Ajoure Blog Seite 208

Wolfgang Bahro über Jo Gerner, die Freimaurer & sein Leben neben GZSZ

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Im Interview mit dem charismatischen Schauspieler erhielten wir viele spannende Einblicke in Deutschlands erfolgreichste Soap – Gute Zeiten, schlechte Zeiten – und erfuhren darüber hinaus auch noch Interessantes über seine vielen weiteren Projekte.
 

Ajouré: Wie oft passiert es dir, dass du von Leuten mit „Jo Gerner“ angesprochen wirst?

Wolfgang: Eigentlich tagtäglich, wenn ich mich unter Menschen begebe. Es passiert also wirklich sehr häufig, dass mich die Leute mit „Jo Gerner“ ansprechen.


Ajouré: Wie reagierst du dann?

Wolfgang: Meistens sage ich dann „Heute nicht!“ oder so (lacht), aber es gibt Gott sei Dank auch immer mehr Leute, die sagen „Sind Sie nicht Wolfgang Bahro?“ – dann bin ich sehr angetan! Als ich jetzt in Myanmar im Urlaub war, kam ein junges, hübsches Mädchen auf mich zu und fragte mich „Sind Sie nicht Jo Gerner?“. Daraufhin meinte ich „Nein, mein Name ist Wolfgang Bahro!“ – woraufhin sie wiederum entgegnete „Können wir ein Foto machen?“. Da ich aber gerade aus dem Wasser kam und in Badehose dastand, habe ich es auf den Abend verschieben wollen, worauf sie aber nicht mehr einging.

Zwei Tage später ist mir dann aber wieder etwas Ähnliches beim Shoppen in einem kleinen Laden passiert. Ein deutsches Pärchen kam rein und der Mann schaute mich die ganze Zeit an, kam dann auf mich zu und fragte: „Entschuldigen Sie, sind Sie Wolfgang Bahro?“ – als ich das bejahte freute er sich und meinte: „Das ist ja toll! Da ist man schon so weit weg, in Myanmar, und dann trifft man so einen tollen Schauspieler –und ich habe leider mein Handy nicht mit!“. Das fand ich wirklich sehr nett, das war eine angenehme Begegnung!


Ajouré: Dazu muss man sagen, dass dich ja tatsächlich auch alle Altersgruppen kennen – „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ gibt es ja nun schon seit fast 25 Jahren.

Wolfgang: Ja, die Figur „Jo Gerner“ ist natürlich sehr populär – sowohl bei den älteren als auch bei den jüngeren Zuschauern.
 

Wolfgang Bahro
Foto: Paul Partyzimmer
 


Ajouré: Wie bist du eigentlich zu GZSZ gekommen?

Wolfgang: Ich habe damals in dem Berliner Kabarett „Die Distel“ gespielt und war einer der ersten West-Kabarettisten, der im Osten in einem Kabarett mitspielte. Zu der Zeit lernte ich eine Casterin kennen, die mich immer wieder zu Werbe-Castings eingeladen hat. Allerdings fehlte es mir an Produkt-Gläubigkeit, wie man mir sagte, so dass ich nie genommen wurde.

Einmal rief sie mich dann an und fragte, ob ich schon von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ gehört habe und erzählte mir, dass sie gerade jemanden für eine neue Hauptrolle suchen. Sie fragte mich, ob ich nicht zum Casting kommen wolle, woraufhin ich „Nein!“ entgegnete – und sie: „Warum denn nicht?“, daraufhin entgegnete ich ihr: „Du, ich habe die ersten Folgen gesehen, das ist ja unterirdisch – das muss nicht sein, wirklich nicht!“. Sie hat mich versucht umzustimmen und ich bin dann auch tatsächlich ihretwegen zu dem Casting hin, habe dort etwas widerwillig meinen Text gesprochen und wollte auch schon gleich wieder gehen, weil ich abends eine Vorstellung hatte. Da meinte sie, ich solle noch bleiben, weil der Produzent gleich käme. Er schaute sich die Videos an und fragte mich dann nur, welche Schuhgröße ich habe, weil sie die Schuhe nämlich schon hätten und jetzt nur noch jemanden bräuchten, der hineinpasst (lacht).

Sowohl die Casterin als auch der Produzent haben mich dann bekniet, bei der Serie mitzumachen. Da ich noch nicht so viel Fernseh-Erfahrung hatte, obwohl ich kurz zuvor erst einen wirklich tollen Sechsteiler – „Die Durchreise“ – für das ZDF gedreht hatte, dachte ich mir, dass das vielleicht gar nicht so schlecht sei, um Fernseh-Erfahrung zu sammeln und willigte schließlich ein. Ich wurde am Set auch gleich nett empfangen – vor allem von Frank-Thomas Mende, der den Clemens Richter spielte. Er zeigte mir alles und ich fand das dann doch ziemlich interessant, habe aber gleich insgeheim gedacht, dass ich das nur so zwei Monate machen werde – und wie man sieht, sind inzwischen schon fast 25 Jahre daraus geworden.

Ajouré: Wie viel Zeit bleibt dir nebenbei noch für andere Projekte?

Wolfgang: Wenn man sich die Zeit gut einteilt, funktioniert das ganz gut. Aktuell habe ich zweimal im Monat im Kabarett „Die Stachelschweine“ mein eigenes Kabarett-Programm. Es heißt „Berliner Zeitensprünge“ und ist eine Reise durch 104 Jahre Berlin anhand des politischen Witzes und der politischen Kabarettisten, die in den Jahren vom Kaiserreich bis heute zu Frau Merkel aufgetreten sind und sich über die Politik lustig gemacht haben – und das alles natürlich mit dem Berliner Witz, der die Regierenden auf die Schippe nimmt.

Dazu kommen noch Chansons und andere Lieder, die das Lebensgefühl der Berliner beschreiben – aber nicht so typische, wie „Das ist die Berliner Luft“, sondern zum Beispiel „Schwarz zu Blau“ von Peter Fox oder „Ich steh auf Berlin“ von Ideal.
Das Programm mache ich schon seit einiger Zeit und muss dazu aber auch sagen, dass die Produktion sehr hilfreich ist und mir Sachen freischaufelt und ermöglicht.

Ich bin auch sehr gerne bei Hörspiel-Produktionen dabei und habe mal bei einer Reihe mitgemacht, die heißt „Heff, der Chef“, bei der ich die witzige Hauptrolle Heff spreche. Außerdem habe ich unter anderem auch schon bei SOKO 5113 mitgespielt oder im letzten Jahr bei „Kartoffelsalat“ – mit YouTubern zu drehen war übrigens auch eine ganz neue Erfahrung.

Außerdem habe ich gerade ein Buch herausgebracht. Es bleibt also noch genug Zeit für andere Projekte und dafür bin ich auch sehr dankbar.

Ajouré: Um was geht es in deinem Buch?

Wolfgang: Das Buch www.playtron.de habe ich eigentlich schon vor vielen Jahren geschrieben als mein Sohn zehn Jahre alt war. Er war damals ein sehr großer Anhänger von Videospielen und empfand sich als der Größte, weil er die ganzen Bösewichter besiegen konnte. Ich dachte mir immer nur, dass er im Grunde echt Angst bekäme, wenn diese Monster real wären. So kam ich während eines Urlaubes dann auf die Idee, um ihn abzuschrecken, ein Buch genau darüber zu schreiben, was passieren würde, wenn ein Kind in diese Welt hineingezogen wird und sich tatsächlich diesen Aufgaben und Gefahren stellen müsste, weil dann eben diese Figuren real werden.

Tagsüber habe ich es am Strand geschrieben und abends dann einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen vorgelesen. Es kam sehr gut an und war auch irgendwann einmal fertig, lag aber erst einmal eine Weile in der Schublade. Meine Frau meinte dann irgendwann zu mir, ich hätte mit dem Schreiben den Urlaub ruiniert, also solle ich das Buch dann auch wenigstens veröffentlichen. Allerdings kam aber immer irgendetwas dazwischen. Als mein Sohn dann eine Freundin hatte, bot sie sich an, meine handschriftlich verfasste Fassung abzutippen, sodass ich es endlich auch digital hatte. Ich habe es letztendlich selber publiziert und man kann es sich jetzt online über Amazon bestellen.
 

Wolfgang Bahro
Foto: Paul Partyzimmer
 


Ajouré: Wie sieht dein Alltag aus?

Wolfgang: Ich bekomme von Woche zu Woche meinen Drehplan. In der Regel sieht eine Drehwoche bei uns so aus, dass wir montags mit dem Regisseur Proben haben. In der Woche haben wir fünf Bücher – also fünf Folgen – und die Drehzeit des einzelnen Schauspielers richtet sich nach seinem Auftreten an verschiedenen Sets. Wenn ich zum Beispiel viel in „Gerners Townhouse“ drehe, dann wird versucht, alle Szenen aus den fünf Büchern, die an diesem Set spielen, an einem Tag abzudrehen.

Wenn ich also Glück habe und in einer Woche nur im Townhouse zu sehen bin, und der Dreh für dieses Set zum Beispiel auf einen Mittwoch fällt, dann muss ich nur am Montag und Mittwoch ins Studio und habe den Rest der Woche frei. Das ist aber leider nicht immer so der Fall, da wir auch verschiedene Dekorationen an den jeweiligen Sets haben und dann wird das auch noch einmal, je nach Dekoration, an unterschiedlichen Tagen gedreht. Hinzu kommen auch noch die Außendrehs der darauffolgenden Woche.

Ein Regisseur hat einen vierwöchigen Rhythmus bei uns. Die erste Woche gilt der Vorbereitung, in der zweiten finden mit dem Außendreh-Team die Außenaufnahmen statt, in Woche drei wird im Studio gedreht und in der vierten Woche findet die Nachbereitung statt. So wechseln sich also die Regisseure bei uns ab – während einer im Studio dreht, ist der andere draußen unterwegs und umgekehrt. Da mittwochs bis freitags Außendreh-Tage sind, kann es mir natürlich auch passieren, dass ich dann auch drehen muss.

Ajouré: Was macht für dich den Reiz nach so viel Jahren bei „GZSZ“ noch aus?

Wolfgang: Worauf ich sehr viel Wert lege ist die Wahrhaftigkeit der Person, dass sich also „Gerner“ treu geblieben ist, ohne sich allzu sehr zu verbiegen. Je älter die Serie wurde, desto mehr hat sie sich auch entwickelt – rein optisch schon alleine. Früher haben die Wände noch gewackelt, wenn wir die Türen zugemacht haben. Heute ist das alles sehr hochwertig und wir haben auch eine 360 Grad-Deko in Gerners Wohnbereich, der auch einzig in Europa in einem zweistöckigen Studio stattfindet. Die Kamera-Technik hat sich über die Jahre natürlich auch verbessert.

Aber auch die Geschichten sind besser geworden, viel durchdachter und die Charaktere haben viel mehr Tiefgang bekommen. Was mich immer gereizt hat, ist, dass die Figuren ihrer Linie folgen, aber von anderen Charakteren und Geschichten immer wieder durchkreuzt werden. Was Gerner in den 24 Jahren erlebt hat, da hätten sich normale Menschen schon längst die Kugel gegeben oder wären in der Irrenanstalt gelandet. Das ist also alles nach wie vor spannend, weil es immer wieder neue Geschichten und Personen gibt und es immer wieder neue Herausforderungen sind. Ich bin in der Rolle natürlich auch älter geworden, was es in Form einer Serie so eher nicht gibt.

