Ajoure Blog Seite 196

Ricky Whittle: „Es ist schön zu glauben, dass es Magie in der Welt gibt.“

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Im Interview mit dem Star der langersehnten Amazon Prime-Serie „American Gods“ haben wir erfahren, wie Ricky Whittle eigentlich genau zu seiner Rolle „Shadow“ kam und wie er sich auf die Dreharbeiten vorbereitet hat.
 

Ajouré: Du bist aktuell in der neuen Amazon Prime-Serie „American Gods“ zu sehen, in der es darum geht, dass ein alter Gott und ein junger, sterblicher Mann durch Amerika reisen – zwar gemeinsam, aber mit unterschiedlicher Mission. Wie waren die Dreharbeiten?

Ricky: Es war sehr intensiv, wir haben sieben Monate gedreht. Aber es hat so viel Spaß gemacht und es war aufregend so ein beliebtes Buch zu adaptieren. Es war mir eine große Freude, mit dem – meiner Meinung nach – besten Team im TV zu arbeiten und ich möchte das jetzt den Fans zurückgeben.

Ajouré: Was kannst du uns über deine Figur „Shadow Moon” verraten?

Ricky: Wenn wir „Shadow“ das erste Mal begegnen, hat er alles verloren und hält noch immer an seiner Ehefrau „Laura“ fest. Er ist gebrochen und verloren und kann es noch immer nicht verstehen, was ihm zugestoßen ist. Er ist der Punching-Bag des Universums, aber es ist seine innere Stärke, die ihm hilft aufzustehen und weiterzumachen. Er ist ungläubig und hat lediglich an die Liebe geglaubt – aber sogar die wurde ihm genommen. Als er schließlich mit all den wunderlichen Dingen konfrontiert wird, muss er sich entscheiden: Ist er verrückt oder ist es die Welt und Magie existiert tatsächlich?
 


 

Ajouré: Stimmt es, dass du mehr oder weniger zu der Rolle gekommen bist, weil deine Fans dich als „Shadow Moon“ sehen wollten?

Ricky: Ja und ich verdanke ihnen nicht nur, dass ich dadurch die Aufmerksamkeit für dieses großartige Projekt „American Gods“ bekommen habe, sondern auch die unglaubliche Arbeit von Neil Gaiman erleben durfte. „Starz“ hat eine Online-Umfrage gestartet und Fans des Buchs gefragt, wen sie gerne in der Rolle des „Shadow“ sehen wollen und sie sollten dafür den Hashtag #castingshadow verwenden.

Glücklicherweise haben viele Fans meinen Namen damit in Zusammenhang gebracht, sodass es mich über Twitter erreicht hat. Ich fragte mein Team und das schickte mich dann sofort zu den Castings – und so begann ein fünfmonatiges Vorsprechen. Jetzt kann ich den Fans das alles zurückgeben. Ich werde ihnen dafür ewig dankbar sein.

Ajouré: Wie hast du dich auf diese Rolle vorbereitet?

Ricky: Auf viele verschiedene Arten. Zunächst einmal hatte ich ja die Verantwortung, den Fans der Serie den „Shadow“ zu geben, den sie bereits seit 16 Jahren aus dem Buch kannten, was bedeutet hat, dass ich an Masse zulegen musste. Ich habe täglich 4000 kcal zu mir genommen und zwei bis vier Stunden trainiert, um von 80 kg auf 95 kg zu kommen – ich habe 15 kg reine Muskelmasse antrainiert! Außerdem habe ich auch viele Unterrichtsstunden in der Zauberschule genommen, um die Tricks, die „Shadow“ im Buch auch macht, ausüben zu können.

Abgesehen davon hatte ich die Möglichkeit während des fünfmonatigen Vorspielens mit Bryan Fuller und Michael Green an der Figur zu arbeiten. Er ist der „Shadow“ aus dem Buch – nur eben ein bisschen mehr. Er ist lautstark und stellt mehr Fragen, obwohl er dennoch in einer Achterbahn steckt und nicht weiß, wie er sie steuern kann.
 

Ricky Whittle Interview
 

Ajouré: Du bist ein Adrenalin-Junkie. Was für Sport betreibst du?

Ricky: Ich liebe jegliche Art von Sport mit Körperkontakt – von Fußball bis Rugby. Ich habe auch geboxt und bin Formel 3-Autos gefahren. Um zu entspannen fahre ich mit meiner Harley Davidson oder springe Fallschirm. Also all das, was ich während Dreharbeiten nicht machen darf! (lacht)

Ajouré: Machst du all deine Stunts selber?

Ricky: Ja, das mache ich. Ich habe ein unglaubliches Stunt-Team und mein Stunt-Double Jason Gosbe ist grundsätzlich meine Versuchsperson und testet erst einmal, ob auch alle Stunts safe sind. Sie erlauben mir, dass ich alle Stunts selber machen darf, aber erst, nachdem sie sichergestellt haben, dass ich mich nicht verletzten kann. Sie sind ein fantastisches Team und Stunts sind definitiv eines meiner Lieblingsaspekte bei der Schauspielerei. Jedes Kind will schließlich einmal ein Action-Held sein.

Ajouré: Glaubst du an Magie und Übernatürliches?

Ricky: Ja, sicher! Ich glaube an die meisten Dinge und schließe nie etwas von vornherein aus bis das Gegenteil bewiesen wird. Ich denke, wir wären sehr arrogant, zu glauben, wir seien die einzigen Lebewesen im Universum. Es ist schön zu glauben, dass es Magie in der Welt gibt.

Ajouré: Bist du ein Superhelden-Geek?

