Ajoure Blog Seite 160

Jens Koch – „…das Wichtigste ist, Spaß zu haben…“

In unserer letzten Ausgabe haben wir Jens Koch, Starfotograf aus Berlin, für ein Interview besucht. Jens erzählte uns, wie er zum Beruf des Fotografen gekommen ist, was alles dazu gehört um dazuzugehören und wie schwer dieser Job teilweise ist. Er berichtete über Shootings, beantwortete uns Fragen, wie er genau fotografiert und was es ist, das seine Bilder so begehrt und gut macht. Gerne stellt Jens uns seine Fotos für die Ajouré-MEN zur Verfügung, von welchen wir bereits in der letzten Ausgabe viele zeigen durften. Allerdings ist sein Portfolio so groß, dass wir uns entschlossen haben, einen Teil II zu bringen, ihm noch einige kurze Fragen zu stellen und dann die Bilder genießen dürfen.

Ajouré: Jens, gibt es denn auch etwas, was dich am Fotografieren irgendwie nervt?

Jens: Auf jeden Fall. Equipment packen. Da sind Taschen mit Lichtformern dabei und Stative, Hintergründe. Im Normalfall habe ich natürlich Assistenten dabei, die mir dabei helfen, aber ich packe einfach selbst gerne ein, aus und an, damit ich weiß, wo was steht und was wo hinkommt und dann geht es unterm Strich auch schneller. Ich habe da die Routine und bis diese jemand anders hat, dauert es einfach ein wenig. Es ist ja auch unterm Strich gar nicht so viel. Ich habe gerade neues Equipment bestellt und dann kriegst du alles auch in zwei große Taschen rein. Es wird ja heutzutage auch immer alles kleiner und stärker. Aber die Schlepperei kann einen schon etwas nerven.

Was auch hin und wieder etwas nervig ist, ist die Tatsache, dass Publizisten gerne mal Fotoideen verwerfen, oder hinter dir stehen und auf die Uhr schauen. Das kann dann durchaus etwas stressig werden.

Jens Koch

Ajouré: Kannst du denn grundsätzlich deine eigenen Ideen verwirklichen, wenn es um ein Shooting geht?

Jens: Teilweise schon. Das hängt immer ein wenig davon ab, ob die Kunden mich kennen, oder nicht. Aber oftmals habe ich da durchaus freie Hand. Auf dem deutschen Markt kennt man sich natürlich irgendwann. Bei den internationalen Quick-Shots sieht es da schon mal anders aus.

Ajouré: Wir waren ja gerade dabei, als du Almila Bagriacik (4 Blocks) geshootet hast. Die Bilder haben ihr und uns auf Anhieb gefallen und sahen direkt nach dem Abdrücken druckreif aus. Bearbeitest du denn im Nachhinein viel an deinen Fotos, oder lässt du die Künstler so, wie sie sind.

Jens: Da ist nur ein kleiner Filter drauf und das wars. Ich mache vielleicht hier und da nochmal ein Auge heller, falls es etwas zu dunkel ist, aber sowas wie eine Retusche mache ich gar nicht. Es gibt einfach keinen Grund dazu finde ich. Wenn du ein schönes Licht hast, dann sollst du die Leute zeigen, wie sie sind. Wenn natürlich jemand gerade einen riesen Pickel im Gesicht hat, dann mache ich den natürlich weg, aber ansonsten sollten die Künstler authentisch wirken. Besonders versuche ich diesem Trend entgegenzuwirken, dass alles so schön und makellos sein muss. Gerade bei Frauen fällt das besonders auf und da muss man dagegenhalten. Ich finde es schade, wenn man die Welt immer verfälscht darstellt.

Jens Koch

Ajouré: Was ist dir denn an der Fotografie besonders wichtig?

Jens: Ich denke, das Wichtigste ist, Spaß zu haben und eine gute Zeit miteinander zu verbringen. Generell ist mir natürlich auch wichtig, dass den Leuten auch gefällt, was man da macht. Und das ist das schöne an der Fotografie. Du bekommst sofort eine Rückmeldung, ob es den Leuten gefällt und das schon während des Shootings. Und gegebenenfalls kannst du dann noch das ein oder andere ändern, so dass am Ende jeder glücklich ist.

Ajouré: Was machst du denn, wenn am Ende jemand überhaupt nicht zufrieden ist? Gab es das schon?

Jens: Es ist schon einmal vorgekommen. Mädchen sind da immer etwas picky und ein wenig unentspannter, denn sie wissen, wie sie am besten aussehen. Ich versuche dann natürlich drauf einzugehen, denn mir ist es am Ende ja weniger wichtig, als denen. Mir ist es da ein Stück weit unwichtig, ob ich sie von rechts oder links fotografieren, denn ich hole das für mich beste raus. Aber die Leute können gerne sagen, was sie mögen oder nicht mögen. Es ist ja immer eine Zusammenarbeit. Bei einem Werbeauftrag ist es wieder anders. Da bekommst du genau gesagt, wie der Kunde etwas haben möchte und dann machst du es genau nach deren Vorstellungen. Bei einem Portrait mache ich dann doch eher mein Ding.

Jens Koch

Ajouré: Du hast ja zum Beispiel Bryan Cranston in Los Angeles im Freien geshootet. Ist dir das lieber, als im Studio zu fotografieren?

Jens: Ich würde gerne viel mehr draußen im Freien fotografieren. Aber man hat halt leider nicht die Zeit, mit den Leuten irgendwo hin zu gehen. Dazu kommt, dass es draußen schon etwas Besonderes sein muss, weil einfach nur draußen vor einem Baum ist es halt auch langweilig. Da fällt es mir schon leichter, jemandem vor einer Wand etwas Aussagekräftiges aus dem Gesicht zu kitzeln. Aber oft ist es einfach begründet durch die Tatsache, dass man sehr wenig Zeit hat.

Ajouré: Gibt es denn einen Ort, an dem du unheimlich gerne mal ein Shooting haben würdest?

Jens: Ja, in der Antarktis. Da hast du die schönste Natur, die sehr inspirierend ist. Generell ist es schön außerhalb der gewohnten Umgebung zu Arbeiten.

Ajouré: Du hast zwar noch nicht Trump, dafür aber Angela Merkel fotografiert. Wie war das so?

Jens: Sie ist super routiniert, was Fotos angeht. Das fand alles im Kanzleramt statt und ich muss sagen, dass sie auch durchaus mal lustig sein kann. Anders ist es natürlich, wenn sie als staatstragende Person vor den Kameras dieser Welt steht. Aber das versteht sich ja von selbst.

 

Fotos: Jens Koch

Hit der Woche: Slide – Calvin Harris

Zwar kannst du bei der aktuellen Hitze auf der geschmolzenen Straße sliden, jedoch geht es heute darum, unter die Großverdiener zu rutschen, damit du wohlhabender leben kannst. Slide vom schottischen DJ und Produzenten Calvin Harris bringt den perfekten Vibe für den Sommer vor deine Haustür und in unsere Hit der Woche-Playlist.

Pipe up

Slide

Die erste Zusammenarbeit zwischen Migos, Frank Ocean und Calvin Harris hat in der Community für viel positive Überraschung gesorgt. Von den Migos sind allerdings nur Quavo und Offset mit am Start. Takeoff kriegst du nur in einer speziellen Version des Tracks, der Anfang Juni 2017 veröffentlicht wurde, zu hören, der im Moment aber wie vom Erdboden verschluckt ist. Der Text wurde von allen vieren geschrieben, allerdings hält sich Harris bei den Vocals zurück.

Dafür hat er jedes Instrument des Songs selbst gespielt und hat so ganz nebenbei auch noch das Mixen übernommen. Mit inzwischen über 70 Millionen Views alleine auf YouTube genießt der Track eine überaus große Beliebtheit bei den Fans. Calvins YouTube-Kanal ist schließlich auch von mehr Menschen abonniert als der von Drake.

’N Burn up

Slide

Slide ist die Leadsingle seines fünften Studioalbums Funk Wav Bounces Vol. 1 und wurde am 24. Februar 2017 releast. In seinem Heimatland Schottland erreichte Slide seine Spitzenposition auf dem achten Platz. In den US Rhythmic Charts und in der Slowakei hat er sich aber dann doch die Silbermedaille geschnappt.

Selbst von Kritikern gab es bis jetzt größtenteils positive Reviews. Das Sommer-Feeling kommt auch bei uns super an, sodass wir Slide in unsere Playlist mit aufnehmen. Im Moment gibt es leider noch kein richtiges Video zu Slide, also bekommst du eine Palmen-Kamerafahrt im Grün-Filter zu Gesicht. Aber schau lieber selbst.

Das offizielle Audio zu Slide!

