Ajoure Blog Seite 179

„In der Werbung kann man sich oft austoben“ – Philipp Christopher im Interview

0


Philipp Christopher steht nicht nur als Schauspieler vor der Kamera, sondern ist auch noch selbst Regisseur und Filmproduzent. Neben aktuellen Projekten, wie z.B. einer Netflix-Doku und seiner eigenen Serie „My Love“ sprachen wir mit dem gebürtigen Berliner auch über seine Zeit in New York, darüber, wie es für ihn war, in die Heimat zurückzukehren und welche großen Unterschiede er zwischen dem deutschen und amerikanischen Fernsehen und Theater sieht.


Ajouré:
Du bist mit 18 nach New York gezogen, wo du an der School of Visual Arts studiert hast. Scheint, als wusstest du schon im jungen Alter ganz genau, was du willst …

Philipp: Ja. Ich habe das relativ früh erkannt. Und auch meine Liebe zu New York. Ich war mit 15 das erste Mal dort und bin im Regen und Sturm den Broadway heruntergelaufen. Es war die spannendste Stadt, die ich bis dato erlebt hatte. Ich wollte dort unbedingt leben und Film studieren, wobei das Schauspiel bei mir zu dem Zeitpunkt noch eine verkappte Leidenschaft war. Auf dem Gymnasium hatte ich zwar viel Theater gespielt, aber ich habe es mir nie öffentlich zugestanden, wie sehr ich das Schauspiel liebe. Mein ganzes Umfeld und meine Familie kamen nicht aus einem künstlerischen Bereich, und dennoch haben mich meine Eltern auf meinem Weg voll unterstützt. Auf dem College in New York bin ich dann dem Schauspiel wieder nähergekommen und fahre seither zweigleisig – hinter und vor der Kamera.


Ajouré:
Wie war das damals so für dich, nach Amerika zu gehen? Bist du alleine nach NYC gezogen?

Philipp: Ja, ich bin alleine nach New York gezogen. Es war natürlich spannend, denn man wird mit etlichen neuen Dingen bombardiert und auch mit einer anderen Kultur. Die Beziehung zu meiner damaligen Freundin hat diesen Umzug jedoch nicht überstanden, denn wir waren noch sehr jung und „long distance“ war einfach zu viel „distance“. Ich habe natürlich vieles an Berlin vermisst, am meisten meine Familie und Freunde, aber man wird als Neuling in New York viel abgelenkt. Es hat nicht lange gedauert mich einzugliedern – ich glaube, das kann ich ganz gut und es war auch eines meiner Voraussetzungen: Ich wollte die New Yorker Kultur aufsaugen, sie verstehen und sie so gut es geht leben. Die meisten Menschen dort sahen mich schnell als Amerikaner und nicht als Deutschen, was auch durch mein akzentfreies Sprechen unterstützt wurde. Im Nachhinein muss ich jedoch feststellen, dass ich manchmal meine eigene Kultur zu sehr in den Hintergrund gestellt hatte. Man darf nie vergessen, wo man herkommt, denn nur so bleibt man authentisch.


Ajouré:
Du hast dann auch noch lange Zeit dort gelebt und warst auch als Schauspieler tätig. Was ist dir von der Zeit noch am lebhaftesten in Erinnerung?

Philipp: Das Beste sind die Höhen und Tiefen, die diese Stadt bietet. Man spielt in dem kleinsten Theater der Welt, dem sogenannten „Black Box Theater“ und plötzlich in einem ganz großen. Man arbeitet an einem super Low-Budget-Film und steht kurz darauf mit Clive Owen vor der Kamera. Die Kontraste sind Wahnsinn und ich empfinde nicht das eine besser als das andere, sondern alles gehört irgendwie dazu. Man steigt und fällt ständig, das ist ein Prozess, der in New York nochmal viel schneller geht als in anderen Städten dieser Welt.


Ajouré:
Dort ist dann wahrscheinlich auch deine Liebe zum Theater und Broadway entstanden … Was ist dein liebstes Stück?

Philipp: Ich liebe Tennessee Williams „Endstation Sehnsucht“ und habe selbst auch schon an Stanley Kowalski gearbeitet. In New York durfte ich dieses Stück mit der grandiosen Cate Blanchett als Blanche DuBois sehen. Ich saß dort in der ersten Reihe und war Teil der längsten „Standing Ovation“, die ich im Theater je erleben durfte. Andere Stücke wie „Doubt“ von John Patrick Shanley und „God Of Carnage“ mit Jeff Daniels und dem schon verstorbenen James Gandolfini waren auch einige der Highlights. Theater wird in New York natürlich ganz großgeschrieben und es ist das, was ich heute am meisten an New York vermisse. Das deutsche Theater ist bekannt für seinen experimentellen Ansatz, was wiederum in Amerika etwas fehlt. Dennoch wünschte ich auch, wir würden uns wieder ein bisschen auf das Fundament des Theaters, die zeitlose, menschliche und tiefe Darbietung, konzentrieren, die immer wieder das Publikum berührt.

 
Philipp Christopher


Ajouré:
Was hat dich schließlich zurück nach Deutschland geführt?

Philipp: Ich kann es nicht vermeiden, hier auch ein bisschen politisch zu werden (lacht). Ich habe schon vor Jahren zu meiner Frau gesagt, dass die USA das Land „ohne Veränderungen“ ist. Das klingt erst einmal banal, aber ist im politischen System verankert. Dass heute ein Populist Präsident ist, verwundert mich nicht, denn seit Jahrzehnten repräsentiert keine Partei den Willen des Volkes mehr. Ich habe es an dem Wandel in New York erlebt, in dem Geld die absolute Macht übernommen hat und soziale Gerechtigkeit im Keim erstickt wird. Nun kann natürlich behauptet werden, dass dieser Prozess überall stattfindet und dem würde ich sogar zustimmen, aber wir sind weit von dem entfernt, was in Amerika zur steinernen Wirklichkeit geworden ist. Ich und meine Frau waren sozusagen „aus-NewYorked“ und brauchten einen Tapetenwechsel. Zu dem Zeitpunkt hatte ich gerade „Blood Ties“ abgedreht und es kam eine Anfrage aus Deutschland für eine Hauptrolle bei GZSZ. Es schien damals alles auf einmal zusammenzukommen und ich höre gerne auf das Universum, wenn es mir dann einfach den Weg weist. Ich machte also ein e-Casting aus New York, wurde daraufhin ins Studio nach Berlin eingeladen und bekam die Rolle. Es war also Arbeit, Familie und auch ein politisch kompliziertes Land, was meine Rückkehr nach Berlin besiegelte.


Ajouré:
Deine Frau Michelle ist Amerikanerin und ebenfalls Schauspielerin, gemeinsam habt ihr einen Sohn. Wie sieht euer Alltag aus?

Philipp: Morgens wird gemeinsam gefrühstückt und dann bringe ich unseren Sohn in die Kita und meine Frau holt ihn meistens ab. Neben dem Schauspiel haben wir ja auch eine Firma für Film-Produktion und haben in diesem Jahr unser FilmGym Büro in Berlin eröffnet. Dort verbringe ich dann die meiste Zeit des Tages, bis ich dann abends wieder mit der Familie zusammenkomme und wir beide den Kleinen ins Bett bringen. Der Tagesablauf ist also relativ geregelt und ändert sich oft schlagartig, wenn ich drehe. Aber wir sind darauf vorbereitet und meine Frau, die ja auch Schauspielerin ist, kennt das Prozedere.


Ajouré:
Was sind die größten Unterschiede zwischen dem Film-Business drüben und hier? Siehst du hier eine Entwicklung bzw. Aufbruchsstimmung?

