Ajoure Blog Seite 167

16 Tipps und Tricks für dein iPhone

Die Technik heute kann schon eine ganze Menge, da ist es auch kaum verwunderlich, dass ein iPhone oder ein iPad sehr hoch entwickelt ist. Je höher entwickelt diese Geräte sind, desto mehr Geheimnisse verbergen sich in ihnen. So geht es sicherlich auch vielen iPhone- oder iPad-Nutzern. Du besitzt dein iPhone oder iPad schon eine ganze Weile, bist der Meinung, du kennst alle kleinen Geheimnisse und Tricks, und plötzlich tut sich etwas Neues auf. Viele nutzen das neuste Smartphone, doch kaum jemand kennt sich damit genau aus. Viele Funktionen der iPhone- oder iPad-Geräte bleiben den Nutzern unbekannt, da niemand wirklich weiß, dass es diese Funktionen überhaupt gibt.

1. Genug gescrollt

Egal, in welcher App du gerade bist, wenn du ganz oben auf die Leiste tippst, dann scrollt der Inhalt der App wieder nach oben an den Anfang. So kannst du dir endlich das ewig lange Gescrolle zurück an den Anfang sparen.

2. Selfiehörer

Benutze für deine Selfies die iPhone-Kopfhörer. Wenn du bei deinen Kopfhörern die Volume + Taste drückst, während du im Kamera-Modus bist, wird ein Bild ausgelöst. Videos funktionieren übrigens genauso und können mit der Play-/Pause-Taste gestartet bzw. gestoppt werden.

3. Mobile Tastatur

Du kannst dein iPhone oder iPad mit jeder Bluetooth-Tastatur koppeln und es so in einen kleinen tragbaren Computer für unterwegs verwandeln.

4. Waagen-Kompass

iPhone

Die Kompass-App lässt sich auch als Wasserwaage verwenden. Hierzu öffnest du die Kompass-App und wischst nach links, um die Wasserwaage aufzurufen.

5. Rechenmisere

Wenn du dich in der Rechner-App mal vertippt hast, kannst du einfach im Zahlenfenster nach rechts oder links wischen, um die letzte eingegebene Zahl zu löschen. So brauchst du mit deiner Rechnung nicht nochmal komplett von vorne anfangen.

6. Amazon Video im Ausland schauen

Wenn du in der nächsten Zeit im Urlaub bist, solltest du dir vorab „Amazon Video“ herunterladen. Die App streamt dir tausende Serien und Filme auf dein iPhone, die du dann bequem und teilweise kostenlos anschauen kannst. Das Ganze ist innerhalb Deutschlands überhaupt kein Problem – aber wer macht schon gerne Urlaub im eigenen Land? Halte dich an folgenden Trick, wirst du von lästigen Mitteilungen wie „dieser Dienst ist im Ausland nicht verfügbar“ verschont. Der nächste Urlaub ist also gerettet!

Und so geht’s:
Die wichtigste Voraussetzung ist natürlich, dass du Amazon Prime-Mitglied bist. Dann ladest du dir eine VPN-App herunter und verbindest dich mit einer deutschen VPN (nebenbei: VPN steht für Virtual Private Network, also virtuelles privates Netzwerk). Die meisten VPN-Apps sind kostenfrei erhältlich. Im nächsten Schritt stellst du in der App oder gleich in den Einstellungen eine VPN-Verbindung her.

Nun kannst du den gewünschten Film auf „Amazon Video“ starten und dann zurück in die VPN-Einstellungen wechseln, wo du die Verbindung wieder trennst. Sobald du zurück auf den Film wechselst, wirst du feststellen, dass dieser immer noch ohne Unterbrechungen läuft.
Du sparst auf diese Art massenhaft Datenvolumen und kannst dir so im Urlaub einen Film nach dem anderen anschauen.

7. Gelöschte Kontakte wiederherstellen

Beziehung beendet, Freundschaft hinüber oder Ähnliches veranlasst uns hin und wieder, einen Kontakt aus unserem Telefonbuch zu löschen. Manchmal reagieren wir hierbei etwas zu schnell und haben am Ende den Salat, wenn wir die Nummer doch wieder brauchen. Doch was tun? Das Wiederherstellen von Bildern und Videos ist mittlerweile kein Problem mehr, aber bei Kontakten sieht es da schon anders aus. Wir zeigen dir, wie du den gelöschten Kontakt trotzdem retten kannst.

Was wird benötigt? Nichts Geringeres als einen Nachrichtenverlauf mit der jeweiligen Person. Hierbei ist es egal, ob dieser Verlauf bereits gelöscht wurde oder immer noch besteht. Solltest du allerdings noch nie mit dieser gelöschten Person über die Nachrichten-App geschrieben haben, wird es mit der Wiederherstellung eng.

Was musst du nun tun? Du öffnest deine Nachrichten-App und beginnst, eine neue Nachricht (Kästchen oben rechts in der Ecke) zu schreiben. Als Empfänger gibst du einfach den Namen der gelöschten Person ein und schon zeigt dir dein iPhone den Namen plus Nummer und eventuell sogar noch die E-Mail-Adresse an. Als nächstes wählst du „Neuen Kontakt erstellen“ und das war’s.

Warum das möglich ist, ist nicht so ganz ersichtlich. Wahrscheinlich bleiben diverse Daten zwecks Datensicherung gespeichert und machen somit eine Wiederherstellung erst möglich.

8. Mehrere E-Mail-Signaturen verwenden

iPhone

Jedes Jahr kommen neue iPhones und jedes Jahr können unsere geliebten schnurlosen Begleiter mehr. In Zeiten, in denen immer mehr E-Mails auf dem Smartphone geschrieben werden, wundert es uns allerdings, dass bei all dem Schnick-Schnack, zu dem unser iPhone fähig ist, keine Möglichkeit zum Verwenden mehrerer Signaturen besteht. So sieht unser Empfänger als letzten Satz nur allzu oft „Von meinem iPhone gesendet“. Dies ist, je nach Empfänger, hin und wieder unangebracht, besonders dann, wenn es sich um Business-Mails handelt. Mit einem kleinen Trick können wir uns jedoch verschiedene Signaturen anlegen und können diesem Problem, wenn auch etwas kompliziert, demnächst aus dem Weg gehen.

So gibst du Signaturen ein:
Gehe auf > Einstellungen > Mail > Signatur

Die Standardsignatur kannst du nun löschen (oder sie behalten, falls du sie hin und wieder benötigen solltest). Schreibe im Signaturenfeld untereinander deine verschiedenen Signaturen, die du später abwechselnd verwenden möchtest. Am Ende einer jeden neuen E-Mail findest du also ab sofort sämtliche, von dir gerade eingetragenen Signaturen. Das einzige, was du vor dem Absenden der E-Mail beachten musst, ist, dass du die nicht gewünschten Signaturen rauslöschst, so dass nur noch eine Signatur am Ende der E-Mail steht.

9. iPhone-Bildschirm mit Mac aufnehmen

iPhone

Wer kennt es nicht. Der Bildschirm des iPhones ist irgendwie zu klein und dabei würden wir das Bild, das Video oder das Liebingsgame so gerne auf unserem Mac sehen bzw. spielen. Wir zeigen dir, wie du deinen iPhone-Inhalt einfach auf deinen Mac streamst und, sofern du es möchtest, auch noch ein Video davon machst.

Was brauchst du dazu?
Nichts Anderes als OS X Yosemite 10.10 (oder höher) auf deinem Mac, sowie ein iPhone, iPod touch oder ein iPad und natürlich das mitgelieferte Lightningkabel. Ohne dieses funktioniert das Streamen leider nicht. Das bedeutet auch, dass iPhone 4 und älter nicht benutzt werden können, da diese kein Lightningkabel-Anschluss haben.

Und so geht’s:
Verbinde dein iPhone über das Lightningkabel mit dem Mac. Starte nun den QuickTime-Player und suche dir in „Ablage“ den Menüpunkt „Neue Video-Aufnahme“.
Für den Fall, dass du keinen Mac, sondern ein MacBook bzw. iMac benutzt, ist zu beachten, dass sich die Kamera von selbst einschaltet. Wenn du das Eingangssignal ändern möchtest, findest du neben dem roten Aufnahmeknopf einen nach unten zeigenden Pfeil. Hier kannst du Kamera und Mikrofon von „iPhone“ auswählen und schon läuft es.

10. Die Uhrzeit in Nachrichten anzeigen

iPhone

Du wirst vielleicht schon festgestellt haben, dass du dir beim Lesen von Nachrichten keine Uhrzeit anzeigen lassen kannst. Das stimmt nicht ganz. Um die Uhrzeiten zu sehen, schiebst du den Nachrichtenverlauf einfach nach links. Schiebst du den Verlauf übrigens nach rechts, dann werden alle Nachrichtenverläufe angezeigt.

