Fertig-PCs: Abzocke oder Schnäppchendeal?

Um auf schnellem Wege an Hardware zu gelangen, die auch noch einwandfrei funktioniert, bist du im „Optimalfall“ nur eine Google-Suche entfernt. Jedoch sind viele PC-Fertig-Builds leider nicht dem aktuellen Standard der Technik entsprungen.

Die Fehler der Fertig-PC-Anbieter

Fertig-PCs sind bei vielen Anbietern in unterschiedliche Modelle aufgeteilt. Vom Normalo-Build bis hin zur NASA-Rakete gibt es alles. Auf manchen Seiten kannst du bis zu 4000 Scheine loswerden. Nur für den Tower. Solche Monster der Technik brauchen eigentlich nur Streamer und Content-Creator. Im unteren Preissegment werden absichtlich schlechtere Builds vorgestellt, nur um etwas Billiges im Angebot zu haben.

Die einzigen Fertig-PCs, die tatsächlich für den durchschnittlichen User geeignet sind, sind Mittelklassemodelle. Auf diesen preislich human angesiedelten Maschinen lassen sich noch alle modernen Titel auf hohen Einstellungen starten. Um nicht in die Falle zu tappen, empfehlen wir, dich intensiv mit dieser Thematik zu befassen. Schließlich ist ein PC eine Anschaffung, die viele Jahre ihren Dienst erfüllen muss.

Gewinnmarge ist für den Endverbraucher nicht alles

Klar, jedes Unternehmen muss Gewinn machen, damit sie ihr Ding durchziehen können. In dieser Lage befinden wir uns auch. Der Spaß hört aber relativ schnell auf, wenn sich das Preis-Leistungs-Verhältnis in eine Richtung entwickelt, die für den Verbraucher negativ ist. Eine gute Alternative für den PC zu Hause wird übrigens bald durch Google Stadia gestellt.

Oft wird vergessen, dass andere Fixkosten für den Verbraucher ebenfalls eine Rolle spielen. Der Monitor ist eine Baustelle, an der meistens viel zu viel Geld ausgegeben wird. In unserem Monitor-Check geben wir dir einige gute Tipps zu diesem Thema. Andere Geräte kommen aber auch mit auf die Liste. Der ultracoole RGB-RAM-Riegel ist – in unseren Augen – in den Sand gesetztes Geld. Deshalb geben wir jedem Technikinteressierten den Tipp, seinen PC selber zusammenzubauen.

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Ein guter PC zum Selberbauen

Einen PC selber zusammenzubauen, ist einfacher als du denkst. Es ist ein bisschen so wie LEGO. Du hast Komponenten mit einer bestimmten Passform, die du zusammensteckst. Gut, das ist jetzt ein sehr heruntergebrochenes Prinzip. Außerdem wird es teuer und auch aufwendig, wenn du ein falsches Teil bestellst oder sogar kaputtmachst. Der hier vorgestellte Rechner umfasst nur den Tower an sich. Die Kaufentscheidung bei den restlichen Geräten überlassen wir dir. In Sachen Maus und Tastatur hat sowieso jeder seine persönlichen Vorlieben.

Disclaimer: Die von uns angegebenen Preise sind, je nachdem wann du diesen Beitrag liest, vielleicht nicht mehr aktuell. Achte immer auf Aktionen und Sonderangebote seitens der Hersteller und auch von Drittanbieterseiten wie eBay und Amazon. Damit sparst du dir gutes Geld, welches du in dein anderes Zubehör investieren kannst.

Einige unserer Entscheidungen in diesem Build könnten dich verwundern. Damit räumen wir jetzt im Vorfeld schon mal auf. Gehäuse, Netzteil und CPU-Lüfter sind von der Firma beQuiet. Für das Gehäuse haben wir einen Tower gewählt, der für die Zukunft noch genügend Platz für mehr Technik lässt. Das in unserem Build verbaute Mainboard bietet zum Beispiel Platz für zwei Grafikkarten.

Außerdem lassen sich noch mehrere Lüfter mit in das Gehäuse einbauen. Diese vielen Möglichkeiten zum Upgraden erklären auch, warum wir beim Netzteil so in die Vollen gegangen sind. Mit der 650 Watt-Variante hast du ordentlich Raum nach oben. Die beiden Samsung-SSDs sind für dich vielleicht auch kein Must-buy. Wir mögen es aber, wenn wir beide SSDs in der Samsung-Magician-Software verwalten können. SSDs von anderen Anbietern funktionieren natürlich auch.

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Das Mainboard und den Prozessor tauscht man nicht einfach so alle paar Tage aus. Deshalb legen wir dir Modelle ans Herz, die sich etwas länger halten. Da unser Rig zum Zocken ausgelegt ist, haben wir uns für einen i5 von Intel entschieden. Die Grafikkarte ist der größte Geldfresser. Die GeForce GTX 1070 bekommst du im Moment nicht billiger. Wenn du dich mit gebrauchter Ware abfinden kannst, dann investiere auf jeden Fall etwas Zeit bei der Suche auf Seiten wie eBay oder ReBuy. Beim Arbeitsspeicher lässt sich leider nicht viel drehen. RAM wird wohl immer teuer bleiben.

Und hier unser Modell in der Übersicht:

 

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