Philipp: Ich hatte am Anfang meiner Rückkehr nach Deutschland eine Art Kulturschock. Ich hatte lange kein deutsches Fernsehen mehr gesehen und war überrascht von den sehr unterschiedlichen Standards, was viele Aspekte des Fernsehens angeht. Ich will hier aber auch nicht alles schwarzmalen, denn ich denke, es herrscht tatsächlich eine Aufbruchsstimmung, nur hoffe ich, dass diese nicht im Keim erstickt wird. Wir Deutschen sind in Amerika nicht unbedingt für unsere Unterhaltung bekannt und kommen doch oft mit kreativen und überraschenden Filmen daher, die aber meiner Meinung nach viel zu selten passieren. Speziell, wenn es um originelle und mutige Projekte geht, gibt es viel Potential, was noch nicht ausgeschöpft wird. Dabei ist es wichtig, dass wir dieses Potential mit Selbstbewusstsein angehen, d.h. uns trauen, authentische und originelle Geschichten zu erzählen, die mit unserer Kultur verbunden sind, ohne andere zu kopieren. Die Amerikaner denken groß, die Deutschen denken sicher. Das ist ein wenig pauschalisiert und ohne Bewertung, aber so ist der Eindruck. Wir sollten das Selbstbewusstsein haben, auch einmal groß zu denken.

 
Philipp Christopher


Ajouré:
Was viele nicht wissen: Du stehst nicht nur als Schauspieler vor der Kamera, du führst auch selber Regie, entwickelst eigenen Stoff und produzierst Spiel- und Werbefilme. Was kannst du Näheres dazu erzählen?

Philipp: Ich habe in New York neben dem Schauspiel hauptsächlich Regie für Werbefilme gemacht, aber wie bei fast allen Regisseuren lag meine eigentliche Leidenschaft beim Spielfilm. Dennoch kann man sich in der Werbung oft austoben und es gab tolle Projekte, bei denen ich viel lernen durfte. In Deutschland hat sich der Spieß dann umgedreht und ich bin hauptsachlich vor der Kamera tätig. Wenn ich zwischen Regie oder Schauspiel wählen müsste, wäre es mir fast unmöglich, denn ich liebe beides. Nach einiger Zeit Abstinenz von dem einen oder anderen bekomme ich meist ein Kribbeln im Bauch und ich merke, es wird wieder Zeit zu arbeiten. Von der Werbung haben wir uns jedoch ein wenig entfernt, denn ich glaube, unsere Erfahrung aus den USA in Bezug auf Dramaturgie und Storytelling kann etwas für die deutsche Film- und Fernsehwelt bewirken.


Ajouré:
Im Dezember wird auf Netflix eine Doku-Reihe ausgestrahlt, für die du einen Beitrag zum Thema Finanzen und Korruption produziert hast. Ist das ein Thema, das dich sehr beschäftigt?

Philipp: Wir haben das in Zusammenarbeit mit einer New Yorker Produktionsfirma für Netflix gemacht, die mehr auf Dokus spezialisiert ist. Ich selber sehe mich eher im „Fiction“-Bereich, bin aber an Dokumentarfilmen interessiert, wenn auch eher als Zuschauer. Korruption ist ein sehr aktuelles Thema, welches uns alltäglich beschäftigt und es war spannend, dabei zu sein und Recherche zu machen. Meist bekommt man dadurch auch Ideen für andere Projekte. Es war außerdem eine Wahnsinns-Erfahrung, mit einem Oscar-Preisträger zusammenzuarbeiten. Der Regisseur Alex Gibney hat eine sehr objektive Herangehensweise und versucht, seinen Interview-Partnern so offen wie möglich zu begegnen. Es war faszinierend, ihm dabei zuzuschauen.


Ajouré:
Du hast deine eigene Serie konzipiert: Ein Mix aus Desperate Housewives und Breaking Bad. Um was geht es darin genau und wie kam dir die Idee?

Philipp: Das sind jetzt erstmal zwei amerikanische Serien und doch ist unser Konzept sehr „deutsch“. Wie schon erwähnt denke ich, dass es ein großer Fehler ist, wenn wir versuchen, Dinge zu kopieren. Wir sollten sie zu unser Eigen machen, denn nur so sind sie authentisch. Die Serie spielt in einem typischen Berliner Arbeiter-Milieu, eines, das ich durch meine eigene Familie kennenlernen durfte. „My Love“ handelt von einer Gruppe Putzfrauen, die durch ein Ungeschick auf krumme Bahnen kommen und den Kampf mit der russischen Mafia aufnehmen. Es handelt sich hierbei um eine in Deutschland eher seltene „horizontale“ Erzählweise, d.h. ein Handlungsstrang, der sich durch die gesamte Staffel zieht. Was die Dramaturgie und Erzählweise angeht, ist die Serie dann doch amerikanisch. Billy Wilder hat einmal über das Drehbuchschreiben gesagt: „Grab ’em (the audience) by the throat and never let ’em go.“ Und so soll es dann auch sein.

 
Philipp Christopher

 

Fotos: Ines Meier

The Circle – Kinokritik & Filmtrailer

0

Als Mae Holland (Emma Watson) dank Freundin Annie (Karen Gillan) die Möglichkeit bekommt, beim angesagten Superkonzern The Circle zu arbeiten, scheint ein Traum in Erfüllung zu gehen.

Mit der neuesten Technologie, unglaublich vielen Kontakten und schier unendlichen Möglichkeiten startet Mae in ihre neue Zukunft. Angeführt von Bailey (Tom Hanks), dem Kopf hinter dem Konzern, geht es darum, so viele Daten wie möglich zu sammeln und der Welt zugänglich zu machen.

Doch als ein Unbekannter auftaucht und erste Andeutungen macht, dass nicht alles so sauber zugeht wie gedacht und ein alter Freund sich von ihr abwendet, bekommt die Begeisterung erste Risse. Aber Mae ist sich dennoch sicher, dass die Aufgabe des Circles wichtig ist, und so stürzt sie sich voller Überzeugung in ihre Arbeit.

 
The Circle

Kinostart: 7. September
Genre: Science-Fiction/Drama.
Laufzeit: 1h 50m

 

Der Wahnsinn der digitalen Welt

Mit The Circle zeigt Regisseur James Ponsoldt einen vom Roman The Circle inspirierten Film, der Auszüge aus der Vorlage zeigt, aber auch eigene Wege geht.

Dabei gerät das Setting um technologischen Fortschritt, die Vor- und Nachteile, zu einer interessanten Grundlage und dem prägenden Look des Films. Das Technologie-Thema erweist sich in Zeiten von starken Veränderungen der Online-Plattformen, Apps und sonstigen Möglichkeiten als aktueller denn je. Somit bietet der Film einige sehr interessante Ansätze.

 
Die Story selbst und die vorkommenden Figuren bleiben dabei eher simpel und nicht übermäßig ausdrucksstark, beinhalten klassische Rollenverteilungen, ohne in ganz platte Stereotype zu fallen. Emma Watson, Tom Hanks und Co. liefern hier nicht unbedingt ihre Meisterleistungen ab, sind aber bei dem, was die Rollen hergeben, auch merklich limitiert. An der Tiefe der Geschichte, wie sie in der Buchvorlage möglich ist, kratzt der Film nur sehr oberflächlich. Hier wäre durchaus denkbar gewesen, die Geschichte deutlich tiefgängiger in Form einer Serie umzusetzen, als oberflächlich in 110 Minuten zu packen. Zumal das Ende dann auch merklich kurz und abrupt ausfällt.

 

Alphaversion, ausbaufähig

Der stärkste Film ist The Circle nicht und gerade Fans des Buches werden der Reduzierung auf wenige Auszüge und den Veränderungen sicher mit Irritation begegnen. Dennoch ist der Film keineswegs schlecht, denn er regt zum Nachdenken an und ist somit relevanter als manch anderer Film.

Wer sich für das Thema Vor- und Nachteile neuer Technologien und Medien interessiert und nicht zu hohe Erwartungen an die Geschichte selbst stellt, bekommt einen interessanten Denkansatz geliefert.

 

Fotos: Universum Film GmbH

Das große Ajouré Gamescom-Special Teil 2!

0


Heute geht’s mit dem zweiten Teil unseres großen Gamescom-Specials weiter.

 

YouTuber

 
Gamescom-Special

Du hast doch bestimmt auch schon mal davon geträumt, deinen YouTube-Star im echten Leben zu treffen, oder? Dann stell dich an! Die Wartezeit beträgt ab hier vier Stunden.