 
Genre: Nu-Disco, Hip-Hop
Länge: 3:50 Minuten
Album: Funk Wav Bounces Vol. 1
Label: Sony Music

Lyrics

 

Fotos: Clavin Harris / YouTube

Überschallflugzeuge – Die Rückkehr der Concorde?

Die Concorde war ihrer Zeit voraus. Das Überschallpassagierflugzeug hat vielleicht für die heutige Zeit den Standart der modernen öffentlichen Luftfahrt gesetzt. Viele Firmen eiffern nämlich der schnellen Französin im Moment hinterher. Unter anderem die Virgin Group und chinesische Wissenschaftler versuchen die Kinderkrankheiten des Vorreiters auszumerzen und die „einfach-mal-so“ Reise nach New York übers Wochenende möglich zu machen.

I-Plane

Der chinesische Anlauf an die Überschall-Problematik gleicht einem Doppeldecker. Das I-Plane soll die Reise von Peking nach New York in nur zwei Stunden schaffen. Mit ca. 8.600 km/h ist es, in verkleinerter Form im Windkanal, knapp dreimal so schnell wie die Concorde, welche „nur“ etwa 2179 km/h auf den Tacho gebracht hat. Vor allem das chinesische Militär sollte dran großes Interesse zeigen, denn für Passagierflüge ist dieses Modell eher ungeeignet. Es hat schließlich nur 50 freie Sitzplätze.

Ein Bomber mit Überschallgeschwindigkeit ist wohl für jedes Land der Welt ein tolles Extra. Du kommst überall schnell hin und bist schneller wieder weg als die Bomben aufschlagen können.

Überschallflugzeuge

Zehst

Auch der Luftfahrtkonzern EADS will ein Stück vom Kuchen abhaben. Zehst steht übrigens für „Zero Emission Hypersonic Transportation“ und soll das Flugzeug der Zukunft werden. Vor allem auf Grund der Tatsache, dass Zehst nicht mit fossilen Brennstoffen fliegt, sondern einen aus Algen gewonnenen Biokraftstoff aus Algen verwendet um zu starten und auf Reisehöhe von 32 Kilometern dann auf Sauer- und Wasserstoff umsteigt. Ausgestoßen wird dann nur noch Chemtrail. Also Wasserdampf für alle nicht Aluhut-Träger. Ab 2020 soll der Jet abheben und ab 2050 in den Passagierverkehr kommen.

Boom

Das US Start-Up Boom mischt auch bei den ganz großen mit. So haben sie für ihr Konzept eines Überschallfliegers schon 76 Bestellungen eingesammelt. Unter anderem von der britischen Fluglinie Virgin Atlantic, dessen Chef Richard Branson ja schon sein Interesse an Überschallfliegern ausgesprochen hat. Booms Jet soll mit einer Geschwindigkeit von Mach 2,2 fliegen. Das ist etwas schneller als die Concorde, welche es auf Mach 2,0 schaffte.

Unser Fazit

Überschallflugzeuge. Der wahrscheinlich unlukrativste Luxus, der dann doch eingestampft wurde. Die Concorde war zum einen eine Verschwendung von Geld, zum anderen aber auch ein wichtiger Vorreiter für den aktuellen Trend und die Denkmaschine, die hinter der nächsten Generation von Überschalljets steht. Uns gefällt der Zehst bis jetzt am besten, da er ohne fossile Brennstoffe auskommt. Teuer dürften sie jedoch alle werden. Vielleicht nicht 20.000€-Concorde-Level-teuer aber teuer.

 

Fotos: davidstockman; kieferpix / Getty Images

Gelb, Gelb, Gelb sind alle meine Farben

Gelb wird definitiv die Farbe des Jahres 2018 werden. Passend zum Frühling und Sommer erscheint von Kopf bis Fuß alles in strahlendem Gelb. Die beste Kombination mit einem gelben Kleidungsstück bleibt die Farbe Schwarz. Zur schwarzen Skinny-Jeans und schwarzem Shirt kannst du perfekt einen gelben Sneaker und eine gelb-goldene Uhr tragen.

Schuhe

Gelb

Vans – Klassischer Sneaker „Sk8-Hi“ – Herren EU 42
€ 39

Pullover

Gelb

Superdry Sweatshirt
€ 29,99

Parfum

Gelb

Paco Rabanne
€ 75,50

Jacke

Gelb

WOOLRICH Jacke PACIFIC
€ 259,99

Kurze Hose

Gelb

EB Company Chino-Shorts
€ 39,99

Unterwäsche

Gelb

Smiley World Funny Hip lustige Boxershort Unterhose Pant Underwear Geschenk für Herren, Jungen, lustig witzig frech gelbe Smileys 95 % Baumwolle (M, gelb, schwarz, weiß)
€ 12,90

Uhr

Gelb

Citizen Quarzuhr »BF2013-56PE«
€ 99

Brille

Gelb

RAY-BAN Sonnenbrille » RB3557«
€ 127,80

Hemd

Gelb

Classic Langarm-Hemd mit Kentkragen
€ 34,99

Sportschuhe

Gelb

Adidas – Barricade 2017 Herren Tennisschuh (gelb/weiß)
€ 83,90

 

Fotos: Tracdelight PR; Amazon PR

Curly – Schach auf dem Eis bald von Robotern dominiert?

Der erstaunlicherweise bei deutschen sehr beliebte Wintersport, hat nun seine angehende Elite in den Startlöchern antreten lassen. Diese knallharte Truppe, die rein zufällig nur aus einem einzigen Mitglied besteht, ist quasi schon auf dem Weg zur Spitze des Eisbergs. Namen sind in epischen Erzählungen zwar nur Schall und Rauch, dennoch trägt die Nemesis der menschlichen Curling Elite einen Namen, der unsere Herzen erwärmt. Der kleine Roboter Curly wird’s euch zeigen!

Aktion und Reaktion

Curly

Curly kann auf Grund seines KI-Steuerungssystems auf die Spielzüge seines Gegenübers reagieren und selber den Stein spielen. Die Oberfläche der Curlingbahn ist nicht immer die einheitlichste und rutschig ist sie ja von Haus aus. Mit all diesen Faktoren hat die Maschine zu kämpfen. Klar, das müssen seine menschlichen Mitspieler auch aber das aneinanderstoßen von Berechnung und Erfahrung ist hier doch das eigentlich spannende.
Curling ist ein sehr strategisches Spiel und bringt alleine durch die Bahn viele Unsicherheiten mit sich. Dies in Echtzeit zu berechnen und einzuschätzen verlangt entweder eine KI oder das menschliche Gehirn.

Curlys Chassi

Curly

Ein dreirädriges Fahrgestell und eine Kamera an einem kleinen Mast sind schon alles was er braucht um mit den gehobenen Anfängern des Sports mithalten zu können. Das Eis zu wischen kann er natürlich nicht von alleine übernehmen also braucht er da zumindest von zwei ihm untergestellten Maden ähhhm wir meinen Menschen Hilfe. Sagten wir Hilfe? Wir meinten selbstverständlich Arbeitskraft! Sein Mental-Coach, die vier Masseusinnen und die zwei Personal Trainer gehen nicht auf das Eis und können demnach nicht in unserer Rechnung berücksichtigt werden.

Curly ist aber kein einfaches Hobby eines koreanischen Wissenschaftlers, sondern eine Methode um das maschinelle Lernen besser zu verstehen und an seine Grenzen zu bringen. Eine KI zu entwickeln, der einfach nur Kisten stapelt ist zwar auch eine Menge Arbeit aber auch schon längst perfektioniert.
Eine KI zu entwickeln, die in einem strategischen Spiel Unebenheiten der Bahn, den Rutschfaktor des Eises und die bereits liegenden Curlingsteine miteinberechnet ist was Anderes.

Die Robolympics?

Was wäre, wenn es in Zukunft Olympische Spiele nur mit Robotern geben würde? Die Wissenschaftler und Ingenieure der einzelnen Länder treten mit ihren Kreationen gegeneinander an und erhalten für den Sieg Leistungen für ihre Forschungen. Ach ja, wenn es doch nur eine Welt ohne das Militärische aufrüsten gäbe. Dieses wäre wahrscheinlich auch ein großer Faktor.

Das klingt zwar nach Zukunftsmusik, könnte aber bald Realität werden. Die Technologie könnte schon in wenigen Jahren vorhanden sein. Curly wird dann in seiner Privatlounge von seinen Bediensteten mit Weintrauben aus purem Öl gefüttert.

