Ajoure Blog Seite 205

Der Videohype im Internet – Filme produzieren & streamen ist so einfach, wie nie zuvor!

Broadcast Yourself

Da Streaming-Anbieter wie Netflix und Amazon Prime heute einen großen Teil der Fernseh-Unterhaltung sogar besser als das Vorbild abdecken, entwickelt sich alles in Richtung des schnelllebigen Internets. Das haben wir größtenteils einem uns allen bekannten Video-Stream-Anbieter zu verdanken: YouTube.

YouTube wurde 2005 gegründet und ist seit 2006 eine Tochtergesellschaft von Google. Ein Videoportal in 76 Sprachen, auf dem täglich mehrere hundert Millionen Stunden Videomaterial wiedergegeben werden. Mehr als eine Milliarde Menschen nutzen es, was fast dem Drittel aller Internet-User entspricht. YouTube deckt alle denkbaren Angebote von Content-Formaten ab. Die populärsten Kategorien hierzulande sind dabei Vlogger, Let’s plays, News, getarnte Product-Placements und Tutorials.

Doch was ist YouTubes Geheimnis? Was hat diese Welle von Internetstreaming ausgelöst? YouTube beantwortet uns das in seinem Slogan: Broadcast Youself.

 

Filme produzieren so einfach wie nie

Inzwischen gibt es die unterschiedlichste Arten, um etwas im Videoformat zu veröffentlichen. Da die Hemmschwelle auch nur sehr gering ist, hat es auch fast jeder von uns schon einmal auf einer Social-Media-Plattform gemacht. Nach selbst gemachten Videos auf YouTube und MyVideo folgten schnell Videos auf Facebook, Twitter und Co. Dann wurde u.a. durch 9gag das Gif-Format sehr populär. Auf Twitch, YouTube und Periscope konnte man nun auch Leuten live bei ihren Tätigkeiten zuschauen und sogar über die Kommentarfunktion direkt interagieren. Zuletzt haben Snapchat und Instagram uns die schnellste und kurzweiligste Möglichkeit gezeigt, bei der man innerhalb von Sekunden einen Filter auswählt und ein Video sofort online stellt. Dieses löscht sich dann nach 24 Stunden von selbst und ist damit aus den Augen und aus dem Sinn. So stieg die Kommunikation per Video gen Himmel.

Auch im Bereich Spielfilme ist es leichter geworden. Heutzutage kann sich fast jeder eine Kamera kaufen und draufhalten. Amateurfilme, Low Budget-Produktionen und Kurzfilme werden wie Sand am Meer von vermeintlichen Experten zu Tage gebracht, unter denen sich natürlich auch hin und wieder eine Perle finden lässt.

Ein positiver Aspekt ist das nicht vorhandene Konkurrenzverhalten. Wem eine Serie nicht gefällt, der sucht sich eine neue aus. Zum Glück sind die eigenen Ansprüche der Produzenten meist hoch genug, sodass es eine große Bandbreite an qualitativen Serien und Vlog-Produktionen gibt. Wer gerne Zugang zu einem großen (und professionell produzierten) Content von Serien hätte, dem empfehlen wir Amazon Prime, Netflix, Sky Online oder Maxdome.
 

Videohype im Internet
 

„Facebook is a social utility that connects you with the people around you“

Das zumindest sagt Facebook über sich selbst. Stimmt ja auch. Um es aber mal wie YouTube etwas zu verkürzen, könnte man auch „Sell yourself“ oder „We sell you“ nehmen. Gut, das mit „Sell yourself „ist wieder eine andere Geschichte, aber „We sell you“ passt schon irgendwie.

Live-Streaming wird immer populärer und bietet auch noch viel Potential nach oben, nur leider läuft es für Facebook nicht so wie gewünscht und so hat sich der 100 Milliarden Euro-Konzern ein bisschen u.a. bei der Bild, BuzzFeed, Vox Media und sogar der New York Times eingekauft. 50 Millionen Dollar gehen allein in den USA für Medienunternehmen über die Theke, nur damit diese Firmen Live-Streaming vorantreiben. Allerdings ist das normales Unternehmensmarketing und macht Mark Zuckerberg nicht gleich zu einem schlechten Menschen.
 

Die Zukunft

In naher Zukunft werden sicher noch weitere Streaming-Portale dazukommen. YouTube, Netflix und Co. werden immer hochwertigeren Content produzieren und vielleicht wird YouTube auch selbst anfangen zu produzieren. Snapchat und ähnliche Social-Media-Apps bleiben auf gewohntem Niveau, da diese aber auch ein ganz anderes Konzept verfolgen, dennoch werden auch hier in Zukunft immer fortschrittlichere Applikationen hinzukommen.

 

Fotos: Peter Beavis; Cultura RM Exclusive/Charles Knox / Getty Images

Porsche Panamera Sport Turismo – Der Kombi aus Zuffenhausen ist fast da

Ooooh, wie groß war das Genörgel, als Porsche den Cayenne auf den Markt geworfen hat. Doch siehe da: Verkaufsschlager. Damit nicht genug: Erinnern wir uns an die Markteinführung des Panamera. Und alle wieder: „Mimimimimimimimi“! Bestürzte Fassungslosigkeit, wohin man schaute. Aber auch hier ging die Rechnung auf.

Na gut, über die 4-Zylinder Boxter kann man nun wirklich geteilter Meinung sein, aber unterm Strich zeigt sich, dass Porsche durchaus weiß, wo der Hase lang läuft.
So wird es schätzungsweise auch dieses Mal sein, wenn Porsche den Panamera Sport Turismo auf dem Genfer Autosalon im März diesen Jahres präsentiert.