Das mit den vier Stunden war kein Scherz. Und dass eine halbe Stunde nach Einlass die Schlange schon voll ist, leider auch nicht. Bei vielen YouTubern besteht das Problem der schieren Masse an Leuten, die gerne ein Autogramm haben möchten. Wenn du nicht als einer der Ersten zur Tür reinstürmst, dich durch 1000 Leute mit den Ellenbogen durchkämpfst und ganz nebenbei den Hallenplan auswendig kennst, könnte das Autogramm zum Ding der Unmöglichkeit für dich werden.

Wenn es dir reicht, den YouTuber aus der, mehr oder weniger großen, Ferne zu beobachten, kannst du getrost den Chillmodus einlegen und einfach von der Seite auf den Stand schauen. So oder so ähnlich kannst du ganz nahe an deinen YouTube-Stars sein, Fotos machen und zur nächsten Autogrammstunde hechten, nur um den oben genannten Prozess zu wiederholen.

Nebenbei bemerkt: manche YouTuber laufen auch ganz normal auf der Messe rum. So jemand wie Gronkh allerdings schafft das nur im Cosplay. Das hat er 2015 übrigens wirklich gemacht, verliere also nicht die Hoffnung. Vielleicht musst du nur ein paar Typen die Maske vom Gesicht reißen, um nicht leer auszugehen.

Was das Merch der YouTuber angeht, wirst du auch hier bestens bedient sein. Werbeeinnahmen auf YouTube gibt es ja schließlich nur noch in Hungerlohnhöhen. So weit das Auge reicht kannst du dir alles kaufen, was das Herz begehrt und bedruckt werden kann.

 

Cosplayer

 
Gamescom-Special

Was könnte es Schöneres geben, als seinen Helden zu treffen? Sein eigener Held zu sein! Diese Mentalität steckt hinter dem Cosplayen. Meistens wirst du im Cosplay- Bereich mit Anime-Charakteren konfrontiert aber, auch andere Genres werden besten bedient.

Die Leidenschaft hinter dem Cosplayen mag dir vielleicht nicht auf den ersten Blick einleuchten, aber du wirst schnell merken, dass die Leute mitunter viele Stunden harte Arbeit in ihre Verkleidung stecken. Wenn du ein Profi sein willst, schneiderst du dir dein Cosplay natürlich selbst. Der Online-Shop ist hierbei aber auch eine Option, welche du dir offenlassen kannst. Die Kostüme reichen von einfachen Jumpsuits, bis hin zum übermenschlich großen Transformer. Alle möglichen Farben und Formen sind vertreten, und es stehen mindestens genauso viele Fotografen neben den Cosplays.

Die Gamescom hat extra einen Bereich für Cosplayer eingerichtet: Cosplay-Village. Du und deine gleichgesinnten Verkleidungskünstler können sich dort den ganzen Tag Bühnenshows anschauen und euch ablichten lassen. Falls du selber nur Fotos machen solltest, frag die Leute im Kostüm aber bitte vorher. In der Rüstung des Master Chief lässt es sich bei 30°C im Schatten nicht ganz so gut aushalten, wie in deinem Tanktop.

Nun noch ein Wort zu den Waffen. Seit letztem Jahr hat die Gamescom strengere Auflagen bezüglich der Cosplayer mit Waffen aufgefahren. Erlaubt sind nur Kunstwaffen, welche niemanden ernsthaft verletzen könnten. Sportgeräte, und ganz zu schweigen von echten Waffen, sind selbstverständlich verboten. Also müssen manche Cosplayer in die Trickkiste greifen, was die Zurschaustellung mancher Charaktere angeht.

Ab geht’s zum dritten Teil des Specials!

Das große Ajouré Gamescom-Special Teil 3!

 

Fotos: Franziska Krug / Kontributor; Bloomberg / Kontributor; Araya Diaz / Freier Fotograf / Getty Images

Die Apple Keynote zum Jubiläum: Ein Satz mit X

0

Apple hat es schon wieder getan: Sie haben sich bei ihrer Keynote auf die Bühne gestellt und versucht, ihre neu entwickelten Produkte mit Emotionen an uns zu verkaufen, um zu verstecken, dass die eigentliche Innovation ausbleibt. Aber diesmal ging es uns zu weit. Die neuen iPhones 8 wirken wie ein liebloses Überbleibsel, welches nur entwickelt wurde, damit es von denjenigen gekauft wird, die sich das iPhone X nicht leisten können. Doch auch das iPhone X hat weniger Neuerungen, als wir uns bei dem Jubiläums-iPhone gewünscht hätten, dabei wirkt es so, als wäre alles andere für das iPhone Zehn vernachlässigt worden.

Dass es an Neuerungen und wahren Highlights fehlt, wird nur zu deutlich, als Emojis als Highlight eingestuft werden und das Apple-Team insgesamt länger als zehn Minuten über solche Kleinigkeiten berichtet. Warum wir so enttäuscht sind und was wirklich hinter den unglaublichen Neuheiten von Apple steckt, erfährst du von uns.

 

iPhone 8 und 8 Plus

 
Satz mit X

Bei der Apple Keynote vom 12. September nahm das iPhone X die Rolle des Lieblingskindes ein, und das iPhone 8 hätte dann wohl die Rolle des ungewollten Kindes, um das sich niemand kümmern möchte. Selbst beim Kollegen von Tim Cook kam es uns so vor, als wolle er die Präsentation über die beiden achter Varianten des iPhones schnell hinter sich bringen, damit er endlich über das iPhone X sprechen kann. Vielleicht war es ihm aber auch unangenehm, wie wenig Neuerungen es bei dem neuen iPhone 8 und 8 Plus wirklich gibt. Wenn wir aufzählen, was auf der Keynote als Neuigkeit vorgestellt wurde, wird das nur zu deutlich.

Zum einen orientiert sich das iPhone 8 designtechnisch an dem Vorgänger, also dem iPhone 7, die einzige Neuheit ist die Verwendung von Glas auf der Rückseite, anstelle von Aluminium. Dies ermöglicht das kabellose Laden, und was für Samsung-Nutzer schon seit länger als einem Jahr Alltag ist, wird Apple-Anhängern als große Innovation verkauft. Wie jedes Jahr wurde natürlich die Hardware verbessert. Es gibt einen neuen Prozessor und eine bessere GPU, die für ein schnelleres und besser auflösendes iPhone sorgen sollen. Außerdem kommt noch ein neues Retina-Display und neue Lautsprecher hinzu. Die eingebaute Kamera ist gut, aber nicht neu, die technischen Daten der Kamera im iPhone 8 sind identisch zu denen des iPhone 7, genau das Gleiche gilt auch für die Plus-Varianten. Wenn man die technischen Daten betrachtet, ist das neue iPhone 8 also wirklich besser als das iPhone 7. Bleibt nur die Frage, ob diese Änderungen 799 Euro wert sind, und das für die kleinste Ausführung des iPhone 8.

 

Apple Watch Series 3

 

Bei den Apple Watches handelt es sich wohl um das einzige Produkt, welches am Dienstag vorgestellt wurde, bei dem wir nicht enttäuscht waren. Denn sie haben nicht nur einen 70 Prozent schnelleren Prozessor bekommen und sind nun wasserdicht und dadurch auch fürs Schwimmtraining geeignet. Hinzu kommt noch das integrierte LTE-Modul, welches die Apple Watch unabhängig vom Smartphone macht. Bei voller Benutzung soll der Akku 18 Stunden halten, das ist ok, es gibt allerdings auch schon Smartwatches mit einer Akkulaufzeit von bis zu 5 Tagen. Die neue selbständige Uhr ist in der Lage, Musik herunterzuladen und über Bluetooth-Kopfhörer abzuspielen, Nachrichten zu versenden, und sogar die Benutzung von Siri kann ohne das Smartphone realisiert werden. Das Design bleibt gleich, es sind lediglich zwei neue Farben und neue Armbänder hinzugekommen. Die Uhren können ab dem 15. September bestellt werden, die LTE-Variante kostet stolze 399 US-Dollar, die herkömmliche Uhr ohne Internetzugang schlägt mit 249 Dollar zu Buche.