Ajouré: Welche Phase deiner Rolle fandst du persönlich am spannendsten?

Wolfgang: Brillant ist Gerner meistens vor Gericht. Wobei mir diese Szenen nicht so gefallen. Die juristischen Texte sind für mich nach wie vor problematisch, weil sie schwierig zu lernen sind, vor allem wenn man nicht in der Materie drinsteckt – denn auch nach 25 Jahren habe ich keine Ahnung von Jura; für mich ist das auch ein sehr trockenes Thema. Was mich immer fasziniert, sind die sehr emotionale Geschichten.

Was mir an die Substanz ging war natürlich der Tod meines Serien-Sohnes Dominik. Was ich da spielen musste, besonders die Szene als Gerner begriffen hat, dass sein Sohn klinisch tot ist und sagen muss, dass die Geräte abgeschaltet werden können und er dann auch noch im Krankenhaus sitzen bleibt, bis die Ärzte mit den Organen seines Kindes vorbeikommen und er einen totalen Zusammenbruch hat, war wirklich sehr emotional und hart, weil ich dabei natürlich auch meinen eigenen Sohn vor Augen hatte. Das geht wie gesagt an die Substanz, ist aber auch eine Herausforderung.

Auf der einen Seite macht es Spaß, den Fiesling rauszulassen, auf der anderen Seite mag ich es, ihn von seiner sehr menschlichen Seite zu zeigen und finde es toll, wenn er sich auch mal witzig zeigt. Da ich vom Kabarett komme, mag ich es sehr, wenn man Gerner ab und an ein wenig Humor unterschiebt.

Ajouré: Gibt es noch andere Momente, die dir aus fast 25 Jahren Serien-Geschichte in unvergesslicher Erinnerung geblieben sind?

Wolfgang: Ich fand es sehr traurig, als die Altvorderen, Frank-Thomas Mende, Hans Christiani und Lisa Riecken, die von Anfang an dabei waren und die Serie mitprägten, gingen. Ich habe sie sehr gemocht, von daher war es sehr schade – genauso, dass mein Serien-Sohn Raul Richter ausgestiegen ist. Ich habe mit ihm sehr gerne zusammengespielt, vor allem, da ich selber einen Sohn in dem Alter habe und daher vieles nachvollziehen konnte. Da wäre noch viel mehr Potential für die Vater-Sohn-Geschichte gewesen. Aber das gehört zu der Serie einfach dazu – es kommen und gehen immer wieder Schauspieler. Bei manchen denkt man sich, Gott sei Dank (lacht) und bei anderen empfindet man es als sehr schade.

Ajouré: Schafft man es eigentlich mal mit allen Charakteren gemeinsam eine Szene zu haben?

Wolfgang: Es gab Hauptcast-Charaktere, mit denen ich tatsächlich nie zusammen gedreht habe. Ich werde aber auch nie mit allen irgendwelche Geschichten mal haben. Mit Felix van Deventer, der den Jonas spielt, habe ich zum Beispiel so gut wie gar nichts zu tun, mal ist er im Hintergrund im Bild zu sehen – im Mauerwerk zum Beispiel. Das ist schade.

Ajouré: Gibt es Parallelen zwischen dir und deiner Rolle „Jo Gerner“?

Wolfgang: Außer, dass er auch ein großer Familienmensch ist, eigentlich nicht. Er wäre mir im Privatleben auch viel zu anstrengend, da er zu rachsüchtig ist. Man muss aber auch sagen, er ist kein schlechter Mensch, nur muss man sich warm anziehen, wenn man ihm an den Karren fährt, denn dann schlägt er ordentlich zurück.

Ajouré: Kann man als Darsteller selber Ideen für die Handlung mit einbringen?

Wolfgang: Ja, ich habe schon des Öfteren Sachen miteingebracht, die dann auch umgesetzt wurden. Die Produktion möchte das auch – besonders unsere Produzentin Petra Kolle. Sie prüft dann aber natürlich genau, wie realistisch die Idee tatsächlich ist. Wir haben auch regelmäßige Autoren-Schauspieler-Treffen, wo wir uns gemeinsam Möglichkeiten überlegen. Es findet also ein reger Austausch statt.

Ajouré: Inwieweit haben sich die Arbeit und der Fan-Kontakt hinsichtlich der Social-Media-Kanäle verändert?

Wolfgang: Ich merke das an meinen Kollegen, aber auch an mir selber, dass man mittlerweile sehr viel mehr die sozialen Netzwerke nutzt. Wir hatten letztens erst die Diskussion darüber. Bisher war es uns nämlich nicht gestattet, vom Drehort bzw. während der Dreharbeiten Fotos zu machen. Das war alles top secret, da durfte nichts an die Öffentlichkeit dringen. Inzwischen ist das etwas gelockert worden und RTL ist da auch etwas offener geworden, weil sie gemerkt haben, wie wichtig Social Media heutzutage sind. Viele meiner Kollegen machen ständig Selfies oder sind bei Snapchat aktiv.

Es gibt ja auch bei uns schon YouTube-Stars wie Janina Uhse, die mit ihrem Lifestyle-Channel sehr erfolgreich ist. Außerdem ist sie jetzt auch das Gesicht von L’Oréal, was sie mehr oder weniger dadurch erreicht hat. Wir nutzen also schon Social Media, auch ich, wenn ich im Theater spiele oder andere Projekte habe, wie mein Buch, dass ich darüber promote, weil man so einfach viel schneller viel mehr Leute erreicht.

Das alles hat sowohl seine Vorteile als auch seine Nachteile, weil man sich ständig unter Druck fühlt, wieder was posten zu müssen, weil einem sonst die Fans abspringen.

Ajouré: Was ist eigentlich aus den guten alten Autogrammstunden geworden?

Wolfgang: Die wurden durch die Selfies abgelöst. Ich finde das sehr faszinierend, wenn ich Leute treffe, wollen die jungen immer ein Selfie mit mir machen und fragen dann häufig aber auch nach einem Autogramm für ihre Mütter.
 

Wolfgang Bahro
Foto: Paul Partyzimmer
 

Ajouré: Was wäre dein Plan B im Leben gewesen? Immerhin hast du mal Psychologie studiert.

Wolfgang: Obwohl mich Psychologie sehr fasziniert hat und ich auch im Rahmen des Studiums eine Hypnotherapie-Ausbildung gemacht habe, wäre das glaube ich als Beruf nichts für mich gewesen. Ich bin ein leidenschaftlicher Taucher und könnte mir jetzt rückblickend vorstellen, dass ich auch Meeresbiologe hätte werden können oder Tauchlehrer – obwohl ich nicht weiß, ob mir das dann auch noch Spaß gemacht hätte, wenn ich das täglich dreimal machen müsste. Schauspielerei war aber schon immer meine erste Wahl.

Ajouré: Du bist Freimaurer. Erzähl uns doch bitte etwas darüber.

Wolfgang: Manche nennen es christliche Lehre – „Liebe deinen Nächsten“. Im Prinzip ist das nichts anderes, nur dass die Freimaurer nicht mit einer Religion verbunden sind. Es geht darum, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und man versuchen will als rauer Stein, der man selber ist, in den Tempel der Humanität zu kommen – und dafür muss man an sich selber arbeiten und sich immer wieder hinterfragen. Das macht man zum Beispiel auch gemeinsam mit seinen Freimaurer-Brüdern. Eine zentrale Frage ist: Wie gehe ich mit Menschen um?

Es gibt zwei Anschauungen, die man gegenüber Menschen haben kann, zum einen: Ich kenne dich nicht, würde dich aber sehr gerne kennenlernen, um mehr von dir zu erfahren oder zum anderen: Ich kenne dich ganz genau, ich weiß was du für einer bist und möchte mit dir nichts zu tun haben. Letztere Einstellung produziert Intoleranz, Angst, Gewalt und Terror. Die erste hingegen könnte ein menschliches Zusammenleben schaffen – mit Toleranz und Akzeptanz. Darauf arbeite ich hin. Gerade in der heutigen Zeit brauchen wir Toleranz gegenüber anderen Religionen und Menschen. Es gibt unter jedem Volk und in jeder Religion sowohl gute Menschen als auch schwarze Schafe – aber man kann Menschen generell nicht alle in einen Topf werfen, sondern man sollte allen eine Chance geben.

Ajouré: Besonders als gebürtiger Berliner wirst du die Vielfalt der hier lebenden Menschen spüren. Macht das Berlin vielleicht auch gerade so besonders für dich?

Wolfgang: Ja, Berlin ist eine wundervolle, verrückte Stadt voller liebenswerter Bekloppter. Hier in Berlin kann dir einfach alles passieren. Man trifft hier auch die unterschiedlichsten Menschen, aus allen Ländern dieser Welt mit verschiedenen Glaubensrichtungen. Ich liebe auch den sehr trockenen, stieseligen Berliner Humor. Diese Stadt birgt eine faszinierende Geschichte in sich. Wenn man so durch Berlin läuft, stolpert man hinter jeder Ecke über ein Stück Berliner Geschichte.

Ajouré: 2017 steht in den Startlöchern. Hast du Vorsätze für das neue Jahr und gibt es neue Projekte?

Wolfgang: Vorsätze habe ich generell nie, sonst muss man immer wieder erklären, weshalb man sie nicht einhält. Ich würde einfach so weitermachen wie bisher. Neue Projekte habe ich auch schon. Ich würde gerne in Eigenregie einen Film drehen, der Verständnis für die verschiedenen Religionen wecken soll, um klar zu machen, dass hinter jeder Religion auch ein Mensch steht, und dass es nicht wichtig ist, was diese Doktrinen von ihm verlangen sondern wie der Mensch als Individuum ist.

Ajouré: Vielen Dank, Wolfgang Bahro.

 

 

Fotos: Paul Partyzimmer

Mini Countryman – Mini goes Maxi!

Zwanzig Zentimeter. Man könnte sie vernachlässigen, gar nicht wahrnehmen. Wäre da nicht der neue Countryman der jetzt zweiten Generation. Bei ihm machen zwanzig Zentimeter mehr Länge aus einem Mini einen Maxi mit entsprechenden Platzverhältnissen. Voll besetzt können fünf Personen das neue Mini-Feeling genießen, das ab Februar 2017 zum Einstiegspreis von 26.500 Euro über die Straßen rollen wird.

Mit dem Countryman verlässt Mini endgültig die Kleinwagensparte zu Gunsten der kompakten SUV-Generation. Auch das Lifestyle-Thema erlebt eine neue Interpretation, ohne an den Grundgenen der Mini-Family zu rütteln.
 

May The Game Begin

Das Spiel um die Länge entscheidet der Countryman für sich – um knapp einen halben Meter gegenüber Mini Dreitürer, Cabrio und dem Kombi-Bruder Clubman. Auf 4,30 Meter ist er gewachsen, jeder Zentimeter mehr kommt dem Innenraum zugute. Unverändert knackig und bullig wirken die Proportionen. Die Änderungen betreffen die ovaler auftretenden Scheinwerfer, die Stoßstange, sowie die Blinker in den Kotflügeln mit ihren pfeilförmigen Gehäusen. Das war’s auch schon mit den Äußerlichkeiten, weniger ist in diesem Falle aber mehr.

Beim Innenraum, so scheint es zunächst, bleibt das bekannte Mini-Design erhalten. Beim zweiten Blick aber fallen die größer dimensionierten Flächen auf, geblieben ist der Drehregler mit der ihm eigenen Touch-Feld-Bedienung. Deutlich in den Fokus des Betrachters fällt hingegen der wuchtige Zentralbildschirm, der sich aufmerksamkeitsgewinnend in der Mittelkonsole platziert hat.
 