Ricky: Gewiss! Ich liebe die Welt der Superhelden und wäre gerne ein Teil davon – sei es Marvel oder DC. Ich liebe diese Filme und schaue sie mir alle an.

Ajouré: Von deinem ersten Geld, als du noch Student warst, hast du dir einen silber-grauen Versace-Anzug für den Uni-Ball gekauft. Hast du ihn noch? Und was bedeutet dir Mode – verlässt du noch immer nicht das Haus, ohne die „Whittle Standards“ zu erfüllen?

Ricky: Haha! Mein Vater hätte mich nie aus dem Haus gehen lassen, wenn ich nicht gut gekleidet gewesen wäre und nicht die „Whittle Standards“ erfüllt hätte. Ich denke, sich gut zu kleiden, gibt einem Selbstbewusstsein und einen gewissen Respekt. Wir nehmen schnell Dinge an und sich gut zu kleiden kann andere beeinflussen, wie du von ihnen wahrgenommen wirst – zu deinem Vorteil oder eben auch Nachteil. Also sollte man sich immer den Umständen und Anlässen entsprechend kleiden.

Mein bester Freund hat sich diesen Anzug übrigens mal geliehen und ich habe ihn nie wieder zurückbekommen – der hängt noch immer, auf seinen Körper maßgeschneidert, bei ihm im Schrank.
 

Ricky Whittle American Gods
 

Ajouré: Welche Styling-Tipps kannst du geben?

Ricky: Trage niemals einen Anzug, der nicht auf deinen Körper maßgeschneidert ist. Jeder Anzug muss wie eine zweite Haut sitzen. Ein schlecht sitzender Anzug ist in meinen Augen schrecklich und kann die ganze Power, den Sexappeal und Respekt, den er dir gibt, zunichtemachen. Wenn ein Anzug auf deinen Körper maßgeschneidert ist, akzentuiert er deine Statur.

Ajouré: Was sind die Hauptunterschiede zwischen dem Buch und der Verfilmung?

Ricky: Alles, was die Fans im Buch geliebt haben, wird auch in der Serie zu sehen sein. Aber es wird natürlich auch noch viel mehr zu sehen geben. Die Charaktere, die sie im Buch kennengelernt haben, wurden ausgearbeitet. Der Handlungsstrang wurde adaptiert und in Bewegung gebracht, sodass wir zwar dem Buch inhaltlich folgen, die Fans aber dennoch nicht wissen, was genau passieren wird, was es für alle nochmal umso spannender macht.

Ajouré: Wie viele Staffeln wird es voraussichtlich geben?

Ricky: Die erste Staffel deckt nur die ersten 100 Seiten des Buches ab – das ist gerade einmal ein Fünftel des Buches. Mit der Fortsetzung des Buchs von Neil Gaiman und mit Spin-Offs in „Anansi Boys“ und „Monarch of the Glen“, usw. hat die Serie gute Aussichten sich über mehrere Jahre zu halten – weit über sechs oder sieben, wenn alles gut läuft.

Ajouré: Was ist dir von den Dreharbeiten zu „American Gods“ noch lebhaft in Erinnerung?

Ricky: Die unglaublichen Talente, mit denen ich zusammenarbeiten durfte und die Leidenschaft, die jeder von den Produzenten und dem ganzen Team hatte. Man konnte die Aufregung und Begeisterung aller spüren, dass wir da etwas Besonderes auf die Beine gestellt haben. Etwas, das die Sendelandschaft im Fernsehen verändern wird und Gespräche über wichtige Themen, die in den Schlagzeilen bleiben müssen, anhebt. Es ist eine spannende Zeit für Fernsehsendungen und jetzt sind wir hier mit der am meisten erwarteten Serie für 2017 – und der letzten 16 Jahre.

Ajouré: Hast du selber schon einen Road-Trip durch Amerika gemacht?

Ricky: Neil Gaiman kam ans Set zu den Meetings zu „Shadow“ und „Mr. Wednesday“, um zu sehen, wie die Figuren aus seinem Kopf zum Leben erwachen. Es war eine große Ehre ihn kennenzulernen und mit ihm zu arbeiten. Und mit ihm zu reden war so inspirierend, dass er mich davon überzeugt hat, selber einmal durch die Staaten zu fahren, um alles mit eigenen Augen zu sehen und zu erleben. Wenn sich dann also alles wieder ein wenig gelegt hat, würde ich gerne ein Campingfahrzeug mieten und es so machen, wie er es mir gesagt hat: keine Freeways, kleine Städte – das wahre Amerika.
 

Ricky @ Social Media:

Twitter: @MrRickyWhittle
Instagram: @RickyWhittle

 

Fotos: Manual Cortez; Outfit: Darkoh Menswear

Viel Wirbel um nichts! So bändigst du verhasste Haarwirbel

Der ewige Kampf um die Vorherrschaft der Haare geht in die zweite Runde. Fast jeder Mann kämpft mit seinem Haarwirbel. Es heißt, dass Adams und Evas eigentliche Strafe nicht der Rauswurf aus dem Paradies war, sondern ein Haarwirbel sollte sie noch in tausend Generationen züchtigen.

Wir machen diesem Fluch jedoch nun ein Ende und zeigen dir alle Tricks, wie du deinen verhassten Haarwirbel zum Teufel jagen kannst.

 

Taktisches Aquaflorieren – Wasser

Jeder von uns hat andere Gewohnheiten. Bist du ein Sheldon Cooper, der sich täglich so oft wie nur irgend möglich wäscht oder eher ein Jake Harper, der den Kontakt mit Wasser gänzlich meidet? Deine Waschkultur ist dir zwar überlassen aber wer weniger Probleme mit dem Haarwirbel hat, ist definitiv Sheldon. Umso fettiger deine Haare sind, desto mehr kommt dein Haarwirbel zum Vorschein. Darum ist es wirbeltechnisch besser, jeden Tag seine Haare zu waschen, auch wenn das dem ein oder anderem nicht gefallen mag.