 

Das iPhone X – Das war wohl nix

 
Satz mit X

Natürlich kommt das lang erwartete Jubiläums-iPhone mit einigen Neuerungen daher, allerdings hat es unsere Erwartungen nicht im Geringsten erfüllt, denn viele Innovationen haben wir bei anderen Smartphone-Herstellern schon gesehen. Apple rühmt sich gerne, die besten Smartphones zu präsentieren und schraubt somit unsere Erwartungen hoch, dann liegt es an ihnen, diese Erwartungen auch zu erfüllen.

Wie schon erwartet hat man beim neuen iPhone X auf den Home-Button verzichtet, um das rahmenlose Design zu ermöglichen, wie wir es schon von Samsung, LG und Xiaomi Mi gesehen haben. Das Display ist neu, da Apple zum ersten Mal auf ein OLED-Display setzt. Auch die Auflösung von 2.436 x 1.125 Pixeln lässt nicht zu wünschen übrig. An der Oberseite des Randes ragt ein schwarzer Ausschnitt in den Bildschirm hinein, der Platz für die Selfie-Kamera, Lautsprecher und einige Sensoren schafft. Da der Home-Button verschwunden ist, erfolgt der Großteil der Bedienung nun über das Display und durch Gesten.

Eine Innovation, die uns wirklich zusagt, ist die 3D-Gesichtserkennung, mit der man nun sein iPhone entsperrt. Dank Infrarotsensoren soll dies auch in der Dunkelheit problemlos funktionieren. Das Coole an dieser Technologie ist, dass die Kamera in der Lage ist, räumliche Objekte zu erkennen. Mit dieser Technik kann man auch Emojis dreidimensional an sein Gesicht anpassen, dass diese Spielerei allerdings zehn Minuten auf der Apple Keynote erklärt werden muss, hat uns doch überrascht.

Natürlich wurde auch beim iPhone X eine neue Kamera eingebaut, allerdings ist ihre Ausrichtung der größte Unterschied, den wir zwischen der Kamera des iPhone 8 Plus und des iPhone X feststellen können. Bei dem Jubiläums-iPhone ist die Kamera nämlich vertikal angebracht. Selbstverständlich handelt es sich um die gleiche Dual-Kamera Technik, die wir schon vom iPhone 7 Plus und dem iPhone 8 Plus kennen. Das iPhone X ist natürlich auch induktiv aufladbar und hat deswegen, wie schon das iPhone 8, eine Rückseite aus Glas.

Apple Keynote September 2017 Livestream
https://www.youtube.com/watch?v=yr8wiXapQ7I

 
Ein Blick auf die technischen Daten verrät, dass Apple sich wenigstens in diesem Bereich einige Gedanken gemacht hat. Ein neuer Prozessor soll für ein schnelleres Smartphone sorgen, außerdem soll der eingebaute A11-Bionic-Prozessor stromsparender sein als seine Vorgänger. Die neue GPU und der Prozessor sollen ebenfalls gut für AR-Inhalte funktionieren. Beim Arbeitsspeicher hat sich seit dem iPhone 7 Plus leider nichts getan, du musst immer noch mit drei Gigabyte RAM auskommen.

Das kleinste Gerät mit 64 Gigabyte wird stolze 1.149 Euro kosten, die größte Variante mit 256 Gigabyte schlägt mit ganzen 1.319 Euro zu Buche. Wir finden, dass solch ein Preis für das Jubiläums-Smartphone auf keinen Fall gerechtfertigt ist. Kamera und Prozessor werden von Apple für jedes neue iPhone erneuert und die anderen Neuerungen sind vielleicht für Apple-Nutzer neu, allerdings nicht für die Welt der Smartphones. Für dieses Geld kannst du dir ein gutes Macbook kaufen, was wir dir auch empfehlen würden, denn wir haben bei dem iPhone X das Gefühl, dass man ein gutes Stück weit nur den Namen des Jubiläums-iPhones bezahlt.

Alles in allem war die Apple Keynote also mehr als enttäuschend. Apple stellt sich schon seit ein paar Jahren mit beeindruckenden Präsentationen auf die Bühne und will uns Innovationen, die sie von anderen Herstellern übernommen haben, als ihre eigenen verkaufen. Auch diesmal haben uns wirkliche Innovationen gefehlt, vor allem bei einem iPhone, auf das wir schon sehr gespannt waren. Bei Apple hat man schon immer viel für den Namen mitbezahlt, diesmal erscheint uns der Name eines Apfels allerdings definitiv zu teuer.

 

Fotos: Apple Presse

Aus diesen 7 Gründen riecht dein Parfüm nicht so gut wie es sollte


Im Geschäft noch war der Duft berauschend, doch schon wenige Wochen später bist du von deinem Kauf enttäuscht? Fade, kaum wahrnehmbare oder gar ranzige Parfüms müssen nicht sein. Wir zeigen dir, worauf du bei der Anwendung achten solltest, damit du deinen Duft lange Zeit genießen kannst.

 

Der Gewöhnungseffekt

Zunächst solltest du prüfen, ob der Geruch deines Parfüms sich tatsächlich verändert oder nachgelassen hat. Denn häufig tritt nach einigen Wochen der Nutzung ein Gewöhnungseffekt ein, bei dem du den Duft schlicht nicht mehr wahrnimmst. Jetzt mit Überdosierung zu kompensieren, wäre fatal – das Ergebnis kannst du täglich in der U-Bahn riechen. Besser: Entscheide dich hin und wieder für einen anderen Duft oder verzichte einige Tage ganz auf Parfüm. Anschließend kannst du wieder zuverlässig beurteilen, ob der Duft noch seinen Zweck erfüllt.

 

Das Parfüm riecht im Alltag anders als beim Kauf

Beim Kauf hast du dein Parfüm wahrscheinlich auf Papierstreifen getestet. Was viele nicht wissen: Der Duft entfaltet sich auf der menschlichen Haut ein wenig anders und ist von Mensch zu Mensch verschieden. Selbst wenn du bereits im Geschäft das Parfüm auf dem Handgelenk getestet hast, erreicht der Duft erst nach 20 bis 30 Minuten seine volle Kraft. Außerdem solltest du in dieser Zeit das Geschäft verlassen. Die überwältigenden anderen Düfte können dir sonst einen falschen Eindruck von deiner Wahl vermitteln.

 

Der Duft ist gekippt

Ein hochwertiges Parfüm kann bei richtiger Lagerung fünf Jahre oder sogar länger halten. Dazu gehört allerdings, dass es dunkel und kühl aufbewahrt wird. Der Platz am Fensterbrett ist also weniger geeignet. Auch im Badezimmer sollten die kostbaren Fläschchen nicht stehen, denn hier schwanken sowohl Temperatur als auch Feuchtigkeit. Besser eignen sich Schubladen oder Schränkchen in kühlen Räumen, in Originalverpackungen oder lichtundurchlässigen Flakons. Übrigens ist der Alkoholgehalt entscheidend: je höher der Alkoholanteil, desto länger die Haltbarkeit. Daher sind ein Eau de Toilette oder ein Eau de Cologne in der Regel länger haltbar als ein Parfüm. Im Gegenzug riechen sie allerdings auch weniger intensiv. Ob dein Lieblingsduft gekippt ist, erkennst du an einem neutralen oder sogar ranzigen Geruch und einer öligen Konsistenz.

 
Parfüm

 

Bakterien haben den Duft verändert

Das passiert zum Beispiel, wenn dein Parfümflakon mit deiner Haut in Berührung gekommen ist. Die Bakterien vermehren sich im Parfüm und verändern den Duft, bis er nicht mehr dem entspricht, für den du dich entschieden hast. Leider hast du auch in diesem Fall nur die Möglichkeit, ein neues Parfüm zu kaufen – besser auch mit einem Zerstäuber, der den Hautkontakt verhindert.

 

Mischung mit anderen Düften

Du musst beim Tragen von Parfüm nicht auf Aftershave oder Deodorant verzichten. Es empfiehlt sich jedoch, sich für eine duftneutralere Serie zu entscheiden. Selbst mit subtilen Düften ergeben sich häufig Kompositionen, die nicht besser sind als die Summe ihrer Teile.