Die Hersteller der coupéartigen Luxuskombis dürften sich weniger freuen, denn mit dem Panamera Sport Turismo setzt Porsche einen Fuß in ein Segment, welches von Hochkarätern wie Mercedes Benz, mit deren CLS Shooting Brake, oder Bentley, mit deren Continental Flying Star, besetzt war. Doch Konkurrenz belebt bekanntermaßen das Geschäft.
 

Porsche Panamera Sport Turismo
 

Der neue Panamera kommt mit längerem und flacherem Dach daher und verfügt gleichzeitig über eine ausgeprägte C-Säule. Zwar ist die Aluminium-Karosserie etwas schwerer als die der Panamera Limousine, die Technik hingegen bleibt jedoch gleich. Neu abgestimmt wurde allerdings die Drei-Kammer-Luftfederung. So sorgt Porsche dafür, dass das Fahrzeug über beste Fahreigenschaften verfügt, selbst wenn dieses voll beladen ist. Apropos beladen! Das Kofferraumvolumen wächst im Vergleich zum Basis-Panamera nur leicht an. So bietet der Sport Turismo ein Volumen von 500 Litern. Bei umgeklappten Rücksitzen wächst dieses unter besten Voraussetzungen auf 1.550 Liter an. Zum Vergleich: Der Mercedes Benz CLS Shooting Brake verfügt inklusive Sitzbereich über ein Volumen von 550 Liter bis maximal 1.550 Liter.

Die optionale Hinterachslenkung sorgt für eine deutlich verbesserte Richtungsstabilität bei höheren Geschwindigkeiten. Das Interieur ist wie bei der neuen Panamera Limousine sehr aufgeräumt und der Zeit einen Schritt voraus. Neben optimierter Spracheingabe und der Möglichkeit, sein Smartphone auf dem Bildschirm zu spiegeln, verfügt der neue Panamera Sport Turismo über ein neues Bedienkonzept mit frei programmierbaren Displays. Sogenannte Hardkeys (womit die Knöpfe gemeint sind) weichen berührungssensitiven Panels. Neue Bedienkonzepte, neu entwickelte und leistungsfähigere Bordelektronik, sowie intelligente Assistenzsysteme machen den neuen Panamera zum am weitesten digitalisierte und vernetzte Auto der Porsche-Modellpalette.
 

Porsche Panamera Sport Turismo
 

Neben den altbewährten Assistenzsystemen verfügt der neue Panamera über gleichermaßen fortschrittlichste Technik. Dazu gehört unter anderem ein Nachtsichtassistent, dessen Wärmebildkamera Menschen und größere Tiere erkennt und diese im Cockpit markiert. Optional sind die LED-Matrix Hauptscheinwerfer, die über 84 Bildpunkte verfügen. Diese leuchten bei Dunkelheit Menschen kurz an, noch bevor der Wagen den Sichtbereich des Abblendlichtes erreicht hat und diese sich im vom Fahrzeug berechneten Fahrkorridor befinden.

Wer sich für das Porsche InnoDrive inklusive Abstandsregeltempostat entscheidet, hat zukunftsorientierte Technik mit an Bord. Porsche InnoDrive schaut voraus. Hierbei helfen hochauflösende 3D-Navigationsdaten dabei, die optimalen Beschleunigungs- und Verzögerungswerte für die nächsten drei Kilometer zu berechnen. Gang- und Segelvorgaben, Kurven, Steigungen und Geschwindigkeiten hat das Porsche Inno-Drive im Blick. Ebenfalls andere Fahrzeuge und aktuelle Tempolimits werden von Radar- und Video-Sensorik erfasst und laufen mit in die Berechnungen ein.
 

Porsche Panamera Sport Turismo
 

Porsche wird den Panamera Sport Turismo wohl mit den folgenden Motorisierungen anbieten:
Zum einen stehen zwei Achtzylinder mit 4-Liter-Hubraum zur Auswahl. Ein 550 PS starker Benziner, sowie ein 422 PS starker Diesel. In der Klasse der drei Liter-Modelle kommen ein 6-Zylinder-Benziner mit 440 PS und ein 320 PS starker Diesel.

Doch da wäre dann noch der PlugIn Hybrid. Dieser verfügt über einen V6 Benziner mit 330 PS und zudem über 136 PS die elektrisch generiert werden. Somit hat der PlugIn Hybrid eine Gesamtleistung von 466 PS.

Preislich dürfte der neue Porsche Sport Turismo wohl etwas über dem der Panamera Limousine liegen, doch das bleibt abzuwarten.

 

Fotos: Porsche PR

Split – Unsere Filmkritik & Trailer

Split – Die Story

Als Casey (Anya Taylor-Joy), Marcia (Jessica Sula) und Claire (Haley Lu Richardson) plötzlich in einem Kellerverschlag wieder erwachen, ist ihnen sofort klar, dass sie in größter Gefahr schweben. Und bald schon bietet sich den drei Mädchen ein weit bizarreres Schauspiel, als sie es je erwartet hätten, denn ihr Entführer trägt 23 verschiedene Persönlichkeiten in sich, die in unregelmäßigen Abständen zum Vorschein kommen.

Doch während die von panischer Angst erfüllten Mädchen verzweifelt alles versuchen, um die Flucht zu ergreifen, kämpft der Entführer einen eigenen Kampf, denn Persönlichkeit Nr. 24 ist auf dem Weg, düsterer und gefährlicher als jede andere zuvor.

 

 

Zwischen Realität und Wahnsinn

Mit Split erlangt Regisseur und Drehbuchschreiber M. Night Shyamalan nun entgültig wieder die Qualiät, die ihn einst bei Sixth Sense auszeichnete. Nachdem er für diverse Filme in den vergangenen Jahren wenig Lob erhielt und erst im Jahr 2015 mit The Visit wieder an alte Erfolge anknüpfen konnte, legt er mit Split nun die Messlatte erneut hoch an.

