Ajoure Blog Seite 163

Mach dir positive Gedanken – das Leben ist schön

Was für ein Tag. Zuerst verpennst du, Zeit zum Duschen hast du natürlich auch nicht, und der Kaffee kleckert selbstverständlich übers ganze Hemd. Wie, du willst zur Arbeit fahren? Nicht mit deinem Karma, denn dein Auto hat eine Panne. Im Bus reihert dir der Besuffski auf die Hose und der Fahrer schmeißt euch einfach beide raus, weil ihr stinkt. Endlich auf der Arbeit angekommen, erhältst du nach fünf Monaten, 29 Tagen und 7,5 Stunden Probezeit die fristlose Kündigung ohne Begründung. Auf dem Weg nach Hause macht deine Freundin per SMS Schluss und sagt, dass sie den Hund mitnimmt. Kurz bevor du in einer Kernschmelze an Wut implodierst, bemerkst du das kalte Bier in deinem kaputten Kühlschrank und auf einmal ist alles wieder gut.

Die kleinen Dinge

Ok, ganz so extrem wünschen wir es dir nicht, aber das ein oder andere Mal hast du bestimmt schon einen Tag gehabt, an dem einfach alles schiefging. Damit du nicht verzweifelst und dein inneres Gleichgewicht ausgewogener wird, haben wir dir eine Liste mit Tipps zusammengestellt, wie dein „Zen“ wieder aufgefüllt wird.

Musik ist gut für die Seele

positive Gedanken

Hm, gäbe es doch nur ein Lifestyle-Magazin, welches jede Woche freitags auf ihrer Website eine Single des Monatsquartals posten würde… Naja, zu schade, dass du dir wohl deine eigene Playlist zusammenstellen musst. Nimm dir mal einen halben Tag Zeit, um dir eine Playlist zu erstellen, die dir nicht nach zweimal Durchhören buchstäblich zu den Ohren raushängt. Heißt: so viele Titel wie möglich und ruhig einen Genre-Mix anlegen. Radio hören ist wegen der Werbung schon disqualifiziert. Außerdem gibt’s online Adblocker.

Falls du die Künstler doch ein wenig unterstützen möchtest, ohne gleich das ganze Album zu kaufen, hole dir am besten Spotify Premium. Damit kannst du auch Musik runterladen und hören, wenn du gerade offline bist.

Sport ist Mord?

positive Gedanken

Ganz im Gegenteil. Schnapp dir deinen besten Kumpel und macht zusammen Kampfsport! Dabei kannst du dich entscheiden, ob du dich eher beim Vollkontakt abreagieren willst oder lieber durch Bewegungsformen deine Körperbeherrschung steigerst. Die Muckibude wie du sie kennst, ist längst nicht mehr so beliebt wie damals. Übe auf keinen Fall einen Sport aus, an dem du keinen Spaß hast! Schließlich willst du dir positive Gedanken machen und den Sport nicht als Aufgabe ansehen.

Jeden Morgen 50 Sit-ups vor dem Duschen tun deinem Körper ebenfalls gut, und du hast noch bevor der Tag so richtig begonnen hat, etwas für dich geschafft.

Pause? Pause.

Du sitzt seit 6 Uhr auf der Arbeit, schaffst wie ein Blöder, guckst auf die Uhr und merkst, dass dein Feierabend eigentlich schon vor 3 Stunden war. Positive Gedanken sind nicht möglich, weil du gar keine Zeit für sie hast. Also nimm dir deine wohlverdiente Pause, in der du leider in einem „Meeting“ bist. Niemand ist dafür gebaut, um nur zu arbeiten. Keine Sorge, du wirst nicht rausgeschmissen, wenn du in deiner Pause schon geschafft von deiner Arbeit bist. Dafür ist die Pause ja auch schließlich da, zum Durchatmen und Entspannen.

Spritztour!

positive Gedanken

Hüpf mit deiner Perle in den Wagen und dreht eine Runde außerhalb der Stadt. Mach dir mal ordentlich den Kopf frei und gib der alten Schüssel so richtig Volldampf. Also deinem Wagen. Was du und deine Freundin dann in der Pampa am Straßenrand machen, bleibt ja auch total euch überlassen. Lasst euch nur nicht erwischen. Am besten du hängst die Fenster vorher ab, denn wenn ihr es nicht darauf anlegt gesehen zu werden, ist es auch keine Erregung öffentlichen Ärgernisses.

Beste Feinde

positive Gedanken

Deine besten Freunde bleiben doch immer an deiner Seite. Eine Nachricht im Gruppenchat reicht schon, um das „Squad“ zu versammeln und einen Männerabend zu verbringen, bei dem du den Alltagsstress vergessen kannst. Vermisst du nicht auch die Abende, die schon zum Morgen werden und erst die Hälfte des Alkohols getrunken ist? Vorzugsweise von Freitag auf Samstag, damit du das Wochenende Zeit zum Verstrahltsein hast. Das gegenseitige Anstacheln, wer mehr abkann, macht das ganze zwar nicht besser aber auch nicht zwingend schlechter, oder?

 

Fotos: g-stockstudio; skynesher; PeopleImages; DragonImages; stock_colors / Getty Images

Hit der Woche: True Brew – Millencolin

Eine Rockband, die seit 26 Jahren immer noch die selben vier Mitglieder hat? Manche würden das als Blasphemie betiteln. Für die Band Millencolin allerdings ist das ganz normal. Ihr Song True Brew ist unser Hit der Woche.

Melancholie

True Brew

Alle vier Mitglieder der Band begannen um 1987 mit dem Skateboarden. Skatepunk ist ja auch eines ihrer Genres. Der Name leitet sich vom Wort und Skatetrick Melancholie ab. Millencolin ist seit knapp 26 Jahren, sieben Alben und 1500 Liveshows zusammengeschweißt unterwegs. Das ganze Album ist in eigener Produktion aufgenommen worden und das Artwork und die Musik stammen vom Gitarristen der Band Erik Ohlsson.

Neben Ohlsson stehen auch noch Nikola Sarcevic (Gesang, Bass), Mathias Färm (ebenfalls Gitarre) und Fredik Larzon (Schlagzeug), welcher erst ein Jahr nach der Gründung mit in die Band kam, mit auf der Bühne. Die Jungs sind sich bis heute selber treu geblieben, und das merkt man auch in der Qualität ihrer Songs. Da gibt’s keine 20 Songwriter hinter jedem Lied.

The Aim

True Brew

Bis zum gleichnamigen Album des Titels True Brew war es bis heute auch ein langer Weg. Das allererste Demotape der Band, Goofy, enthielt 10 Songs und schon mit dem zweiten namens Melack bewarben sich die Jungs bei Burning Heat Records. Vielleicht kennst du auch den Song No Cigar, welcher im Videospiel Tony Hawks Pro Skater 2 zu hören war.

