Ulti Setup

Der olle Schreibtisch aus den Kindertagen, der Schreibtischstuhl, an dem schon die dritte Rolle abbricht und die hustende, pustende Klapperkiste, für die deine Eltern 2007 drei Scheine lockergemacht haben. All das ist für dich ab sofort passé. Heute zeigen wir dir unser Ulti-Setup für den geilsten Gaming-Man-Cave, den du je haben wirst.

Der richtige Schreibtisch

Der richtige Schreibtisch bildet die Grundlage eines jeden Setups. Bist du damit schon nicht zufrieden, wird der Rest auch nichts. Size Matters. Deshalb empfehlen wir dir eine Tischplatte mit mindestens 160 cm Breite und 80 cm Tiefe.

Neben dem Bildschirm, der Maus und der Tastatur müssen noch einige andere Sachen mit auf, an und gegebenenfalls sogar in den Tisch.
Aber immer der Reihe nach. Eine gute Adresse für Schreibtische ist IKEA. Überraschung. Ein Möbelhaus. Der Schreibtisch „Thyge“ ist in seiner Höhe einstellbar und passt optisch in fast jede Wohnung.

Ebenfalls bei IKEA gibt es den „Signum“ Kabelkanal. Diesen schraubst du von unten an die Tischplatte. Darin kann später auch deine Steckerleiste mit Überspannungsschutz liegen.

Das Tischgehäuse

Ein Tischgehäuse ist die mit Abstand schönste Möglichkeit, ein Gaming-Setup auf die Beine zu stellen. Du musst dann aber darauf achten, nicht mehr auf deine Tischplatte zu schlagen, wenn die Leitung mal wieder versagt oder der Controller nicht reagiert hat.

Diese Variante wird dich zwar das meiste Geld kosten. Dafür hast du damit aber keinen Kabelsalat und ein Gehäuse, in dem du mehr als genug Platz für alle Komponenten hast.

Der richtige Stuhl

Der Stuhl

Damit dein Rücken nicht mit 32 den Geist aufgibt, ist es für Gamer sehr wichtig, den richtigen Stuhl zu haben. Ergonomie ist einer der wichtigsten Punkte in einem richtigen Man-Cave.

Online kannst du mittlerweile auf hunderten von Websites Bürostühle bestellen. Das bringt dir aber alles nichts, wenn du beim ersten Sitzen bemerkst, wie schlecht sich der Stuhl nach einer Stunde anfühlt.

Deshalb ist es sehr ratsam, dich bei einem Händler vor Ort vom Sitzgefühl zu überzeugen. Guter Tipp: Kaufe einen Stuhl, dessen Maximalgewicht weit über deinem eigenen liegt. Auch die Stuhlrollen brechen des Öfteren ganz gerne weg. Kaufe dir deshalb schon vorher Ersatz.

Die optimale Sitzposition

Du solltest immer eine bequeme Sitzposition haben. Im Optimalfall befinden sich deine Augen mit dem oberen Rand deines Hauptmonitors auf einer Höhe.

Mit den Schultern liegst du auf den Armlehnen auf und deine Kniekehlen bilden einen 90° Winkel.
Sollte dein Schreibtisch tief genug sein, benötigst du vielleicht gar keine Armlehnen, sondern nur die Tischplatte als Auflagefläche.

Der PC

Der PC

Genug der Vorbereitung, widmen wir uns dem Herzstück. Dein Ulti-Setup wäre ohne ihn kein Ulti-Setup. Wir reden natürlich vom PC. BTW: Schau dir doch unseren Vergleich „Mac vs. PC“ an. Wir hauen dir jetzt gleich mal ein paar Specs um die Ohren, für dessen Zuordnung du vielleicht ein wenig Hilfe von einem Kumpel benötigst.