 

Fotos: 3DMAVR; wfnc_educ / Getty Images; © Korea University

Diese Pflege brauchst du zwingend nach dem Sport

Sportler sind durchtrainiert, haben bessere Kondition und wirken attraktiv auf die Frauenwelt. Genügend Gründe also, regelmäßig Sport zu treiben – oft genügt schon eine halbe Stunde bis Stunde nach der Arbeit, um etwas für die Fitness und damit auch Gesundheit zu tun. Wer z. B. regelmäßig joggen oder ins Fitnessstudio geht, fühlt sich rundum gut und wird stressresistenter. Allerdings muss nach jeder Sporteinheit auch geduscht werden, da man den Schweiß vom Sport ungern mit nach Hause bringt. So duschen Sportler im Schnitt doppelt so oft als Menschen, die überhaupt keinen Sport betreiben. Das hat unter anderem Auswirkungen auf die Haut und ändert die Ansprüche dieser, wenn es um die Pflege geht. Nicht umsonst leiden viele Sportler unter Hautproblemen.

Du denkst, dass du als Mann keine Hautpflege brauchst? Dann unterliegst du einem kleinen Irrtum, welcher sich in den nachfolgenden Zeilen aufklären wird. Die richtige Pflege nach dem Duschen ist nämlich unverzichtbar, damit deine Haut nicht austrocknet und sich unangenehme Begleiterscheinungen vermeiden lassen.

Problematik beim Duschen

Du duschst nach jeder Trainingseinheit? Das ist gut so, denn niemand möchte verschwitzt und stinkend nach Hause fahren. Allerdings bringt häufiges Duschen eine Herausforderung für deine Haut mit sich, die folgendermaßen aussieht: unsere Haut besitzt einen natürlichen Schutzfilter, der sich aus Feuchtigkeitsfaktoren und Fetten ergibt. Dieser schützt die Haut vor schädlichen Einflüssen der Außenwelt und Austrocknung.

Wer nun häufig duscht, bringt den körpereigenen Schutzfilter der Haut in Gefahr. Denn beim Duschen wird schon lange nicht mehr nur Wasser angewendet, sondern meistens aromatisierte Duschgele, die besonders männlich riechen sollen und auf keinen Fall PH-neutral sind. Das Gleiche gilt für Seifen, die an Stelle von Duschgel zum Einsatz kommen. Danach wird meist ein Deo aufgetragen, um weiteres Schwitzen zu verhindern.

Das viele Wasser in Kombination mit chemischen Stoffen führt dazu, dass der natürliche Schutzfilter der Haut angegriffen wird oder im schlechtesten Fall sogar ganz verschwindet. Trockene Haut ist die Folge davon. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern tut auch weh, denn die Haut fängt an zu spannen und zu jucken. Schuppen, gerötete Stellen oder Ekzeme können weitere Folgen der Austrocknung sein. Problematisch wird es vor allem im Herbst und Winter, wenn die Heizungsluft in Zimmern zusätzlich eine Belastung für die Haut darstellt und ihr Feuchtigkeit entzieht. Hauttypen, die von Natur aus zu trockener Haut neigen, sind besonders gefährdet. Hier gilt es, frühzeitig gegenzusteuern und die Haut mit der richtigen Pflege so zu verwöhnen, dass selbst tägliches Duschen nichts ausmacht.

Die richtige Pflege anwenden

Pflege

Den ersten Schritt in die richtige Richtung machst du, wenn du dir ein PH-neutrales Waschmittel (Duschgel oder Seife) aussuchst. Dieses ist weniger aggressiv und ermöglicht eine sanftere „Behandlung“ deiner Haut während dem Duschen. Für einen guten Geruch kannst du hinterher immer noch mit einem guten Deo oder einem Spritzer Parfüm sorgen.
Nach dem Duschen solltest du deine Haut vorsichtig abwischen. Wenn du ein Handtuch verwendest, ist es besser, die Haut an empfindlichen Stellen wie z. B. dem Gesicht nur abzutupfen anstatt abzurubbeln. Anschließend brauchst du entsprechende Pflege, um deiner Haut die verlorengegangene Feuchtigkeit wiederzugeben. Auch Fette lassen sich auf diesem Weg wieder zuführen. Am ehesten empfehlen sich Cremes und Lotions, die hautähnliche Lipide (Fette) enthalten. Ebenfalls gut sind Produkte, die einen hohen Anteil an Antioxidantien bieten. Diese helfen dabei, die Haut vor der Bildung freier Radikale zu schützen. Das Schöne ist, dass die Kosmetikindustrie mittlerweile ein breites Angebot an Männerprodukten bietet und auch spezielle Produkte für trockene Haut zu finden sind.

Wenn du dir unsicher bist, kannst du dich vor Ort einfach beraten lassen. Es ist heutzutage nichts Ungewöhnliches, dass Männer nach Pflegeprodukten fragen. Im Sommer sind Pflegeprodukte mit Menthol zu empfehlen, da sie zusätzlich für einen kühlenden Effekt sorgen und durch weniger Schweiß weniger Feuchtigkeit verloren geht. Du kannst den Prozess natürlich unterstützen, indem du nach dem Sport viel Wasser trinkst. Denn auch darüber wird die Haut mit Feuchtigkeit versorgt. Ein ausgiebiges Sonnenbad nach einer Runde joggen solltest du übrigens meiden, da die UV-Strahlen den gegenteiligen Effekt bewirken.

Do’s and Don’ts

Diese Dinge solltest du dir bei häufigem Duschen angewöhnen:

– PH-neutrale Duschgels/Seifen verwenden
– Haut sanft abtupfen statt trocken rubbeln
– Die Haut mit geeigneten Pflegeprodukten eincremen
– viel Wasser trinken

Diese Dinge solltest du lieber vermeiden:

– intensives Sonnenbaden nach dem Sport
– aggressive Duschgels verwenden
– der Haut Fett durch Öle oder Vaseline zufügen wollen
– sich vor Pflegeprodukten oder Beratung scheuen

Fazit

Sport ist gesund und tut gut, bringt jedoch auch häufiges Duschen mit sich. Und damit die Problematik, dass der natürliche Schutzfilter der Haut, bestehend aus Feuchtigkeit und Fetten, über kurz oder lang zerstört wird. Es muss mit Pflegeprodukten nachgeholfen werden, um die Haut mit den fehlenden Stoffen zu versorgen und eine Austrocknung zu verhindern. Trockene Haut stört nicht nur die Optik, sondern kann auch zu schmerzhaften Begleiterscheinungen führen.

Wenn du ein paar Tipps beachtest und die richtige Pflege anwendest, musst du dir jedoch um die Gesundheit deiner Haut keine Sorgen machen. Es gilt, ein gewisses Bewusstsein für die Bedürfnisse von Sportlerhaut zu entwickeln und auf aggressive Duschgels zu verzichten.


 
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Fotos: LukaTDB / Getty Images

Huawei P20 Pro – Neun Generationen übersprungen

Die spinnen die Chinesen. Erst übergeht Bill Gates Windows 9, dann wird uns das iPhone9 vorenthalten und nun überspringt Huawei neun Generationen seiner P Reihe. Erkennst du auch eine Art Muster? Mal ganz davon abgesehen, dass die Zahl neun in der Technikindustrie wie eine 666 in der Kirche behandelt wird, können wir dennoch nach vorne blicken und uns auf neue Huawei P20 Pro freuen.

Lite, Normalo, Pro

Huawei P20 Pro

Huawei hat aus irgendeinem Grund die Angewohnheit alle Smartphones ohne das Suffix „Pro“ immer ein klein wenig schlechter zu machen. Das soll uns nicht weiter stören, weil wir ja nur auf das Pro scharf sind. Trotzdem ein etwas pappiger Nachgeschmack, wenn du bedenkst, dass du für das Pro-Modell auch mehr Zaster auf den Tisch legen musst.

Huawei fliegt außerdem nun auch den Trend der berühmt berüchtigten Notch. Diese ist zwar nicht so eine Monobraue wie beim iPhoneX aber etwas markanter als die original Notch vom Essential Phone. Mit 81,9% screen-to-body ratio ist dies aber noch gut verkraftbar. Das Display, welches ein AMOLED Display ist, verspricht 16 Millionen Farben und hat eine Auflösung von 1080 x 2244 Pixel bei einer Displaydiagunale von 6.1“. Das entspricht einem etwas komischen Verhältnis von 18.7:9. Huawei wollte den anderen wohl wieder etwas voraus haben, denn das 18:9 Verhältnis ist bei Smartphones im Moment im Trend.

40

Huawei P20 Pro

Richtig gehört, 40 Megapixel wird das neue Flaggschiff mit sich tragen. Die kommen auch nicht von irgendwo. Das Huawei P20 Pro ist nämlich das erste Smartphone, das ganze drei Kameras in sich trägt. Davon gibt dir die große 40 MP (f/1.8, 1/1.17“, OIS), die mittlere 20 MP (f/1.6) und die kleine 8 MP (f/2.4). Die Feature Liste ist auch nicht schlecht belegt, denn du bekommst Geo-tagging, touch focus, Gesichtserkennung, HDR und Panorama als Funktionen zur Verfügung gestellt.