In True Brew selbst aber, geht es darum, die Dinge zu verfolgen, die du wirklich willst und nicht das Leben eines anderen nachzuleben. Du sollst dich also selbst verwirklichen und deine eigenen Ziele verfolgen. True Brew ist der perfekte Song zum Fenster runterlassen und Boxen aufdrehen.

Das offizielle Musikvideo zu True Brew!

 
Genre: Skatepunk; Punk Rock; Melodycore; Pop-Punk
Länge: 3:22 Minuten
Album: True Brew
Label: Epitaph Records, Burning Heat Records

 

Fotos: Epitaph Records / YouTube

Axel Stein – Ein Schauspieler mit Benzin im Blut

Er ist aus dem deutschen Fernsehen und unseren Leinwänden schon lange nicht mehr wegzudenken. Vom pudelmützen- tragenden Komiker zum Schauspieler mit einer durchaus ernsten Seite – er ist flexibel und bedient mittlerweile jedes Genre. Privat ist er aber immer noch der Axel, den viele von uns lieben gelernt haben. Lustig, spontan und mit viel Quatsch im Kopf. Wir haben Axel Stein einige Fragen zu seinen neuen Projekten, seinem Leben und seiner Leidenschaft stellen können und haben, wie es zu erwarten war, herzlich gelacht.

Ajouré: Axel, du standest bereits im Alter von 12 Jahren vor der Kamera. War damals für dich bereits klar, dass so dein Leben aussehen soll und dass du in die Schauspielerei möchtest?

Axel: So richtig klar war mir das damals noch nicht, aber ich hatte zu diesem Zeitpunkt unheimlich viel Glück, dass ich mein erstes großes Casting zu „Hausmeister Krause“ machen durfte. Und diese Rolle hat mir damals den Weg geebnet, denn Tom Gerhard hielt glücklicherweise an mir fest. Darauf folgten dann Kinoanfragen und zusammengerechnet ließen mich diese Anfragen den Beruf weiter ausüben. Ich habe dann mein Abitur in der 12/2 abgebrochen und durfte bis heute sehr viel arbeiten. Ich hoffe, dass das auch weiterhin so bleibt, denn es ist einfach eine meiner größten Leidenschaften.

Ajouré: War für dich dann damals klar, dass du nur Komödien spielen möchtest, oder lag dein Augenmerk auch auf weniger lustigen Rollen?

Axel: Nein, das hat sich so ergeben. Ich versuche grundsätzlich alles zu bedienen. Für mich als Schauspieler ist es kein großer Unterschied, ob ich eine Komödie oder ein Drama drehe, auch wenn eine Komödie im Kino meistens erfolgreicher ist, denn Leute lassen sich lieber unterhalten, als sich mit zusätzlichen Problemen zu belasten. Aber klar, wenn man elf Jahre eine Serie gespielt hat, in der man mit Pudelmütze rumrennt, dann ist es erst einmal unglaublich schwierig, aus dieser Schublade wieder rauszukommen. Aber ich bin mir selbst treu geblieben und habe es irgendwann geschafft, auch andere Rollen zu spielen, in denen ich mich ausleben durfte.

Ajouré: Dein aktueller Kinofilm „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“ läuft zurzeit noch in einigen Kinos. Jetzt gerade bist du in Berlin unterwegs, um hier bereits den nächsten Film zu drehen. Darfst du uns darüber schon etwas erzählen?

Axel: Also der Sendestart wird der 25.12.2018 sein und das gibt so eine Weihnachtsgeschichte. Hier geht es um einen kleinen Jungen, der durch Wände gehen kann. Eine typische Story für die Weihnachtszeit eben.

Ajouré: Apropos Kälte. Ihr habt für den Film „Der Mann aus dem Eis“ im Südtiroler Schnals- tal gedreht, in dem du den Steinzeitmenschen Gris spielst. War es schwer für dich, in solch eine Rolle zu schlüpfen?

Axel: Nein, schwer nicht, aber es war eine ganz große Herausforderung, denn in dem Film wird grundsätzlich nicht gesprochen. Dort wird nur gestikuliert und wir haben im Prinzip eine Sprache dort erfunden. Der Film ist qualitativ sehr hochwertig und alleine schon mit Jürgen Vogel in der Hauptrolle war ich dankbar dabei zu sein.

Hat dir die Höhe zu schaffen gemacht?

Ja. Also grundsätzlich, wenn ich mich zwischen den Bergen und einem Strand entscheiden müsste, würde ich mich erst mal an den Strand legen. Klar sind die Berge faszinierend, vor allem im Schnalstal, wenn man auf dem Gletscher oben ist und sich auf knapp 3.000 Meter Höhe befindet. Und auch die Location an sich hat es in sich. Wir drehten dort an einer Stelle, an der es auf der einen Seite 1000 Meter und auf der anderen Seite 800 Meter steil bergab ging. Wir waren natürlich gesichert, aber das war nicht ohne. Doch das ist das Schöne an meinem Job. Mal drehe ich in der Karibik, mal im Schnalstal.

Axel Stein

Ajouré: Dein Vorbild ist Silvester Stallone. Warum?

Axel: Also ich habe viele Vorbilder, da ich denke, man kann sich von vielen guten Leuten auch einiges abgucken, denn die sind ja nicht umsonst an der Weltspitze. Sly war ein Kindheitsidol von mir. Schon alleine durch „Over The Top“. Als Zehnjähriger war ich davon schwer beeindruckt, ebenso wie „Knight Rider“ und „A-Team“. Und wie man weiß, hat Stallone in dieser Zeit auch viel selbst entwickelt und auch an Rocky nicht losgelassen. Das beeindruckte mich nachhaltig. Er ist sogar mal auf einer Premiere an mir vorbeigelaufen, aber ich habe mich nicht getraut ihn anzusprechen (lacht).

Ajouré: Du bist ja nicht nur ein begnadeter Schauspieler, sondern auch ein begeisterter Rennfahrer, der durchaus seine Erfolge erzielt hat. Bei der Mini Challenge Deutschland belegtest du zum Beispiel mit einem Punkt den 40. Platz. Allerdings wurdest du bei der TV Total Stock Car Challenge fünfmal Erster und bist nach Podest-Platzierungen der erfolgreichste Teilnehmer ever. Fehlen dir diese Challenges?

Axel: Ja, die fehlen mir sehr. Gerade der Bezug zu den Events von Stefan Raab und der Firma Brainpool fehlen mir, denn ich war begeisterter Stefan Raab–Fan. Und es war toll, dass ich mich eben dort auch ein wenig ausleben durfte; gerade was die Stock Car Challenge anbelangt. Wenn man dort vor 50.000 Leuten fährt und du dann das Ding auch noch gewinnst, dann ist das echt ein schönes Gefühl.

Wieso warst du da so gut? Talent oder etwas, was dir einfach Spaß macht?