Aerodynamisches Heimspiel – Wind

Deine Haare lassen sich frisch gewaschen am besten stylen. Föhne deine Haare während sie trocknen mit warmer Luft. Kämme dabei den Wirbel in die entgegengesetzte natürliche Fallrichtung. Am besten fixierst du sie mit einem Haarfestiger noch bevor sie gänzlich trocken sind und verwende anschließend die Kaltstufe deines Föhns. Sind deine Haare nämlich erstmal getrocknet, lassen sie sich kaum noch bändigen.

Die Genkidama – Feuer

Ob Segen oder Fluch, so oder so, der Mensch erschuf die Künstlichkeit. Er schuf Dinge, die niemals hätten ans Tageslicht geraten dürfen. Und er erschuf das Glätteisen. Was für viele Männer eine Blackbox ist, kann dem Wirbel Einhalt gebieten. Wie beim Föhn ziehst du das Glätteisen entgegengesetzt der natürlichen Fallrichtung des Wirbels. Bei erstmaliger Bedienung lässt du dir besser von einer erfahrenen Frau helfen. Ein Glätteisen in den Händen eines Mannes bedeuten zugleich hohes Gefahrenrisiko und eine große Verantwortung, junger Padawan.

Die K.O.-Attacke

Ja, auch Gott kann man austricksen. Die Haarwirbel K.O.-Attacke sehen viele als ein Bug in unserer Matrix. Was also tun, wenn der Wirbel sich einfach nicht deiner Frisur anpasst? Natürlich die Frisur deinem Haarwirbel anpassen. Es gibt genügend Styles, die mit dem Zausel einen Kompromiss eingehen. Also einfach mal Wachs in die Haare geben und rumprobieren. Wenn das nicht hilft, kann dir auch ganz sicher dein Friseur dabei helfen.

Unsere Produktempfehlungen:

Föhn:

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Haarschaum:

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Haarwachs:

 
Fotos: Peopleimages / Getty Images; PR/Amazon

Jaguars erster Performance Crossover: Der nagelneue F-PACE

Ja da haben sich die Briten ja mal wieder was einfallen lassen. Ein Performance Crossover, wenn es nach Jaguar geht. Oder irgendwie ein SUV, wenn es nach der anderen geht. So oder so, der F-PACE ist Jaguar gelungen. Spätestens seit dem F-TYPE dürfte den meisten klar sein, dass Jaguar nicht mehr nur ein „Altherren-Auto“ ist. Dieses Image haben die Briten gekonnt abgelegt. Besonders der F-TYPE glänzt durch sportliche Optik, top Fahrverhalten und knackigen Sound. Doch schafft Jaguar nun den Sprung vom sportlichen Coupé zum Sport-SUV? Schauen wir uns den F-PACE genauer an.

Jaguar ließ sich in Sachen Design vom oben genannten F-TYPE inspirieren und das alles auf der Basis der bahnbrechenden Studie C-X17. Wer sich beim Händler seines Vertrauens über den F-PACE erkundigen möchte, der wird schnell feststellen, dass es hier schon beinahe schwierig wird, sich für den richtigen F-PACE zu entscheiden, denn die Auswahl ist immens. Spaßeshalber wollen wir diese mal kurz aufzählen.

Grundsätzlich wird der F-PACE in bis zu sechs Varianten unterteilt:
F-PACE PURE, PRESTIGE, PORTFOLIO, R-SPORT, S UND First Edition.

Letztere dürfte mittlerweile nicht mehr zu haben sein, denn der Jaguar kam 2016 auf den Markt. Innerhalb der einzelnen Kategorien folgen weitere fünf Motorisierungen:.

Ein 20d mit 180 PS und 6-Gang-Getriebe, ein 20d AWD mit 180 PS und 6-Gang-Getriebe, ein 20d AWD ebenfalls mit 180 PS und 8-Gang-Automatik, ein 30d AWD mit 300 PS und 8-Gang-Automatik, sowie ein 35t AWD mit 340 PS und auch 8-Gang-Automatik. Der Jaguar F-PACE S allerdings hat dann ausschließlich 380 PS, gebändigt von einer 8-Gang-Automatik.
 

Jaguar F-PACE Seitenansicht
 

Die Kosten bleiben bei Jaguar weitestgehend überschaubar. So liegen die neuen F-PACE zwischen 42.390 und 75.260 Euro. Nur die First Edition lag (oder liegt) bei 80-85.000 Euro.

Verbrauchstechnisch liegt die Speerspitze der Palette, der F-PACE 3.0 AWD bei gerade einmal 8,9 Liter auf 100 Kilometer. Wir sagen: Durchaus vertretbar.

Die 0 auf Tempo 100 Marke absolviert der Jaguar F-PACE S mit seinen 380 PS in 5,5 Sekunden. Und erst bei Tempo 250 begrenzt das System die Beschleunigungsorgie.
 

Doch was genau kann und hat der F-PACE?

Schauen wir es uns an: Jaguar wirbt mit einer hohen Alltagstauglichkeit und einer gleichzeitig hohen Dynamik im Klassenvergleich. Ebenfalls besitzt das Design und der Antriebsstrang des F-PACE alle Tugenden, die auch die bekannten Jaguar Limousinen und Sportwagen haben. Sowohl die Heckleuchten, Lufteinlässe in den vorderen Kotflügeln und die „kräftigen hinteren Hüften“ erinnern zwangsläufig ein Stück weit an den Jaguar F-TYPE.
Die Front des F-PACE lässt erahnen, was unter der Haube schlummert. Ein imposanter, selbstbewusster Kühlergrill mit muskulös geformter Motorhaube, 22-Zoll-Leichtmetallfelgen und schmale Voll-LED-Scheinwerfer tragen zum sportlichen Look des neuen Jaguars gekonnt bei.
 