Mini Countryman Heck

 

Ein gelungenes Spezialitäten-Menü

Beginnen wir den Reigen gleich mit dem neuen „Country Timer“, der sich die Zeiten merkt, in denen der Countryman offroad unterwegs ist. Eine nett gemeinte Motivation den Maxi-Mini abseits befestigter Straßen zu bewegen.

Ein weiteres Must-have wäre der so genannte „Find Mate“, der Bestandteil des optionalen Online-Paketes ist. Beinhaltet sind verschiedene Tags, die sich beispielsweise am Reisegepäck, dem Schlüsselbund, oder am Handy befestigen lassen und von dort aus ihren jeweiligen Standort ans Auto funken.

Bliebe noch die „Picnic Bench“. Kostenpunkt: 120 Euro für eine Zweier-Sitzbank zur Auflage auf die Kofferraumschwelle. Nach einem Champagner-Picknick für Zwei etwa kann sie praktischerweise bis zum nächsten Einsatz unter dem doppelten Laderaumboden verstaut werden.
 

Aufgalopp der Pferdestärken

Den Anfang des Modellreigens im Februar 2017 machen Countryman Cooper, Cooper D und SD, Spitzenvertreter wird jedoch der Cooper S, der für mindestens 29.900 Euro aus den Showrooms rollt. Man muss kein Hellseher sein, wenn sich auch künftig wieder um die 60 Prozent aller Kunden für den „All4“ genannten Allradantrieb entscheiden, der sich gegen den serienmäßigen Vorderradantrieb durchsetzen dürfte.

Von Haus aus dürfen dabei sechs Gänge per Hand geschaltet werden, nur der SD bringt bereits eine Achtgang-Automatik mit.
 

Cooper SE
 

Auf die Premierenfeier freut sich der neu entwickelte Plug-in-Hybrid namens Cooper SE. Seine umweltschonende Seele stammt vom BMW 225xe, Herzstück ist der Dreizylinder vom Cooper, dem man einen 88 PS starken Elektromotor an der Hinterachse zur Seite stellt. Gemeinsam kommen die beiden modernen Antriebe auf eine Systemleistung von 224 Pferdestärken (165 kW), die ihre Kraft an den Allradantrieb weiterreichen. Rein elektrisch betrieben soll der Countryman eine Reichweite von um die 40 Kilometer schaffen. Gut für das Umweltgewissen ist auch der angestrebte Verbrauch von nur 2,1 Litern Kraftstoff für jeweils 100 Kilometer. Es bleibt abzuwarten was die Praxis zu den Mini-Ankündigungen meint.

Auf der konventionellen Antriebsseite bleibt es bei den bekannten Drei- und Vierzylindern, gestaffelt von 136 und 192 PS für die Benziner sowie 150 und 190 PS für die Diesel-Fraktion.
 

Neue Innenarchitektur für anspruchsvolle Nerds

Man mag das Innenraum-Design zwar leicht verspielt nennen. Aber die Bedienung des Countryman bleibt extrem einfach. Der Motor wird über einen roten Kippschalter zur Arbeitsaufnahme gebeten, für das Navi mit Touchscreen, ein Head-up-Display oder elektrisch verstellbare Sitze müssen allerdings Aufpreise in Kauf genommen werden.

Der rückwärtige Aufenthalt jedoch hält weiterhin praktische Lösungen parat. Das Klappverhältnis der Rücksitzbank etwa bleibt bei 40:20:40, sie lässt sich verschieben und vielfach verstellen, was die Bequemlichkeit auf einem hohen Niveau sicherstellt. Im Kofferraum dürfen künftig maximal 1390 Liter Volumen auf Reisen gehen, die 450 Basisliter reichen für die nächsten Shoppingtouren, erleichtert von der elektrisch bedienbaren Heckklappe.
 
Mini Countryman Rückseite

 

Der „Ich merke mir alles“-Assistent

Im Technokraten-Sprech nennt sich das System „Mini Connected“, gemeint ist damit der Mobilitätsassistent, der pfiffige Lösungen bereithält. Er verarbeitet die aktuelle Verkehrslage und berechnet im Hintergrund möglichst optimale Abfahrtszeiten, um staufrei von A nach B zu kommen. Im digitalen Hinterstübchen speichert er zudem auch oft gefahrene Routen, etwa den Arbeitsweg, um dann bereits vor Fahrtantritt über mögliche Staus oder Verkehrsbehinderungen zu informieren und sich über Ausweichrouten zu profilieren.

Einmal unterwegs, passt der Auffahrwarner auch die korrekten Abstände zum vorausfahrenden Verkehr auf, um im Falle eines Falles die Bremsfunktion zu aktivieren. Dieser praktische Helfer geht übrigens auf das Konto von Mini. Den Driving-Assistant hingegen lässt man sich bezahlen, bietet im Gegenzug einen aktiven Tempomaten, Personenwarnung und die effektive Fernlichtregulierung an.
 

Innovativ leben und innovativ fahren

Natürlich ließe sich der neue Countryman von der Stange kaufen. Wer jedoch das Thema Individualisierung im Blickfeld hat, wird angesichts der Mini-Angebote zustimmend nicken und die Qual der Wahl zum Credo erheben. Das Portfolio wird von zahlreichen Lackierungen bestimmt, verschönert werden können sie von Streifen-Designs, Dächern und Außenspiegeln in Kontrastfarben, beispielsweise „Island Blue metallic“ oder „Chestnut“, was frei übersetzt „Kastanie“ bedeutet. Als Sahnehäubchen hinzu kommen noch zehn verschiedene Felgendesigns, von Haus aus im 16-Zoll-Format. Die 17-Zoll-Größen kosten ebenso Zuschläge, wie die nochmals gesteigerten Felgenmaße auf 19 Zoll.

Auch die Vordersitze sind lernbegabt, merken sich voreingestellte Sitzpositionen, die beim Einsteigen über eine Memory-Funktion abgerufen werden. Individualisierungsmaßnahmen dienen schließlich auch zur Erfüllung der eigenen Komfortansprüche. Bliebe noch die Anhängerkupplung, die über einen abnehmbaren Kugelkopf verfügt und in betriebsbereitem Zustand zwischen 1500 und 1800 Kilogramm an den Haken nehmen darf.
 

Ein kurzes Fazit

Die Zeit war reif für den in allen Belangen größer und besser gewordenen Countryman. Ein dickes Lob gebührt den Deutsch-Briten für die Entscheidung zum Einbau eines Plug-in-Hybriden, ein freches Design und alle Maßnahmen, die dem typischen Mini-Charme eine weitere Krone aufsetzen. Fehlt noch etwas? Ja, die John Cooper Works-Variante. Aber die dürfte nicht allzu lange auf sich warten lassen.

 

 

Fotos: Mini Press

Rückfall beim Nicht-Rauchen, was nun?

Endlich hat man es geschafft sich das Rauchen abzugewöhnen und schon kommt in absehbarer Zeit die nächste Party. Hochmotiviert nimmt man sich vor, unter Alkohol nicht zu rauchen, aber schon nach dem zweiten Wodka Cranberry ist die Gier unglaublich hoch zum alkoholischen Getränk eine zu rauchen. Und ja, es passt auch so wunderbar zusammen. Alkohol, Kippen und Party. Als hätte man es nie anders gekannt.

Das böse Erwachen kommt schon am nächsten Tag, wenn es einen wieder überkommt, vielleicht nur eine zu rauchen. Aber da ist es eigentlich schon zu spät, denn was darauf folgt, wissen jetzt alle, die diesen Artikel hier lesen: Wir haben den Kampf verloren.

Aber bitte lasst euch nicht entmutigen und sammelt neue Kraft, um den Kampf gegen das Nikotin zu gewinnen.
 

Ein paar Gründe, die euch helfen können, neuen Mut zu fassen:

  • Viele Ex-Raucher haben mehrere Anläufe gebraucht, um es endlich zu schaffen.
     
  • Du hast es schon einmal geschafft und weißt, was auf dich zukommt. Der Vorteil ist, dass es beim nächsten Mal einfacher wird.
     
  • Ruf dir in Erinnerung, was dir nach dem Nichtrauchen alles gut getan hat. Ein paar Beispiele: mehr Luft, bessere Haut, keine Kopfschmerzen mehr, usw.
     
  • Wiederhole die Strategie vom letzten Mal und packe neue Regeln dazu.
     

Da du diesen Artikel hier ließt und es dich insgeheim sehr ärgert, dass du wieder rauchst, ist es der erste und der beste Schritt, um tatsächlich Nichtraucher zu werden. Du hast dich längst dazu entschlossen und packst es in jedem Fall wieder, die stinkenden Glimmstängel für immer beiseite zu legen. Du weißt genau, dass es kein passendes Datum gibt, um endlich wieder damit aufzuhören und fängst jetzt gleich und sofort damit an!
 

Ein paar Tipps, die es dir viel einfacher machen, den Kampf gegen das Nikotin zu schaffen:

1. Nehme dir eine App zur Hand, wie beispielsweise „Rauchfrei Pro“ und lass dich für jeden Erfolg motivieren.

2. Nehme dir nicht alle Gewohnheiten und gehe trotzdem zu deiner Raucherpause, nur ohne Zigarette.

3. Sport ist gut gegen Rauchen. Nach dem Sport hast du weniger Verlangen nach einer Zigarette. Time deinen Sport auf eine gute Uhrzeit, damit du leichter über den Tag kommst.

4. Gerauchte Kippen im Aschenbecher lassen – psychologisch soll es dem Hirn vortäuschen, dass man schon geraucht hat, wenn man sich am Aschenbecher sagt, das hier war meine letzte Zigarette. Bleibe kurz auf deinem Balkon stehen und bilde dir ein, dass du geraucht hast.

5. Kaufe dir keine Zigaretten mehr.

6. Mache dir zur Motivation, dass du es nur einen Tag lang schaffen musst. Wenn du diesen Tag geschafft hast, überlege dir, ob du auch noch den nächsten schaffen willst.

7. Lege dir die 6 Euro pro Tag zur Seite und freue dich auf die 2.184 Euro Jahresausschüttung.

8. Mache einen Spaziergang und lasse Sauerstoff in deinen Körper. 1–2 km rei-
chen! Gerne auch öfters am Tag, wenn du merkst, dass es dir gut tut.

9. Trinke viel Wasser.

10. Hypnose oder Akupunktur in Betracht ziehen.
 

Hier kommt dein Comeback!

2016 bin ich Nichtraucher!

 

Fotos: Mate Steindl / EyeEm / Getty Images

Das große Men’s Care A – Z Spezial

Viele, tolle Tipps, alphabetisch geordnet

In unserem großen Men’s Care A–Z Spezial geben wir dir viele Tipps zu Pflege und Gesundheit rund um deinen Körper.
 

A – AUGENRINGE

Sie sind unschön und verraten mehr über uns, als uns lieb ist. Ursachen für Augenringe sind häufig zu wenig Schlaf, Stress oder übermäßiger Alkoholkonsum. Die Schwellung bekommt man meistens ganz einfach durch Kühlung in den Griff.
Du kannst dir 15 Minuten lang eine spezielle Gelmaske, Eiswürfel oder 20 Minuten lang Gurkenscheiben auf die Augen legen, um so die Augenringe auszuradieren. Oder du machst dir zwei Tassen Schwarztee, legst die benutzten Teebeutel zehn Minuten ins Gefrierfach und legst sie dann auf die Augen. Das Ergebnis ist verblüffend.
 