Das ist eben genau eine meiner weiteren Leidenschaften. Alles, was Benzin und Strom frisst. Das ist so mein Ding. Egal ob Auto, Moped oder Rasenmäher. Und ich habe dann dieses Gefühl, dass ich das Gerät beherrschen muss. Ich habe ja auch eine Rennlizenz, die ich vor Jahren mal gemacht habe. Ich setze mich auch in diese Fahrzeuge und bin da komplett angstfrei. Sobald ich das Visier runterklappe, ist es wie bei „Over The Top“.

Ajouré: Was fährst du denn privat?

Axel: So ´n Schwarzen. (lacht)

Gehst du dann auch so aus dir raus, wie im Lamborghini?

Nein. Dadurch, dass ich natürlich sehr viel Langstrecke fahre und nachts unterwegs bin, wenn ich nach Berlin oder München muss, bin ich schon entspannt. Gut, die Bereiche, in denen man schneller fahren darf, bin ich nicht unbedingt auf der rechten Spur unterwegs und nutze schon mal die Gelegenheit „mit dem Schwarm mitzuschwimmen“.

Ajouré: Soweit wir das beurteilen können, sind GRIP-Pilot Matthias Malmedie und du ganz gut befreundet. Zumindest könnte man das meinen, wenn man in deinem Instagram-Account sieht, dass du zuhause für ihn kochst. Entstand diese Freundschaft damals nach dem Grip-Dreh, oder wart ihr vorher schon dicke?

Axel: Wir haben uns vor circa zehn Jahren im Rahmen von Grip kennengelernt, da ein gemeinsamer guter Freund von uns damals in der Redaktion saß. Als wir uns dort das erste Mal trafen war uns klar, dass wir ziemlich ähnlich ticken und jetzt ist es soweit, dass wir unseren eigenen YouTube-Kanal vor zwei Wochen gestartet haben, der „Axel und Matthias“ heißt. Hier wollen wir einfach ein bisschen Quatsch machen und coole Autos oder Roller oder so testen. Und aus all dem ist damals unsere Freundschaft entstanden.

Axel Stein

Ajouré: Du hast 2014 mal kurz während einer Sendung im Quatsch Comedy Club Stand-Up-Karaoke machen müssen und warst davon eher wenig begeistert, wobei Thomas Hermanns sehr von dir überzeugt war. Selbst behauptest du, sowas wäre nichts für dich, da du Stand-Up nicht kannst. Hat das einen besonderen Grund?

Axel: Naja, für mich ist das ein ganz anderer Berufszweig. Wenn ich mich da reinarbeiten würde, dann hätte ich auch ein Gefühl dafür. Aber komischerweise stehe ich ungern auf der Bühne oder im Mittelpunkt. Ich bin da gerne im Mittelpunkt, wo ich mich wohlfühle und das ist in erster Linie in meinem privaten Umfeld und am Set, denn das ist mein Job und da weiß ich, wie was funktioniert und ich wie weit ich mich fallenlassen kann. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ich das Zeug dazu habe, auf der Bühne zu stehen und die Leute zu unterhalten, denn ich habe das so nicht gelernt. Aber genau darum spiele ich auch kein Theater.

Ajouré: Axel Stein privat! Man könnte meinen, du wärst immer gut drauf und hast immer einen passenden Spruch parat. Wie ist das, wenn du nach Hause kommst und die Tür zuschließt? Gibt es da auch eine ernste Seite, oder nimmst du alles eher gelassen?

Axel: Eine ernste Seite gibt es tatsächlich und die darf auch nicht fehlen. Grundsätzlich bin ich ein positiv eingestellter Mensch und mit mir kann man alles machen, aber ich habe auch eine sehr ernsthafte Seite. Man sollte ja auch einige Dinge durchaus ernst nehmen, doch diese halte ich vor der Öffentlichkeit verborgen, denn die gehören dort nicht hin.

Ajouré: Du hast im Februar ein Foto auf In- stagram gepostet, auf dem steht „Being normal is boring“. Was würdest du sagen, beschreibt dich am besten als „nicht normal“?

Axel: Mich fasziniert der Spruch so ein bisschen. Auf der einen Seite würde ich sagen, bin ich sehr normal. Ich versuche meinen Pflichten nachzugehen und (lacht) nachhaltig zu sein und habe auch solche Dinge wie Lebensversicherungen. Auf der anderen Seite bin ich durch mein Berufsfeld irgendwie so gestört, dass ich natürlich schon unheimlich viel erlebt habe und für viele Dinge offen bin. Wenn mich zum Beispiel Matthias Malmedie anruft und sagt, dass wir morgen in die Karibik fliegen, um den neuen Bentley Bentayga zu testen, dann sag ich „let’s go!“

Ajouré: Auf Facebook hast du über 200.000 und auf Instagram 20.000 Follower. Pflegst du diese beiden Accounts selbst, oder fehlt dir dafür die Zeit?

Axel: Doch, die pflege ich selbst. Manchmal etwas unregelmäßig, aber ich kümmere mich persönlich darum. Ich bin ja auch erst sehr spät zu Facebook gekommen, weil ich damals nicht daran geglaubt habe. Und bei Instagram bin ich erst seit einem halben Jahr oder so. Ich bin da immer etwas spät dran. Ich konnte auch nie verstehen, dass es Leute gibt, die es interessiert, was ich vielleicht zu Mittag esse oder so. Ich finde es toll, dass mich Leute dort verfolgen und teilhaben wollen, aber ich habe da keinen Blick für. Und meine freien Minuten versuche ich mit Menschen zu verbringen, die mir nahestehen.

Beantwortest du die Anfragen, die du über deine Social-Media-Kanäle bekommst, auch selbst?

Es kommt etwas drauf an, in wie weit ich das sehe oder mitbekomme. Ich bin ja noch In- stagram-Neuling. Ich finde immer noch jeden Tag neue Sachen heraus. Und wenn ich es dann doch mal sehe, dann beantworte ich es manchmal, aber manchmal auch nicht. Das ist auch nicht böse gemeint, ich schaffe es zeitlich nur nicht, jedem da gerecht zu werden.

Axel Stein

Ajouré: Du hast schon öfters dein Aussehen verändert und dein jetziges ist einfach mal ganz anders, als man dich sonst kennt. Der Berliner Fotograf Jens Koch hat dich bei euerm Shooting top in Szene gesetzt. Wie sind solche Shootings für dich? Blühst du dabei immer auf?

Axel: Hm, auf Grund meines Jobs habe ich natürlich die Erfahrung vor der Kamera, auch wenn diese etwas anders ist, als vor der Fotokamera. Ich mache diese Shootings nicht allzu oft, aber es kommt eben schon mal vor. Jens wurde mir damals empfohlen und so bin ich bei ihm gelandet und es macht mir dann auch tatsächlich Spaß. Immerhin gehört es zum Job dazu.

Mal ernst, mal lachend – du hast beim Shooting zwei völlig verschiedene Seiten von dir gezeigt. Welche überwiegt im wahren Leben?

Überwiegen tut auf jeden Fall die lachende Seite, denn der Großteil des Lebens ist ja auch schön. Aber ich möchte hier und da auch eine ernste Seite zeigen. Möglichst viele Facetten eben.