Jaguar F-PACE Innenraum
 

Doch nicht nur außen, sondern auch innen verspricht Jaguar seinen Kunden viel. Auf den Käufer wartet eine perfekte Mischung aus edlen Materialien und Oberflächen, sowie diverse luxuriöse Details. Als Beispiel nennt Jaguar beheizbare, mit einer elektrischen Lehne bestückten Rücksitze.

Ebenfalls mit an Bord ist das neuste InControl Touch Pro und das frei konfigurierbare 12.3-Zoll-HD-TFT-Instrumentendisplay. Beides gehört zu den High-Class Infotainment-Systemen aus dem Hause Jaguar.

Ebenfalls On-Board frei programmierbar ist das Fahrprogramm. Je nach Laune und Wetter passt sich der F-PACE so den Gelüsten des Piloten an. Zu finden ist das ganze unter Configurable Dynamics. Hier ändern sich die Einstellungen der Drosselklappe, der Lenkung und des Automatikgetriebes.

Angetrieben wird Jaguars neuer F-PACE von einem Allradantrieb mit Torque-On-Demand-Funktion. Dies ist bis heute das am höchsten entwickelte Allradsystem für einen Jaguar. Dies bedeutet, dass sich im Normalfall der F-PACE wie ein Hecktriebler fährt und verhält und 100 % des Antriebs an die Hinterachse geht. Sollten die Vorderräder allerdings Unterstützung brauchen, schaltet der F-PACE von 100 % hinten auf 50:50-Drehmomentverteilung um und dies innerhalb von 165 Millisekunden.
 

Jaguar F-PACE Allradantrieb
 

Diverse intelligente Assistenzsysteme finden im F-PACE Platz. Vom All Surface Respons (Fahrten in Tiefschnee, Schotter und Matsch) bis hin zur Stereo-Kamera ist alles dabei. Die Stereo-Kamera ist sozusagen das Herzstück des autonomen Notfall-Bremsassistenten und verfügt unter anderem über eine Fußgänger-Erkennungs-Funktion. Außerdem warnt sie beim Verlassen der Spur. Weiterhin ein Spurhalteassistent, Geschwindigkeitsbegrenzer und Aufmerksamkeitsassistent und zu guter Letzt ein Head-Up-Display.

Das Preis-Leistungsverhältnis bei Jaguars neuem F-PACE scheint stimmig. Die Optik und die Motorisierungen lassen in dieser Klasse wenig Platz für offene Wünsche, denn es wird beinahe jede Vorliebe im preislichen Rahmen bedient.

Wir wünschen: Viel Spaß bei der Probefahrt!

 

Fotos: Jaguar Press

Zocken ist doch gar nicht so schlimm!

Das Zocken befindet sich momentan in einer seltsamen Phase. Die jüngere Generation feiert es als die beste Unterhaltung, die mittlere Generation kennt das Zocken zwar schon, sieht es allerdings als sinnlosen Zeitvertreib an und die ältere Generation wundert sich, wie man so viel Zeit vor einem Bildschirm verbringen kann. Zudem gibt es mittlerweile den so genannten Electronic Sports, welcher das Zocken zu einer sportlichen Disziplin werden lässt.

Je nachdem mit welchem Menschen man sich unterhält, wird man eine komplett unterschiedliche Meinung zum Zocken hören. Klar ist allerdings, dass wir es heutzutage nicht mehr als sinnlosen Vertreib für pickelige Kellerkinder behandeln dürfen. Mittlerweile wurde sogar wissenschaftlich bewiesen, dass Zocken der Entwicklung des Menschen helfen kann. Wir wollen dir erklären wie, damit auch du das nächste Mal, wenn du dich vor jemandem fürs Zocken rechtfertigen musst, eine Antwort parat hast.
 

Zocken macht schlau

Es ist wohl eines der häufigsten Vorurteile, dass man vom ständigen Zocken verblödet. In der Wirklichkeit sieht das ganz anders aus! Betrachtet man die Intelligenz und die Fähigkeiten Entscheidungen zu treffen, entsteht ein komplett anderes Bild.

Diese Eigenschaften werden durch das Zocken nämlich trainiert. In einem Ego-Shooter beispielsweise muss der Spieler in kürzester Zeit auf eine sich verändernde Situation reagieren, dieser Wechsel der Situationen geschieht teilweise im Sekunden- oder Minuten-Takt. Bei diesen Entscheidungen geht es darum, aufgrund gelernter Dinge eine Entscheidung zu treffen oder wichtige von unwichtigen Dingen zu unterscheiden, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Wählt man falsch, folgt bei Ego-Shootern meist der Tod.

Zusätzlich wird bei vielen Spielen mittlerweile eine gute Strategie gefordert, um die Missionen zu bestehen oder online als Gewinner aus dem Match zu gehen. Dieser strategische Aspekt kann ebenfalls sehr hilfreich im späteren Leben und Berufsleben werden.
 

Zocken vereinsamt … ganz und gar nicht!

