Zukunftstrend Hoverboard?

        Lexus Hoverboard    

Wolltet ihr als Kind auch manchmal so sein wie der pfiffige Marty McFly aus dem Film Zurück in die Zukunft und mit einem Hoverboard durch eine futuristische Stadt schweben? Marty lebt im langweiligen Jahr 1985 in der verschlafenen Kleinstadt Hill Valley. Doch eines Tages beginnt ein abenteuerlicher Trip: Der durchgeknallte Wissenschaftler Doc Brown hat eine Zeitmaschine erfunden und nimmt Marty mit in die Zukunft. Marty staunt nicht schlecht: fliegende Autos, Videotelefonie, hydrierte Pizzas, bizarre Klamotten – und schwebende Skateboards. Zukunftsmusik eben.

Im Film reisen Marty und Doc Brown ins Jahr 2015. So ist es nur konsequent, dass es dieses Jahr so weit ist: Das Hoverboard wird vorgestellt. Kein Witz. Am 5. August soll es so weit sein. Der Toyota-Hersteller Lexus hat es konstruiert und auf seiner Website in einem kurzen Trailer angekündigt. Auf Nachfragen, ob es sich nicht vielleicht doch um einen PR-Gag handele, antwortet das Unternehmen: Nein, das Hoverboard wird definitiv kommen. Seit anderthalb Jahren wird nun angeblich schon an dem Teil getüftelt. Gerade sollen Profi-Skateboarder das Schwebebrett in einem eigens dafür gebauten Skatepark in Barcelona testen.

Laut Lexus läuft bzw. schwebt das Hoverboard auf Basis von Supraleitern und Magneten. Damit die Supraleiter überhaupt funktionieren, müssen sie mit flüssigem Stickstoff permanent gekühlt werden. Daher sieht das Hoverboard in dem Hersteller-Video auch ein bisschen so aus wie eine schwebende Nebelmaschine. Doch trägt der herausströmende Dampf schließlich zum futuristischen Gesamteindruck des Gefährts bei. Der Trailer zeigt das Hoverboard vor der Kulisse eines gewöhnlichen Skateparks. Wenn ihr jetzt aber glaubt, ihr könnt mit dem Brett einfach da aufkreuzen und eure Freunde mit coolen Tricks beeindrucken, so müssen wir euch leider enttäuschen. Lexus räumte auf Nachfrage ein, dass das Hoverboard wegen seiner Magneten nur auf metallischem Untergrund funktioniert. Sogar im Film Zurück die Zukunft werden an die Realität immerhin so weit Zugeständnisse gemacht, dass das Hoverboard auf Wasser den Geist aufgibt und Marty McFly dabei ganz schön alt aussieht. Und auch so waghalsige Stunts wie Marty sie performt, wird man mit dem echten Hoverboard wohl vorerst nicht zustande bringen. Im Video schwebt es ganz gemächlich und unspektakulär ein paar Zentimeter über dem Boden.
 

 

Aber ein Anfang ist gemacht: Das Hoverboard steht! Und es schwebt. Nun stellt sich die Frage: Kann es auch wirklich einen Menschen tragen? In dieser Frage zieht sich der Hersteller ein wenig aus der Affäre. Optisch ist Lexus’ Hoverboard nicht übel. Es vereint Hightech mit natürlichen Materialien. Die Oberfläche mit dem markanten Lexus-Logo soll aus Bambus sein.

Seit den Zurück in die Zukunft-Filmen ist das Hoverboard fester Bestandteil der Popkultur. Und wie das bei der Popkultur nun einmal ist: Wild ranken sich die Mythen. Schon seit dem Jahr 2001 gibt es immer mal wieder Gerüchte über vermeintliche echte Hoverboards, die bald auf den Markt kommen und den Kindheitstraum wahr werden lassen sollen. Letztes Jahr wurde ein nicht unbeeindruckendes Video veröffentlicht mit Gastauftritten der Skateboard-Ikone Tony Hawk, dem Musiker Moby und dem Schauspieler Christopher Lloyd (der verrückte Wissenschaftler aus Zurück in die Zukunft). Aber wie so viele Hoverboard-Geschichten stellte sich das Video bald als viraler Marketing-Gag heraus.

Es scheint also, als habe Lexus tatsächlich eine Pionierleistung vollbracht. Bald wissen wir mehr. Ob das Hoverboard eine – im wahrsten Sinne des Wortes – tragfähige Erfindung ist, wird sich noch zeigen.

 

Fotos: Lexus / Youtube



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