Ajouré: Außer dem aktuellen Film, den du gerade drehst, auf was dürfen wir uns 2018 von dir freuen? Kannst und darfst du schon etwas verraten?

Axel: Jetzt im Frühjahr startet der Kinofilm „Meine teuflische Freundin“ und im Mai kommt „Professor T.“ im Fernsehen. Und ansonsten muss ich mal schauen. Ich habe das immer nie so auf dem Radar (lacht).

 

Fotos: Jens Koch Photography

BRABUS 800 – 800 PS und 1000 Nm Drehmoment

Der Genfer Auto Salon 2018 hat es dieses Jahr in sich. Noch bis zum 18. März werden dort die mitunter schnellsten und edelsten Sportwagen gezeigt, die die Automobilbranche derzeit zu bieten hat. In Zeiten von Downsizing erfreut es vor allem die männlichen Besucher, dass hier und da der Verbrauch zweitrangig ist und dafür immer noch Boliden gebaut und veredelt werden, deren PS Zahlen und Umdrehungen jenseits von Gut und Böse liegen. So finden Autoliebhaber auf dem diesjährigen Genfer Auto Salon unter anderem auch das neue Prachtstück aus dem Hause BRABUS. Der Edeltuner hat sich die Mercedes E Klasse 63 S 4MATIC+ geschnappt und ein weiteres Mal gezeigt, wozu man fähig ist.

Nicht, dass man meinen würde, ein E 63 S 4MATIC+ wäre in irgendeiner Weise untermotorisiert oder Schuld an einem Stau, da er nicht vom Fleck kommt. Im Gegenteil. Doch wieso nicht noch ein bisschen mehr Leistung, noch ein bisschen mehr Drehmoment und noch viel mehr Spaß auf der Sonnenseite des Lebens – der linken Spur einer geschwindigkeitstechnisch unbegrenzten Autobahn.

BRABUS 800

Es gibt zwei Typen von Sportwagen-Besitzer. Die Einen zeigen gerne, dass es sich um einen reinrassigen Sportwagen handelt und greifen zu Fahrzeugen wie AMG GTS, Porsche 911 Turbo S, Lamborghini oder Ferrari. Dann gibt es da noch die Anderen. Die, die eher auf einen Wolf im Schafspelz stehen und nicht gleich von weitem zu erkennen sein wollen. Ok, außer vielleicht am Sound. Und genau diese Liebhaber entscheiden sich dann für den neuen BRABUS 800 auf der Basis eines Mercedes E 63 S 4MATIC+. Hier heißt es „High Performance in Reinkultur“. Und dass BRABUS in der Lage ist alles in den Schatten zu stellen, haben sie mehr als oft bewiesen. Unter anderem bietet der Edel-Tuner das weltweit größte Programm an TÜV-geprüften Performance Upgrades und Hubraummotoren für Mercedes Benz an. So schnappte sich BRABUS den E 63 S 4MATIC+ und verbaute in ihm zwei neu konfigurierte BRABUS Hochleistungsturbolader. Neben dieser und einiger weiterer Konfigurationen verfügt der neue BRABUS 800 nun über einen maximalen Ladedruck von 1,6 bar. Wer an dieser Stelle kurz skeptisch wird und Angst um sein schönes Auto bekommt, der kann versichert sein, dass BRABUS, wie eh und je, weiß was sie tun. Aus diesem Grund liefert der Veredler auch eine Tuning-Garantie über 3 Jahre und bis 100.000 Kilometer mit aus.

Doch was kann BRABUS‘ neues Schmuckstück?

BRABUS 800

Dank der oben genannten und weiteren Modifikationen legt der E63 S ganze 188 Pferdestärken zu. Doch neben den PS steigt auf das maximale Drehmoment auf unfassbare 1000 Nm an. Und das bei nur 3.600 Touren. Was das für die Fahrleistungen bedeutet, kann man wohl am besten wie folgt erklären. Das im BRABUS 800 schlummernde Triebwerk treibt die Karosserie in nur 3,0 Sekunden auf Tempo 100. Da wird’s für jeden 911 Turbo schon schwierig, denn der braucht genau so lange, wiegt aber wesentlich weniger. Das Gesicht des Porschefahrers: Unbezahlbar.

Geschaltet wird der BRABUS 800 via Neungang-Automatikgetriebe und natürlich den ergonomisch geformten BRABUS RACE Aluminium-Schaltpaddel am Lenkrad. Bei 300 Stundenkilometer ist die vorläufige Endgeschwindigkeit erreicht. Allerdings arbeitet der Tuner an einer höheren Endgeschwindigkeit.

Wie bereits erwähnt, hört man ihm die Kraft hauptsächlich an. Schuld daran ist die aus Edelstahl gefertigte BRABUS Sportauspuffanlage, die mit keramikbeschichteten Endrohrblenden allen E 63 Varianten zur Verfügung steht. Durch die integrierten Abgasklappen kann der V8 auf Wunsch den Sound an den Nagel hängen und schleicht dann nur noch diskret vor sich hin. Das Ganze nennt sich „Coming home“ Modus und erfreut wohl vor allem die Nachbarschaft, denn wer möchte freiwillig auf Sound verzichten, während er in diesem Überflieger sitzt?

BRABUS 800

Es ist nicht alles Gold was glänzt – und das ist auch gut so, denn Gold käme auch nicht wirklich gut. Optional steht allerdings sportlich-elegantes Sicht-Carbon für die Aerodynamikteile zur Verfügung. Passgenau und noch optimaler bei hohen Geschwindigkeiten und wahlweise mit mattem Coating oder hochglänzend.

Wer am Ende des Tages doch ein wenig zeigen möchte, was gerade auf ihn zugerollt kommt, der kann sich sowohl bei der Limousine, als auch beim T-Modell, für die BRABUS Frontspoilerlippe entscheiden. Der Vorteil: Reduzierter Auftrieb bei hohen Geschwindigkeiten und dadurch eine verbesserte Fahrstabilität. Für die Limousine stehen außerdem noch ein Heckspoiler für den Kofferraumdeckel und ein Carbon-Diffusor an der Heckschürze zur Verfügung.

Angerollt kommt der neue BRABUS 800 auf maßgeschneiderten 21 Zoll Leichtmetallrädern. Entweder als BRABUS Monoblock „Platinum Edition“ Schmiederäder, oder, wie in Genf gezeigt, im Monoblock Y Design.

Austoben kann sich der neue Besitzer ebenso bei der Veredelung des Interieurs. Die Auswahl von Farbe und Polster ist laut BRABUS beinahe grenzenlos. Von Edelholz, Echt-Carbon bis hin zu einer BiColor-Volllederausstattung – es bleiben praktisch keine Wünsche offen.