B – BODYLOTION

Ob und wie oft man Bodylotion benutzen sollte, steht jedem frei. Sinnvoll ist es aber nach jedem Duschen allemal. Bodylotion versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, erfrischt, strafft oder bräunt sie ggf. auch leicht. Wenn deine Haut nach dem Duschen spannt oder juckt, empfehlen wir spezielle reichhaltige Lotions, die genau dafür gemacht sind. Ist deine Haut von Natur aus etwas fettiger, so kannst du eine weniger rückfettende Variante wählen.
 

C – CREME

Für das Gesicht empfehlen wir eine Tagescreme, wie zum Beispiel die Creme von Nivea Men. Sie pflegt die Haut mit sofortiger Wirkung, zieht schnell ein und fettet nicht. Ein zuverlässiges und günstiges Produkt, das jedem mit trockener Haut bekannt sein sollte.
 

D – DUSCHEN

Die gesündeste Art zu duschen ist kurz und kalt. Forscher haben belegt, dass auf der Haut viele gute Bakterien zu finden sind, die wie natürliche Antibiotika wirken und somit vor schlechten Bakterien und Krankheitserregern schützen. Langes, warmes Duschen mit zu viel Duschgel wäscht alle schützenden, gesunden Fette und Öle von der Haut und bringt das Gleichgewicht durcheinander – die Haut ist dadurch anfälliger für Schädlinge.
 

E – ERNÄHRUNG

Gesunde Ernährung wirkt sich nicht nur auf die Figur, sondern auch auf die Haut aus. Folgende Regeln solltest du dabei beachten:
– Mehrfach am Tag dafür sorgen, dass der Körper Vitamine bekommt
– mit Zucker und Salz sparsam sein
– ausreichend trinken
– Vollkorn-Getreideprodukte zu dir nehmen
– langsam essen
 

F – FINGERNÄGEL

Gepflegte Fingernägel sind für viele Menschen eine Art Aushängeschild. Die ideale Form ist an den Seiten leicht oval und an der Spitze gerade, außerdem sollten Fingernägel nicht über die Fingerkuppen wachsen. Die Nagelhaut kannst du am besten mit einem Holzstäbchen zurückschieben, nachdem sie beim Duschen weich geworden ist.
 

F – FETTIGE HAARE

Fettige Haare entstehen durch eine übermäßige Produktion der Talgdrüsen in der Kopfhaut. Faktoren, die dazu führen können, sind: Hormonschwankungen, länger andauernder Stress, falsche Pflege, häufiges Mützen-Tragen, Witterung und Vitamin B-Mangel. Fettiges Haar ist natürlich nicht schädlich und hat einstmals zum Schutz der Haare beigetragen, was heute aber nicht mehr unbedingt notwendig ist. Benutze am besten ein Kräuter- oder Feuchtigkeits-Shampoo. Reize die Kopfhaut nicht zusätzlich, da das die Talgdrüsen zur Produktion anregt. Also kein zu starkes Einmassieren, kein heißes Wasser, nicht übermäßig Bürsten und sparsam mit Stylingprodukten umgehen.
 

G – GESICHTSWASSER

Es wird auch Tonic genannt und dient vor allen Dingen zur Reinigung der Poren und sorgt prophylaktisch gegen Pickel und Mitesser. Regelmäßiges Anwenden beruhigt die Haut, sorgt für Feuchtigkeit und lässt die Poren ein wenig zusammenziehen.
 

H – HAARWÄSCHE

Trocknet dein Haar aus oder wird es fettig? Teste dich einfach mal an einem Wochenende und wasche deine Haare ein paar Tage nicht. Je nach Ergebnis entscheidest du dich zum Kauf eines geeigneten Shampoos. Lauwarmes bis kühles Wasser ist beim Duschen das Beste für dein Haar. Außerdem sollte die Menge des Shampoos nie mehr als die Größe einer Walnuss haben. Schaumreste reizen die Kopfhaut, darum gilt: gründlich aber sachte ausspülen. Wenn du es dabei quietschen hörst, sind sie „al dente“. Im nächsten Schritt kannst du in Ruhe ein zusätzliches Pflegeprodukt auftragen. Wer nicht aufs Föhnen verzichten möchte, der sollte die gefährliche Hitze auf gute 30 cm Distanz halten. Die gesündeste Variante ist mittels Handtuch ausdrücken und lufttrocknen lassen, da starkes Rubbeln das Haar schädigen kann.
 

I – INTIMPFLEGE

Du solltest am besten beim Duschen Hoden, Penis und After mit Duschgel oder Seife reinigen. Wer dies vernachlässigt, muss mit dem dickflüssigen Smegma rechnen, welches sich aus angesammelter Absonderung der Talgdrüsen, Bakterien und Hautschuppen zusammensetzt. Dies ist erstmal nicht gesundheitsschädigend, sollte aber nicht allzu häufig vorkommen, da Bakterien auch Entzündungen auslösen können.
 

L – LIPPEN

Ursachen für spröde Lippen können Stress, niedrige Temperaturen oder falsche Ernährung sein. Eine reichhaltige Creme, wie beispielsweise von Penaten, beschleunigt nachts die Heilung bei rissigen Stellen oder verletzten Mundwinkeln. Des Weiteren helfen tagsüber Lippenbalsam und Lippenpflegestifte.
 

M – MITESSER

Sie sind der Nährboden eines Pickels und kommen überwiegend an der T-Zone des Gesichtes vor, also auf Stirn, Nase und Kinn. Es gibt viele Hausmittel gegen Mitesser: Eine Paste aus Natron (reines Backpulver) und destilliertem Wasser säubert das Gesicht von abgestorbenen Hautzellen. Zitronensaft mit einem Esslöffel Zucker wirkt genau so. Honig spendet der Haut Feuchtigkeit und strafft sie. Eine nächtliche Maske aus einem Zimt-Honiggemisch hilft ebenfalls super gegen Mitesser und Unreinheiten. Honig in Kombination mit zwei Einheiten Eiweiß reinigt das Gesicht innerhalb von 30 Minuten.Von Salzwasser schrumpfen Mitesser auf ein Minimum. Zahnpasta entzieht überflüssige Fette und die Zahnbürste sorgt für den Peeling-Effekt.
 

N – NASSRASUR

Die Nassrasur ist eine Methode zur sehr gründlichen Rasur. Dafür werden die Haare sehr tief abgeschnitten, sodass deine Haut der eines Babypopos ähnelt. Das Verletzungsrisiko ist bei ungeübten Männern etwas höher, aber die Nassrasur lässt sich schnell lernen. Du kannst mit den richtigen Klingen sehr präzise arbeiten, aber solltest immer darauf achten, dass die Klingen auch scharf sind.
 

O – OHRENREINIGUNG

Ohrenschmalz sorgt dafür, dass keine Bakterien eindringen können, allerdings wird er oft als unhygienisch empfunden und kann deshalb mit vielen Varianten entfernt werden. Bei der Ohrenspülung wird das Cerumen ganz einfach mit Wasser ausgespült. Der Ohrenreiniger ist eine kleine Schaufel aus Edelstahl, mit der du Ohrenschmalz einfach entfernen kannst. Ohrentropfen lösen den Schmalz teilweise auf, wer aber einhundertprozentige Ergebnisse haben möchte, der kann auch eine professionelle Ohrenreinigung vom Hausarzt in Anspruch nehmen.
 

P – PARFÜM

Halsbereich und Handgelenke eigenen sich am besten zum Auftragen eines Parfüms. Da diese beiden Stellen stark durchblutet werden, werden die Duftstoffe durch die dort entstehende Wärme gut gelöst und entfalten ihren Duft optimal. Parfüms sollten nicht auf Kleidung aufgetragen werden, da sich durch das Einziehen ins Gewebe die Duftstoffe mit dem Kleidungsgeruch vermischen.
 

R – RASURBRAND

Egal ob bei Trocken-, Nass- oder Messerrasur – die Klingen müssen immer scharf sein, um Rasurbrand vorzubeugen, da stumpfe Klingen zu viel Schaden auf der Haut anrichten. Ein Rasierhandtuch in warmes Wasser getränkt und anschließend 1–2 Minuten auf das Gesicht gelegt, sorgt für das Öffnen der Poren und dem Weichwerden der Barthaare. Rasierschaum und Gel machen die Barthaare ebenfalls weicher und leichter zu schneiden. Beachte anschließend, nicht gegen den Strich zu rasieren, beim Rasieren nicht zu fest aufzudrücken und danach wieder das Rasierhandtuch oder ein Aftershave aufzulegen. Gegen den Rasurbrand helfen Kühlung, Balsam und Feuchtigkeitscreme. Diese Tipps lassen sich auch auf die Intimrasur übertragen.
 

S – SCHUPPEN

Schuppen sind abgestorbene Hautzellen, die jeder Mensch hat. Doch bei zu großem Verlust verklumpen sie und werden schnell sichtbar. Gründe dafür können zu konzentriertes Shampoos, zu häufiges Waschen, gereizte Kopfhaut, zu wenig Sonne und Vitamin-Mangel sein. Wenn Schuppen gelblich werden und die Kopfhaut unangenehm juckt, hat sich womöglich ein Hautpilz breitgemacht. Dieser Pilz ist aber nicht sehr gefährlich und lässt sich mit Mitteln aus der Apotheke problemlos entfernen.
 

T – TROCKENRASIERER

Auch bei der Trockenrasur gilt, dass es jeder Mann selbst in der Hand hat, welche Variante er bevorzugt. Die Vorteile der Trockenrasur sind die schnelle Effizienz, es ist sehr bequem, praktisch und das Verletzungsrisiko ist sehr gering. Logischerweise werden die Barthaare nur etwas gröber an der Oberfläche abgeschnitten und es bleiben je nach Rasierer Stoppeln stehen. Die eine Rasur schließt die andere natürlich nicht aus und kann zur Perfektion kombiniert werden.
 

U – UNREINE HAUT

Die Übeltäter bei unreiner Haut sind überwiegend Hormone, Zigaretten, Alkohol, Zucker, Stress und Müdigkeit. Die Talgdrüsen produzieren zu viel Öl und Hautschuppen, welche dann die Poren verstopfen. Gewisse Lebensmittel wie Milch können die Talgdrüsenproduktion fördern. Sanfte Reinigung mit Cremes und Reinigungsmilch tragen zur Reinheit bei. Am besten eigen sich PH-neutrale Waschlotionen und keine fettigen oder öligen Produkte.
 

V – VITAMINE

Vitamin A ist der Powerwirkstoff für unsere Haut. Es glättet Falten und steigert die Zellregeneration. Vitamin B3 ist wichtig für unseren Stoffwechsel von Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten und hilft bei der Hautregeneration. Vitamin C sowie E neutralisieren UV-Stahlen, sie schützen außerdem unsere Zellmembranen, Depotfett und Lipoproteine vor Oxidation. Vitamin H ist verantwortlich für die Hautregeneration und verhilft bei der Bildung unserer uns schützenden Hornhaut.
 