Leider kann das P20 Pro nur bis Full HD mit 60 FPS (Bildern die Sekunde) aufnehmen. Bei einem 2k Video müssen dir wohl oder übel die 30 FPS ausreichen. Die Frontkamera packt immerhin 24 MP (f/2.0) bei 1080p.

Künstliche Intelligenz

Huawei P20 Pro

Durch das Kirin 970 Chipset erhältst du auch wieder deine Features mit der dein Telefon ganz unterbewusst optimiert wird. So sorgt der Chip beispielsweise für bessere Fotos und erhöhte Akkulaufzeit. Wo wir grade beim Akku sind. Du kriegst saftige 4000mAh auf den Tisch gelegt. Das ist genauso viel wie beim Razer Phone.

Die 6 Gigabyte RAM bieten dir genügend Power um jede App smooth auszuführen. Wo hingegen 128 Gigabyte interner Speicher ordentlich Platz ist um diese auch unterzubringen. Einen weiteren Kartenslot hat das Pro leider nicht, sodass du dich mit dem vorhandenen Speicherplatz zufrieden stellen musst. Nur ein kleiner Haken am dicken Fisch.

Fazit – Huawei P20 Pro

Mit dem erwarteten Erscheinungsdatum im April 2018 steht das Huawei P20 Pro quasi schon an unserer Haustür. Für ganze 900€ kann diese Revolution der Smartphonebranche dir gehören. Du hast die Wahl zwischen normalem Schwarz, Midnight Blue und Twilight  (beste Farbe). Alles in allem ist das Pro ein sehr solides Smartphone.

Falls du aber doch eintausend Euro mehr auf der hohen Kante zu liegen hast, kannst du auch das Huawei Mate RS nehmen. Das hat ein paar mehr Features und größeren Speicherplatz, ist aber keine 1700 bis 2100 € Wert. Unserer Meinung nach ist das „normale“ P20 Pro das beste im Preis Leistungsverhältnis der Reihe.

 

Fotos: Amazon PR

Jeden Tag halb fünf aufstehen – Pure Disziplin oder helfende Routine?

Früh morgens um Drei ins Bett gehen und den Arsch ab sieben wieder hochschwingen? Kein Problem für dich, denn das ist schließlich deine Routine der letzten fünf Jahre. Es ist zwar ganz praktisch, wenn du nur so wenig Schlaf brauchst, aber ungesund ist es allemal. Wir zeigen dir die beste Methode um deinen Schlafrhythmus auf ein gesundes Maß zu bringen und ob sich um halb fünf aufzustehen, was für einen Bäcker ja Routine ist, wirklich lohnt.

Das Armee-Prinzip

Viele ehemalige Soldaten berichten davon, dass sie immer noch um halb fünf morgens aus der Kiste springen. Dabei ist dies keine Art „Trauma“, sondern der neu adaptierte Lebensstil dieser Menschen. Halb fünf auf der Matte zu stehen trägt Vor- und Nachteile mit sich. Du hast so früh schon mal deine Ruhe vor allen anderen Leuten in deinem Umfeld also kannst du dich nur auf dich selbst konzentrieren. Versuch um 16 Uhr nachmittags dein Workout auf die Reihe zu kriegen. Schon klingelt das Telefon und dein Chef braucht dich.

Früh morgens schlafen alle und du kannst ungestört deine 100 Sit-Ups machen. Wann hast du das letzte Mal dein 10.000 E-Mail-Postfach sortiert? Richtig, vor gefühlt 10.000 Mails. Noch bevor dein echter Arbeitstag begonnen hat, hast du schon die Gewissheit etwas für dich selbst am Tag geschafft zu haben.

Pure Disziplin?

halb fünf aufstehen

Gerade die ersten paar Tage, an denen du deinen Schlafrhythmus umstellst, werden schwer für dich verlaufen. Am besten suchst du dir, das mag jetzt vielleicht semi-geil klingen, ein Wochenende raus, um deinen Schlafzyklus anzupassen. An freien Tagen ist der Schweinehund aus dem Bett zu steigen zwar besonders hoch, aber in der Woche oder gar an einem Montag damit anzufangen halten selbst wir für Wahnsinn.

Nach nicht einmal einer Woche wirst du schon einen spürbaren Unterschied in deiner Morgenroutine merken. Klar, dass dich dein Wecker um halb fünf aus dem Stripclub reißt, wäre dann die erste Veränderung. Aber auch deine ganze Energie verteilt sich anders auf den Tag. Plötzlich hast du vier Stunden vor der Arbeit, welche du in die verschiedensten Dinge investieren kannst und trotzdem noch fit für die Arbeit danach bist.

Das innere Gefühl

Bei dieser ganzen Nummer, um halb fünf aus dem Bett zu fallen, geht es im Kern darum, dass du dich selbst besser fühlst. Am Anfang wird es vor allem auf Grund der Müdigkeit schwer. Die Umstellung braucht schon seine Zeit und du kannst erst einmal damit beginnen um sechs aufzustehen. Besonders wichtig ist, dass du es auch am Wochenende durchziehst und dich nicht gleich bei der ersten Gelegenheit davor drückst.

Unser Fazit: Um halb fünf aufzustehen erfordert eine gewisse Grunddisziplin wird aber ganz schnell zur helfenden Routine des Alltags.

 

Fotos: Geber86; francescoch / Getty Images

Massiv – wie „4 Blocks“ sein Leben veränderte

Seit Jahren ist Massiv vor allem in der Deutsch-Rap-Szene bekannt. Doch das änderte sich schlagartig, als die erste Staffel von „4 Blocks“ an den Start ging. Man sagt, es sei eine der authentischsten, besten und härtesten Serien, die jemals in Deutschland produziert wurde und die Schattenseiten unserer Hauptstadt wie keine andere Serie in Szene setzt. Und wir können dies nur bestätigen. Massiv, der in „4 Blocks“ Latif Hamady spielt, hatte mit Schauspielerei nie wirklich viel zu tun, doch überzeugt auch hier mit seinem Können, seiner nicht unbedingt gespielten Härte und seinem gleichzeitig vorhandenen Humor. Eine Kombination, von der wir hoffen, noch viel mehr zu sehen.

Wir haben uns mit Massiv getroffen und ihm natürlich Fragen zur zweiten Staffel gestellt, zu seinem Leben vor „4 Blocks“ und zu seiner Karriere als Rapper. Schon jetzt kann gesagt werden, dass die zweite Staffel im Herbst gelauncht wird und härter wird, als alles Vorangegangene.

Ajouré: Du bist mit dem Namen Massiv (ehem. Pitbull) wohl den meisten bekannt. Dann kam in 4 Blocks Latif Hamady dazu und bürgerlich heißt du: Wasiem Taha. Wie nennen dich denn deine engsten Freunde? Auch Massiv, oder doch eher Wasiem?

Massiv: Ja, also jetzt momentan nennen mich alle Massiv.

Gibt es „4 Block“-Fans, die dich auf der Straße Latif rufen?

Massiv: Ja, durchaus. Dass das solche Auswirkungen haben wird, hätte ich nicht gedacht. Leute sprechen mich an und wissen gar nicht, dass ich eigentlich Rapper bin. Da werde ich im Bauhaus, IKEA oder irgendwo an der Kasse mit Latif angesprochen. Zum Beispiel war da vor kurzem ein Sechzigjähriger hinter mir an der Kasse und meinte: „Latif, lass mal ein Selfie machen. Du bist ja in echt ein dufter Kerl.“ Die haben einfach Latif im Kopf und haben keine Ahnung von meiner Karriere als Rapper. Man scheint teilweise nur noch Latif von „4 Blocks“ zu kennen (lacht). Es ist aber durchaus schön so, es hat auch seine Vorteile, denn ich habe gemerkt, dass Menschen über 40, die dich anhalten, ganz anders mit dir sprechen und umgehen, als wenn du einfach nur ein Rapper bist. Da erscheint man seriöser und macht ein bisschen Small-Talk. Bei Hip-Hop ist das einfach ganz anders.

Massiv

Ajouré: „4 Blocks“ ist in Deutschland eingeschlagen, wie kaum eine andere Serie. Du als Latif Hamady hast eine der Hauptrollen. Wie schwer war es, ohne direkte Schauspielausbildung eine so gute Leistung abzuliefern? Ist dir das leicht gefallen?