11. Siri unterrichten

iPhone

Die Sprachfunktion Siri ist mittlerweile ein beliebtes Programm vieler iPhone-Nutzer. Einfach sagen, was du willst und Siri sucht die passenden Antworten. Leider legt Siri manchmal eine schlechte Aussprache an den Tag. Mit einem Trick kannst du Siri aber die korrekte Aussprache beibringen. Mit dem Satz „Das sprichst du falsch aus“ ermahnst du Siri. Siri fragt dich nun nach der konkreten Aussprache. Dabei schlägt das Programm drei Varianten vor, aus denen du die richtige wählen kannst.

12. Schüttle den Text weg

iPhone

Texte mit einem Tastendruck zu löschen ist out, mit diesem Trick kannst du das auch einfacher erledigen. Wenn du dich bei der Eingabe eines Textes vertippt hast, kannst du durch Schütteln deines iPhones den Text einfach widerrufen.

13. Vertippt – gekauft

iPhone

Gekaufte Apps für dein iPhone oder iPad kannst du ohne Probleme wieder zurückgeben. Das Rückgaberecht gilt nicht nur für Versandhäuser oder Einkaufszentren, sondern auch für den App-Store. Wie oft ist es dir schon passiert, dass du eine App gekauft hast und danach feststellen musstest, dass sie richtig Käse ist und ganz und gar nicht der Beschreibung entspricht? Jetzt kannst du ohne einen Grund dafür anzugeben zu müssen einfach deine App wieder zurückgeben.

Was ist, wenn du die App schon benutzt hast? In aller Regel macht das natürlich nichts. Schließlich kannst du ja sonst nicht feststellen, ob die App deine Ansprüche erfüllt. Das Ganze gilt laut Apple auch für Bücher, Musik, TV-Sendungen oder Filme. Auch diese haben eine Rückgabe-Garantie von 14 Tagen.

Wie kann ich eine App zurückgeben?

– Gehe auf die Webseite: https://reportaproblem.apple.com/

– Logge dich mit deinen Apple-Zugangsdaten ein (Benutzer & Passwort)

– Wähle deine versehentlich gekaufte App aus und klicke auf den Button „Problem melden“

– Öffne das Dropdown-Menü und wähle dein Problem oder gebe es unter „Sonstiges“ selbst ein

– Klicke auf „senden“

14. Erinnern lassen 2.0

iPhone

Hast du gewusst, dass du dir von deinem iPhone an einer Location deiner Wahl eine Push-Meldung anzeigen lassen kannst? Zum Beispiel für Dinge, die du nicht gleich brauchst, aber wenn du in der Nähe bist, wirst du daran erinnert, den Artikel schnell noch einzukaufen.

Mal in die Praxis umgesetzt, um es besser zu verdeutlichen: Du weißt genau, du brauchst neue Sport-Socken, die du dir im Sportgeschäft kaufen möchtest. Jetzt sind die Socken natürlich nicht so wichtig, um direkt nur für diese Socken gleich loszufahren. Jetzt kommt dein iPhone ins Spiel, da du dir eine Erinnerung und die dazu passenden GPS-Daten speichern kannst. Sobald du beim nächsten Mal in der Nähe des Sportgeschäfts bist, erinnert dich dein iPhone daran mit einer Push-Meldung.

Dazu musst du folgendes tun:
– Wähle die App Erinnerungen
– Gehe auf „+“
– Trage ins Feld ein, was du brauchst (z.B. Sport-Socken)
– Klicke dahinter auf das Info-Feld
– Aktiviere den Schalter „Ortsabhängig“
– Trage bei „Ort“ im Suchfeld die Adresse ein (z.B. Sportgeschäft XY)
– Nun kannst du den Radius verändern, indem du am schwarzen Punkt den Kreis auf- oder zuschiebst.
– Wähle „bei der Ankunft“ aus und klicke danach wieder links oben auf Details und dein Ort wird übernommen.

Sobald du in den jeweiligen Radius läufst bzw. fährst, bekommst du nun eine Meldung auf dem iPhone.

15. Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast

iPhone

Wenn du mal wieder von deiner Freundin gefragt wirst, wo du letzte Woche um 14.30 Uhr warst, dann kannst du in Zukunft einfach dein iPhone zücken und nachsehen.

Glaubst du nicht? Dann schau mal unter folgenden Einstellungen:

Gehe auf > Einstellungen > Datenschutz > Ortungsdienste > Systemdienste > Wichtige Orte

Und siehe da, du hast unter „Verlauf“ eine schöne Aufzählung darüber, wann du wo gewesen bist. Solltest du dies nicht wollen, weil du dich nicht komplett überwachen lassen möchtest, kannst du „Häufige Orte“ deaktivieren, und du hast zumindest das Gefühl, dass deine Aufenthaltsorte nicht aufgezeichnet werden.

16. Google Maps Karten offline nutzen

iPhone

Nichts ist schlimmer, als im Urlaub durch zu hohe Kosten kein Internet zu haben! Noch viel ärgerlicher ist es aber, im Urlaub keine Google Maps nutzen zu können, wenn du ein wenig Sightseeing machen möchtest. Wenn du gut vorbereitet bist und noch vor deinem Urlaub die richtigen Einstellungen machst, dann kannst du dich ohne Probleme im Urlaub auf Google Maps umsehen, wohin die Reise gehen soll.

Dazu stellst du folgendes ein:

– Starte die Google Maps-App
– Suche den gewünschten Ort und rufe den zu speichernden Kartenausschnitt auf
– Wechsle nach oben rechts ins Menü
– Wähle den Unterpunkt Offlinekarte aus
– Hier kannst du nun Orte wie dein Zuhause oder eben den zuvor ausgewählten Standpunkt abspeichern.

Es erscheint ein Ladebildschirm mit dem Hinweis „Karte wird vorab geladen“, die Karte wird also offline gespeichert. Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, erscheint am unteren Bildschirmrand eine Erfolgsmeldung.
Wenn der Kartenabschnitt zu groß ist, also zu weit herausgezoomt ist, dann kann Google Maps diesen nicht offline abspeichern. In diesem Fall musst du einfach weiter reinzoomen.

Google Maps Offline-Karten wieder löschen
Um die offline gespeicherten Karten wieder zu löschen, damit du nicht zu viel iPhone-Speicherplatz verbrauchst, gehst du wie folgt vor:

Gehe auf > Einstellungen > Info, Datenschutz & Bedingungen > App-Daten löschen

 

Fotos: g-stockstudio / Getty Images; Ajouré-Men Redaktion

Denim-Style: Das sind die Jeans-Trends 2018

Ob als Hose, Shirt oder Jacke – Denim ist eins der beliebtesten Stoffe, wenn es um Männermode geht. Doch nicht nur der Stoff, vor allem Schnitt und Farbe sind entscheidend bei der Frage, ob etwas trendy ist oder nicht. Welche Looks sind also in 2018 besonders angesagt? Hier kommt eine Übersicht:
 

1. Weite Jeans

Jeder Trend kommt irgendwann zurück. Das ist nicht nur ein Klischee, sondern wird von der Baggy Jeans einmal mehr bewiesen. Die galt zuletzt in den 90er Jahren als super angesagt, bevor sie im Jahr 2018 sein großes Comeback feiert. Auszeichnen tut sie sich vor allem durch den lockeren und weiten Sitz an Hüfte und Oberschenkel. Promis und Models auf dem Laufsteg tragen den Trend bereits und wir sind gespannt, wann wir den Look auch auf den Straßen sehen werden.

 

2. Raw Denim

Während in den letzten Jahren vor allem helles Blau und starke Waschungen bei Jeans-Stücken trendy waren, machen sie in dieser Saison Platz für tiefdunkles und unbehandeltes Blau. Ihr großer Vorteil: Sie wirken besonders edel und können zu jeder Gelegenheit getragen werden. Wer sie zu Sweatshirt und Turnschuhen kombiniert, wirkt besonders lässig, zu Hemd und Anzugschuhen wird es elegant. Übrigens: Bei den Modellen wird auch auf jede weitere Used Optik verzichtet. Das heißt, auch keine Destroyed-Elemente, wie Risse oder lose Fäden.

 

3. All-over Denim

Noch cooler als die bislang genannten Jeans-Trends kann nur ein weiterer sein: der All-over Denim-Look. Damit bezeichnet man ein komplettes Outfit aus Denim-Elementen. Das könnte zum Beispiel eine Jeanshose und ein Denim-Hemd in Kombination zu einer Jeansjacke sein. Wichtig dabei ist, dass man bei dem Look mehrere Blautöne miteinander kombiniert. Sonst wirkt das Outfit schnell zu überladen. Accessoires, wie die Schuhe, der Gürtel oder eine Armbanduhr sollten ebenfalls optisch und farblich gut aufeinander abgestimmt werden.

