komplett rasiertes Kinn. Die Hygiene des Bartes hat zwar einzig und allein etwas mit der Pflege zu tun und die meisten Bärte sind auch keine Keimschleudern, dennoch sammeln sich hier wesentlich leichter Bakterien als auf der glatten Haut. Wenn du dich also trotz der hohen Temperaturen für die verschwitzte Bartvariante entscheidest, solltest du ihn genauso mit Shampoo pflegen, wie du es auch mit deinen richtigen Haaren tust. Wesentlich einfacher ist es da, dem zotteligen Freund Lebewohl zu sagen.

 
Keine Sorge, auch ohne Vollbart sind wir männlich. Ohne Bart steht nämlich dein Gesicht im Vordergrund, Und ist unser Gesicht nicht auch das, was uns ausmacht? Wir empfehlen dir, dich an die Jahreszeiten anzupassen und es mal ohne Bart zu probieren.
 
Foto: Image Source/Getty Images

Schrei deine Kinder nicht an!


Du hast es bereits auf die liebenswürdige Art versucht und mit beherrschter Stimme zu deinem Kind gesprochen. Dennoch hat das nicht geholfen. Ein weiteres Mal warst du strenger zu deinem Kind. Dein Mienenspiel wurde von deinen mahnenden Worten begleitet. Beim dritten Zwischenfall warst du äußerst aufgebracht. Deine Stimme wurde entsprechend laut und begann zu zittern.

Anschließend hast du es erkannt – die Augen deines Kindes weiteten sich. Du hast den Schock wahrgenommen, den du mit deinen tadelnden Worten in dem zierlichen Gesicht deines Kindes hinterlassen hast. Du hast jedoch vielmehr bemerkt: War es Furcht? Oder doch große Enttäuschung?

Natürlich hast du deine Taten unverzüglich bereut. Du hast gehofft, dass dir die Worte nicht über die Lippen gegangen sind. Intuitiv hast du gespürt, dass du nicht vorbildlich reagiert hast. Es ist annehmbar, denn du hast es zeitig erkannt. Sicherlich hast du aus dieser Situation gelernt.
 

Dennoch überschreiten zahlreiche Eltern stetig ihre Grenzen!

Kinder dürfen in keinem Fall körperlich verletzt werden – ebenso wenig mit einem sporadischen Klaps. Das sollte mittlerweile in den mehrheitlichen Köpfen angekommen sein. Doch wie steht es um die unsichtbaren Verwundungen? Die Schrammen und Narben, die niemals gänzlich vergehen werden. Diese sind über kurz oder lang in Form von Depressionen oder Angststörungen sichtbar.

Zahlreiche Eltern sind sich nicht bewusst, was sie ihren Kindern damit zumuten, wenn sie mit lauter und zorniger Stimme sprechen. Fakt ist: Es handelt sich hierbei um verbalen Missbrauch! Du solltest nicht deine Stärke nutzen, um dein deutlich schwächeres Kind zu kränken.

Nichts ist verletzender als von den eigenen Eltern angeschrien zu werden!

Worte hinterlassen ebenso Spuren in deinem Kind wie Schläge. Das haben bereits unzählige wissenschaftliche Studien nachgewiesen.
 

Dein Kind verhält sich auffälliger, wenn du es anschreist

Im Jahr 2013 erkannten US-Psychologen der Universität von Pittsburgh, dass Kinder vermehrt zu Depressionen neigen, wenn ihre Eltern sie anschreien, beschimpfen oder gar herabsetzen. Ferner schwindeln und stehlen sie üblicherweise und verhalten sich gereizter als andere Kinder.

Die Studie leitete Ming-Te Wang, der Folgendes zusammenfasste: Die Ansicht, dass unsanfte Disziplin für keinerlei Auswirkungen sorgt, während eine kräftige Eltern-Kind-Bindung besteht, ist missverständlich.

Sporadisches Schreien führt ebenso zu Schäden. Sobald du dein Kind anschreist, verletzt du sein Selbstwertgefühl. Du vermittelst deinem Kind, dass es inkompetent, wertlos sowie nutzlos ist. Selbst, wenn du gelegentlich zu harter verbaler Disziplin greifst, kann dein Kind Schaden davon nehmen. Wenn du deinem Kind in der Regel beistehst, ist es dennoch unvorteilhaft, wenn du die Kontrolle über dich verlierst.
 

Affektive Gewalt ist ebenso dilettantisch wie körperliche Gewalt!

Neben Ming-Te Wang stellten ebenso weitere Wissenschaftler ihre Studien diesbezüglich vor. Dazu zählt vor allem Joseph Spinazolla. Er bewies ebenfalls, dass emotionaler Missbrauch für fulminante Schäden sorgen kann. Dazu zählen Beschimpfungen, Schreien sowie Schmähung.

