Häuser auf dem Mond werden bald Realität

        Häuser auf dem Mond    

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Mensch mit der Kolonialisierung auf neuen Planeten, Monden oder sogar Asteroiden beginnt. Die Konzepte für Generationenraumschiffe existieren schon, doch was tut man, wenn auf dem ausgesuchten Mond keine Möglichkeit besteht Häuser oder Städte zu errichten. Dass unsere Erde so viele Ressourcen beherbergt ist pures Glück und die Vorstellung ein gigantisches Raumschiff mit Backsteinen und Mörtel zum Mond zu fliegen ist absurd. Was also tun?
 

Mondbeton

Eine europäische Raumfahrtagentur entwickelt derzeit einen neuen Mondbaustein der einzig und allein aus Mondstaub und Sonnenlicht gewonnen wird.
Gebogene Spiegel bündeln das Sonnenlicht und erzeugen damit einen extrem heißen Strahl von 1.100 Grad Celsius. Dieser wird auf den Mondstaub gerichtet und schmilzt diesen. Aus der zähflüssigen Masse wird nach einem kurzen Bearbeitungsprozess ein robuster, betonartiger Stein. Dieser wird mit Schnittstellen versehen, ähnlich wie bei Legosteinen, damit man das neue Gestein einfach ineinander stecken kann. Anschließend verschmilzt ein weiterer Strahl die Schnittstellen miteinander.
 

Die Umsetzung

Doch da dieses Verfahren zunächst ausgiebig auf der Erde getestet werden muss und man extrem viel Mondstaub dafür verfeuern müsste, ergibt sich schon das erste Problem. Man sagt, dass Mondstein das wertvollste Gestein auf der Erde ist. Da nur sehr wenig davon auf der Erde existiert und es immer reiche Liebhaber geben wird, werden wenige Gramm Mondstaub zu mehreren tausend Euro gehandelt. Um bei einer seriösen Quelle, hier auf der Erde Mondsplitter zu kaufen, bezahlt man schon mal für ein Milligramm etwa fünf Euro. (1 g = 5000 Euro) Bei ca. 500 g pro Mondbaustein wären Experimente auf der Erde schlicht unbezahlbar. Darum wurde ein alternatives Material hergestellt, welches die gleichen Eigenschaften von Mondstaub aufweist. Dennoch wird sich auch noch herausstellen müssen, ob und wie widerstandsfähig der neue Mondbeton ist. Extrem schwankende Temperaturen stellen eine hohe Belastung für das Gestein dar.
 

Next Step

Das erste große Projekt soll idealerweise eine Station auf der Rückseite des Mondes werden. Bei Temperaturen von -160 Grad Celsius möchte man eine Station errichten, von der aus man ungehindert Bilder vom Weltall aufnehmen kann.

 

Foto: Steve Bronstein / Getty Images



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