 

Trockene Haut

Parfümduft entfaltet sich am besten auf warmer, leicht feuchter Haut. Der ideale Zeitpunkt zum Auftragen ist daher morgens nach dem Duschen. Wenn das nicht möglich ist, trage vor dem Parfüm ein wenig Vaseline oder duftneutrale Bodylotion auf die Haut auf. Aufpassen: Das Parfüm nach dem Auftragen nicht verreiben – dadurch verfliegt der Duft oder kann sich sogar verändern.

 

Die richtigen Hautpartien

Auch während des Tages wirkt Wärme positiv auf den Duft. Achte daher darauf, dein Parfüm auf Körperstellen aufzutragen, die gut durchblutet sind. Dazu gehören zum Beispiel die Innenseiten der Handgelenke, die Bereiche hinter den Ohren und die Seiten des Halses. So erneuert sich der Duft deines Parfüms von selbst und hält viele Stunden lang an.

Hast du noch einen alten Lieblingsduft im Schrank?

Die 8 besten Sommerdüfte 2015

 

Fotos: B2M Productions; Laura Lezza / Kontributor / Getty Images

Das große Ajouré Gamescom-Special Teil 1!

0


So wie jedes Jahr fand auch dieses Mal die Gamescom in Köln auf dem sechstgrößten Messegelände der Welt, der „Koelnmesse“, statt. Was sich in den elf Hallen so alles abgespielt hat, erfährst du in unserem großen Gamescom-Special.

Mit einer Fläche von insgesamt rund 384.000 m² auf elf Hallen verteilt, zählt „Koelnmesse“ zu den größten Messegeländen weltweit. Unzählige Aussteller präsentieren ihre Produkte auf unterschiedlichste Weise – das reicht vom persönlichen Gespräch bis hin zu großen Bühnenshows.

Doch auch YouTuber sind auf der Messe präsent, um Autogrammstunden zu geben und die Fans zu treffen. Dass du da schon mal vier Stunden anstehst ist zwar keine Seltenheit, allerdings auch kein Hindernis für einen Autogrammjäger.

 
Gamescom-Special 2017 Teil 1

Aber auch die Merchandise-Fans haben auf der Gamescom ihr Schlaraffenland gefunden. Wohin das Auge schaut, werden überall T-Shirts und Bonus-Codes für Games von der Bühne geworfen, als gäbe es kein Morgen mehr. Dabei gilt die Formel: Je größer du bist, desto höher ist deine Fang-Quote. Verkauft wird selbstverständlich auch so Einiges, da schließlich keine Kaffeetassen von der Bühne geworfen werden können.
Ach ja, fast vergessen: Games kannst du natürlich auch anzocken. Die Wartezeit verringert sich zwar nicht, aber du kannst einen Blick auf noch nicht veröffentlichte Spiele erhaschen. So kannst du entscheiden, ob sich die Vorbestellung der Limited Gold Edition für 120 € wirklich lohnt. Ja, wir schauen hier einen ganz bestimmten PublishEr An.

 

PC Modding

 
Gamescom-Special 2017 Teil 1


Wenn du auf PC-Modding stehst, bist du hier übrigens auch an der richtigen Adresse. Hier bekommst du nicht nur Einzelteile zu Gesicht, sondern auch die fertigen Raumschiffe, welche sich „PCs“ nennen.

Dieses Gefühl, seinen ersten PC selbst alleine zusammengebaut zu haben, ist wie das erste Kind – nur besser. Egal ob Gehäuse, Lüfter oder SSD – hier kannst du alles abstauben. Vom Mini-Tower bis hin zum Einfamilienhaus für Grafikkarten wird hier jede erdenkliche Kombination vorgestellt. Alles mit High-End Specs, versteht sich.

Da hört der Spaß allerdings nicht auf, denn wer sagt schon, dass du beim eigentlichen Tower fertig bist? Das gesamte Drumherum kannst du dir gleich mit anschaffen, denn Bildschirme, Mäuse, Tastaturen, Schreibtische, *holt Luft* Gamingchairs und Lautsprecher gibt es gleich am Stand nebenan.

Du solltest allgemein gesehen nicht sofort zur Brieftasche greifen, um den am coolsten aussehenden Tower zu kaufen, sondern gründlich auf die Produktbeschreibung achten. Das gilt übrigens bei allen PC-Komponenten. Stimmt die Passform des Mainboards nicht oder ist die Grafikkarte zu lang fürs Gehäuse, hast du viel Geld zum Fenster rausgeworfen.

Ganz am Anfang zu starten musst du aber auch nicht. Du kannst jedes Einzelteil individuell beim Zusammenbau eines PC austauschen, entfernen oder hinzufügen. Das ist keine Raketenwissenschaft und lässt sich mittels YouTube innerhalb eines 15-Minuten-Tutorials selbst erlernen.

Das perfekte „Setup“ ist ein ewig währender Schwanzvergleich unter den Gamern, also musst du dein Bestes daran tun, um den größten zu haben … also den größten Tower … also äh … du weißt schon was wir meinen. Frohes Schaffen!

Hier geht’s weiter zum zweiten Teil des Specials!

Das große Ajouré Gamescom-Special Teil 2!

 

Fotos: Koelnmesse / Presse; Isa Foltin / Kontributor, Bloomberg / Kontributor / Getty Images

Der Muskelpump – Alles über den Volumeneffekt beim Krafttraining


Für viele Kraftsportler ist ein guter Pump das Zeichen dafür, dass sie effektiv trainiert haben. Um diesen zu erreichen, können dir die folgenden Informationen behilflich sein. Aber was ist überhaupt ein Muskelpump, wie lange hält er an und warum lassen sich mit ihm nur kurzfristige Ergebnisse erreichen?

 

Was ist ein Muskelpump und wie entsteht er?

Ein Muskelpump beschreibt den Vorgang, bei dem ein Muskel durch Krafttraining mit mehr Blut versorgt wird. Dadurch wirkt er größer und die Adern sind zu sehen. Das Blut wird anderen Körperregionen, wie zum Beispiel dem Verdauungstrakt oder anderen Muskeln, entzogen und in die beanspruchte Muskulatur geleitet. Viele Sportler glauben, dass der Pump ein Zeichen für ein besonders effektives Training ist. Das ist aber falsch, da der Muskel lediglich kurzfristig anwächst, weil er mit mehr Blut versorgt wird.

 

Wenn du nur pumpst, baust du keine Muskeln auf

Auch wenn ein praller Muskelpump dir ein gutes Gefühl gibt und du dich durch ihn stark fühlst, kannst du dadurch dauerhaft keine Muskeln aufbauen. Verglichen werden kann dies mit Fahrradreifen. Denn wenn du diese aufpumpst, sind sie ebenfalls dick und rund. Aber schneller oder weiter fährst du dadurch nicht. Dafür musst du Kraft und Ausdauer aufbauen. Und das Gleiche gilt auch für das Krafttraining. Willst du Muskeln aufbauen, musst du regelmäßig und vor allem gezielt trainieren.

 

Wie lange hält der Pump nach dem Training an?

Bei dem Pump handelt es sich um einen temporären Effekt, der sich direkt nach der Beanspruchung der Muskeln wieder verringert. Wie lange es letztlich dauert, bis er komplett verschwunden ist, ist bei jedem Sportler verschieden. Zumeist dauert es aber ungefähr 10 bis 30 Minuten, bis du von der vermehrten Durchblutung nichts mehr siehst. Etwas länger hält der Pump nach einem sehr intensiven HIIT-Training oder einem sogenannten Volumentraining an.

 
Muskelpump

 

Wie lässt sich der Pump verbessern?

Willst du deinen Pump verbessern, solltest du folgende Punkte beachten:

 

1. Trinke ausreichend

Damit deine Muskeln überhaupt an Volumen zulegen können, solltest du stets ausreichend trinken. Wenn du dies nicht tust, hat dein Körper nicht genug Ressourcen, um die Muskeln mit mehr Flüssigkeit zu versorgen. Pro 20 kg deines Körpergewichtes solltest du einen Liter Wasser zu dir nehmen.