W – WASSER

Wie viel Wasser ist gesund? Jeder Mensch scheidet im Laufe des Tages etwa zweieinhalb Liter Wasser aus. Da wir über unsere Nahrung rund 20% unseres Bedarfs wieder aufnehmen, reichen uns etwa eineinhalb Liter, die wir über das Trinken zu uns nehmen sollten. Doch jeder Mensch ist ein Individuum und lebt unter anderen Verhältnissen, darum ist es das Gesündeste zu trinken, wenn du durstig bist. Auf Flüssigkeitsmangel weisen folgende Dinge hin: Konzentrations- und Kreislaufprobleme, trockene Haut, dunkler Urin, Verstopfung und Kopfschmerzen.
 

Z – ZAHNBÜRSTE

Deine Zahnbürste sollte niemals zu harte Borsten haben, weil diese das Zahnfleisch und sogar die Zähne schädigen können. Sehr sensible Zähne, die sich nicht nur bei warm und kalt, sondern auch bei süß und sauer bemerkbar machen, benötigen eine besonders weiche Zahnbürste. Wichtig ist in jedem Fall ein kurzer Bürstenkopf, um alle Stellen im Mund erreichen zu können, sowie mittelweiche, abgerundete Borsten und ein Griff, der gut in der Hand liegt.

 

 

Foto: gilaxia / Getty Images

Die 7 Must-Have-Apps für Android 2017

Mehr als die Hälfte aller Deutschen besitzt mittlerweile einen kleinen Computer, den man problemlos in seiner Hosentasche transportieren kann. Die Rede ist natürlich vom Smartphone. In diesem Artikel geht es speziell um die Smartphones, die auf Android als Betriebssystem basieren. Wir zeigen dir heute die sieben besten Apps für dein Android Handy, damit auch du das Beste aus dem leistungsfähigen Computer in deiner Hosentasche herausholen kannst.
 

1. Pac-Man 256 Endless Maze

Pac-Man ist wohl der Klassiker unter den Spielen und konkurriert bei den Urgesteinen der Spielegeschichte mit Spielen wie Pong oder Tetris. Um so erfreulicher ist es, dass dieser Klassiker nun von BANDAI NAMCO auf unser Smartphone gebracht wurde. Natürlich gibt es auch einige Neuerungen, wie lustige, neue Power-ups, der Spielmodus ist zudem nun endlos. Die Änderungen fühlen sich sehr gut an, was Pac-Man 256 zu unserem Spieletipp für den perfekten Zeitvertreib macht.

Download Pac-Man 256 Endless Maze im Google Play Store

 
Apps für Android
 

 

2. WarnWetter

Es gibt etliche Wetter-Apps im Playstore, häufig hört man allerdings nur Beschwerden, da die Apps nicht wirklich genau sind. Wer auf Nummer sicher gehen will holt sich die App Warnwetter. Diese wird vom Deutschen Wetterdienst betrieben, was sie zu einer der zuverlässigsten Wetter-Apps macht. Zusätzlich gibt es noch eine Push-Nachricht, sollte sich ein Unwetter in deiner Nähe anbahnen. Da Wetter-Apps anderer Anbieter meist auf die Daten des Deutschen Wetterdienstes zugreifen empfehlen wir dir das Original.

Download WarnWetter im Google Play Store
 

Apps für Android
 

 

3. Clean Master

So wie der Computer über die Zeit durch zwischengespeicherte Daten und ungenutzte Programme an Speicherplatz und Geschwindigkeit verliert, wird auch dein Smartphone über die Zeit mit Programmen und Daten vollgepackt, die du gar nicht brauchst. Clean Master ist die Lösung für dieses Problem. Die Applikation kann dir helfen die Geschwindigkeit deines Smartphones zu verbessern. Weiterhin bietet die App noch eine Antivirus-Engine, eine Schutzfunktion für Fotos und Chatverläufe, sowie die einfache Deinstallation und Sicherung von Apps.

Download Clean Master im Google Play Store derzeit deaktiviert
 

Apps für Android

 

 

4. Signal

Mit dieser App erhältst du eine Messenger Variante, die Datenschutz groß schreibt. Signal benutzt eine überzeugende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die sicherstellt, dass dein Chat wirklich nur vom Empfänger gelesen wird. Abgesehen von der Sicherheit ist die App kostenlos und es ist keine komplizierte Anmeldung notwendig. Natürlich bietet sie auch all die Features, die sonst in Messenger-Apps zu finden sind.

Download Signal im Google Play Store
 

Apps für Android
 

 

5. Prisma

Prisma ist eine App, die die Fotobearbeitung aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Es geht nicht darum einen simplen Schwarz-Weiß Filter über das Bild zu legen, es dient vielmehr dazu, dein Bild in ein Kunstwerk zu verwandeln. Die Filter sind Stilen verschiedenster Künstler nachempfunden und ermöglichen es dir, dein Bild in etwas Besonderes, Individuelles zu verwandeln. Die Bearbeitung geht leicht von der Hand, Geld musst du für die App nicht bezahlen.

Download Prisma im Google Play Store
 

Apps für Android
 

 

6. Duolingo

Du wolltest schon immer mal eine neue Sprache lernen? Oder vielleicht möchtest du deine Französischkenntnisse wieder aufzufrischen? Duolingo gibt dir genau diese Möglichkeit und das ohne anfallende Kosten! Die App bringt dir spielerisch die neue Sprache bei, natürlich ersetzt sie keinen Sprachkurs oder einen Aufenthalt im jeweiligen Land. Sie ist aber super, um anzufangen und sich an die Sprache heranzutasten. Außerdem ist sie ein super Vokabeltrainer.

Download Duolingo im Google Play Store
 

Apps für Android
 

 

7. Expensify

Diese Applikation gibt es leider nur auf Englisch, doch sie ist sehr gut in dem, was sie macht. Expensify hilft dir dabei, deine Rechnungen zu sortieren und eine Übersicht über deine Ausgaben zu behalten. Du kannst deine Rechnungen kinderleicht einscannen, sortiert werden sie von der App automatisch. Die App ermöglicht dir eine perfekte Übersicht über deine Ausgaben zu behalten. Außerdem musst du nicht alle Bons aufbewahren und die Steuerabrechnung ist nicht mehr ein Wirrwarr aus Zetteln mit den unmöglichsten Formaten.

Download Expensify im Google Play Store
 

Apps für Android
 

 

Fotos: Google Play Store, Hinterhaus Productions

Office Christmas Party – Filmkritik & Trailer

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Office Christmas Party – Die Story

Weihnachten steht vor der Tür und für Clay Vanstone (T. J. Miller), Sohn vom verstorbenen Zenotek Chef und Leiter der Chicagoer Zenotek Filiale steht fest, auch in diesem Jahr muss es eine tolle Weihnachtsfeier für die gesamte Belegschaft geben. Doch seine Schwester Carol (Jennifer Aniston), Übergangs-CEO der kompletten Firma, fordert immense Einsparungen, will 40 Prozent der Belegschaft entlassen und erstickt die Weihnachtsfeier bereits in den ersten Ansätzen.

Davon lassen sich Clay, sein technischer Leiter Josh Parker (Jason Bateman) und Computerspezialistin Tracey Hughes (Olivia Munn) nicht unterkriegen. Ihr Plan, den finanzstarken Manager Walter Davis (Courtney B. Vance) als Kunden gewinnen und damit Carols Erwartungen übertreffen, könnte die gesamte Firma retten.

Zu diesem Zweck und um die Belegschaft nicht um eine Feier zu bringen, organisieren sie die wohl größte Weihnachtsparty, die das Büro jemals erlebt hat und laden den potentiellen Kunden Walter Davis ein.

Doch die Party gerät völlig aus dem Ruder und als Carol Vanstone auf einmal wieder vor der Tür steht und die Bescherung sieht, ist guter Rat teuer. Aber einen in Fahrt gekommenen Zug kann man nur schwer bremsen und so geht das Chaos erst richtig los.

 

 

Comedy Feierwerk

Mit Jason Bateman, T. J. Miller und Jennifer Aniston agieren, neben vielen weiteren unterhaltsamen Darstellern, drei Schauspieler, bei denen man meist schon im Vorfeld sicher sagen kann, was man geliefert bekommt. Gerade wenn man sich im Genre Comedy bewegt. Und so präsentiert sich „Office Christmas Party“ auch als abgedrehte, bekloppte Komödie, mit liebevollem Unterton und einem Ansatz von Weihnachtsmessage.

Neben der grundsätzlichen Handlung werden natürlich einmal mehr viele Klischees bedient und für einige der Gags benutzt. Dennoch wirkt es hier, bei dem extrem bunt zusammengewürfelten Haufen von Büroangestellten und sonstigen Figuren, selten nur um des Klischees Willen, sondern bedient das große lustige Ganze. So hat der Film ganz klar seine Stärke in den vielen verrückten und lustigen Momenten und kann bestens unterhalten. Die Handlung dahinter ist nicht die raffinierteste, gibt dem Ganzen aber einen funktionierenden weihnachtlichen Rahmen.

 

Der etwas andere Weihnachtsfilm

„Office Christmas Party“ ist für alle, die an Weihnachten nicht nur den üblichen Kram sehen wollen, sondern auf Chaos und Witz setzen, ohne dass das Weihnachtsfeeling ganz zu kurz kommt. Mit vielen gelungenen Gags, gut gecasteten Schauspielern und einer simplen Handlung, ist der Film auch bestens geeignet, um in großer Gruppe im
Kino gesehen zu werden.

 

Office Christmas Party
Kinostart: 8. Dezember 2016

 

Bist eher der Thriller-Typ?

Money Monster – Filmkritik & Trailer

 

Fotos: Constantin Film Verleih GmbH

Quentin Tarantino – Ein Portrait des Kult-Regisseurs

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Quentin Tarantino gilt bei vielen als der Kult-Regisseur schlechthin und ist zweifelsohne einer der bedeutendsten Filmemacher aller Zeiten. Seine Biographie liest sich, als könne sie selbst Vorlage für einen Film sein. Der Stil Tarantinos ist wie bei jedem großen Regisseur unverwechselbar. Zugleich ist er ein Mensch, der polarisiert, gilt als Exzentriker und Egomane.
 

Der steinige Weg zum Erfolg

„Ich wollte, dass der Junge einen Namen hat, der groß genug ist, eine ganze Leinwand zu füllen.“ 
(Connie Tarantino)

Quentin Tarantino kam am 27. März 1963 in Knoxville, Tennessee, USA als Sohn der damals 16-jährigen Connie Tarantino und des fünf Jahre älteren Schauspielers Tony Tarantino zur Welt. Der junge Quentin verbrachte seine Kindheit und Jugend in Kinos, vor dem Fernseher oder mit der Nase in Comic-Heften. Als hyperaktiver Legastheniker mit einem IQ von 160 fühlte er sich in der Schule denkbar unwohl und brach diese in der zehnten Klasse ab.

Zunächst verdiente er sich seinen Lebensunterhalt und den Schauspielunterricht als Kartenabreißer eines Pornokinos in Torrance, ehe er einen Job im Video Archive fand, das heute als die Geburtsstätte des Regisseurs Tarantino betrachtet werden kann. Aus jener Zeit existieren zahlreiche Anekdoten, deren zweifelhafter Wahrheitsgehalt zum Mythos Tarantino beigetragen haben dürften. Erfolglos und arm, wie er war, soll Tarantino lange Zeit in seinem Auto gewohnt haben. Nun ist das Übernachten im Auto in den USA aber illegal und als Tarantino die vielen Strafzettel nicht bezahlen konnte, saß er kurze Zeit im Gefängnis.