 

Foto: AntGor / Getty Images

Helft den Kindern: Magic Moments – Peter Löhmann über seine Herzensangelegenheit

Peter Löhmann. Vielseitig, lustig und ein Herz für Kinder. Wie das alles zusammenpasst? Ganz einfach. Er ist gelernter Koch, Zauberer und hat seine eigene Kinderhilfsorganisation in der Schweiz, die auf der ganzen Welt versucht Gutes zu tun. Die Kleinen lieben den blonden Comedian mit der verrückten Frisur und auch wir müssen sagen, dass wir ein überaus interessantes Interview mit Peter hatten. Was seine Ziele sind, wie sehr ihm das Wohl der Kinder am Herzen liegt, wie es in Zukunft weitergeht und wie auch du ein bisschen helfen kannst, erfährst du jetzt und hier.

Ajouré: Peter, du bist wohl etwas, was wir ein Allround-Talent bezeichnen würden. Gelernter Koch, warst Manager eines renommierten Schweizer Hotels, hast eine Zauberschule besucht und direkt diverse Weiterbildungskurse dazu absolviert und letztendlich dein Hobby zum Beruf gemacht. Du bist sogar Mitglied im „Magischer Zirkel von Deutschland“, sowie der „Society of American Magicians“. Und weil das alles ja noch nicht genug ist, bist du zudem Comedian, der 2018 für den 15. Hamburger Comedypokal nominiert ist. Wie kommt es, dass du alle diese Ausbildungen und Wege eingeschlagen hast? Warst du rastlos oder hat dir einfach die Herausforderung im Alltag gefehlt?

Peter: Die Redaktion ist ja supi vorbereitet. Das stimmt. Ich bin aus der Gastronomie und konnte irgendwann mein Hobby zum Beruf machen. Heute bin ich viel unterwegs und zwar hauptsächlich als Comedian, aber es kommt auch immer mal wieder Zauberei vor.
Zusätzlich bin ich ja noch Autor von Kinderbüchern und bin somit glücklich, viele Facetten von mir auszuleben. Und ich liebe natürlich die Bühne – ob solo oder in Mix-Shows. Es hat mich auch sehr gefreut, dass ich nominiert bin und werde da Gas geben. Lachen ist wichtig. Sowohl im Leben, als auch im Beruf. Rastlos? Hmmm. Ich glaube schon, dass ich ein hyperaktiver Mensch in positiver Hinsicht bin. Wenn ich was im Kopf habe, dann will ich es auch machen. Da ich ein Glückskind bin, falle ich auch selten.

Ajouré: Wer dein Leben ein wenig durchforstet und sich das ein oder andere Video online von dir anschaut, der bemerkt schnell, dass du ein sehr sympathischer Mensch mit dem Hang anderen zu helfen bist. Du hast auch die Organisation „Magic Moments“ gegründet, ein Portal, um Kindern in aller Welt zu helfen. Sei es in Jordanien, Zürich, China, Nepal oder Haiti. Wie kam es dazu?

Peter: Gute Frage und nicht leicht zu beantworten. Ich glaube, dass meine Eltern schuld sind. Wir waren vier Kinder und mussten im Haushalt nie helfen. Außer am 24. Dezember, denn da mussten wir für Bockwurst mit Kartoffelsalat den Tisch decken. Und wir mussten immer einen Teller mehr aufdecken als wir sind, damit, wenn jemand um Essen bittet, dieser sich zu uns setzen kann. Wir haben als Kinder immer auf die Tür geschaut, ob mal jemand kommt. Unseren Eltern war teilen wichtig. Da ich durch die Zauberei in der ganzen Welt rumkam, sah ich halt auch viel Elend und wollte helfen. Wie gesagt… wenn ich was im Kopf habe… dann will ich es auch machen. Ich habe einen Verein gegründet und gehe aktuell jedes Jahr in Nepal und Haiti schauen, wie wir vorwärtskommen. Wir haben in Haiti eine komplette Schule, fünf Kindergärten, Brunnen, WC-Anlagen und vieles mehr gebaut und 650 Kids gehen dort zur Schule. Unser jüngstes Baby seit drei Jahren ist Nepal. Dort haben wir jetzt drei Kindergärten und drei Schulklassen gebaut. Wir helfen auch noch gerade vor Ort, ein Krankenhaus zu bauen.

Peter Löhmann

Ajouré: Hatte die Hilflosigkeit von Kindern schon immer einen besonderen Stellenwert bei dir, so dass du schon immer helfen wolltest, wenn du dieses teilweise vorkommende Elend mit anschauen musst?

Peter: Ich finde, dass wenn ein Kind dich glücklich anlächelt, haben wir doch alle vieles richtiggemacht, oder? Wir müssen Kids helfen, egal ob in Deutschland oder anderswo in der Welt. Sie sind das schwächste Glied und können nichts für unsere Fehler. In Haiti haben wir Menschen vor unseren Augen sterben sehen, und das muss nicht sein.

Ajouré: Wie ist die Resonanz zu deinen Projekten? Sowohl von den Kindern vor Ort, als auch von den Menschen, die spenden und das, was du tust, unterstützen?

Peter: Da ich ja mit meinem Team immer wieder hinfliege und nach dem Rechten schaue, sehe ich immer wieder die Menschen, die uns begleiten oder die wie wir auch helfen. Es gibt kein schöneres Gefühl, als die Dankbarkeit zu spüren. Sie haben nichts und laden dich dann noch zum Essen ein. Und du musst essen, sonst werden sie sehr traurig. Ich habe immer an meiner Seite eine Fotografin und einen Kameramann, die beide tolle Freunde sind. Wir zeigen mit unseren Filmen und Fotos den Menschen hier, wie wir vorwärtskommen und wo ihre Spenden ankommen und zwar zu 100%. Wir haben viele Firmen und Privatpersonen, die uns deswegen berücksichtigen und helfen, was uns sehr freut. Selbst die Flüge zu diesen Ländern zahlen wir persönlich selber. Die Flyer werden gratis von Sponsoren getragen und produziert. Es ist möglich und darum bin ich sehr stolz, dass es funktioniert. Es kommen sogar Spender mit, um selbst zu erleben, wie es ist zu helfen.

Ajouré: Hagelt es auch schon mal Kritik von Außenstehenden, die dein Vorhaben nicht verstehen können, beispielsweise mangels Transparenz oder weil vielleicht manche Menschen andere Länder für „wichtiger“ empfinden?

Peter: Nein, überhaupt nicht. Ich glaube, die Menschen spüren, dass ich es mit Herz mache. Ich bin auch Botschafter bei „Kinder unter dem Regenbogen“ in Deutschland und helfe auch dort für Kinder in Not. Auch in der Schweiz habe ich verschiedene Projekte, die ich besuche und zum Beispiel mit behinderten Kids oder Waisen zaubere. Wir sind sehr transparent und sind ein Verein.

Peter Löhmann

Ajouré: Du selbst bist auch in Nepal mit dabei gewesen. Die Videos findet man unter anderem auf deiner Seite magicmoments.ch. Wie war es dort mittendrin zu sein? Ist es wichtig, vor Ort zu sein, oder kannst du das, was du tust, auch von zuhause aus umsetzen?

Peter: Es ist wichtig sich zu zeigen, und wichtig ist für die Spender zu sehen, dass wir da auch wirklich unsere Projekte vorstellen und auch zu Ende führen.

Ajouré: In welchem der Ziele, die du betreut und unterstützt hast, würdest du sagen, dass auf Grund deiner Hilfe heute schon einiges besser läuft als vorher?

Peter: Unsere Auslandsprojekte Haiti und Nepal sind auf einem tollen Weg und es hat sich für sie vieles vereinfacht und verbessert. Im Inland geht es für mich immer mehr um Soforthilfe und auch darum, Freude zu bereiten.

Ajouré: Hast du ein Herzensprojekt, was du bis heute auf Grund fehlender Mittel noch nicht starten konntest?

Peter: Ja. Wir haben noch einige offene Projekte, die wir erst machen können, wenn wir das Geld haben. Zum Beispiel wirklich in Nepal Brunnen und Elektrizität zu Verfügung zu stellen. Wir sind auch jedes Jahr dran, die Lehrer und Kindergärtnerinnen zu bezahlen. Damit sind wir immer am Anschlag. Also nur melden! Wir freuen uns über jeden Cent.

Peter Löhmann

Ajouré: Einer der beliebtesten Comedians Deutschlands Chris Tall ist großer Fan von dir. Er hat dich bereits in deinem Projekt unterstützt. Wie kam es zu diesem Kontakt?