Massiv: Freut mich, das zu hören. Ich hatte ja vorher schon einige Anfragen mit größeren und kleineren Projekten. Aber ich habe immer abgesagt, denn mir war wichtig, dass ich mich in meiner Rolle wohlfühlen kann. Dann kam das Drehbuch von „4 Blocks“ und mir war klar, dass das passt wie die Faust aufs Auge. Mir ist das natürlich nicht leichtgefallen. Im Gegenteil. Es war sogar sehr schwer, denn ich wollte nicht, dass die Leute Massiv sehen, sondern Latif Hamady.

Beim Casting war es zum Beispiel so, dass ich in einen Raum gerufen wurde, in dem drei Kameras standen. Man hat mir dann eine Baby-Puppe in die Hand gedrückt und gesagt: „Stell dir vor, du siehst dein Kind zum ersten Mal und es besucht dich gerade im Knast.“ Ich habe dann eine Mischung zwischen Trauer und Coolness gespielt und das scheint geklappt zu haben. Wahrscheinlich hat man erwartet, dass ich die ganze Zeit nur am Rumschreien bin, wie in der Anfangsszene, wo ich meine Frau zurechtweise, dass sie von der Couch runtergehen soll. Aber das hätte nicht so gut harmoniert mit der Gegenrolle von Abbas (Veysel Gelin). Darum bin ich eher der ruhige und bedachte Typ und Veysel ist der Durchdreher.

Wieviel Wahrheit steckt deiner Meinung nach in „4 Blocks“?

Ich sag mal so: Es ist eine Geschichte, sie soll unterhalten und es ist teilweise natürlich Fiktion. Aber das alles ist Berlin. Wenn irgendwo in Deutschland eine Weltstadt für seine Kriminalität bekannt ist, dann ist das Berlin. Hier wird geschossen, hier wird gestochen, hier gibt es arabische Großfamilien, die vielleicht auf andere Art und Weise ihr Geld verdienen. Das ist eine bekannte Sache. Hier herrscht eine ganz andere Atmosphäre als überall sonst in Deutschland. Hier herrscht eine andere Kultur. In Berlin gehst du mittwochs nachts um zwei Uhr am Kottbusser Tor raus, gehst was essen und trinken und gehst am Ende noch feiern. Es hebt sich im Vergleich zu allen anderen Städten komplett ab. Hamburg hat natürlich auch so eine ähnliche Szene, aber wir reden hier von der Reeperbahn und von Rotlicht. Da gehst du hin, die Leute kotzen links und rechts hin, und das hat nichts mit Kultur zu tun, denn das ist eher eine „Fun Ecke“. Berlin ist die einzige Stadt, wo man sowas wie „4 Blocks“ authentisch präsentieren kann.

Ajouré: Kannst du dich mit deinem Charakter Latif identifizieren?

Massiv: Sehr. Ich habe das Drehbuch schon fünf Monate vor Drehbeginn in meinen Händen gehabt und habe mir wirklich jede Rolle einzeln durchgelesen. Wer hat welche Rolle, wer spielt welchen Charakter, wie am besten und so weiter. Und da habe ich mir schon sehr gewünscht, die Latif-Rolle zu bekommen, denn diese Rolle passt am ehesten zu mir. Denn ich falle nicht in irgendwelchen Clubs rum, hure nicht rum, schlafe nicht mit irgendwelchen Frauen, sondern habe mein Stolz und meine Ehre. Und so kann ich ohne große Probleme nach dem Drehtag nach Hause gehen und mich auch am nächsten Tag noch im Supermarkt mit meiner Frau an meiner Seite blicken lassen. Das war mir persönlich wichtig, denn ich habe auch beim Rappen einen Gang zurückgeschaltet. Ich benutze seit drei Jahren keine Schimpfwörter oder Fäkaliensprache mehr und trotzdem bin ich damit sehr erfolgreich. Also jeweils immer TOP 10 und das möchte ich beibehalten. Ich möchte mich nicht für jemand anderen verkaufen, nur weil das jetzt gerade polarisiert.

Massiv

Ajouré: „Berlin spricht jetzt arabisch“ ist ein tragender Satz von Toni Hamady (gespielt von Kida Ramadan). Wie viel Wahrheit steckt dahinter?

Massiv: Ich denke, der Satz trifft in manchen Gegenden durchaus zu. Es war ja damals auch so, dass ein Türke in Kreuzberg nicht unbedingt Deutsch lernen musste. Und so ist es mittlerweile auch mit Arabisch. Wenn du in Neukölln Arabisch kannst, kannst du ganz normal einkaufen gehen. Du kannst zum arabischen Arzt gehen, dann mit einem arabischen Dolmetscher ins Jobcenter und hast am Ende des Tages noch keinen einzigen Satz Deutsch gesprochen.

Findest du das gut oder eher kontraproduktiv?

Ich finde, dass jeder der hier lebt, sich auch integrieren sollte. Und Integration bedeutet an erster Stelle, die Sprache zu lernen. Ist ja blöd, wenn einer zu mir in die Wohnung zieht und meine Sprache nicht spricht. Das geht ja nicht. Ich denke auch nicht, dass es den Menschen egal ist, ob sie Deutsch lernen oder nicht. Ich denke eher, es liegt an der Faulheit, denn man denkt: „Ok, es klopft ja keiner an meine Tür und zwingt mich Deutsch zu sprechen oder in die Schule zu gehen.“ Es gibt einfach keine Richtlinien, die einen vielleicht dazu treiben, die Sprache zu lernen. So etwas wie drei Tests und wenn du durchgefallen bist, wirst du abgeschoben. Sowas gibt es nicht.

Wie haben deine Eltern das denn gemacht, als sie damals nach Deutschland kamen?

Meine Mutter spricht und schreibt perfekt Deutsch. Mein Vater eher so lala. Er hat fünf verschiedene Fremdsprachen gelernt, hat diverse Diplome in den verschiedensten Sprachen und hat in fünf verschiedenen Ländern studiert, wie Libyen, Irak und Jordanien. Er kam mit einem Stoß Diplome nach Deutschland und wollte Ingenieur werden, ist dann aber bei der Müllabfuhr gelandet und hat dort einen festen Arbeitsvertrag bekommen. Anschließend hat er noch einen besseren Arbeitsvertrag bei Mercedes bzw. der Metallgießerei in Landau bekommen. Dort hat er dann 22 Jahre in drei Schichten gearbeitet und war nicht einen einzigen Tag davon krank. Alte Schule halt. Und das finde ich sehr gut.

Ajouré: Kanntest du deine Schauspielkollegen bereits vorher? Oder hast du durch „4 Blocks“ neue Freundschaften geschlossen?

Massiv: Ich kenne Kida Ramadan schon seit locker zehn Jahren. Super Typ und ein sehr gechillter Mensch. Veysel kenne ich schon seit sechs oder sieben Jahren.

Macht es das leichter am Set, wenn man mit Freunden dreht?

Leichter am Set weiß ich nicht wirklich. Kida ist wie immer souverän und seriös und zieht sein Programm komplett durch. Aber bei mir ist es so, dass je ernster die Situation ist, umso mehr habe ich einen Lachflash. Das ist einfach so. Ungefähr wie damals in der Schule, wenn der Lehrer dir sagt: „Ruhe, nicht mehr lachen!“ Dann fängst du an dich zurückzuhalten, und dann musst du um so mehr lachen. Und mir passiert sowas oft am Set. Damit mache ich schon mal ganze Szenarien kaputt und wir müssen das 50 Mal wiederholen. Aber es ist dafür auch eine Top-Stimmung am Set.

Massiv

Ajouré: Wie wird denn die 2. Staffel im Vergleich zur ersten? Kannst du etwas spoilern?

Massiv: Also die erste Staffel war schon krass, aber man muss ehrlich sagen, dass zwischen den beiden Staffeln Welten liegen. Die zweite wird um ein Vielfaches härter, dagegen ist die erste Staffel Kindergarten. Im Nachhinein muss ich natürlich schon sagen, dass die erste Staffel Wahnsinn war, doch wie gesagt, alles Mickey Mouse im Vergleich zu dem, was im Herbst kommt.

Was genau ändert sich denn?

Man merkt ganz klar, dass die Regie und die Produzenten deutlich einen draufsetzen wollen. Angefangen beim Schnitt und den Kameraschwenkungen. Die Story selbst natürlich auch. Es hat mittlerweile einen Amerika-Style bekommen und da neben Deutschland auch Österreich und Schweiz „4 Blocks“ schauen, war klar, dass wir da noch eine Schippe drauflegen müssen. Die Leute erwarten das auch. Oftmals ist es ja so, dass die zweite Staffel einer Serie nie so gut und spannend ist, wie die erste Staffel. Und das soll und wird uns bei „4 Blocks“ nicht passieren. Wir werden die Erwartungen übertreffen.