Der Psycho-Thriller Split ist ein auf wenige Schauplätze und Personen reduziertes Stück, das in erster Linie durch die Darstellung der Charaktere, allen voran Hauptdarsteller James McAvoy, lebt. Dazu eine raffinierte, wenn auch gar nicht so überraschende Geschichte, wie man zuerst vermuten könnte. Doch die Intensität der Ereignisse und die gut erzählte und optisch stark bebilderte Handlung tragen den Zuschauer durch den Film, der mit 118 Minuten eine gute Länge bietet und dabei nie langweilig wird.

Doch nicht nur gelungene Kameraarbeit und gut gewählte Schauplätze zeichnen den Film aus, auch seine Soundkulisse ist, ohne vordergründig aufzufallen, sehr durchdacht und auf den Punkt. Ebenso die wenigen, aber dafür gezielt eingesetzen Effekte, die dem Film noch den letzten Kick geben.

 

Irre Persönlichkeitsstudie

Alles in allem ist Split ein gut erzählter, gut gespielter Psycho-Thriller, der eine Krankheit als Ausgangsbasis nimmt, um darauf ein Shymalan typisches Fantasy-Horror-Gebilde zu errichten, das dieses Mal zwar nicht so stark horrorlastig ausfällt, aber ausgezeichnet unerhält und mehr zu bieten hat als reine Erschreckmomente. Hier wurde mit überraschend kleinem Budget ein in sich runder Film erzeugt, der alles hat, was so ein Streifen braucht.

 

Split Filmplakat
Kinostart: 26. Januar 2017
 

Fotos: Universal Pictures Germany

Street Styles: Gentleman First

 

 

 

Fotos: Vanni Bassetti / Kontributor; Kirstin Sinclair / Kontributor / Getty Images; PR/Zalando/Tracdelight

Flying Uwe: „Zum Sport gehört auch die Persönlichkeit, die es immer weiter zu entwickeln gilt.“

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Im Interview mit dem Kampfsportler Uwe Schüder, dank YouTube besser bekannt als „Flying Uwe“, bekamen wir ein paar hilfreiche Tipps, wie man sportlich motiviert bleibt und seine Vorsätze am besten konsequent durchzieht.
 

Ajouré: Unter deinem Künstlernamen „Flying Uwe“ bist du berühmt geworden, indem du schon vor vielen Jahren angefangen hast, Videos von dir ins Internet zu stellen. Wie bist du damals auf die Idee gekommen?

Uwe: Mein Vater hat schon Kampfsport betrieben und sich dabei mit den technischen Mitteln, die es halt damals gab, gefilmt und seine eigenen Kurzfilme gedreht. Ich fand es schon früher cool und hatte es daher immer im Hinterkopf. Irgendwann kam dann das „Zeitalter Internet“ und ich habe mir dann gedacht, ich könne doch auch meine eigenen Videos machen und veröffentlichen.

Ajouré: Seit etwa fünfzehn Jahren betreibst du schon Kampfsport – Wun Hop Kuen Do Kung-Fu um genau zu sein. Was macht diese Kampfkunst für dich so besonders?

Uwe: Es ist nicht versteift, sondern man kann immer weiter kreativ daran arbeiten – sei es an seiner Persönlichkeit oder an seinem kampfsportartlichen Können. So wie sich deine eigene Persönlichkeit dabei entwickelt, so entwickelt sich auch dein eigener Stil. Mein Kung-Fu-Lehrer Sifu Jörn Tiedge hat mich viel gelehrt – nicht nur sportlich, sondern auch menschlich.

Ajouré: Woher nimmst du die Inspiration für deinen eigenen Kampf-Stil?

Uwe: Tradition muss sein – das gibt eine gewisse Festigkeit und Basis. Meiner Meinung nach sollte eine Kampfsportart aber nicht so traditionell sein, dass man daran nichts ändern darf. Es gibt alleine schon so viele verschiedene Kung-Fu-Arten. Man darf nicht versteifen, denn es gibt so viel zu entdecken. Mein Vater war großer Fan von Bruce Lee, daher wusste ich schon mit fünf Jahren, wer er war und fand ihn ziemlich cool. Durch ihn kam ich dann auch zu meinem eigenen Kampfsport. Ein Vorbild habe ich heute allerdings nicht mehr.

Ajouré: Neben der Kampfkunst spielt auch Fitness-Training eine wichtige Rolle in deinem Leben. Widmest du beidem gleich viel Zeit?

Uwe: Ja, schon. Aber immer, wenn ich mich entscheiden muss, wähle ich den Kampfsport – das macht mich einfach glücklicher.
 

Flying Uwe Interview
Foto: Paul Partyzimmer
 

Ajouré: Wie sieht eigentlich deine typische Trainingswoche aus?

Uwe: Je nachdem wie lange und intensiv der vorherige Arbeitstag war stehe ich zwischen sechs und acht Uhr auf, gehe dann zum Fitness, drehe anschließend meine Videos ab und abends geht es dann zum Kampfsport. Und das immer fünf Tage die Woche. Samstags gehe ich auch zum Fitness und meist auch zum Kampfsport, aber der Sonntag gehört dann ganz meiner Familie.

Ajouré: Was treibt dich Tag für Tag an?

Uwe: Wenn ich nicht zum Training gehe, bin ich unzufrieden, da ich ein sehr körperlicher Mensch bin und mich daher auch viel bewegen muss. Ohne Sport bin ich tatsächlich unglücklich.

Ajouré: Was sind deine sportlichen Ziele?