Denn die geistige Entwicklung ist nicht das einzige, was beim Zocken gefördert werden kann. Der ein oder andere musste sich früher bestimmt anhören, dass er durch das ganze Zocken sozial verkümmert, doch dies ist nicht der Fall! Denn nur, weil man nicht draußen mit seinen Freunden spielt, heißt das noch lange nicht, dass man keine Freunde hat oder keine Zeit mit seinen Freunden verbringt. Gemeinsame Zeit kann man auch vor dem Rechner verbringen, mit einem Sprachchat zockt man gemeinsam mit seinem Kumpel. Der einzige Unterschied ist, dass man sich körperlich nicht am gleichen Ort befindet. Online-Clans und -Gruppen nehmen hierbei sogar ähnliche Funktionen wie Sportvereine ein, sie sind in unserer Gesellschaft nur nicht so anerkannt.
 

Nicht übertreiben

Natürlich können wir nicht leugnen, dass es den einsamen Gamer, der nur zockt und nichts anderes macht, wirklich gibt, doch hierbei handelt es sich um einen Extremfall, so wie beispielsweise beim Alkoholkonsum. Wichtig ist, dass wir dies nicht generalisieren, denn auch als Gelegenheitszocker wird man schnell in eine Schublade gepackt, die man eigentlich gar nicht verdient hat. Dennoch ist es wichtig, dass man das Zocken nicht übertreibt, denn das Hauptleben spielt sich immer noch außerhalb der eigenen vier Wände ab.

Alles in allem kann man sagen, dass Zocken gar nicht so schlimm ist, wie es uns ältere Generationen weismachen wollen. Der Blick auf die Zocker- und Gamer-Szene wird sich in den nächsten Jahren extrem verändern. Spätestens dann, wenn Electronic Sports eine Olympische Disziplin wird, wird wohl keiner mehr über die dummen, vereinsamten Zocker lachen.

 

Foto: Uber Nerd Photography / Getty Images

Das sind die Gewinner der DUFTSTARS Verleihung 2017

Lila Teppich – Promis und viele gut gekleidete Herrschaften treffen sich wie in jedem Jahr im E-Werk in Berlin. Natürlich ist die Sprache von den Deutschen Duftstars Awards – in dem die besten Düfte des Jahres gekürt werden. Auch in 2017 sind wir gespannt, wer das Rennen der aktuellen Düfte macht, die Deutschland zu bieten hat. Unter den Gästen sehen wir top gestylte Männer aus allen Bereichen der Medienwelt, wie zum Beispiel Schauspieler Raul Richter, Musiker Till Brönner, Make-up Artist Boris Entrup, Ex-Fußball-Profi Thomas Helmer oder Hipster Günther Krabbenhöft.

Natürlich sind wir von der AJOURE´ für euch vor Ort, um euch die Gewinner 2017 der 25. Verleihung in den jeweiligen Kategorien zu zeigen, damit ihr in Zukunft perfekt riechend durch die Stadt gehen könnt.
 

DUFTSTARS
Foto: Raúl Richter
 

Die Gewinner:

 

Kategorie: Lifestyle Herren

 

Kategorie: Klassiker Herren

 

Kagegorie: Exklusiv Herren

BVLGARI – Man Black Orient

 

Kagegorie: Publikumspreis Herren

 

Kagegorie: Prestige Herren

 

Kategorie: Artistic Independent Perfume

Oliver & Co. Perfumes – Ambergreen für Frauen und Männer
DUFTSTARS
 

Und wenn ihr einen tollen Duft für eure Freundin sucht:
 

Kagegorie: Klassiker Damen

Hermes Parfum – Un Jardin sur Le Nil

Aktuell nicht mehr verfügbar

Kagegorie: Exklusiv Damen

Hermes Parfum – Galop D’Hermes
DUFTSTARS
 

Kagegorie: Publikumspreis Damen

 

Kagegorie: Beste Out-of-home Activation

Chanel – Coco Mademoiselle
DUFTSTARS
Auf Amazon ansehen >>
 

Kategorie: Bestes Flacon-Design

Alaïa – Blanche

 

Kategorie: Beste Print-Anzeige

Keine Produkte gefunden.

 

Kategorie: Bester TV-Spot

 

Kategorie: Prestige Damen

Guerlain – Mon Guerlain

 

Fotos: AJOURE´ Redaktion; PR/Amazon

King Arthur: Legend of the Sword – Filmkritik & Trailer

King Arthur: Legend of the Sword – Die Story

Nach furchtbaren Ereignissen auf Schloss Camelot wächst der Sohn des verstorbenen Königs Uther Pendragon (Eric Bana), Arthur (Charlie Hunnam) in einem Bordell auf, ohne zu wissen, wer er wirklich ist. Im Heranwachsen fängt er an, nach und nach das Leben auf seine eigene Weise zu organisieren.

In der Zwischenzeit herrscht sein Onkel Vortigern (Jude Law) mit eiserner Hand über England und strebt danach, mit Hilfe eines magischen Turms seine Macht noch zu vergrößern.

Als eines Tages ein großer Stein aus dem Wasser auftaucht, in dem das legendäre Schwert Excalibur, das einst Arthurs Vater gehörte, steckt, erfüllen sich die Prophezeiungen und Arthur stolpert aus seinem alten Leben in eine völlig neue Welt, mit der er zunächst nichts zu tun haben möchte. Doch er steckt längst mittendrin und eine große Aufgabe steht ihm bevor.

 

 

Action-Ritter und Fantasy-Bombast

Was passiert, wenn Regisseur Guy Ritchie den Stoff um die Sage von König Arthur in die Finger bekommt? Richtig, es wird pompös und abgedreht. Denn den Film, den Ritchie daraus gemacht hat, kann man im Look & Feel gerne als Herr der Ringe meets Superhelden-Film bezeichnen.