Ajouré: Du kommst ursprünglich aus Pirmasens und bist ca. 1996 nach Berlin gezogen, um zu rappen. Wie schwer war der Anfang hier für dich?

Massiv: Relativ schwer, denn du kommst aus einer Klein- in eine Großstadt. Du siehst ganz viele Menschen auf einem Haufen, die Kultur ist einfach komplett anders und jeder will auf einmal was von dir, da gleichzeitig der Erfolg mitkam. Ich bin 2005 hier hergekommen und 2006 hat es mit der Musik direkt funktioniert. Da stand ziemlich schnell jede arabische Großfamilie unten vor der Tür. Das war so willkommen-in-Berlin-mäßig. Jeder wollte mir helfen und für mich da sein, aber die musste ich erst einmal alle abwimmeln und denen erklären, dass du auch ohne die kannst. Da musste ich mich mit meinen 130 Kilo schonmal durchsetzen.

Wo hast du hier zuerst gewohnt? Direkt Wedding, wo du heute noch bist?

Ja. Ich lebe immer noch im Wedding. Ich habe hier alle Menschen kennengelernt und zum ersten Mal einen richtig guten Döner hier gegessen und habe mich wohlgefühlt (lacht). Aber geh doch mal in Pirmasens einen Döner essen. Das kannste vergessen.

Massiv

Ajouré: Du bist als Rapper erfolgreich und bekannt, jetzt auch noch als Schauspieler in der Rolle Latif Hamady bei „4 Blocks“. Hoffst du, dass weitere Aufträge für TV reinkommen, oder willst du es lieber beim Rappen belassen?

Massiv: Für mich ist alles, was zu mir passt, auch gut. Ob das Film oder Musik ist mir egal. Aber das Drehbuch muss stimmen. Das Geld alleine interessiert mich nicht genug. Da muss alles andere auch passen.

Wie viel mehr oder weniger Spaß hat das Schauspielern im Vergleich zum Rappen gemacht?

Rappen ist schon etwas Besonderes für mich. Das war der Startschuss für mich. Etwas Schönes in meinem Leben, was einfach meine Aggressionen rauslässt. Bei der Schauspielerei ist es so, dass du etwas ablieferst, dann nach Hause gehst und erst Monate später weißt, ob das, was du da gemacht hast, gut oder schlecht war. Beim Rappen lieferst du ab, kannst es am selben Tag noch hören und dann direkt schauen, was du vielleicht noch ändern möchtest. Beim Film geht das so nicht. Zumindest ist das meine erste Erfahrung.

Ajouré: Schreibst du deine Songtexte selbst?

Massiv: Ja. Ich schreibe sie alle selbst.

In welche Situation musst du dich versetzen, um neue Texte zu entwerfen?

Also bei mir ist es so, dass ich immer Bock habe zu schreiben. Wenn ich anfange zu schreiben und in einen Flow reinkomme, dann vertiefe ich mich in das Szenario, bau mir meine eigene Welt und nutze alles, was ich gesehen, gehört oder selbst erlebt habe. Ich lasse da alles mit einfließen. Ich kann mich da komplett gehenlassen.

Wieso hast du deine Sprache in den Texten verändert. Keine Schimpfwörter mehr und so?

Auch ich bin älter und reifer geworden. Und wenn ich draußen auf den Straßen Bilder mit Kids mache, wo eventuell die Eltern noch daneben stehen, dann sollen die, wenn sie mich googeln, sehen, dass auch ich mich verändert habe. Vielleicht dann sogar eine Art Typ sehen, den man als Vorbild nehmen kann. Ich denke, ich habe jahrelang harte Musik gemacht, wurde indexiert, hab Wellen gemacht und hatte eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Jetzt versuche ich zwar trotzdem diese Härte beizubehalten, aber gleichzeitig eher für Motivation zur Aufmunterung der Kids zu sorgen, dass die aufstehen und zur Schule gehen.

Massiv

Ajouré: Drei kurze Fragen – drei kurze Antworten:

Berlin ist hart, weil… es mit Abstand das Härteste in Deutschland ist.

Berlin ist für mich die beste Stadt Deutschlands, weil… es die einzige Stadt ist, wo du Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag um zwei Uhr nachts in einer Seitenstraße zwischen 30 Dönerläden raussuchen kannst, welche Soße du willst (lacht).

Berlin und ich haben gemeinsam, dass… wir weltoffen und multikulturell sind.

Ajouré: Du machst harte Musik und spielst eine sehr harte Rolle. Hast du trotzdem so etwas wie eine Herzensangelegenheit, für die du alles stehen und liegen lässt?

Massiv: Ich bin da immer für alles offen, was in diese Richtung geht. Gerade in unserem Internet-Zeitalter, wo man etwas Gutes tun kann, indem man einfach nur seine Reichweite nutzt. Für solche Dinge setze ich mich tatsächlich gerne ein. Auch wenn ich mal einen Neffen von irgendjemandem im Krankenhaus besuchen kann, dem es vielleicht sehr schlecht geht, dann mache ich das natürlich. Aber sowas poste ich dann nicht. Ich mache das aus Überzeugung und weil es für diese Person etwas bedeutet. Das muss man dann nicht an die große Glocke hängen, wie vielleicht andere das machen. Ich finde, wenn du spendest, solltest du es aus Überzeugung tun und nicht, um dich danach auf den Social-Media-Kanälen gut hinzustellen.

Ajouré: Was kommt 2018 von dir, neben der 2. Staffel von „4 Blocks“?

Massiv: Mein neues Album „M10 / 2“ kommt im September raus, wo auch viele Titel für „4 Blocks“ dabei sind.

Massiv

 

Fotos: Farido Davis

Der große AJOURE´Men Over/On-Ear Kopfhörer Test

Wenn es um High-Class-Kopfhörer geht, ist Sennheiser meistens einer der ersten Namen, die genannt werden. Doch was ist für den Otto Normalverbraucher denn nun die Spitze des mobilen Musikgenusses? Der Momentum Wireless Black kommt dieser Spitze verdammt nahe. Aber auch der Libratone Q Adapt und der Teufel Mute BT folgen dicht auf.

Design

Momentum Wireless

Kopfhörer Test

Kennst du diese Leute, die wie ein Eurofighter-Pilot aussehen, nur weil sie ihre normalen Kopfhörer oder gar ihr Gaming-Headset unterwegs benutzen. Diese Zeiten sind für dich vorbei, denn die Momentum Wireless schmiegen sich mit ihrem sehr dünnen, aber dennoch stabil gebauten Chassis schön an deine Kopfform an. Sofern der Style-Faktor für dich eine entscheidende und kompromisslose Rolle einnimmt, bist du hier an deiner Endstation angekommen. Die Kopfhörer in deinen Stil mit einzubauen wird ganz sicher nicht schwer, da sie für sich selbst ein Statement setzen und nicht extra unterstrichen werden müssen.

Der Momentum macht seinem Namen alle Ehre und ist größtenteils im Design dunkel gehalten. Mit Ausnahme von einigen Akzenten und den Schienen, auf denen die Kopfhörer fahren, sind alle Elemente des Kopfhörers… warte mal, die Kopfhörer fahren auf Schienen? Du hast ganz richtig gehört. Und das funktioniert sogar besser als das 08/15-Klick-System, das die meisten Kopfhörer benutzen. Außerdem liegen die Kabel zwischen Lautsprecher und Bügel offen. Das sieht alternativ, spacig und frisch aus.

Die Lederpolster an den Ohrmuscheln haben ein schön knackiges Schwarz und beulen durch die Art und Weise, wie sie genäht wurden, nicht so schnell aus. Beim Design wurde also auch in praktischer Hinsicht mitgedacht. Wirklich das Einzige, das man aussetzen könnte, ist die Akzentfarbe, die hier gewählt wurde. Das Beige-Orange sieht zwar auf dem Kopfhörerbogen ganz cool aus, passt aber nicht so gut in die Ohrmuscheln. Ein kontrastreiches Weiß hätte unserer Meinung nach etwas mehr Dynamik in das Allroundpacket gebracht. Alles in allem ist dies dennoch ein äußert verkraftbarer Minuspunkt. In Sachen Design schließt der Momentum Wireless Black mit einem fast perfekten Ergebnis ab.

Punktzahl: 9,5 / 10

Libratone Q Adapt

Kopfhörer Test

Wenn du eher der On-Ear Typ bist, haben wir hier für dich einen schnieken Libratone Q Adapt. Die Devise lautet hier ganz klar Minimalismus durch und durch. Hier wirst du auf deine Kosten kommen, wenn du es eher klassisch magst und deine Kopfhörer als leichten Akzent tragen möchtest. Das Chassis ist mit Ausnahme der Lautsprecherhalterungen, welche Silber sind, komplett in Schwarz und Grau gehalten. Wo wir schon bei den Lautsprecherhalterungen sind, diese bieten nämlich den designtechnischen Vorteil, dass sie auf Schienen innerhalb des Kopfhörerbügels laufen. Dadurch wird das abgerundete Design des Geräts nicht durch Lücken gestört und der Bügel liegt relativ flach an.