BRABUS 800

Bei all der Leistung und Gewicht stellt sich letztendlich noch die Frage des Verbrauchs. Doch auch hier hat BRABUS ganze Arbeit geleistet. Innerorts verbraucht der BRABUS 800 nur 11,7 Liter/100 km, außerorts reduziert sich dieser dann auf 7,6 Liter/100 km. Kombiniert kommen also rund 9,1 Liter auf den stolzen Piloten zu. Vorausgesetzt, dass der Fuß nicht ständig am Limit unterwegs ist.

Wer sich jetzt gerade ein Mercedes E 63 4MATIC+ bestellt hat und sich ärgert, der kann sich direkt wieder beruhigen. Neben der Möglichkeit die Limousine und das T-Modell als Komplettauto zu ordern, gibt es die Option, den E63 stufenweise oder komplett auf das oben genannte Performance-Level umzurüsten.

 

Fotos: Brabus / PR

Deepfakes mit FakeApp – Videobearbeitung Deluxe

Was würdest du davon halten, wenn wir dein Gesicht nehmen und es auf jeden Körper dieser Welt setzen? Wohl großen Abstand. Aber genau das ist mit der FakeApp möglich. Eine künstliche Intelligenz erschafft verfälschte Bilder und Videos. Das sind die sogenannten Deepfakes. Dabei kommen verschiedene Technologien aus Bild- und Videobearbeitung zum Einsatz. Wir zeigen dir, wozu Deepfakes alles verwendet werden kann und wie du sie selbst nutzt.

Moralisch?

Der rechtmäßig und demokratisch gewählte Kanzler Palpatine aka Der Imperator würde sagen: „Do It“. Solange du niemanden dabei schadest, gönne dir ruhig den Spaß mit der App. Wir unterstützen allerdings keine Schlechtmache jeglicher Personen. Deepfakes wurden nämlich schon eingesetzt, um Politiker ins falsche Licht zu rücken. Das uns bekannteste Beispiel ist #varoufake vom NEO Magazin Royale, was allerdings im Endeffekt aufgeklärt und eine riesen Panne für Günther Jauch wurde.

Du willst das Gesicht des argentinischen Präsidenten Mauricio Macri durch das von Adolf Hitler ersetzen? The future is now, old man. Angies richtiges Gesicht steht ihr auch viel besser, als das von Donald Trump. Und wenn du jetzt glaubst, dass wir uns das gerade aus der Nase gezogen haben, dann geh jetzt nicht auf Google.

Deepfakes werden aber auch als Kunst- und Unterhaltungsform angesehen. Neue Kunstwerke zu erschaffen ist ja schließlich ein Leichtes für die Technologie des 21. Jahrhunderts. Oft aber wird sie eher dazu genutzt, um sich über popkulturelle Dinge lustig zu machen.

Der Pornoskandal

FakeApp

Jetzt wird’s für die meisten, vor allem für staatliche Behörden, so richtig interessant. Seit Ende 2017 kursieren diverse Pornovideos in denen, mit Hilfe von Deepfake, Gesichter von Prominenten auf die Darstellerinnen editiert wurden. Die ersten Aufnahmen wurden von einem anonymen Reddit-Nutzer unter dem Pseudonym „Deepfakes“ veröffentlicht.

Der ebenfalls erstellte Subreddit wurde inzwischen von Reddit selbst gesperrt. Unter anderem waren Gal Gadot, Emma Watson, Katy Perry, Taylor Swift und Scarlett Johansson zu sehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob jeder von uns gerne eine dieser Schönheiten morgens neben sich sehen würde und innerlich „YES!“ ruft, sondern, dass hier Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Du selbst möchtest auch nicht öffentlich in einem Porno gepostet werden, oder?

Unserer Meinung nach ist der Besitz von Porno-Deepfakes in einem halben Jahr sowieso verboten, also lade dir den Scheiß erst gar nicht runter. Die „normalen“ Darstellerinnen fühlen sich sonst noch übergangen.

Zum zuhause selber machen

FakeApp

Ende Januar kam jetzt auch die FakeApp raus. Damit kannst du ein Deepfake bei dir am Rechner „drehen“. Fange jetzt aber nicht an, irgendwelche Rachepornos von deiner Ex zu editieren, denn ein zivil- oder strafrechtliches Vorgehen ist, trotz unechter Inhalte, durchaus möglich. Wir raten dir dazu, Deepfakes ausschließlich für künstlerische und nicht schädigende Inhalte zu verwenden.

Zuerst brauchst du etwas Ausgangsmaterial. Das muss ein Video vom Körper und ein Video vom Kopf sein. Beide sollten eine möglichst hohe Auflösung haben, um das Endergebnis so anschaulich wie möglich zu gestalten. Beide Videos werden mit Hilfe der App in Einzelbilder unterteilt. Erstelle einen Ordner mit dem Namen „model“, in dem dann später die fertigen Daten gespeichert werden. Im Reiter „Train“ bestimmst du den Ausgabeordner und legst zwei „extracted“ Ordner als A und B fest. Klicke auf den „Train“-Button, und die App startet die Analyse.

Mit der Q-Taste beendest du das Training, und du kannst nun unter „Create“ die Daten zusammenführen. Lass dir vorab gesagt sein, dass die FakeApp eine sehr hohe Rechenleistung voraussetzt und nicht jeder PC diesen Prozess packt.

 

Fotos: Nuttarpon Johnpardunsat / EyeEm; Patrick Sheandell O’Carroll; Jonathan Kirn / Getty Images

Kolumne: Sexuelle Depression – oder einfach zu lieb für Geschlechtsverkehr?

Manchmal denke ich, ich habe irgendwie echt schon einmal alles erlebt und dass nichts auf dieser Welt mich erschüttern oder sprachlos machen könne. Zumindest von Erlebnissen, die das Leben so mit sich bringt. Und nach 37 Jahren, unzähligen Umzügen und Flügen zu jedem Kontinent dieser Erde, wo ich mich mit zahllosen Einheimischen teilweise sehr offen unterhielt, habe ich mit vielem gerechnet, aber nicht mit dem, was mir eines Freitagabends in einer Berliner Bar erzählt werden sollte. Ausgerechnet im frivolen, freizügigen Berlin. In jener Nacht wurde Fassungslosigkeit vollkommen neu definiert. Oder war es Ratlosigkeit? Oder Trauer? Oder sogar Mitleid?

Dass es hier jetzt gleich um Sex gehen wird, dürfte klar sein. Oder besser gesagt, geht es vielleicht gerade um nicht erlebten Sex. Denn das ist auch bereits das Problem. No Sex, no Drugs, no Rock ’n Roll. Doch lasst mich von vorne anfangen. Es war eine dieser Wochen, wo wir froh sind, wenn sie vorbei sind. In Berlin fand die Berlinale statt und überall sind Aftershow-Partys, die Schönen und weniger Schönen und erfolgreichen und weniger erfolgreichen machen ein großes Schaulaufen. Für uns ist diese Zeit immer äußerst anstrengend, da wir von A nach B rennen. Um so besser war es, dass nun das Wochenende vor der Tür stand.

