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    Ajoure Blog Seite 226

    6 Tipps gegen Antriebslosigkeit

    Du hast einen Körper schwer wie Blei, alles um dich herum wirkt wie sieben Tage Regenwetter und es gibt keinen einzigen Gedanken, mit dem du dich anfreunden kannst? Klingt stark nach einem Motivationsloch oder nach totaler Erschöpfung. Jeder kennt es, jeder hat es von Zeit zu Zeit und leider nur allzu oft will der herbeigesehnte Befreiungsschlag aus der Lethargie nicht so recht gelingen. Ein scheinbar unsichtbares Gewicht lastet auf deinen Schultern, zwingt dich regelrecht zu einem schleppenden Gang und immer begleitet dich ein unangenehmes Gefühl, das deine Konzentration wie ein dichtes Wolkengeflecht vernebelt.

    Ist die Phase erst vorbei, rückt die Ratlosigkeit in den Vordergrund: Was war mit dir nur los? Einfach unerklärlich, hoffnungslos sogar? Keineswegs, denn dieser schwere Ballast lässt sich spürbar reduzieren. Besonders in chronischen Fällen von dauerhafter Antriebslosigkeit ist Gegensteuern angesagt. Schließlich fällt der Zustand der permanenten Übermüdung nicht vom Himmel, sondern folgt eigenen Gesetzen. Mit einem Schuss Ehrlichkeit, Aufmerksamkeit und den folgenden Tipps verschaffst du Körper und Geist im Alltag die notwendige Erleichterung – für mehr Fokus am Arbeitsplatz, wenn es erforderlich ist, und für mehr Freude und Gelassenheit in deinem Privatleben.
     

    Das notwendige Übel: der Arztbesuch

    Kaum jemand geht freiwillig in eine Praxis. Es herrschen lange Wartezeiten, eine gute Chance auf Bekanntschaft mit den Erregern anderer Patienten gibt es gratis mit dazu und am Ende kommt nichts Relevantes heraus. Doch vor diversen Selbstversuchen, um dem gesteigerten Schlafverlangen auf die Spur zu kommen, steht ein Arztgespräch verpflichtend an. Andauernde Müdigkeit kann nämlich ein simples, körperliches Signal dafür sein, dass etwas mit deinem Organismus nicht in Ordnung ist. Angst vor einer potentiellen Schockdiagnose wie Krebs, ist unbegründet, auch wenn Tumore eine zutreffende Symptomatik produzieren können. Oft stehen ganz banale und exzellent therapierbare Ursachen dahinter. Bist du ein Schnarcher? Sauerstoffmangel durch unregelmäßige Atmung – auch Schlafapnoe genannt – in der Schlafenszeit, lässt dich morgens schlecht aus dem Bett kommen. Vitamin- und Mineralstoffmangel aufgrund ungesunder Ernährung oder durch Infektionskrankheiten setzen dem Körper auf Dauer sichtlich zu. Ein Blutcheck gibt dir Hinweise über deinen innerlichen Status Quo und deckt eventuelle Stoffwechsel- und Hormonprobleme zuverlässig auf. Schon vor der Untersuchung kannst du durch Beobachtung potentielle Auslöser notieren und so den Kreis der Verdächtigen gezielt einengen.

    Tipp 1: Eine körperliche Untersuchung beim Hausarzt gibt Gewissheit über deinen Gesundheitszustand.

    Tipp 2: Versuche mögliche Ursachen durch Beobachtung genauer einzugrenzen.
     

    Dein Körper gibt den Takt vor

    Wenn das innere Uhrwerk keine verwertbaren Ergebnisse zutage fördert, lohnt es sich vielleicht, den Blick in Richtung Lebensstil und Gemütszustand zu lenken. Körper und Geist stehen unter gegenseitigem Einfluss. Falls dich ein Übermaß an Arbeit und Verantwortlichkeiten ruhelos macht, solltest du den Versuch wagen, die Zügel etwas lockerer zu halten. Schlechte Angewohnheiten bei der Ernährung oder zu späte Bettruhezeiten nagen an deiner Substanz. Versuche vor dem Schlafengehen keine schweren Mahlzeiten oder koffeinhaltige Getränke zu dir zu nehmen. Ein zu hoher Blaulichtanteil von LED-Fernsehern trickst deinen Organismus spät abends aus und hält ihn unnötig lange wach. Nimm die Gelegenheit wahr und wechsle zu einem guten Buch. Lesen ist ebenso unterhaltsam, beruhigt den Geist und lässt dich sanfter in die Traumwelt hinüber gleiten. Solche Rahmenbedingungen gilt es als Erstes zu korrigieren, denn sie bilden das Fundament auf dem ein ausgeglichener sowie ausge-schlafener Mensch steht. Auch wenn es zunächst Überwindung kostet: Regelmäßiger Sport wirkt oft Wunder, bringt den Kreislauf auf Vordermann und hebt die Laune. Marathonläufe sind dafür nicht erforderlich, sondern lediglich zwei Sporteinheiten die Woche mit einer Dauer von etwa 30 Minuten. Joggen oder das gemäßigte Walken fällt dir leichter in Begleitung eines Partners und spornt zusätzlich an. Zu diesem Anlass bietet sich gleich eine vitaminreichere Kost mit leckeren Früchten und Gemüse an, um deinen Zellen eine Frischekur auf Nährstoffebene zu verabreichen.

    Tipp 3: Schlafmangel oder falsche Ernährung sind eine Kriegserklärung an deinen Körper. Es ist an der Zeit, diplomatische Beziehungen aufzunehmen und mehr Rücksicht walten zu lassen.

    Tipp 4: Sportliche Betätigung ist wie ein offenes Zimmerfenster im Morgengrauen. Beides bringt frische Luft und den Körper wieder in Fahrt.
     

    Erforsche deine wahren Bedürfnisse

    Es spielt keine Rolle ob Mann oder Frau: Unser Leben wird von unseren Erfahrungen und Beziehungen geprägt. Große Abgeschlagenheit kann auch durch ein fehlendes, inneres Gleichgewicht entstehen – wie der Geist, so der Körper. Ohne Verantwortung geht es nicht, aber ein Zuviel an Tätigkeiten ohne Auszeiten wirkt sich auf Dauer sehr belastend auf Psyche und folgerichtig ebenso auf den Körper aus. Fällt erst mal die Akzeptanz, Bereitschaft und Zufriedenheit, sträubt sich auch der Bewegungsapparat. Ohne Wille – so könnte ein Sprichwort lauten – auch kein Weg. Der Ausweg aus dem psychologischen Dilemma mündet in der Suche nach dem eigenen Willen. Die Frage, ob du dir für dein Gefühlsleben wirklich genügend Zeit nimmst, ist dabei essentiell. Stört dich möglicherweise etwas in deinem Privatleben, gibt es Streit in der Partnerschaft oder mit Freunden und Kollegen? Eventuell schottest du dich nur zu stark ab und vergräbst dich in Verpflichtungen. Was dir tatsächlich neue Kraft spendet, ist die gemeinsame Zeit mit Menschen, die dir etwas bedeuten. Steigere Sie und Körper und Konzentrationsfähigkeit werden wieder an Fahrt gewinnen. Gute Freunde dienen nicht einfach dem bloßen Zeitvertreib. Sie haben auch stets ein offenes Ohr für deine menschliche, emotionale Seite und helfen dir dabei, Probleme zu erkennen und zu überwinden. Vielleicht sorgt auch ein radikaler Wechsel, ein Sprung weg vom Alltag, für eine neue Perspektive. Immer hilfreich ist es, anderen Menschen bezüglich ihrer privaten Interessen ernstgemeinte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Postwendend öffnet sich für dich völlig überraschend ein neues Fenster, möglicherweise ein Hobby, dass du noch nie zuvor in Betracht gezogen hast. Außerdem: Schenkst du deinem Gegenüber durch persönliche Zuwendung neue Kraft, gibt dir dies obendrein selbst ein gutes Gefühl.

    Tipp 5: Öffne dich deinen Mitmenschen und pflege deine Beziehungen. Gemeinsamkeiten verbinden und zeigen dir neue Wege.