Uwe: Früher habe ich viele Turniere und Titel gewonnen. Zum Sport gehört aber auch die Persönlichkeit, die es immer weiter zu entwickeln gilt, um erfahrener zu werden. Das gilt natürlich auch für die körperliche Weiterentwicklung.

Ajouré: Das Jahr ist noch ganz frisch und viele haben den Vorsatz mit viel Sport und gesunder Ernährung voll durchzustarten. Doch oftmals lässt die Motivation schnell wieder nach. Welche Tipps hast du, damit man seine Vorhaben konsequent durchzieht?

Uwe: Auch wenn man gerade keine Lust hat zum Sport zu gehen – ist genau das der Augenblick, in dem man dann auch wirklich hingehen sollte. Weil wenn man dann erst einmal losgegangen ist, merkt man schnell, dass es doch gar nicht so schlimm ist und man vielleicht sogar richtig Bock darauf hat. Diese Erfahrung muss man einfach machen – zu merken, dass es sich trotz Lustlosigkeit oder Müdigkeit gelohnt hat. Dann glaube ich, bleibt man auch motiviert! Die meisten, die dem inneren Schweinehund nachgeben, gelangen nämlich erst gar nicht an diesen Punkt, wo man merkt, dass es halb so schlimm ist, wenn man erst einmal dabei ist.
 

Flying Uwe Interview
Foto: Paul Partyzimmer
 

Ajouré: Welche Ernährungs- und Trainingstipps kannst du generell geben?

Uwe: Sowohl beim Fitness als auch beim Kampfsport geht man die ersten Monate nicht hin um zu trainieren, sondern erst einmal nur um die Übungen zu lernen, damit man diese zukünftig dann auch tatsächlich trainieren kann. Wenn ich einem Anfänger zum Beispiel einen Kick zeige, übt er im Grunde erst einmal nur den Ablauf, um später dann die Technik zu trainieren. Außerdem darf man sich nicht wundern, wenn man die ersten Tage körperlich platt ist. Man nimmt seinen Körper plötzlich viel mehr in Anspruch und holt ihn aus seinem Gleichgewicht, weil sich der Alltag ändert. Der Körper muss sich daraufhin erst einmal umstellen und das dauert etwas, bis er sich daran gewöhnt.

Bezüglich der Ernährung kann ich jedem nur ans Herz legen, ehrlich mit sich selbst zu sein und tatsächlich mal darauf zu achten, was und wie viel man so zu sich nimmt. Das beginnt schon bei zuckerhaltigen Getränken – man sollte stattdessen lieber zu Wasser greifen und viel davon trinken. So spart man schon eine Menge ungesunder Kalorien.

Viele denken immer, auch bei mir, dass Fitness gleichbedeutend mit Magerwahn ist. Das ist aber völliger Unsinn! Man braucht gute Kohlenhydrate und Proteine und sollte einfach mal unnötiges Fett weglassen. Wenn Fett, dann Omega-3 für die Gelenke. Ich persönlich nehme so 60 % – 70 % an Kohlenhydrate zu mir, den Rest an Proteinen und nur eine wirklich kleine Menge an Fett.

Wenn ich weiß, ich schaffe es am nächsten Tag nicht zum Training, dann esse ich dementsprechend den Tag vorher auch bewusster. Ich führe dabei aber keine Listen, sondern mache das rein nach Gefühl.

Ajouré: Du hast auch deine eigene Nahrungsergänzungsmittel-Linie – „Neosupps“. Verrate uns etwas über die Produkte!

Uwe: Vom Standart-Whey-Protein bis hin zur selbstgebackenen Protein-Pizza gibt es dort so ziemlich alles. Die Produkte sind für jeden Sportler geeignet, der zum Beispiel durch die Arbeit nicht so viel Zeit hat. Da eignen sich dann beispielsweise die Pre Workout Booster, um sich zu pushen – da stecken u.a. Koffein und Arginin drin, die den Kreislauf in Schwung bringen. Die Produkte sind aber wie gesagt nur eine Ergänzung und kein Ersatz für eine ausgewogene, gesunde Ernährung.

Ajouré: Was sind deine Pläne für 2017?

Uwe: Mein Privat- und Berufsleben verblenden miteinander, weil mir mein Business einfach wahnsinnig viel Spaß macht. Als Selbstständiger merkt man dann vielleicht auch gar nicht, dass man manchmal etwas zu viel arbeitet. Ende Januar geht es daher mit meiner Freundin und Tochter erst einmal für einen Monat nach Los Angeles. Ich will es ihnen schmackhaft machen, weil ich dort am liebsten leben wollen würde. Ich möchte mich nämlich in Amerika hinsichtlich Fitness und Kampsport weiterentwickeln. Außerdem möchte ich auch meinen YouTube-Channel weiter auszubauen und ihn in mein neues Vorhaben mit einbringen. Ein Traum ist es aber auch in der Film-
szene Fuß zu fassen – natürlich im Bereich Martial Arts und Action.

 
Fotos: Paul Partyzimmer

La La Land – Filmkritik & Trailer

La La Land – Die Story

Schauspielerin Mia (Emma Stone) und Pianist Sebastian (Ryan Gosling) kämpfen sich durch den Lebensalltag in Los Angeles. Beide auf der Suche nach Möglichkeiten, ihren eigenen großen Traum zu verwirklichen. Doch weder ihre vielen Castings, noch seine vielen Versuche an Geld für eine eigene Kneipe zu kommen, sind von Erfolg gekrönt.

Als sie sich schließlich Hals über Kopf ineinander verlieben, beginnen sie neuen Mut zu schöpfen und schmieden große Pläne für die Zukunft und packen mit Zuversicht an. Doch der aufkommende Erfolg fordert auch immer Opfer und bald merken die Beiden, wie schwer es ist, Liebe und Erfolg unter einen Hut zu bekommen.

