The Next Big Thing – Teil 1: Blockchain und Kryptowährung

        Kryptowährung    


Im Bereich der Technologie und der Forschung ist öfters vom „Next Big Thing“ die Rede. Dabei geht es darum, technische Trends früh zu erkennen und ihr Potential einzustufen. Es wird auch betrachtet, wie die Gesellschaft momentan zu einer bestimmten Technologie steht und ob sie beispielsweise nur kurz gehypt wird, oder ob die Gesellschaft ein langanhaltendes Potential sieht. Da wir große Fans von neuen Technologien sind, wollen wir dir potentielle technologische Neuheiten vorstellen, die bald zum „Next Big Thing“ werden könnten und dir erklären, wie genau sie eigentlich funktionieren. Momentan sind fünf Technologien dabei im Rennen, die „nächste große Sache“ zu werden. Diesmal soll es bei uns um Blockchain und Kryptowährung gehen.

 

Blockchain und Kryptowährung

Kryptowährung

Diese beiden Begriffe sind dir wahrscheinlich geläufig, auch wenn die genaue Definition vor allem bei Blockchain öfters fehlt. Dass es sich bei der Kryptowährung um eine virtuelle Währung handelt, die man nicht auf Geldnoten findet, ist dir bestimmt klar. Doch auch der Begriff Blockchain ist relativ schnell erklärt. Es bezeichnet nämlich die Form einer Datenbank, die dafür benutzt wird, Informationen und Daten zu speichern. Bei normalen Datenbanken werden die Daten zentral gespeichert, also in einem einzigen riesigem Speichermedium. Bei Blockchain wird für das Speichern von Informationen ein Netzwerk aus vielen Teilnehmern genutzt, die die Lage der Daten somit dezentralisieren. Dadurch steigt die Integrität der Daten und die Datenbank an sich ist besser gegen Ausfälle, Fehler und Fälschungsversuche geschützt. Blockchain ist also das System, welches eine Kryptowährung wie Bitcoin erst existieren lässt. Das Blockchain-System hat somit Bitcoin die Tür zu ihrem Durchbruch eröffnet. Außerdem gilt bei beiden Technologien, dass die eine ohne die andere gar nicht auskommt, denn das Blockchain-System wird momentan nur für den Finanzmarkt benutzt.

 

Die Kryptowährungen

Kryptowährung

Die bekannteste und damit auch erfolgreichste Kryptowährung ist Bitcoin. Darauf folgt Ether, die von Ethereum ins Leben gerufen wurde. Das Besondere an Ether ist, dass sogenannte „Smart Contracts“ mit Hilfe der Blockchain geschlossen werden können. Wenn man so einen Vertrag abschließt, wird durch das Verschicken der Währung eine bestimmte Aktion ausgelöst. Dies kann beispielweise das Öffnen eines Schlosses oder einer Tür sein. Dienstleistungen wie Airbnb-Vermietungen könnten mit dieser Technologie stark vereinfacht werden. Die drittgrößte Kryptowährung ist Bitcoin Cash, darauf folgt Ripple und der fünfte Platz geht an Litecoin. Insgesamt haben diese Kryptowährungen zusammen eine Marktkapitalisierung von über 132 Milliarden Dollar. Insgesamt soll es circa 1.100 verschiedene Kryptowährungen geben, die auf eine Kapitalisierung von 165 Milliarden Dollar kommen.

 

Wohin führt uns Bitcoin und Blockchain?

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Durch den Durchbruch von Bitcoin, dank der Blockchain-Technologie, wurde eine digitale Anlage geschaffen, die teilweise als das Gold des Internets bezeichnet wird. Da die Menge auf maximal 21 Millionen Bitcoins begrenzt ist, um eine gewisse Geldwertstabilität zu gewährleisten, ist Bitcoin zu einer beliebten Wertanlage geworden und zieht alle an, die durch Spekulationen das große Geld machen wollen. Doch so perfekt ist das System hinter Bitcoin und Co. noch nicht. So steigen die Gebühren für Transaktionen schon seit einer Weile, sie lagen schon bei unglaublichen sechs Euro pro Transaktion. Damit kantet sich Bitcoin bei dem Nutzen als Alltagswährung selber heraus. Außerdem ist die Aufrechterhaltung des Systems nicht nur kompliziert, sondern auch sehr kostspielig. Um das Bitcoin-Netzwerk zu betreiben braucht man pro Jahr um die 16 Terrawattstunden Strom, ein normales Atomkraftwerk produziert in einem Jahr um die 10 Terrawattstunden. Doch nicht nur Bitcoin hat Probleme, den Erwartungen standzuhalten. Ethereum beispielsweise, die von manchen Leuten als die beste Kryptowährung betitelt wird, hat immer wieder Probleme mit Hacks.

Aus diesen Gründen wollen die Erfinder, die hinter den virtuellen Währungen stehen, natürlich weiter forschen, um das noch junge Gebiet zu verbessern. Das Ziel ist es Blockchains zu erschaffen, die wesentlich mehr Transaktionen durchführen und die Smart Contracts somit in einer sicheren Umgebung anbieten können. Wie genau die Lösungsvorschläge dazu aussehen, ist noch nicht bekannt.

Blockchain ist also nur die Technologie einer Datenbank, die den Kryptowährungen erlaubt zu existieren. Die virtuellen Währungen werden jetzt schon als Geldanlage genutzt, auch wenn sie noch relativ unsicher sind. Doch das Gebiet besteht noch nicht lange und anfangs gibt es immer einige Kinderkrankheiten. Wenn die Blockchains verbessert werden und genug Sicherheit bieten können, haben diese beiden Technologien aber auf jeden Fall das Potential, „The Next Big Thing“ zu werden.

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Fotos: Bloomberg / Kontributor / Getty Images



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