    Tipp 6: Gönne dir Auszeiten und schaffe dir Freiräume für deine eigenen Interessen.

     

    Foto: Doppelganger4/iStock.com

    Frisurentrends 2016: Der perfekt integrierte Bart

    Der Bart ist noch lange nicht ab. Das selbst nachwachsende männliche Accessoire Nummer 1 der letzten Jahre bleibt dem Mann erhalten. Nur wichtige Akzente verschieben sich dabei im Zusammenspiel mit der Frisur im Jahr 2016 und wollen beachtet sein, wenn du als Trendsetter ganz vorn mit dabei sein möchtest. Der allgegenwärtige Hipsterlook, an dem wir uns alle etwas satt gesehen haben – wenn wir ehrlich sind – wird nachhaltig modifiziert, „gerockt“ und in einer deutlich maskulineren Form wieder auf die Köpfe gebracht. Das Haar wird dabei deutlich länger getragen und verliert seine strengen geometrischen Formen, zugunsten eines kalkuliert unregelmäßig geschnittenen Undone-Look.

    Gewissermaßen als Ausgleich verliert der Bart jede an einen Waldschrat erinnernde Fransigkeit, wird kürzer und bekommt wieder klare Konturen. Mit Konturen meinen wir allerdings ausdrücklich keine Kevin-Kuranyi-Gedächtnis-Scherenschnitte in der unteren Gesichtshälfte! Länge und Konturen sollen lediglich zeigen, dass der Bart deine bewusste Willensentscheidung ist und nicht das Ergebnis einiger Wochen in Gesellschaft von Robinson Crusoe auf dessen Insel. Der kürzere und klar konturierte Bart sorgt damit auch für eine schlüssige Ergänzung zur längeren und rockigeren Frisur und perfektioniert das Gesamtkunstwerk. Generell gilt: Je gestylter der Bart, umso zufälliger sollte im Kontrast die Frisur wirken – und umgekehrt.
     

    Und täglich grüßt der Undercut: 2016 aber deutlich akzentuierter

    Der schon mehrfach totgesagte Undercut kann auch 2016 stolz erhobenen Kopfes getragen werden. Allerdings bitte nicht mehr in der Allerwelt Version, sondern im originell durchdachten Kontext, beispielsweise mit hochgestelltem Deckhaar und unterstützenden Strähnchen, die aber bitte nicht billig wirken sollten. Und wer eine ein wenig exzentrische und gleichzeitig stilsichere Aura vermitteln möchte, trägt zum Under- beziehungsweise Sidecut einen klar definierten und extra langen Schrägpony von grafisch anmutender Akkuratesse. Pflicht im Zusammenspiel mit deinem Bart ist der perfekte Übergang von Kopf- zu Barthaar mit gnadenlos gepflegten Konturen. Überhaupt sollte dieser Übergangszone 2016 die allermeiste Aufmerksamkeit gewidmet und nichts dem Zufall überlassen werden!
     

    Männer Frisuren mit Bart

     

    Das subtile Spiel mit der Farbe macht auch vor dem Bart nicht halt

    2016 ist auf dem männlichen Kopf in gewisser Weise das Jahr des Gesamtkunstwerks. Wie bei einem Gemälde bleibt kein Detail dem Zufall überlassen, auch wenn das Ergebnis trotzdem nicht bemüht wirken, sondern eine entspannte Beiläufigkeit ausstrahlen soll. Dabei darf durchaus Farbe eingesetzt werden, auch beim Bart! Männer mit rotblondem Haar geben ihrem Typ mit dezenten blonden Strähnen im Bart eine positiv abenteuerlich-romantische Ausstrahlung mit spannenden und edlen Akzenten. Very British außerdem!

    Kommen wir zum spannendsten Kapitel beim Thema Farbe. Noch vor ein paar Jahren undenkbar, ist graues Haar mittlerweile zum modischen Hingucker schlechthin mutiert. Selten allerdings ergraut Kopf- und Barthaar synchron. Das kann gezielt mit grauen Strähnen entweder im Bart oder in der Frisur angeglichen und so zum stimmigen Gesamtbild komponiert werden.
     

    Und der Bart selbst?

    Zwei Drittel aller deutschen Männer tragen Bart – oder das was sie dafür halten. Die Hälfte von diesen wiederum favorisiert den Dreitagebart. Wichtig beim Bart ist, dass er harmonisch zur Gesichtsform des Trägers passt. Denn nichts ist unpassender als ein am Typ des Mannes „vorbei geplanter“ Bart. Beispielsweise ist beim beliebten Vollbart zu beachten, dass er das Gesicht optisch verlängert, also bitte bei schmalem Gesicht nicht zu lang tragen! Ist Extralänge ein bewusstes Modestatement, dann solltest du dem Bart besonders viel Pflege zukommen lassen, damit der gigantische Wuchs nicht mit Nachlässigkeit verwechselt werden kann. Das kann dir wiederum niemals passieren, wenn du deinen Vollbart in ein durchgestyltes Gesamtkonzept einbindest, also beispielsweise deinen Oberlippenbart zum Retro-Moustache zwirbelst.

    Die Gene von Opa, oder wem auch immer, haben dein Kopfhaar schon zeitig zur bedrohten Art werden lassen. Dann kombiniere einen kraftstrotzenden Vollbart mit bewusst klar definierter Glatze. Markant, selbstbewusst und immer unübersehbar!

    Der sorgsam gehegte Dreitagebart lässt kantige oder hagere Männergesichter weicher erscheinen. Der ein ganzes Stück wilder wirkende Sechstagebart im Undone-Look wiederum sollte sehr exakt und regelmäßig getrimmt werden, um nicht ungepflegt zu erscheinen.

    Der Schnauz- oder Schnurrbart in all seinen Varianten, die mehr oder weniger ironisch vergangene Epochen zitieren, passt zu dir, wenn du ihn stylish, selbstbewusst und mit angemessener Extrovertiertheit präsentieren kannst.

    Alles in allem: Bart und Frisur sind 2016 die ultimative und äußerst anspruchsvolle Spielwiese für den modebewussten Mann. Und in Details kann gar nicht genug Zeit und Aufmerksamkeit investiert werden. Es geht um jedes Haar!

     

    Fotos: Geber86; AnisimovFedor / iStock.com

    Tyron Ricketts im Interview


    Tyron Ricketts begegnet uns gut gelaunt und voller Elan und gibt uns einen tiefen Einblick in seine zukünftigen Projekte, sowie in vergangene Lebenserfahrungen, die ihm zu dem gemacht haben, was er heute ist.

     

    Was waren deine Beweggründe nach so einer langen Zeit zurück nach Berlin zu kommen? Was hast du vermisst?

    Ich habe Berlin vor etwa vier Jahren verlassen, weil ich neue Erfahrungen, Eindrücke und Perspektiven suchte. Ich denke, gerade in einem kreativen Beruf ist es sinnvoll, die unterschiedlichsten Blickwinkel auf das Leben einzunehmen. In der Zeit in der ich in Los Angeles und New York gelebt habe, durfte ich viele Erfahrungen sammeln und hatte die Möglichkeit, einige Seiten an Berlin wieder schätzen zu lernen, die mir erst durch die Distanz und den zeitlichen Abstand bewusst geworden sind. Konkret vermisse ich meine Freunde und den Fakt, dass es in Deutschland einfacher ist, tiefgründige und ehrliche Gespräche zu führen ohne, dass sich der andere auf den Schlips getreten fühlt. Ich bin einfach kein Freund von Oberflächlichkeit.

    Was ist für dich typisch Berlin und was verbindest du damit?

    Wenn ich an Berlin denke, sehe ich Menschen in der Sonne im Café sitzen und sich unterhalten. Deutschland ist ein funktionierender Sozialstaat in dem die Menschen neben ihrem Beruf tatsächlich noch Zeit für ein Privatleben finden, sofern sie das möchten. Da Berlin von den Lebenshaltungskosten momentan noch günstiger ist als viele andere Städte in Deutschland, besitzt man hier die Freiheit, sein Leben etwas losgelöster von monetären Zwängen leben zu können. Ich mag es, dass dadurch viele unterschiedliche Menschen angezogen werden denen das Zwischenmenschliche wichtiger ist als das bloße Streben nach Profit.