 

2. Nimm ausreichend Kohlenhydrate zu dir

Sehr wichtig für einen schönen Pump ist zudem auch, dass du jeden Tag ausreichend Kohlenhydrate aufnimmst. Diese werden in der Muskulatur als Glykogen eingelagert und können Wasser binden. Ernährst du dich eher kohlenhydratarm, kannst du keinen optimalen Pumpeffekt erreichen. Denn dann wird der Muskelglykogenspeicher nicht ideal gefüllt.

 

3. Führe am Ende des Trainings Supersätze durch

Wenn du am Ende deines Trainings sogenannte Supersätze durchführst, kannst du deine Muskeln mit noch mehr Blut versorgen. Durch die kurzen Pausen zwischen den einzelnen Übungen und die hohe Wiederholungszahl (12 bis 15 Durchgänge je Satz) kannst du den Blutfluss in deinen Muskeln enorm erhöhen.

 

4. Dropsätze als Ergänzung

Sogenannte Dropsätze, auch Reduktionssätze genannt, können dir zu einem guten Muskelpump verhelfen. Hierbei führst du so viele Wiederholungen aus, bis du keine Kraft mehr hast. Anschließend wird das Gleiche mit etwas weniger Gewicht gemacht. Diese Übung kannst du am Ende deines Trainings zwei- oder dreimal durchführen und nutzen, um deinen Muskelpump zu optimieren.

 

5. Spannung aufrecht halten

Wenn du einen maximalen Muskelpump erreichen willst, musst du die Muskelspannung den kompletten Bewegungsablauf lang aufrecht halten. Spule dein Workout also nicht so ab, als wärst du eine Maschine. Besser ist es, alle Übungen sauber durchzuführen, damit deine Muskeln ideal angesprochen werden.

 
Muskelpump

 

Fazit

Auch wenn ein dicker Muskelpump eine tolle Sache ist, kannst du dadurch keine Muskeln aufbauen. Zudem lässt er auch nicht auf ein besonders effektives Training deuten. Dennoch kann der Pump indirekt zum gewünschten Muskelaufbau beitragen. Denn wenn du dieses Gefühl einmal erlebt hast, willst du es immer wieder haben, trainierst ehrgeiziger und baust dadurch dann automatisch Muskelmasse auf. Da Spaß beim Training die Motivation und auch das Durchhaltevermögen steigern kann, solltest du den Pump-Effekt genießen. In der Regel hält er ungefähr 10 bis 30 Minuten an und lässt dann langsam wieder nach. Durch HIIT- oder Volumentraining kannst du den Effekt noch etwas verlängern.

 

Fotos: yogysic; lovro77; Man_Half-tube / Getty Images

Überwachung mit Gesichtserkennung – Mehr Sicherheit?

An Bahnhof Südkreuz in Berlin wird eine neue Software getestet, die durch Gesichtserkennung direkt erkennen soll, wer den Bahnhof betritt. Momentan ist der Test noch für Freiwillige, mit Pfeilen und Schildern ist markiert, wie man die Kameras umgehen kann. Wir haben uns gefragt, ob dies wirklich der Sicherheit dient oder ob es ein weiterer Schritt in Richtung Überwachungsstaat ist. Deswegen erklären wir dir, was es genau mit diesem Pilot-Projekt auf sich hat.

Insgesamt gibt es 300 Testpersonen, die sich freiwillig gemeldet haben, um die neue Software zu testen. Momentan wird sie nur an einem Bahnhof in Berlin angewendet. Insgesamt will das Bundesinnenministerium die Software ein halbes Jahr testen, ob die Gesichter der Personen wirklich automatisch erkannt werden können. Die Software soll die Arbeit der Polizei erleichtern, die ein immer größer werdendes Personalproblem hat. Natürlich trifft so eine Software auf viel Kritik von Datenschützern, die davor warnen, dass wir uns immer mehr in die Richtung eines Überwachungsstaates bewegen.

Das stärkste Argument der Behörden ist, dass sie Straftaten schon im Vorfeld verhindern wollen, indem sie sogenannte „Gefährder“ schon im Voraus erkennen. Dies ist natürlich eine Reaktion auf die Anschläge, die momentan in der Welt und auch in Deutschland vonstattengehen. Allerdings wirft auch diese Begründung Fragen auf. Denn auch wenn man potentielle Straftäter frühzeitig erkennt, kann man nicht handeln, solange sie nicht zur Fahndung ausgeschrieben sind. Laut des Vorsitzenden des Deutschen Anwaltvereins gibt es momentan keine Rechtsgrundlage, die so eine Gesichtserkennung an öffentlichen Plätzen erlaubt. In Deutschland werden zurzeit circa 900 Bahnhöfe mit mehr als 6.000 Kameras überwacht.
 

Verletzung des Datenschutzes?

Beim Test in Berlin sollen die Aufnahmen von zufällig gefilmten Personen wieder gelöscht werden. Wenn du dennoch nicht von den Kameras erfasst werden möchtest, musst du dich an den weißen Pfeilen auf dem Boden orientieren. Datenschützer haben Bedenken, dass diese Art der Überwachung dazu führen kann, dass die Bevölkerung eingeschüchtert wird, da die Anonymität beim Bewegen in öffentlichen Räumen nicht mehr möglich wäre. Ebenso wird durch die Technik eine starke soziale Kontrolle auf die Menschen ausgeübt. Linke Politiker argumentieren, dass diese Technik zwar schon lange in London genutzt wird, sie allerdings nicht dabei geholfen hat, Anschläge zu vereiteln oder das Sicherheitslevel zu verstärken.

Da der Test rechtlich abgesichert ist, lassen sich die Behörden von solchen Anmerkungen allerdings nicht stören. Sie bereiten sogar schon eine zweite Testreihe vor, in der es darum geht, auffällige Verhaltensmuster frühzeitig zu entdecken. Dabei kann es sich beispielsweise um verdächtige Gepäckstücke oder um eine Person handeln, die hilflos am Boden liegt.

Ein wirklich gutes Gefühl haben wir bei dem Wissen, dass die Behörden genau verfolgen können, wo wir uns aufhalten, natürlich nicht. Wir werden die weitere Entwicklung des Einsatzes von Gesichtserkennungssoftware in der Öffentlichkeit im Auge behalten.

 

Foto: Von DreizungEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

6 Wege, um beim Zocken Geld zu verdienen

0


Zocken ist schon lange nicht mehr nur ein stumpfer Zeitvertreib. Vor allem, wenn man einen Blick auf die Electronic-Sports-Szene wirft, fällt auf, dass sich die Gaming-Welt in einem wahren Wandel befindet. Professionelle Zocker bekommen mittlerweile bis zu einer Millionen Dollar als Preisgeld; generell steigt der Geld-Pool für die E-Sports-Szenen jährlich ungemein. Es gibt immer mehr Vereine, wie Schalke 04 oder PSG, die sich Teams und Plätze in Gaming-Ligen kaufen, um Geld zu verdienen.

Da wir gerne mal zocken und du, wenn dich dieser Artikel interessiert, sehr wahrscheinlich auch, haben wir uns gefragt, wie man das Hobby zum Beruf machen kann, um mit dem Zocken richtiges Geld zu verdienen und zeigen dir die die sechs besten Wege.

 

1. Live-Streams

Es gibt viele Internetseiten auf denen Zocker live streamen, um uns zu unterhalten. Die wohl bekannteste Seite ist Twitch. Hier zocken nicht nur tausende Gamer hunderte Spiele, um sich dabei zusehen zu lassen, auch die großen Turniere und Events werden hier umsonst für jedermann übertragen. Geld verdient man durch Werbung, die man ab einer gewissen Zuschaueranzahl schalten kann und durch Spenden von Zuschauern. Die bekanntesten Streamer haben unglaubliche Einkommen von mehreren zehntausend Euro pro Monat. Natürlich steigt das Geld, das du erhältst, exponentiell mit der Anzahl an Zuschauern, die sich für dich und deine Zockerkünste interessieren. Um mit dem PC zu streamen, solltest du allerdings ein relativ gutes Equipment auffahren, denn das Streaming-Programm verbraucht einiges an Rechen-Power und ein herkömmliches Headset-Mikrofon wird die Ohren deiner Zuschauer nicht gerade freuen. Wichtig, um bei Twitch erfolgreich zu sein, ist zum einen, dass du gut in deinem Spiel bist, am besten sogar sehr gut, und zum anderen solltest du unterhaltend sein, indem du viel und auf lustige Weise mit deinen Zuschauern kommunizierst. Twitch kann dir dabei helfen, ein wenig Geld zu verdienen, und wenn du sehr erfolgreich bist, kannst du davon sogar mehr als nur deinen Lebensunterhalt finanzieren.