Neben beeindruckenden Effekten und Schauwerten wird die ziemlich frei interpretierte Geschichte rund um den legendären König, oder viel mehr, seinen Weg dorthin, inszeniert. Dabei greift der Regisseur auf so ziemlich alles zurück, für das er bekannt ist. Abgedrehte Schnitte, interessante Kameraeinstellungen, coole Sprüche und heftige Action.

Das führt dazu, dass wenig Platz für tiefgründige Charakterstudien bleiben und wir hier in erster Linie einen Action-Arthur sehen, trotzdem schafft es der Film, wenn auch stellenweise stark gerafft, die Geschichte zu erzählen, die er erzählen möchte. Dass trotz der vielen Action und beeindruckenden Bilder mit der Zeit ein wenig das Gefühl von Länge aufkommt, mag an der Erzählweise und daran, dass einfach viel in den Film gepackt wurde liegen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Geschichte, neben Arthur, ist dabei das Schwert Excalibur, dem der Film seinen Untertitel verdankt und um das es in weiten Teilen des Films geht. Dass dieses etwas Besonderes ist, dürfte jedem, der die Artus Sage kennt, klar sein. Seit diesem Film könnte man nun vermuten, dass es aus der gleichen Schmiede kommen muss wie Thors Hammer, denn so einen Wumms besitzt das gute Stück in der Neuinterpretation. Im Gamer-Jargon würde man vermutlich sagen, das Teil ist etwas OP*.

 

Der etwas andere König Arthur

Bei King Arthur: Legend of the Sword geht es weniger um die ritterliche Tugendhaftigkeit und die Wiedergabe der originalen Geschichte. Vielmehr ist der Film als eine einzige große Actionunterhaltung angelegt.

Wer sich dessen bewusst ist und an den stellenweise auftretenden Längen nicht stört, der bekommt eine optisch starke Geschichte geliefert und dürfte sich damit gut unterhalten fühlen.

(*overpowered/übermächtig)

 

King Arthur Kinoposter
Kinostart: 11. Mai 2017

Der Kong zum King!

Kong: Skull Island – Filmkritik & Trailer

 

Fotos: Warner Bros. GmbH

Dein Gesicht zeigt deine Gesundheit

Du hast sicher schon davon gehört, dass bei der traditionell chinesischen Akupunktur feine Nadeln in bestimmte Körperregionen gestochen werden, um an einer anderen Stelle Schmerzen zu lindern. Dies ist nur möglich, da unser Körper in sich vernetzt ist. Und genau nach diesem Schema kann dein Gesicht verraten, ob es deinem Körper gut oder schlecht geht.
 

Stirn

An deiner Stirn kannst du erkennen, wie gut dein Stoffwechsel arbeitet. Spanne deine Stirn nach dem Aufstehen leicht und achte auf Rötungen oder Blässe. Sollte dies der Fall sein, so hat deine Leber Probleme mit dem Abbau von Giftstoffen oder es liegt eine Störung der Gallenblasenfunktion vor.
 

Schläfen

Sind deine Schläfen gereizt, angeschwollen und gerötet, liegt das meistens an einer Überlastung deiner Nieren. Deine Nieren sind ebenfalls für die Entgiftung deines Körpers zuständig. Häufig tritt dieser Effekt auf, wenn du über einen längeren Zeitraum ungesunde und stark künstliche Lebensmittel zu dir genommen hast.
 

Augen

Augenringe entstehen durch Schlafmangel und können innerhalb eines Schlafzyklus auch wieder verschwinden. Werden sie allerdings zu deinem täglichen Begleiter und bleiben auch bei ausreichendem Schlaf, kann dies auf Probleme mit deinen Nieren hindeuten. Die Augenringe sehen dann meist gräulich oder blass aus.

Tränensäcke hingegen sind ein Zeichen von übermäßig psychischem Stress oder entstehen durch eine zu geringe oder übermäßige Essgewohnheit.

Krähenfüße, die kleinen Falten ums Auge, treten meist erst im Alter auf, wenn deine Leberfunktionen schwinden oder dich häufig traurige und negative Gefühle überkommen. Darum gilt bei Krähenfüßen besser mal zum Hausarzt gehen.

Jochbein

Wer gräuliche Verfärbungen oder eingefallene Wangen hat, beansprucht seine Lungen übermäßig. Dies ist gerade bei Rauchern häufig der Fall.
 

Wangen

Verfärbungen der unteren Wangen deuten oft auf eine sehr fetthaltige und falsche Ernährung hin. Hier meldet sich der Magen. Schwellungen und Pickel sind weitere Symptome für übermäßigen Konsum unverträglicher Lebensmittel. Erschlafft die Haut zusätzlich, ist deine Stoffwechsel im Eimer und zeigt somit die Probleme deiner Leber mit der falschen Ernährung.
 

Nase

Ist deine Nasenwurzel angeschwollen oder hat sich eine tiefe Querfalte gebildet, bedeutet das eine gestörte Schilddrüsenfunktion. Deine Schilddrüse ist im Übrigen für die Produktion einiger Hormone zuständig.

Rote Nasenflügel hingegen können auf eine Entzündung an den Bronchen hindeuten. Das Bronchialsystem ist dafür da, einen Teil der ein- und ausgeatmeten Luft zu transportieren und mit den Lungenbläschen den Gasaustausch zu wuppen.

Die rote Nasenspitze bei Rudolf zeigt genau genommen, dass der Typ ein Problem mit dem Herzen hat. Zumindest ist das bei uns Menschen so. Wer mit einer roten Nase gezeichnet ist, sollte mal zum Arzt gehen. Im Winter liegt es natürlich an der Kälte und nicht daran, dass jeder zweite Passant Herzprobleme hat.

Fun Fakt: Meist haben mehr oder weniger stolze Asthmatiker dicke Nasenflügel.
 