    Du bist gerade mit der Umsetzung von “Rip Tide”, einem Kinofilm den du zusammen mit Christian Alvart drehst, beschäftigt. Wie bist du auf die Idee gekommen und warum ist es in der heutigen Zeit wichtig, solche Filme zu machen?

    „Rip Tide“ ist eine Geschichte über einen deutschen Arzt der bei einem Surfunfall auf Lanzarote aufs offene Meer getrieben und dort von einem afrikanischen Flüchtlingsboot aufgegriffen wird. Als die spanische Küstenwache das Schiff findet, denkt er zunächst, dass er gerettet wurde. Doch weil er schwarz ist, wird er versehentlich für einen Flüchtling gehalten. Plötzlich, aller Privilegien beraubt die zuvor selbstverständlich waren, beginnt für ihn eine lebensbedrohliche Reise zurück zur Festung Europa die dem Zuschauer eine neue Perspektive auf die Globalisierung, die weltweite Güterverteilung und die Flüchtlingskrise eröffnet. Ich finde es wichtig, Filme zu machen, die innovative Betrachtungsweisen aufzeigen. Ich bin der Meinung, dass wir heutzutage zu viel Zeit damit verbringen über Symptome zu sprechen, aber uns nur selten trauen, über die Wurzeln des Übels zu diskutieren. Ich glaube fest daran, dass wir in der heutigen Zeit nur Lösungen finden wenn wir die Welt als gemeinsamen Nenner sehen und nicht mehr in Grenzen, Mauern oder Religionen denken.

     

    Tyron Ricketts

     

    Du hast mehrfach erwähnt, dass du genug davon hast in Rollen gesteckt zu werden, die Migranten- oder Farbigen-Klischees erfüllen. Wie bist du privat mit dieser Art des Erstellens von Stereotypen umgegangen?

    Lustigerweise habe ich mit den gängigen Klischees privat kaum Berührungspunkte. Ich kann weder toll singen noch besonders gut tanzen oder Basketball spielen. Ich habe Abitur gemacht und studiert, spiele gerne Tischtennis und liebe Bücher von Hermann Hesse. Ein Stück weit ist es sicherlich normal, dass in Film und Fernsehen gängige Klischees durchdekliniert werden, allerdings sehe ich auch die Gefahr, dass bestehende Ängste in der Bevölkerung dadurch untermauert werden könnten. Wenn wir in einer friedlichen Welt leben wollen, müssen auch die Gemeinsamkeiten zwischen den Menschen unterschiedlicher Herkunft beleuchtet werden. Es ist wichtig Menschen mit Migrationshintergrund auch in normalen, von den Stereotypen losgelösten Rollen zu zeigen die, wie mein persönlicher Lebenswandel in Deutschland zeigt, durchaus vorhanden sind.

    Was kannst du jungen Menschen empfehlen, wie sie mit solchen Klischees am besten umgehen sollen um in Deutschland in der Film- oder Musikbranche Fuß fassen zu können?

    Ich glaube ein wichtiger Schritt ist es eigene Geschichten zu erzählen. Heutzutage kann man mit relativ einfachen Mitteln Musik machen und Filme drehen. Oft ist die Idee wichtiger als die bis ins letzte Detail ausgefeilte professionelle Umsetzung. In eigenen Geschichten kann man sich darstellen wie man sich selber sieht oder sehen möchte. Je mehr es von diesen eigenen Geschichten gibt desto besser. Sie dienen als Augenöffner für die Ewiggestrigen und sind der Wegbereiter für eine neue weltoffenere Sichtweise, auch in den deutschen Medien. Ich denke allerdings, dass durch den Vormarsch der Inhalte im Internet schon ganz von alleine ein frischer Wind reinkommt …
    Was sind deiner Meinung nach die Vorteile davon anders zu sein?

    Der Vorteil ist, dass es leichter ist aufzufallen. Ob man das jedoch immer möchte, ist eine andere Frage. Da das Gras auf der anderen Seite ja bekanntlich grüner ist, habe ich es sehr genossen in den vier Jahren, die ich in den USA gelebt habe, endlich einmal als Teil des Ganzen durchzugehen. Eigentlich traurig, wenn man bedenkt, dass ich 36 Jahre in Deutschland gewohnt habe und nur selten das Gefühl hatte, so richtig dazuzugehören.
     

    Tyron Ricketts
     

    Wer ist dein größtes Vorbild und warum?

    Wenn ich nach meinem großen Vorbild gefragt wurde, hatte ich bis vor kurzem selten eine Antwort darauf. Das hat sich geändert seit ich die Gelegenheit bekommen habe Harry Belafonte kennenzulernen und sogar mit ihm zusammen arbeiten zu dürfen. Was mich an Harry besonders fasziniert ist, dass er seine Bekanntheit nie dafür genutzt hat um sich selbst zu beweihräuchern sondern sich stets in den Dienst sozialer Gerechtigkeit und damit in den Dienst von anderen gestellt hat. Ob es die Unterstützung von Martin Luther King im Civil Rights Movement oder die Organisation von “We are the world” gewesen ist, der Support den er John F. Kennedy gegeben hat oder die Kritik an Jay Z und Obama … Immer nutzte Harry, und er tut es auch heute noch, seine Position um etwas zum Besseren zu verändern. Wenn man den heute fast 90-Jährigen Belafonte immer noch voller Enthusiasmus sprühen sieht und wenn man beobachtet mit welchem Interesse er sich seinem Gegenüber und sei es im Gespräch mit dem Hausmeister zuwendet, kann man nicht anders als diesen Menschen als Vorbild zu sehen.

    Was ist die größte Angst in deinem Leben?

    Ich glaube es gibt nicht viel wovor ich Angst habe. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir viele Weichen in unserem Leben selber stellen können und das man selbst aus Abbiegungen, die man nicht vorhersehen kann, auch immer noch etwas Gutes herausziehen kann. In diesem Sinne blicke ich relativ gelassen in die Zukunft. Ich wünsche mir weiterhin Gesundheit und Liebe in meinem Leben. So lange das da ist, ist für mich alles im grünen Bereich.

    Was war das witzigste Erlebnis, dass du auf deiner Weltreise hattest?

    Wenn ich auf meine Weltreise zurück blicke, bei der ich ein halbes Jahr an den schönsten Surfspots der Welt war, ist „witzig“ einfach nicht das richtige Wort um meine Erlebnisse zu beschreiben. Was definitiv hängen geblieben ist, ist das Gefühl tatsächlich im Moment zu leben ohne mit seinen Gedanken in der Zukunft oder in der Vergangenheit zu schwelgen und dabei das Hier und Jetzt zu verpassen. Ich habe viel über mich und die Liebe zu mir selbst, mit allen Stärken und Schwächen, gelernt und bin auf jeden Fall reifer zurückgekommen.
     

    Tyron Ricketts

     

    Wenn du nochmal die Gelegenheit hättest die Zeit zurückzudrehen, gäbe es etwas was du in deinem Leben gerne anders gemacht hättest?

    Wenn ich noch mal von vorne anfangen könnte, würde ich vielleicht früher damit beginnen mich selber besser kennenzulernen. Ich denke dadurch wäre ich einigen Menschen in meinem Leben freundlicher gegenüber getreten, bei denen ich mich in der Vergangenheit aufgrund meiner eigenen Unsicherheit eventuell von einer arroganten Seite gezeigt habe. Gerne hätte ich auch früher angefangen ein Instrument zu spielen, aber das macht jetzt auch noch Spaß. Ansonsten bin ich sehr zufrieden damit wie mein Leben bisher verlaufen ist.

    Bist du mehr Berliner oder mehr New Yorker?

    Ich sehe mich tatsächlich als Weltenbürger und fühle mich sowohl in Berlin als auch in New York, Los Angeles, Costa Rica, Panama, Grenada oder Neuseeland zu Hause. Wenn ich aber zwischen Berlin und New York wählen müsste, würde meine Wahl auf Berlin fallen.