 

 

Der große Traum vom eigenen Traum – der Film

Mit La La Land spielt ein Film im Kino groß auf, der die Eigenheiten längst vergangener Kinoinszenierungen und moderne Sehgewohnheiten gekonnt vereint. Ein bisschen Märchen, ein bisschen Drama und alles mit viel Musik und Tanz.

Ganz im Stil von Fred Astair und Ginger Rogers, die sich einst ins Herz der Zuschauer tanzten, spielen und tanzen sich nun Ryan Gosling und Emma Stone in die Richtung des romantischen Organs der Zuschauer. Mit viel Anmut und jeder Menge echtem Gesang, bringt das neue Traumpaar der großen Leinwand die Story voran, die Regisseur Damien Chazelle, der bereits die Oscars 2016 mit dem Musik-Drama Whiplash ordentlich aufmischte, hier entfaltet.

Dabei greift Chazelle zum einen auf die guten Ansätze des alten Tanz- und Musical-Films zurück, mit tollen Kulissen und Szenen, die stark an die Auftritte von Astair und Co. erinnern, behält aber mit einer zeitgemäßen Erzählgeschwindigkeit und teilweise nonlinearer Erzählweise den Blick ebenso stark auf das Heute gerichtet.

So entsteht eine Kombination, die aktuell bleibt, dabei den alten Charme wiedererweckt und technisch wie inhaltlich begeistern kann.

 

Große Träume – großes Kino

Wer nicht auf Filme steht, in denen Musik, Tanz und Gesang eine große Rolle spielen, oder in dem eine (kitschige) Liebesgeschichte der Schwerpunkt ist, könnte enttäuscht werden. Wer sich für raffiniert inszeniertes Kino interessiert, sollte (trotzdem) einen Blick wagen.

 

La La Land Kinoposter
Kinostart: 12. Januar 2017
 

Fotos: StudioCanal Deutschland

Der Bauchspeck muss weg! Und so geht’s:

„Ein Mann ohne Bauch ist kein Mann!“ sagen viele Frauen oder „Ein Mann ohne Bauch ist nur ein halber Mann“! hört man auch nur allzu oft, aber der Speck am Bauch ist leider ziemlich ungesund. Abgesehen davon sieht es auch unschön aus, wenn es das T-Shirt oder den Pullover nach vorne drückt.

Im Gegensatz zum normalen Fettgewebe ist das Fett unterm Bauch das sogenannte viszerale Fettgewebe. Es verändert nicht nur den Bauchumfang, sondern umgibt auch unsere inneren Organe wie Leber und Bauchspeicheldrüse. Das viszerale Fettgewebe unter unserem Bauch gibt außerdem nicht nur Fettsäuren frei, sondern gibt auch entzündungsfördernde Botenstoffe ab und schüttet Hormone aus. Unser Blutdruck steigt, die Blutfettwerte werden negativ beeinflusst und unser Zuckerspiegel steigt.

Deshalb ist es, um gesund zu bleiben (und um gut auszusehen), zwingend notwendig, dass du darauf achtest, nicht zu viel Fett am Bauch anzusetzen.
 

Deine Zwei-Wege-Strategie für einen schönen Bauch

Grundsätzliches Wissen für den Alltag

Stress und Schlafmangel ist das Futter für Bauchfett. Du musst dein Stresslevel in den Griff bekommen und auf deine Schlafzeiten achten, damit dein Bauchumfang in die richtige Richtung wandert. Ein großer Mythos ist auch die Aussage, dass man durch Hungern abnehmen kann. Das ist ein fataler Fehler und geht komplett nach hinten los, weil du deinem Körper beibringst, dass die Fettspeicher, die er bereits hat, nicht für Notzeiten ausreichen, sodass er in Zukunft jede Kalorie viel extremer speichert. Das heißt, wenn du hungerst, dann wirst du in Zukunft einen noch dickeren Bauch haben.
 

Ernährung

Trinke viel Wasser oder Tee ohne Zucker. Mindestens zwei bis drei Liter pro Tag. Das regt den Stoffwechsel an und hilft dir, dein Bauchfett in den Griff zu bekommen. Achte auf ausreichend Mineralstoffe und Vitamine, wie zum Beispiel:

Mineralstoffe: Linsen, Fisch, Emmentaler Käse
Vitamine: Gemüse – wie Paprika, Möhren, Brokkoli

Regelmäßige Essenszeiten sind zum Fettabbau ebenfalls sehr effektiv. Studien haben ergeben, dass die Blutzuckerschwankungen dadurch verringert werden und das Bauchfett besser abgebaut werden kann.
 

Sport

Für alle Anti-Sportler: Keine Sorge, du musst jetzt kein Olympia-Training machen, sondern dich lediglich fit halten. Um deinen Bauchumfang zu reduzieren, musst du nichts weiter tun als ein bisschen Bewegung in deinen Alltag zu bringen. Zum Beispiel, indem du häufiger mal zu Fuß gehst oder Strecken mit dem Fahrrad zurück legst.Oder du stellst dich zwei bis dreimal in der Woche im Fitnesscenter auf den Stepper oder aufs Laufband und machst dich so mindestens 30 Minuten warm, um danach 30–40 Minuten ein kleines Krafttraining zu machen. Das Tolle am Krafttraining ist, dass du nicht nur während des Sports dein Bauchfett verbrennst, sondern auch in der Ruhephase danach verbrauchen die aufgebauten Muskeln mehr Kalorien und somit dein überschüssiges Fett.