Die Lautsprecher sind kreisrund und haben – klar minimalistisch gehalten – „nur“ zwei Knöpfe. Durch die relativ geringe Größe, welche durch den Fakt bedingt ist, dass sie On-Ear- und nicht Over-Ear Kopfhörer sind, ziehen sie nicht den Fokus direkt auf sich. Das ist zum einen in einer schlechten Nachbarschaft recht hilfreich, aber auch eine interessante Designentscheidung, solche Top-Kopfhörer eher unauffällig zu gestalten. Das ist wohl das gleiche Prinzip wie bei einem guten Wein. Nur die Kenner sehen den entscheidenden Part.

Die Polster haben ein schickes Lochmuster, um den Sound auch durchzulassen, der Kopfhörerbügel hat einen angenehm zu tragenden Stoffüberzug, welcher auch noch stylisch aussieht und die Lautsprecherhalterungen setzten einen tollen Akzent. Alles in allem ist der Libratone also unser Champion in Sachen Design mit dementsprechender Bewertung.

Punktzahl: 10 / 10

Teufel Mute BT

Kopfhörer Test

Hat jemand Eurofighter gesagt? Die Teufel Mute BT sind brachial groß und definitiv ein Blickfang, wenn es um Männlichkeit geht. Die bulkigen Lautsprecher halten nicht nur Kugeln auf, sondern sehen auch noch teuflisch gut aus. Mach dich übrigens darauf gefasst, dieses Wortspiel mit „teuflisch“ den Rest des Artikels lesen zu dürfen, wann immer wir die Gelegenheit sehen.

Der komplett in Schwarz-Grau gehaltene Mute BT hat als Akzent in den Ohrmuscheln das typische teufelsrot. Das sieht nicht nur ganz klar nach Teufel sondern auch teuflisch g… ok, wir hören ja schon auf. Der Bügel und die Lautsprecher gehen beinahe nahtlos ineinander über und lassen den Kopfhörer erscheinen, als wäre er aus einem einzigen Teil gehauen. Das addiert noch ein paar mehr Pluspunkte zur Männlichkeit hinzu.

Der Teufel hat eine klare Farbgebung, brachiale Kurven und ist wie für dich geschaffen, wenn du ein Schrank von einem Mann bist. Bei etwas kleiner gebauten Freunden könnte der Mute BT allerdings ein gewisses Top-Gun-Feeling auslösen, was dich aber nicht davon abhalten sollte, den Kopfhörer trotzdem aufzuprobieren. Im Vergleich zu den anderen Geräten schneidet er zwar niedriger ab, allerdings nur aufgrund des Nischendesigns.

Punktzahl: 7 / 10

Technische Daten

Momentum Wireless

Kopfhörer Test

Was eigentlich zählt, sind sowieso die inneren Werte. Was kann dir der Momentum Wireless an technischem Vorsprung zur Konkurrenz bieten? Erst einmal gibt es atemberaubende 22 Stunden Akkulaufzeit mit einem 600mAh Akku. Somit brauchst du dein Gerät nicht jeden Tag an die Strippe hängen. NFC One Touch Pairing ist auch enthalten, damit du dich nicht mit lästigen Einstellungen rumschlagen musst. Alternativ bietet dir der Momentum aber auch Bluetooth. Dieses ist extrem schnell und wechselt auch ohne Probleme die Geräte. Nichts ist schlimmer als von teurer Technik genervt zu sein, weil sie nicht funktioniert oder gar Bugs hat. Dieses Problem hatten wir hier nie.

Dir wird echter Hi-Fi-Sound geboten. Dies ist durch die „aptX“-Technologie möglich. Damit Daten per Bluetooth übertragen werden können, werden diese in Codecs komprimiert und „aptX“ ist eben diese Art von Codec. „aptX“ wird in Smartphones verbaut und ist somit sozusagen die Norm an Codecs.

Das Noise Guard Hybrid System lässt dich ein wunderbar ruhiges Umfeld spüren. Das aktive Noise Cancelling wird durch vier angebrachte Mikrofone erreicht, die die Geräusche der Umgebung herausfiltern und dein Sounderlebnis neutraler und besser klingen lassen. Das ist aber nicht der einzige Zweck der Mikrofone, denn zum Telefonieren kannst du die Momentum Wireless ebenfalls benutzen. Die Soundqualität beim Telefonieren ist überragend. Du hörst keinen Unterschied zu normalen Mikrofonen an modernen Smartphones.

Ein ganz cooles Gimmick ist die Stimme. Nicht etwa die in deinem Kopf, sondern die in deinen Kopfhörern. Sie sagt dir, wenn sie mit einem anderen Gerät gepaart sind, der Akku schwach ist und versichert dir sogar, dass der Anruf wirklich beendet ist. Ein gutes Feature, über das wir uns sehr gefreut haben, ist das AUX-Kabel. Warte, was? Falls deinem Akku tatsächlich der Saft ausgeht und du keinen Bock darauf hast, jetzt gerade auf Musik zu verzichten, schließt du eben das AUX Kabel an. Auf der Seite des Kopfhörers hat das Kabel einen 1,4 Millimeter Klinkenanschluss, den du mit Hilfe eines Gewindes drehen kannst. Solltest du also deine Kopfhörer aus Versehen fallen lassen, aber das Kabel noch erwischen, kannst du sie retten, weil das Kabel ja nicht herausgezogen wenn kann. Gut mitgedacht, Sennheiser.

Hinten am Gerät sind Steuerungselemente angebracht, mit denen du Lautstärke anpassen, Tracks skippen, vorspulen und pausieren kannst. Das ermöglicht es dir, das Handy nicht ständig aus der Tasche holen zu müssen. Aufgrund der hervorragenden Technik, welche in dem Momentum Wireless verbaut ist, gibt es hier sehr solide neun Punkte.

Punktzahl: 9 / 10

Libratone Q Adapt

Kopfhörer Test

Der Q Adapt kann nicht nur gut aussehen, sondern hat auch noch innere Werte, die es Wert sind, ihn anzuschaffen. Die 20 Stunden Akku sind da noch das kleinste Feature. Das „CityMix“ Noise Cancelling System geht über vier Stufen und ermöglicht dir volle Kontrolle über die Menge an Geräuschen, die gefiltert werden sollen. Das reicht von 80% der Umgebungsgeräusche, sodass du dich noch mit deinen Mitmenschen unterhalten kannst, ohne die Kopfhörer abzusetzen – was zwar vom Knigge her gesehen ein No-go ist, aber lassen wir es mal dahingestellt – bis hin zu unter 10% aller Umgebungsgeräusche. So kannst du vollkommen in deine Musik eintauchen und nur minimale Störfaktoren wahrnehmen.

Das Ganze steuerst du über die App, welche es kostenlos im Google Play Store und im Apple App Store gibt. Ein weiteres cooles Feature ist, dass du an den Kopfhörern per Fingerspitze deine Lautstärke einstellen, Tracks skippen und Gespräche annehmen kannst. Wenn du das selber erst mal machst, fühlst du dich schon cooler, als es sich gerade anhört.

Das Bluetooth verbindet sich recht schnell mit dem Gerät deiner Wahl und hat auch keinerlei Probleme während der Übertragung. Ganz besonders aber freuen wir uns über „Bluetooth +1“. Damit kannst du einen zweiten Q Adapt via Bluetooth ins Netz einbinden und gemeinsam über ein Smartphone die gleiche Musik hören. Das ist besonders praktisch, wenn deinem Kumpel doch der Akku vom Handy im Zug ausgeht.

Punktzahl: 8 / 10

Teufel Mute BT

Kopfhörer Test

Bei so viel Stauraum wird dir auch so einiges geboten. Wie immer von Teufel gewohnt bekommst du sehr gute Lautsprecher, die dein Hörerlebnis mit mindestens 28 Stunden Akkulaufzeit erweitern. Mit einer maximalen Ladedauer von 2 Stunden und der Möglichkeit, den Akku auszutauschen, stehst du zu keinem Zeitpunkt des Tages ohne mobilen Musikgenuss da. Du kannst die Lebensdauer einer einzigen Akkuladung sogar noch erweitern, indem du das ANC (Active Noise Cancelling) abschaltest oder das Kabel anschließt. Wenn du Bluetooth und ANC gleichzeitig abschaltest und dann noch das AUX-Kabel anschließt, hast du natürlich unbegrenzte Laufzeit, da der Akku ja nicht benutzt wird.