    Was für einen Gegenstand würdest du jedem empfehlen für eine Weltreise in den Koffer einzupacken?

    Auf jeden Fall einen Rucksack anstatt eines Koffers. Die Hände frei zu haben, macht Sinn. Je weniger man in den Rucksack packt, desto leichter fallen einem die Schritte die man geht. Unbedingt dabei haben, sollte man eine Badehose und die Aufgeschlossenheit, all‘ das mit offenen Armen zu empfangen, was die Reise einem schenkt.

    Vielen Dank, Tyron.
     

    Fotos: Timur Emek

    Triple 9 – Filmkritik & Trailer

    Triple 9 – Die Story

    Eigentlich sollte es ein letzter Job sein, den die korrupten Cops Michael (Chiwetel Ejiofor), Marcus (Anthony Mackie), Franco (Clifton Collins jr.), Russell (Norman Reedus) und sein Bruder Gabe (Aaron Paul) für die russische Mafia erledigen. Doch Russenmafia-Chefin Irina Vlaslov (Kate Winslet) zwingt die Polizisten zu einem weiteren letzten Job, der fast unmöglich erscheint und eine besondere Taktik erfordert, den Polizei-Einsatzcode „999“, den Funkspruch für einen im Dienst erschossenen Cop, um von ihrem Raumzug abzulenken.

    Zur selben Zeit bringt der örtliche Polizeichef Sergeant Jeffrey Allen (Woody Harrelson) seinen Neffen, den jungen Polizisten Chris (Casey Affleck), als neues Teammitglied in seinen Bezirk und teilt ihn Marcus als Partner zu. Für Marcus ein klarer Fall, dass dieser für den Triple 9 Coup genau das richtige Opfer ist.

     

     

    Gut besetzter Thriller

    Triple 9 setzt als schonungsloser Cop-Thriller auf raue Typen und harte Auseinandersetzungen, gepaart mit einer klassischen Story.

    Die Geschichte ist simpel, hart und schnörkellos erzählt. Dabei in schöne, aufgeräumte Bilder gepackt, besitzt eine passende Tonalität und bietet dazu einen interessanten Soundtrack, der den Film gut unterstützt.

    Mit der Besetzung, bestehend aus lauter hochkarätigen Schauspielern, präsentiert sich Triple 9 bis in die Nebenrollen hinein vortrefflich gecastet. Die Chemie im Spiel miteinander passt, auch wenn man sich wünschen würde, dass die Figuren etwas mehr Tiefe besäßen. Denn obwohl man immer mal wieder etwas Hintergrund zu den einzelnen Personen erhält, bleibt man als Betrachter dennoch an der Oberfläche.

    Das mag, unter anderem, auch der Menge an wichtigen Rollen geschuldet sein, dass sich die Erzählung etwas verzettelt und dadurch Potential verschenkt, aber auch die verschiedenen Handlungsstränge zerfasern das Ganze etwas und sorgen so für die ein oder andere Länge. Dafür legen die Darsteller aber so richtig los, wenn sie in einzelnen Szenen die Möglichkeit dazu geboten bekommen. So gerät der Film trotz gelegentlicher Längen und fehlender Tiefe unterhaltsam und packend.

     

    Solide Arbeit

    Triple 9 ist ein Film der alten Schule, mit klassischer Geschichte, bestens besetzten Rollen und schön anzusehen. Dennoch bleibt er etwas hinter seinen Möglichkeiten zurück. Für Kinogänger, die auf einen solide gemachten Cop-Thriller stehen, lohnt der Besuch aber auf jeden Fall.

     

    Triple 9 Filmposter
    Kinostart: 5. Mai 2016

    Mehr Kino für dich!

    Vier gegen die Bank – Filmkritik & Trailer

     

    Fotos: Wild Bunch Germany

    Street-Style: Dandy

    Der Dandy-Style ist angesagter denn je! Kein Wunder, denn mit Klassikern wie Weste, Fliege und Co. wirkt man(n) gepflegt und stilsicher, vor allem, wenn man seinem Outfit eine ganz individuelle Note verleiht und mit gewollten Stilbrüchen oder Eye-Catchern spielt. Probiere es aus!
     

    Dandy Style Street Look
     

    • Brixton GAIN – Hut – black 59,95 €
    • Noose & Monkey ELLROY – Anzugweste – black 69,95 €
    • KIOMI SUPER SLIM – Businesshemd – white 27,95 €
    • Rains Weekender Tasche – black 69,95 €
    • Noose & Monkey BORIS – Anzughose – black 89,95
    • Pier One Stiefelette – cognac 79,95 €
    • Selected Homme SHDJOE – Fliege mit Einstecktuch – monument 24,95 €
    • Criminal Damage TROTTER – Mantel – grey 199,95 €

     
    Du bist kein Dandy, du lebts den Dandy

    Der neue Dandy-Style: Selbstbewusst und stilsicher

     

    Fotos: Zalando

    Wie du deine Faust ballst, verrät deinen Charakter


    Du spürst es oft in dir aufsteigen: Sei es Wut, Stress oder Frustration. Nur wenige Sekunden später ballt sich schon deine Faust zusammen. Deine Finger drücken angespannt gegen die Handfläche. Aber wenn du nicht regelmäßig zum Schattenboxen gehst oder Mitglied in einem Underground-Fight-Club bist, ballst du deine Faust reflexartig, ohne großartig darüber nachzudenken.

    Aber in Wirklichkeit verrät es ziemlich viel über dich und deinen Charakter, wie du deine Faust ballst. Probiere es nun gleich aus: Denke an etwas, das dich emotional mitnimmt. Spürst du, wie sich deine Hand anspannt? Ja, nun präge dir das Bild deiner geballten Faust gut ein und lies weiter, um mehr über dich zu erfahren.
     

    Du umfasst deinen Daumen mit den Fingern, so dass sich dieser innerhalb der Faust befindet

    Faust mit Daumen innen
     

    Du bist ein kreativer Mensch, der in vielen Situationen durch seine Redegewandtheit und Eloquenz besticht. Egal ob es die Erderwärmung oder der Jahresbericht der Aktiengesellschaft ist, jeder Auftritt wird vom Publikum dankbar aufgenommen. Vor allem deine emotionale Anteilnahme macht deine Reden zu etwas besonderem. Gewappnet mit einem starken Gerechtigkeitssinn ziehst du Menschen schnell in deinen Bann.

    Du bist pragmatisch, rational und verlierst selbst im größten Chaos das große Ganze nicht aus den Augen. Diese Eigenschaften schätzen viele Menschen an dir, da sie die Sicherheit haben, sich auf dich verlassen zu können.

    Deine sensible Seite verleitet dich jedoch oft dazu, dich in Kleinigkeiten und Sorgen um andere zu verlieren. Dabei kommt es vor, dass du dich selbst irgendwo dazwischen vergisst und deine Bedürfnisse außer Acht lässt. Deine wenigen, wirklich guten Freunde verstehen dich und lassen dir genug Raum zum Träumen den du benötigst, um Ordnung in dein spannendes und reiches Innenleben zu bringen.

    Durch ein ruhiges Temperament vermeidest du lieber Konflikte, als auf direkte Konfrontation zu gehen und jemanden dabei zu verletzen. Dies gilt auch für Beziehungen, in denen du trotz besseren Wissens oft bereit bist zu vergeben und zu vergessen. Du magst es harmonisch und kannst dich gut an andere Menschen anpassen. Diese Eigenschaft macht dich zu einem begehrenswerten Partner, kann dir jedoch teuer zu stehen kommen.
     

    Der Daumen liegt über den geballten Fingern

    Faust mit Daumen über den Fingern
     

    Du sprühst wahre Funken, wenn du einen Raum betrittst. Dein blendender Charme, dein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und dein grenzenloses Talent öffnen dir sämtliche Türen und das ohne die geringste Anstrengung. Du bist großzügig und scharst oft zahlreiche Freunde um dich, die deine Kreativität und Intelligenz zu schätzen wissen. Auch deine Flexibilität und die Gabe ein aufmerksamer Zuhörer zu sein, machen dich zu dem Mittelpunkt vieler Partys und Meetings. Diese Macht genießt du in vollen Zügen und bist auch bereit hart zu arbeiten, um dir deine angesehene gesellschaftliche Stellung zu bewahren.