Dein Krafttraining für eine gute Bauchmuskulatur sollte eine gesunde Mischung aus Situps, Crunches und Liegestütze beinhalten. Gerade bei den Bauchübungen aktivierst du regelmäßig deine Muskeln, die Druck auf Magen und Darm ausüben, und somit die Reduktion des Bauchfettes begünstigen.

 

Foto: hulya-erkisi / Getty Images

Die Top 5 Fashion Week Berlin Highlights Herbst/Winter 17/18

Das sind unsere fünf Lieblingskollektionen von der Berliner Fashion Week Herbst/Winter 17/18:
 

BRACHMANN

Als Inspiration für die A/W 2017-Kollektion „Explorer“ diente dem Berliner Label BRACHMANN Menswear die Expedition des britischen Polarforschers Sir John Franklin und dessen 133 Seemänner aus dem Jahr 1845. Zu sehen bekamen wir eine facettenreiche Kollektion mit u.a. enganliegenden Bundfalten-Hosen und weitgeschnittenen Palazzo-Hosen. Eyecatcher: Hemden mit Stehkragen und verdeckter Knopfleiste!
 
Herbst/Winter 17/18

Herbst/Winter 17/18

Herbst/Winter 17/18

 
 

Esther Perbandt

Die Berlinerin inszenierte aufwendig ihre Unisex-Kollektion „Dreizehn“, die sie in der Berliner Volksbühne vor großem Publikum präsentierte. Mit Geschlechterrollen zu kokettieren, so wie sie es mit ihren Designs macht, ist zu einer Art Lebenseinstellung geworden. Neben der Mode standen eindeutig auch die Models „mit Charakter“ im Fokus der Show.
 
Herbst/Winter 17/18

Herbst/Winter 17/18

Herbst/Winter 17/18

 

 

HAUS OF YOSHI X BOM.B UND Gear3

Die drei koreanischen Designer ließen sich für ihre Kollektion vom Spirit der ukrainischen Jugend-Underground-Bewegung „CXEMA“ inspirieren. Heraus kam dabei eine Kollektion mit zwölf urbanen Street Style-Outfits, die trotz vieler Details eher clean gehalten ist. Die dominierenden Farben der Looks sind Dunkelblau, Schwarz und Dunkelgrün.
 
Herbst/Winter 17/18

Herbst/Winter 17/18

Herbst/Winter 17/18

 

 

IVANMAN

Am zweiten Tag der Berlin Fashion Week präsentierte Ivan Mandzukic die Autumn-Winter 2017-Kollektion seines Menswear-Labels IVANMAN. Gezeigt wurden Oversized-Stücke mit klaren, geraden Schnitten in pastelligen Lilatönen, die sich farblich mit Weiß, Creme und Schwarz abwechselten.
 
Herbst/Winter 17/18

Herbst/Winter 17/18

Herbst/Winter 17/18

 

 

Leonie Mergen

Für ihre A/W 2017-Männer-und Frauenkollektion „Karabakh“ ließ sich die Designerin von der aserbaidjanischen Kultur, insbesondere von deren berühmten Wandteppichen, inspirieren. Heraus kam dabei eine powervolle, zweite Kollektion – mit viel Leder und Seide.
 
Herbst/Winter 17/18

Herbst/Winter 17/18

Herbst/Winter 17/18

 

Fotos: Mercedes Benz Fashion Week Berlin

Die 5 größten Anti-Aging Fehler

Jung bleiben und gut aussehen wollen wir alle, doch viel zu oft machen wir durch unsere Unwissenheit mehr kaputt als gut. Jeden Tag bekommen wir suggeriert, dass wir Cremes und Tübchen auf unsere Haut schmieren sollen, damit wir jung und fit aussehen.

Viele von uns stehen jeden Tag mit dem Gedanken, unter der Dusche, dass siejetzt frisch sind und gut riechend in den Tag starten können. Aber wie sehr wir uns damit schaden, wissen die wenigsten. Deswegen haben wir für dich ein paar Tipps, damit du in Zukunft gesünder und frischer durch den Tag kommst.
 

Zu heißes Wasser

1. Zu heißes Wasser

Ob du morgens unter der Dusche stehst oder dich einfach am Waschbecken frisch machst, du solltest darauf achten, dass du nicht zu heißes Wasser auf deine Haut lässt. Die Haut trocknet viel schneller aus und es können sich in einzelnen Fällen Ekzeme auf deiner Haut bilden.
 

Zu oft duschen

2. Zu oft duschen

Ein Irrglaube ist es auch, jeden Tag duschen oder baden zu müssen. Dermatologen warnen dringend davor, da du dir deinen Säureschutzmantel auf der Hautoberfläche zerstörst und du deine Kitt-Substanz zwischen den Hornzellen schädigst. So verlierst du Feuchtigkeit auf deiner Haut und lässt Schadstoffe ungehindert durch.
 

Handtuch

3. Handtuch und Behandlung

Verwende nach dem Duschen am besten zwei Handtücher. Eins für dein Gesicht und eins für deine Haare. Des Weiteren solltest du dein Gesicht nicht trocken rubbeln, da dadurch die Elastizität der Haut leidet und schneller altert. Teile dir auch kein Handtuch mit einer anderen Person im Badezimmer, da sonst Bakterien auf deine Gesichtshaut kommen können und es hierdurch Infektionen geben könnte.
 

