Pagani Huayra – Schneller als der Wind

        Pagani Huayra    

V für: Verdammt gut! Verdammt selten! Verdammt verführerisch!

Kennt ihr das? Mitten am Tag schweifen während der Arbeit die Gedanken ab und wir begeben uns auf eine Reise, fernab jeder Realität, Vernunft und Logik. Doch wohin verschwindet unsere Aufmerksamkeit? Hier kommt die beste Antwort darauf, weshalb es diesbezüglich wohl immer bei einem Traum bleiben wird. Millionenschwere Handarbeit.

Packen wir mal den Taschenrechner aus und fangen an zu überschlagen, dann bekommen wir für den Preis eines Pagani Huayra in etwa folgendes:

562.000 Packungen Barilla-Spaghetti (500g), 42 VW-Golf, 132 First-Class- Langstreckenflüge mit Lufthansa, oder einfach 88.500 Wodka-RedBull (á 12.-€).
 

Pagani Huayra
 

Aber was haben wir davon? Genau – wir verschwenden Zeit beim Kochen, Feiern, oder Fliegen.

Wer allerdings keine Zeit verliert, ist tatsächlich der Huayra aus dem Hause Pagani, wenn es um Beschleunigung geht.
Der handgefertigte Supersportwagen ist der Nachfolger des Pagani-Zonda und wird im italienischen Modena gebaut.

Wir sind der Meinung, dass Bilder mehr als 1000 Worte sagen. Darum fassen wir uns kurz, feuern am Rande schnell einige grundlegende Fakten raus und genießen die Bilder des Huayra.

Angetrieben wird die Coupé-Rakete auf vier Reifen von einem Mercedes-Benz AMG 6.0L V12 Turbomotor.
 

Pagani Huayra
 

Kann ein „Auto“ zu viel Leistung haben? Nein! Und darum bügeln 730 PS den „Gott des Windes“ über die Autobahn. Es dürfte schwer fallen, über den Durchschnittsverbrauch von 23,5L (Stadt) beziehungsweise 16,8L (Autobahn) nachzudenken, wenn uns 1000Nm in den Sitz drücken und nicht mehr loslassen. Der Hecktriebler wird von einer 7-Speed-Automatik bewegt, die dafür sorgt, dass der Tank, bei richtiger Schaltung, in etwa 360KM weit hält. Kitzelt man natürlich ständig die 3,0 Sekunden von 0-100 km/h heraus, dann dürfte sich die Reichweite des Tanks deutlich verringern. Bei guten Außenbedingungen bringt es der 4,60 Meter lange Huayra auf 370 km/h. Kein Wunder, bei diesen Leistungswerten und einem Gesamtgewicht von 1.350kg, welches dem CFK-Titan-Monocoque zu verdanken ist.

Im Tiefland der südamerikanischen Anden lebt ein indigenes Volk namens Aymara. Aber was haben Aymara und Supersportwagen miteinander zu tun? Genau – nicht viel, es sei denn, die Automobilhersteller sind mal wieder auf der Suche nach einem seltenen Namen für den neuen Vorzeigeflitzer. Genau so war es auch in diesem Fall.

„Huayra Tata“ bedeutet in der Sprache der Aymara so viel wie „Gott des Windes“. Man kann wohl ohne zu übertreiben behaupten, dass Pagani mit dem Namen „Huayra“ den Nagel auf den Kopf getroffen hat.
 

Pagani Huayra
 

Bis „sämtliche Nägel“ beim Bau eines handgefertigten Huayras versenkt sind, dauert es gut und gerne einen kompletten Monat. So lässt sich auch die niedrige Auflage begründen, die der Pagani Huayra nun einmal hat. Seit 2011 wird das Supersport-Coupé in Modena gefertigt und innerhalb der ersten beiden Jahre lediglich 15 Mal ausgeliefert.

Ein einziges Problem gibt es da dann allerdings doch noch: viel Spaß beim Suchen einer Versicherung, die die 1,062 Millionen Euro teure Anschaffung versichern soll…
 

Pagani Huayra

 

Fotos: Pagani PR

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