    Doch unter der glanzvollen Schale schlummert ein sensibler, verletzlicher Mensch. Deine hohen Erwartungen an dich selbst und Versagensängste verstellen dir oft die Möglichkeit neues zu wagen. Mit etwas Ermunterung von deinen Freunden, die dich und dein tiefstes Inneres in- und auswendig kennen, kannst du alles schaffen, was du dir vornimmst.

    In Beziehungen hat deine rationale Seite die Oberhand. Du denkst viel nach und hinterfragst vieles. Diese Gedanken führen dich oft in deine Vergangenheit, in der es einiges gibt, das du nicht loslassen kannst. Die Angst die Person zu verlieren lässt dich oft eine Maske aufsetzen, mit der du cool und unnahbar erscheinen möchtest, um deine Verletzlichkeit zu überdecken.
     

    Der Daumen liegt seitlich neben dem Zeigefinger

    Faust mit Daumen seitlich
     

    Menschen, die ihre Faust so ballen, sind oft introvertiert. Ihre sensible Seite wird durch die starke Vorstellungskraft und eine laute Stimme der Intuition verstärkt.

    Der Wille zu helfen ist dir angeboren – du bist stets für deine Freunde da, jederzeit gehst du an das Telefon und hörst dir, selbst um halb vier Uhr morgens, das betrunkene Lallen deines besten Freundes verständnisvoll an. Es gefällt dir gebraucht zu werden, was allerdings die große Gefahr in sich birgt, dass du ausgenutzt wirst. Auch hier ist dir deine Intuition behilflich, die dir fehlerfrei zeigt, wer sich dir gegenüber ehrlich und aufrichtig verhält.

    In Beziehungen nimmst du eher den passiven Part ein. Es fällt dir schwer deinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Diese geringe Anteilnahme wird oft als Gleichgültigkeit gedeutet, was sie in den seltensten Fällen ist. Auch die Neigung Emotionen klein zu machen, und diesen keine allzu große Bedeutung nach außen hin zu verleihen, unterstützt diesen Eindruck.

    Du lässt dich schnell mitreißen – egal ob ein Spontantrip nach Barcelona oder die Partnerschaft mit deinem Freund, der eine besondere Bio-Brauerei eröffnen möchte, du bist dabei. Du bist von Natur aus neugierig, lernst gerne neue Dinge und bist immer für ein Abenteuer zu haben. Allerdings bricht schon sehr bald deine Ungeduld durch, da trotz aller Freundschaft die eigenen Interessen und Lebensträume dominieren.

     

    Grafik: evtushenko_ira/iStock.com; Fotos: AJOURE´ Redaktion

    The First Avenger: Civil War – Filmkritik & Trailer

    The First Avenger: Civil War – Die Story

    Die vielen Kämpfe der Avengers gegen das Böse dieser Welt, haben nicht nur Frieden und Freiheit, sondern auch jede Menge Zerstörung gebracht und unschuldige Opfer gefordert. Nach einem erneut schweren Zwischenfall in Lagos, präsentiert Außenminister Thaddeus Ross (William Hurt) den Superhelden um Captain America (Chris Evans) und Ironman (Robert Downey junior) ein Dokument namens „Sokovia Abkommen“ das eine Reglementierung von Superhelden vorsieht, so dass diese nur noch unter der Überwachung der UN agieren dürften.

    Während Ironman nach den vielen schlimmen Ereignissen für das Abkommen ist, kann Captain America darin nichts Gutes sehen und widersetzt sich entschieden. Die anderen Avengers sehen sich gezwungen ebenfalls Position zu beziehen und sich für ein der beiden Seiten entscheiden zu müssen. So bilden sich alsbald zwei Lager, die sich eher unfreiwillig einander gegenüber stehen.

    Als kurz darauf Captain Americas ehemals bester Freund Bucky (Sebastian Stan), der als Winter Soldier zweifelhaften Ruhm erlangte, aufgestöbert wird und als Verbrecher verfolgt und beseitig werden soll, greift der Captain ein um Bucky zu retten und stellt sich damit gegen die Regierung. Und so bleibt nicht aus, dass eine Konfrontation, zwischen Team Captain America und Team Ironman, immer wahrscheinlicher wird.

    Zur selben Zeit tritt aber auch der mysteriöse Zemo (Daniel Brühl) auf den Plan und scheint sein eigenes Spiel in mitten des großen Superhelden-Spielfeldes zu spielen. Doch wie hängt das alles mit den jüngsten Ereignissen zusammen? Und welche Sichtweise auf die Dinge ist die Richtige? Die von Team Captain America oder die von Team Ironman?

     

     

    Tolle Teamleistung

    Nachdem bereits in „The Return Of The First Avenger“, dem zweiten Captain America Film, ernstere Töne angeschlagen wurden, entzweit der dritte Film um den charismatischen Kopf der Truppe die Gemeinschaft der Superhelden erstmals ganz.

    Diese Handlung glaubhaft und tiefgründig zu inszenieren und dabei auch noch das immer größer werdende Aufgebot an Superhelden sinnvoll zu integrieren, war die eigentliche Mammutaufgabe der Regie, neben den vielen großen Actionsequenzen.

    Doch wider aller skeptischer Gegenrufe gelingt dem Regieduo Anthony und Joe Russo eben genau dies. Mit überzeugenden und schön inszenierten Motiven der einzelnen Figuren, warum sich diese für eine Seite entscheiden, tollen Schauspielleistungen (besonders unterhaltsam dabei der neue Spiderman) und einer durchgängig stimmig erzählten Geschichte, kann das Duo eine deutliche Schippe auf die gute Umsetzung des zweiten Films draufpacken.

    Dabei funktioniert die Mischung aus vertrauten Gesichtern und frischem Wind durch neues Personal besonders gut. Gepaart mit dem nötigen Tiefgang, der besonders in der Hauptauseinandersetzung zwischen Captain America Chris Evans und Ironman Robert Downey Jr. gelingt, der aber auch alle anderen Figuren ob neu oder alt gut mit der Handlung verwebt, entsteht hier ein Sog, dem sich der interessierte Zuschauer nur schwer entziehen kann. Selten war ein Superhelden Film so nervenaufreibend, besonders, da die Filmmacher genügend Argumente im Laufe des Films liefern, um sich als Betrachter nie entgültig für eine Seite entscheiden zu können und man somit immer wieder von neuem mal mit dem einen, mal mit dem anderen Team mitfiebert.

    Neben den dialoglastigen Szenen kommen die Actionparts dann auch fast schon erholsam unterhaltsam daher und sorgen für das nötige Yeah-Gefühl und den ein oder anderen lustigen Spruch während der Kämpfe. Dabei zeigt sich die Kamera von ihrer besten Seite und schafft gute Abwechslung zwischen totalen und sehr nahen Aufnahmen, die einen immer sehr dicht ins Geschehen hinein werfen und dann wieder eine gute Übersicht verschaffen. So werden auch hektische Ereignisse nie unübersichtlich.

    Eine ordentlich gemachte musikalische Untermalung und der typische Marvel Look runden das Ergebnis ab. Einzig die 3D Version des Films erscheint, auch wenn nicht umbedingt störend, doch nicht zwingend notwendig und dürfte die Mehrkosten an der Kinokasse nicht wert sein.

     

    Superheld mit Punktlandung

    „The First Avenger: Civil War“ ist ein weiterer Meilenstein in der großen Marvelgeschichte, der, dank einem guten Mix aus Handlung, Charakterbeleuchtung und Action, überzeugen kann. Wer bisher noch nicht in Superheldenstimmung war, könnte es nach diesem Film sein.