Freitagabend. Hier riecht es nach „Bar“ und „Drinks“ dachte ich mir und so fragte ich einige Freunde, ob sie nicht spontan Lust hätten, mich zu begleiten um einfach mal wieder einen drauf zu machen. Einmal vollmachen bis zum Morgengrauen. Gesagt getan. So treffe ich mich mit zwei Freundinnen und fünf Freunden in einer unserer Stammbars. Und nein, ich rede nicht vom Provocateur, sondern von der Gainsbourg in Charlottenburg. Urig, dunkel und vom Publikum her ein Querschnitt durch die Berliner Bevölkerung. Vom Koch aus Friedrichshain bis hin zum kleinen Schauspieler aus Charlottenburg, – hier findet sich jeder irgendwann mal ein.
Die zweite Runde Whiskey Sour hat nicht lange auf sich warten lassen und je mehr Gläser geleert wurden, desto lustiger wurde es. Und wie es nun einmal so ist, fällt mit den Prozenten im Alkohol auch die Hemmung exponentiell. Und so sind Themen wie Urlaub, Wohnungseinrichtung und Arbeit schnell weg vom Fenster. Sechs Männer und zwei Frauen können gemeinsam vor allem über ein Thema hervorragend und ausführlich sprechen: Sex, anstößige Scherze und dreckiges Grinsen. Irgendwann lenkt doch immer einer der Anwesenden das Thema auf die schönste Nebensache der Welt. Manchmal wird dieses Thema direkt im Keim erstickt, jedoch nicht so an diesem Abend. Zwei meiner Freunde sind gerade einmal 21 Jahre alt und stehen somit irgendwie in der Blüte ihrer Jugend. Man sollte meinen, die beiden lassen es frauentechnisch krachen als gebe es kein Morgen. Man könnte denken, bei denen wird um den Weltfrieden geritten. Doch damit lagen wir Lichtjahre daneben.

Was ist passiert?

Sexuelle Depression

Ich muss den beiden Einundzwanzigern erst mal einen „Künstlernamen“ geben und nenne sie, da es zu ihnen passt, Simon Pegg und Nick Frost (Shaun Of The Dead). Warum? Zum einen gibt es hier eine optische Ähnlichkeit bei beiden, die nicht von der Hand zu weisen ist. Zum anderen lebten auch Simon Pegg und Nick Frost als beste Freunde bereits vor deren Karriere als Schauspieler gemeinsam in einer WG. Ich hätte ihnen an dieser Stelle auch lieber Namen wie „Vincent Vega und Jules Winnfield“ aus Pulp Fiction gegeben, aber sie sind leider nicht so wie die beiden Übermänner, denn dann hätte ich ja hier keine Kolumne, in die ich mich gerade vertiefen kann.

Es war ungefähr Mitternacht als Nick Frost einen Satz von sich gab, der den Rest des Abends zum Leitfaden werden sollte. „Wir haben seit sieben Monaten keinen Sex gehabt.“ —STILLE—.

Lustigerweise saß er neben seinem WG-Mitbewohner Simon Pegg, der in diesen Satz mit „WIR“ ebenso gemeint war, wie Nick. Ich musste die Vorlage leider verwandeln und sagte „mir war neu, dass ihr beide zusammen überhaupt schon einmal Sex hattet“, und der Lacher war natürlich auf meiner Seite. Aber so meinte Nick das natürlich nicht. Beide saßen da, schnorchelten mit leicht gesenkten Kopf an ihrem Whiskey-Sour und wussten, was gleich geschehen würde. Die Fragerunde war also hiermit eröffnet und Futter für Fragen gab es jetzt genug. Es war ein bisschen wie damals bei der Quizz-Sendung Jeopardy!: Ungevögelt für 500 bitte…

Nachdem sich alle wieder etwas gefangen hatten, stand vor allem eine Sache jedem ins Gesicht geschrieben: Ein großes Fragezeichen. Niemand konnte verstehen, wie man sieben Monate keinen Sex haben kann, doch das sollte sich noch herausstellen.

Natürlich kamen folgende Fragen zuerst: „Stirbst du nicht beinahe?“ „Ist der Druck nicht unfassbar hoch?“ „Der erste Schuss, wenn du mal ne Neue hast, geht über die Garage, so viel Druck wie da drauf sein muss.“ „Digga, das ist beinahe schon gefährlich für die, die das mal abkriegt.“ Und natürlich wurde viel gelacht und es war auch ok, denn niemand meinte es böse oder hat sich lustig darüber gemacht. Ich war natürlich der Meinung, dass die beiden (jeder für sich alleine) wenigstens Hand an sich anlegen würden, doch auch das schien nicht immer möglich, denn sie wohnen ja zusammen und soweit ging die Freundschaft dann anscheinend doch nicht. Unsere Augen wurden also immer größer, unsere Münder standen offen und wir lauschten andachtsvoll den Worten, die all das zu erklären versuchten. Doch bevor ich dazu komme, soll zumindest eine kurze Nebeninformation für Bildung sorgen, denn es gibt es etwas, was sich „Sexuelle Depression“ nennt. Kurz erklärt bedeutet das, dass auf Grund fehlendes Geschlechtsverkehrs die Lust auf Sex nachlässt und man sich irgendwann daran gewöhnt, keinen Sex mehr zu haben. Sowohl bei Frauen, als auch bei Männern. Tragischer Nebeneffekt ist nicht nur der Spaß, der einem flöten geht, sondern auch die körperlichen Anzeichen. Trockenheit der Schleimhäute, Schmerzen während des Verkehrs (wenn’s dann doch mal passiert), Erektionsprobleme und die mangelnde Fähigkeit, Lust an Sex zu empfinden, geschweige denn einen Orgasmus zu haben. Alles Dinge, die ein junger Mann nicht haben möchte. Ok, zugegeben, niemand möchte das haben. Doch hier waren wir nun. Inmitten zweier jungen Berliner, die einfach zu lieb für die Frauenwelt zu sein schienen.

Packen wir es an. Was läuft also schief bei den beiden? Kurz gesagt: Alles was mit der Welt der Frauen zu tun hat. Es ist nicht so, dass die beiden geistig unterbelichtet wären und somit nur als Frauenschreck dienen könnten. Im Gegenteil. Beide haben ein Profil auf Tinder und erfreuen sich hier und da auch mal über ein Match mit durchaus gutaussehenden jungen Frauen. Doch zu einem Treffen kommt es selten und wenn man sich dann doch mal sieht, geht jeder danach wieder nach Hause. Tag für Tag. Warum? Weil (O-Ton): Ich weiß nicht genau, wie ich bei einer Frau den Schritt mache, damit dann „mehr“ geht. Also verläuft sich das Kennenlernen irgendwo im Sand und sie stehen wieder alleine da. Während Nick Frost uns erklärt, dass er seine Konzentration zurzeit auf seinen beruflichen Werdegang legt, ist Simon Pegg irgendwie weit davon entfernt und immerhin sehr an YouPorn interessiert. Wenigstens etwas, könnte man meinen (aber er ist ja nie alleine zuhause).

