Die Highlights der Consumer Electronics Show 2017

Vor 50 Jahren fand die erste CES als ein Ableger der Chicago Music Show in New York statt. Inzwischen zählt sie zu den weltweit größten Fachmessen für Unterhaltungselektronik und hat sich in Las Vegas ein Heim geschaffen. Wir zeigen euch einige der interessantesten Highlights dieses Jahres. Dabei stellen wir den flachsten und buntesten Fernseher der Welt vor, lernen Yui, einen personalisierten Fahrassistenten kennen und machen einen Abstecher in die Gaming-Welt.
 

Die brillantesten Farben
Samsung Q9 und QC8

Samsung Q9 und QC8
 

Die neue QLED-Technologie (Quantum-Dot-Leuchtdioden) macht bei Samsung die Runde und sorgt für eine vorher noch nicht dagewesene Farbbrillanz. Technisch gesehen hat QLED nichts mit der OLED-Technologie (Organische Leuchtdioden) zu tun, sondern mit einem LCD-Fernseher, der mit Hintergrundbeleuchtung ausgestattet ist. Verbaute Quantenpunkte in Nanogröße sollen das Geheimnis einer absolut natürlichen Farbwiedergabe sein. Wir haben uns einen Direktvergleich zu einem OLED-Fernseher angesehen und waren von beiden Fernsehern sehr beindruckt. Für uns wirkten die Farben des QLED fast schon übersättigt, was aber auch daran liegen könnte, dass der OLED im Vergleich ein wirklich matteres Bild hatte.
 

Der dünnste Monitor der Welt
Dell S2718D

Dell S2718D
 

Der Dell S2718D hat stolze 27 Zoll und eine 2.560 x 1.440 Pixel-Auflösung. Ironischerweise rückte der Hersteller zum Zeitpunkt der Messe noch nicht mit der Tiefe des Monitors raus. Doch wir wissen, dass es weniger als ein Zentimeter sein wird. Für die Alten, die sich schon seit dem ersten Flachbildfernseher fragen, wohin die Technik verwunden ist, sei gesagt, dass der Monitor auf seinen Fuß angewiesen ist, da dieser die meiste Technik beinhaltet. Bis jetzt gilt der Fuß als etwas unpraktisch, da er sich keineswegs irgendwie verstellen lässt. Er hat jedoch eine Audioklinke, HDMI 2.0, USB C und zwei USB A-Anschlüsse mit Displayport-Unterstützung. 99 Prozent des sRGB-Farbraums werden mit einem 8 Bit-Monitor und 16,7 Millionen Farben dargestellt. Der nominelle Blickwinkel beträgt 178 Grad mit einem Kontrastverhältnis von 1.000:1. Somit ist qualitativ hochwertiges Fernsehen also in jedem Fall gewährleistet. Spannend bleibt die Frage, wie dünn der dünnste Monitor der Welt dann wirklich ist.
 

Fahrassistent Yui
Toyota Concept-i

Toyota Concept-i
 

Toyota Concept-i legt einen kleinen Sprung in Richtung Zukunft hin. Nicht nur, dass dieses Model autonom fahren soll, es besitzt auch einen Bordcomputer, der dich unterhält und sich deinen Vorzügen anpasst. Yui ist wie eine persönliche Siri, spezialisiert auf automatische Abläufe beim Autofahren. Yui verständigt sich viel mit Displays und Lichtern und kann zum Beispiel jederzeit über Displays mit den Mitfahrern auf der Rückbank kommunizieren. Innovativ fanden wir, dass es die zahlreichen Displays möglich machen, die von Türen verdeckte Umgebung außerhalb des Autos darzustellen, fast so, als würde man in einem durchsichtigem Auto sitzen. Nähert man sich seinem Auto, so kann es dich sogar auf eine nette Art begrüßen, indem es deine kinetische Wärme erfasst und darauf reagiert. Soweit klingt das Konzept ja ganz gut. Wir sind gespannt, wie lange es dauern wird, bis man Yui auf der Straße antreffen kann.
 

Gaming-Router
Linksys WRT32X

Linksys WRT32X
 

Linksys hatte offensichtlich genug von den WLAN-Partys auf der Arbeit; immer mit High Ping zocken zu müssen, ist echt gemein. Was nützt auch „The Witcher“ auf High-End-Grafik, wenn das Internet einfach nicht mitspielt? Darum hat Linksys auf der CES 2017 ihren neu entwickelten Gaming-Router vorgestellt. Ihre Partner bei diesem Projekt sind Rivet Networks, die unter anderem dafür bekannt sind High-End-Hardware für Alienware, Razer und MSI herzustellen. Das Interessante an dem WRT32X ist ein spezieller Modus, der je nach Situation Prioritäten im Heimnetz setzt. Spiele-Patches werden beispielsweise untergeordnet, sodass andere Geräte weiter problemlos surfen können. Spiele erhalten natürlich die höchste Priorität, gefolgt von Audio- und Video-Streaming, sowie Telefonie.
 

Prozessor
Snapdragon 835

Snapdragon 835
 

Wenn es um technischen Vorschritt geht, wird in den meisten Fällen auf Bewährtes gesetzt, wie zum Beispiel auf Intel. So sind Software, Prozessoren und Grafiktreiber in Windows-Computern in der Regel von Intel. Das könnte sich aber demnächst, zumindest bei der CPU, ändern. Die Snapdragon 835 vom US-Chipkonzern Qualcomm kommt mit handfesten Zahlen stark um die Ecke und wird sogar auf Mobilgeräten einsetzbar sein. Das wohl Spannenste ist die Funktion, Muster zu erkennen, um so einzelne Bauteile des Systems effizienter arbeiten zu lassen. Die Snapdagon 835 unterstützt außerdem DirectX 12 und 4K-Displays. Man bereitet sich auch auf die Zukunft vor, indem man mit einem 2,45 Gigaherz Octa-Care-Prozessor mit der GPU Adreno 540 den hochauflösenden Spielen und VR-Programmen entgegenkommt. Die 835 bietet außerdem drei Milliarden Transistoren, was die Leistung zum Vorgänger um 27 Prozent überbietet und dabei noch 40 Prozent Energie spart.
 

 

Fotos: Dell Press; Linksys Press; Samsung Press; Snapdragon Press; Toyota Press; Alex Wong/Getty Images

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