     
    The First Avenger: Civil War  Kinoposter
    Kinostart: 28. April 2016

    Auch ganz nett:

    The Nice Guys – Filmkritik & Trailer

     

    Fotos: Walt Disney Company

    Das Duell der Tablets – 4 Flagschiffe im Vergleich


    Alle Jahre wieder: Der Kampf um die Krone des besten Mobile-Devices – er endet wohl nie. Vor allem in der Tablet-Sparte lässt der Fortschritt nicht lange auf sich warten. Höhere Auflösung und Pixeldichte, mehr PS unter der Motorhaube, neue Funktionen, Zubehör sowie aktuellere Versionen der Betriebssysteme. Neue Kaufgründe schießen förmlich wie Pilze aus dem Boden. Was gestern noch Spitzenklasse schien, bekommt heute schon die ersten grauen Haare. Logisch, dass es schwerfällt, da noch mitzukommen.

    Eine kleine Momentaufnahme bringt dich wieder auf den aktuellsten Stand. Was ist Top, was hat ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis? Wir stellen vier heiße Kandidaten vor und verschaffen dir den nötigen Überblick.

     

    1. Samsung Galaxy Tab S 2 8.0: Android-Athlet in AMOLED-Gewand

    Samsung Galaxy Tab S 2 8.0

    Das AMOLED-Touch-Display mit 2.048 x 1.536 Pixel in 8 Zoll (4 : 3) ist ohne Frage ein wahrer Genuss für deine Augen: Natürliche Farben, exzellente Schärfe und hohe Blickwinkelstabilität. Doch nicht nur für diese Eigenschaften erntet das Samsung Galaxy Tab S2 8.0 verdientermaßen Lorbeeren. Auch die Performance der Eigenkreation TouchWiz auf Basis von Android 5.02 läuft im Betrieb sagenhaft geschmeidig. Schuld daran trägt der Samsung Exynos 5443, ein Octa-Core mit 4 x 1,9 GHz und 4 x 1,3 GHz Takt, der dem Tablet ordentlich Schwung verleiht. Für die artgerechte Haltung der beiden Rennpferde hat Hersteller Samsung mit 3 GB RAM Arbeitsspeicher vorgesorgt. Zusätzlich mit der Grafikeinheit ARM Mali-T760 MP6 ist jederzeit ausreichend Potential selbst für anspruchsvolle Anwendungen und 3D-Spiele vorhanden. Dank WLAN, Bluetooth, LTE 300 Mbit/s, Telefonoption und einem Fingerabdrucksensor ist das Tablet technisch sehr gut ausgerüstet.

    Auf Schnapsschussjagd geht es mit der aus dem Gehäuse leicht herausstehenden 8-Megapixel-Kamera, die im Format 4 : 3 Bilder knipst – leider ohne LED-Blitzlicht. Im identischen Seitenverhältnis kannst du auch Filmszenen mit eindrucksvollen 2560p einfangen. Für Selbstaufnahmen bietet dir die Frontkamera immerhin noch 2,1 Megapixel (16 : 9) an. Zwar beläuft der interne Speicher sich nur auf 32 GB, kann aber von dir jederzeit per microSD-Karte um bis zu 128 GB erweitert werden. Schade, dass beim mobilen Surf-Betriebt der 4000-mAH-Akku bereits nach 5 Stunden einer Verschnaufpause bedarf. Hier fällt das Samsung Galasy Tab S2 8.0 deutlich hinter die 11 Stunden maximaler Videowiedergabe. Obwohl die Verkleidung eine gewisse Flexibilität besitzt, erweckt diese zur gleichen Zeit einen sehr stabilen Eindruck. Dank seiner Kompaktheit und des zarten Gewichts von 300 Gramm passt das Mobile Device in jede größere Jackentasche.

    2. Apple iPad Pro 12.9 Zoll: Kreativ-Tablet mit pfeilschnellem Unterbau

    Apple iPad Pro

    Der schlanke Riese aus dem Hause Apple bietet ein regelrecht gigantisches 12,9-Zoll-Display in gewohnter Retina-Qualität und einer derzeit unschlagbaren Auflösung von 2732 × 2048 Bildpunkten. Gute Sicht auch bei sonnigem Wetter verspricht dir außerdem die maximale Helligkeit von 400 cd/m² und effektive Entspiegelung des Multi-Touch-Displays. Zur Grundausstattung gehört Bluetooth, Wi-Fi und die Fingersensortechnik Touch ID. Das etwas handlichere 9,7-Zoll-Modell mit 2048 × 1536 Pixel und LTE-Varianten stehen alternativ zur Auswahl.

    Trotz des dünnen Profils bringt es aufgrund seiner Maße stattliche 723 Gramm auf die Waage und wirkt daher in unseren Händen etwas schwer und unhandlich. Für ordentlichen Dampf im Kessel sorgt der derzeit noch exklusiv verwendete Apple A9X-Chip (2,2 GHz Takt), der auf nicht weniger staatliche 4 GB RAM zurückgreifen kann und derzeit zu den schnellsten seiner Art gehört. Während die 12,9-Zoll-Version mit 8 Megapixel und Full-HD-Videos bereits schöne Details in der Umgebung einfängt, erweist sich der kleinere Bruder in 9,7 Zoll dank 12-Megapixel-Kamera und 4K-Video bei dieser Disziplin als der wahre Kraftprotz. Apple unterbindet weiterhin die Erweiterung des internen Speichers und stellt dafür Angebote mit 32 GB, 128 GB oder sogar 256 GB bereit. Zum Import von externen Daten von SD-Karten kann der Lightning-Port via Adapter genutzt werden.

    Apple bringt zeitgleich interessantes Zubehör mit auf den Markt. Ein neues Smart Cover schützt das Tablet beim Transport und fungiert gleichzeitig als Halterung und Tastatur. Mit dem neuen Apple Pencil hat der Hersteller einen druckempfindlichen, praktischen Stift für Textverarbeitungsprogramme und kreative Grafiker in petto. Berechtigtes Lob kassiert auch das neue iOS 9 mit butterweicher Performance und der Fähigkeit, den Bildschirm zwischen Apps aufzuteilen – was dir vor allem auf der großen 12,9 Zoll Version interessante Anwendungsmöglichkeiten verspricht. Sogar die Stereo-Akustik legt intelligentes Verhalten an den Tag und richtet je nach Haltung des iPad Pro die Ausgabe auf zusätzliche Lautsprecher um. Einziger Wermutstropfen: Wenn du auf einen möglichst großen Wert auf Mobilität legst, zeigt sich das iPad Pro zusätzlich zu dem großen Design doch recht kurzatmig. Der Gebrauch von fünf bis sechs Stunden für Internetaktivitäten liegt noch auf gutem Niveau. Eine Ladung frische Energie beansprucht jedoch knappe 4,5 Stunden.

    3. HP Pro Slate 8: Business-Profi mit magischem Stift

    HP Pro Slate 8

    HP zielt mit dem HP Pro Slate 8 auf Kundschaft des Geschäftslebens ab. Zum Launch arbeitete es noch mit dem alten Android 4.4 (Kitkat), darf aber inzwischen auch mit Android 5.02 nachgerüstet werden. Das Display misst 7,9 Zoll und besitzt mit 2048 x 1536 Pixeln im Format 4 : 3 sowie IPS-Technik ein hochauflösende, brillante Farbwiedergabe. Der etwas betagte aber immer noch gute Qualcomm Snapdragon 800 bildet mit 2 GB RAM das Rückgrat im laufenden Betrieb. Mit einer separat erhältlichen Dockingstation funktionierst du außerdem das Tablet in einen kleinen Miniatur-Laptop um. Der Akku verspricht eine Laufzeit von 10 Stunden beim Surfen. Mit dabei sind noch WLAN, Bluetooth, NFC sowie eine Full-HD-Kamera und ein 8-Megapixel-Chip auf der Rückseite. Der per microSD-Karte erweiterbare, interne Speicher beträgt 12 GB, eine 32-GB-Variante bietet zusätzlich noch WLAN für 200 € Aufpreis.

