Des Freistaats schwerste Elite-Sportmaschinen – der neue BMW X5M & X6M

        BMW X5M & X6M    

„Und, was schluckst du so…?“ Die Antwort: Demnächst 20% weniger!

Stimmt, wir reden hier nicht von der Einleitung beim Club der anonymen Alkoholiker, sondern bei BMWs Antwort in Sachen Verbrauch bei schwergewichtigen Allradfahrzeugen. Ob das so stimmt, wagen wir noch ein wenig zu bezweifeln. Aber geben wir ihnen eine Chance und schauen doch mal, was die Bayerischen Motorenwerke sich haben einfallen lassen.

Damit Platz ist für Neues, muss Altes weichen. Also hat der BMW X5M und X6M erst einmal die bekannte Powerdome-Motorhaube aberkannt bekommen. Das Profil sieht nach wie vor gewaltig aus – doch es fehlt etwas.

 

BMW X6M Profil
BMW X6M im Profil

 

Wir leben in einer Zeit, in der Schönheitsoperationen Gang und Gebe sind. Und so hat es auch den X5M und X6M erwischt. Die seitlichen Lufteinlässe (Kiemen) wurden nach unten geliftet und die bekannte Powerdome-Motorhaube gibt es jetzt nur noch ohne Beule in der Mitte.

 

BMW X6M Kiemen
BMW X6M Kiemen

 

Eigentlich schade, denn gerade der Powerdome gab den M-Modellen doch das gewisse Etwas…

Der Schalthebel ist geschrumpft, aber dafür hat man im X6M jetzt mehr Platz – vor allem hinten, denn Mitfahrer im Fond haben nun eine Höhe von 962mm zur Verfügung. Der Vorgänger lag bei kurzen 947mm, was bei normalen bis großen Personen schon einmal zum Problem führen konnte. Somit schafft BMW bei den X6 Modellen das Problem Kopffreiheit im Fond ab.

 

BMW X6M Innenraum
BMW X6M Innenraum

 

Mit dem Interieur punktet BMW – zwar nicht auf ganzer Linie, aber immerhin. Wer Hoffnung hegt, dass BMW das bekannte orangefarbene Licht abgeschafft und innovativ verändert hat, der wird enttäuscht. Nach wie vor baut man hier auf Altbekanntes.

 

BMW X6M Sportsitze
BMW X6M Sportsitze

 

Auffällig elegant und dennoch sportlich sind die M-Sportsitze. Hierzu kann man nur sagen: Alles richtig gemacht! Hier möchten wir uns direkt reinsetzen und wohlfühlen. Rein optisch garantieren die Sportsitze perfekten Halt, wenn der V8-Twinturbo die 575 PS auf die Straße drückt und uns mit 750Nm in 4,2 Sekunden auf 100 beschleunigt. Sollte man sich für das optionale M Driver Package entscheiden, so scheint man auch bei Tempo 280 noch gemütlich sitzen zu können. Vorbei mit der Gemütlichkeit ist es dann allerdings, wenn wir nach der Tour einen Blick auf den Tank werfen. Gähnende Leere – zumindest wenn man die knapp 2,3 Tonnen so bewegt, wie sie bewegt werden möchten. Nämlich schnell. Denn wofür sollte man sich sonst ein knapp 600PS starkes BMW X-Modell zulegen. Zum Hänger ziehen reicht in der Regel auch ein 3L Diesel, oder?!

Und hier kommen wir auch schon zum eigentlichen Problem. BMW gibt einen kombinierten Verbrauch von 11.1L/100km an. Dank zahlreicher innovativer Neuerungen verbrauche der X5M und X6M ca 20% weniger als vorher. Rechnet man den Verbrauch auf den Tank um, so schafft der X5M/X6M-Pilot satte 765km, welches einer Sensation nahe käme. Also rechnen wir einmal rund 20% auf den neuen Verbrauch dazu, kommen wir abgerundet auf 13L/100km und wären beim angeblichen Durchschnittsverbrauch des Vorgängers. Die Ajoure-Redaktion hatte einen X6M für 6 Monate zur Verfügung und weiß: der Hüne schluckt mehr! Bei unseren Fahrten schnorchelte der X6M gemütlich an der 20L-Grenze und widerlegt somit die Verbrauchsangaben. Wir hoffen natürlich, dass die neuen M-Brüder aus dem Hause BMW ihren Durst in Grenzen zu halten wissen.

 

BMW X6M Heck
BMW X6M Heck

 

Bewegt werden die XM-Modelle durch den stärksten Twin-Turbo-Motor, den BMW jemals für Allradfahrzeuge gebaut hat. Das bekannte xDrive-System verwendet eine elektronisch gesteuerte Mehrscheibenkupplung für eine vollständig, bis zu 100% variable Verteilung des Antriebmoments zwischen Vorder- und Hinterachse.

Die neue dynamische Stabilitätskontrolle erlaubt freudiges Querfahren. Lediglich in Situationen, in denen das System der Meinung ist „jetzt ist aber mal gut“, schaltet das DSC ein und verhindert somit Schlimmeres.

 

Ajoure-MEN Fazit: Massiv, maskulin und teuflisch schnell – ja wir wollen!

 

Fotos: BMW PR

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