911 Turbo S – Marschflugkörper à la Zuffenhausen

           

Unser Eindruck vom neuen Porsche 911 Turbo S


Groß war die Gerüchteküche um den neuen 911 Turbo und Turbo S. Upsizing, downsizing, Bi-Turbo, oder Tri-Turbo. Es wurde wie wild spekuliert und man bekam irgendwie keine vernünftige Information, auf die Verlass gewesen wäre. Dementsprechend groß waren die Erwartungen an die Entwickler und spätestens seit der IAA dieses Jahr wissen wir, dass sich das Warten gelohnt hat.

Die technischen Daten findet man mittlerweile auf tausenden von Seiten. 560PS, 3.8L und im Overboost 750 nM. Soweit zu den Daten auf dem Papier. Aber wie sieht es in der Realität aus? Kein Mensch schaut bei dieser Kategorie Auto nach CO2 Emissionszahlen und schon gar nicht nach der Energieeffizienzklasse. Oder etwa doch? Und was ist das überhaupt? Ich sage es mal so: Theoretisch verbraucht der neue Überelfer 9,7L/100km. Fährt man ihn aber, wie man einen Elfer zu fahren hat, nämlich mit Bleifuß und aktivierter Sporttaste, dann schnorchelt dieser dezent 25.7L auf 100km durch den Ansaugtrakt. Daher die Energieeffizienzklasse „G“. Könnte für „Geeeewaltig“ stehen.

Das war’s dann aber auch schon mit den suboptimalen Einzelheiten. Viel wichtiger ist, dass Porsche ein Auto gebaut hat, welches keine Grenzen zu kennen scheint. Weder bei der Beschleunigung, noch in den Kurven. Weder bei der Optik, noch beim Sound. Die für uns wichtigste Änderung ist die neue Hinterachse. Diese lenkt aktiv mit, was eine deutlich höhere Kurvengeschwindigkeit zulässt. Während dem Piloten die Erfahrung sagt, der Wagen müsse gleich eine Liaison mit der Leitplanke eingehen, kann man in Wahrheit noch einen mächtigen Zahn zulegen, denn der Elfer klebt, Dank seines bewährten Allradantriebes und der besagten neuen Hinterachse, überirdisch auf dem Asphalt. Seine schier unbändige Kraft katapultiert den Turbo S auf sagenhafte 318km/h. Realistisch gesehen gibt es in freier Wildbahn kaum ein Auto, das es mit diesem Elfer aufnehmen könnte.

Den Sprint von 0-100km/h schafft er in unglaublichen 3.1 Sekunden und auch bei der Durchzugsbeschleunigung von 80-120km/h vergehen nur lächerliche 1,8 Sekunden. Optisch weist er große Ähnlichkeit zum Vorgänger auf. Kenner werden allerdings die veränderten Details bemerken, die sich zum Positiven verändert haben. Der Innenraum wirkt nach wie vor aufgeräumt und hat das gleiche Design wie alle Elfer der 991 Serie. Der verlängerte Radstand tut sein Bestes für ein entspanntes Vorankommen. Die Front, das Heck und der ausfahrbare Heckspoiler wurden optisch neu konzipiert und sehen noch dynamischer aus, als bei den Vorgängern.
 

911 Turbo S2 Heck
Heckspoiler 911 Turbo S
 

Auch am Sound hat Porsche gearbeitet. Die neue Sportauspuffanlage gibt eine direkte Rückmeldung, sobald man den Fuß vom Gas nimmt. Ein Röcheln und Blubbern in Form dezenter Fehlzündungen zaubern sowohl dem Piloten, als auch den draußen stehenden Passanten eine Gänsehaut auf jeden Quadratzentimeter des Körpers.

Porsche hat wieder einmal gezeigt, was es heißt, einen Sportwagen in vollendeter Perfektion zu bauen. Design, Sound und aufkommende Emotionen spielen gekonnt eine Symphonie der Endgültigkeit. Über den Preis, der bei rund 195.000.- Euro startet, möchten wir an dieser Stelle nicht sprechen und Interessenten viel mehr raten, sich ein eigenes Bild vom 911 Turbo S zu machen. Kompetent, schnell und freundlich steht hierfür Herr Nils Richter vom Porsche Zentrum Mannheim unter 0621-4836622 zur Verfügung.
 

Fotos: Ajouré Redaktion / Tobias Bojko



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