Philtrum

Bilden sich Falten um dein Philtrum, bist du psychischer Belastung ausgesetzt. Eine derartige Störung wirkt sich auf deinen Hormonhaushalt aus. Das Philtrum ist natürlich nichts anderes als die Mulde zwischen Oberlippe und Nase, welche in Griechenland als extrem erogene Stelle angesehen wurde. Philtrum ist übrigens griechisch und heißt Liebeszauber. Die Bogenform der Oberlippe wurde auch Amorbogen genannt.
 

Lippen

Herpesbläschen, Geschwüre & Verfärbungen sind ein Zeichen von Problemen im Dünndarm. Ist deine Unterlippe geschwollen, hast du letzte Nacht eine dicke Lippe riskiert oder Probleme mit dem Dickdarm. Blasse Lippen deuten auf eine schlechte Durchblutung hin und generell können Leber-, Milz- & Gallenprobleme deine Lippen anders als sonst aussehen lassen.
 

Kinn

Fun Fakt: Haben Männer ein hervorstehendes Kinn, so haben sie meistens auch eine größere Prostata als andere. Bekommen Frauen Pickel am Kinn liegt das meistens an ihrer zweiten Zyklushälfte. Falten und Unreinheiten deuten auf eine Funktionsstörung in den unteren Gedärmen hin.
 

Wie du sehen kannst, lässt sich viel über Körper und Gesundheit anhand deines Gesichts ablesen. Logisch, dass ein besonderes reines Gesicht seit Menschengedenken als attraktiv gilt. Denn nur mit gesunden Partnern möchte sich der Mensch schließlich fortpflanzen.

Es zeigt sich außerdem, dass unsere Leber sich mit vielen Mitteln versucht zu melden und wir diese typischen Symptome in vielen Gesichtern jeden Tag sehen können. Vielleicht sollten wir dieses wichtige Organ nicht immer mit abgepackter Massenware zerstören.

 

Foto: Jacky Simanzik / EyeEm / Getty Images

Studie beweist: Wer faul ist, ist intelligenter als andere

Laut einer Studie von Todd McElroy an der Fllorids Gulf Coast University sind faule Menschen intelligenter als ihre tüchtigen Artgenossen. Diese Aussage zieht nur leider bei Mama und Papa nicht und soll auch keineswegs faule Akademiker und diejenigen, die gerne welche wären, in dem bekräftigen, was sie tun (bzw. eben nicht tun). Ganz im Gegenteil, da faule Menschen eigentlich ein ungesünderes Leben führen. Außerdem kann es einem „intelligenteren“ Mensch doch Jacke wie Hose sein, dass er es ist. Also nicht gleich in die Luft springen (bzw. es eh nicht tun) oder den Kopf hängen lassen.

In der Studie wurden 60 Probanden einem klassischen Befragungstest unterzogen und anschließend in zwei Gruppen eingeteilt. Die „Denker“ und „Nicht-Denker“ wurden mit Sensoren an den Handgelenken ausgestattet und bewiesen unter langer Beobachtung, dass die Denker intressanterweise im Alltag weniger zu tun haben.

Dies hängt damit zusammen, dass Menschen mit weniger Intelligenz mehr Aktivitäten suchen, um ihre Gedanken darauf zu konzentrieren. Zudem sind sie schneller gelangweilt, weil sie sich weniger mit ihren eigenen Denkprozessen beschäftigen können. Denker hingen meiden die Arbeit, stellen sich überraschend gut darin an, ihre Prozesse schneller und intelligenter zu beenden, um dann faulenzen zu können und um sich ihren eigenen Gedanken hinzugeben.

Glücklicherweise braucht die Welt beide Arten von Menschen. Man stelle sich mal eine Welt ohne kreative Tüftler oder ohne tüchtige Arbeiter vor. Und egal wie intelligent du bist, dich fühlst oder ein IQ-Test von 136 dir vorgibt zu sein, was zählt, ist die letztendlich Menschlichkeit.

 

Foto: ridvan_celik / Getty Images

Rolf Scheider: „Pariser holen aus allem noch das gewisse Extra heraus“

Wir trafen den sympathischen Casting Director zum Interview in seiner Agentur und entlocktem ihm so manche Erinnerung an seine Zeit in Paris. Bei der Gelegenheit haben wir uns auch gleich noch ein paar Tipps von ihm geholt, was in keinem gut geführten Kleiderschrank fehlen darf.

 

¬ Ajouré: Seit bereits mehr als 40 Jahren bist du schon Casting Director. Was war das bisher spannendste Casting/Projekt?

¬ Rolf: Ich habe mittlerweile sicher schon an die 4.000 Castings gemacht und kann mich auch gar nicht mehr an alle so genau erinnern. Für eine Automarke habe ich einmal weltweit Zwillinge gecastet, die komplett unterschiedliche Charaktere haben sollten. Das war super interessant, hat zwar Monate lang gedauert, aber dafür ging es eben auch um die Welt.

Eine ganze Zeit lang habe ich auch die Models für die Dove-Werbung gecastet. Eigentlich ist jedes Casting super interessant, solange es abwechslungsreich ist. Interessant sind vor allem die Castings, die schon ein Story Board mit Tiefgang haben. Ansonsten ist jedes Casting auch immer wieder eine neue Challenge. Man muss die Models, Schauspieler, People an das Thema ranführen und mit ihnen die Rollen auch schon durchspielen, sie motivieren und das Beste aus ihnen herausholen. Das ist nicht nur ein einfaches „Hallo“ und „Stell dich mal kurz vor!“, sondern da steckt viel Arbeit dahinter. Das Tolle an dem Job ist, dass er super kreativ ist.
 

