Grafikkarte defekt

Die Grafikkarte ist eine der wichtigsten Hardwarekomponenten in deinem Computer, zumindest wenn du Gamer oder Streamer bist. Um so ärgerlicher ist es, wenn deine Grafikkarte defekt ist. Solltest du deinen Computer nicht für Gaming oder andere grafikintensive Anwendungen benötigen, dann wirst du höchstwahrscheinlich keine dedizierte Grafikkarte besitzen und den Grafikchip auf deiner CPU nutzen.

Die Grafikkarte – die zentrale Steuereinheit für deine Bildausgabe

In den meisten Fällen verfügt dein Rechner jedoch über eine separate Karte für die Bildausgabe und mindestens genauso oft kommt es zu Problemen mit dieser.

Aber was macht deine Grafikkarte eigentlich genau? Grob zusammengefasst verarbeitet sie die Daten deines Rechners und schickt sie auf deinen Monitor, sie ist also die zentrale Steuereinheit für deine Bildausgabe.

Das bringt uns nun auch zu der eigentlichen Frage, woran erkennst du eigentlich, dass deine Grafikkarte defekt ist?

Früher oder später wirst du dich mit technischen Problemen an deinem Computer auseinandersetzen müssen, ob diese daraus resultieren, dass deine Grafikkarte Probleme macht und ob du deine Grafikkarte wirklich austauschen musst, erklären wir dir im folgenden Beitrag.




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Grundlegende Fehler einer defekten Grafikkarte

Grafikkarte defekt

Bevor du deine Grafikkarte austauschen willst, sollten wir uns mit den typischen Fehlermeldungen und Problemstellungen auseinandersetzen, welche darauf hinweisen, dass deine Grafikkarte kaputt ist.

Somit ersparst du dir einiges an Aufwand, falls der Fehler möglicherweise bei einem anderen Bauteil deines Computers liegt.

Wie bereits erwähnt ist deine Grafikkarte für deine Bildausgabe zuständig, solltest du also Probleme mit einem schwarzen Bildschirm oder einem Bildschirmflimmern haben, sind dies schon mal klare Indizien für einen Defekt dieser Hardwarekomponente.

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Bei einem schwarzen Bildschirm kann das Problem jedoch auch am Monitor liegen. Ein defektes oder nicht ordnungsgemäß eingestecktes Kabel sind beliebte Fehlerquellen.

Sollte dein Rechner bei Spielen abstürzen, welche eine besonders hohe Grafikanforderung haben, solltest du ebenfalls definitiv deine Grafikkarte überprüfen.

Der Warnton des BIOS

Solltest du deine Grafikkarte erst vor Kurzem eingebaut oder ausgetauscht haben, kann der Fehler auch darin liegen, dass diese locker im Rechner sitzt.

Dies kannst du relativ schnell feststellen. Denn wenn dies der Fall ist, dann wird dir dein BIOS beim Hochfahren des Computers einen Warnton abspielen, welcher sich als hochfrequenter Piepton zu erkennen gibt.

Hier gibt es natürlich verschiedene Kombinationen aus Tönen, welche für unterschiedliche Fehlerquellen stehen. Viele Systeme geben dem Nutzer mit der Kombination 1x lang, 2x kurz“ und „1x lang, 3x kurz“ einen Hinweis auf ein Problem mit der Grafikkarte.

Sollte diese Tonkombination auftreten, dann sitzt höchstwahrscheinlich deine Grafikkarte nicht richtig im Gehäuse.

Dies kannst du ganz einfach bei ausgeschalteter Stromzufuhr überprüfen. Schaue nach, ob die Karte richtig im Slot steckt und die Kabel alle korrekt sitzen.

Selbst wenn der Warnton nicht auftreten sollte, kann es nicht schaden, das zu überprüfen.




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Die Grafikkarte testen

Grafikkarte testen

Sollten Fehler wie die genannten auftreten, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass deine Grafikkarte Probleme bereitet.

Im nächsten Schritt solltest du deine Grafikkarte überprüfen. Einen Grafikkarte-Defekt-Test kannst du ganz bequem selbst durchführen und das ohne großen Aufwand.

Explizit bei einem BIOS-Warnton empfiehlt es sich, einen DirectX-Test durchzuführen. Mit der Tastenkombination Windowstaste + R-Taste öffnest du das „Ausführen“ Fenster und gibst dort den Befehl „dxdiag“ ein.

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Dadurch führst du den Test auf dem Windows Betriebssystem aus. Nach Abschluss des Tests erfährst du, ob der Grafikkarte-Defekt-Test ein Ergebnis geliefert hat, was auf ein Problem mit deiner GPU schließen lässt.

Die Ergebnisse kannst du über den Reiter „Hinweise“ aufrufen. Eine weitere Möglichkeit, wie du deine Grafikkarte testen kannst, ist mit einem Belastungstest durch das kostenlose Tool FurMark.

Das Programm strapaziert deine Grafikkarte bis ans Leistungsmaximum, um so eventuelle Fehlerquellen ausfindig zu machen.

Dieser Test ist jedoch nicht zu empfehlen, wenn es bereits vorher eindeutige Fehler gab, welche auf die Grafikkarte zurückzuführen sind.

In diesem Fall kann der Belastungstest von FurMark im schlimmsten Fall zu noch größeren Schäden führen.

Die Treiber aktualisieren

Ein ebenfalls sehr banaler Fehler, der sehr oft auftritt, ist, dass die Treiber nicht aktualisiert wurden.

Dies kann nicht selten zu Fehlfunktionen deiner GPU führen. Bevor du also befürchtest, dass du deine Grafikkarte austauschen musst, lade dir die aktuellen Treiber deiner jeweiligen Karte herunter und führe sie aus.

Dies kannst du ganz einfach über den Gerätemanager erledigen. Wähle dort deine Grafikkarte aus und klicke auf „Treibersoftware aktualisieren“.

Der neueste Treiber wird im Anschluss heruntergeladen und installiert. Abschließend musst du nur noch deinen Computer neu starten und in den meisten Fällen sollte deine GPU wieder funktionieren.

Somit kannst du einfach ausschließen, dass deine Grafikkarte defekt ist.




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Was kann ich tun, wenn meine Grafikkarte defekt ist?

Grafikkarte was tun?

Ist eine defekte GPU für dich nicht mehr auszuschließen, stellt sich nun die Frage, wie es weitergeht.

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Du kannst zum einen selbst eine Reparatur durchführen, beispielsweise wenn deine Grafikkarte überhitzt ist aufgrund einer defekten Kühleinheit oder dir eine neue kaufen.

Letztere Option ist leider je nach Grafikkarte sehr kostspielig. Beachte jedoch bei der Selbstreparatur, dass durch das Öffnen der Karte dein Garantieanspruch erlischt, falls dieser noch vorhanden ist.

Dies gilt selbstverständlich auch für eine Fremdreparatur. Jedoch ist bei einer Reparatur durch einen Fachmann das Risiko deutlich geringer bis gar nicht vorhanden, dass deine Karte irreparabel beschädigt wird.

Informiere dich am besten, was die Reparatur bei einem Fachmann kostet und wäge so ab, ob sich eine Neuanschaffung nicht vielleicht doch lohnt.

 

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