Peter: Chris Tall und ich kennen uns seit Jahren und wir haben und hatten immer wieder Auftritte zusammen. Ich habe ihn in die Schweiz auf eine Comedy-Tour für mehrere Tage eingeladen, und er ist auch gekommen. Er hat auch bei uns abgeräumt mit seiner tollen Art. Was ich sagen darf ist, dass er auch hinter der Bühne ein toller Mensch ist. Er hat dann die Movies von meinen Projekten gesehen und hat sofort geholfen. Immer wieder unterstützt er meine Projekte, kriegt immer wieder Informationen und fragt auch immer nach. Auch seine Managerin ist aus dem gleichen Holz geschnitzt und hilft. Ist das nicht wunderbar? Ich bin stolz, solche Menschen an meiner Seite zu haben. DANKE!

Ajouré: Wie wird es mit Magicmoments in den nächsten Jahren weitergehen? Hast du bereits neue Projekte in der Vorbereitung, über die du sprechen möchtest, oder lässt du erst einmal alles auf dich zukommen und schaust dann, wo der Schuh am meisten drückt?

Peter: Wir werden Nepal weiter aufbauen und weiter an der Schule und dem Krankenhaus bauen. Zusätzlich werden wir in diesem Jahr nach Bhutan fliegen und dort vor Ort schauen, was wir da machen können. Wir haben dort bereits Kontakte und das wird sicherlich auch spannend. In diesem Jahr gehe ich noch in Deutschland drei Krankenhäuser besuchen, wo ich Kinder unterhalten darf. Wenn ihr was habt, meldet euch doch. Ich bin für jede Idee offen.

Lieber Peter, wir danken dir ganz herzlich für dieses interessante Gespräch. Wir möchten dir die Daumen drücken und hoffen, dass all deine Pläne in die Realität umgesetzt werden können. Wir erwarten gespannt deine neuen Videos aus aller Welt, in denen die Kinder wieder lernen zu lachen. Und das Dank Menschen wie dir.


 
Related: Lies dir auch unser Interview mit Chris Tall durch!

 

Fotos: Mit freundlicher Genehmigung von Peter Löhmann und Magic Moment

Overwatch League – Das neue E-Sport-Kapitel

Lange Zeit haben wir uns gefragt, ob Blizzard eigentlich noch geiler werden kann, als sie es schon sind. Wir haben festgestellt, dass es bei Jeff Kaplan & Co immer ein „noch größer, besser, geiler“ gibt. Die erste E-Sport-Liga, die Overwatch League, ist vor ein paar Wochen gestartet und versorgt dich mit spannenden Matches zwischen Pro-Teams der Szene.

Unter anderem bekommen wir das Team „EnVyUs“, welche nun unter dem Namen „Dallas Fuel“ antreten, wieder zu sehen. Die Spieler stehen bei den Teams unter Vertrag und bekomme ein fest zugesprochenes Mindestgehalt von 50.000 USD. Dazu kommt Krankenversicherung, Altersvorsorge und Unterkunft während der Saison, sodass die Pros eine nachhaltige Karriere verfolgen können.

EnVyUs

Overwatch League

Insgesamt zwölf Teams nehmen an der allerersten Overwatch League der Welt teil. Diese haben zum Teil die Mindestanforderung von sechs Spielern zwar erfüllt, dafür aber auch weniger Spielraum. Andere hingegen haben sich mit zwölf Profispielern gleich mal genug Belegschaft für zwei Teams gesichert. Das Ganze wird live aus einer Arena übertragen, in der vor mehreren hundert Leuten spielt wird. Im Prinzip ist jedes Match also eine LAN. Es gibt aber auch den Livestream auf Twitch, der hier zur deutschen Zeit meistens zwischen 23:00 Uhr und 05:00 Uhr stattfindet.

Außer durch deinen mentalen Support hast du die Möglichkeit, im Blizzard Store das offizielle Merch der League und der Teams zu kaufen. Außerdem gibt’s die In-Game Heim-Skins für jeden Charakter. Das macht dann läppische 312 Farb-Aufarbeitungen der Helden. Einen gab’s zur Eröffnung der Overwatch League umsonst. Den Rest kannst du dir für relativ viel Geld kaufen, immerhin kostet ein einziger Team-Skin € 4,99. Das sind ja nur insgesamt € 1560. Das Gute daran? Das Geld, welches du für Skins ausgibst, wird zum Teil dazu benutzt, um die Teams zu unterstützen.

Die Overwatch League

Overwatch League

Die Liga an sich funktioniert genau wie die Fußball-Bundesliga. Die Teams treten gegeneinander an und werden anhand ihrer Leistung in der Tabelle eingestuft. Jetzt wird’s aber interessant. Am Ende jeder Saisonphase kämpfen die besten Teams jeder Division um den Sieg der Phase. Dieser bringt einen beachtlichen Leistungsbonus. Eine Saison besteht aus vier Phasen. Danach gibt es die Nachsaison, in der die besten jeder Division in den Playoffs antreten. Im großen Finale gibt es natürlich die Ehre, der erste Overwatch League Meister zu werden. Aber auch der Pokal und eine Million US-Dollar Leistungsbonus hören sich schmackhaft an.

Nach dem großen Finale wird es ein All-Star-Wochenende geben. Dort werden die beliebtesten Spieler der Saison an den unterschiedlichsten Herausforderungen teilnehmen. Du kannst dir auch rückwirkend auf der offiziellen Website zur Overwatch League alle Spiele nochmal ansehen. Zwei der Favoriten-Teams hatten bereits ein absolut spannendes Match, welches von Kommentatoren schon jetzt als bestes Spiel der Liga gehandelt wird.

Die Teams

Behalte ein Auge auf den Spielern, die Fett markiert sind.

Boston Uprising | Atlantic Division

Overwatch League

STRIKER | Offensiv
Snow | Support
NotE | Tank
Neko | Support
Mistakes | Offensiv
Kellex | Support
Kalios | Tank
Gamsu | Tank
DreamKazper | Offensiv
Avast | Support

Dallas Fuel | Pacific Division

Overwatch League

xQc | Tank
Taimou | Offensiv
Seagull | Flex
Mickie | Flex
HarryHook | Support
EFFECT | Offensiv
Custa | Support
Cocco | Tank
Chipshajen | Support

Florida Mayhem | Atlantic Division

Overwatch League

Zuppeh | Support
Zebbosai | Support
TviQ | Offensiv
Manneten | Flex
Logix | Offensiv
CWoosH | Flex

Housten Outlaws | Atlantic Division

Overwatch League

SPREE | Flex
Rawkus | Support
Muma | Tank
Mendokusaii | Offensiv
LiNkzr | Offensiv
Jake | Offensiv
Coolmatt | Tank
Clockwork | Offensiv
Boink | Support
Bani | Support

London Spitfire | Atlantic Division

Overwatch League

WooHyal | Flex
Rascal | Offensiv
Profit | Offensiv
NUS | Support
Hooreng | Offensiv
HaGoPeun | Support
Gesture | Tank
Furs | Flex
Fissure | Tank
Closer | Support
Birdring | Offensiv
Bdosin | Support

Los Angeles Gladiators | Pacific Division

Overwatch League

Surefour | Offensiv
Shaz | Support
iRemiix | Tank
Hydration | Offensiv
Bischu | Support
BigGoose | Flex
Asher | Offensiv

Los Angeles Valiant | Pacific Division

Overwatch League

Verbo | Support
Unkoe | Support
Space | Flex
Soon | Offensiv
Silkthread | Offensiv
Numlocked | Tank
Kariv | Support
Grimrealitiy | Offensiv
Fate | Tank
Envy | Flex
Agilities | Offensiv

New York Excelsior | Atlantic Division

Overwatch League

Saebyeolbe | Offensiv
Pine | Flex
Meko | Tank
Mano | Tank
Libero | Offensiv
Jjonak | Support
Janus | Tank
Ark | Support

Philadelphia Fusion | Atlantic Division

Overwatch League

Snillo | Offensiv
ShaDowBurn | Offensiv
SADO | Tank
Poko | Flex
Neptuno | Support
Joemeister | Support
Hotba | Flex
Fragi | Tank
Eqo | Offensiv
DayFly | Support
Carpe | Offensiv
Boombox | Support

San Francisco Shock | Pacific Division

Overwatch League

Super | Flex
Sleepy | Support
Sinatraa | Offensiv
Nomy | Tank
Nevix | Flex
Iddqd | Offensiv
dhaK | Support
Danteh | Offensiv
BABYBAY | Offensiv

Seoul Dynasty | Pacific Division

Overwatch League

ZUNBA | Flex
XepheR | Flex
Wekeed | Offensiv
Tobi | Support
Ryujehong | Support
Munchkin | Offensiv
Miro | Tank
KuKi | Tank
Gido | Flex
FLETA | Offensiv
Bunny | Offensiv

Shanghai Dragons | Pacific Division

Overwatch League

Xushu | Tank
Undead | Offensiv
Roshan | Tank
MG | Tank
Freefeel | Offensiv
Fiveking | Offensiv
Diya | Offensiv
Altering | Offensiv

 

Fotos: Blizzard / PR

Das Bewerbungsgespräch – die Hölle auf Erden?