 

2. Let’s Plays

Das Format unterscheidet sich nicht gerade stark von dem des Streamens. Allerdings gibt es keine Live-Interaktion zwischen Gamer und Zuschauer, sondern die Videos werden zusammengeschnitten und auf YouTube gestellt. Der Zeitaufwand sollte allerdings in etwa gleichgroß sein, zumindest, solange du ordentlich Videos produzierst, was deiner Beliebtheit immer zugute kommt. Auch bei dieser Variante kommt das Geld vor allem durch die Werbung vor deinen Videos herein, auch wenn du diese erst schalten kannst, sobald du 10.000 Kanalaufrufe erreichst. Wichtig für dieses Format ist festzulegen, welche Zielgruppe du ansprechen willst und wie du dich vor der Kamera präsentieren möchtest – am besten natürlich so, wie du normal bist. Vielen Zuschauern ist es wichtig, dass der YouTuber oder Streamer gut zocken kann, sonst macht es schlichtweg keinen Spaß ihm zuzuschauen. Der einzige andere Grund, um deine Videos zu gucken, ist dein Humor und das Spiel, welches du spielst. Ein sehr gutes Beispiel sind die deutschen YouTuber PietSmiet, die zwar nicht in jedem Spiel begnadeter Zocker sind, aber mit ihrem Humor und ihren verschiedenen Formaten alles richtigmachen.

 

3. Accounts und Items verkaufen

Vielleicht reicht es dir aus, wenn du ein bisschen Geld mit dem Zocken verdienst, aber es nicht deinen Lebensunterhalt decken kann. Dann ist diese Variante, um an Geld zu kommen, sehr geeignet. Sie ist zwar relativ zeitaufwändig, aber wenn du das Spiel für dein Leben gerne spielst, sollte das ja kein Problem sein. Für diese Variante bieten sich vor allem sehr beliebte Spiele wie League of Legends oder World of Warcraft an. Du solltest allerdings beachten, dass viele Spieleentwickler dieses Verkaufen von Accounts oder Items nicht gerne sehen und es häufig in den Lizenzbestimmungen sogar verboten ist.

Zusätzlich kannst du auch die Ingame-Währung und manche Items auf eBay und ähnlichen Plattformen verkaufen, das wird von manchen Entwicklern verboten und ist bei anderen wiederum gerne gesehen. Ein gutes Beispiel dafür ist Counter-Strike: Global Offensive, dort wurden manche Waffenskins schon für mehrere tausend Dollar gehandelt. Wenn du also wirklich Ahnung von einem Spiel hast und einen guten Account oder gute Items hast, lohnt es sich darüber nachzudenken, diese Dinge in echtes Geld umzuwandeln.

 
Don't suck

 

4. Spieletester

Neue Spiele zu testen ist wohl eine der Varianten, an die viele Gamer denken. Dabei gibt es zwei Formen, wie du diese Tätigkeit ausüben kannst, die sich stark unterscheiden. Der klassische Spieletester arbeitet für große Firmen und beschäftigt sich damit, Bugs zu finden und das Gameplay zu verbessern. Allerdings sind diese Stellen meist schlecht bezahlt und die Arbeit kann auf die Dauer sehr anstrengend sein. Als diese Art von Spieletester verbringst du viele Stunden damit, immer die gleichen Abschnitte zu spielen, um Bugs zu finden.

Alternativ kannst du die Spiele noch redaktionell testen und bewerten. Die besten Beispiele und gleichzeitig die größte Konkurrenz sind Gamestar und Computerbild. Allerdings macht die Arbeit sehr viel Spaß. Wenn du bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hast, bekommst du alles, was du zum Zocken brauchst von den Spieleentwicklern kostenlos reingeschickt, und deine Aufgabe ist es, das Spiel zu zocken und zu bewerten. Das sollte für viele Gamer kein Problem sein, da wir uns ohnehin gerne über unsere Games unterhalten.

 

5. Guides

Wenn man mal in einem Spiel nicht weiterkommt und vom ewigen Probieren frustriert ist, kann man die Lösung des Problems schnell im Internet nachgucken. Du hast bestimmt, genau wie wir, auch schon ein- bis zweimal in eine Komplettlösung geschaut, um endlich in der Geschichte weiterzukommen. Du kannst allerdings auch die Person sein, die hinter solchen Guides und Komplettlösungen steht. Wenn du gerne Spiele komplett, also zu 100 Prozent durchspielst, kannst du solche Guides auf YouTube oder auf den entsprechenden Seiten als Artikel veröffentlichen. Falls du ein wahrer Veteran von Bosskämpfen bist, lohnt es sich auch, diese Ausschnitte hochzuladen, denn mit einer kleinen Erklärung wirst du so viele Zuschauer finden, die sich freuen, da sie den Boss endlich besiegen können. Falls du in Spielen wie League of Legends, Counter-Strike oder Overwatch gut bist, kannst du auch schlechteren Spielern deine Hilfe anbieten, da diese oft nach Leuten suchen, die ihnen komplexere Spielaspekte erklären.

 

6. Pro-Gamer

Um diesen Weg einzuschlagen, musst du es wirklich draufhaben. Professionelle Gamer sind in der Spieleszene des Spiels, welches sie spielen, wahre Prominente. Dadurch kommt das Geld fast schon von allein. Die Streams von Pro-Gamern sind sehr gefragt, es gibt hohe Preisgelder, ein Monatsgehalt und Sponsoren, die dir Werbeverträge beschaffen. Allerdings solltest du dir bewusst sein, dass der Job des Pro-Gamers mehr als nur ein Vollzeitjob ist, außerdem musst du das gewisse Talent haben. Solltest du aber ohne große Probleme sehr schnell in den oberen Ligen mitspielen, kannst du auf jeden Fall über diesen Weg nachdenken. Die Profis von League of Legends spielen, beziehungsweise trainieren, übrigens mindestens 14 Stunden am Tag. Es ist wohl die coolste Art, um mit dem Zocken Geld zu verdienen, allerdings ist es auch die schwerste und aufwändigste.

Die Gaming-Welt ist also voller Möglichkeiten, um dein Hobby zum Beruf zu machen. Die Varianten YouTube und Twitch sind allerdings stark davon abhängig, wie gut du bei den Leuten ankommst. Aber kostet es auch nichts, es einfach mal zu versuchen. Der Weg des Profi-Gamers ist wirklich anspruchsvoll und wohl nur einigen Auserwählten vorbehalten. Wir hoffen, wir konnten dir trotzdem einige Wege zeigen, die dir so vielleicht noch nicht klar waren und wünschen viel Spaß beim Zocken. Game on!

Warum ein Hobby, wie das zocken, extrem wichtig ist

Warum ein Hobby extrem wichtig ist

 

Fotos: Guido Mieth; Kevin C. Cox / Staff / Getty Images

Das sind die 12 schockierendsten Phobien der Moderne


Phobien sind schon etwas Merkwürdiges. Diese Angststörungen zeichnen sich durch übertriebene Angstreaktionen auf bestimmte Situationen oder Objekte aus. Häufig werden diese Überreaktionen von Mitmenschen nicht ernst genommen, was sowohl Nachteile als auch Vorteile mit sich zieht. Angst kann ein qualvolles Gefühl der Furcht, Verzweiflung und Panik herbeiführen. Doch ohne diesen Schutzmechanismus würde es weder Tier noch Mensch geben.

Dennoch sind Phobien psychische Störungen, die in ihrer reinsten Form kaum noch etwas mit dem Überlebenstrieb zu tun haben. Wir haben uns zwölf unschöne Phobien zur Brust genommen und diese erläutert. Wer also seine sozialpädagogische Toleranz bestärken möchte oder von der irrwitzigen Quantität unseres Geistes unterhalten werden will, der bleibt jetzt dran.