Cremes

4. Folge nicht jedem Trend

Nur weil uns in jeder Werbung gesagt wird, wie toll doch diese und jene Creme sei und wie sehr wir diese in Zukunft brauchen, ist das noch lange nicht wahr. Vertraue auf biologische Produkte und auf Produkte die wissenschaftlich als effektiv bewiesen sind. Zum Beispiel Produkte mit AHAs (Alphahydroxysäuren) als Peeling oder Retinol gegen Falten.
 

zu wenig Schlaf

5. Zu wenig Schlaf

Tatsächlich fährt abends unsere Haut ihren Schutzfaktor runter und produziert neue Hautzellen, die die abgestorbenen ersetzen. Das klappt natürlich am besten, wenn die Haut ihre abendliche Ruhe bekommt, um richtig zu arbeiten. Wenn du deinem Körper diesen Prozess nicht gönnst und du nachts viel und oft wach bist, dann bringst du den natürlichen Rhythmus durcheinander und deine Haut kann sich nicht mehr so gut gegen Reize schützen. Als Resultat reagiert deine Haut in Zukunft empfindlicher und Unreinheiten können auftreten.
 

Fotos: PeopleImages; DNY59; bkindler; Bill Diodato; Johner Images; Andreas Naumann / EyeEm / Getty Images

Jasager? Nein!! So lernst du, ohne schlechtes Gewissen auch mal „Nein“ zu sagen

„Du bist meine letzte Hoffnung!“
„Sei doch bitte so nett und…“
„In zwei Tagen, selbe Stelle selbe Welle, okay?“
„Ohne dich macht es doch gar keinen Spaß.“

 

Bedeutet im Klartext:

▷ Wenn du mir nicht hilfst, hat es nur an dir gehangen.
▷ Wenn du es nicht tust, ist das gar nicht nett von dir!
▷ Es wäre echt enttäuschend von dir, wenn es nicht wieder so gut klappt.
▷ Wenn du nicht mitmachst, wärst du ein ziemlicher Spielverderber.

Freizeit wird weniger und stattdessen werden Verabredungen, Meetings und Erledigungen immer mehr. Problematisch wird es, wenn die wichtigen Dinge unter dem Wahn der vielen Gefallen und Versprechen zu kurz kommen und man sich damit Probleme einhandelt. Ja, Nein zu sagen kann manchmal wirklich schwerfallen. In den besten Fällen bekommt man zum Dank ja auch ein Stück von dem Kuchen und eigentlich ist die Dankbarkeit eines Freundes Geschenk genug.
 

Dennoch, Nein sagen ist wichtig!

Nein – ein Wort, das wir vor allem von unseren Eltern schon oft gehört haben. Wieso? Natürlich weil sie uns damit geschützt und erzogen haben. Solange wir als Kind abhängig von unseren Eltern waren, entschieden sie, was wir mit einem Ja oder einem Nein bewerteten. Zumindest im entferntesten Sinne, da wir automatisch die gleichen Dinge wie unsere Eltern ablehnten oder mochten. Wir kannten es ja auch schließlich nicht anders.

In der Pubertät lernten wir dann auch selber einmal Nein zu sagen. Wir fingen an, unsere eigenen Interessen zu verfolgen und uns selbständig zu machen. Es war also nur natürlich, irgendwann etwas von unseren Eltern auch mal abzulehnen.

Nur wer erklärt das unseren lieben Eltern? Die Armen lernen auch erst dazu und wissen häufig nicht damit umzugehen. Daraus folgt, dass wir schnell merkten, dass ein Nein Differenzen und Stress bedeuten kann. Und wer will das schon, wenn ein nachgebendes Ja die Sache doch viel einfacher macht. Dies ist allerdings auch nur ein Stereotyp und es gibt viele andere Faktoren im Sozialwesen die uns zu einem Jasager gemacht haben. Doch de facto sagen wir lieber Ja statt Nein.
 

Das Jetzt

Inzwischen hat sich dein Charakter komplett selbständig und individuell geformt. Das Verständnis von Ja und Nein ist dennoch in deinem Gewissen verankert. Die Gründe, warum wir immerzu Ja sagen, können nun wie folgt sein:

Das Bedürfnis gebraucht zu werden – steckt in vielen von uns und gibt uns innige Befriedigung.

Den Anschluss verpassen – ist eine tiefsitzende Angst alleine zu sein, da wir auch nur Rudeltiere sind.

Druck durch Selbstreflektion – erinnert uns immer wieder daran, dass man um jeden Preis sympathisch und nicht herzlos auf andere wirken will.

Angst vor Konsequenzen – ist die Angst vor äußerst unangenehmen und noch unbekannten Folgen.

Ablehnung – empfinden wir ebenfalls als eine gravierende Strafe.

Menschen, die gut überzeugen, können dich weitestgehend sogar damit manipulieren. Nicht jeder Mensch macht es bewusst, jedoch ist es relativ einfach, die oben genannten Gefühle auszulösen.
 

Diese Auslöser können so aussehen:

Man…

…löst Schuldgefühle aus,
…setzt unter Druck,
…fördert den Leichtsinn,
…erpresst z. B. mit einem Ultimatum,
…fällt mit der Tür ins Haus,
…spielt die Mitleidskarte aus,
…schmeichelt und bringt in Verlegenheit,
…verspricht das Blaue vom Himmel,
…verunsichert und bekräftigt Misstrauen,
…appelliert an die Vernunft

Soweit die Theorie.

Um dies zu erkennen, haben wir für dich drei Situationen vorbereitet, bei denen du eigentlich lieber Nein gesagt hättest, es aber dennoch nicht getan hast. Ordne zu jeder Situation einen der oben genannten Gründe und einen Auslöser, der dich ansprechen würde aus. Wie du dich entscheidest, unterliegt deiner subjektiven Wahrnehmung.
 

Situation 1.

Ein Freund zieht um und braucht Hilfe beim Umzug. Er würde es schon ohne dich schaffen, dennoch wärst du ihm eine gute Hilfe. Danach gibt es einen Kasten Bier für alle, die dabei waren. Obwohl du dich von einem anstrengenden Tag erholen wolltest, hast du trotzdem zu gesagt.
 