Der Wissenschaftler erfasste die Daten von mehr als 5000 Kindern. Neben psychischer Misshandlung wie mentale Vernachlässigung zählen ebenso körperliche sowie sexuelle Missbrauchsfälle dazu. Die Ergebnisse veröffentlichte er bereits in einer Fachlektüre.

Ebenfalls fand der Wissenschaftler heraus, dass Kinder, die unter seelischer Gewalt litten, gleichermaßen von Depressionen, Angstzuständen sowie Suizidgedanken betroffen sind, wie Kinder, die körperliche Gewalt erfuhren.
 

Schreien prägt das Gehirn deines Kindes

Aufgrund der Tatsache, dass sich das Gehirn deines Kindes stets in der Entwicklung befindet, ist es besonders anfällig für jegliche Formen von Gewalt. Die Gehirn-Struktur gestaltet sich aufgrund erlebter Teile aus der Kindheit. Das fanden Forscher der Harvard Universität heraus.

Die Modifikation beschränkt sich nicht lediglich auf psychische sowie sexuelle Gewalt. Martin Teicher – der Leiter der Studie, erwähnt, dass es vermehrte Anhaltspunkte dafür gibt, dass ebenfalls verbale Angriffe die Art der Vernetzung des Gehirns verändert.
 

Dein Kind trägt niemals die Schuld!

Beim Schreien handelt es sich um eine Form von Gewalt. Dem lässt sich in keinem Fall widersprechen. Du solltest sie aufgrund dessen bedingungslos verhindern. Doch was unternimmst du, wenn dein Kind in keiner Weise hört?

Wenn du über die Bindung zu deinem Kind frustriert bist, ist das niemals die Schuld deines Kindes. Vielmehr bist du dafür verantwortlich, deinen eigenen Beitrag zur allgemeinen Situation zu verändern. Sobald du deinem Kind die Schuld gibst, kränkst du seine subjektive Integrität, wodurch sich seine Lebenstauglichkeit reduziert. Diesen Inhalt veröffentlichte der Familien-Therapeut Jesper Juul in seinem Buch.

Der entscheidende Entwicklungs-Abschnitt in der Kindheit

Dein Kind befindet sich mehrfach in speziellen Lebensphasen, in denen es besonders trotzig ist. Es verhält sich nicht aus bösem Willen so oder um gegen dich zu sticheln. Hierbei handelt es sich vielmehr um einen normalen Entwicklungs-Schritt, der notwendig ist, damit dein Kind seine Persönlichkeit entwickeln kann.

Insbesondere in diesem Alter und in den jeweiligen Phasen benötigt dein Kind vor allem deine Wertschätzung und deine Leitung. Diese Abschnitte sind bedeutend für dein Kind, damit es neue Fähigkeiten, Selbstvertrauen sowie Selbstwertgefühl entwickelt. Darüber hinaus sind diese Phasen essenziell für die Charakter-Bildung deines Kindes sowie für die Qualität der Bindung zwischen dir und deinem Kind. Du solltest die prägende Unabhängigkeit deines Kindes als Geschenk betrachten – nicht als Problematik.

Natürlich bist du ebenso lediglich ein Mensch. Ungeachtet, wie sehr du dein Kind liebst – auch dir kann gelegentlich etwas herausrutschen, das du so nicht gemeint hast. Das ist in Ordnung. Dein Kind benötigt echte, sowie emotionale Menschen in seiner Umgebung. Du solltest deinem Kind vermitteln, dass du überreagiert hast und die Konsequenz dafür trägst. Anschließend verzeihst du dir selbst!
 

Das Schreien unterlassen

Bedauerlicherweise gibt es zahlreiche Familien, bei denen das Anschreien zur Tagesordnung zählt. Die Eltern gehen häufig davon aus, dass bei ihren Kindern keine Alternativen Abhilfe schaffen.

So war es bei der vierfachen Mutter Sheila McCraith der Fall. Das Schreien zählte bereits zu ihrem Alltag, bis sie sich dazu entschied, ein Jahr lang das Schreien zu unterlassen.

Sobald du aufhörst zu schreien, erlebst du wunderbare Momente mit deinem Kind. In einer Familie profitieren alle Mitglieder, wenn sie das Schreien unterlassen. Du quälst dich nicht mit Selbstvorwürfen. Viel bedeutsamer ist jedoch, dass sich dein Kind zu einer eigenständigen Person entwickeln kann und Vertrauen zu dir aufbaut.

 

Fotos: Bader-Butowski / Getty Images