    Große Besonderheit ist die Kompatibilität zu Android for Work, das Tablets mit dem Google-Betriebssystem fit für den Einsatz in sensiblen Bereichen machen soll. Die Software trennt private und geschäftliche Inhalte und unterstützt in Zusammenarbeit mit Drittanbietern auch Hardware-Verschlüsselung.

    HP setzt dabei auf ARM Zone, um diskrete Arbeitsprozesse gesichert abzuwickeln. Fernzugriffe via VPN-Netzwerke durch die mitgebrachte Software sind ebenfalls durch einen physikalisch verbauten 256-bit-Schlüssel abgeschirmt. Zusätzlich dienen die installierten Softwarepakete Avast Mobile Security und Rescue zum Schutz vor Datenverlust oder Befall durch virtuelle Schädlinge. Als interessantes Extra entpuppt sich der Einsatz des virtuellen Füllfederhalters dual Pen. Notizen auf dem Tablet gelingen dir damit zwar wie mit anderen vergleichbaren Schreibgehilfen auch, allerdings unterstützt der smarte Stift mehrere Druckstufen und erlaubt auch Schriftzüge auf gewöhnlichem Papier. Diese erscheinen ohne Verzögerung direkt auf dem Tablet und können von dir auf Wunsch in verschiedene Schriftarten umgesetzt werden.
     

    4. Huawei MediaPad X2 7.0: mobiler Zwerg und Alleskönner

    Huawei MediaPad X2 7.0

    Der Kleine packt den Großen? Zumindest scheint das Huawei MediaPad X2 7.0 ausreichend gerüstet, um sich gegenüber namhaften Mitbewerbern Gehör zu verschaffen. Huawei setzt auf ein winziges, 7 Zoll großes LTPS-Display mit 1920 x 1200 Pixeln (323 ppi, 16 : 10), das über etwa 480 cd/m² an Luminanz verfügt und so auch für helle Außenbereiche geeignet ist. Aber auch durch das niedrige Gewicht (255 Gramm) und die potente Laufzeit des 5.000-mAh-Akkus von über 8 Stunden im dauerhaften Surf-Betrieb empfiehlt das MediaPad X2 7.0 als starker, mobiler Begleiter.

    Dank vielseitiger Kommunikationsschnittstellen ist das Gerät zudem bestens ausgestattet. LTE, Bluetooth LE und WLAN – wenn auch nur mit dem älteren 802.11n-Standard – beherrscht das Tablet tadellos. Dual-SIM (1x Micro-SIM, 1x Nano-SIM) mit Telefonfunktion für SMS und MMS steigert nochmals deutlich deine Flexibilität. Dank der 13-Megapixel-Kamera schießt du mit LED-Unterstützung auch in dunklen Räumen akzeptable Bilder. Selfies erhalten über die Front eine Auflösung von 5 Megapixel. Huawei zieht Android 5.0 kurzerhand seine eigene Benutzeroberfläche EMUI über und verleiht dem smarten Gerät dadurch einen zusätzlichen Hauch an Individualität. Aufgaben und Navigation meistert das Tablet übrigens mit Bravour. Die Octa-Core-CPU Hisilicon Kirin 930 und eine Mali-T628 arbeiten Hand in Hand und sorgen für stets flüssige Wiedergabe von Inhalten.

    Dabei steht mit 3 GB RAM Arbeitsspeicher das Huawei MediaPad X2 voll im grünen Bereich und gestattet zudem eine Erweiterung des internen 32-GB-Flash-Speichers per microSD-Karte. Vorsicht sei jedoch beim Einkauf angeraten, denn es existiert auch noch eine Basis-Version mit 2 GB RAM und 16 GB großem Speicher. In optischer Hinsicht weiß Huawei ebenso seinen Preis-Leistungs-Schlager in Szene zu setzen. Die Verarbeitung wirkt hochwertig und das Design in goldenem Gehäuse ansprechend elegant. Leider spiegelt das Display deutlich und so können Reflexionen durch die Sonne oder Lampenlicht dir das Lesen beträchtlich erschweren.
     

    Fazit


    Geschmäcker sind wohl verschieden? Prinzipiell hängt der reine Nutzwert stark von dem persönlichen Anwendungsgebiet ab. Konkret wird es jedoch, wenn ganz bestimmte Anforderungen für dich im Vordergrund stehen. Allgemein bleibt zunächst von unserer Seite festzuhalten, dass die Kandidaten durch ein hohes Niveau an Bildqualität, Leistung und Ausstattung überzeugen.

    Das gigantische iPad Pro in 12.9 Zoll darf mit der höchsten Auflösung und brandneuem Prozessor in der Aufstellung die Performance-Krone für sich beanspruchen. Allerdings hat das Technik-Schwergewicht mit einer Spanne zwischen 900€ und 1400€ einen beachtlichen Preis und taugt weniger für unterwegs. Deutlich leichtfüßiger und damit mobiler präsentieren sich die Tablets der anderen Hersteller. Als kleinster Tipp im Felde entpuppt sich das Huawei MediaPad X2 (360€), das aber seine Konkurrenten, im Bezug auf Ausstattung, nicht scheuen muss. Nur 50€ mehr kostet das gelungene und noch flottere Samsung Galaxy Tab S2 8.0 AMOLED in der reinen Wi-Fi-Version. Das HP Slater Pro 8 für 450€ (650€ mit WWAN) richtet sich trotz praktischer Hybrid-Möglichkeiten in erster Linie an Geschäftsleute, die ein sicheres Tablet mit äußerst praktischer Stylus-Funktion wünschen.

     

    Bilder: PR; Amazon; igorshi/iStock.com

    Dein Wille geschehe – BRABUS B63S – 700 6×6

    „…und ob ich schon wanderte im finsteren Tal…“ – Moment! Wandern? Wieso wandern? Was dachte man sich dabei, als man dieses Monstrum entworfen hat? Sicherlich nicht an die nächste Wanderroute oder gar den Jakobsweg. Und wenn schon, dann bitte nicht zu Fuß, sondern mit dem Auto.

    Zugegeben, die Premiere feierte der BRABUS B63S auf der IAA im Jahre 2013, aber wen juckt das bei diesem Anblick? Der B63S – 700 6×6 ist an Endgültigkeit wohl nicht zu überbieten. Ein Koloss, welches die Griechen vor Neid erblassen lassen dürfte. Eine High-End Walze auf sechs Rädern mit nur einem Ziel: Vorwärts – egal was im Weg steht, egal an welchem Ort dieser Erde und völlig egal wie unmöglich es zuvor schien. Der B63S lächelt über unwegsames Gelände nur kurz, holt tief Luft und stellt dann alle Hebel von „Frieden“ auf „Mach Platz da vorne“. Gekonnt in Szene gesetzt wurde der G 63 AMG 6×6 zuletzt im Blockbuster „The Reach – In der Schusslinie“ mit Michael Douglas, der den AMG durch die Prärie Amerikas jagt. Schön zu sehen, dass das Fahrzeug den kompletten Film über ein Stuttgarter Nummernschild trägt.
     

    BRABUS B63S – 700 6x6
     

    Viel zu selten, und selten scheint hier noch zu häufig, sehen wir in unseren Breitengraden einen BRABUS B63S in freier Wildbahn. Genau genommen gar nicht, denn wo will man diesen in Kleinserie produzierten Mythos hier bewegen? In einer unserer Einbahnstraßen, Wendehämmer, Kreisel oder vielleicht in unsere Tiefgaragen? Wohl kaum. Wer im B63S Platz nehmen darf, der hat die Endstation alles Machbaren in Sachen „Wahnsinn“ erreicht. Genau das richtige Auto für uns, die AJOURE´. Rufen wir den BRABUS B63S 6×6 noch einmal für uns alle in Erinnerung und genießen die unfassbaren Daten, ehe wir andächtig die Augen schließen und hoffen, dass Autos dieser Kategorie niemals ein Ende finden werden.

    Eigentlich, so dachten wir, reicht es völlig, wenn wir ein Bild in höchster Auflösung zeigen, denn alles Weitere erklärt sich beim Anblick theoretisch von selbst. Aber das war uns nicht genug, also her mit den Fakten. Wir wollen verschwenderisch träumen.