¬ Ajouré: Wie bist du eigentlich zu dem Beruf gekommen?

¬ Rolf: Eigentlich bin ich gelernter Großhandelskaufmann im Butter-Eier-Käse-Bereich. Ich habe dann auch noch einen Abschluss als Kosmetiker gemacht, wodurch ich Visagist geworden bin und nach Paris gegangen bin. Dort und in Mailand habe ich dann selber als Model gearbeitet. Vom Modeln ging es für mich dann beruflich in einer Model-Agentur weiter, wo ich Booker war und habe dann meine eigene Agentur aufgemacht. Ich habe ein gezieltes Auge dafür, wer Talent hat und es weit schaffen kann.
 

¬ Ajouré: Heutzutage lösen Celebrities und Influencer ja oftmals das klassische Model ab …

¬ Rolf: Ja, das stimmt. Die großen Werbungen werden tatsächlich in erster Linie mit Celebrities besetzt und mittlerweile auch mit Influencern. Heutzutage werden Models beim Casting auch direkt nach ihrer Anzahl an Follower gefragt. Durch das Internet hat sich das alles geändert. Von diesen zehntausenden Models, die es auf der Welt gibt, können vielleicht gerade einmal nur maximal 20 % davon leben.
 

Rolf Scheider

 

¬ Ajouré: Du hast lange Zeit in Paris gelebt und mit vielen Mode-Größen zusammengearbeitet. Wie war diese Zeit für dich?

¬ Rolf: 1975 bin ich in Paris angekommen – da lebten auch noch all die großen Modeschöpfer und sie alle hatten ihr eigenes Modehaus, wie beispielsweise Ungaro, Yves Saint Laurent und Sonia Rykiel. Während der Zeit habe ich auch als Modekorrespondent gearbeitet und habe für die Fashion-Produktionen die Kollektionen in den Häusern ausgesucht. Ich habe Yves Saint Laurent zwar nicht persönlich gekannt, aber wenn man sein Modehaus betrat, konnte man ihn vor Ort auch antreffen. Dort gab es für die wohlhabenden Kundinnen jeden Nachmittag auch noch Haute Couture-Shows mit richtigen Kabinen-Models. Das war schon eine tolle Zeit und ich habe noch all diese Erinnerungen daran – z.B. wie ich mit Gianni Versace bei einer Show Backstage stand und mir Gisele Bündchen dann ihren kleinen Hund in die Hand drückte, damit ich mit ihm Gassi gehe. Ich habe aber auch viele andere unvergessliche Backstage-Momente mit Topmodels wie Claudia Schiffer, Linda Evangelista, Nadja Auermann, Naomi Campbell oder Kirsten McMenany gehabt.
 

¬ Ajouré: Was kann man sich von französischen Männern abschauen?

¬ Rolf: Man kann natürlich nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt auch modische deutsche Männer und nicht jeder Pariser Mann ist automatisch auch immer gut gekleidet. Generell kann man aber sagen, dass Mode ein französisches Kulturgut ist, genauso wie Charme und diese gewisse Finesse. Paris hat auch einfach einen ganz eigenen Flair, der sich auf die Menschen überträgt. Dort sind irgendwie alle auch ein wenig mehr an Kultur interessiert. Pariser holen aus allem noch das gewisse Extra heraus und ihnen geht es stark darum, sich wohl zu fühlen.
 

¬ Ajouré: In einer Zeit, in der modisch scheinbar alles erlaubt ist: Was gehört dennoch in jeden gut geführten Kleiderschrank eines Mannes?

¬ Rolf: Unbedingt zeitlose Klassiker! Cashmere-Pullover, V-Ausschnitt, Polo-Shirts, blaue und schwarze Hosen, ein gut geschnittener Trenchcoat – damit kann man nie etwas verkehrt machen, das sollte die Basis sein. Saisonal kann man dann natürlich auch immer nach den aktuellen Trends gucken und wenn man sich darin dann selber auch wohlfühlt, dann kann man das ruhig auch kaufen, aber man sollte sich nie etwas aufschwatzen lassen. Wichtig ist es, ein Gespür für Mode zu entwickeln und nicht alles nachzumachen. Und man sollte auch darauf achten, dass die Kleidung den eigenen Proportionen schmeichelt.

Was mir auffällt ist, dass es immer weniger Individualität und Kreativität gibt. In den Läden hängt überall das Gleiche und das sieht man dann natürlich auch auf den Straßen. Besondere Stücke findet man eigentlich fast nur in ausgewählten Concept Stores, aber das ist dann oft kaum bezahlbar. Deshalb rate ich immer dazu, auf den Sale zu warten und dann zuzuschlagen. Denn so ein Total-Look von Gucci, Prada, YSL, Dolce&Gabbana und Konsorten kostet mal eben 3000 € und ich frage mich, wer hierzulande tatsächlich so viel Geld für nur einen einzigen Look ausgibt.

 

Foto: Artists & Casting Management GmbH

Stylishe Fan-Shirts sind das Must-have!

Sheldon Cooper trägt sie schon lange: Shirts mit seinen Vorbildern!

Die bunten Comic-Shirts sind zu seinem Markenzeichen geworden und absolut Kult! Und auch wir tragen jetzt unsere Idole, Superhelden und Lieblingsbands bedruckt auf T-Shirts. Besonders Band-Shirts, wie beispielsweise die von Nirvana oder Guns’n’Roses, sehen kombiniert zur Lederjacke super stylish aus. Fan-Liebe kann ja so modisch sein!

 

 

 

Fotos: Frazer Harrison / Staff; SGranitz / Kontributor; Johnny Nunez / Kontributor / Getty Images; PR / Tracdelight