Situation 2.

Du triffst dich das erste Mal nach drei Monaten mit deiner Ex-Freundin zum Kaffee. Du konntest einfach nicht Nein sagen, als sie sogar extra zu dir gefahren ist, um dich danach zu fragen. Dabei bist du eigentlich schon glücklich neu verliebt.
 

Situation 3.

Das Projekt auf der Arbeit steht kurz vom Abschluss. Du hast gefühlte drei Tage von Zuhause aus durchgearbeitet und bist immer noch vollmotiviert, dir keine unnötige Pause zu erlauben. Die Freundin eines Kumpels hat Geburtstag und statt dich zu erklären, konntest du es nicht fertigbringen abzusagen.

Zu welchen Gefühlen passen die Situationen und wie wurden sie ausgelöst?

Meistens fällt es gar nicht auf, wenn du langsam anfängst nein zu sagen. Du kannst aber auch deinen Freunden und Kollegen davon erzählen, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Achte nur darauf, dass du sensibel bleibst und du nicht im falschen Moment ein fettes Nein raushaust. Nun gibt es aber auch Menschen, die es einfach nicht schaffen, diese vier Buchstaben mangels Selbstbewusstseins auszusprechen. Für diese Patienten haben wir auch ein paar Tipps, um sich dieser Hürde zu stellen.
 

Selbstwertgefühl

Wer ein unterdurchschnittliches Selbstwertgefühl besitzt, ist von der Meinung anderer meist sehr abhängig. Möglicherweise möchte so eine Person viel mehr beachtet und gebraucht werden, den Anschluss nicht verlieren und nicht mit Ablehnung gestraft werden. Deshalb sagt dieser Mensch zu allem Ja und Amen. Solltest du so jemand sein, dann musst du an deinem Selbstwertgefühl arbeiten. Das ist jedenfalls machbar und passiert häufig auch ganz von alleine. Sobald du neue Menschen von deiner guten Art überzeugen konntest und sie deine Freunde werden, pusht das dein Ego enorm. Das Nein sagen kannst du step by step an dir schon vertrauten Personen üben.

 

Bedenkzeit

Wenn es nicht an deinem Selbstwertgefühl liegt und du einfach ein herzenzguter Mensch bist, so richte dir wenigstens Bedenkzeit ein. Fragen fordern schnell beantwortet zu werden, aber das muss nicht immer so sein und das ist es auch nicht. Du kannst der fragestellenden Person ruhig sagen, dass du dir das erst überlegen musst. Dies ist dann allerdings nur ein Vorwand, um sich noch einmal zu sammeln oder um sich eine passende Antwort zurechtzulegen, da man die Frage ja mit einem Nein beantworten möchte. Das kann auf Dauer einen etwas unentschlossenen Eindruck hinterlassen, aber es ist ja nur für den Übergang gedacht und soll dich daran gewöhnen, auch nein sagen zu können. Diese Anwendung gilt logischerweise für Bedenkzeit-Längen aller Art. Ob es sich um Minuten, über Nächte bis zu Tage oder Wochen handelt, kommt dann immer auf die Situation an.
 

Körperhaltung

Deine Körperhaltung, sowie Mimik und Gestik sind in der Regel wie ein offenes Buch. Nicht jeder macht sich die Mühe es zu lesen, doch kommunizieren wir permanent unterbewusst miteinander. Wenn du an deiner eigenen Entscheidung zweifelst und am liebsten mit einem Ja nachgeben möchtest, dann gibt dir einen Egopush mit folgenden Dingen:

Eine gerade Haltung – steht für Standhaftigkeit. Wer krümmt, der verliert.

Arme verschränken – Sie schützen dich und machen dich größer.

Gestikulieren – Gestikulation mit den Armen unterstreicht visuell deine Meinung und hilft sogar beim Verständnis.

Muskeln anspannen – balle deine Fäuste und lasse deinen Körper von Energie durchströmen.

Lächeln – Ob echt oder unecht, ein Lächeln schüttet Endorphine aus und verbessert deine Laune. Deinem gegenüber wirst du dann auch gleichzeitig sympathischer.
 

Sei dir deiner bewusst

Jeder Mensch ist egoistisch. Wären wir nicht so, dann wären wir wohl kaum lebensfähig. Wie reagierst du auf ein Nein? Stell dir mal vor, dass du umziehst. Jede Hilfe ist Gold wert, darum spendierst du deinen Freunden später einen Kasten Bier. Es tut einem deiner Freunde sehr leid absagen zu müssen, da er nicht in der körperlichen oder mentalen Verfassung ist. Wie wäre das für dich?

Anderes Beispiel: Du bist noch nicht ganz über deine Ex-Freundin hinweg. Sie hingegen hat quasi schon einen neuen Freund. Würdest du dieser Person, der du mal ganz viel Verständnis geschenkt hast, es übelnehmen, dass ihr Leben gerade wieder positiv verläuft und sie darum einem verfrühten Treffen nicht einwilligt?
 

Wie sagt man also Nein?

Arabisch: laa
Armenisch: votch
Aserbaidschanisch: xeyir
Baskisch: ez
Weißrussisch: Не
Bengalisch: na
Bosnisch: ne
Bretonisch (keltisch): nann
Bulgarisch: né
Burmesisch: ma hoke phu / hmar te
Katalanisch: no
Chinesisch: pù shi
Korsisch: nò
Kroatisch: ne
Tschechisch: ne
Dänisch: nej
Persisch: kheyr / na
Niederländisch: Nee

 

 

Foto: Westend61 / Getty Images