    Gut, dass der Power Off-Roader so breit ist, denn sonst würde kaum die komplette Typen-Bezeichnung auf das Heck passen. BRABUS B63S – 700 6×6. Wofür die einzelnen Komponenten stehen dürfte klar sein. BRABUS schnappte sich das damals neu erschienene und exklusivste G-Modell aller Zeiten, den Mercedes G 63 AMG 6×6, und modifizierte diesen BRABUSgerecht, ganz nach dem Motto „Warum kleckern, wenn wir auch klotzen können!“ Und beim Thema „Klotz“ war man mit diesem Fahrzeug ja an der richtigen Stelle.
     

    BRABUS B63S – 700 6x6
     

    Der sechsradgetriebene Viertonner verfügt über einen 700 PS starken 5,5 Liter V8 Biturbo, der das Schwergewicht in sage und schreibe 7,4 Sekunden über die 100 km/h Marke brüllt.
    Bei 160 km/h ist dann lustigerweise auch schon wieder Feierabend, denn die Elektronik beendet den Vortrieb auf Grund der unfassbaren 37 Zoll HeavyDuty-Off-Road- Geländebereifung. Damit BRABUS die 156 PS Zusatzleistung im Vergleich zum Mercedes G 63 AMG realisieren konnte, wurde die Peripherie des V8 grundlegend überholt. Die Serienlader wichen zwei BRABUS Spezial-Turboladern, die für den höheren Ladedruck verantwortlich sind. Gleichzeitig senkt die Gold Hear Reflection die Ladelufttemperatur weiter ab. Ergebnis: Mehr Leistung und sagenhafte Standfestigkeit. High Performance Metallkatalysatoren mit 75mm starken Down Pipes senken den Staudruck. Apropos Druck! Ordentlich Druck gibt’s auf die Ohren, denn der B63S ist kein Leisetreter. Daher kann der Fahrer die speziell entwickelte Edelstahl-Sportauspuffanlage mit Klappensteuerung in eine Art „Winterschlaf“ versetzen. Nennt sich dann „Coming Home“-Modus. Eine Funktion, die man wohl nicht all zu häufig nutzen wird, denn unsere Nachbarn sollen doch auch etwas von unserm Sound miterleben dürfen.
    Trotz zwei Endrohren auf jeder Seite bewegt sich der BRABUS B63S 6×6 innerhalb der EURO 5 Norm. Machbar gemacht wurde dies durch die perfekte Abstimmung der Hochleistungskomponenten. Wenn wir schon beim Thema Hochleistung wären – 960 Nm werden durch die AMG Speedshift Plus 7G-Tronic Automatik entfesselt.

    Die Serienschürze dient als Halterung für den neuen BRABUS Frontspoiler und auf der Motorhaube macht sich eine Carbon-Hutze Platz. Trotz der enormen Höhe des Fahrzeugs darf ein hochglanzpolierter Unterfahrschutz natürlich nicht fehlen. Wo wir dann beim Punkt „Optik“ angekommen wären. In die Front verbaut werden dunkel getönte LED-Leuchten, schwarze Xenon Scheinwerfer und Tagfahrleuchten mit Blinkerfunktion. Die serienmäßigen Blinker an der Oberseite verlieren hiermit ihren Sinn und bekommen an deren Stelle Sicht-Carbon-Blenden. Ein Zusammenspiel mit der Motorhaube, die seinesgleichen sucht.
     

    BRABUS B63S – 700 6x6
     

    Exklusivität hört außen allerdings nicht auf. Im Gegenteil. Innen geht es direkt so weiter. BRABUS’ hauseigene Sattlerei verbaut in Handarbeit eine „fine-leather“-Kombination aus feuerrotem und schwarzem Leder, sowie selbstverständlich Alcantara. Beleuchtete Edelstahleinstiegsleisten mit BRABUS Logo runden den sonst so kantigen B63S 6×6 700 gekonnt ab.

    Gekonnt abgerundet wird allerdings auch das Bankkonto, denn der massive Hüne erleichtert den Käufer um gute 480.000 Euro. Da fällt der Verbrauch von 50 Litern und mehr auf 100 Kilometer dann aber auch kaum weiter ins Gewicht!

     

    Fotos: Brabus Presse

    Der große Men Roll-On-Deo Test

    Kennst du das Problem, wenn du im Office sitzt und du merkst wie dein Deo versagt? Bei jeder Bewegung die du machst, hoffst du, dass es kein anderer merkt? Wir von der AJOURE´ haben für euch die gängigsten MEN Roll-On-Deo Produkte getestet, damit ihr hoffentlich nie in so eine Situation kommt.

    Unsere Ansprüche waren der Alltag. Das heißt, morgens unter die Dusche und ab ins Office. 9 Stunden arbeiten und danach, je nach Tag, mit Freunden etwas unternehmen oder einfach den Abend gemütlich auf der Couch verbringen.

    Wir hatten an diesen sieben Tagen extra keine Sporttage eingelegt, da sie die Testergebnisse verzerren würden.
     

    L’Oréal Men Expert Deodorant Invincible Man / 1,55 €

    L'Oréal Men Expert Deo Roll-On
    Invincible Man 96H Schutz, Sport Deo für Männer kontrolliert Trockenheit und Körpergeruch

    + Geringer Geruch
    + Hält was es verspricht! Wobei wir es nicht 96 Stunden im Einsatz hatten (Wer macht denn so etwas – 4 Tage lang nicht duschen?
    + Hinterlässt keine Flecken auf dem Oberteil
    + Leicht aufzutragen, durch den großen Roller
     


     

    Rexona Cobalt Deostick Men / 1,65 €

    Rexona Men MotionSense
    Deo Stick Cobalt Dry Anti-Transpirant mit 48 Stunden Schutz gegen Körpergeruch und Achselnässe

    + Angenehmer Geruch
    + Es verspricht 48 Stunden Schutz – wir hatten es 24 Stunden ohne Probleme im Einsatz
    + Es hinterlässt keine Flecken auf dem Oberteil
    + Leicht aufzutragen, durch den großen Roller
    – Einziger Minuspunkt: Es ist schwer in der Drogerie zu bekommen
     


     

    Dove Men+Care Clean Comfort Deo / 1,45 €

    Keine Produkte gefunden.

    + Angenehmer Geruch
    + 48 Stunden verspricht es, wir hatten es 24 Stunden ohne Probleme im Einsatz
    + Es hinterlässt keine Spuren auf dem Oberteil
    + Preis-Leistung stimmt
     


     

    Alverde MEN Deo Roll-on / 2,95 €

    alverde MEN Deo Roll-On
    alverde MEN Deo Roll-On Active Nature, 1 x 50 ml

    + Angenehmer Geruch
    + Es hinterlässt keine Flecken auf dem Oberteil

    – Nach 6 Stunden ist die Wirkung vorbei

     


     

    Nivea Men Deo Fresh Active Stick, ohne Aluminium / 1,75 €

    NIVEA MEN Fresh Ocean Deo Roll-On
    Deo ohne Aluminium (ACH) mit 48h Schutz, Deodorant mit NIVEA MEN Pflegekomplex und antibakteriellen Wirkstoffen

    + Es hinterlässt keine Rückstände
    + Guter Preis

    – Auch ohne Aluminium – hier war die Wirkung daher schon nach vier Stunden vorbei
    – Es riecht stark nach Zitrusöl und erinnert daher ein wenig an Toilettenstein
    – Es fühlt sich auf der Haut klebrig an

     


     

    Fazit: Wir sind positiv überrascht, dass fast alle MEN Deos über den Tag durchhalten. Letztendlich entscheidet der Geruch und der Preis beim Kauf eines Deos. In unserem Test entscheiden wir uns daher für die Top 3 auf Grund folgender Ansprüche: Preis, Gesundheit, Wirkung, Flecken.
     

    Platz 3: Rexona Cobalt Deostick
    Platz 2: Dove Men+Care Clean Comfort
    Platz 1: L’Oréal Men Expert

     

    Fotos: AJOURE´ Redaktion; Amazon