Für jeden von uns kommt früher oder später das erste Bewerbungsgespräch. Oder zweite, oder dritte. Die Problematik bleibt aber die selbe: die Aufregung. Heute gehen wir mal gemeinsam mit dir alle nötigen Punkte für ein erfolgreiches Gespräch bei deinem zukünftigen Arbeitgeber durch.

Related: Schau dir am besten auch unseren Beitrag zum perfekten Lebenslauf an.

Was ziehst du nur an?

Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste wäre, genau das anzuziehen, was du später auch beim Ausüben des Berufes trägst. Diese Faustregel solltest du aber nicht zu weit ausdehnen, da sie in einigen Ausnahmefällen nicht zutrifft, z.B. wenn gewisse Arbeitskleidung vorgeschrieben ist, so wie Schutzkleidung auf dem Bau. In diesem Fall ziehst du ein schickes Hemd, eine normale Jeans und deine guten Schuhe an.

Mit dieser Kombination klappt eigentlich immer alles. Ansonsten achte einfach darauf gepflegt aufzutreten. Hauptsache, du siehst nicht verstrahlt von der Nacht davor aus. Kleinigkeiten wie Festivalbändchen gehören übrigens aufs Festival. Binde dir lieber eine Armbanduhr um. Das wirkt seriös und erwachsen.

Die Vorbereitung

Das Letzte was du willst, ist mit Fragen bombardiert zu werden, mit denen du nicht klarkommst. Also benutze Google, YouTube und LinkedIn, um so viel wie möglich über die Firma herauszufinden, bei der du dich bewirbst. Je mehr Wissen du über das Tagesgeschäft mitbringst, desto besser. Schließlich will dich kein Chef der Welt einstellen, wenn du einen Scheiß über deine Arbeit weißt. Schon allein aus der Stellenanzeige kannst du die ein oder andere wichtige Information herausnehmen.

Du solltest dir den Tag genau durchplanen. Nimm eine Bahn früher, schaue zwischendurch auf die Uhr, stell dir einen Erinnerungswecker. Du willst ganz sicher nicht völlig aus der Puste und total durchgeschwitzt vor jemandem sitzen und ihn allen Ernstes nach einem Job fragen. In kreativ angesiedelten Berufen ist es auch nicht schlecht, ein paar Arbeitsproben zur Hand zu haben. Im optimalen Fall aber hast du eine Website, auf der alles zu sehen ist. Ein Lesezeichen im Browser ist wesentlich angenehmer als ein Schreibtisch voller Zettelwirtschaft.

Nimm dir im Vorfeld am besten einen Freund oder ein Familienmitglied zur Hand, mit dem du ein Gespräch durchgehst. Das kann dir schon mal ein wenig die Anspannung nehmen.

Bewerbungsgespräch

Das Gespräch

Nicht zu früh, nicht zu spät, sondern genau richtig zum Termin erscheinen. Das ist wie den G-Punkt einer Frau zu treffen, ein Fehler beim ersten Mal und schon hast du einen schlechten Eindruck hinterlassen. Wenn du ungefähr fünf Minuten vorher erscheinst, reicht das völlig.

Bitte gib deinem Chef nicht die Fischflosse zur Begrüßung. Ein ganz normaler Händedruck erledigt den Job genau richtig. Versuche im Gespräch immer über die Ecke eines Tisches zu reden. Dies schafft eine offene Atmosphäre und wirkt nicht wie ein Verhör bei der Kripo.

Vergiss nicht, dass vor dir ein ganz normaler Mensch sitzt. Du brauchst also nicht unbedingt wie ein britischer Gentlemen zu sprechen. Das Bewerbungsgespräch ist schließlich genau das. Ein Gespräch. Kein Monolog und auch kein Vortrag. Bei Fragen darfst du nicht schüchtern sein, sondern ruhig raus damit!

Die wichtigste Frage

Nein, nicht wie viele Urlaubstage du hast, obwohl du das auch unbedingt abklären solltest! Wir reden hier von der Frage zum Gehalt. Du erbringst eine Leistung für deinen Chef und die wird bitteschön auch entlohnt. Setz dich an einem Abend vor dem Gespräch hin und geh wirklich realistisch durch, was du an Geld brauchst und was du verlangst. In einer Stadt wie Berlin brauchst du natürlich mehr als in einer Kleinstadt, schon allein wegen den absurd hohen Mieten.

Sofern du ein realistisches Gehalt forderst, und dieses auch mit deinen Leistungen erbringen kannst, solltest du keine großen Schwierigkeiten damit haben, dieses auch zu bekommen. Du hast deinen Gehaltswunsch auch bestimmt schon in deiner Bewerbung erwähnt. Also brauchst du dir gar kein Neues zu errechnen.

Zum Abschluss

Nachdem du also ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch hattest und du zur Tür gebracht wurdest, solltest du nicht vor Freude Flickflack springen, sondern zumindest bis du außer Sichtweite des Büros bist, deine Professionalität bewahren. Manche Chefs schauen dir nach dem Gespräch noch hinterher, und das nicht, weil sie deinen Hintern so knackig finden, sondern um zu sehen, ob du dich unter Kontrolle hast und nicht sofort zum Feierabendbier greifst.

 

Fotos: Yuri_Arcurs; vgajic / Getty Images

Hit der Woche: Without Me – Eminem

Ohne ihn wär’s nur halb so toll. Eminem hat das Rap-Game unwiderruflich zum besseren geprägt und das weiß er auch. Im Song Without Me geht es um seine Bedeutung in der Szene. Die hohe Komplexität des Songs wird mitunter heute noch nicht erkannt. Da er ein großer Meilenstein in sowohl Eminems Leben, als auch in der Geschichte des Raps ist, ist der Track unser Hit der Woche.

Shady’s back

Without Me

Die erste Single Eminems, die extrem viel Ironie enthält. Er selbst ist natürlich der Retter der Rap-Szene und teilt gegen seine Kritiker aus. Unter anderem Lynne Cheney, die FCC, welche im Moment ja schon wieder unter Feuer steht, und der Musiksender MTV müssen Shadys Schüssen ausweichen.

Aber auch seine Mutter blieb nicht verschont. Diese hatte ihn kurz zuvor verklagt. Dafür bekam sie dann ein „Fuck You, Debbie!“ am Ende der ersten Strophe zu hören. Eminem vergleicht sich selbst mit Elvis, denn ähnlich wie bei ihm hat auch Eminem in einer überwiegend afro-amerikanischen Kunstform eine gewisse Dominanz etabliert. Im Refrain lässt er sich dann noch darüber aus, dass ohne ihn die Musikszene langweilig wäre und niemand für Kontroversen sorgt.

Tell a friend

Without Me

Geschrieben wurde Without Me von Shawn Baumgardner, Urban Kris, DJ Head, Trevor Horn, Anne Dudley, Malcom McLaren, Jeff Bass und dem Messias des Hip-Hop. Im Musikvideo mitvertreten sind Dr. Dre, Pornostar Jenna Jameson, Fitnessmodel Kiana Tom, ein Doppelgänger von Dick Chaney, welcher per Elektroschock hingerichtet wird und seine D12-Kollegen.

Shady und Dre schlüpfen in die Rolle mehrerer Superhelden wie Batman und Robin. Dabei suchen sie ein Kind, welches eine Eminem-CD mit einem Parental Advisory-Sticker besitzt. Eminem hat mit Without Me einen Grammy fürs beste Musik-Kurzvideo und bei den MTV Video Musik Awards in den Kategorien Video of the Year, Best Male Video, Best Rap Video und Best Direction in a Video gewonnen.

Der Track ist gleich in Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich auf Platz 1 der Charts gelandet. Davon am längsten in Österreich für ganze 35 Wochen. In den USA hat es erstaunlicherweise „nur“ für Platz 2 gereicht.

Das offizielle Musikvideo zu Without Me!

 
Genre: Hip-Hop
Länge: 4:50 Minuten
Album: The Eminem Show
Label: Interscope Records

Lyrics

 

Fotos: EminemVEVO / YouTube

Warum wir Perspektiven im Leben brauchen und wie du sie findest

Weißt du warum du lebst? Wer du bist und was der Sinn des Lebens ist? Bereits in der Antike haben sich die Philosophen mit diesen existentiellen Fragen beschäftigt. Ob Platon, Aristoteles oder Sokrates – keiner dieser Denker konnte die Frage des Seins mit Bestimmtheit beantworten. Zwar lieferten sie Erkenntnisse, welche bis heute Bestand haben, doch wie kannst du sie mit Inhalt füllen? Wir zeigen dir warum wir Perspektiven im Leben brauchen und wie du sie findest.

Über die Leichtigkeit des Seins und die Reise zwischen Traum und Wirklichkeit.