Die Specs – Das eigentliche Ulti-Setup

Mainboard: Gigabyte GA-Z270X-Ultra Gaming – Mainboard – Intel Sockel 1151 (Core i)

CPU: Intel Core i7-7700K Kaby Lake – 4.2 GHz – 4 Kerne – 8 Threads – 8 MB Cache-Speicher – LGA1151 Socket – Tray ohne Kühler

Grafikkarte: ASUS ROG-STRIX-GTX1080TI-11G-GAMING – Grafikkarte – GF GTX 1080 Ti – 11 GB GDDR5X – PCIe 3.0 x16 – DVI, 2 x HDMI, 2 x DisplayPort

SSD: Samsung MZ-75E1T0B/EU 850 EVO interne SSD 1TB (6,4 cm (2,5 Zoll), SATA III) schwarz

RAM: G.Skill Value Series – DDR4 – 8 GB DIMM 288-PIN – 2400 MHz / PC4-19200 – CL17 – 1.2 V – ungepuffert – nicht-ECC – 2mal

Netzteil: Be Quiet! Dark Power PRO 11 750W – Stromversorgung ( intern ) – ATX12V 2.4/ EPS12V 2.92 – 80 PLUS Platinum – Wechselstrom 100-240 V – aktive PFC

Die Wahl des Towers überlassen wir an diesem Punkt einfach mal dir. Achte nur darauf, dass dieser die richtige Passform fürs Mainboard, in diesem Fall ATX, hat und auch an sich genügend Innenraum für deine Komponenten bietet. Du musst nicht unbedingt den am coolsten aussehenden Tower nehmen, weil du hier viel Geld nur für den Look und nicht die Funktionalität bezahlst.

Wir empfehlen dir ein Gehäuse von „beQuiet!“ aufgrund der hervorragenden Belüftungsmöglichkeiten. Beim Motherboardcheck von „beQuiet!“ kannst du dir den passenden CPU-Lüfter aussuchen, welcher ebenfalls der Marke „beQuiet!“ entspringt.

Beim PC-Bau ist es wichtig, dass du sehr vorsichtig mit den einzelnen Komponenten umgehst. Die erste Vorsichtsmaßnahme, die du ergreifen solltest ist, dich zu erden. Berühre dafür einfach mit beiden Händen eine Heizung oder den Metalpart deines Gehäuses.

Bereite dich ordentlich auf den Zusammenbau vor und kümmere dich um die Werkzeuge, die du brauchst. Wenn du erst einmal reinkommst, wirst du merken, dass der Zusammenbau eines PCs eigentlich nicht mehr als teures LEGO ist.

Zum Zusammenbau kannst du parallel auf deinem Smartphone ein Tutorial laufen lassen, in dem alles Step-by-Step erklärt wird. So ein Zusammenbau kann schon mal den ganzen Tag in Anspruch nehmen und sollte nicht überhastet vonstattengehen.

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem du deinen Prozessor austauschen willst. Ob er nun kaputt oder einfach nur veraltet ist. Erfahre in unserem Artikel zum Prozessor-Austausch mehr darüber.

Die richtige Beleuchtung

Die Beleuchtung ist der Punkt, bei dem dir am meisten Kohle aus der Tasche gezogen wird. Wenn du nicht gerade im Lotto gewonnen hast, dann holst du dir Komponenten und Zubehör ohne großartig spektakuläre Beleuchtung.

Was willst du mit einem Mauspad, das leuchtet? Völlig sinnfrei! Hast du dich schon mal an leuchtenden RAM-Riegeln erfreut? Ganz genau, wir auch nicht.

Irgendwann kommt bei der Hardware der Punkt, an dem du nur noch für Optik und nicht mehr für Leistung bezahlst.

In diesem Ulti-Setup sind neben Maus und Tastatur noch deine Grafikkarte und das Mainboard beleuchtet. Die letzten beiden Komponenten auch nur, weil es sie nicht anders gibt. Ansonsten brauchst du außer der Tisch-und Deckenlampe nichts, was in irgendeiner Form leuchtet.

Die neue Grafikkarten-Generation von Nvidia ist sowieso eher schlicht gehalten. Besonders auffällige RGB-Leuchten sind schon bald aus der Mode. Hör auf unsere Worte: Ein schlichtes Setup wird nie aus der Mode kommen!