Wir sind in Berlin, erklärten wir den beiden. Da gibt es unzählige Möglichkeiten Sex zu bekommen, denn hier findet jeder Topf einen Deckel. Und wenn alles nichts hilft, kann man in unendlich vielen Etablissements für wenig Geld das finden, wozu man im echten Leben zu schüchtern ist. Doch für diese Lösung sind beide nicht offen gewesen, denn sie finden es frauenverachtend und würden niemals in einem Bordell landen. Sie würden das den Frauen nicht antun wollen, hieß es. Wir fragten also nach, ob sie nicht wüssten, dass diese Frauen von deren Kunden leben würden und diese natürlich brauchen. Da sei nichts Verwerfliches dabei und es sei allemal besser, als an einem geplatzten Hoden zu sterben, der ja irgendwann mal in die Luft gehen würde. Und unter uns: Wir waren mit beiden mal in einem Berliner Strip-Club und jetzt ratet mal, wer sehr viel Spaß hatte. Genau, Simon und Nick. Noch heute reden sie von jener Nacht mit einem dicken Grinsen im Gesicht. Wie menschlich die beiden in Wirklichkeit sind, beschreibt vielleicht ein Satz, den Nick von sich gab, als er im Strip-Club einen Lap-Dance von uns geschenkt bekam. „Ich durfte sie sogar anfassen. Auch unten.“ Ach haben wir gelacht. Aber nicht um jemanden zu blamieren, sondern weil es einfach so lustig und nett und lieb und alles gleichzeitig war.

Wir bezweifeln an dieser Stelle, dass man den beiden kurzfristig helfen kann. Aber es wird immer wieder eine Freude sein, mit den beiden durch Berlin zu ziehen.


 
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Kolumne von Daniel Heilig

Daniel Heilig

Eine AJOURE´ ohne Daniel wäre wie ein Perpetuum mobile ohne die Bedeutung der Unendlichkeit. Seit dem Gründungsjahr schrieb Daniel unzählige Artikel und gehört zu den Grundpfeilern in der AJOURE´ Men.

 

 

Fotos: Universal Pictures Germany; Daniel Heilig privat

Samsung Galaxy S9+ – Gib uns mehr, Samsung!

Eine noch bessere Kamera als zuvor, nie wieder Fingerabdrücke auf der Linse, 6GB von Google Chromes Leibspeise (Arbeitsspeicher) und ein Animoji-Verschnitt? Unter anderem diese und noch mehr Neuerungen kommen ins nächste Flaggschiff unseres Vertrauens, dem Samsung Galaxy S9+!

Alt ist das neue Neu

Samsung Galaxy S9+

Das Gehäuse des Gerätes verändert sich schon mal fast gar nicht im Vergleich zu den Modellen S8 und S8+. Du wirst lediglich auf der Rückseite vom Gehäuse eine Änderung feststellen können. Dafür hat es diese auch in sich, denn Samsung hat endlich begriffen, dass ein Fingerprint-Sensor und eine Kameralinse von Natur aus einseitige Feinde sind, also so in etwa wie Herta- und Schalke-Fans. Dem Fingerprintsensor ist es zwar egal, ob sich eine Kamera neben ihm befindet, der Kamera aber nicht.

Dafür ist er jetzt da wo er hingehört, nämlich unterhalb der Kameras. Ansonsten gibt es vom Äußeren her nur noch ein paar neue Farboptionen. Du hast die Qual der Wahl zwischen Midnight Black, Lilac Purple und Coral Blue. Kommen wir aber jetzt zu dem, warum wir alle hier sind.

Die Specs

Samsung Galaxy S9+

Die erste und selbstverständlich wichtigste Frage, die wir uns einfach stellen müssen ist, ob genug Platz für Jack da ist. Also den Headphone-Jack. Und Ja, es ist genug Platz. Klar, das Gehäuse ist ja auch das selbe. Aber jetzt mal zu den wichtigen Sachen. Android 8.0 wird vorerst das Betriebssystem des neuen Flaggschiffs sein. Mit dem 6’2 Inch Super AMOLED Display, welches 16 Millionen Farben darstellt, sowie den Surround Sound Speekern, kannst du ohne einseitige Beschallung auch gut und gerne einen Film schauen. Das Gorilla Glass 5 sorgt dabei für den entsprechenden Schutz. Das ist das gleiche Glas, welches auf für das Note 8 verwendet wird.

Ordentlich Power – auf dem Papier

Samsung Galaxy S9+

Der Qualcomm MSM8998 Snapdragon 845 und die 6GB RAM ermöglichen dir den ganzen Tag Spitzenleistung. Diese wirst du auch brauchen. Wofür fragst du? Na die Kamera. Die 12 MP Dual Kamera, die uns Samsung gezaubert hat, hat eine einstellbare Blende, die zwischen f/1,5 und f/2,4 wechseln kann. Das wird dir helfen, bei schlechten und „zu guten“ Lichtverhältnissen trotzdem gute Fotos zu schießen.

Der Benchmark setzt neue Rekorde für Android: Mit einer Single-Core-Leistung von 3773 und einem Multi-Core-Ergebnis von 9024 im Geekbench-Benchmarktest haben wir das bisher stärkste Android-Smartphone zu erwarten.

Die 3500 mAH Batterie ist zwar nicht die größte auf dem Markt, diese hat nämlich das Razer-Phone, versorgt dich aber trotzdem lange genug mit Saft, um den Tag zu überstehen. Das heißt solange du nicht rund um die Uhr mit 4k Einstellung Videos aufnimmst.

Wolle kaufe? Wolle nicht kaufe?

Samsung Galaxy S9+

Mit 949 € schlägt das Samsung Galaxy S9+ schon ganz schön auf die Tasche des kleinen Mannes. Ein Smartphone für den schmalen Taler gibt’s heutzutage aber sowieso nur noch von OnePlus oder aus dem Jahr 2014. Sagen wir mal so: Wenn das S9+ mindestens genauso gut überzeugt wie das Note 8, ist es den Kauf auf jeden Fall wert. Lass dir aber gesagt sein, dass der Preis zwei bis drei Monate nach Release schon drastisch gefallen sein wird. Warten lohnt sich also auch in diesem Fall extrem.

 

Fotos: Samsung / PR

Hit der Woche: 40 Years of Gaming – Dan Bull

Der Brite Daniel Bull, welcher besser unter “Dan Bull” bekannt ist, schießt diese Woche mit seinem Titel 40 Years of Gaming in unsere Hit der Woche Playlist. Der Song zeigt die Entwicklung der Gaming-Industrie der letzten 40 Jahre auf.