Viele seiner ersten Geschichten verfasste Tarantino für und über seine Mutter – in all diesen Geschichten kam sie am Ende ums Leben. Er erfand damals wohl auch einige Details seiner Biografie selbst und gab etwa an, er habe in Jean-Luc Godards Adaption von „König Lear“ mitgespielt, weil es sich gut im Lebenslauf machte, aber den Film – Tarantinos Ansicht nach – niemand gesehen hätte.

Seinen ersten eigenen Film, von dem heute wegen eines Brandes im Schneideraum nur noch Teile erhalten sind, drehte Tarantino mit einem Budget von gerade einmal 5000 US-Dollar: „My Best Friend’s Birthday“. Ein weiteres Drehbuch, was zu dieser Zeit bereits fertiggestellt war, wurde aufgrund seines Umfangs von 500 Seiten von sämtlichen Studios abgelehnt. Später wurden aus diesem Werk mit dem Titel „The Open Road“ die Drehbücher zu „Natural Born Killers“, von dessen Verfilmung durch Oliver Stone sich Tarantino jedoch distanzierte, und „True Romace“.
 

Erste große Schaffensperiode: Die 1990er

Reservoir Dogs
Reservoir Dogs (Foto: © Metropolitan FilmExport)
 

Tarantinos Durchbruch kam 1992 mit „Reservoir Dogs“, der vor allem realisiert werden konnte, weil das Drehbuch seinen Weg in die Hände Harvey Keitels gefunden hatte. Der Film handelt von sechs einander fremden Kriminellen, die von einem Gangsterboss zusammengebracht werden, um einen Diamantenraub durchzuführen. Bis auf den Prolog und einige Rückblenden spielt der gesamte Film am Treffpunkt der Juwelenräuber, die sich wegen des frühzeitigen Erscheinens der Polizei sicher sind, dass einer von ihnen ein Maulwurf ist.

Nahezu alles, was heute als typisch für Tarantino gilt, trifft bereits auf „Reservoir Dogs“ zu: Der Film ist dialoglastig und minimalistisch inszeniert. Der Soundtrack setzt sich vollständig aus Songs der 1970er Jahre zusammen. Die Gewaltdarstellungen sind von drastischer Brutalität, obgleich im Gegensatz zu Tarantinos späteren Werken realistisch und nicht überzeichnet. Tarantino gelingt es, mit einfachsten Mitteln ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel zu inszenieren.
 

Pulp Fiction

1994 folgte Tarantinos wohl berühmtestes Werk: die mit der Goldenen Palme, dem OSCAR (bestes Originaldrehbuch) und dem BAFTA (bestes Originaldrehbuch; bester Nebendarsteller) ausgezeichnete Gangster-Groteske „Pulp Fiction“.
 

Pulp Fiction
Pulp Fiction (Foto: © D.R.)
 

Der Film, dessen Titel sich auf das englische Wort für „Schundliteratur“ bezieht, erzählt drei lose miteinander verwobene Geschichten. Zunächst einmal sind da die beiden Auftragskiller Jules Winnfield (Samuel L. Jackson) und Vincent Vega (John Travolta), die für Marsellus Wallace, ihren Boss (Ving Rhames), einen Koffer unbekannten Inhalts sicherstellen sollen und dabei von einer absurden Situation in die nächste geraten. Diese Geschichte bildet die lose Rahmenhandlung und wird in nicht-chronologischer Reihenfolge erzählt.

Die zweite und zugleich erste vollständig erzählte Storyline befasst sich mit Vincent Vega, der die Frau seines Auftraggebers, Mia Wallace (Uma Thurman), in dessen Abwesenheit unterhalten soll. Der gemeinsame Abend endet damit, dass Vincent Mia eine Adrenalinspritze gegen eine Heroin-Überdosis ins Herz jagt.

Zu guter Letzt wäre da dann noch der Boxer Butch Coolidge (Bruce Willis), der von Wallace dafür bezahlt worden war, einen Kampf zu verlieren, stattdessen aber seinen Gegner ins Jenseits beförderte. Er will nach dem Kampf mit seiner Freundin die Stadt verlassen, doch sie hat das Erbstück seines Vaters, eine Taschenuhr, die jener und einer seiner Kameraden durch die Kriegsgefangenschaft geschmuggelt hatten, daheim vergessen. Bei dem Versuch, die Uhr zu holen, läuft Butch Wallace über den Weg, doch finden sich die beiden bald als Verbündete im Kampf gegen zwei Vergewaltiger wieder.
 

 

Tarantinos dritte Regiearbeit war zugleich seine einzige Romanverfilmung: die 1997 veröffentlichte Heist-Komödie „Jackie Brown“ mit Tarantinos Jugendidol Pam Grier in der Titelrolle. Daneben fallen noch zwei Filme mit Beteiligung Tarantinos in die Schaffensperiode der 1990er Jahre.

Der Episodenfilm „Four Rooms“ von 1995 gestaltete sich durch Tarantinos plötzliche Berühmtheit zu einem wahren Sorgenkind. Die Rahmenhandlung um den Hotelpagen Ted (Tim Roth), der während einer Nachtschicht in vier unterschiedlichen Zimmern in absurde Situationen gerät, sollte es vier verschiedenen Autoren und Regisseuren ermöglichen je ein gleichberechtigtes Segment des Films für sich zu gestalten. Das Studio wollte aber dem neuen Superstar Tarantino besonders viel Platz einräumen und ihn als Aushängeschild des Films nutzen. Dies stieß vor allem bei den Regisseuren Allison Anders und Alexandre Rockwell auf starke Gegenwehr.

Robert Rodriguez kann auf Tarantino nicht allzu sauer gewesen sein, denn die beiden sind bis heute eng befreundet und drehten ein Jahr nach „Four Rooms“ den Kult-Klassiker „From Dusk Till Dawn“ zusammen. Tarantino schrieb das Drehbuch und spielte einen der Hauptcharaktere, während Rodriguez Regie führte. Das besondere an diesem Film ist der Genrewechsel nach etwa der Hälfte der Gesamtspielzeit. Die erste Hälfte ist ein klassischer Gangster-Roadmovie, während die zweite Hälfte ein Vampir-Splatter-Film ist.
 

From Dusk Till Dawn
From Dusk Till Dawn (Foto: Film-Screenshot)

 

Der Meister meldet sich zurück:
Rache ist ein Gericht, das man am besten kalt serviert.

„Ich hatte keinen writer’s block. Ich habe sechs Jahre lang nichts getan als zu schreiben. Mein Problem war nicht der writer’s block, ich konnte meine Sachen bloß nicht zu Ende bringen, weil ich so viel geschrieben habe. […] Jetzt habe ich jede Menge Stoff, und bin zurück im Geschäft.“
(Quentin Tarantino; FAZ 16.10.2013)

Das gemeinsame Thema, das alle Filme Tarantinos im neuen Jahrtausend verbindet, ist Rache. In „Kill Bill“ nimmt eine ehemalige Auftragsmörderin Rache an ihren einstigen Weggefährten, die am Tag ihrer Hochzeit die gesamte Hochzeitsgesellschaft ermordeten und sie schwanger und schwer verwundet zum Sterben zurückließen.

Das Segment „Death Proof“ des mit Rodriguez zusammen entstandenen Double Features „Grindhouse“ handelt von drei Stuntfrauen, die sich an einem misogynen Serienmörder rächen, der Frauen mit seinem todsicheren Stuntauto in Unfälle mit tödlichem Ausgang verwickelt.
 

Nazis & Sklavenhaltung

„Inglourious Basterds“ und „Django Unchained“ sind Abrechnungen mit Nazi-Deutschland und der Sklavenhaltergesellschaft der USA. Mit „The Hateful Eight“ kehrte Tarantino in gewisser Weise zu seinen Wurzeln zurück und inszenierte eine Art Mischung aus „Reservoir Dogs“ und Spaghetti-Western.

Besonders kontrovers diskutiert wurden die beiden Filme mit historischen Settings. Hauptkritikpunkte an „Inglourious Basterds“ waren die angebliche Rachephantasie der Amerikaner und Juden, die Tarantino auslebe, und der äußerst freie Umgang mit der Geschichte. Bei genauerem Hinsehen stellen sich beide Unterstellungen als gegenstandslos heraus. Obgleich Tarantino für seine ambivalenten Charaktere und Anti-Helden berühmt ist, gab es doch stets Figuren in seinen Filmen, denen man gewisse Sympathien entgegenbringen konnte. Abgesehen von Shoshanna Dreyfus (Mélanie Laurent) sind sämtliche Charaktere in „Inglourious Basterds“ denkbar unsympathisch. Die Basterds sind eine Gruppe sadistischer Soziopathen, die einzig deshalb als die „Guten“ durchgehen, weil ihre Gegner bzw. Opfer Nazis sind.

Quentin Tarantino
Quentin Tarantino bei den Dreharbeiten zu Inglourious Basterds (Foto: © Universal Pictures)

Tarantino löst sich also vom Schema anderer Hollywood-Filme über den Zweiten Weltkrieg und portraitiert Amerikaner und Briten nicht als die strahlenden Helden, die Frankreich von den Nazis befreiten, sondern als Militärmächte, deren Soldaten denen der Gegenseite in Brutalität und Grausamkeit teilweise ebenbürtig waren. Obgleich Tarantino sich nicht an historische Fakten hält, gelingt es ihm die Mechanismen des NS-Regimes und seines Propagandaapparats besser einzufangen und zu entlarven als jedem anderen Filmemacher.

Figuren wie Hans Landa (Christoph Waltz) und Fredrick Zoller (Daniel Brühl) stehen geradezu exemplarisch für das deutsche Volk unter Hitlers Herrschaft. Beide sind keine überzeugten Nazis, aber dennoch willfährige Instrumente, die ihre Fähigkeiten Hitler und seinem Regime bereitwillig zur Verfügung stellen. Landa ist kultiviert, intelligent und charmant, aber auch ein Opportunist, der seine Dienste an den Meistbietenden verkauft. Zoller wiederum fühlt sich sichtlich unwohl in seiner Rolle als Kriegsheld, wird geplagt von Gewissensbissen, zeigt aber kurz vor seinem Ende auch jene grausame, gewaltbereite Seite, die ihn zu so einem zweckdienlichen Soldaten der Nazis machte.

Mit „Django Unchained“ griff Tarantino das düsterste Kapitel der US-Geschichte auf und machte sich in der Heimat damit wenig Freunde. Django Freeman (Jaime Foxx) ist ein Sklave, der Rache an den Sklavenhaltern nimmt und es ihnen – um es mit Tarantinos Worten zu sagen – „Blut für Blut heimzahlt“. Hilfe erhält Django dabei von einer der wohl sympathischsten Figuren, die Tarantino je geschrieben hat: dem exzentrischen Kopfgeldjäger und Zahnarzt Dr. King Schultz (Christoph Waltz). Zur Abwechslung nutzt Tarantino seinen Hang zu expliziten Gewaltdarstellungen einmal dazu, die Grausamkeit der Realität widerzuspiegeln. Er beschönigt nichts und führt vor, auf welch unmenschliche Art die weißen Sklavenhalter die Schwarzen behandelten. Doch auch von einigen Schwarzen hagelte es Kritik, denn in dem Film fällt das Wort „Nigger“ 116 mal (Weltrekord). Ein afroamerikanischer Reporter bedankte sich allerdings auch bei Tarantino dafür, dass er nichts beschönigt und nicht auf Political Correctness Rücksicht genommen habe.

