E-Sports bei Olympia 2024?

        Olympia    

Gaming wird von der Gesellschaft immer mehr anerkannt, was vor allem mit der professionellen E-Sport-Szene zu tun hat. Die Jugend ist das Herz und die Seele des Zockens, sie spielen die Spiele und schauen den professionellen Spielern und Streamern bei Turnieren zu. Das Fernsehen wird von der Jugend immer mehr boykottiert und viele Unterhaltungsbranchen erreichen die Masse nicht mehr, wie sie es früher getan haben. So langsam fällt den Investoren auf, wo sich das Interesse der jüngeren Leute hin verlagert hat. Das kann man nämlich ganz einfach feststellen, wenn man sich die Umsätze der jeweiligen Unterhaltungsmärkte anschaut, die bei Computerspielen schon seit einigen Jahren beinahe exponentiell ansteigen. Mittlerweile ist es soweit, dass Visionäre von der Teilnahme des E-Sports bei den Olympischen Spielen 2024 sprechen. Was hat es damit wirklich auf sich?

 

E-Sports bei Olympia nicht mehr nur Zukunftsmusik

Die Olympischen Spiele im Jahre 2024 werden wohl wahrscheinlich in Paris stattfinden, nachdem Hamburg nach einer Bürgerbefragung die Bewerbung zurückgezogen hat. Doch zuerst kommen die Olympischen Spiele 2020 nach Tokyo, bei denen schon einige neue Sportarten hinzukommen. So werden wir in drei Jahren erst einmal Karate, Sportklettern, Skateboard und Surfen bei den Olympischen Spielen sehen, außerdem sind Baseball und Softball wieder mit von der Partie. Diese Neuerungen heizen natürlich die Diskussion über weitere Sportarten, die 2024 dazu kommen könnten, an.

Anfangs mag E-Sports als olympische Sportart wohl etwas befremdlich klingen, laut dem Guardian dürfen sich die professionellen Zocker allerdings für das Jahr 2024 wirkliche Hoffnungen machen. Viele Athleten und Sportpsychologen, die sich mit professionellen Gamern beschäftigen, sind der Meinung, dass auf den Athleten die gleiche Belastung liegt, wie auf herkömmlichen Sportlern. Auch wenn die Zocker nur eine Maus bewegen und Tasten drücken, so müssen sie täglich bis zu zwölf Stunden trainieren, brauchen unglaublich schnelle Reaktionszeiten und müssen stets gut im Team spielen können.

Die Entscheidungen über die Olympischen Spiele werden von einem relativ konservativen Rat getroffen, allerdings ist sich selbst dieser Rat bewusst, dass man die Interessen der Jugend nicht einfach ignorieren darf, zumindest nicht auf lange Sicht.

 
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Keine Sicherheit, aber eine gute Chance

Eine konkrete Zusage gibt es noch nicht, es handelt sich momentan auch eher um Spekulationen. Die Beliebtheit des E-Sports ist allerdings schon lange etwas sehr Konkretes. In den letzten Jahren stiegen die Zuschauerzahlen und die fließenden Gelder stets an. Laut CNN soll es weltweit circa 292 Millionen E-Sports-Fans geben, letztes Jahr waren es noch 204 Millionen. Die Gesamterlöse aus dem E-Sports-Sektor, die durch Übertragungsrechte, Merchandise und Ticketverkäufe eingebracht wurden, stiegen innerhalb eines Jahres von 325 Millionen auf 463 Millionen US-Dollar an.

Auch wenn das internationale Olympische Komitee als sehr konservativ gilt, so könnten solche Einnahmesummen doch eine gute Überzeugung darstellen. Die asiatische Version der Olympischen Spiele, die sogenannten Asienspiele, welche im Jahr 2022 stattfinden werden, werden E-Sports das erste Mal in ihre Reihen aufnehmen. Bei diesen Spielen handelt es sich um die zweitgrößte Multi-Sportveranstaltung der Welt, es ist also ein wirklich großer Schritt für die E-Sports-Welt.

Die Diskussion über E-Sports bei den Olympischen Spielen ist also schon relativ weit fortgeschritten und es scheint, als wäre die Aufnahme irgendwann unvermeidlich.

Die Ausrüstung macht’s!

Die Gaming-Hardware Highlights 2017

 

Fotos: Erik Tham; Ron Watts / Getty Images

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