 

1. Ailurophobie

 
Phobien

griech.: “ailuros“ = Katze
Schwindelgefühl, Schweißausbrüche, Panik und Zittern. Alles keine schönen Symptome, wenn sich eine Katze im selben Raum aufhält. Zugegen: die meist sehr kuschelbedürftigen und liebevollen Tiere sehen mit einer wenig abstrakten Denkweise auch befremdlich aus. Ailurophobie ist die Angst vor Katzen und ist nicht weniger ernstzunehmend wie die anderen Vertreter dieser Liste.

 

2. Nomophobie

 
Phobien

engl.: No-Mobile-Phone-Phobia
Eine wirklich absurde Phobie, von der 2008 schon die Hälfte aller Briten betroffen war. Neun Jahre später sind es wahrscheinlich mehr als 85 Prozent aller Menschen. Denn Nomophobie bezeichnet die Angst, sein Mobiltelefon nicht bei sich zu führen und so nicht erreichbar zu sein. Früher haben uns die Alten gepredigt, der Konsum digitaler Spielereien sei ungesund, und heute unterliegen auch fast alle Erwachsenen der Sucht der zwanghaften Mobilität. Ironie der Moderne, könnte man sagen.

 

3. Hypnophobie

 
Phobien

griech.: „hýpnos“ = Schlaf
Die Betroffenen dieses Phobos fürchten sich vor dem Einschlafen und der Hypnose. Dies hängt mit dem einhergehenden Kontrollverlust zusammen. Wer schläft, kann sich nicht schützen. Hypnotisierte Personen könnten für peinliche oder gefährliche Dinge missbraucht werden. Diese Menschen würden auch nie starke, berauschenden Substanzen zu sich nehmen, da sie immer Angst haben, dann nicht mehr Herr ihrer Sinne zu sein.

 

4. Heliophobie / Phengophobie

 
Phobien

griech.: helios“ = Sonne; altgriech.: „phengo-„, „pheng-“ = Licht, Tageslicht, Sonnenlicht
Angefangen bei Gamma-, Röntgen- und UV-Strahlung bis hin zu Infrarot-, Micro- und Radiowellen. Die Sonne, der Quell und Untergang aller Lebensformen, ist zugleich wunderschön und gefährlich. Eine von Heliophobie betroffene Person versucht, jeden Kontakt zur Sonne zu vermeiden. Diese Menschen leiden unter akutem Vitamin D-Mangel, was dem Stoffwechsel strak schadet. Sie leben meistens in stark verdunkelten Häusern und gehen wirklich jedem Sonnenstahl aus dem Weg.

 

5. Domatophobie / Eicophobie / Oikophobie / Ecophobie

 
Phobien

griech.: „domátion“ = kleines Haus, Zimmer; „dõma“ = Haus, Dach; griech.: „oikos“ = Haus, Haushaltung
Sich nur bei Freunden aufhalten, immer on tour, nicht daran denken, wie es zuhause ist. Domatophobie bezeichnet die Furcht vor dem eigenen Heim. Der Ort, zu dem man eigentlich gerne zurückkehren sollte. Die Angst kann so weit gehen, dass sich die betroffene Person nicht einmal bei anderen im Haus aufhalten kann.

 

6. Anophelophobie

 
Phobien

griech.: „anopheles“ = schädlich
Dies betriff in den meisten Fällen Männer und könnte auch als überfürsorglich verstanden werden. Anophelophobie-Betroffene fürchten einer Frau beim Sex wehzutun und behandeln sie darum nur sehr sanft und gefühlvoll. Löblich mag der eine oder andere jetzt denken, aber diese Eigenschaft kann zu unschönen Problemen führen. Man stelle sich den Verzicht auf Situationen vor, bei denen beide Partner völlig freien und etwas groberen Sex haben wollen. Viele Frauen möchten auch mal etwas härter angefasst werden, man denke an den Trend der Unterwerfung. Wo einige Phobien nur geringfügige Einschränkung bedeuten, kann die Anophelophobie eine ganze Beziehung zerstören.

 

7. Carnophobie

 
Phobien

griech.: „carno“ = Fleisch
Fleisch essen, Fleisch berühren, Fleisch sehen. Was uns möglicherweise schon der ein oder andere Vegetarier erklärt hat, ist die Angst vor Fleisch. Besser gesagt: der Ekel, der in ihm hervorgerufen wird, wenn er Fleisch, vor allem in seiner rohen Form, sieht. Dies ist natürlich auch eine psychische Störung, die dennoch zu einer gesünderen Lebensweise führen kann. (Aus heutiger Sicht kann diese Angst seit der Industrialisierung auch für Normalos durchaus gerechtfertigt sein.)

 

8. Hippopotomonstrosesquippedaliophobie

 
Phobien

Ein Spaß aus unserer Internetkultur. Die Hippopotomonstrosesquippedaliophobie ist genau wie die Trypophobie ein nicht nachgewiesenes und ein frei erfundenes Kunstwort unserer Popkultur. Dennoch: Hippopotomonstrosesquippedaliophobie benennt die Angst um das Lesen und Sprechen extrem langer Wörter. Dies macht den Namen Hippopotomonstrosesquippedaliophobie natürlich sehr ironisch-witzig. Zudem enthält es das falsch geschriebene Wort Hippopotamus – zu Deutsch: Nilpferd.

 

9. Feminophobie / Misogynie / Gynephobie / Gynophobie / Gynäkophobie

 
Phobien

griech.: „gyn“ = Frau; lat. „femina“ = Frau (lat. „femina“ gehört in die Familie „fellare“ = dt. „saugen“, somit „die Säugende“, vgl. „Fellatio“); griech. „misos“ = hassen.
Mann und Frau verhalten sich wie zwei Stücke unterschiedlicher Puzzle. Für einen unter Feminophobie leidenden Mann besteht das Verhältnis eher aus Puzzlestück und Bauklotz. Dieser Mensch hat Angst davor, Frauen würden über ihn reden, lästern und urteilen, sowie von ihnen bloßgestellt, abgelehnt oder ausgelacht zu werden. Trotz sexueller Bedürfnisse und den Wunsch eine Frau zu heiraten, leiden die betroffenen Männer sehr. Feminophobie ist damit eine ebenfalls nicht zu unterschätzende Fehlfunktion des Geistes.

 

10. Phagophobie

 
Phobien

griech.: „phago“ = essen
Untergewicht und sehr langsame Essprozesse sind die Folge dieser Angst. Betroffene Personen denken, sie könnten beim Schlucken von Nahrung ersticken. Die Befangenheit von Phagophobie fängt meist schon im Kindesalter an und kann sowohl für immer als auch nur temporär verschwinden.

 

11. Panophobie / Pantophobie / Omniphobie

 
Phobien

griech.: „pãn“ = all…, gesamt; lat.: „omnes“ = alle (vgl. „Omnibus“)
Ein in Viren gefallener Sack Reis, eine vom Elefanten zertretene Maus und ein radioaktiver Schmetterling. Die Angst vor allem und mehr. Jede schlechte Nachricht löst beim Betroffenem von Panophobie-Furcht aus – alles birgt eine potenzielle Gefahr. Ein Leben voller Angstzustände bedeutet auch ein Leben in Isolation. Kein schönes Leben, möchte man meinen. Doch unschön trifft den Kern dieser Phobie nicht im Geringsten.

 

12. Phobophobie

 
Phobien

griech.: „phobo“ = Furcht
Es ist eine schwere Folge all dieser psychischen Schwächen: Die Angst vor der Angst. Lebt ein Mensch lange mit bestimmten Einschränkungen, fürchtet er sich davor, wann der nächste Schock ihn ereilen wird. Ein Katz- und Mausspiel von permanenter Ladung und nur seltener Entladung.

Angst vor Schweiß?

 

Fotos: White Packert; Image Source; SuperStock; CSA Images/Archive; Iris Slootheer photography; CSA Images/ Color Printstock Collection; PM Images; fmajor; clintspencer; ryccio; Chris Dale; PeopleImages; ROBERT BODMAN / Kontributor / Getty Images