Er kann gut mit Worten

40 Years of Gaming

Bei Dan Bull wurde schon in jungen Jahren das Asperger-Syndrom diagnostiziert. Da es sich um eine hochfunktionelle autistische Spektrumsstörung handelt, gibt es viele Variationen des Syndroms. Seine spezielle Form ermöglicht ihm, sehr gut „mit Worten zu können“. Das zeigt er uns jetzt auch schon seit etwa elf Jahren auf seinem YouTube-Channel.

Mit Rapsongs über etliche Videospiele und gesellschaftliche Themen hat Dan bereits über 1,4 Millionen Abonnenten auf YouTube versammelt. Da er so ein Urgestein der Plattform ist, kennst du ihn vielleicht ja sogar schon von seinen „Epic Raps“ über Skyrim, Assassins Creed, Mass Effect, Borderlands oder vielen anderen.

Sein Konflikt mit der GEMA ist auch nicht gerade klein geblieben. Er hat sein selbst geschriebenes Album Face in einzelnen Videos hochgeladen. Sollte keine Schwierigkeiten geben, meinst du? Da hast du die Rechnung ohne die selbsternannten Superhelden Deutschlands gemacht. Die GEMA hat nämlich einige Tracks gesperrt. Gut, nach kurzem E-Mail-Verkehr wahren alle Videos wieder verfügbar, trotzdem hat dies Dans Meinung über die GEMA nicht gerade verbessert.

Hommage an alles?

40 Years of Gaming

Der Song ist natürlich von Dan Bull geschrieben, das Video aber ist von Ross Butter. Die Musik wurde von Duncan Powell gestellt, und Tom Jenkins hat als Produzent alles zusammengebracht. Ein animierter Dan Bull scheint durch eine Art Delirium zu laufen und wechselt die Form zwischen einigen der größten Videospiel-Hauptcharaktere, die es je gab.

Seit 1973 hat sich die Gaming-Industrie schließlich, trotz Wackersteinen im Weg (vor allem in Deutschland), nonstop entwickelt. Diese Entwicklung stellt Dan Bull in seinem Video mit Charme und Witz dar. Normalerweise gibt es ja aus den Spielen, über die er rappt, selbst aufgenommene Clips. Das wäre bei 40 Jahren Spielen aber etwas viel gewesen. (douglby)

Das offizielle Musikvideo zu 40 Years of Gaming!


 
Genre: Hip-Hop/ Rap
Länge: 3:27 Minuten
Album: Generation Gaming VI
Label: Dan Bull

Lyrics

 

Fotos: Dan Bull / YouTube

Der Facebook Sprachassistent – Social?

„Jarvis“ kommt wohl bald in unsere Wohnzimmer. Nein, nicht der aus Avengers, der zu „The Vision“ wurde, sondern der Facebook Sprachassistent. Das Gerät könnte vielleicht schon dieses Frühjahr bekanntgegeben werden und unseren Alltag auf eine völlig neue Weise verändern. Die „Building 8“-Abteilung von Facebook hat hier wirklich ein Mammutprojekt hochgezogen und will ein Stück vom Smart-Home Kuchen.

Morgan Freeman

Facebook Sprachassistent

Bald schon werden wir alle von Morgan Freeman geweckt. „Jarvis“ hat laut Facebooks Image-Video nämlich Morgan Freemans Stimme. Mal ganz davon abgesehen, dass das absolut geil wäre, bleibt die Frage offen, was „Jarvis“ alles noch so kann. Nur wegen Morgan Freemans Stimme kannst du ja schließlich auch ein YouTube-Video anschmeißen.

Das ganze Teil kommt dann in zwei Variationen. Zum einen ein „normaler“ Smart-Home Speaker, der die billigere Variante repräsentieren wird. Zum anderen aber ein Laptop großer Bildschirm, der die Facebook-Nutzer näher zusammenbringen soll. Der große Vorteil gegenüber der Konkurrenz: Sämtliche Kontaktdaten sind ja schon in Facebook drin. Das heißt, dass du nicht noch eine extra Kontaktliste erstellen müsstest, sondern alles ready to go ist.

Video-Telefonie im Mittelpunkt

Facebook Sprachassistent

Das Gerät soll laut anonymen Quellen auf Android basieren und nicht auf Facebooks eigenem Betriebssystem. Dieses ist mitsamt Hardware 2013 schon gefloppt, als sich niemand Facebooks Smartphone kaufen wollte. Der angeblich 13 bis 15 Zoll große Bildschirm ist nicht umsonst etwa doppelt so groß wie Amazon Echo Show, denn die Video-Telefonie soll im Mittelpunkt stehen.

Die paar Milliarden Nutzer, für die das System im Prinzip sofort freigeschaltet werden könnte, sind marktführend und ein ernstzunehmendes Problem für Amazon & Co. Der Smart-Home Lautsprecher hingegen ist in der Smart-Home Branche schon ein alter Hut und wird vermutlich eher als Einsteigermodell dienen. Eben für Leute, die noch nichts mit Smart-Home zu schaffen haben.


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„If we fail it’s gonna suck.“

Facebook Sprachassistent

Das Facebook-Forschungsteam, welches von der ehemaligen Google-Führungskraft Regina Dugan geleitet wird, sagt, dass das Erschaffen und Abliefern von marktverändernden Produkten das Ziel ist. Diese Produkte sollen vor allem den „Social“-Aspekt nicht verlieren, denn der soll gleich an erster Stelle stehen.

Der schmale Grat von „geht-schnell-mal-in-die-Hose“ kann aber auch rasch erreicht werden. Im Worst Case wird das Ganze so floppen wie Facebooks Smartphone. Wir dürfen gespannt bleiben, ob sich Facebook in unsere Eigenheime schleicht.

 

Fotos: Chris Jackson / Staff; Vera Anderson / Kontributor; PeopleImages; chombosan / Getty Images

RETRO-SNEAKER-ALARM: Die coolsten Modelle

Wenn wir Retro hören, dann schlägt unser Herz höher. Bei Sneakers fängt es sogar an zu springen. Der Retro-Trend kommt und geht immer mal wieder, aber in 2018 laufen wir mal wieder mit Retro-Sneakers der Frühlingsluft entgegen.

Retro heißt in diesem Fall aber nicht, dass deine Sneakers völlig abgeranzt sein sollen, sondern sie werden ganz bewusst sehr sauber und neu aussehend getragen. Wenn du einfarbig bleibst, dann kannst du sie auch zu einem schwarzen Anzug tragen und dadurch den Stilbruch mit dem Sneakers bewusst erzeugen

Adidas Grau

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CAMPUS – Sneaker low
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Converse Weiß/Blau

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PRO – Sneaker low
Farbe: star white/hyper royal/turtledove
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Puma Weiß/schwarz

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Diadora weiß/grün

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Puma Gelb/weiß

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ICRA TRAINER SD – Sneaker low
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Adidas Weiß/schwarz/rot/schwarz

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Adidas Rot/Weiß

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CAMPUS – Sneaker low
89,95 €


 
Nike Blau/weiß

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Puma Schwarz/mint

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Fotos: Zalando / PR; tapui / Getty Images