X-Men: Dark Phoenix

Nach unserem Presse-Kinobesuch in Berlin sind wir mit Fragezeichen im Gesicht in die Redaktion zurückgegangen. X-Men: Dark Phoenix ist, ob wir es nun wollen oder nicht, das Finale der derzeitigen X-Men-Saga.

Charaktere

Zwischen „Apocalyse“ und „Dark Phoenix“ ist einiges passiert. Der Film setzt definitiv nicht an dem Punkt an, an dem wir die X-Men das letzte Mal gesehen haben. Professor X (James McAvoy) hat sich in eine problematische Richtung entwickelt, es sind Pärchen entstanden und Quicksilver (Evan Peters) macht sich in jeder Szene so schnell wie möglich rar von der Leinwand. Raven (Jennifer Lawrence) trägt entscheidend zu Jeans Charakterentwicklung bei. Diese Szene wurde sogar schon im Trailer teilweise gezeigt.

Magneto (Michael Fassbender) und Jean Grey alias Phoenix (Sophie Turner) sind die beiden Lichtblicke im Film und haben zwei absolut epische Szenen miteinander. Die Antagonistin, die von Jessica Chastain gespielt wird, heißt Smith. Es wäre cool gewesen, wenn sie nicht unerklärt geblieben wäre. In einer gerade mal zweiminütigen Szene, die auch den Rest ihrer Truppe zeigt, werden die Hintergründe bekannt.

Cyclops (Tye Sheridan) nimmt eine überraschend große Rolle ein. Im Vorgänger „Apocalypse“ hat sich das bereits angedeutet. Der Rest des Casts ordnet sich von der Wichtigkeit her in den Hintergrund ein.

Plot

Gleich zu Beginn sehen wir die Weltraumszene aus dem Trailer. Dort werden Astronauten vor einer Sonneneruption gerettet. Jean wird aber davon getroffen. Sie nimmt die Energie in sich auf und wird somit zum stärksten Mutanten.

Ein X-Women-Witz später muss sich Professor X Sorgen um die Integrität seiner Schule machen. Er war nämlich nicht ganz so ehrlich zu Jean, was ihre Vergangenheit angeht. Wir möchten jetzt gar nicht zu tief ins Detail gehen, weil wir uns hier ziemlich nahe an Spoiler-Territorium bewegen.

Über die komplette nächste Stunde wird der mentale Zerfall hinter Jean Grey dargestellt. Sophie Turner spielt eine sehr gute Performance und es macht Spaß, ihr als Hauptcharakter zuzusehen. Die Motivation hinter ihren Handlungen ist ebenfalls nachvollziehbar. Es wäre allerdings etwas schöner gewesen, wenn diese dunkle Seite in ihr über die letzten Filme bereits aufgezeigt worden wäre.

Das Ende fühlt sich nach einem Abschluss der X-Men an, bei dem man sich aber trotzdem noch genug Möglichkeiten offengelassen hat, um weiterzumachen. Auf der anderen Seite hat man einige Stränge einfach im Sand verlaufen lassen. Wo war z.B. Moira MacTaggert (Rose Bryne)? Es gab nicht einmal eine Erwähnung an Professor Xs alte Liebe.

Fazit

Es ist nicht wirklich eine Überraschung, dass X-Men: Dark Phoenix eine Ente geworden ist. Zum einen ist der FIlm eine Fox-Produktion und zum anderen freuen sich wahrscheinlich sehr viele Leute auf die Marvel-Adaption der Mutanten. Box Office-technisch werden die Hoffnungen wohl nicht allzu groß erfüllt werden. X-Men: Dark Phoenix fühlt sich wie ein Origin-Film an. In seinem Genre vergeben wir 5 /10 Punkten. Als Gesamtwerk schafft es Dark Phoenix aber nur auf eine 4/10.

Zukunft der X-Men

Der zurzeit angestellte Cast wird wohl nicht wiederkehren. Ganz besonders schade finden wir das bei Michael Fassbender und Evan Peters. Die beiden haben in den X-Men-Filmen immer eine gute Leistung abgeliefert.

Der neue „Spider-Man:Far From Home“-Trailer bestätigt jedoch, dass durch den Snap ein Multiversum aufgemacht wurde. Dadurch hat sich Marvel theoretisch die Hintertür zu allen anderen Superhelden aufgemacht, die noch nicht im bestehenden MCU vorhanden sind.

 

Foto: Fox Deutschland