Perspektiven sind wichtig. Sie bestimmen die unmittelbaren Handlungen des Menschen. Es ist nicht immer leicht, sich zu entscheiden. Doch Entscheidungen bestimmen die Richtung in deinem Leben. Das fängt mit der Wahl des Frühstücks an und hört mit der Partner- und Berufswahl auf. Dazwischen befinden sich die endlosen Möglichkeiten, die das Leben zu bieten hat. Die Menschen scheinen ein Produkt der Sozialisation zu sein, des Normen- und Wertesystems unserer Gesellschaft. Zumindest oberflächlich betrachtet. Doch was verbirgt sich hinter den Kulissen der scheinbaren Offensichtlichkeit?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Hast du dich schon einmal gefragt was dir im Leben wichtig ist? Wer du bist und wo du herkommst? Viele Menschen blenden diese Fragen gekonnt aus, um nicht eines Tages aufzuwachen und festzustellen, dass sie an ihrer inneren Wirklichkeit vorbeigelebt haben. In der heutigen Gesellschaft ist der Begriff der Depression schon fast in den Alltagsgebrauch übergegangen und dies mag nicht zuletzt daran liegen, dass die Menschen vergessen haben, was ihnen wichtig ist. Sie scheinen sich daran gewöhnt zu haben, extrinsisch motiviert durch das Leben zu schreiten. Daher ist es vor allem, wenn du unglücklich bist wichtig, in dich hineinzuhorchen. Deine Gewohnheiten zu hinterfragen und lebensbejahende Perspektiven zu schaffen. Denn wenn man sich einmal in dem Strudel der unheilstiftenden Gewohnheiten verfangen hat, erscheint es schwierig, diese zu durchbrechen und sich neue anzueignen.

Aber du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Denn letztlich trägt jeder Mensch den Schlüssel zu seinem Glück in sich. Oft ist er allerdings gut versteckt und schwebt irgendwo zwischen Erinnerung, Ängsten und Zukunftsprojektionen. Durch bewusstes Denken und gezieltes Hinterfragen zeigt er sich oft schneller als gedacht.

Perspektiven als sinngebende Wegbegleiter

Um sich Perspektiven schaffen zu können, ist es essentiell, sich über seine Ziele, Träume und Wirklichkeiten bewusst zu werden. Vor allem ist es unumgänglich herauszufinden, was du nicht möchtest.

Mache nun ein kleines Gedankenexperiment. Suche dir einen ruhigen Platz, an dem du dich wohlfühlst. Es kann das Büro sein, dein Garten, dein Auto oder ein völlig neuer Ort. Im Optimalfall bist du ungestört. Nehme nun einen Stift und ein Blatt Papier zur Hand. Achte auf deinen Atem und nimm dir Zeit, bis du ruhig und gleichmäßig atmest. Schreibe nun deine Wünsche auf. Achte darauf, dass es nicht zu viele sind.

Schreibe dann auf, was du nicht in deinem Leben möchtest und warte einen kleinen Moment ab. Protokolliere im Anschluss den Ist-Zustand. Denke einen Augenblick darüber nach. Wäge zwischen dem Notwendigen, dem Möglichen und Unmöglichen ab.

Frage dich dann, wie du diese unmittelbaren Ziele durch konkretes Handeln erreichen kannst und wie du die Aspekte in deinem Leben streichen kannst, die du nicht mehr möchtest. Sei dir darüber bewusst, dass du zu jeder Zeit weißt, was gut und richtig für dich ist. Schaffe dadurch Klarheit in deinem Inneren. Nach und nach werden sich neue, für dich sinnvolle Perspektiven herauskristallisieren.

Perspektiven

Die Macht der Autosuggestion

Der menschliche Körper ist ein Wunderwerk der Natur. Das Gehirn speichert nahezu alle Informationen, die der Mensch über seine Sinnesorgane wahrnimmt. Besonders wenn diese Sinneseindrücke und Informationen mit starken Emotionen kombiniert sind, werden sie präsenter sein.

Basierend auf dieser Annahme möchten wir dir nun die Technik der Autosuggestion vorstellen. Im vorangegangen Gedankenexperiment hast du gelernt, neue Perspektiven zu schaffen. Jetzt geht es darum, diese neuen Perspektiven gezielt im Unbewussten zu manifestieren. Sei dir darüber bewusst, dass alles was du dir einredest zur Wirklichkeit wird. Und auch darüber, dass das menschliche Gehirn nur einen bewussten Gedanken zu einem bestimmten Zeitpunkt fassen kann. Jetzt ist es wichtig, die entwickelten Perspektiven seinem Unbewusstsein zu suggerieren. Es kann helfen, sie laut und deutlich auszusprechen oder sie zu visualisieren. Je öfter die Ziele wiederholt werden, desto empfänglicher wird das Unbewusstsein für sie sein, bis sie schließlich fest etabliert sein werden. Nebenbei bemerkt versteht das Gehirn jedoch keine negierten Suggestionen.

Sei der Regisseur deines Lebens

Viele Menschen führen ein fremdbestimmtes Leben. Durch Imitation meinen sie zu wissen, was gut und richtig für sie ist. Sie glauben bewusst Perspektiven zu schaffen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dann wachen sie eines Tages auf und stellen erschrocken fest, dass sie sich selbst belogen und dadurch ihre Individualität verloren haben.

Daher ist es umso wichtiger, dynamisch zu bleiben und selbst die Regie zu übernehmen. Ehrlich zu sich zu sein, ohne sich dabei zu verurteilen. Wer hin und wieder den Rhythmus der Natur beobachtet, wird Zeuge eines Beispiels für absolute Klarheit werden. Denn sie scheint sich ihrer Perspektiven stets bewusst zu sein.


 
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Anhand dieser Merkmale hinterlässt du einen Eindruck

Schon wenige Kleinigkeiten der äußeren Erscheinung, Körperhaltung oder wenige Worte können ausreichen, damit sich Menschen ein Bild von anderen machen. Einen ersten Eindruck kannst du nur sehr schwer ändern, darum ist es wichtig zu wissen, wonach die Mitmenschen einen besonders schnell beurteilen. Wer auf ein paar Details achtet, kann zukünftig einen besseren Eindruck hinterlassen und wird ganz leicht positiver von anderen Menschen wahrgenommen.

Kleidung und Schuhe

Dass es wichtig ist, wie du sich kleidest, ist kein Geheimnis. Schmutzige, kaputte Kleider und Schuhe vermitteln den Eindruck, dass du dich nicht um dich selbst oder den entsprechenden Anlass kümmerst. Für welche Kleiderfarbe du dich entscheidest, hat jedoch ebenso Einfluss auf den ersten Eindruck. Helle Farben wirken automatisch frischer und selbstbewusster als dunkle Farben oder schwarz. Gedeckte Farben sind zwar sehr seriös, hinterlassen aber auch den Eindruck, dass du nicht auffallen, sondern eher in der Menge untergehen möchtest. Leuchtende Farben wie zum Beispiel Rot vermitteln den Eindruck, dass du sehr selbstbewusst bist und gern im Mittelpunkt stehst.

Auch die Schuhe sind wesentlich wichtiger, als du vermuten würdest. Viele Menschen schauen bei anderen zuerst auf die Schuhe. Sind diese gepflegt, halten sie den Gegenüber für eine Person, die sich um ihren Besitz kümmert und ihn in Ordnung halten kann. Das wirkt verantwortungsbewusst und sorgfältig. Passen die Schuhe dann auch noch zum Outfit, trauen andere Menschen dem Träger den wichtigen Sinn für Details zu.
 
Eindruck

Sprache und Stimme

Was du sagst, ist bekanntlich wesentlich unwichtiger für die Wirkung auf Mitmenschen als zum Beispiel die Körperhaltung, Mimik und Gestik. Dennoch solltest du darauf achten, gerade bei ersten Eindrücken erst zu überlegen, bevor du losredest. Zu viele Flüche oder eine zu flapsige Sprache wirken schnell ungebildet und respektlos. Aber keine Panik: Ein gelegentlich herausgerutschtes Kraftwort ist nicht so schlimm, es wirkt tatsächlich sogar eher authentisch und auflockernd. Immer in den eigenen Worten zu sprechen und sich nicht krampfhaft zu verkünsteln, ist ebenfalls wichtig. Benutzt du nämlich Worte, die du sonst nie verwendest, verstrickst du dich schnell in Formulierungen und wirkst eher verkrampft und verstellt.

Es ist nicht nur wichtig, was du sagt, sondern auch wie du es sagst. Die richtige Lautstärke macht sehr viel aus. Ein Gesprächspartner möchte weder das Gefühl haben, dass er angeschrien wird, noch möchte er angestrengt lauschen müssen, um alles zu verstehen. Sehr laut sprechende Menschen werden oft für allzu selbstbewusst und von sich überzeugt gehalten, manchmal auch für aggressiv. Sehr leise sprechende Menschen gelten schnell als schüchtern und verkrampft und man traut ihnen nicht zu, dass sie tatsächlich von dem, was sie sagen überzeugt sind. Auch die Geschwindigkeit sagt viel darüber aus, wie überzeugt du von dem bist, was du zu sagen hast. Sehr schnell sprechende Menschen scheinen sich besonders erklären zu müssen, während sehr langsam sprechende Menschen den Eindruck vermitteln, sie müssten erst selbst nochmals darüber nachdenken.