Um zu verbinden, braucht das Bluetooth leider einige Sekunden. Die Reichweite ist aber recht solide. Der schnelle Gang zum Wasserhahn zwischendurch stellt also kein Problem dar. Du hast an der Rückseite des rechten Lautsprechers deine Steuerelemente, um die Lautstärke anzupassen und zu pausieren. Alles in allem ein solides Angebot.

Punktzahl: 7 / 10

Kling, Klang, Klong

Ganz davon abgesehen, dass du eine gute Sounddatei brauchst, um ordentlich Musik zu hören, sind die Lautsprecher an sich im Endeffekt der ausschlaggebende Faktor. Und was gibt es zum Sound zu sagen?

Momentum Wireless

Kopfhörer Test

Ein super satter Bass, sehr schön anzuhörende Höhen und an sich ein Top-Sounderlebnis. Zu keinem Zeitpunkt hast du das Gefühl, dass sich ein Track schlecht anhört oder die Lautsprecher nicht mit der maximalen Lautstärke mithalten können. Bei immer gleichbleibender Systemlautstärke übertönt der Sennheiser beide Konkurrenten um Längen.

Wenn dein Modell bei dir zuhause ankommt, kannst du gleich einen Testdurchlauf mit unserer „Hit der Woche“-Playlist machen. Dort zeigen wir dir jede Woche einen Track aus den aktuellen Charts, deiner Kindheit und manchmal auch Evergreens.

Der Momentum Wireless kann ganz ohne Probleme mit der Konkurrenz mithalten und überzeugt mit gnadenlos guten Lautsprechern. Der bereits oben angesprochene aptX-Codec spielt dabei auch eine tragende Rolle. Du siehst also, dass eine Synergie zwischen den einzelnen Eigenschaften geschaffen wurde, um das im Endeffekt Wichtigste bei Kopfhörern, nämlich den Sound, zu optimieren. Zwar gibt es noch bessere als den Momentum, diese liegen aber in einem GANZ anderen Preissegment und sind auch hauptsächlich für Studioarbeit gedacht.

Punktzahl: 9,5 / 10

Libratone Q Adapt

Kopfhörer Test

Mit etwas besserem Bass als der Teufel überzeugt uns der Q Adapt außerdem mit den Höhen. Besonders in Zusammenarbeit mit der vierten Stufe des CityMix Noise Cancelling und der hier ebenfalls vorhandene aptX-Codec sorgen für ein größtenteils sehr klares Soundbild. Nur der Bass schwächelt hier und da ein wenig. Das hängt allerdings mit der begrenzten Größe der Lautsprechergehäuse zusammen. Mit etwas mehr Raum hätte da zwar noch mehr rausgeholt werden können, darunter hätte aber das Design leiden müssen.

Punktzahl: 7 / 10

Teufel Mute BT

Kopfhörer Test

Es gibt zwar keine wirklich herausstechenden Merkmale am Klang vom Mute BT, genauso aber auch keine Nachteile. Dich erwartet ein super neutrales und ausgewogenes Klangerlebnis, welches sehr gut in Verbindung mit dem ANC funktioniert. Der aptX-Codec wird auch hier für die Datenübertragen via Bluetooth benutzt, sodass die Titel auch in bester Qualität bei dir am Ohr ankommen. Der Mute BT bietet dir also einen sehr guten Durchschnitt an Soundqualität, obwohl er der leiseste der drei Modelle ist.

Punktzahl: 7 / 10

Komfort

Was nützt dir der beste Kopfhörer der Welt, wenn du nach zwei Stunden einen schmerzenden Kopf hast? Kopfhörer von weniger erfahrenen Firmen sind oftmals viel zu eng, haben eine Polsterung, die schon nach vier Tagen vollkommen durch ist oder bringen deine Schädeldecke aufgrund ihres massiven Gewichts zum Einbrechen.

Momentum Wireless

Kopfhörer Test

All diese Probleme hast du mit dem Momentum Wireless nicht. Die praktisch federleichten 240 Gramm berühren deinen Kopf kaum und sind auch nach einem ganzen Tag nicht lästig mit sich herumzutragen. Der Kopfbügel, welcher sich in der Mitte aufteilt, verteilt das Gewicht besser auf deiner Schädeldecke und erhöht somit die schmerzfreie Tragezeit. Obwohl man Schmerzen mit dem Momentum nun wirklich nicht in Verbindung bringen kann.

Die beiden ohrmuschelumschließenden Kopfhörer liegen dank sehr weit verstellbarer Höhe immer gut auf den Ohren. Ein Kugelgelenk lässt dich den Lautsprecher bis zu einem gewissen Winkel in jede Richtung verstellen. Somit hast du mehr mögliche Einstellungen, die so bei vielen anderen Kopfhörermodellen einfach nicht möglich sind. Auch wenn du einen großen Kopf hast, bereitet dir Sennheiser hier eine Freude.

Vom Komfort her gibt es wirklich nichts zu meckern, denn der Kopf tut nicht weh, die Polster sind schön weich und liegen immer gut an und das Allerwichtigste: die Ohren werden zu keinem Zeitpunkt eingequetscht. Das gibt eine glatte 10.

Punktzahl: 10 / 10

Libratone Q Adapt

Kopfhörer Test

Als leichtestes der drei Modelle mit gerade einmal 200 Gramm spürst du den Libratone Q Adapt kaum auf dem Kopf. Der Kopfhörerbügel ist auch nach mehreren Stunden kaum bemerkbar, und dank der klug angewinkelten Gelenke an den Lautsprechern kannst du deine Ohren etwas entlasten. Das ändert leider nichts daran, dass die Libratone auf deinen Ohren liegen, diese somit stärker belasten und die maximal mögliche schmerzfreie Tragezeit verkürzen. Zur Verteidigung müssen wir dazu sagen, dass jeder On-Ear Kopfhörer dieses Problem hat und die Q Adapt trotzdem sehr komfortabel sind.

Die Schienen, auf denen die Lautsprecher fahren, halten immer fest, sind aber auch einfach zu verstellen, sodass dir nie die Lautsprecher von den Ohren rutschen und du nicht jedes Mal die Kopfhörer abnehmen musst, um sie mit der Kraft eines Berserkers zu verstellen.

Punktzahl: 7 / 10

Teufel Mute BT

Kopfhörer Test

Vielleicht denkst du, dass die Teufel aufgrund ihrer Größe auch dementsprechend schwer sind. Da liegst du zum Glück falsch, denn obwohl die Teufel die visuell größten Kopfhörer unseres Tests sind, sind sie dennoch bequem. Einen ganzen Arbeitstag möchtest du sie wahrscheinlich nicht auf dem Kopf behalten, aber vier Stunden am Stück kann man schon mal machen. Der Kopfhörerbügel ist zwar der einzige der drei, der wirklich gepolstert ist, dafür hat er aber auch den kleinsten Auflagepunkt, weil der Bügel an den Seiten so weit absteht. Das ist ein Resultat der Größe der Lautsprecher.

Als Over-Ear Kopfhörer sind deine Ohren aber relativ gut geschützt und sollten, wie bei uns, nicht nach der Benutzung schmerzen. Die großzügigen Polster leisten dabei ihren Beitrag mit Bravour. Sie werden selbst nach Stunden nicht platt gedrückt und schmiegen sich schön an deinen Kopf an.

Punktzahl: 8 / 10

Fazit

Wenn du unsere Einzelbewertungen schon zusammengezählt hast, weißt du, dass der Keine Produkte gefunden. Black von Sennheiser ganz klar unser Favorit ist. Trotz des Preisunterschieds sind die Libratone Q Adapt  und die Teufel Mute BT  dennoch zwei Top-Kopfhörer, die ihren Preis wert sind. Gegen den absolut brachialen Bass von Sennheiser können sie aber nicht mithalten. Im Endeffekt müssen wir jedoch sagen, dass jeder der heute von uns vorgestellten Kopfhörer zur Oberklasse gehört. Also eine Entscheidung auf hohem Niveau.

Endpunktzahl:

Momentum: 9,5 / 10

Q Adapt: 8 / 10

Mute BT: 7,25 / 10

Falls du deine Kopfhörer mit deinem Fernseher verbinden willst, dieser aber kein Bluetooth-Modul hat, kannst du auch diesen Bluetooth-Adapter verwenden.

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Der Adapter ist eine integrierte Treiber-Software, stecken Sie die Netzwerkkarte ein, der Treiber wird automatisch installieren und Ihren PC mit dem WLAN verbinden. Wenn Ihr Computer keinen Zugang zum Internet hat oder keinen CD-Treiber lesen kann, ist dies die perfekte Wahl.

 

Fotos: shapecharge / Getty Images; Libratone PR; Amazon PR