Django Unchained
Django Unchained (Foto: © Sony Pictures)
 

Der Stil:
Kofferräume, Blutfontänen und Retrocharme

Was macht einen wahren Kult-Regisseur und -Autorenfilmer aus? In erster Linie wohl ein unverwechselbarer, einzigartiger Stil. Tim Burton hat einen Faible für morbiden Humor, blassgeschminkte Gesichter und Johnny Depp. Bei Guillermo del Toro kann man stets davon ausgehen, dass alles in Orange oder Blau ausgeleuchtet wird und dass früher oder später ein kalkweißer Geist (manchmal sind sie auch rot, ja) oder Wesen, die geradewegs aus einer Lovecraft-Erzählung entsprungen sein könnten, auftauchen. Joss Whedon hat seinen unverwechselbar nerdigen Schreibstil. Stanley Kubrick war vor allem für seine enorm pedantische Arbeit am Set berüchtigt, denn alles musste genauso aussehen, wie er es sich ausgemalt hatte, auch wenn es dafür weit über einhundert Takes brauchte. Der große „Master of Suspence“, Alfred Hitchcock, konnte mit den einfachsten Mitteln in oft kammerspielartigen Szenarios Spannung erzeugen und schaffte es 1960 mit sieben Tagen Dreharbeit, vielen Schnitten und einer Flasche Schokosirup, dass das Publikum scharenweise und vor Panik schreiend aus den Kinos stürmte.

 

Aber was sind die Merkmale des Quentin Tarantino? Einige davon haben wir bereits angesprochen: exzessive Gewaltdarstellung, Dialoglastigkeit, ambivalente Charaktere.

 

Tarantino und die Gewalt

Obwohl Tarantino sich im echten Leben gegen Gewalt engagiert, sind seine Filme voll davon. Oft wurde Tarantino mit dem Vorwurf konfrontiert, seine Filme würden zur Gewalt anstiften. Der Regisseur selbst hält sein Publikum hingegen für intelligent genug, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden. Auch die Behauptung, Tarantino befürworte gewalttätige Handlungen, weil er sie unterhaltsam darstelle, kann man getrost als Hirngespinst bezeichnen. So zog Tarantino den Zorn der US-Polizei auf sich, als er 2015 gegen die zunehmende Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA demonstrierte und erklärte:

Wenn ich Morde sehe, kann ich nicht nur danebenstehen… Ich muss diese Morde Morde nennen und die Mörder Mörder nennen.

Auch passt Tarantino die Gewaltdarstellung dem Thema und Stil des Films an und weiß, wann er draufhalten kann oder muss und wann es angebracht ist, wegzuschwenken oder die Szene ganz auszusparen. Im Fall von „Kill Bill“ wird Gewalt stellenweise mit riesigen Blutfontänen ins Lächerliche überzeichnet. Bei „Inglorious Basterds“ und „Django Unchained“ wird sie hingegen mal zur Abschreckung und mal zum Ausleben von Rachegelüsten an realen Verbrechern der Geschichte genutzt. Bei all seinen anderen Filmen, also denen, die keinen realen Hintergrund besitzen, werden Gewalthandlungen, die keinen Unterhaltungswert hätten, sondern sich schlicht durch pure Grausamkeit auszeichnen würden (etwa die Folter eines Polizisten in „Reservoir Dogs“ oder die Vergewaltigung in „Pulp Fiction“), nicht grafisch dargestellt.

 

Die Dialoge

Gerade Tarantinos Frühwerke sind vielfach von einem tiefschwarzen Humor geprägt – etwa wenn Vincent sich in „Pulp Fiction“ zu seiner und Jules’ Geisel umdreht, um sie nach ihrer Meinung bezüglich des Streits der beiden zu fragen, und sich ein Schuss aus Vincents Waffe löst und den Kopf der Geisel über die gesamte Rückbank verteilt, was Vincent nur mit einem konsternierten „Oh, Mann! Ich habe Marvin ins Gesicht geschossen.“ kommentiert.

Tarantino genießt es, Grenzen zu überschreiten, mit Konventionen und ungeschriebenen Regeln zu brechen, stets all das zu tun, was als cineastische Todsünde gilt. Er vermeidet lineare Erzählweisen, springt in der Zeit umher und macht die Vorzeitigkeit der Rückblenden in den seltensten Fällen als solche kenntlich. Der Zuschauer muss sich die eigentliche Reihenfolge der Geschehnisse aus dem Zusammenhang heraus selbst erschließen. Die einzelnen Segmente des Films werden zwar – auch entgegen all dessen, was als guter Stil gilt – in Akte oder Kapitel unterteilt, doch weder geben die Akte Auskunft über die Reihenfolge, in der sie stehen sollten, noch sind Rückblenden automatisch separate Akte.

Die Dialoge aus Tarantinos Filmen genießen nicht zuletzt Kultstatus, weil sie eine Beiläufigkeit und vermeintliche Belanglosigkeit besitzen, die sich kaum ein anderer Drehbuchautor trauen würde. Im Prolog von „Reservoir Dogs“ sitzen acht Schwerverbrecher in einem Lokal und unterhalten sich über Musik und die Frage, ob man der Kellnerin Trinkgeld geben sollte, ehe sie sich erheben, um einen Raubüberfall durchzuführen. Die Unterhaltung zwischen Jules und Vincent über die Unterschiede zwischen Europa und den USA aus „Pulp Fiction“ zählt zu den berühmtesten und meistparodiertesten Filmszenen aller Zeiten, obwohl sie nichts, aber auch rein gar nichts zur Handlung des Films beiträgt. Noch an der Tür zur Wohnung der Kleinganoven, die sie gleich töten werden, haben die zwei Killer einen Disput über Fußmassagen.

Dass sich Schwerverbrecher über ganz alltägliche Dinge unterhalten, trägt zur Ambivalenz der Charaktere bei. Statt seine Figuren in ein Gut-Böse-Schema zu pressen, stellt Tarantino sind allem voran als Menschen dar – ganz gleich, welch unmenschliche Dinge sie tun oder getan haben. So kann der Zuschauer Sympathie für eine Person wie die von Uma Thurman gespielte Braut, eine ehemalige Auftragsmörderin auf Rachefeldzug, in „Kill Bill“ empfinden, denn sie ist nicht nur Täter, sondern auch Opfer. Sie wollte aussteigen, ein neues Leben beginnen und Bill hat ihr die Möglichkeit versagt, indem er ihren neugewonnen Freundeskreis, ihren Verlobten, den Pfarrer, dessen Frau und den Organisten abgeschlachtet hat. Wie so oft zeigt Tarantino gerade diesen Ausgangspunkt der Handlung nicht. Auch vom Diamantenraub in „Reservoir Dogs“, dem Boxkampf in „Pulp Fiction“ oder der Gefangenname Daisy Domergues in „The Hateful Eight“ bekommt der Zuschauer nie etwas zu sehen.
 
Kill Bill Dreharbeiten
Uma Thurman und Quentin Tarantino bei den Dreharbeiten zu Kill Bill (Foto: © Miramax Films)
 

Tarantino und Computertechnik

Tarantino sucht stets das große Kino in ganz kleinen Dingen. Er ist ein Minimalist und ein Purist, dem althergebrachte Arbeitsweisen und Techniken äußerst wichtig sind. Viele werden von seinem berühmten Leitspruch bei den Dreharbeiten zu „Kill Bill“ gehört haben:

„Wenn wir es nicht in der Kamera machen können, können wir es gar nicht machen.“

Viele schlossen daraus, Tarantino habe eine Abneigung gegen CGI. Doch wie so oft, wurde hier ein Zitat aus dem Zusammenhang gerissen. Das Zitat entstammt einem Interview, das Peter Körte 2003 mit Tarantino führte, und ihm geht ein längerer Kommentar Tarantinos voraus, als er auf Körtes Frage nach computergenerierten Spezialeffekten antwortete:

Ich sehe durchaus, was sie bewirken können. Als ich ‚Titanic’ sah, hat es mich umgehauen. Auch bei der Flugzeugszene in ‚Fight Club’ oder bei manchen Dingen in ‚Terminator 3’. Aber die sind auch ’rausgegangen, haben haarsträubende Actionszenen gedreht und dann computergenerierte Bilder hinzugefügt, weil alles andere lebensgefährlich gewesen wäre. […] Was mich wirklich krank macht, sind Regisseure, die zu faul sind. […] Zur Hölle, das hat man [bei älteren Filmen] wirklich gemacht, ohne Bilder aus dem Computer. Warum soll ich dann von diesem ganzen Computer-Bullshit beeindruckt sein?

 

Easter Eggs

Auch sonst setzt Tarantino auf Methoden und Technologien, die schon für die Filme genutzt wurden, mit denen er groß geworden ist. Da seine Filme stets eine Hommage an die Filme seiner Kindheit und Jugend sind, ist dies auch nur konsequent. Das Tarantinoversum baut sich seine ganz eigene Mythologie mit eigener Tabakmarke (Red Apple) und Fast-Food-Kette (Big-Kahuna-Burger) aus einer Vielzahl von Versatzstücken, die klassischen Western, Kung-Fu- und Gangsterfilmen entlehnt sind, zusammen. Neue Kameratechniken machen Filme in den Augen des Kultregisseurs nicht besser. Er guckt lieber noch persönlich durch gute, alte Filmkameras, statt am Set vor einem Monitor zu hocken und sich anzusehen, was die Digitalkamera aufzeichnet.

Big-Kahuna-Burger
Mia Wallace mit einem Big-Kahuna-Burger (Foto: © Miramax Films)

Neben all diesen für Tarantino typischen Stilmitteln, existieren noch gewisse Marker, die sich in Tarantinos Werken etabliert haben. So etwa die Zigaretten- bzw. Tabakmarke Red Apple und Big-Kahuna-Burger, die als Easter Eggs in vielen Filmen Tarantinos versteckt sind. Legendär sind auch die Kameraeinstellungen – allen voran der Trunk Shot, das Filmen einer Szene aus der Perspektive des Kofferraums, in dem sich meistens auch eine Person befindet. Wenn es so etwas wie das Tarantino-Markenzeichen schlechthin gibt, dann ist es der Trunk Shot, der in jedem seiner Filme enthalten ist. Aber auch längere Kamerafahrten, die Charakteren folgen, setzt Tarantino mit Vorliebe ein.
 

Die Film-Musik

Doch nicht nur visuell, sondern auch akustisch besitzt Tarantino eine einzigartige Handschrift. Bis zu „Kill Bill“ hatte er gänzlich auf eigens für den Film geschriebene Soundtracks verzichtet und einzig auf seine private Plattensammlung voll mit Songs der 1970er Jahre vertraut. Für den symbolischen Betrag von einem Dollar schrieb Robert Rodriguez einzig anhand des Drehbuchs die Musik für einige Szenen aus „Kill Bill“, denn er kannte den Stil seines alten Weggefährten so gut, dass er den fertigen Film nicht brauchte, um zu wissen, wie die Szenen aussehen würden. Tarantino seinerseits führte ebenfalls für einen Dollar bei einer Szene von Rodriguez’ „Sin City“ Regie, weil Rodriguez seinen Freund mit den Möglichkeiten der Computeranimation ein wenig vertrauter machen wollte.

Neben der Musik besitzen auch viele Soundeffekte eine besondere Note, was gerade bei den Kampfszenen in „Kill Bill Vol.1“ deutlich wird, denn hier überspitzt Tarantino die abgedrehte Action mit Soundeffekten, die man großteils eher in einem Cartoon erwarten würde.
 