Die richtige Peripherie

Peripherie

Jetzt fehlen noch dein Monitor und sämtliche anderen Eingabegeräte. Bei den Monitoren ist „Eizo“ zwar glasklar der hochwertigste Hersteller, aber leider auch im Preis Marktführer. Die Marke „iiyama“ bietet dir gute Monitore zum „Hau-ich-einfach-mal-raus-Preis“.

Wenn du das Geld hast, nimm aber auf jeden Fall Eizo. Ein zweiter oder dritter Monitor ist übrigens echt spitze für Editor-Arbeiten wie z.B. Videoschnitt. Hier findest du eine List der besten Monitore zum zocken.

Für deine Beschallungsanlage empfehlen wir dir ein Logitech Lautsprechersystem mit Subwoofer. Die Anlage hat einen guten Sound und kostet nicht die Welt.

Maus und Tastatur sind für uns Gamer besonders wichtig. Bei all den möglichen Marken fällt dir die Entscheidung sicher nicht leicht. Razer, HyperX, Roccat und viele mehr bieten die Eingabegeräte der besten Qualität.

Welche Marke du wählst, kommt dann auf dich an. Die richtigen Switches sind entscheidend. Im nächstbesten Elektronikhandel stehen die beliebtesten Modelle immer ausgestellt.

Fürs passende Erlebnis brauchst du gute Kopfhörer. Uns gefällt der HyperX Cloud II Gaming Kopfhörer. Es gibt zwar ein integriertes Mikrofon, allerdings macht es mehr Sinn, dir ein gutes Standmikrofon zu kaufen, welches an einem Mikrofonarm hängt.

Im Bereich Gaming empfehlen wir ohnehin Over-Ear-Kopfhörer, da diese, selbst nach mehreren Stunden der Benutzung, nicht deine Ohren eindrücken.

Das richtige Zubehör

Zubehör

Beim Mousepad empfehlen wir dir eine Matte. Auf diese Weise steht alles rutschfest auf deinem Schreibtisch. Die Tastatur rutscht einmal und nie wieder im Ranglistenspiel von der Stelle.

Uns gefällt die Razer Goliathus Extended (Speed) Mousepad-Matte am besten. Damit du deine Kopfhörer nicht immer irgendwo auf dem Tisch platzieren musst, wo sie sowieso nur Platz wegnehmen, hole dir einfach einen Kopfhörerhaken.

Damit du auch in Racing-Games die Nase vorne hast, gibt’s dafür Controller. Uns ist das Speedlink Gamepad für den PC auf den Tisch geflogen und wir haben es behalten, weil es uns für seinen guten Preis überzeugt hat.

Software

Dein PC ist aufgebaut und bereit, in jedem Spiel Bestleistungen zu liefern. Aber was machst du jetzt mit dem Ding? Hier sind zum Abschluss einige Programme, die dir Zeitvertreib bescheren sollten.

Für Games holst du dir am besten Steam. Dort hast du die größte Auswahl an Spielen. Der Epic Games Store, Battle.net von Blizzard oder auch Spiele ganz ohne Launcher wie League of Legends dürfen nicht fehlen.

Um das alles zu organisieren, gibt es Gog Galaxy. Der Launcher-Launcher wird mit deinen Konten der jeweiligen Plattform verbunden und vereint alle Einträge deiner Bibliothek in einem Programm.

Falls du dich kreativ auslasten willst, dann hole dir ein Adobe Creative Cloud-Abo. Keine Sorge, dein Rechner kann alles handhaben, was ihm von Photoshop und Konsorten entgegengeworfen wird.

Im Zweifelsfall hat das Mainboard sowieso noch zwei offene Ram-Plätze, also besteht genug Luft nach oben. Das Mainboard hält hier übrigens Platz für bis zu 64GB RAM, also könntest du sogar 4x16GB RAM-Riegel verbauen. Das schlägt allerdings heftig auf den Geldbeutel.

Dein Betriebssystem ist als Gamer wahrscheinlich Windows. Früher oder später wirst du Windwows neu aufsetzen. Dein System ist mit Datenmüll überflutet oder du möchtest einfach einen frischen Start? Dann ist das die Lösung für dich!


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