Körperhaltung

Bereits bevor du auch nur ein Wort sagst, haben sich die Mitmenschen schon einen ersten Eindruck verschafft, lediglich über deine eingesetzte Körperhaltung und Gestik. Wer etwas gebeugt steht, die Schultern hängen lässt und oft auf den Boden schaut, macht einen unsicheren Eindruck. Ein erhobenes Kinn und eine gerade Haltung wirkt automatisch wach und interessiert, Blickkontakt wird möglich und du erscheinst offen und aktiv. Setzt du dann während einem Gespräch noch deinen Körper ein, kannst du damit diesen Eindruck noch positiv verstärken. Dabei geht es nicht um übertriebene Gestikulation, denn das wirkt wiederum schnell dominant. Menschen, die beim Sprechen jedoch nur den Mund bewegen und ansonsten bewegungslos dastehen, schätzen wir jedoch als nicht authentisch ein und haben das Gefühl, das Gesagte sei nur auswendig gelernt und wiedergegeben.
 
Eindruck

Händedruck

Der Händedruck zur Begrüßung verrät einem Gegenüber schon innerhalb weniger Sekunden eine Menge. Ein extrem lockerer Händedruck, der schon fast keiner mehr ist, wird oft verwendet, um einen aggressiven Eindruck zu vermeiden. Er bewirkt jedoch leider schnell das Gegenteil, denn die Abwesenheit von jeglichem Druck erscheint unsicher und ängstlich. Man vermutet, dass die Person nicht durchsetzungsfähig ist oder aber sich krampfhaft zurückhält. Ein übertrieben fester Händedruck macht ebenfalls keinen guten Eindruck, sondern wirkt aggressiv und unterwerfend, als müsste man dem Gegenüber gleich zu Beginn etwas beweisen. Die Hand des anderen dann noch mit der eigenen zweiten Hand zu bedecken, ist eine sehr dominante Geste und hinterlässt einen besonders schlechten Beigeschmack.

Handschrift

Auch ohne eine ausführliche Handschriftenanalyse bewerten viele Menschen die Handschrift von anderen unbewusst auf Grund des Erscheinungsbildes. Bei großen und unsauberen Schriften unterstellen wir dem Schreibenden viel Selbstbewusstsein und einen gewissen Grad an Aggressivität. Saubere, runde Schriften machen den Eindruck eines sorgsamen, zuverlässigen Schreibers. Besonders kleine, zierliche Schriften wirken dagegen eher schüchtern und zurückhaltend. Wird Geschriebenes oft durchgestrichen und korrigiert, wirkt das unkonzentriert und chaotisch, als würde der Schreibende nicht allzu viel Wert auf das, was er gerade tut legen.


 
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Super-Comedian Chris Tall – Tour `18, „Chris Boom Bang“ und Magic-Moments

#darferdas? Ja, darf er! Er ist jung, frech und beherrscht den Grat zwischen „geht noch“ und „einen Schritt zu weit“ wie nur wenige seiner Kolleginnen und Kollegen. Längst gehört Chris Tall zu den großen deutschen Comedians. Er ist ein Garant für Muskelkater in Bauch- und Gesichtsmuskulatur und gewann nur zu Recht den Deutschen Comedy-Preis, sowie den RTL Comedy-Grand-Prix. Wir haben Chris einige Fragen über sich, seinen Humor und seine Pläne für 2018 gestellt.

Chris Tall

Ajouré: Hey Chris, wer nicht völlig hinterm Mond lebt, weiß, wie begnadet du eigentlich bist. Du hast den RTL Comedy-Grand-Prix gewonnen und du warst ebenfalls Gewinner des „Deutschen Comedy-Preises“ in der Kategorie „Bester Newcomer 2016“. Du warst in unendlichen Social-Media-Posts „vorhanden“, in dem einfach alle den von dir ins Leben gerufenen Hashtag „darferdas“ nutzten, der den Nabel der Zeit getroffen hat. All das ist mittlerweile schon wieder ein bisschen her und die Frage, die sich uns jetzt stellt ist: Worauf dürfen wir uns als nächstes freuen? Was hat Chris Tall für 2018 parat?

Chris: Vielen Dank für das Kompliment. Ja, es war eine turbulente, aber eben auch Hammer-Zeit für mich! Ich hoffe, das Jahr ´18 bleibt weiterhin so spannend. Ab Januar gehe ich mit meinem neuem Solo „Und jetzt ist Papa dran!“ auf Tour. Zudem durfte ich für RTL die Show „Chris Boom Bang“ aufzeichnen, die in ´18 ausgestrahlt werden soll. Dabei behandle ich das Thema „Generation Clash“.

Ajouré: Hand aufs Herz, bist du jemand, der durchaus gerne diskutiert, wenn es etwas zu diskutieren gibt oder löst du alles lieber mit einem amüsanten Spruch oder etwas Humor? Gibt es einen ernsten Chris?

Chris: Grundsätzlich versuche ich, Themen erst mal mit Humor anzugehen. Da entsteht viel aus dem Bauch heraus, unabhängig vom zentralen Nervensystem (lacht). Ich gebe auch zu: ich bin ein ungeduldiger Mensch. Mittlerweile habe ich aber gelernt, zuzuhören und dann die verschiedenen Meinungen zu reflektieren.

Ajouré: Man sagt ja, „das Leben schreibt seine eigene Geschichte“. Wie und was inspiriert dich zu deinem Bühnenprogramm? Wie findest du immer wieder neue Themen, die in unsere aktuelle Zeit passen und wie schaffst du es, diese teilweise doch harten oder unschönen Dinge so humorvoll zu verpacken

Chris: Meine Ideen kommen durch Erfahrungen und Geschichten, die ich im Alltag erlebe. Diese bringe ich dann auf die Bühne. Klar erzähle ich vieles überspitzt, aber am Ende ist es authentisch und ehrlich. Manche Themen bearbeite ich nicht, weil ich mich zu wenig auskenne, oder mir dazu nichts Gutes einfällt. Z.B. das Thema „Terror“. Das können andere Comedians deutlich besser.

Chris Tall

Ajouré: Man könnte von unserer Seite aus meinen, dass du als Comedian dir mit deiner sympathischen Art irgendwie alles leisten darfst, egal wie böse es eigentlich ist. Zum Beispiel das Thema: Scherze über Rollstuhlfahrer und/oder Randgruppen. Wir hier sehen das so wie du, aber siehst du das selbst auch so? Was macht dich zu einer Art Teflon-Comedian, dem man nichts übelnehmen kann und an dem nichts anbrennt bzw. den man für seine #darferdas-Art sogar noch feiert?

Chris: In der Tat, das Motto „Darf er das?“ führt mich zu einer Reihe von Themenfeldern, die die sogenannte „political correctness“ betreffen. Aber dabei erfahren die Sprüche und Gags eine ganz klare gesellschaftliche Einordnung. Meine Gags richten sich niemals gegen irgendwen oder irgendwas, im Gegenteil: ich nehme mich genauso selbst auf die Schippe wie meine Eltern, Comedy-Kollegen oder etwa einen bayerischen Wanderverein. Wenn ich diesbezüglich austeile, kläre ich das innerhalb der Show noch entsprechend auf. Hier wird aus meiner Sicht niemand Gag-heischend ausgebeutet. Sondern auch der in der Show Angesprochene soll Spaß haben. Das ist auch kein scheinheiliges Verhalten, wenn ich die thematisierten Menschen dann im Anschluss als normal bezeichne. Das ist vielmehr mein Selbstverständnis.

Ajouré: Gehen wir mal ganz auf die Anfänge zurück. Noch weit vor Quatsch Comedy Club-Zeiten, wo du auch aufgetreten bist. Wann war für dich klar, dass du als Comedian auf die Bühne gehörst und wie hat sich das damals schon bemerkbar gemacht?

Chris: Für Comedy habe ich mich schon sehr früh interessiert. Mario Barth habe ich im Hamburger Theater gesehen, da war ich noch ganz klein. Da saß ich mit großen Augen und habe bewundert, was er da oben auf der Bühne macht. Da wusste ich schon: Das will ich auch machen!

Ajouré: Bei all den Auftritten ist eines ganz klar: Ohne zwischendurch mal abzuschalten geht das auf Dauer wohl kaum. Wie kannst du das am besten? Einfach hier in Deutschland in die Wohnung, Tür zu und Füße hoch, oder zieht es dich zum Runterkommen doch eher weit weg an einen Strand, wo du dir über neue Programme Gedanken machen kannst?