Die Sprache

Bei Sprache hingegen besteht Tarantino auf Realismus und dreht stets in der Sprache, die von den Charakteren auch gesprochen wird, weshalb viele Szenen in „Kill Bill Vol.1“ auf Japanisch sind, „Inglorious Basterds“ fast zur Hälfte auf Deutsch und Französisch ist und es selbst in „Django Unchained“ im Original eine Szene auf Deutsch gibt.
 

Die Schauspieler

Zu guter Letzt sei noch Tarantinos Vorliebe für bestimmte Darsteller erwähnt. Ähnlich wie Tim Burton oder Christopher Nolan zieht Tarantino eindeutig die Zusammenarbeit mit bestimmten Schauspielern vor. Samuel L. Jackson etwa, der bei „Reservoir Dogs“ vom Studio abgelehnt worden war, wirkte ab „Pulp Fiction“ an jedem Regieprojekt Tarantinos außer „Death Proof“ mit.

Tarantinos Muse Uma Thurman erarbeitete die Figur der Braut, die sie in „Kill Bill“ selber verkörperte, mit Tarantino zusammen während der gemeinsamen Arbeit an „Pulp Fiction“. Christoph Waltz gewann seine beiden OSCARs mit Nebenrollen in Tarantino-Filmen – die Figur des Dr. King Schulz wurde sogar einzig für Waltz, der mit Tarantino gut befreundet ist, geschrieben. Daneben gehören Harvey Keitel, Michael Madsen, Michael Parks, Tim Roth und Zoë Bell bei mehreren Filmen Tarantinos zum Cast.

 

 

Fotos: Jeff Spicer / Kontributor / Getty Images

Die Überwachungskamera Technaxx 4577 Easy-IP Cam TX-57 im Test

Was passiert eigentlich bei dir zu Hause, nachdem du das Haus verlassen hast, oder wenn du gerade im Urlaub bist? Vielleicht hast du ja ungebetenen Besuch, der sich deinen Fernseher und andere Wertsachen auf unbestimmte Zeit ausleihen will oder dein Kind entdeckt gerade das Nachtleben für sich und du würdest gerne über seine Ein- und Ausgangszeiten Bescheid wissen.

Wir möchten dich natürlich nicht dazu anstiften, wie ein Kontroll-Freak dein gesamtes Haus mit Kameras auszustatten, solltest du allerdings ein wenig Überblick über die Lage behalten wollen, während du außer Haus bist, haben wir die passende Kamera für dich getestet.

Keine Produkte gefunden.

Die Easy-IP Cam TX-57 von Technaxx ermöglicht es dir, deine eigenen vier Wände zu überwachen. Für ca. 130 Euro erhältst du eine Kamera, die du mit dem mitgelieferten Netzteil direkt an einer Steckdose anschließen kannst. Zusätzlich zu der Kamera gibt es noch eine Anleitung, eine CD und eine kostenlose App, die man sich für die Bedienung der Kamera herunterladen kann. Doch was bietet die Kamera eigentlich alles?
 

Werfen wir zunächst einen Blick auf die technischen Daten:

– Die Stromzufuhr wird durch das Netzteil geregelt, man muss keinen Akku aufladen oder Batterien wechseln. Problematisch hierbei ist nur, dass die Kamera sofort aufhört aufzunehmen, sollte sie aus der Steckdose entfernt werden. Zusätzlich ist man bei der Platzierung der Kamera an Steckdosen oder die Reichweite der Steckerleiste gebunden.

– Sie besitzt eine Auflösung von 1920×1080, was für die Kamera vollkommen ausreichend ist.

– Sie besitzt ein eingebautes Mikrofon für Tonaufnahmen und einen PIR Sensor, der über Entfernungen von bis zu 6 Metern Bewegungen wahrnimmt.

– Sollte der Bewegungssensor aktiviert werden, speichert die Kamera das Videomaterial auf der SSD-Karte, diese musst du davor allerdings zusätzlich erwerben.
 

Was unterscheidet Technaxx von anderen Kameras?

Eine Besonderheit ist, dass man die Kamera direkt in die Steckdose steckt, so muss man den Akku nicht aufladen, außerdem eignet sich die Kamera dadurch perfekt für die Überwachung von Innenräumen. Allerdings bringt es auch die oben genannten Nachteile mit sich. Sollte die Technaxx Bewegungen wahrnehmen wirst du per Push-Nachricht über die App informiert und kannst sofort nachschauen, was in deinem Eigenheim los ist. Wo wir schon über die App sprechen: Sie ermöglicht dir, die Live-Überwachung vom Handy zu verfolgen, außerdem hast du Einsicht auf aufgenommene Videos. Zusätzlich ist es noch möglich, über die App Fotos und Videos aufzunehmen.
 

Lohnt es sich die Technaxx zu kaufen?

Abgesehen von den genannten Besonderheiten bringt die Überwachungskamera natürlich noch andere Eigenschaften mit sich, die bei konventionellen Kameras ebenfalls vorhanden sind. Die großen Besonderheiten sind die App und das Steckdosen-Feature. Diese beiden Eigenschaften machen die Technaxx zur perfekten Kamera für die Überwachung von Innenräumen, also die Überwachung für dein Zuhause. Im Außenbereich würden wir allerdings auf andere Kameras zugreifen.
 

Zuletzt wollen wir noch sagen, dass die Privatsphäre eines der wichtigsten Güter des Menschen ist. Solltest du dein Haus überwachen sollen, denke daran alle Bewohner zuvor zu informieren.

 

 

Fotos: Technaxx Presse; Amazon

9 Dinge aus den 90ern, die wir wirklich nicht vermissen!

Wer will diese Trends aus den 90ern schon wieder haben? Wir zeigen euch 9 Dinge aus den 90ern, die wir wirklich nicht vermissen!

1. Blond gefärbte, aufgegelte Spitzen

Dinge aus den 90ern

Bei den Männern durften die blondierten Haarspitzen nicht fehlen. Schuld daran hatten unter anderem Stars wie N’Sync, die diesen Look so populär machten.
 

2. Aktenkoffer

Dinge aus den 90ern

Es gibt schlimmere Verbrechen als eine Welt, in der jeder einen Aktenkoffer besitzt, aber zurückkommen muss dieser Trend trotzdem nicht.
 

3. Tamagotchis

Dinge aus den 90ern

Kinder aus den 90ern können sich bestimmt noch gut an die kleinen Pixel-Tierchen erinnern, die auf keinen Fall sterben durften.
 

4. Dauerwelle

Dinge aus den 90ern

Früher einmal sehr beliebt und von jeder zweiten Frau getragen, war der Pudellook besonders im rausgewachsenen Zustand kein schöner Anblick und eine Tortur für jedes Haar.
 

5. Allover-Jeans

Dinge aus den 90ern

Es war einfach viel zu viel blau.
 

6. Baggys

Dinge aus den 90ern

Der Hip-Hop Gangster Look sah nicht bei allen so wirklich cool aus.
 

7. Arschgeweih

Dinge aus den 90ern

Ein gutes Beispiel dafür, dass Trends vergehen, aber Tattoos bleiben.
 

8. Zaubertrolle

Dinge aus den 90ern

Zaubertrolle hatten im Oktober mit ihrem Film vielleicht ein Comeback, aber offen gestanden hat sie niemand wirklich vermisst.
 

9. Schmetterlings-Clips

Dinge aus den 90ern

Auch wenn man als Mann selber keine besaß, flogen diese Dinger doch immer überall im Haus herum.

 

 

Fotos: Lambert/Archive Photos; University of Southern California / Kontributor; Klaus Hackenberg; Philip James Corwin; Izzet Keribar; RyanJLane; pirateink; Don Farrall; DEA / PEDICINI; Jeff Kravitz / Kontributor; Trevor Fisher / Getty Images; Amazon

Das G€ld liegt auf der Straße! Du musst es dir nur holen. Garantiert!

Wir zeigen dir Möglichkeiten, wie du ganz einfach Geld verdienen kannst, falls es am Ende des Monats mal knapp wird.
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Streetspotr

ist ein Weg, kleines Geld für wenig Aufwand zu verdienen. Du bekommst dafür eine Auswahl von Microjobs. Auf dem Weg nach Hause, beim Einkaufen oder Stadtbummel. Die Aufgaben bestehen meistens daraus, ein Schild oder einen Park zu fotografieren oder etwas zu bewerten. Je nach Auftrag kann man 1 € – 5 € verdienen. Ab 2,50 € kann man sich das Geld auszahlen lassen. Wir haben uns die App runtergeladen und fanden sie sehr übersichtlich und selbsterklärend.

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AppJobber

ist sehr ähnlich wie Streetspotr. Im Prinzip ist nur die Bedienung etwas anders und die Jobs können auch mal größer ausfallen. Trotzdem sind es steuerfreie Microjobs. Reich wird man zwar nicht, aber Spaß macht es allemal.

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Adobe Stock (ehemals Fotolia)

Auf dieser Website verdienst du Geld mit dem Verkauf deiner Fotos. Nachdem du deine Fotos hochgeladen hast, können sich Leute diese mit Credits kaufen und du erhältst davon deinen Anteil.
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Samenspenden

Beim Samenspenden bekommt man in der Regel ungefähr 15 €. Es sollte für die meisten Männer nicht sehr schwer sein und es dient auch einem guten Zweck.

 

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Mitfahrzentralen

Wenn du mal längere Strecken mit dem Auto fahren musst, suche dir einen Fahrer oder Mitfahrer. Diesen findest du in zahlreichen Mitfahrzentralen im Internet oder zum Beispiel mit der App BlaBlaCar.

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CashQuizz

Bei CashQuizz bekommst du Geld für das richtige Beantworten von Fragen. Die Spielehersteller schenken ihrer Community jeden Tag 100 €, was dann unter den besten Spielern aufgeteilt wird. Wenn du dich gut anstellst, verdienst du so pro Tag 1 ct – 2 €.

Du kannst auch um Credits gegen deine Freunde spielen. Ab 10.000+ Credits kannst du dann anfangen, Geld und Gutscheine zu tauschen. Wir haben es getestet und hatten großen Spaß dabei. Es ist so ähnlich wie Quizduell, eben nur mit Geld.

Aktuell nicht im App Store oder Play Store verfügbar

 

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Werde Wahlhelfer

Als Wahlhelfer kann man gesetzlich bis zu 50 € verdienen. Nimmt zwar etwas Zeit in Anspruch, ist aber trotzdem leicht verdientes Geld.

 

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Pfand sammeln

Das Geld liegt auf der Straße, man ist sich nur zu schade es aufzuheben. Fakt ist: Es würde sogar der Umwelt gut tun, wenn man mal eine Flasche im Park aufhebt und sie abgibt. Das kann vielleicht nicht jeder, aber wenigstens die eigenen Flaschen sammeln und abgeben sollte machbar sein. Du kannst auch die Pfandflaschen von Eltern oder Freunden mit abgeben. Pfand sammeln ist das einfachste auf der Welt.

 

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Blutspenden

Heutzutage bekommt man nicht mehr überall Geld fürs Blutspenden, aber häufig ein kleines Geschenk oder eine Mahlzeit. Für Plasmaspenden hingegen liegen die Aufwandsentschädigungen zwischen 25 € und 40 €. Außerdem ist es für einen sehr guten Zweck.

 

 

Fotos: Andrew Rich; Davies and Starr; Kellie Walsh; artpartner-images; DNY59; Digital Camera Magazine / Kontributor; Callista Images / Getty Images; iTunes