Chris: Zu Hause. Ich bin ein Familienmensch. Da tanke ich am meisten Kraft.

Chris Tall

Ajouré: Deine Auftritte finden mittlerweile vor mehreren Tausend Menschen statt. Beschreibe doch mal was in die vorgeht, wenn du vor einem solch großen Publikum stehst, die Halle ist gefüllt bis oben hin, alles schaut auf dich und dann geht es los. Was geht dir kurz vor dem Start und bei den ersten Schritten auf die Bühne durch den Kopf?

Chris: Kurz vor Auftritt zocke ich immer FIFA. Das beruhigt mich. Wenn ich dann rauskomme und das Publikum ist gut drauf, erwischt mich das immer wie eine mega-geile Welle. Das ist ein wahnsinnig tolles Gefühl. Das Publikum trägt mich dann praktisch durch die Show.

Ajouré: Bist du noch aufgeregt vor deinen Auftritten oder hat die Erfahrung durch etliche Auftritte dir die Aufregung genommen?

Chris: Ich habe keine Angst, aber ein Stück weit Aufregung gehört immer dazu. Ich habe immer noch großen Respekt, wenn ich auf die Bühne gehe. Da ist es aber egal, ob ich vor 100 oder 12.000 Leuten spiele.

Ajouré: Deine Eltern sind ja beinahe schon ein Garant für gute Stories und tolle Jokes. Bedeutet das, dass immer wenn ihr ein Familientreffen habt, du mit Block und Stift am Start bist, um ja alles mitzunehmen, was so passiert, oder sind es eher die Alltagsdinge, die dir zu den Programmpunkten verhelfen?

Chris: Beides! Mich inspirieren eigentlich ständig Sachen! Manchmal tippe ich auch Ideen sofort in mein Handy rein. Ich schreibe mein Programm aber auch nicht alleine. Mein lieber Freund und Comedy-Kollege Sascha Korf ist mein Head-Autor, Kay Ray hat mir wiederum bei dem Thema #darferdas? geholfen.

Chris Tall

Ajouré: Wir denken, jeder Mensch hat eine oder vielleicht ein paar wenige Herzensangelegenheiten. Dinge, die einem besonders wichtig erscheinen. Sei es ein Botschafter für Gutes zu sein, Kindern ein Vorbild zu sein, sich irgendwie öffentlich engagieren. Was ist es, dass dir ganz besonders am Herzen liegt? Etwas was dich oft beschäftigt und wo du gerne mehr Mitspracherecht hättest.

Chris: Ein befreundeter Veranstalter von mir aus der Schweiz hat eine Charity-Organisation für nepalesische Kinder namens Magic Moments. Als ich bei ihm aufgetreten bin, hat er einen Trailer von diesen Kindern gezeigt. Das hat mich so berührt, dass ich mittlerweile für diese Organisation spende, bzw. im Fernsehen schon Spenden gesammelt habe. Auch für die Organisation von Bülent Ceylan bin ich schon aufgetreten. So versuche ich, etwas von meinem Glück weiterzugeben. Auch für das Thema Integration interessiere ich mich. Mich erreichen viele Zuschriften von sogenannten „Minderheiten“ (ich mag das Wort nicht), die sich wünschen, dass ich etwas über sie auf der Bühne mache. Ich werde versuchen, in meinem neuen Programm diese Themen anzusprechen.

Ajouré: Lieber Chris, danke für das lustige Interview und dass du dir die Zeit für uns genommen hast. Wir freuen uns sehr auf dein neues Solo, sowie auf deine neue Show.

Chris: Danke für das nette Interview!


 
FYI: Unser letztes Interview mit Leonie Lencinas

 

Fotos: Robert Maschke

Das ist die beste Zeit fürs Training

Viele Menschen haben einen vollgepackten Alltag und wissen daher nicht, wann sie bestenfalls auch noch Sport treiben sollen. Wann ist das Training besonders effektiv und wann fällt es dir am leichtesten, dich zum Workout zu bewegen? Wir verraten es dir…

Ist es unwichtig, zu welcher Uhrzeit ich trainiere?

Grundsätzlich ist es gut, wenn du Sport treiben willst. Denn Bewegung ist sehr wichtig, um gesund und munter zu bleiben. Idealerweise betätigst du dich mindestens zwei Mal die Woche sportlich. Wenn du einen zeitintensiven Job hast, kannst du sicherlich nicht immer zu exakt der gleichen Zeit trainieren. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, da es nicht die eine perfekte Uhrzeit für Sport gibt.

Welche Vorzüge bieten die einzelnen Tageszeiten?

Morgens zwischen 6 und 10 Uhr

Wenn du morgens schnell fit bist und noch ausreichend Zeit vor der Arbeit hast, kannst du bereits früh am Tag etwas für deine Fitness tun. Der Vorteil ist, dass du hierbei deinen Kreislauf in Schwung bringst und deinen Körper auf die kommenden Aufgaben vorbereitest. Dadurch hast du mehr Energie und kannst dich besser konzentrieren. Zudem finden es viele Menschen leichter, sich am Morgen als am Abend nach der Arbeit für das Training zu motivieren.

Mittags zwischen 10 und 14 Uhr

Wer am Mittag trainiert, kann zwischendurch etwas Stress abbauen und dann den Rest des Tages mit neuem Elan beginnen. Wenn du zum Beispiel eine sehr lange Pause hast, (zwei oder drei Stunden) kannst du diese Zeit sehr gut für Sport nutzen. Eventuell findest du einen Arbeitskollegen, der mit dir eine Runde joggen oder ins Fitnessstudio geht. Training am Mittag sorgt dafür, dass das Gehirn wieder besser mit Blut versorgt wird, wodurch du dich dann am Nachmittag wieder deutlich besser konzentrieren kannst und weniger Fehler machst.

Nachmittags zwischen 14 und 18 Uhr

Laut zahlreicher Studien ist der Nachmittag der beste Zeitpunkt für ein effektives Training. Denn in dieser Zeit ist der Körper in der Regel auf Betriebstemperatur und kann daher auch mehr leisten als im müden Zustand. Dies betrifft Ausdauer- wie auch Krafttraining. Da die Muskeln bereits aufgewärmt sind, kannst du dich nicht so leicht verletzen. Zudem kannst du sofort nach der Arbeit Stress abbauen und den Abend entspannter genießen.

Abends zwischen 18 und 22 Uhr

Ähnliches gilt für den frühen Abend. Denn auch hier sind die Muskeln bereits aufgewärmt und flexibel. Und da du bereits etwas gegessen und getrunken hast, kannst du zumeist auch mehr leisten als am Morgen. Zudem kannst du im Sommer bei angenehmen Temperaturen trainieren.

Zeit fürs Training

Welche Rolle spielt hierbei die innere Uhr?

Wenn du ein Frühaufsteher oder aber eine Nachteule bist, die nur sehr schwer aus den Federn kommt, kannst du auch zu ungewöhnlichen Zeiten trainieren. Jeder Mensch hat einen individuellen Tag-Nacht-Rhythmus, der auch als circadianer Rhythmus oder eben auch als innere Uhr bezeichnet wird. Dieser steuert die Herzfrequenz, die Körpertemperatur, den Stoffwechsel, den Blutdruck und auch die Zeiten, an denen du wach bist oder schläfst. Diesen solltest du analysieren, um den perfekten Zeitpunkt für das Training herauszufinden. Bist du morgens sehr früh wach und auch relativ fit, liegt es nahe, schon vor der Arbeit Sport zu treiben.

Sport und Ernährung

Einige Menschen müssen vor dem Sport nichts essen, wodurch sie auch direkt nach dem Aufstehen Sport treiben können. Andere müssen hierfür etwas im Magen haben und sollten daher besser mittags oder abends trainieren. Am besten hörst du auf dein Körpergefühl und auf die unterschiedlichen Signale deines Körpers. Dadurch ist es gar nicht schwer, den idealen Zeitpunkt für das Workout zu bestimmen. Zudem solltest du hierbei folgende Ernährungstipps beachten:

• direkt vor dem Sport nur Kleinigkeiten essen, zum Beispiel eine Banane oder einen Müsliriegel
• nach einer großen Mahlzeit einige Zeit warten und dann erst mit dem Sport beginnen (Ausdauertraining: zwei bis drei Stunden; Krafttraining: ein bis zwei Stunden)
• gib deinem Körper genug Zeit zum Verdauen der Speisen

Denn würdest du zu früh nach dem Essen mit dem Sport beginnen, könnte es sein, dass dir währenddessen schlecht wird und du daher nicht ausreichend Energie aufbringen kannst. In der Nacht sollte sich dein Körper ausreichend regenerieren, um wieder neue Kraft für die kommenden Aufgaben schöpfen zu können.

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Fotos: Halfpoint; skynesher / Getty Images